Qualitätsbereich. Natur-, Umgebungs- & Sachwissen

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1 Qualitätsbereich Natur-, Umgebungs- & Sachwissen

2 1.Voraussetungen in unserer Einrichtung Räumliche Bedingungen / Innenbereich Spiele und Aktivitäten mit Wasser sind in den Gruppenräumen nur bedingt möglich, da es keinen Wasseranschluß gibt. Für größere Aktivitäten steht jeder Gruppe ein Waschraum zur Verfügung. In den Gruppenräumen ist es möglich zu experimentieren, aber leider aus Platzmangel kaum möglich etwas stehen zu lassen. Für Ausstellungen, Sammlungen u.ä. steht den Kindern unsere Lernwerkstatt zur Verfügung. Hier ist genügend Platz um etwas stehen zu lassen, oder eine Sammlung zu starten. Die Gestaltung der Gruppenräume bietet den Kindern die Möglichkeit mit technischen Geräten umzugehen. In jeder Gruppe ist ein Kasettenrekorder vorhanden. Die Kinder haben auch die Möglichkeit Pflanzen zu versorgen. Tiere gibt es aus Gründen von allergischen Erkrankungen nicht. Räumliche Bedingungen/ Außenbereich Es sind Sand- und Wasserspielplätze vorhanden. Hier ist auch genügend Platz für die Kinder, um Gräben und Wasserläufe zu bauen. Die Kinder haben immer die Möglichkeit Ausstattungsgegenstände von innen zum Erkunden und Experimentieren mit in den Außenbereich zu nehmen. 2. Die Umsetzung in unserer Einrichtung Erzieherin- Kind Interaktion / Beobachtung Alle Mitarbeiterinnen achten darauf, wenn Kinder miteinander über ihre Ideen sprechen. Auch darauf, welche Erklärungen die Kinder für die Vorgänge in ihrer Umgebung finden. Bei den jüngeren Kindern wird darauf geachtet, wie sie auf Naturereignisse und Tiere mit Mimik und Gestik reagieren. Bei ihnen wird auch selbstverständlich darauf geachtet, wie sie auf Tätigkeiten von Personen reagieren. Qualitätshandbuch Kindergarten Schlossgeister Tremsbüttel 2

3 Erzieherin Kind- Interaktion / Dialog- & Beteiligungsbereitschaft Mit den Kindern wird über Themen wie Natur (z.b. das Wachsen von Pflanzen), Technik ( wie sieht ein Kasettenrekorder von innen aus), naturwissenschaftliche Geschehen (z.b. was ist schwerer, Wasser oder Zucker), Geschichte (z.b. wie haben die Menschen früher ihre Wäsche gewaschen) und verschiedene Kulturen (z.b. wie leben die Kinder in anderen Ländern), in den Gruppen, der Vorschule, der Lernwerkstatt, in den verschiedenen Angeboten, in der Projektarbeit und am Waldtag gesprochen. Immer dann, wenn eines der Themen aus unserer pädagogischen Sicht ansteht, die Kinder eines der Themen ansprechen, oder es sich durch eine Begebenheit oder ein Erlebnis ergibt, wird es in der Gruppe besprochen. Den jüngeren Kindern werden die Zusammenhänge erklärt und Namen von Personen, von natürlichen Dingen und Gegenständen genannt und wiederholt. Sie werden von den Mitarbeiterinnen auf Dinge in ihrer Umgebung aufmerksam gemacht. Erzieherin- Kind- Interaktion / Impuls Die Mitarbeiterinnen zeigen den Kindern den Umgang mit verschiedenen Materialien (z.b. Waage, Zollstock, Mikroskop). Sie zeigen ihnen, wie sie sich Informationen zu Sachthemen beschaffen können (z.b. Bücher). Die Kinder werden angeregt mit Gegenständen und Material zu experimentieren. Sie werden von den Mitarbeitern auf Naturphänomene (z.b. Blitze, Schnee) aufmerksam gemacht und zu eigenen Erklärungen angeregt. Die jüngeren Kinder werden draußen in der Sandkiste zum Experimentieren mit Alltagsgegenständen ( z.b. Gefäße verschiedener Größe und Beschaffenheit) angeregt. In den Gruppen wird ihnen der Umgang mit verschiedenen Materialien (z.b. Klebstoff - Tapetenkleister) gezeigt und erklärt. Qualitätshandbuch Kindergarten Schlossgeister Tremsbüttel 3

4 Planung/ Grundlagen und Orientierung Die Mitarbeiterinnen orientieren sich an den vorhandenen Kenntnissen und Erfahrungen, und an den Fragen der Kinder zu Technik, Natur, Umwelt, kulturellen Themen und naturwissenschaftlichen- und technischen Zusammenhängen. Sie orientieren sich an den Benennungen und Beschreibungen auch jüngerer Kinder zu einzelnen Themen. Bei der Projektarbeit und in der Vorschule sprechen sich die Mitarbeiterinnen bei der Planung ab, so dass die Kinder eine Vielzahl von Themen kennen lernen können. Die Beteiligung an der Planung erfolgt alters- und entwicklungsgemäß. Planung/ Pädagogische Inhalte und Prozesse Die Mitarbeiterinnen planen Aktivitäten und Projekte so, dass den Kindern immer wieder neue Kenntnisse vermittelt werden und dabei auch vielfältige Materialerfahrungen machen können. Projekte und Aktivitäten werden so organisiert, dass die Kinder zum Entdecken und Experimentieren herausgefordert werden. In unserer Lernwerkstatt führen die Kinder regelmäßig naturwissenschaftliche Experimente durch. Für die jüngeren Kinder müssen alltägliche Situationen nicht extra geplant werden, um deren Neugierde zu wecken. Sie entdecken jeden Tag etwas Neues. Die Mitarbeiterinnen nehmen die jüngeren Kinder an die Hand, wenn sie selbst den Gruppenraum verlassen. So lernen sie auch die räumliche und soziale Umgebung der Einrichtung kennen um sich zu orientieren. Planung und Dokumentation Der Verlauf von Projekten wird von den Mitarbeiterinnen schriftlich und mit Bildern ebenso dokumentiert wie der Verlauf von Experimenten in der Lernwerkstatt. Die Dokumentation von kulturellen Ereignissen ist dagegen sehr schwierig, da die Mitarbeiterinnen bei Festen und Feiern selbst involviert sind. Da sind wir auf die Eltern angewiesen, die filmen oder fotografieren. Zur Qualitätshandbuch Kindergarten Schlossgeister Tremsbüttel 4

5 Dokumentation werden hauptsächlich Fotos verwendet, es gibt nur wenig Filmmaterial über Veranstaltungen des Kindergartens. Vielfalt und Nutzung von Material Es gibt Sammlungen von Naturmaterialien (z.b. Muscheln, Steine, Federn), es sind auch Ausstattungsgegenstände, die zum Experimentieren anregen( z.b. Elektrokästen, verschiedene Magneten) und Materialien um Dinge zu beobachten (z.b. Lupen, Mikroskope) vorhanden. Die meisten Dinge stehen in der Lernwerkstatt, einige von ihnen sind für die Kinder aber nicht ständig frei zugängig. Materialien zur Pflege der Natur (z.b. Eimer, Harken) und Ausstattungsgegenstände zum Sammeln (verschließbare Gläser, Filmdosen) sind stets vorhanden. Es gibt technische Geräte (z.b. alte Radios, Elektrowecker, Handys Telefone), die von den Kindern untersucht und auseinander genommen werden können. Ebenso gibt es für alle Kinder frei zugängig Sach- und Bilderbücher zu verschiedenen Themen. Medien, wie Filme und Videos zu verschiedenen Themen sind nur im geringen Maß vorhanden. Materialien zum Experimentieren sind vorhanden, aber für die Kinder nicht alle frei zugängig. Die Kinder können jedoch jeder Zeit die Mitarbeiterinnen danach fragen. Kindgemäße Gartengeräte zur Pflege von Beeten und Pflanzen sind vorhanden. Gesellschafts- und Regelspiele sind zu vielen verschiedenen Themen und Zusammenhängen zahlreich vorhanden (z.b. Kinder dieser Welt, Salat säen gießen ernten Gewichtsmemorie ). Individualisierung/ Berücksichtigung individueller Bedürfnisse und Interessen Die Mitarbeiterinnen unterstützen alle Kinder dabei, deren Interessen und Erfahrungen zu erweitern. Hierbei ermutigen sie auch jedes Kind, seine Interessen und Erfahrungen über ein Thema in die Gruppe einzubringen (z.b. Ich durfte mit meinem Opa die Kühe melken). Qualitätshandbuch Kindergarten Schlossgeister Tremsbüttel 5

6 Individualisierung/ individueller Umgang mit Materialien und Angeboten Von den Mitarbeiterinnen werden Aktivitäten angeboten, die nur einzelne Kinder aus den verschiedenen Gruppen interessieren (z.b. Werken, Bewegung und Tanz, Musik). Sie gehen nach dem Frühstück durch die einzelnen Gruppen, und fragen die Kinder wer Lust hat an diesem Angebot teilzunehmen. Es werden den Kindern in den Projektwochen auch unterschiedliche Themen angeboten, die sie auf den ersten Blick nicht so interessieren. Die Mitarbeiter versuchen dann durch Beschreibungen und Erklärungen das Interesse der Kinder dafür zu wecken. In unserem einmal in der Woche stattfindenden Mini- Club wird den jüngeren Kindern angeboten, sich an speziellen Aktivitäten ihres Alters zu beteiligen. Hierbei wird ihre kürzere Konzentrationsfähigkeit und Ausdauer berücksichtigt Partizipation/ Einbeziehung der Kinder in Entscheidungsprozesse Die Kinder werden von den Mitarbeiterinnen dazu angeregt, ihre Theorien, Kenntnisse und Interessen in die Planung von Aktivitäten und Projekten mit einzubringen (z.b. welches Thema soll unser Sommerfest haben? Welche Spiele passen dazu? Welche möchtet ihr machen?) Jüngere Kinder werden dabei beim Ausdruck ihrer Interessen von den Mitarbeiterinnen unterstützt. Die Kinder erfahren, dass sie zunehmend mehr individuelle Freiräume bei Aktivitäten im Innen- und Außengelände, bei der Erkundung der sozialen Umgebung und beim Experimentieren haben, wenn sie sich an die mit ihnen besprochenen Regeln halten. Wenn Materialien angeschafft werden sollen, werden die Wünsche der Kinder zum großen Teil mit berücksichtigt (z.b. Geräte für das Außengelände, Gruppengeschenke zu Weihnachten). Daneben erfolgen Anschaffungen auch aus pädagogischen Gründen, ohne Beteiligung der Kinder. Partizipation/ Einbeziehung der Kinder in Gestaltungsprozesse Wir sprechen mit den Kindern über ihre Vorstellung zu Vorhaben und Aktivitäten Qualitätshandbuch Kindergarten Schlossgeister Tremsbüttel 6

7 (z.b. Ausflug, Sommerfest ) und nehmen ihre Gedanken auf. In der Gruppenarbeit werden die Kinder bei allen Phasen und Schritten von Experimenten und Projekten von den Mitarbeiterinnen mit einbezogen. In den Projektwochen des Kindergartens und den Experimenten in der Lernwerkstatt lernen die Kinder, zusammengesetzt aus den verschiedenen Gruppen, gemeinsam etwas zu erarbeiten. Die jüngeren Kinder werden bei geplanten Aktivitäten und Projekten in den einzelnen Gruppen mit einbezogen. Sie werden ihnen von den Mitarbeiterinnen erklärt und ihre Reaktionen auf die Erklärung in der weiteren Planung berücksichtigt. Die Projektwochen richten sich an Elementarkinder ab 4,5 Jahren und in der Lernwerkstatt werden Angebote die Vorschulkinder umgesetzt. Theorien, Erfahrungen, Ideen und Vorstellungen der Kinder werden durch ihre Werke (z.b. gemalte oder gebastelte Bilder, Fotos) in unserer Einrichtung für die Eltern, und in den Portfolios für die Kinder von den Mitarbeiterinnen dokumentiert. Auch die Werke jüngerer Kinder werden bei der Dokumentation berücksichtigt. Partizipation/ Balance zwischen Individuum und Gruppe Die Kinder können in dafür vorgesehenen Räumen (z.b. Lernwerkstatt, Werkraum Nebenraum) ungestört in kleinen Gruppen oder alleine experimentieren oder sich mit Sachthemen beschäftigen. Sie lernen hier, dass sie bei ihren Vorhaben die festgelegten Regeln beachten bzw. ihr Vorhaben mit der Erzieherin absprechen müssen. Die jüngeren Kinder gehen noch nicht allein in die Lernwerkstatt zum Experimentieren und auch noch nicht in den Werkraum. Ihnen wird von den Mitarbeiterinnen erklärt, warum sie noch keinen Zugang zu diesen Bereichen haben. Qualitätshandbuch Kindergarten Schlossgeister Tremsbüttel 7

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