Peter Gseller Hogan Lovells (München) WS 2013/2014. Klausurenkurs im Privatrecht. Lösung FB 7

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1 Anmerkung: Sämtliche nicht näher bezeichnete Paragraphen beziehen sich auf das BGB. A. Teil 1 I. Anspruch B gegen A aus 433 II B könnte gegen A einen Anspruch aus 433 II auf Abnahme und Bezahlung des Schrankes haben. 1. Anspruch entstanden Dann müsste zwischen B und A ein wirksamer Kaufvertrag zustande gekommen sein. Ein Kaufvertrag kommt zustande durch zwei übereinstimmende Willenserklärungen. Diese könnten vorliegend nur in der zwischen K und B getroffenen Vereinbarung gesehen werden. Diese enthält zwar sämtliche essentialia negotii; allerdings hat A nicht selbst gehandelt, weshalb er nur berechtigt und verpflichtet wird, wenn er wirksam durch K vertreten wurde, 164 I, III. a) Abgabe einer eigenen Willenserklärung Dann müsste K eine eigene Willenserklärung abgegeben haben. Die Erklärung des K auf Abschluß des Kaufvertrages stellt eine eigene Willenserklärung dar und übermittelte nicht lediglich eine fremde Willenserklärung. Anmerkung: Mit diesem Tatbestandsmerkmal wird der Stellvertreter vom Boten abgegrenzt Letzterer übermittelt lediglich eine fremde Willenserklärung. Die Abgrenzung richtet sich nach dem äußeren Auftreten gegenüber dem Vertragspartner. b) Handeln in fremdem Namen Darüber hinaus müsste K auch in fremdem Namen gehandelt haben. K hat offen im Namen des A und damit in fremdem Namen gehandelt. Anmerkung: Mit diesem Tatbestandsmerkmal wird der Vertragspartner bestimmt. Legt der Handelnde nicht offen, dass er als Stellvertreter handelt und ergibt sich dies auch nicht aus den Umständen gemäß 164 I 2, so wird er selbst verpflichtet. Unerheblich ist hierbei, ob er das wollte oder nicht, vgl. 164 II. Unter diesem Tatbestandsmerkmal werden die Probleme Geschäft für den, den es angeht und unternehmensbezogenes Geschäft abgehandelt. Im Gegensatz zum Stellvertreter gibt der mittelbare Stellvertreter die Willenserklärung im eigenen Namen ab, handelt jedoch auf fremde Rechnung. Beispiel: A beauftragt B, für ihn bei einer Auktion eine Vase zu ersteigern. Er selbst möchte allerdings nicht als Käufer in Erscheinung treten. In diesem Fall schließt B selbst den Vertrag ab und erhält einen Anspruch auf Übergabe und Übereignung der Vase. Aus dem Auftragsverhältnis ergibt sich jedoch ein Anspruch des A gegen B auf Übertragung des Eigentums an der Vase, 667 sowie ein Anspruch des B gegen A auf Erstattung der Auslagen, 670. Dies ist gerade kein Fall der Stellvertretung. Ein gesetzlich geregelter Fall der mittelbaren Stellvertretung ist das Kommisssionsgeschäft, vgl. 383 HGB. Rieber/Kolper 1

2 c) Vertretungsmacht K müßte sich zudem im Rahmen seiner Vertretungsmacht bewegt haben. (1) Erteilung der Vollmacht A hat K dazu bevollmächtigt, in seinem Namen alte Bauernmöbel bis zum Preis von jeweils 250 zu erwerben. Damit liegt eine wirksame Bevollmächtigung des K in Form einer Innenvollmacht gemäß 167 I Alt. 1 vor. K hat auch innerhalb der Grenzen der erteilten Vollmacht gehandelt, da der vereinbarte Kaufpreis nur 50 beträgt. Wichtige Begriffsunterscheidungen: I. Innen- /Außenverhältnis: 1. Außenverhältnis: Die Vollmacht ist die durch Rechtsgeschäft erteilte Vertretungsmacht (Legaldefinition 166 II 1). Sie bezieht sich auf das Außenverhältnis gegenüber Dritten. Aus ihr ergibt sich, welche Rechtsgeschäfte der Vertreter wirksam vornehmen darf. 2. Innenverhältnis: Das sog. Innenverhältnis bezeichnet das Schuldverhältnis zwischen Vollmachtgeber und Bevollmächtigtem und ist zumeist ein Auftrag nach 662 ff., ein Geschäftsbesorgungsvertrag nach 675 oder ein Dienstvertrag nach 611 ff. Dieses Innenverhältnis ist vom Außenverhältnis strikt zu trennen. Die Vollmacht ist im Gegensatz zum Schuldverhältnis abstrakt; Mängel im Schuldverhältnis schlagen daher nicht auf die Vollmacht durch. Allerdings besteht die Möglichkeit eines gewillkürten Erlöschens des Schuldverhältnisses (Widerruf, Kündigung etc.); gemäß 168 S. 1 erlischt damit gdst. (Ausnahmen!) auch die Vollmacht. II. Innen- /Außenvollmacht: 1. Innenvollmacht: Die Bevollmächtigung erfolgt gegenüber dem Vertreter, 167 I Alt. 1 a) Reine Innenvollmacht b) Kundgegebene Innenvollmacht 167 I Alt. 1, 171 c) Innenvollmacht mit Ausstellung einer Vollmachtsurkunde 167 I Alt. 1, Außenvollmacht: Die Bevollmächtigung erfolgt gegenüber dem Dritten, 167 I Alt. 2, 170 (2) Widerruf Die Vollmacht könnte aber wegen des von A gegenüber K erklärten Widerrufs gemäß 168 S. 1, 2 erloschen sein. Da der Widerruf jedoch erst nach Abschluß des Geschäfts erklärt wurde und der Widerruf immer nur für die Zukunft - ex nunc - wirkt, steht dieser einer wirksamen Vertretung des A durch K nicht entgegen. A wurde mithin durch das Handeln des K vertraglich gebunden; der Anspruch ist entstanden. Rieber/Kolper 2

3 2. Anspruch untergegangen Rechtsvernichtende Einwendungen sind nicht ersichtlich. 3. Anspruch durchsetzbar A kann die Zahlung allerdings nach 320 I 1 verweigern, bis B seine Gegenleistung Übergabe und Übereignung des Schrankes bewirkt. 4. Ergebnis B kann von A Abnahme des Schrankes und Bezahlung der 50 aus 433 II Zug um Zug gegen Übergabe und Übereignung des Schrankes, 320 I 1, verlangen. II. Anspruch B gegen K Ein Anspruch des B gegen K scheidet aus, da K den A wirksam vertreten hat. III. Anspruch L gegen A aus 433 II L könnte gegen A einen Anspruch aus 433 II auf Abnahme und Bezahlung des Schrankes haben. 1. Anspruch entstanden Dann müsste zwischen L und A ein wirksamer Kaufvertrag zustande gekommen sein. Ein Kaufvertrag kommt zustande durch zwei übereinstimmende Willenserklärungen, Angebot und Annahme, 145, 147. Diese könnten vorliegend in der zwischen K und L getroffenen Vereinbarung gesehen werden. Da A nicht selbst gehandelt hat, wird er aus der zwischen K und L getroffenen Vereinbarung nur berechtigt und verpflichtet, wenn er wirksam durch K vertreten wurde, 164 I, III. a) Abgabe einer eigenen Willenserklärung Die Erklärung des K, einen Kaufvertrag abschließen zu wollen, ist eine eigene Willenserklärung. b) Handeln in fremdem Namen K hat auch in fremdem Namen dem des A gehandelt. c) Vertretungsmacht K müßte darüber hinaus im Rahmen seiner Vertretungsmacht gehandelt haben. Ursprünglich besaß K eine wirksame Innenvollmacht gemäß 167 I Alt. 1. Diese ist zwar grundsätzlich durch den Widerruf des A gegenüber K vor der Vornahme des Geschäfts erloschen, 168 S. 3, 167 I Alt. 1. Problematisch erscheint jedoch, dass K dem L eine Vollmachtsurkunde des A vorgelegt hat. Gemäß 172 I wirkt die Vorlegung einer Vollmachtsurkunde wie eine Vollmachtskundgabe nach 171 I; demnach war K trotz des Widerrufs der Bevollmächtigung zur wirksamen Vertretung Rieber/Kolper 3

4 berechtigt. Ein Erlöschensgrund nach 172 II, 175, 176 liegt nicht vor. L war auch nicht bösgläubig gemäß 173. K könnte allerdings die bestehende Vertretungsmacht überschritten haben, da er einen Vertrag über 275 abgeschlossen hat, obwohl er nur befugt war, bis 250 abzuschließen. Diese Begrenzung ging jedoch aus der Vollmachtsurkunde nicht hervor. Aus Gründen des Verkehrsschutzes muß die Vertretungsmacht so weit reichen, wie aus der Vollmachtsurkunde nach außen ersichtlich ist. Anmerkung: Die Überschreitung der Befugnis ist nur nach außen unbeachtlich, da der Vertragspartner diesbezüglich schutzwürdig ist das Risiko liegt hier eindeutig beim Bevollmächtigenden! Auswirkungen zeigen sich allerdings im Innenverhältnis zwischen Bevollmächtigendem und Bevollmächtigtem, indem Letzterer beispielsweise Schadensersatz leisten muss, siehe im Detail am Ende des Falles. 2. Anspruch untergegangen Rechtsvernichtende Einwendungen sind nicht ersichtlich. 3. Anspruch durchsetzbar A kann die Zahlung nach 320 I 1 verweigern, bis L seine Gegenleistung Übergabe und Übereignung des Schrankes bewirkt. 4. Ergebnis L kann von A aus 433 II Abnahme des Schrankes und Bezahlung der 275 verlangen, allerdings nur Zug um Zug gegen Übergabe und Übereignung des Schrankes, 320 I 1. IV. Ansprüche L gegen K Ansprüche des L gegen K scheiden aus, da K den A wirksam vertreten hat. Nach den Ansprüchen von A gegen K war nicht gefragt; daher wären sie der Klausur auch nicht anzusprechen. Hier werden sie nur aus Verständnisgründen kurz dargestellt. A. Bezüglich des ersten Geschäfts mit B sind keinerlei Ansprüche ersichtlich, da sich K im Rahmen seiner Vertretungsmacht bewegt hat. B. Bezüglich des Geschäfts mit L kommen mehrere Ansprüche des A gegen K in Betracht. I. 280 I 1, 241 II (Stoff des 2ten Semesters!) 1. Schuldverhältnis Dann müsste zwischen A und K ein Schuldverhältnis bestehen. Zwischen A und K bestand ein Auftrag nach 662. Problematisch erscheint, dass A die Vollmacht widerrufen hat. Dem Wortlaut nach betrifft die Erklärung nur die Vollmacht, also das Außenverhältnis, nicht jedoch das zugrunde liegende Auftragsverhältnis, das Innenverhältnis. Rieber/Kolper 4

5 Da jedoch ein entsprechender Auftrag ohne die Einräumung einer Vollmacht sinnlos ist, muss man die Erklärung nach 133, 157 als Kündigung des Auftragsverhältnisses auslegen. Jedoch treffen die Vertragsparteien auch nach Beendigung des Schuldverhältnisses Rechte und Pflichten, insbesondere Rückabwicklungs- und Treuepflichten. Auch dieses Rechtsverhältnis stellt ein Schuldverhältnis dar entweder weil der Vertrag insofern noch seine Bindungswirkung beibehält oder weil sich diese Verpflichtungen aus der früheren vertraglichen Beziehung nach 311 II Nr. 3 ergeben. Ein Schuldverhältnis liegt somit vor. 2. Pflichtverletzung K müsste zudem eine Pflicht aus diesem Schuldverhältnis verletzt haben. a) Pflicht Hier bestand für K die nachvertragliche Pflicht, die Vollmachtsurkunde zurückzugeben und sie nicht mehr zu verwenden, 175. b) Verletzung dieser Pflicht Diese Pflicht hat K nicht erfüllt, da er mit L einen Vertrag über den Schrank zum Preis von 275 geschlossen hat; eine Pflichtverletzung liegt mithin vor. 3. Vertretenmüssen, 280 I 2 Diese Pflichtverletzung müsste K nach 280 I 2 zu vertreten haben. Gemäß 276 I 1 hat er Vorsatz und Fahrlässigkeit zu vertreten. Da K wusste, dass er zu Verwendung der Vollmachtsurkunde nicht mehr berechtigt war, handelte er vorsätzlich und hat die Pflichtverletzung mithin zu vertreten. 4. Rechtsfolge Nach dem Grundsatz der Naturalrestitution nach 249 S. 1 hat A einen Anspruch gegen K auf Befreiung von der Verbindlichkeit und auf Abnahme des Schrankes. 5. Ergebnis A hat gegen K einen Anspruch auf Schadensersatz aus 280 I, 241 II in Form der Befreiung von der Verbindlichkeit und auf Abnahme des Schrankes. II. Anspruch aus 678 (ebenfalls Stoff des 2ten Semesters) Daneben besteht ein Anspruch aus 678 desselben Inhalts. B. Teil 2 Anspruch aus 433 II Rieber/Kolper 5

6 A könnte gegen J einen Anspruch auf Kaufpreiszahlung in Höhe von aus 433 II haben. I. Anspruch entstanden Hierfür müsste der Anspruch zunächst entstanden sein. 1. Wirksamer Kaufvertrag Dann müssten A und J einen wirksamen Kaufvertrag geschlossen haben. Ein Kaufvertrag kommt zustande durch 2 übereinstimmende Willenserklärungen. a) Übereinstimmende Willenserklärungen Das Ausstellen der Truhen stellt mangels Rechtsbindungswillen des A noch kein Angebot, sondern eine bloße invitatio ad offerendum dar. Beim ersten Besuch im Antiquitätengeschäft am Mittwoch ist es nicht zum Vertragsschluß gekommen; J wollte sich den Kauf nochmal in Ruhe überlegen. Im Verlauf des Gesprächs am Montag haben sich A und F jedoch über die essentialia negotii geeinigt; mit der Nennung der jeweiligen Kaufpreise inklusive Rabatte durch A lagen zwei verbindliche Angebote vor, die F annehmen konnte. b) Vertretereigenschaft des F Fraglich erscheint, ob F mit der Annahmeerklärung einen Vertrag für und gegen J schließen konnte. Dazu müsste F als ihr Vertreter nach 164 I, III gehandelt haben. (1) Abgabe einer eigenen Willenserklärung Dann müsste K eine eigene Willenserklärung abgegeben haben. F gab dem äußeren Auftreten nach eine eigene Willenserklärung ab, wie dies auch nach der ursprünglichen Absprache mit J geplant war, denn er sollte den Preis aushandeln und dann selbst entscheiden, welche Truhe gekauft wird. F gab folglich sowohl nach dem maßgeblichen äußeren Auftreten als auch nach dem Innenverhältnis eine eigene Willenserklärung ab. Vorsicht: Maßgeblich ist aber allein das äußere Auftreten, siehe auch oben bei Teil 1 I. 1. a). Stimmt dieses mit dem Innenverhältnis überein kann man das dennoch kurz festhalten, da sich in diesem Fall eindeutig kein Problem bezüglich dieses Merkmals ergibt. (2) Handeln in fremdem Namen F handelte laut Sachverhalt auch im Namen der J und mithin in fremdem Namen. (3) Vertretungsmacht Darüber hinaus müßte F Vertretungsmacht gehabt haben. aa) Vollmachtserteilung Rieber/Kolper 6

7 Hier kommt eine Erteilung der Vollmacht durch Erklärung gegenüber dem Dritten A in Betracht, 167 I Alt. 2, sog. Außenvollmacht. Dazu muß die Äußerung der J dem A gegenüber ausgelegt werden, 133, 157. Mit der Bemerkung "gegebenenfalls komme ihr Freund vorbei" wird zum Ausdruck gebracht, der F werde, wenn sich die J die Sache überlegt hat, an ihrer Stelle erscheinen, weil diese selbst durch eine Geschäftsreise verhindert ist. Außerdem sollte F dann auch den Preis aushandeln und daraufhin entscheiden, welche Truhe gekauft wird. Beides sind die entscheidenden Merkmale, über die sich die Vertragspartner eines Kaufes einigen müssen. Die Erklärung der J gegenüber dem A beinhaltete mithin eine Vollmacht für ein bestimmtes Rechtsgeschäft, eine sog. Spezialvollmacht. bb) Problem: Zeitliche Befristung Fraglich ist jedoch, ob die Vollmacht am Montag bei Abschluß des Vertrages noch bestand, 158 II ivm 163. J hat die Vollmacht bei Erteilung dem A gegenüber dahin eingeschränkt, ihr Freund komme bis Anfang nächster Woche vorbei. Darin lag eine Befristung, keine Bedingung, weil das künftige Ereignis der Beginn der nächsten Woche - von den Parteien als gewiß angesehen wurde. Liegt eine Zeitbestimmung vor, so verweist 163 auf 158 ff.; da J für die Wirkung der Vollmachtserteilung einen Endtermin bestimmt hatte, ist 158 II einschlägig. Hier ist F bereits am Montag vormittag bei A erschienen und somit am Anfang der nächsten Woche, weshalb sich der Kauf auch innerhalb der zeitlichen Befristung abspielte. Die Befristung hinderte folglich den Fortbestand der Vollmacht nicht. cc) Problem: Widerruf Allerdings könnte die Vollmacht durch einen Widerruf erloschen sein, 168. Fraglich ist, ob hier Satz 1 oder Satz 2 einschlägig ist. In der Regel liegt der Vollmacht ein Rechtsverhältnis zwischen Vertretenem und Vertreter zugrunde, zumeist ein Auftrag, 662 ff. Erlischt dieses, so ordnet 168 S. 1 auch das Erlöschen der Vollmacht an. Jedoch ist auch denkbar, daß das zugrundeliegende Rechtsverhältnis fortbesteht, beispielsweise ein Arbeitsverhältnis, und nur die Vertretungsbefugnis erlöschen soll; hierfür sieht 168 S. 2 den Widerruf der Vollmacht vor. Vom System her paßt hier 168 S. 1: F sollte den Antiquitätenhändler aufsuchen, Preisverhandlungen führen und dann entscheiden, welche Truhe gekauft wird; hierin ist ein Auftrag zu sehen. Dieser Auftrag wurde im Telefongespräch durch die Äußerung "unternimm nichts" widerrufen, 671 I Alt. 1. Vertretbar ist auch die Auffassung, daß die Vollmacht widerrufen wurde. Bei lebensnaher Betrachtungsweise wird man jedoch davon auszugehen haben, daß J, wenn sie die Vollmacht selbst hätte widerrufen wollen, das - sozusagen als actus contrarius - dem A gegenüber getan hätte, da sie Rieber/Kolper 7

8 kaum gewußt haben wird, daß eine Außenvollmacht auch dem Vertreter gegenüber widerrufen werden kann, Umkehrschluß aus 170. Jedenfalls liegt ein Widerruf, der die Vollmacht erlöschen ließ, vor. Der Widerruf ist eine empfangsbedürftige Willenserklärung, dh der Zugang ist erforderlich. 130 gilt nur für Willenserklärungen unter Abwesenden. Hier erfolgte die Erklärung durch Telefon, also unter Anwesenden, 147 I 2. Für den Zugang gilt daher die eingeschränkte Vernehmungstheorie, wonach die Willenserklärung zugeht, wenn der Erklärende davon ausgehen darf, dass der Adressat sie verstanden hat. Das war hier der Fall, denn F antwortete "Ist in Ordnung". Da A das Erlöschen der Vollmacht von J nicht angezeigt wurde, wirkte dieses allerdings gemäß 170 nicht gegenüber A. Etwas anderes ergäbe sich jedoch aus 173, wenn A diesen Umstand bei Vornahme des Rechtsgeschäfts kannte oder kennen mußte. Positive Kenntnis scheidet von vorneherein aus. "Kennen müssen" bedeutet fahrlässige Unkenntnis, vgl. 122 II; aber auch hierfür findet sich im Sachverhalt kein Anhaltspunkt. A hat von dem telefonischen Widerruf der J gegenüber F erst bei seinem eigenen Telefongespräch mit J erfahren. Der Widerruf ändert somit grundsätzlich im Verhältnis zu A nichts an der Vertretungsmacht des F. dd) Ausnahme beim Mißbrauch der Vollmacht Fraglich ist, ob sich daran wegen des Vollmachtsmißbrauchs des F etwas ändert, denn F sollte diejenige Truhe erwerben, bei welcher der größere Preisnachlaß herauszuhandeln wäre; das war aber gerade die Andere. Dieser Weisung gemäß 665 hat F zuwidergehandelt. Das Risiko eines Mißbrauchs der Vertretungsmacht trägt aber grundsätzlich der Vertretene. Eine Ausnahme davon gilt dann über 138, wenn Vertreter und Vertragsgegner bewußt zum Nachteil des Vertretenen zusammenarbeiten, sog. Kollusion, was hier jedoch nicht der Fall war. In Rechtsprechung und Schrifttum ist zudem anerkannt, daß der Vertretene auch über diese Fälle hinaus seiner Inanspruchnahme den Einwand der unzulässigen Rechtsausübung nach 242 entgegensetzen kann, wenn der Mißbrauch aufgrund massiver Verdachtsmomente objektiv evident ist; dafür spricht hier nichts. Gerade Antiquitäten werden nicht alleine unter dem Gesichtspunkt des günstigsten Preises erworben, sie sind vielmehr Liebhaberobjekte, bei denen es ganz wesentlich auch darauf ankommt, ob das Stück auch sonst gefällt, insbesondere in Farbe, Aussehen, Form usw. Im übrigen war der Preisunterschied selbst nicht sehr bedeutend (3.395 gegenüber ). Eine Ausnahme wegen Mißbrauchs scheidet folglich aus. Der Prüfungspunkt des Mißbrauchs hätte in der Klausur wesentlich kürzer abgehandelt werden können; die vorliegende ausführliche Darstellung erfolgte nur zum Verständnis. ee) Anfechtung der Vollmacht Rieber/Kolper 8

9 Eine Anfechtung der Vollmacht scheidet aus mehreren Gründen aus. Auch wenn die mittlerweile wohl h.m. es grundsätzlich zulässt, dass eine Vollmacht angefochten wird, nachdem der Bevollmächtigte von ihr Gebrauch gemacht hat, ist dies hier nicht möglich, da J aus Rechtsscheinsgrundsätzen gemäß 170 haftet, und eine Rechtsscheinsvollmacht kann nach der h.m. nicht durch Anfechtung beseitigt werden. Zudem liegen hier weder eine Anfechtungserklärung noch ein Anfechtungsgrund vor. Durch das Telefongespräch mit A wäre eine Anfechtung zwar dem richtigen Adressaten gegenüber ausgesprochen, vgl. 143 III 1; jedoch fehlte J der Wille zur Anfechtung. Sie bringt lediglich ihren Standpunkt vor, die Vollmacht habe aufgrund ihres Telefongespräches mit ihrem Freund Franz nicht mehr bestanden und sei außerdem von diesem mißbraucht worden. Deshalb meint sie, ein Vertrag sei nicht zustande gekommen, weshalb sie nicht in Anspruch genommen werden könne; im Gegensatz dazu wäre sie bei einer Anfechtung schadensersatzpflichtig nach 122. Schließlich ist ein Anfechtungsgrund nicht ersichtlich, weil bei Erteilung der Vollmacht kein Willensmangel vorlag. Ebenso liegt es, wenn man eine Anfechtung der Erteilung des Auftrages an F (auf der Fahrt zum Flughafen) erwägen wollte; auch zu diesem Zeitpunkt lag kein Willensmangel vor. J hat die Vollmacht folglich nicht angefochten. ff) Zwischenergebnis zur Vertretungsmacht F handelte mithin mit Vertretungsmacht. 2. Zwischenergebnis Der Kaufvertrag zwischen A und J ist wirksam zustande gekommen, der Anspruch ist entstanden. II. Anspruch untergegangen Rechtsvernichtende Einwendungen sind nicht ersichtlich. III. Anspruch durchsetzbar J kann die Zahlung nach 320 I 1 verweigern, bis A seine Gegenleistung Übergabe und Übereignung der Truhe bewirkt hat. IV. Ergebnis A kann von J aus 433 II Abnahme der Truhe und Bezahlung der verlangen, allerdings nur Zug um Zug gegen Übergabe und Übereignung der Truhe, 320 I 1. Nochmal zum Verständnis der Stellvertretungsprüfung: Die erste Überlegung ist immer die, welche Art der Vollmachtserteilung vorliegt eine Innenvollmacht nach 167 I Alt. 1 (ggf. mit Kundgebung nach 171 oder mit Vollmachtsurkunde nach 172) oder eine Außenvollmacht nach 167 I Alt. 2. In einem zweiten Schritt schließt sich die Überlegung an, ob diese wirksam nach 168 widerrufen wurde. Rieber/Kolper 9 Selbst falls ein wirksamer Widerruf stattgefunden haben sollte werden in einem dritten Schritt Ausnahmen geprüft, durch welche die Vollmacht trotz des Widerrufs im Außenverhältnis gegenüber dem Vertragspartner wirksam bleibt, dh die Vertretungsmacht trotzdem weiterhin Bestand hatte,

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