0n time. Ausgabe 3/2013

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1 0n time Seite 3 GTI Insolvenz Seite 7 VIR Online Innovationstage 2013 Ausgabe 3/2013 Seite 25 Studie zum Hotelinternetmarketing 1

2 On Time Vorwort Liebe Mitglieder, Förderer, Beiräte und Freunde des VIR, Mit den Sommerferien vor der Tür, kommt nun auch die passende Urlaubslektüre, die neue Ausgabe der ON TIME, heraus. Nach dem in den letzten Wochen der Sommer dann doch noch den Weg zu uns gefunden hat, hat sich diese Ausgabe etwas länger Zeit gelassen. Dafür ist sie jedoch auch auf Grund der zahlreichen Events und Ereignisse deutlich umfangreicher als gewohnt und die erste öffentlich verfügbare Ausgabe. Inhaltlich wartet diese Ausgabe mit VIR Ereignissen und externen Themen auf. Mit einer Reflektion von unserem Vorstand Michael Buller sowie Gastbeiträgen von der HanseMerkur und Ulysses Web Tourismus, ist auch das Top Thema der aktuellen ON TIME, die Insolvenz des Veranstalter GIT. Des Weiteren freuen wir uns, nun die ersten Vorträge sowie Fotos der VIR Online Innovationstage 2013 zu präsentieren und zur Verfügung stellen zu können. Die Links zu den zur Verfügung gestellten Vorträgen finden Sie auf der entsprechenden Seite in der ON TIME. Wie gewohnt finden Sie auch in dieser Ausgabe Zusammenfassungen von diversen interessanten Studien, Neuigkeiten aus der Online Branche und Vorstellungen von spannenden Produkten. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen und entspannte Sommertage!

3 On Time Inhalt Top-Thema des Monats GTI Insolvenz 4 Juristisches Vorauskasse bei Airlines Preisangaben Zeitenänderungen im Reiseablauf Internes Termine Events Presse Produkt Marktforschung The State of Online Advertising 25 Bunt gemischt Libotel-Hotel Internetmarketing Fundstücke 27 Was macht eigentlich..? 5 Fragen an Kündigung einer Reise wegen höherer Gewalt 7 Skurriles aus der Branche 31 3

4 On Time Top Thema des Monats Eine Hängepartie mit vielen Verlierern und hohen Verlusten GTI Insolvenz von Michael Buller - Vor kurzem erklärte mich jemand zum Zeitzeugen, als ich von der ersten wirklich großen Insolvenz eines Reiseveranstalters namens MP Travel Line im Jahre 1993 erzählte (man fühlt sich übrigens nach solch einem Satz nicht wirklich jünger). Damals gab es keinen Sicherungsschein wie heutzutage rechtlich vorgeschrieben, und so kamen viele Kunden von ihren Urlaubsdestinationen nicht mehr weg. Viele konnten sich damals keine Rückflugtickets mehr kaufen, da sie nach ihrem Urlaub kein Geld mehr hatten. Das Chaos war groß, und zum Schluss schaltete sich sogar die Bundesregierung ein und half bei der Rückreise der Urlauber. Bereits 1990 war die Idee der Insolvenzversicherung für Veranstalter in der EU beschlossen worden, allerdings wurde es in Deutschland zunächst nicht umgesetzt. Nach der Insolvenz von MP Travel Line ging es dann relativ schnell, und so sind die Kunden heute für solche Vorfälle abgesichert. Nun könnte man sagen, dass der Fall GTI vom Juni 2013 einmal mehr unterstreicht, wie wichtig ein Sicherungsschein ist denn so konnten die betroffenen Kunden aus den Urlaubsgebieten zurückbefördert werden. Hierbei wird allerdings vergessen, dass viele zukünftige Urlauber bereits Anzahlungen geleistet hatten oder sogar kurz vor ihrem Reiseantritt standen und bereits den vollen Betrag geleistet haben. Natürlich verfügen auch diese in der Praxis über eine Absicherung, doch will man als Reisender gar nicht erst in diese Situation geraten. Wurde die Reise abgesagt, ist man als Urlauber bereits einen Schritt weiter - allerdings wurde der Insolvenzantrag wohl erst am Freitag abgegeben, obwohl sich bereits am Montag die Information über die Zahlungsunfähigkeit von GTI verbreitet hat. Darüber hinaus erfuhren die Kunden über die Presse, dass die Antragsstellung offenbar fehlerhaft war. Erst in der darauffolgenden Woche konnte ein Insolvenzverwalter bestellt werden. Dieser sagt derzeit Stück für Stück die geplanten Reisen ab, was sich für die Kunden zu einer wahren Hängepartie entwickelt. Eine unbeschwerte Vorfreude auf den Urlaub sieht anders aus sie erfahren vielmehr, dass sie nach wie vor einen bestehenden Vertrag besitzen, aus dem sie nicht so einfach herauskommen, da eine Beförderung eventuell doch stattfinden könnte. Aber auch die Urlauber, deren Reise abgesagt wurde, müssen nun in Vorkasse gehen, da sich die Erstattungen von Anzahlungen noch hinziehen werden. Das Tragische daran ist, dass sich vermutlich viele Kunden eine zweite Anzahlung bei der sie erneut in Vorkasse gehen müssen - erst einmal nicht werden leisten können. Damit fällt der geplante Urlaub womöglich aus, und die spätere Erstattung wird in diesem Falle nur ein schwacher Trost sein. Die Veranstalter, die wiederum die Flüge der Airline Sky für ihre Reisepakete nutzten, hätten sich hierfür gerne einen Sicherungsschein gewünscht. Doch das Gesetz gilt nur auf Paketleistungen und nicht auf Einzelleistungen. Wichtig ist hier zu wissen, dass nicht nur der Verbraucher sofort bei der Buchung bezahlen muss, sondern auch ein Veranstalter. Bucht somit ein Veranstalter heute für Abreisen im Dezember seine Tickets, so muss er sie sofort bezahlen. Im Falle von Sky war dies verheerend: Drei eher kleine Veranstalter bezifferten ihre Schäden in den Fachzeitschriften auf je eine halbe Million Euro! Welcher Schaden insgesamt im Markt entstanden ist, kann nur grob überschlagen werden, doch dürfte es sich dabei um einen großen zweistelligen Millionenbetrag handeln. Nicht zu vergessen die stundenlange Arbeit, um für die Kunden Flugtickets bei einer anderen Airline zu buchen. Dies hat den einen oder anderen sicherlich an die Grenzen seiner Kapazitäten gebracht, und er nahm den Reisebürovertrieb zur Hilfe, um die Umbuchungen für die Kunden vornehmen zu können. Die aktuelle Insolvenz zeigt auch, wie vernetzt die Branche untereinander ist. Einige Veranstalter, die Sitzplätze bei Sky gechartert hatten, verkauften diese natürlich im Markt. So mancher Veranstalter bediente sich auch bei diesen Kapazitäten und war dadurch ebenfalls auch betroffen. Aber natürlich gab es auch zahlreiche Konsumenten, die ihre Flüge bei der Sky direkt gebucht hatten. Der Vorstoß der Verbraucherschützer in Nordrhein-Westfalen, die im Mai sechs Airlines wegen ihrer Vorkassenpraxis abgemahnt hatten, dürfte durch den Fall Sky eine weitere Steilvorlage erhalten haben. Es muss sich nun zeigen, wie die weitere Abwicklung aussieht wird eine Anzahlungslogik oder sogar ebenfalls ein Sicherungsschein eingeführt, und kommt es überhaupt zu einer Änderung des bestehenden Systems? Die Antworten hierauf stehen noch aus. Eines steht jedoch fest: Sollte es zu einer Sicherungsscheinpflicht kommen, wie es bereits in der neuen Pauschalreise-Richtlinie diskutiert wurde, ist es durchaus fraglich, ob die Deckelung der Versicherer bei einer Schadenssumme in Höhe von 110 Millionen Euro pro Jahr ausreichend sein wird. Konsequenterweise muss dann die Frage nicht nur für Airlines gestellt werden, sondern auch für alle Einzelleistungen. Insolvenzen sind Gott sei Dank nicht an der Tagesordnung das aktuelle Beispiel zeigt jedoch, dass es trotz vieler guter gesetzlichen Regelungen für Kunden, Veranstalter und eine ganze Industrie eine ziemliche Hängepartie mit vielen Verlierern und hohen Verlusten ist. Von den emotionalen Achterbahnfahrten ganz zu schweigen.

5 On Time Top Thema des Monats Insolvenz eines Reiseveranstalters Wenn der Urlaub zur Pleite wird Ein Gastbeitrag der HanseMerkur Versicherungsgruppe - Schon Wochen vor der Abreise in den Urlaub wächst die Vorfreude, hat der Reisende doch einige Mühe in die Auswahl des Urlaubsortes und Hotels gesteckt. Doch dann gerät der Reiseveranstalter in eine finanzielle Schieflage. Was nun? Was muss eine Insolvenzversicherung leisten? Pauschalreisen sind in Deutschland durch 651k BGB abgesichert. Danach muss jeder Reiseveranstalter dem Kunden einen Sicherungsschein ausstellen, der nachweist, dass die Kundengelder abgesichert sind. Im Falle einer Zahlungsunfähigkeit oder Insolvenz des Reiseveranstalters erstattet die Versicherung aus dem Versicherungsvertrag je nach Zeitpunkt den vollen oder anteiligen Reisepreis oder gegebenenfalls die Mehrkosten für den Rücktransport. Das heißt, die Versicherung ist gesetzlich lediglich dazu verpflichtet, Geld zu erstatten, das dem Kunden im Rahmen einer Pauschalreise verloren gegangen ist. Für gebuchte Einzelleistungen, nur Flug oder nur Hotel, gilt das nicht. Bei der Pleite einer Fluglinie etwa hat der Kunde keine Entschädigungsansprüche und muss den zusätzlichen Transfer selbst organisieren. Was kann ein Insolvenzversicherer leisten? Der Insolvenzversicherer für Pauschalreisen setzt sich auch wenn er dazu nicht verpflichtet ist in der Regel dafür ein, dass die Kunden ihren Urlaub wie gebucht weiterführen und zum geplanten Termin zurückfliegen können. Im Fall der finanziellen Schieflage von GTI Travel und Buchmal Reisen hat sich die HanseMerkur sofort mit verschiedenen Leistungsträgern der Touristik in Verbindung gesetzt. So hat der Versicherer unter anderem Öger Tours mit der Organisation des Rücktransports der Türkei-Urlauber beauftragt und auch über tuifly Flugzeuge gechartert. unausweichlich, sind die Kunden gut beraten, mit EC- oder Kreditkarte zu bezahlen und eine ordentliche Rechnung zu fordern. Für Urlauber, deren Reise noch nicht abgesagt worden ist, gilt: abwarten und nicht vorsorglich selbst stornieren so schwer dies angesichts steigender Preise in der Urlaubszeit auch fällt. Dadurch gehen die Kunden sicher, dass sie ihren Reisepreis beziehungsweise ihre Anzahlung vollständig erstattet bekommen. Die Versicherung ist erst zur Zahlung verpflichtet, wenn der Reiseveranstalter die Reisen aufgrund von Zahlungsunfähigkeit oder Insolvenz abgesagt hat. Bis dahin besteht immer noch die Möglichkeit, dass der Reiseveranstalter übernommen wird und die Reisen wie geplant stattfinden. Wann zahlt die Versicherung? Nach Feststellung der Zahlungsunfähigkeit oder Insolvenz durch ein Gericht senden die Kunden den Sicherungsschein, die Buchungsbestätigung, Zahlungsnachweise und die restlichen Reiseunterlagen im Original an den Insolvenzversicherer. Der Insolvenzversicherer hat das Recht, mit der Rückerstattung bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres also im GTI-Fall am zu warten, um die maximale Deckungssumme prüfen zu können. Denn diese beträgt für einen Insolvenzversicherer pro Jahr 110 Millionen Euro. Diese Summe gilt jedoch für alle Versicherungsfälle. Das heißt, wenn weitere Unternehmen beim selben Versicherer im selben Geschäftsjahr zahlungsunfähig werden und der Versicherer dadurch die Grenze von 110 Millionen überschreitet, kann sich die Deckung vermindern. Für die Kunden heißt das, dass sie ihr Geld eventuell nur anteilig erstattet bekommen. Bei einer Insolvenz im Jahr 2013 kann der Insolvenzversicherer mit der Erstattung bis zum Jahr 2014 warten. Was sollten Kunden beachten? Urlauber vor Ort sollten sich nach Bekanntwerden einer Insolvenz sofort mit dem Reiseveranstalter in Verbindung setzen. Wenn Hotel oder Fluglinien von den Reisenden erneute Zahlungen fordern, können die Kunden auf die bereits bezahlte Reise verweisen. Erscheint eine weitere Zahlung Für Fragen: Heinz-Gerhard Wilkens Pressesprecher HanseMerkur Versicherungsgruppe Tel.: Mail: 5

6 On Time Top Thema des Monats Inolvenzabsicherung Ein Gastbeitrag von Dr. Dominik Rossmann (Ulysses -Web-Tourismus) Die Insolvenzabsicherung wird oft als ein leidiges Thema gesehen, als notwendiges Übel in der Tourismusbranche. Man ist gesetzlich verpflichtet, sie zu haben, sie kostet Zeit und Geld und zu guter Letzt wissen die meisten Kunden noch nicht einmal etwas davon und darüber. Derzeit fällt ein anderes Licht auf die Insolvenzabsicherung allerdings immer nur dann, wenn sie wirklich akut benötigt wird. Die Tourismusbranche ist froh, dass es diese gesetzliche Vorschrift bei der GTI-Insolvenz gibt. Ein großer deutscher Veranstalter und eine Fluglinie bringen diese Sicherungssystem an die Grenzen dessen, was es leisten kann. War dies vorhersehbar? Diese Frage wird von Touristikern, Versicherern und Betroffenen gestellt. Die Antworten sind wie immer gegenläufig: Nein von den einen und Klar doch! Haben wir schon immer gedacht! von den anderen. Doch so einfach ist es eben nicht. Es lässt jedoch erkennen, dass die Bewertung der Reiseveranstalter seitens der Versicherer bisher gerne in der gewohnten Routine vorgenommen und das Geschäftsmodell als Risikofaktor nur bedingt mit betrachtet wurde. Den Kunden, und damit den jetzt Betroffenen, geht es beim Reisen sehr oft nur noch um den Preis. Beginnend mit den Last-Minute-Offensiven, den Billigfliegern, dann mit dem Frühbucherrabatten, den Gutscheinen und schlussendlich mit einem reinen Preiskampf macht(e) sich die Tourismusbranche ihre Probleme selbst. Die teilweise minimalen Margen führten mit in diese Insolvenzen. Zurück zur Frage: War diese Insolvenz vorhersehbar? Mit den bisher angewandten Mitteln der Versicherer eher nicht. Die zur Verfügung Stellung von Blanko-Sicherungsscheinen als pdf oder als Druckgenehmigung für die unterschiedlichsten Buchungssysteme gewähren einen zu geringen Überblick über den Geschäftsverlauf, der auf Treu und Glauben basiert. Die immer wieder eingeforderten Bilanzen stellen stets nur eine Ansammlung von Momentaufnahmen dar und lassen sich außerdem entsprechend gestalten und interpretieren. Auch lässt sich ein solches System dann noch weiter nutzen, selbst wenn eigentlich die Insolvenz schon eingetreten ist. Dies ist zwar nicht rechtens, aber nach einem EuGH-Urteil haftet der Versicherer trotzdem. Für die Kunden bedeutet dies ebenfalls eine Täuschung. Zwar sind sie nach wie vor gegen finanzielle Verluste weitestgehend abgesichert, aber der Ärger bleibt und der Urlaub verliert seinen positiven Aspekt. Aufklärung ist daher an allen Fronten gefordert. Die Versicherer müssen mit den Veranstaltern in engeren Kontakt stehen, mehr Einsicht in das wirtschaftliche Tagesgeschäft erhalten und ihre Sicherungsleistung gegebenenfalls angleichen. Denn genauso wie in der Tourismusbranche herrscht auch auf dem Markt der Insolvenzversicherungen ein Preiskampf, der oftmals nicht den realen wirtschaftlichen Gegebenheiten der Veranstalter entspricht. Die Veranstalter dürfen den Sicherungsschein nicht nur als zu bezahlendes Übel betrachten, sondern sollten ihn aktiv als Vertrauenspolice vermarkten. Ein Sicherungsschein ist kein überflüssiges und lästiges Papier-Appendix das sowieso niemand versteht,sondern ein Vertrauenszertifikat. Solange man jedoch mit Blanko-Sicherungsscheinen arbeitet, die völlig unpersönlich sind, irgendwo unten oder oben auf eine Seite hingequetscht werden und optisch wie die Seite 2 der AGBs wirken, solange muß man sich nicht wundern, daß Kunden Sinn und Wert des Sicherungsscheins nicht verstehen und manche Veranstalter auch nicht. Die Veranstalter müssen also die Kunden und Vermittler besser informieren, und deutlicher auf den Sicherungsschein und seine vertrauensbildende Bedeutung hinweisen. Mit OSST (www.osst.eu) wurde vor einigen Jahren dieser Weg eingeschlagen. Der personifizierte, fälschungssichere und vollkommen rechtskonforme Online-Sicherungsschein wurde eigens dafür entwickelt. Er gibt Veranstaltern schnell und einfach die Möglichkeit, ihr gesamtes Sicherungsschein-Management über eine Web-Anwendung zu steuern. Die Kunden erhalten eine individualisierte Versicherungspolice ein Zertifikat. OSST will Vertrauen schaffen und fördern auf allen Seiten. Die OSST-Sicherungsscheine in ihrer gesamten Aufmachung und Abwicklung sind (ein erster) Ausdruck von vertrauensbildenden Maßnahmen. Und weitere Innovationen sind bereits in der Umsetzung, dies noch besser zu dokumentieren. 6

7 0n Time Juristisches Juristisches Ein Gastbeitrag von Prof. Dr. Hans-Josef Vogel Vorauskasse bei Airlines Anzahlungen bleiben ein heißes Thema. Die Verbraucherzentrale NRW hat jetzt den Kreis der bisher Abgemahnten erweitert und sechs Airlines wegen der Vorauskasse-Praxis abgemahnt (Pressetext hier: Bei aller Phantasie, die Airlines werden die Unterlassungserklärung kaum unterzeichnen, so dass alles auf eine gerichtliche Klärung hinausläuft. Während im Pauschalreiserecht recht klar geregelt ist, dass der Kunde nur gegen Sicherungsschein eine verhältnismäßig geringe Anzahlung leisten muss. Für den Flugbereich gibt es aber keine besondere Regelung. Das bedeutet: entweder ist im Gesetz eine Vorauszahlungspflicht geregelt, oder es wird eine vereinbart. Und genau hier liegt der Kern: eine Vorauszahlungspflicht ohne jede Absicherung über längere Zeit hinweg, könnte durchaus unwirksam sein. Individuell kann man so etwas vereinbaren, aber ob es auch durch AGB`s geht, ist fraglich. Gewinnt eines Tages die Verbraucherzentrale, sind Vorschriften über die Vorauszahlung unwirksam und die Airlines müssten den Hauptteil der Zahlungen kurz vor dem Abflugtermin einfordern. Die Konsequenz wäre weitreichend: das System der Flugpreiszahlung ist auf eine Einmalzahlung ausgerichtet, ein Einzug in zwei Teilbeträgen wird Arbeitsaufwand auslösen, aber auch Unsicherheit, wenn es etwa um verspätete Zahlungen geht. Preisangaben Eigentlich ist es ganz einfach. Alle zwingend notwendigen Preisbestandteile müssen bei der Nennung des Endpreises genannt werden. Zwingend ist ein Preisbestandteil u.a. immer, wenn er nicht verbauchsabhängig ist, und durch den Kunden nicht vermieden werdenkann. Eine zwingend erforderliche Endreinigung eines Ferienhauses ist dann im Endpreis anzugeben, OLG Schleswig, U 27/12. Zeitenänderungen im Reiseablauf Die bisherige Gestaltung der Reisevertragsbedingungen, wonach u.a. eine Zeitenänderung ohne weiteres möglich war, ist auch nach Auffassung des OLG Düsseldorf unwirksam, OLG Düsseldorf I-6 U 123/12. Auch hier scheint sich eine deutlich verbraucherfreundliche Rechtsprechung anzubahnen. Kündigung einer Reise wegen höherer Gewalt Wieder einmal rückt 651 j BGB in den Fokus: die Kündigung wegen höherer Gewalt. Nach dieser Vorschrift dürfen sowohl Kunde als auch Reiseveranstalter den Vertrag kündigen, wenn wegen höherer Gewalt die Durchführung der Reise erheblich erschwert, gefährdet oder beeinträchtigt wird. Höhere Gewalt sind (so die Definition, die noch vom Reichsgericht stammt und ursprünglich zu Eisenbahnen erging) von außer kommende Ereignisse, die sich auch bei Anwendung größter Sorgfalt nicht abwenden lassen und keinen Zusammenhang mit dem Unternehmen des Veranstalters aufweisen. Also: Hochwasser, Bürgerkrieg, Erdbeben: JA. Streik des eigenen Personals, Abbrennen des Hotels aus technischen Mängeln: Nein. Die höhere Gewalt muss zu einer Beeinträchtigung der Reise führen hier gilt es, genau hinzuschauen! Wenn es in Istanbul Demonstrationen gibt, kann es in Bodrum und Antalya ruhig sein. Es muss also schon eine konkrete Auswirkung geben. Schließlich muss dies bei der Buchung unvorhersehbar sein. Wer also jetzt Istanbul bucht, kann nicht kündigen, wenn es nicht zu einer anderen Qualität der Auseinandersetzung kommt! 7

8 0n Time Internes Events VIR Online Innovationstage 2013 Die vierten VIR Online Innovationstage, das jährliche Branchen-Event der Online-Touristik, fanden in diesem Jahr unter dem Motto Vom Single- zum Multi-Cross Channel statt. Der erste Tag der Veranstaltung stand wie jedes Jahr, ganz im Licht des Innovationswettbewerbs Sprungbrett, derstart-ups und etablierte Unternehmen mit innovativen touristischen Ideen auszeichnet. Aus insgesamt 51 Bewerbungen, waren sieben Finalisten der Kategorie Start-up sowie vier Finalisten der Kategorie Etablierte, nach Berlin eingeladen worden. Dort galt es in einem siebenminütigen Elevator Pitch, die 70 köpfige Expertenjury von sich zu überzeugen. Für die Gewinner der Kategorie Start-up winkte ein Gesamtpreispaket im Wert von über Nach den Elevator Pitches mussten sich die Finalisten bis zur Verkündung der Gewinner noch etwas gedulden, denn die Preisverleihung fand erst am Abend während der VIR Award Night statt. Zuvor gab es mit dem search4talents erstmalig einen gesonderten Programmpunkt für Studenten geladener Hochschulen. Im Kinosaal des Marshallhauses der Messe Berlin hatten die Studenten der Hochschule München, FH Eberswalde, FH Bremen sowie der IUBH die außerordentliche Chance, sich und ihre Hochschule Geschäftsführern aus der Branche vorzustellen. Im Gegenzug standen die Geschäftsführer der Comvel Group sowie von Expedia und lastminute.de den Studenten Rede und Antwort. Am Abend stand dann die Award Night inklusive der Verkündung der Sieger des Innovationstwettbewerbs Sprungbrett sowie der Sieger des VIR Journalistenwettbewerbs und dem Sonderpreis auf dem Programm. Beim Journalistenpreis gab es dieses Jahr aufgrund eines Punktegleichstands zwei erste Plätze, die von geo.de und merian.de belegt wurden. Beim Innovationswettbewerb Sprungbrett war das Rennen um den ersten Platz in beiden Kategorien ähnlich knapp. Die Jury von sich überzeugen konnten am Ende Andreas Sernetz von Fairplane in der Kategorie Established und Panos Meyer von Seat4a mit der App Flying in der Kategorie Startups. Der erstmalig verliehene Sonderpreis für ein besonderes Engagement im Tourismus ging an die Sendung Traumhotel der Lisa Film Produktions GmbH. Im Anschluss lud der VIR zum Beach Chillout, um bei Leckereien vom Grill sowie kühlem Bier und Wein zu entspannen und zu networken. Gemäß der Tradition, sammelte der VIR auch dieses Jahr wieder Spenden für Dolphin Aid. Da die Großzügigkeit der Spender belohnt werden sollte, konnte für je 50 Spende eine Visitenkarte in den Lostopf geworfen werden. Der Gewinn waren zwei Fahrten in einem der Oldtimer von VIR-Vorstand Michael Buller. Die glücklichen Gewinner hießen Thorsten Lehmann (SunnyCars)und Frank Müller (Cfm Media). Vielen Dank noch einmal an alle Spender, es kamen mehr als 1000 zusammen! Das Siegerpaket für den Start-up Gewinner Seat4a: ein Preisgeld von HRS in Höhe von Euro wahlweise eine Pressekonferenz oder ein Stand auf der ITB Berlin 2014 eine Studie in Zusammenarbeit mit der Internationalen Hochschule Bad Honnef PR-Starthilfe durch die Agentur Wilde & Partner Gestaltungdienstleistungen im Wert von 500.von einfach. Kommunikationsdesign eine rechtliche und steuerliche Beratung durch die Rechtsanwaltsgesellschaft Beiten Burkhardt ein Gutschein von Power4Projects in Höhe von über Euro, er kann auf die Erstellung eines öffentlichen Fundings angerechnet werden. Unterstüzung vom Private Equity Unternehmen PONTIS Capital Die Plätze eins bis drei beider Kategorien konnten sich über eine einjährige Mitgliedschaft im Travel Industry Club (TIC) freuen. Die Plätze vier und fünf erhielten einen Mietwagen-Gutschein von Sunny Cars. 8

9 0n Time Internes Events VIR Online Innovationstage 2013 Nachdem es am zweiten Tag aufgrund vieler Verspätungen durch das weit verbreitete Hochwasser kleine Startschwierigkeiten gab, eröffnete Herr Professor Peter Wippermann mit einer außerordentlich spannenden Keynote den Tag. Es folgte ein Programm der etwas anderen Art. Nacheinander fanden drei verschiedene Experience Circle mit unterschiedlichen Oberthemen statt. Diese waren Big Data, Cross-Channel und Customer Journey Management. Zu jedem Oberthema gab es 4 Vorträge à 25 Minuten. Damit es den Teilnehmern möglich war, nicht nur einen Vortrag zu besuchen, wurde jeder Vortrag zweimal durchgeführt. So war es den Gästen letztlich möglich, 6 aus 12 Vorträgen zu besuchen. Präsentiert wurden die Vorträge in den vier verschiedenen Lounges der Sponsoren TVG, Traffics, PayPal und Ray Sono. Der erste Experience Circle stand unter dem Motto Big Data. Vorträge zu diesem Oberthema hielten Andy Owen-Jones von Big data for travel, Prof. Dr. Burkardt Funk von der Leuphana Universität Lüneburg, Dr. Schlosser von Uniquedigital GmbH und Leila Summa von Facebook. Anschließend wurde unter der Moderation von VIR-Vorstand Michael Buller mit allen Speakern dieses Experience Circle über Big Data und seine Bedeutung für die Branche diskutiert. Nach einer Mittagspause, die wahlweise auf der Terrasse oder im Park des Sommergartens, eingenommen wurde, startete der Experience Circle zum Thema Cross-Channel. Hier konnte gewählt werden zwischen Vorträgen von Birgit Aust von der TVG, Frank Sonder von foresee, Martin Nelles vom Nelles Verlag und Tobias-Benedikt Blask von der Leuphana Universiät Lüneburg. Die darauffolgende Diskussionsrunde mit den zuvor genannten Rednern sowie Andreas Nau von Expedia leitete Professor Adrian Freiherr von Dörnberg von der FH Worms. Abschließend wurde die Thematik des Customer Journey Management in Vorträgen von Thomas H. Kaspar (Ray Sono AG), Ingo Haider (Traffics), Ulf Sonntag (NIT Kiel) und Sven Gruhl (PayPal) erörtert. Danach wurde unter der Moderation von Chefredaktuer Christian Schmicke (Travel One) noch einmal angeregt diskutiert. 9

10 0n Time Internes Events VIR Online Innovationstage 2013 Neben der ganzen Arbeit gab es für die Teilnehmer aber auch zahlreiche Möglichkeiten für spielerische touristische Abwechslung. Ihre Fotogenität konnten die Gäste bei Ray Sonos Fotobox RayFlash unter Beweis stellen. Dort wurden Fotos von den Gästen mit einem Schild wie lange sie schon in der Touristik sind erstellt. Insgesamt sind es 949 Jahre touristisches Expertenwissen geworden! Sein Wissen zur Historie der Online -Touristik konnte man im Online History Quiz der IUBH unter Beweis stellen. Gefragt waren Zahlen und Fakten zur Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Branche. Laut des Quiz ist Ulf Sonntag der Experte unter den Gästen! Ein weiteres spielerisches Element das es auszuprobieren galt, war ein interaktives Schaubild zur Customer Journey in der Touristik, entwickelt vom Projektmanagement Kurs der Tourimusmanagement Studenten der IUBH. Ziel der Darstellung war es mit Hilfe der Beiträge der Gäste, ein komplettes Bild der Customer Journey darzustellen. Am späten Nachmittag ging es dann nach einem inhaltsschweren Tag für die meisten der ca. 280 Teilnehmer in Richtung Flughafen und somit in den wohlverdienten Feierabend. Wir danken unseren Sponsoren für die tatkräftige Unterstützung, denn ohne sie könnten wir dieses Event nicht realisieren! Ein großes Dankeschön geht außerdem natürlich an die so zahlreich erschienenen Gäste! Ihr VIR-Team 10

11 0n Time Internes Innovationswettbewerb Sprungbrett Porträt Seat4a Start-up Gewinner 2013 Ein Gastbeitrag von Marion Krimmer - Fest in der Start-up Szene etabliert hat sich mittlerweile der Innovationswettbewerb Sprungbrett des VIR. Sicher wurde hier von den jungen Unternehmern auch aufmerksam verfolgt, dass sich alle Gewinner der vergangenen Jahre erfolgreich im Markt etablieren konnten. In diesem Jahr bewarben sich über 40 Start-ups mit ihren Geschäftsideen, Produkten und Projekten beim Sprungbrett-Wettbewerb, so dass erstmals sieben Finalisten die Chance bekamen, die über 70-köpfige Fachjury von ihrer Innovation zu überzeugen. In einer spannenden Wettbewerbspräsentation konnte sich in diesem Jahr letztlich die Hamburger Seat4a GmbH durchsetzen. Ihr Managing Director Panos Meyer stellte die Smartphone-App Flying (www.flyingfrom.to) vor, eine mobile Applikation für Fluggäste. Die App verfügt über nützliche Informationen zu Abflugzeiten oder Verspätungen, bietet einen Überblick zu vergangenen Flügen und hat auch eine soziale Komponente: Flying ermöglicht die Vernetzung mit anderen Reisenden. VIR-Vorstand Michael Buller zeigte sich bei der Preisübergabe am ersten Abend der Innovationstage begeistert vom Siegerteam, deren App sich derzeit im Realisierungsstatus befindet. Ihr bringt neben einem vielversprechenden Produkt auch die Leidenschaft und den unbedingten Willen mit, die notwendig sind, um in dieser Industrie mit einem Start-up Erfolg zu haben, zeigte er sich überzeugt von einem erfolgreichen Marktstart von Seat4a. Den erleichtert natürlich auch das umfangreiche Gewinnerpaket: Panos Meyer und sein Kollege Markus Schmeiduch (Head of Product) freuten sich über Siegpreise mit einem Gesamtwert von über Euro. Der Sprungbrett-Sieg kommt für uns genau zum richtigen Zeitpunkt, jubelte denn auch Panos Meyer, der das Rollaut von Flying mit seinem Team zunächst für die Zielmärkte Europa und USA vorbereitet. Wir drücken die Daumen für einen erfolgreichen Markteintritt, und werden Seat4a natürlich weiter verfolgen. 11

12 0n Time Internes Innovationswettbewerb Sprungbrett Vorne mit dabei: klassenreisen.de und Citties Ein Gastbeitrag von Marion Krimmer Es war eine knappe Entscheidung: Nur 0,4 Bewertungspunkte trennten den Sprungbrett-Sieger Seat4a vom Zweitplatzierten klassenreisen.de. Geschäftsführer Thomas Quadbeck erhielt von Jury-Seite viel Zuspruch für sein Portal das er mit seiner Partnerin Leonie Wörmann entwickelt hat. Der Launch der Website ist in Kürze geplant, erstmals werden dann gezielt Anbieter und Endkunden im Klassenreisen-Segment auf einer Online-Plattform zusammengeführt. Auch die Anbindung von White Label Partnern und der Launch einer App sind noch für dieses Jahr geplant. Auf Platz drei in der Start-up Kategorie landete Citties aus Berlin mit der gleichnamigen Städte-App (www.citties.net), die sich noch im Projektstatus befindet. Wie Gründer Philip Brandts vor der Sprungbrett- Jury erläuterte, soll der User mit der Citties App eine Stadt durch die Brille verschiedener Charaktere erleben können dabei wird unterschieden in Backpacker, Hipster, Punk, Gay, Sightseer, Fashionista und Business Man. Philip Brandts wird bei der Entwicklung der Citties App durch ein Innovationslabor von Bertelsmann unterstützt und ist gerade dabei, Kooperations- und Geschäftsmodelle für die Branche zu entwickeln. 12

13 0n Time Internes Innovationswettbewerb Sprungbrett Fairplane siegt bei den etablierten Unternehmen Ein Gastbeitrag von Marion Krimmer Aus dem Nachbarsland Österreich kommt der diesjährige Sprungbrett-Sieger in der Kategorie Established : Andreas Sernetz von Fairplane aus Wien erhielt nach seiner Kurzvorstellung die höchste Bewertung von der Fachjury und setzte sich gegen Mitbewerber wie HRS und Wirecard durch. Das Online-Portal hilft Passagieren, ihre Ausgleichsansprüche gegenüber Airlines einzufordern und durchzusetzen. Diese Ansprüche entstehen durch Flugverspätungen von mehr als drei Stunden, Flugannullierungen oder eine Flugüberbuchung. Ein erfahrenes Anwaltsteam regelt die Ansprüche im Auftrag von Fairplane. Besonders beeindruckend ist die Erfolgsquote der Online- Plattform: Sie liegt aktuell bei rund 85 Prozent. Andras Sernetz zum Sprungbrett-Gewinn: Die Auszeichnung macht uns unheimlich stolz und wir sehen sie auch als Würdigung unseres Engagements für geschädigte Passagiere. Der Award gibt Fairplane Rückenwind für die geplante Expansion unter anderem nach Großbritannien. 13

14 0n Time Internes Sprungbrett Journalistenpreis/ Sonderpreis VIR-Awards für Online-Journalisten und TV-Macher Ein Gastbeitrag von Marion Krimmer Sie mussten nicht präsentieren und wurden trotzdem ausgezeichnet: Auf den Innovationstagen kürte der VIR zum dritten Mal den besten redaktionellen Reiseteil auf einem Internet-Portal. Zudem gab es erstmals einen Sonderpreis, den die Macher des TV-Formats Traumhotel erhielten. Den ersten Platz beim Journalisten-Wettbewerb teilten sich in diesem Jahr die Online-Redaktionen von merian.de und geo.de, gefolgt von den Kollegen des Portals sueddeutsche.de. Die Jury des VIR-Medienpreises setzte sich aus dem Kreise der VIR-Mitglieder, Förderer und Beiräte zusammen. Sie bewerteten reichweitenstarke Online- Portale die keine Buchungsfunktion aufweisen nach ihrem Inhalt, der Aufmachung, nach interaktiven Elementen und natürlich nach ihrer Kreativität. Neu war der VIR-Sonderpreis, den David Spiehs und Otto Retzer für das erfolgreiche TV-Format Traumhotel der Produktionsgesellschaft Lisa Film entgegennahmen. VIR- Vorstand Michael Buller würdigte in seiner Laudatio, dass die Sendung seit über neun Jahren einem Millionenpublikum die schönsten Reiseziele der Welt näher bringe und damit zahlreiche Menschen zum Reisen inspiriert habe. Regisseur Otto Retzer und David Spiehs, Geschäftsführer von Lisa Film, zeigten sich auf der Berliner Award Night sehr geehrt von der Auszeichnung durch einen Branchenverband. Dabei unterhielt Otto Retzer das Publikum mit Anekdoten, die sich hinter den Kulissen der Traumhotel -Dreharbeiten abspielten. Unvergessen bleibt ihm dabei ein Aufenthalt in Asien, bei dem die TV-Crew vor Ort, die Schauspieler aufgrund des Vulkanausbruchs auf Island jedoch in der deutschen Heimat aufgehalten wurden. Während wir auf die Stars warteten, haben wir viel von Land und Leute gesehen. Das waren für mich mit die schönsten Traumhotel-Tage, verriet Otto Retzer. 14

15 0n Time Internes Tourism History Quiz und Customer Journey Joey s Journey ein Gastbeitrag von Barbara Mauthner und Charlotte von Hövel (IUBH) Anlässlich der Innovationstage des VIR brachte sich die Online Reiseindustrie auf den neusten Stand zum Thema Vom Single-zum Multi Cross-Channel und gab uns, dem Tourismus Projektkurs des 5ten und 6sten Semesters der Internationalen Hochschule Bad Honnef, die Möglichkeit, an diesem Branchen-Event aktiv teilzunehmen. Unter der Leitung von Frau und Herr Kensik, sowie von Herrn Prof. Dr. Wachowiak haben wir bereits im Vorfeld der Veranstaltung Informationen zum Thema Online Tourismus gesammelt. Dazu wurde der Kurs in vier Gruppen eingeteilt, die sich mit der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft des Online-Tourismus beschäftigten. Während ein Teil von uns einige Experten der Branche zum Thema befragte, erstellte ein anderer Teil ein Video, das die Entwicklung der letzten Jahrzehnte veranschaulichte. Die Gegenwart wurde durch ein interaktives Schaubild auf den Innovationstagen selbst dargestellt, bei dem wir die Teilnehmer der Konferenz dazu aufforderten, ihr Expertenwissen zur Customer Journey einzubringen. Außerdem unterstützten wir die Gestaltung der offiziellen Veranstaltungswebsite mit unseren Informationen und Zukunftsideen. Joey s Journey Ein interaktives Schaubild zur Customer Journey in der Touristik Zusammen mit dem VIR werden wir die gesammelten Ergebnisse zudem in einem Buch veröffentlichen, das einen Überblick über die gesamte Entwicklung und die Aussichten des Online-Tourismus gibt. Während der gesamten Veranstaltung waren wir außerdem auf der Suche nach dem größten Tourismusexperten unter den Gästen. Dieser sollte durch ein dreiteiliges Quiz ermittelt werden, von dem der erste Teil schon vor den Innovationstagen gemeistert werden konnte. Bei den selbst entwickelten und anspruchsvollen Fragen setzte sich letztendlich Ulf Sonntag von NIT als Sieger durch und nahm den Preis von uns entgegen. Wir haben uns sehr gefreut, wieder an einem gelungen Event des VIR aktiv teilnehmen zu dürfen und die Möglichkeit gehabt zu haben, in direkten Kontakt mit der Branche zu treten. Wir bedanken uns noch einmal ganz herzlich beim VIR sowie bei unseren Professoren für die tolle Unterstützung und Umsetzung unserer Ideen! 15

16 0n Time Internes Ray Sono Mit innovativen Technologien und Inhalten im Gespräch ein Gastbeitrag von Lena Klupp (Ray Sono) - Zukunftsweisende Lösungen und innovative Beiträge stehen traditionell im Mittelpunkt der VIR Online Innovationstage in Berlin. Eine Herausforderung, die Ray Sono als Travel-Experte mit Agentur-Vorstand und VIR-Technikbeirat Thomas Helbing jedes Jahr gerne annimmt.so unterstützte die Agentur für digitale Kommunikationslösungen den Kongress als Kooperationspartner mit einem neuen Release der interaktiven Big-Screen Anwendung VIR VISIONS, über die zwei Tage lang Twitter, Facebook und Kongress-Messages sowie Inhalte des History Quiz der IUBH School of Business and Management in Bad Honnef übertragen wurden. Außerdem präsentierte Ray Sono mit Ray Flash eine Technologie-Premiere: Eine eigens entwickelte Online-Fotobox, bei der jeder Besucher live per Foursquare eincheckt oder auf Facebook Fan der Agentur wird und damit automatisch ein Foto auslösen, ausdrucken und online stellen kann. Optional ist es möglich, sich durch das Scannen einer Visitenkarte per Selbstauslöser ablichten zu lassen. Eine eigens entwickelte Scan-Software erkennt und extrahiert die Adresse in Echtzeit, so dass jedem Nutzer der Shortlink zu seinem Foto im Web geschickt werden kann zum Herunterladen oder Teilen mit seinen Freunden und Kollegen. Der individuelle Zugangscode wird mit dem Foto vor Ort ausgedruckt. Diese Innovation fand großen Anklang bei den diesjährigen Kongress-Besuchern. Insgesamt wurden knapp 200 Fotos geschossen und noch vor Ort auf Facebook und Twitter geteilt. smile, please! Mit dem ausgedruckten Foto verewigten sich die Besucher auf der analogen Online Tourism History Wall und zeigten, wie viele Jahre sie der Branche bereits angehören. Digital wurden die Bilder live auf VIR VISIONS und in Echtzeit auf einer Online-Galerie eingspielt. Ray Sono freut sich, auch nächstes Jahr als Kooperationspartner wieder zum Erfolg der VIR Online Innovationstage beitragen zu dürfen getrieben durch Ideen, Anregungen und Inspirationen. 16

17 0n Time Internes Die Vorträge der Experience Circle Am 2. Tag der Online Innovationstage fanden unter dem Motto Vom Single- zum Multi-Cross Channel drei Experience Circle zu den Themen BigData, Cross Channel und Customer Journey statt. Zum Thema Big Data konnten die Gäste folgende Vorträgen hören: Professor Dr. Burkhardt Funk von der Leuphana Universität Lüneburg referierte über Big Data - von großen Daten zu kleinen Schritten. Gleichzeitig ging es bei Leila Summa (Facebook) um das Thema Vom Gießkannenprinzip zur punktgenauen Kundenansprache. Dr. Jochen Schlosser (uniquedigital GmbH) erörterte die Relevanz von Big Data im Marketing unter der Headline Die losen Enden mit Cross Channel Management verbinden. Und Andy Owen-Jones von Big Data for travel präsentierte in seinem Vortrag Why is Big Data important? die Wichtigkeit von Big Data für die Tourismusbranche. Die Redner des anschließende Experiene Circle befassten sich mit dem Thema Cross Channel. Martin Nelles (Nelles Verlag) stellte mit DigiGuides die Direktvermarktung von Reiseinformationen mit inkludierten Buchungsmöglichkeiten vor. Frank Sonder von foresee befasste sich unter dem Motto Future Retail Retail Future mit den Vernetzungsmöglichkeiten im Verkauf der Zukunft. Tobias Benedikt von der Leuphana Universität Lüneburg hielt einen Vortrag über den Weg zur optimalen Mediabudgetallokation. Als Geschäftsführerin der TVG erklärte Birgit Aust den Gästen ihr Konzept des Reisebüros der Zukunft. Nach einer Kaffeepause folgte am Dienstagnachmittag die letzte der drei Sessions mit dem Thema Customer Journey. Die neuen Wege der Reisesuche legte Ingo Haider von Traffics in seinem Vortrag dar. Thomas Kaspar, Leiter Customer Journey Management der Ray Sono AG, verriet desweiteren in seinem Vortrag Travel 3.0: Customer Journey Management im Reisemarkt, wie sich Kunden in Zukunft bestmöglich digital begleiten lassen. Kaspar widmete sich unter anderem der Frage, welche Mobil- Strategie die richtige ist. Die Herausforderung ständig neuer Social-Media-Kanäle diskutierte er mit seinen Zuhörern ebenso wie den optimalen Aufbau eines CRM und die Zusammenführung von Marketing, Vertrieb und Kommunikation unter einer einheitlichen Strategie. Sven Gruhl (PayPal) berichtete über die Möglichkeiten der Umsatzsteigerung über alle Kanäle. Wie Handydaten zu besserem Kundenverständnis führen, zeigte Ulf Sonntag von der NIT Kiel. Die Experience Circle wurden jeweils mit einer Diskussionsrunde abgerundet. Die Moderatoren waren Michael Buller (VIR), Professor Adrian von Dörnberg (FH Worms) und Christian Schmicke (Travel One). 17

18 0n Time Internes search4talents Während die anderen Teilnehmer der VIR Online Innovationstage nach dem Programm des ersten Tages die Möglichkeit hatten sich im Hotel etwas zu entspannen bevor das Abendprogramm startete, galt es für die Studenten geladener Hochschule Ihre Chance zu nutzen, um den Weg für Ihre Karriere zu bereiten. Beim erstmaligen search4talents hatten Studenten der Hochschule München, FH Eberswalde, FH Bremen und der IUBH sowie Geschäftsführer der Online-Touristik die Möglichkeit sich in entspannter Atmosphäre näher kennenzulernen. Zunächst stellten Timo Beyer (Comvel Group), Andreas Nau (Expedia) und Jörg Burtscheidt (lastminute.de) sich und Ihr Unternehmen vor. Hier wurden insbesondere die verschiedenen Abteilungen sowie Jobmöglichkeiten inklusive Ihrer Anforderungen den Studenten vorgestellt. Im Anschluss präsentierten einzelne Gruppen der Studenten den Geschäftsführern Ihre Hochschule. Zum Schluss wurden offene Fragen beider Seiten geklärt und in Einzelgesprächen über Praktikumsplätze oder mögliche Einstiege ins Unternehmen gesprochen. Wir hoffen, dass dieses gettogether den Austausch zwischen den Großen der Branche sowie dem Nachwuchs gefördert hat. 18

19 0n Time Internes 19

20 0n Time Internes Gäste des VIR 20

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