Protokoll der 10. ordentlichen Generalversammlung der Flughafen Zürich AG vom 15. April 2010, Uhr, im Radisson BhJ Hotel am Flughafen Zürich

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1 Protokoll GV 10/2010 Protokoll der 10. ordentlichen Generalversammlung der Flughafen Zürich AG vom 15. April 2010, Uhr, im Radisson BhJ Hotel am Flughafen Zürich Traktanden: 1. Vorlage des Geschäftsberichtes mit Jahresbericht und Jahresrechnung per 31. Dezember Vorlage des Berichtes der Revisionsstelle zur Jahres- und Konzernrechnung 3. Genehmigung des Geschäftsberichtes mit Jahresbericht und Jahresrechnung für das Jahr Entlastung des Verwaltungsrates 5. Verwendung des Rechnungsergebnisses 6. Aenderung von Art. 19 der Statuten (Aufgaben des Verwaltungsrates) 7. Erneuerungswahlen in den Verwaltungsrat für eine Amtsdauer von einem Jahr 8. Wahl der Revisionsstelle für das Geschäftsjahr Verschiedenes Vom Verwaltungsrat anwesend: Andreas Schmid, Präsident Dr. Lukas Briner Martin Candrian Rita Fuhrer Dr. Elmar Ledergerber Dr. Kaspar Schiller Dr. Martin Wetter Ulrik Svensson Von der Revisionsstelle anwesend: Marc Ziegler, KPMG AG, Zürich Philipp Hallauer, KPMG AG" Zürich Flughafen Zürich AG Postfach, CH-8058 Zürich-Flughafen WNW. flug hafen-zuerich. ch

2 Eröffnung Andreas Schmid, Präsident des Verwaltungsrates, eröffnet die Generalversammlung und heisst Aktionäre, Gäste und Pressevertreter willkommen. Als Protokollführer für die Generalversammlung bezeichnet der Präsident den Generalsekretär der Gesellschaft, Herrn Thomas Egli.. Als Stimmenzähler werden ernannt: Herr Hanspeter Spänhauer, Vogelacherstrasse 13A, 8166 Niederweningen Frau Julia Neubauer, Langenbachstrasse 6, 8414 Buch am Irchel Als unabhängiger Stimmrechtsvertreter im Sinne von Art. 689c OR nimmt Dr. Markus Meili,. Rechtsanwalt, Kloten, an der Generalversammlung teil. Zur Beurkundung des unter Traktandum 6 zu fassenden Beschlusses ist Herr Notar Pascal Hensch vom Notariat Bassersdorf anwesend. Zur Generalversammlung ist gemäss den statutarischen und gesetzlichen Bestimmungen eingeladen worden. Die Einladung wurde am 22. März 2010 versandt und am 25. März 2010 im Schweizerischen Handelsamtsblatt (SHAB Nr. 59, Seite 37) publiziert. Damit ist die 20-tägige Einberufungsfrist gemäss geltendem Aktienrecht eingehaltenworden. Jedem im Aktienregister eingetragenen Aktionär sind die Tagesordnung mit den Anträgen des Verwaltungsrates, der Geschäftsbericht 2009 sowie ein Anmelde- und Bevollmächtigungsformular für die Generalversammlung zugestellt worden. Die Stimmrechtsausweise sind gemäss den eingegangenen Anmeldungen erstellt und an die Aktionäre versandt worden. Anträge von Aktionären, welche im Sinne von Art. 699 Abs. 3 OR zur Traktandierung eines Verhandlungsgegenstandes berechtigt wären, sind nicht eingegangen. Von den insgesamt 4'085 Aktionären sind 320 anwesend. Sie vertreten 3'030'693 der insgesamt 6'140'375 Aktienstimmen. 2'533'386 Stimmen werden von Aktionären und 497'307 Stimmen vom unabhängigen Stimmrechtsvertreter vertreten. Von Depot- oder Organvertretern werden keine Stimmen vertreten. Das absolute Mehr beträgt 1'515'347 Stimmen. Das für die Beschlussfassung unter Traktandum 6 erforderliche qualifizierten Mehr beträgt 2'020'462 Stimmen.. Die Versammlung ist gemäss Gesetz und Statuten für die Behandlung der vorliegenden Traktanden beschlussfähig und ordnungsgemäss konstituiert... Gemäss Art. 15 der Statuten fasst die Generalversammlung ihre Beschlüsse mit der absoluten Mehrheit der vertretenen Stimmen. Demzufolge wirken Stimmenthaltungen als ablehnende Stimmen. Die Abstimmungen finden offen statt. Da der Kanton Zürich über 2'046'793 Stimmen verfügt und damit für sich allein sowohl das Quorum des absoluten als auch des qualifizierten Mehrs erreicht, wird auf schriftliche Abstimmungen und auf detaillierte Auszählung der Stimmen verzichtet werden können. Abweichend stimmende Aktionäre können die Aufnahme ihres Namens ins Protokoll verlangen. 2

3 Vor der Abwicklung der Traktanden macht der Präsident einleitend folgende Ausführungen zum abgelaufenen Jahr: "Sehr geehrte Aktionärinnen, sehr geehrte Aktionäre An der heutigen Generalversammlung werden Sie über die Entwicklungen am Flughafen Zürich und das Geschäftsergebnis der Flughafen Zürich AG im Jahr 2009 informiert. Die Details zum Geschäftsgang 2009 werden Ihnen später von den Herren Thomas Kern (CEO) und Daniel Schmucki (CFO) erläutert. Trotz einem wirtschaftlich anspruchsvollen Jahr 2009 kann die Flughafen Zürich AG ein sehr gutes Resultat vorweisen. Mit einem Passagierrückgang von lediglich 0.8% konnte sich der Flughafen Zürich im internationalen Vergleich sehr gut behaupten. Im Jahr 2009 sind am Flughafen Zürich 21.9 Millionen Menschen angekommen, umgestiegen oder abgeflogen. Eine genauere Betrachtung zeigt, dass die Umsteigepassagiere mit einem Plus von 3.2% die Gesamtpassagierzahl gestützt haben, während die Zahl der Lokalpassagiere um 3% zurück ging. Dies weist auf eine weitere Stärkung unseres Flughafens als Hub hin. Die Flugbewegungen nahmen um 4.7% auf gut 262'000 ab. Grund dafür ist, dass verschiedene Fluggesellschaften im vergangenen Jahr grössere Flugzeuge eingesetzt haben. Dies spiegelt sich auch in der Auslastung, die auf 71.6% stieg, und der Anzahl Passagiere pro Flug, die von 95 auf 98 zunahm, wider. Insgesamt erfreulich entwickelt hat.sich unser bedeutendster Partner, die Swiss. Die Fluggesellschaft nutzte gezielt Marktchancen und baute das Angebot ab Zürich im vergangenen Jahr gezielt aus. Die schlechte Konsumstimmung und der Verkehrsrückgang schlugen sich im Nichtfluggeschäft nieder: Die Erträge gingen um 4,3 Prozent auf 315,1 Millionen Franken zurück, die Ausgaben pro abfliegenden Passagiersanken um 3.9% auf Franken. Sehr geehrte Aktionärinnen, sehr geehrte Aktionäre, im Jahr 2009 bekam auch Ihre Unternehmung die Finanz- und Wirtschaftskrise zu spüren. Trotzdem entwickelte sich der Aktienkurs der Flughafen Zürich AG positiv: von Franken Anfang Jahr auf Franken Ende Dezember Dies entspricht einem Plus von knapp 25%. Ihr Unternehmen schliesst das Geschäftsjahr 2009 mit einem Gewinn von Millionen Franken ab. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einer Steigerung von 57.1 Prozent und ist damit das beste je erzielte Ergebnis der Flughafen Zürich AG. Das gute Resultat ist vorwiegend auf ein ausserordentliches Ergebnis zurückzuführen, namentlich auf den Verkauf eines 12%-Anteils unser Beteiligung an der Flughafen-Betreibergesellschaft in Bangalore. Dieser Teilverkauf in Indien trug mit rund 75 Millionen Franken (nach Steuern) zum guten Ergebnis bei. Ohne den Einfluss dieser Transaktion beträgt der Gewinn Millionen Franken, was einem effektiven Rückgang von 5.3 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dank diesem guten Ergebnis und einem um 38.6% höheren Free Cash Flow von Millionen Franken schlägt der Verwaltungsrat der Generalversammlung eine Sonderdividende von 2.50 Franken zusätzlich zur regulären Dividende von 5.00 Franken pro Aktie vor. Wir werden später darauf zurückkommen. Im vergangenen Jahr konnten die Bauarbeiten am neuen Dock Bund am Sicherheitskontrollgebäude plangemäss fortgeführt werden. Beide Bauwerke sind bis Ende 2011 fertiggestellt und werden zu einer weiteren Komfortsteigerung für unsere Passagiere führen. Der Flughafen Zürich wurde im Jahr 2009 erneut mit dem renommierten Airport Service Quality Award ausgezeichnet und bezüglich Qualität zum zweitbesten Flughafen Europas gewählt. Ausschlaggebend für die gute Bewertung sind unter anderem die angenehme Atmosphäre, die Sauberkeit, seine optimale Verkehrserschliessung sowie die Freundlichkeit des Personals. Auf diese Leistung dürfen wir zu Recht stolz sein. Mit «wir» meine ich alle unsere Mitarbeitenden. Ihnen gilt mein aufrichtiger und herzlicher Dank. Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, anlässlich des 10jährigen Bestehens wird Ihre Unternehmung mit neuem Logo auftreten, welches ab heute das Logo.Unique" ablöst. Sie halten das erste Produkt des neuen Markenauftrifts mit dem Geschäftsbericht bereits in Ihren Händen. Die Marke wird kosten bewusst und fliessend bis Ende Jahr eingeführt. Ich bin sicher, das neue, 3

4 schlichte Logo gefällt Ihnen. (Jetzt wissen alle, dass wir.unique" sind und müssen wir es nicht mehr sagen...). Weniger gefällt es mir, dass ich Sie darüber informieren muss, dass Frau Regierungsrätin Rita Fuhrer heute ihren letzten öffentlichen Anlass als Verwaltungsrätin der Flughafen Zürich AG bestreitet. Wie Sie wissen, verlässt unsere Volkswirtschaftsdirektorin den Zürcher Regierungsrat und damit den Verwaltungsrat auf Ende dieses Monats. Wir alle - und vor allem ich persönlich bedauern das Ausscheiden von Frau Regierungsrätin Fuhrer sehr. Frau Regierungsrätin Fuhrer hat sich im Jahr 2004 innerhalb kürzester Zeit in das äusserst komplexe Flughafendossier eingearbeitet und sofort die Initiative übernommen, die seinerzeit verfahrene Situation zu entkrampfen und Platz zu machen für neue Lösungen. In den letzten sechs Jahrenhaben wir auch dank ihres konsequenten Eintretens und ihres grossen Engagements für den Flughafen richtige und wichtige politische Weichenstellungen vornehmen können. Wir wünschen Frau Regierungsrätin Fuhrer für die Zukunft alles Gute, beste Gesundheit, jederzeit ein fahrtüchtiges Lind sicheres Velo und ganz viel Erfolg und Befriedigung, bei allem was noch folgen mag. Ich bin sicher, dass sich alle hier im Saal diesen Wünschen anschliessen. Liebe Rita, das war Dein Applaus: Ganz herzlichen Dank, für alles, was Du für dieses Unternehmen getan hast. Du weisst, wie sehr ich unsere Zusammenarbeit geschätzt habe. Der Regierungsrat des Kantons Zürich hat beschlossen, dass Herr Regierungsrat Ernst Stocker Nachfolger von Frau Regierungsrätin Fuhrer im Verwaltungsrat der Flughafen Zürich AG werden wird. Dieser Beschluss muss aber noch, wie bei solchen Mandaten üblich, vom Kantonsrat genehmigt werden. Auch auf Stufe Geschäftsleitung gibt es einen Wechsel zu berichten. Reiner Hiltebrand, Chief Operations Officer kehrt in die Airline Branche zurück und wird COO der Swiss International Airlines. Verwaltungsrat und Geschäftsleitung bedauern diesen Entscheid sehr; nachdem Rainer Hiltebrand in den letzten acht Jahren mit grossem Einsatz und ebenso grossem Erfolg als Flugplatzleiter und Stellvertreter des CEO tätig war. Wir werden unseren Vollblutaviatiker vermissen, wissen ihn aber bei der Swiss in besten Händen. Ich danke Rainer Hiltebrand ganz herzlich, für alles was er für unser Unternehmen geleistet hat. Danke Rainer. Als Nachfolger hat der Verwaltungsrat Herrn Stefan Conrad bestimmt. Herr Conrad ist heute als Kapitän / Instruktor bei der Swiss tätig und wird seine neue Aufgabe also COO der Flughafen Zürich AG ab dem 1. Juni 2010 übernehmen. Auch er ist ein Vollblutaviaktiker: In jungen Jahren absolvierte er die Ausbildung zum Militärpilot und arbeitete anschliessend für die damalige Swissair. Herr Conr:ad besitzt langjährige Führungserfahrung und hat einen Global Executive MBA der Universitäten St. Gallen und Toronto. Wir heissen Stefan Conrad schon heute in unserem Unternehmen sehr herzlich willkommen. In verschiedenen politischen Dossiers konnten im Jahr 2009 Fortschritte erzielt werden. Am 23. Februar 2009 hat sich der Zürcher Kantonsrat mit 110 zu 60 Stimmen klar gegen die Behördeninitiative I ausgesprochen, die eine Beschränkung der Flugbewegungen auf 320'000 pro Jahr und eine Nachtruhe von mindestens 8 Stunden verlangte. Dieser Entscheid ist nur konsequent, denn die Behördeninitiative I ist insbesondere bei der Nachtregelung deutlich restriktiver als der vom Zürcher Volk mit grosser Mehrheit gutgeheissene Gegenvorschlag des Kantonsrates zur seinerzeitigen Plafonierungsinitiative. Am 27. September 2009 haben die Zürcher Stimmbürgerinnen und Stimmbürger die so genannte "Fairflug-Initiative" wuchtig verworfen Prozent stimmten gegen die Initiative, die eine Verteilung des Fluglärms forderte. Damit hat das Zürcher Volk einmal mehr in Flughafenfragen Augenmass bewiesen und seinen Willen zum Ausdruck gebracht, dass möglichst wenige Menschen mit Fluglärm belastet werden sollen, wie dies bei anderen Verkehrsmitteln auch üblich ist. Am 29. November 2009 stimmte das Schweizer Volk mit 65 Prozent Ja-Stimmen sehr deutlich der Spezialfinanzierung des Luftverkehrs zu. Durch diese Änderung der Bundesverfassung fliessen künftig rund 40 Millionen Franken aus der Kerosinsteuer in die Luftfahrt, statt wie bisher in den Strassen verkehr. Das ist ein besonders erfreuliches Bekenntnis für die Luftfahrt in der Schweiz. Fast auf den Tag genau 2 Jahre ist es nun her, dass Kanzlerin Angela 4

5 Merkel Ende April 2008 die Schweiz besuchte. Bei diesem Besuch einigten sich die beiden Seiten darauf, die Lärmbelastung durch den Flughafen Zürich in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe zu ermitteln. Genau 1~ Jahre später, nämlich Ende Oktober 2009 wurden die Ergebnisse der durch das Institut für Luft- und Raumfahrt in Braunschweig durchgeführten Lärmberechnungen veröffentlicht. Und diese haben nun wirklich niemanden überrascht, wird doch in der Schweiz schon seit Jahrzehnten regelmässig gerechnet und auch gemessen: Doch im Unterschied zu früheren Berechnungen ist es jetzt sozusagen amtlich und mit deutschem Stempel beglaubigt, dass durch den Flughafen Zürich keine Lärmgrenzwerte im Süddeutschen Raum überschritten werden und zwar auch nach dem neuen deutschen Fluglärmgesetzt nicht - wohlgemerkt! Im Maximum beträgt die Belastung in Süddeutschland 53 Dezibel, wovon rund 80 Personen betroffen sind. 53 Dezibel entsprechen in etwa dem Hintergrundrauschen bei einem Spaziergang durch einen Stadtpark. Die deutschen Grenzwerte von 60 und 65 Dezibel werden damit nicht einmal annähernd erreicht. Von einem rücksichtslosen und flächendeckenden Fluglärmexport in die süddeutsche Tourismusregion kann also sicher keine Rede sein. Und wie sieht die Zukunft aus? Auch hier geben die deutschen Experten Entwarnung: Selbst wenn in 15 Jahren bei gleichem Betrieb die maximal mögliche Zahl von 350'000 Flugbewegungen erreicht würde, selbst dann wäre niemand in Süddeutschland von einer Überschreitung der Lärmgrenzwerte am Tag oder in der Nacht betroffen. Die deutschen Berechnungen haben gezeigt, dass die Schweizer Zivilluftfahrt in den letzten Jahren gänzlich unbegründet in das enge Korsett der DVO gezwängt wurde, für uns heisst das, es geht jetzt darum, eine möglichst starke Verhandlungspositionen aufzubauen und auf keinen Fall den eigenen Handlungsspielraum einzuschränken. Die Schweiz kann und muss nun selbstbewusst - aber nicht selbstherrlich oder gar überheblich - in die Verhandlungen für einen neuen Staatsvertrag einsteigen. Vom Poltern einiger süddeutscher Behördenvertreter sollte wir uns indes nicht beeindrucken lassen, sie lassen sich offensichtlich vom Motto leiten, dass man umso lauter rufen muss, je weniger die eigenen Argumente inhaltlich hergeben. Das Argumentarium der Landräte ist mit den Ergebnissen aus Braunschweig wie ein Kartenhaus in sich zusammengefallen. Fakt ist heute: Süddeutschland profitiert in vielerlei Hinsicht ganz wesentlich vom Flughafen Zürich, trägt aber keinen Fluglärm über den Grenzwerten. Und immerhin gilt es auch zu bedenken, dass mehr als zehn Prozent der Erwerbstätigen des Landkreis Waldshut und mehr als ein Drittel der Arbeitnehmer der Gemeinde Hohentengen in der Schweiz einer Arbeit nachgehen. Und schliesslich stammen über die Hälfte der Touristen, die den Landkreis Waldshut besuchen, aus der Schweiz. Die Schweiz wird nun Deutschland einen konkreten Vorschlag unterbreiten müssen: Durchdacht, überlegt, verbindlich und mit der notwendigen Gelassenheit (die uns in anderen Dossiers auch gut anstehen würde!). Selbstverständlich muss dieser Vorschlag auf einer der im SIL-Prozess erarbeiteten Varianten basieren. Aus den derzeit verbleibenden drei Varianten favorisieren wir ganz eindeutig die Variante «J optimiert», bei der am wenigsten Personen von Fluglärm betroffen sind. Die Variante «J optimiert» basiert im wesentlichen auf einer Verlängerung der Piste 28. In der Stellungnahme zum SIL-Schlussbericht hält Ihr Umemehmen aber in aller Deutlichkeit fest, dass die prognostizierte Nachfrage mit allen drei verbleibenden Varianten bereits schon mittelfristig nicht mehr befriedigt werden kann. Mit dem Entscheid des UVEK vom Juli 2008, auf die raumplanerische Sicherung einer Parallelpiste zu verzichten, wurde leider die einzige Variante fallen gelassen, die langfristig die Nachfrage belastungsschonend hätte bewältigen können. Im Klartext bedeutet dies, dass die Gesamtkapazität der Schweizer Zivilluftfahrt bewusst begrenzt und damit ein Nachfrageüberhang geschaffen wird. Eine Steigerung der für ein interkontinentales Drehkreuz wichtigen Stundenkapazität wäre deshalb nur noch mit Starts nach Süden geradeaus in den Spitzenstunden möglich gewesen. Das UVEK hat aber auch diese Kapazitätserweiterung abgelehnt und die Südstarts lediglich für Verspätungsabbau bei Nebel und Bise im SIL aufgenommen. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt wird nun gestützt auf den Schlussbericht ein SIL-Objektblatt erstellen. Wir rechnen mit einem Entwurf bis Mitte des Jahres, der dann parallel zu den Richtplänen der betroffenen Kantone im Sommer öffentlich aufgelegt wird. Trotz all dieser, zum Teil erfreulichen politischen 5

6 . Fortschritte, droht immer noch die Blockade jeder weiteren Entwicklung am Flughafen Zürich. Das konstruktive Referendum, das eine Bürgerorganisation aus dem Süden quasi als Verschärfung der Behördeninitiative " eingereicht hat, verlangt nicht nur ein Pistenbauverbot, wie dies die ursprüngliche Initiative tut, sondern gleichzeitig auch ein Verbot neuer Schnellabrollwege und die Rücknahme aller Flugrouten, die seit dem Jahr 2000 über dicht besiedeltem Gebiet eingeführt wurden. Nachdem der Kantonsrat das konstruktive Referendum Ende November für teilungültig erklärt hat und die Initianten diesen Bescheid vor Bundesgericht anfechten, werden die Vorlagen aller Voraussicht nach nicht vor Mitte 2011 zur Abstimmung kommen. Sehr geehrte Aktionärinnen, sehr geehrte Aktionäre, zum Abschluss meiner Adresse möchte ich Ihnen ganz herzlich "Danke" sagen. Verwaltungsrat und Management durften sich erneut Ihres Vertrauens und Ihrer Unterstützung im Geschäftsjahr 2009 sicher sein. Das war, ist und bleibt eine wichtige Grundlage für den Erfolg Ihres, unseres Unternehmens. Danke sagen möchte ich auch allen Flughafenpartnern sowie unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sie alle haben mitgeholfen, dass der Flughafen Zürich auf der Beliebtheitsskala der Passagiere ein weiteres Jahr in der Spitzengruppe vertreten ist und Massstäbe auch in Punkto Qualität setzt. Und Danke unseren Kunden, die den Flughafen Zürich als interkontinentale Anbindung schätzen und die vielfältigen Angebote und Dienstleistungen am Flughafen Zürich gerne in Anspruch nehmen. Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. Damit kommen wir zu den Traktanden der heutigen Generalversammlung." 1. Vorlage des Geschäftsberichtes mit Jahresbericht und Jahresrechnung per 31. Dezember 2009 Jahresbericht und Jahresrechnung für das Jahr 2009 sind den Aktionären zugestellt worden. Die Jahresrechnung umfasst sowohl den an den Bedürfnissen des Kapitalmarktes orientierten Konzernabschluss nach den "International Financial Reporting Standards" (IFRS), als auch den handelsrechtlichen Abschluss gemäss den Bestimmungen des Schweizerischen Obligationenrechts. Darin enthalten sind die Erfolgsrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009, die Bilanz per 31. Dezember 2009 sowie der Anhang. Zum Geschäftsverlauf im vergangenen Jahr machen der Vorsitzende der Geschäftsleitung,. Herr Thomas Kern, und der Chief Financial Officer, Herr Daniel Schmucki, an hand einer Folienpräsentation folgende ergänzende Ausführungen: "Sehr geehrte Damen und Herren Sehr geehrten Aktionärinnen und Aktionäre, ich begrüsse Sie auch von meiner Seite ganz herzlich bei uns am Flughafen Zürich. Ich werde mit einem Rückblick auf das Geschäftsjahr 2009 beginnen. Anschliessend wird unser Chief Financial Officer, DanieJ Schmucki, auf das Jahresergebnis eingehen. Zum Schluss berichte ich über unsere wichtigsten Projekte und schliesse mit einem Ausblick auf das laufende Jahr. Lassen Sie mich mit dem Rückblick beginnen. Im Januar letzten Jahres wurde mit dem Umbau des Docks B begonnen. Das Dock wird nach seiner Fertigstellung Ende 2011 als Schengen- wie auch Non-Schengen-Dock dienen und somit flexibel einsetzbar sein. Es wird, wie Sie sehen, bis auf die Grundstruktur zurückgebaut und anschliessend ähnlich dem Dock E, mit viel Glas und einer attraktiven Zuschauerterrasse in neuem Glanz erstrahlen. Im Februar hat sich die Flughafen Zürich AG über das Joint Venture A-Port am Hato International Airport in 6

7 Cureceo beteiligt. Gleichzeitig sind wir verantwortlich für das Management und den Betrieb des internationalen Flughafens von Cureceo. Ein weiteres wichtiges Bauprojekt, wurde im März gestartet: Der Bau des Sicherheitskontrollgebäudes. Dieses neue Gebäude wird im Herzen der bestehenden Infrastruktur zwischen den Check-ins 1 und 2 entstehen. Entsprechend anspruchsvoll sind die Bauarbeiten. Nach der Eröffnung Ende 2011 werden Passagiere nach dem Einchecken die Bordkartenkontrolle und das ist neu - anschliessend gleich auch die Sicherheitskontrolle durchlaufen. Damit wird der Flughafen Zürich noch berechenbarer und effizienter - und unsere Passagiere können stressfrei und länger von den Einkaufs- und Gastronomieangeboten auf der Luftseite profitieren. Gut vorbereitet wurden mit dem Flugplanwechsel Ende März 2009 die neuen Schengen-Prozesse am Flughafen Zürich reibungslos eingeführt. An der Eröffnungsfeier waren auch Bundespräsident März und die für das Dossier zuständige Bundesrätin Widmer-Schlumpf anwesend. Auch im vergangenen Jahr erhielt der Flughafen Zürich mehrere renommierte Auszeichnungen. Hier sehen Sie, stellvertretend für alle, den World Travel Award, mit dem der Flughafen Zürich zum sechsten Mal in Folge für seine Nutzerfreundlichkeit sowie generelle Qualitätsstandards ausgezeichnet wurde. Ein weiteres Highlight im vergangenen Jahr war der Verkauf von 12% unseres Anteils am Flughafen in Bangalore. Mit dem Teilverkauf beginnt auch eine strategische Partnerschaft mit GVK, einem indischen Mischkonzern. Dies als Grundlage für zukünftiges Wachstum in Indien. Im November schliesslich konnte im Untergeschoss des Radisson Blu Hotels das Airport Fitness eröffnet werden. Es wird durch die Thermalbad Zurzach AG betrieben und bietet Fitnessbegeisterten auf rund 1'600m2 umfassende Trainingsmöglichkeiten. Last but not least hat die Verkehrsentwicklung im Jahr 2009 unsere Erwartungen übertroffen. Mit einem Rückgang von lediglich 0.8% gehören wir zu den Spitzenreitern Europas. Dieses Resultat ist auch das Verdienst unseres Hubcarriers, der Swiss. Damit leite ich zum ebenfalls erfreulichen - Jahresergebnis über, das Ihnen unser Finanzchef Daniel Schmucki präsentieren wird. Besten Dank und.grüezi mitenand"! Ich bleibe gleich bei den Verkehrszahlen Im vergangenen Jahr sind total 21.9 Millionen Passagiere in Zürich angekommen oder abgeflogen. In der ersten Jahreshälfte 2009 erlebten wir einen deutlichen Verkehrsrückgang von knapp 4%. Dieser flachte im 3. Quartal ab und im 4. Quartal verzeichneten wir bereits wieder ein Passagierwachstum von 4.3%. Gesamthaft mussten wir einen Passagierrückgang von lediglich 0.8% hinnehmen. Während die Zahl der Lokalpassagiere um 3% zurückging, stützten die Transferpassagiere mit einem Plus von 3.2% die Gesamtpassagierzahl. Der Transferanteil stieg leicht und erreichte 36.6%. Stärker zurück gegangen als die Passagierzahl ist die Anzahl der Flugbewegungen. Diese sank um 4.7% auf gut 262'000. Den stärksten Rückgang verzelcbneten wir bei der Fracht. Diese nahm um 11.2% ab. Das Frachtgeschäft gehört für Fluggesellschaften vor allem bei den Langstreckenverbindungen zu einer wichtigen Einnahmequelle. Nun zu den Auswirkungen dieser Verkehrszahlen auf unsere Erfolgsrechnung, Der Umsatz sank von Millionen Franken auf Millionen Franken, was einem Minus von 4.1% entspricht. Dabei gingen die Erträge im Fluggeschäft um 3.9% zurück auf Millionen Franken, während die Erträge im Nicht-Fluggeschäft leicht über proportional um 4.3% auf Millionen Franken sanken. Die EBITDA-Marge liegt mit 49% fast gleichauf mit dem Vorjahresresultat von 7

8 49.1%. Unser Unternehmen, geschätzte Aktionärinnen und Aktionäre, verzeichnet für das Geschäftsjahr 2009 einen Jahresgewinn von Millionen Franken. Das ist ein Plus von 57.1% gegenüber dem Vorjahr! Der Hauptgrund für dieses erfreuliche Resultat ist der Verkauf von 12% unseres Anteils am Flughafen im indischen Bangalore. Dieser Teilverkauftrug mit rund 75 Millionen Franken zum diesjährigen Jahresgewinn bei. Ohne diesen Sondereffekt würde der Gewinn mit Millionen Franken um 5.3% tiefer ausfallen als im Vorjahr. Wie bereits gehört, betragen die Erträge im Fluggeschäft Millionen Franken. Die wichtigste Einnahmequelle in diesem Segment sind die Erträge aus den Passagiergebühren. Diese sind im vergangenen Jahr um 2.1% auf 173 Millionen Franken zurückgegangen. Hauptgrund dafür sind die insgesamt niedrigeren Passagierzahlen, insbesondere der Rückgang bei den Lokalpassagieren. Die Landegebühren sanken um 2.7%, während die Flugbewegungen einen Rückgangvon 4.7% verzeichneten. Landegebühren sind vom Gewicht des Flugzeuges abhängig. Weil das durchschnittlich maximale Abfluggewicht auch 2009 kontinuierlich angestiegen ist, gingen die Landegebühren nicht ganz so stark zurück wie das Verkehrsvolumen. Der signifikante Rückgang bei den Lärmgebühren resultiert aus der Aufteilung der Lärmeinnahmen zwischen dem Flughafen und dem Kanton Zürich seit dem 1. Juli Im November 2009 wurde eine Gebühr in Höhe von 1Franken für die Betreuung von Passagieren mit eingeschränkter Mobilität eingeführt. Diese sogenannte PRM-Gebühr resultiert aus einer EU- Verordnung und ist für uns ergebnisneutral. Die Erträge aus dem Nicht-Fluggeschäft sind im vergangenen Jahr um 4.3% zurückgegangenvon auf Millionen Franken. Zu einer Stabilisierung in diesem Bereich beigetragen haben die Erträge aus der Liegenschaftsbewirtschaftung. Sie zeigen insgesamt einen leichten Anstieg um 0.4%. Der Anstieg bei den Vermietungen ist überwiegend darauf zurückzuführen, dass wir die eigens gemieteten Flächen im Airport Hotel erstmals für ein volles Geschäftsjahr an die Untermieter weiterverrechnen konnten. Hingegen. gingen die übrigen Liegenschaften-Erträge um rund 3.5 Millionen Franken zurück gegenüber Im Jahr 2008 war diese Position stark geprägt durch einen baulichen Grosseutireq, den wir für einen Kunden ausführten. Die Leerstandsquote konnte weiter reduziert werden und beträgt per Ende des Berichtsjahres niedrige 3.2%. Unsere Kommerz-Einnahmen, welche beeinflusst sind von Retail-/Duty Free- und RestaurantUmsätzen, gingen überproportional um 7.3% auf Millionen Franken zurück. Der Rückgang erfolgte vor allem im Shopping-Bereich nach der Ausreisekontrolle, also,,airside". Dies hat verschiedene Gründe: Erstens trug der gegenüber den meisten Leitwährungen erstarkte Schweizer Franken zu eher gehemmten Konsumverhaltenbei. Zweitens Internationale Umsteigepassagiere, in deren Ländern die Krise ausgeprägter war als in der Schweiz, waren 2009 zurückhaltender beim Shopping als noch im Vorjahr. Und drittens Bauarbeiten rund um das Sicherheitskontrollgebäude führten zu temporären Schliessungen von hochfrequentierten Shops und Restaurants. Der Rückgang in den Parking-Einnahmen ist vor allem auf die rückläufige Entwicklung der Lokalpassagier-Zahl zurückzuführen. Dass wir die Parking-Gebühren per 1. Januar 2009 erhöht haben, hat den negativen Effekt der rückläufigen Lokalpassagier-Zahlen etwas dämpfen können. Im Jahr 2009 reduzierten sich die Betriebskosten um 3.9% von Millionen Franken auf Millionen Franken. Im Folgenden erläutere ich Ihnen die wichtigsten Veränderungen gegenüber Der Anstieg bei den Personalkosten um 4% auf Millionen Franken resultiert hauptsächlich aus drei Faktoren: Erstens 8

9 wurde Mitte 2008 Avireal-Personal für die Wartung der Gepäcksortieranlage übernommen und erfolgreich in unsere Firma eingegliedert. Zweitens wurden die Löhne per 1. Mai 2009 und 2008 erhöht. Und drittens wurde unter anderem für die Umsetzung von.sctienqen" am Flughafen Zürich mehr Personal eingestellt. Andererseits konnten Ferien- und Überstundensaldi in allen Bereichen der Unternehmung deutlich reduziert werden. In den sonstigen Betriebskosten enthalten sind erstmals die Mietkosten für vier Stockwerke im Radisson Blu Hotel sowie die Kosten in Zusammenhang mit der Einführung von Dienstleistungen für Passagiere mit eingeschränkter Mobilität. Beide Positionen generieren entsprechende Erträge, wie ich Ihnen vorhin aufgezeigt habe. Die Kosten für Unterhalt und Material gingen um 7.3% zurück. Dies ist fast ausschliesslich auf das erwähnte Insourcing des Personals für Gepäcksortierwartung zurückzuführen. Zurückhaltung bei den Verwaltungskosten führte ausserdem dazu, dass diese Position gegenüber dem Vorjahr um rund 3.4 Millionen Franken reduziert werden konnte. Zum Schluss, sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, die wichtigsten Bilanz-Kennzahlen: Trotz Investitionen von rund 180 Millionen Franken konnte unsere Unternehmung im Berichtsjahr einen stattlichen freien Cash Flow erwirtschaften. Diesen verwenden wir für Zinszahlungen, Schuldentilgung sowie für die Ausschüttung einer Dividende. Das verzinsliche Kapital beläuft sich auf 838 Millionen Franken, was einem Rückgang von 18% entspricht. Die Eigenkapitaldecke konnte 2009 erneut gestärkt werden, die Eigenkapitalquote beträgt 44.9%. Damit gebe ich zurück an Thomas Kern für weitere Ausführungen. Ich fahre fort mit einigen bedeutenden Projekten unseres Unternehmens. Das spannende und in seiner Form einzigartige Bauprojekt " The Circle" geht in die nächste Phase. Mit" The Circle" entwickelt die Flughafen Zürich AG eine hochwertige Überbauung für innovative Dienstleistungen in Gehdistanz zum Terminal. Im vergangenen Jahr wurde ein mehrstufiger Architekturwettbewerb durchgeführt. Als Sieger projekt wurde der Entwurf des japanischen Architekten Riken Yamamoto ausgewählt. Er hatte sich mit seinem Architekturbüro gegen mehr als 90 hochkarätige Bewerber durchgesetzt. Der Wettbewerb ist nun abgeschlossen. In einer nächsten Phase wird das Siegerprojekt im Rahmen einer Vorstudie weiter bearbeitet. Ziel ist es, die klar definierten Vorgaben der Bauherrschaft bezüglich Wirtschaftlichkeit, Funktionalität und Gestaltung zu erfüllen. Bereits werden auch Gespräche mit potenziellen Grossmietern geführt. Der Bundesrat hat vor einigen Wochen entschieden, auf Schweizer Flughäfen den zoll- und abgabefreien Verkauf von Waren auch bei der Ankunft zu ermöglichen. Wir begrüssen diesen Entscheid und hoffen, dass das Parlament nun die Gesetzgebung möglichst zügig anpasst. Die Einführung von Arrival Duty Free bietet viele Vorteile: Es werden neue Arbeitsplätze geschaffen, die Schweizer Flughäfen erhalten einen Wettbewerbsvorteil gegenüber ihren Konkurrenten und unsere Gesellschaft wird mehr Geld verdienen. Nach einem hoffentlich speditiven und positiven Entscheid der Räte wäre eine Umsetzung ab 2011 möglich. Der Betrieb am Bangalore International Airport zeigt sehr gute Resultate. Sowohl die Qualität als auch die Pünktlichkeit befinden sich auf hohem Niveau. Mit dem Bau eines neuen Terminals steht die zweite Erweiterungsphase unmittelbar bevor. Nach dem Teilverkauf konnten wir mit unserem Partner GVK eine strategische Partnerschaft aufbauen. Im asiatischen Raum evaluieren wir derzeit mögliche Projekte, unter anderem in Male auf den Malediven. In Lateinamerika erweist sich das Joint Venture mit A-port als solides 9

10 Fundament für zukünftige Akquisitionen. Die erste Übernahme - der Hato International Airport in Cureceo - wurde anfangs 2009 erfolgreich abgeschlossen. Die Verkehrszahlen für das Jahr 2009 sind stabil auf Vorjahresniveau. A-port beobachtet die Entwicklungen in Brasilien sehrgenau. Insbesondere die Fussball-WM im Jahr 2014 und die Olympiade 2016 machen die Privatisierung von Flughäfen nötig und wahrscheinlich. Im Rahmen der Gerichtsentscheide betreffend formelle Enteignungen konnten Einigungen im Umfang von insgesamt 3.8 Millionen Franken getroffen werden. Das Programm zur Finanzierung der Schallschutzmassnahmen ist auf Kurs. Diese Kompensationszahlungen betrugen rund 6 Millionen Franken im Jahr Es bleiben aber weiterhin einige Grundsatzfragen offen. Wir hoffen, dass diese anhand weiterer Gerichtsentscheide für Pilot- und Einzelfälle bald geklärt werden. Schliesslich ist der Zeitplan für weitere Entschädigungszahlungen von diesen Grundsatzentscheiden abhängig und muss allenfalls über das Jahr 2015 ausgedehnt werden. Nach wie vor halten wir an den hochgerechneten Lärmkosten von gesamthaft rund 760 Millionen Franken fest. Aus diesem Grund ist derzeit auch keine Anpassungen des Lärmfünfliebers geplant. Die Flughafen Zürich AG hat eine Klimaposition verabschiedet mit dem Ziel, eine schrittweise Reduzierung der CO2-Emissionen zu erreichen. Wir sind bereits auf gutem Weg: Trotz Verkehrszunahme und Ausbauten konnte der CO2Ausstoss in den letzten Jahrzehnten stetig gesenkt werden: 1991 verursachte die Flughafen Zürich AG mit ihren direkten Emissionsquellen knapp 50'000 Tonnen CO2. Dieser Wert konnte bis heute auf 35'000 Tonnen reduziert werden. Unsere Emissionsquellen beinhalten Fahrzeug- und Maschinenpark, Wärme- und Kälteversorgungen, Notstromanlagen sowie den Elektrizitätsbezug, wobei über 80 Prozent der CO2-Emissionen auf die Heizzentrale entfallen. Unter Berücksichtigung von rechtlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen sollen die von der Flughafen Zürich AG verursachten CO2-Emmissionen weiter sinken. Die Flughafenbetreiberin hat sich zum Ziel gesetzt, bis ins Jahr 2020 eine weitere Senkung des CO2-Ausstosses auf 30'000 Tonnen und bis ins Jahr 2030 auf 20'000 Tonnen zu erreichen. Damit komme ich zum Ausblick. Das laufende Jahr begannen mit einer Steigerung der Passagierzahlen um 8.4%. Die Flugbewegungen nahmen um 2.8% zu. Die Fracht zeigt einen erfreulich starken Anstieg von 23%. Im Kommerz-Bereich hat das Jahr 2010 mit einem Anstieg des Kommerz-Umsatzes um 6.4% begonnen. In den ersten drei Monaten dieses Jahres verzeichneten sowohl die luftseitigen als auch die landseitigen Einnahmen einen Anstieg. In genau zwei Wochen wird ein Herren Globus auf rund 800 Quadratmetern seine Tore öffnen und das vielseitige Shoppingangebot ergänzen. Ich schliesse mit einem Ausblick auf die wichtigsten Kennzahlen 2010: Immer vorausgesetzt, dass keine ausserordentlichen Ereignisse eintreten, rechnen wir mit einem Passagieraufkommen zwischen 22.5 Millionen und 23 Millionen. Das entspräche einem Plus von 3 bis 5%. Gesamthaft gesehen werden die Einnahmen aus dem Fluggeschäft höher liegen als diejenigen aus dem Nicht-Fluggeschäft. Wir erwarten einen Anstieg des Umsatzes zwischen 4 und 6% im Vergleich zum Vorjahr. Ausserdem gehen wir devon aus, dass die EBITDA-Marge leicht steigt. Deshalb erwarten wir für das laufende Geschäftsjahr eine Verbesserung des Jahresergebnisses um 10 bis 20% - basierend auf dem Ergebnis ohne Berücksichtigung des Teilverkaufs in Indien. Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, mit dem Blick auf das seit heute gültige Logo danke ich Ihnen herzlich für Ihre Aufmerksamkeit und gebe zurück an den Präsidenten. " 10

11 2. Vorlage des Berichtes der Revisionsstelle zur Jahres- und Konzernrechnung Der Bericht der Revisionsstelle zum Konzernabschluss ist im Geschäftsbericht auf Seite 129, jener zum handelsrechtlichen Abschluss auf Seite 146 enthalten. Die Revisionsstelle empfiehlt, die vorliegende Konzern- und Jahresrechnung zu genehmigen. Seitens der Revisionsstelle wird erklärt, es sei der schriftlichen Berichterstattung nichts beizufügen. 3. Genehmigung des Geschäftsberichtes mit Jahresbericht und Jahresrechnung für das Jahr 2009 Der Verwaltungsrat beantragt, den Geschäftsbericht und die Jahresrechnung zu genehmigen. Beschluss Der Geschäftsbericht und die Jahresrechnung für das Jahr 2009 werden von der Generalversammlung einstimmig genehmigt. 4. Entlastung des Verwaltungsrates Der Präsident spricht den Mitgliedern des Verwaltungsrates den Dank für deren grossen Einsatz in diesem Geschäftsjahr aus. Der Verwaltungsrat beantragt, den Mitgliedern des Verwaltungsrates für ihre Tätigkeit im Jahr 2009 Entlastung zu erteilen. Nachdem für die Beschlussfassung über die Entlastung die Mitglieder des Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung nicht stimmberechtigt sind, ist eine geänderte Berechnung des absoluten Mehrs erforderlich. Dabei werden auch die Stimmen des Kantons Zürich, welcher Vertreter in den Verwaltungsrat delegiert und für deren Verhalten aufgrund von Art. 762 Abs. 4 OR allenfalls haftpflichtig werden könnte, für die Abstimmung über die Entlastung vom Stimmrecht ausgeschlossen. Für die Beschlussfassung über die Entlastung des Verwaltungsrates sind somit 2'049'276 Stimmen nicht stimmberechtigt. Stimmberechtigt bleiben 981 '417 Stimmen, nämlich 484'800 Stimmen von Aktionären und 496'617 Stimmen des unabhängigen Stimmrechtsvertreters. Von Depot- oder Organvertretern werden keine Stimmen vertreten. Das absolute Mehr beträgt Stimmen. 11

12 Beschluss Den verantwortlichen Organen wird für die Tätigkeit im Geschäftsjahr 2009 durch die Generalversammlung mit grosser Mehrheit bei vereinzelten Gegenstimmen und Enthaltungen Decharge erteilt. 5. Verwendung des Rechnungsergebnisses Der Generalversammlung steht, zusammen mit dem Gewinnvortrag vom vorangehenden Jahr, ein Gewinnsaldo von 254'874'461 Franken zur Beschlussfassung zurverfügung. Der Verwaltungsrat beantragt, diesen Betrag wie folgt zu verwenden: - Einlage in gesetzliche Reserven 0 - Auszahlung einer ord. Dividende von 5.00 Franken pro Aktie; total 30'701'875 Franken - Auszahlung einer Sonderdividende von 2.50 Franken pro Aktie; total 15'350'938 Franken - Daraus ergibt sich als Vortrag auf neue Rechnung ein Betrag von 208'821'648 Franken Das erfreuliche Jahresergebnisses 2009 ist zu einem erheblichen Teil auf den mit der Reduktion der Beteiligung im indischen Bangalore erzielten, ausserordentlichen Gewinn zurückzuführen. Unter Ausklammerung dieses Sondereffektes präsentiert sich das Jahresergebnis etwa auf gleichem Niveau wie im Vorjahr. Demgemäss schlägt der Verwaltungsrat vor, eine gleichbleibende ordentliche Dividende von fünf Franken pro Aktie auszurichten. Diese Ausschüttung im Umfang von dreissig Prozent des um die Einflüsse der Fluglärmthematik bereinigten, konsolidierten Jahresergebnisses steht im Einklang mit der vom Verwaltungsrat seit mehreren Jahren verfolgten Dividendenpolitik. Angesichts der im laufenden und den folgenden Jahren anstehenden, sehr umfangreichen Investitionen und zugleich hohem Mittelbedarf für die Amortisation von Fremdkapital, hält es der Verwaltungsrat für richtig, den Grossteil des in Indien erzielten Beteiligungsgewinns für diese Zwecke im Unternehmen zu belassen. Ein Anteil von rund zwanzig Prozent davon soll aber dennoch an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Der Verwaltungsrat schlägt deshalb zusätzlich zur ordentlichen Dividende die Ausrichtung einer Sonderdividende von zwei Franken fünfzig pro Aktie vor. Beschluss Die Generalversammlung beschliesst mit grosser Mehrheit bei vereinzelten Gegenstimmen und Enthaltungen folgende Verwendung des Rechnungsergebnisses: - Einlage in gesetzliche Reserven - Dividende von 5.00 Franken pro Aktie; total - Sonderdividende von 2.50 Franken pro Aktie; total - Vortrag auf neue Rechnung 30'701'875 15'350' '874'461 o Franken Franken Franken 12

13 6. Aenderung von Art. 19 der Statuten Gemäss den geltenden Statuten der Flughafen Zürich AG ist dem Verwaltungsrat nebst den in der gesellschaftsrechtlichen Praxis üblichen Zuständigkeiten unter anderem auch die Beschlussfassung über Aenderungen des Betriebsreglementes, bzw. über entsprechende Gesuche an den Bund, vorbehalten. Da diese Zuständigkeit für Betriebsreglementsänderungen in den Statuten generell und ohne Einschränkungen formuliert ist, hat sich der Verwaltungsrat auch mit all jenen Anpassungen zu befassen, welche keine Bedeutung für den ordentlichen Flugbetrieb haben, sondern lediglich in formellen Textbereinigungen oder Berücksichtigung technischer Entwicklungen bestehen und somit keinerlei strategische oder politische Relevanz beinhalten. Hintergrund dieses statutarischen Zuständigkeitsvorbehaltes bildete das im Zusammenhang mit der Privatisierung des Flughafens vom Kanton Zürich erhobene Verlangen, sicherzustellen dass ohne das Einverständnis der Zürcher Regierung keine lärmrelevanten Aenderungen des Betriebsreglementes beschlossen werden können. Entsprechend sind diese Anforderungen auch im kantonalen Flughafengesetz formuliert. Der Paragraph10 dieses Gesetzes lautet wie folgt: "Die Gesellschaft stellt sicher, dass ohne Zustimmung der Vertretung des Staates im Verwaltungsrat keine Gesuche an den Bund über Aenderungen der Lage und Länge der Pisten und Gesuche um Aenderungen des Betriebsreglementes mit wesentlichen Auswirkungen auf die Fluglärmbelastung beschlossen werden können." Die im Gesetz enthaltene Präzisierung auf jene Betriebsreglementsänderungen, welche mit wesentlichen Auswirkungen auf die Fluglärmbelastung verbunden sind, soll nun auch in den Gesellschaftsstatuten vorgenommen werden. Mit dieser Synchronisation der Formulierungen von Flughafengesetz und Statuten wird - unter uneingeschränkter Gewährleistung der bestehenden Einflussmöglichkeiten des Kantons bei lärmrelevanten Veränderungen - eine stufengerechte Umschreibung des Aufgabenbereichs des Verwaltungsrates erreicht. Der Verwaltungsrat beantragt deshalb, in Artikel 19, Absatz 3 der Statuten die Ziffer 3 neu wie folgt zu formulieren: "Dem Verwaltungsrat obliegen folgende unübertragbare und unentziehbare Aufgaben: 3. Beschlussfassung über Gesuche an den Bund betreffend die Aenderung der Lage und Länge der Start- und Landepisten sowie über Gesuche um Aenderungen des Betriebsreglementes mit wesentlichen Auswirkungen auf die Fluglärmbelastung. Die übrigen Ziffern von Art. 19, Abs. 3 der Statuten bleiben unverändert. tl Voten aus dem Kreis der Aktionäre: Markus Wanner, Kloten, merkt in diesem Zusammenhang an, es wäre durchaus auch anzustreben, dass weniger Lärmbelastung resultieren könnte. Beschluss Die Generalversammlung beschliesst mit grosser Mehrheit bei vereinzelten Gegenstimmen und Enthaltungen folgende neue Formulierung von Art. 19, Abs. 3, Ziffer3: "Dem Verwaltungsrat obliegen folgende unübertragbare und unentziehbare Aufgaben: 3. Beschlussfassung über Gesuche an den Bund betreffend die Aenderung der Lage und Länge der Start- und Landepisten sowie über Gesuche um Aenderungen des Betriebsreglementes mit wesentlichen Auswirkungen auf die Fluglärmbelastung. tl Die übrigen Ziffern von Art. 19, Abs. 3 der Statuten bleiben unverändert. 13

14 7. Erneuerungswahlen in den Verwaltungsrat Der Verwaltungsrat der Flughafen Zürich AG besteht aus fünf von der Generalversammlung gewählten und drei vom Regierungsrat des Kantons Zürich delegierten Mitgliedern. Für die von der Generalversammlung gewählten Mitglieder gilt gemäss den geltenden Statuten eine Amtsperiode von jeweils einem Jahr. Es stehen deshalb für alle bisherigen Mitglieder heute Erneuerungswahlen an. Alle bisherigen Verwaltungsräte - Martin Candrian, Dr. Elmar Ledergerber, Dr. Kaspar Schiller, Ulrik Svensson und Andreas Schmid - stellen sich für eine Wiederwahl zur Verfügung und haben erklärt, eine allfällige Wahl anzunehmen. Beschluss Für das Amtsjahr 2010/11 wählt die Generalversammlung in Einzelabstimmungen jeweils mit grosser Mehrheit bei vereinzelten Gegenstimmen und teilweise Enthaltungen die Herren Martin Candrian, Dr. Elmar Ledergerber, Dr. Kaspar Schiller, Ulrik Svensson und Andreas Schmid in den Verwaltungsrat. 8. Wahl der Revisionsstelle für das Geschäftsjahr 2010 Zur Wahl als Revisionsstelle für das Geschäftsjahr 2010 schlägt der Verwaltungsrat vor: Die Firma KPMG AG, Zürich. Sie hat diese Funktion bereits für die vergangenen Geschäftsjahre wahrgenommen und ist bereit, das Mandat auch für das Geschäftsjahr 2010 zu übernehmen. Beschluss Die Generalversammlung wählt einstimmig die Firma KPMG AG als Revisionsstelle der Flughafen Zürich AG für das Geschäftsjahr Eine Annahmeerklärung liegt vor. 9. Verschiedenes Das Protokoll dieser Generalversammlung liegt ab 15. Mai 2010 am Sitz der Gesellschaft zur Einsichtnahme durch die Aktionäre auf und wird auf der Homepage aufgeschaltet. Die ordentliche Generalversammlung 2011 findet voraussichtlich am Donnerstag, 14. April 2011 statt. Bernhard Winzeler, Schaffhausen, gratuliert zum gelungenen neuen Logo. Markus Wanner, Koten, dankt ebenfalls für den Wechsel des Markenauftritts. Er äussert sich ausserdem sehr erfreut über die angesichts der schwierigen Umstände sehr guten Zahlen sowie über die massvollen Ansätze bei den Vergütungen an Verwaltungsrat und 14

15 Geschäftsleitung. Einen besonderen Dank spricht er zudem der scheidenden Regierungsrätin Rita Fuhrer aus. Den Anflug auf den Flughafen Zürich erachtet er dagegen immer noch als unbefriedigend. Für die Verbesserung der Lärmbelastungssituation und auch aus Gründen der Sicherheit wäre zudem die Verlängerung der Piste 28 dringend wünschbar. Schluss der Generalversammlung: Uhr sident:/.~., Andreas Schmid Der Generalsekretär: 1,---- /( V ~_;~ L Thomas Egli Die Stimmenzähler: / OIE 15

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