Forschung & Lehre. Sicherheit statt Freiheit Auf dem Weg zur totalen Überwachung? ab Seite 612. Großer Akademischer Stellenmarkt

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Forschung & Lehre. Sicherheit statt Freiheit Auf dem Weg zur totalen Überwachung? ab Seite 612. Großer Akademischer Stellenmarkt"

Transkript

1 20. Jahrgang 7, $ Forschung & Lehre 8 13 alles was die wissenschaft bewegt Sicherheit statt Freiheit Auf dem Weg zur totalen Überwachung? ab Seite 612 EMPFEHLUNGEN DES WISSEN- SCHAFTSRATES Perspektiven? ab Seite 632 INTELLIGENZ- FORSCHUNG Nature via Nurture ab Seite 634 INTERNATIONAL Proteste in der Türkei ab Seite 644 Großer Akademischer Stellenmarkt ab Seite 669

2 In Verstetigung des Ars legendi-preises, den der Stifterverband alljährlich auf Vorschlag der Hochschulrektorenkonferenz für hervorragende Hochschullehre verleiht, schreiben der deutsche Juristen-Fakultätentag, das Kompetenzzentrum für juristisches Lernen und Lehren (Universität zu Köln) und der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft gemeinsam zum zweiten Mal fachspezifisch den Ars legendi-preis für exzellente Lehre in der Rechtswissenschaft aus. Er wird an einen Wissenschaftler oder eine Wissenschaftlerin für außergewöhnliche und innovative Leistungen in Lehre, Prüfung, Beratung und Betreuung an rechtswissenschaftlichen Fakultäten verliehen. Für die Auszeichnung ist neben Didaktik und Lehrqualität ausschlaggebend, inwieweit vom Preisträger oder von der Preisträgerin über die eigenen Lehrveranstaltungen hinaus Impulse für die Weiterentwicklung der juristischen Ausbildung ausgehen. In diesem Jahr stehen insbesondere die Entwicklung und Umsetzung von Konzepten zur Lehre der Pflichtfächer im Hauptstudium und zur Vorbereitung auf den Pflichtfachteil der ersten Prüfung ( erstes Staatsexamen ) im Blickfeld. Der Preis ist mit Euro dotiert. Vorschläge können von Juristischen Fakultäten und Fachbereichen oder den Fach schaften eingereicht werden, Eigenbewerbungen sind zulässig. Nähere Informationen zum Verfahren sowie Ausschreibungsunterlagen erhalten Sie unter Bewerbungsschluss:

3 8 13 Forschung & Lehre STANDPUNKT 605 To MOOC or not to MOOC Dr. Rolf Hoffmann ist Geschäftsführender Direktor der German-American Fulbright Commission. diese Frage stellen sich seit kurzer Zeit deutsche Hochschulen und greifen damit eine Diskussion auf, die in den USA bereits an den Pfeilern des Bildungsauftrags der Hochschule selbst der Aufgabe des College, die Persönlichkeit des jungen Studierenden in vier Jahren zu formen rüttelt. Die Beweggründe jenseits des Atlantiks sind freilich ganz andere als in Deutschland: Ein Bildungssystem, das ohne exorbitante Studiengebühren selbst in öffentlichen Einrichtungen nicht mehr überlebensfähig ist, bei dem in privaten liberal arts Colleges die Kosten eines einzigen Studienjahres mitunter höher sind als das jährliche Durchschnittseinkommen in den USA, in dem es keine duale Ausbildung gibt und somit der einzige Weg zum beruflichen Erfolg im Studium liegt ein solches Bildungssystem braucht neue Ideen, um einerseits die Kosten für die Hochschulen zu senken und andererseits möglichst vielen jungen Menschen den Weg in die Hochschule zu zahlbaren Konditionen zu öffnen. E-learning und Massive Open Online Courses (MOOCs) bieten sich in einem solchen Bildungsmarkt als neues Instrument geradezu an. Diese neuen Optionen für Interessenten und Anbieter bergen allerdings noch große Unwägbarkeiten, entsprechend erhitzt sind die Gemüter. So sehen Hochschullehrer ihren pädagogischen Auftrag und ihr Selbstverständnis als Lehrer im Kreis von Schülern gerade im College- Bereich gefährdet: wie soll die Persönlichkeit junger Menschen ohne Präsenz und Campusleben reifen, wie sollen sich die berühmten social soft skills zu Hause vor dem PC entwickeln? Entsprechend diffus sind die Nachrichten, die fast täglich über den großen Teich schwappen. Ein funktionierendes Geschäftsmodell gibt es wohl bisher noch nicht, und der US-Bildungsmarkt steht aus ökonomischen Zwängen vor der vielleicht größten Herausforderung der letzten Jahrzehnte für eine ganz neue Art des Lehrens und Lernens mit offenem Ausgang für das bestehende College-System. All dies scheint zumindest noch wenig relevant für die meisten deutschen Hochschulen. Dennoch gewinnt die MOOC-Diskussion auch hier an Fahrt. Die Gründe für das hohe Engagement einzelner Akteure in deutschen Institutionen die sich diametral von denen amerikanischer Akteure unterscheiden! scheinen schlüssig: neue didaktische Modelle im online-learning erhöhen die Qualität der Lehre, vermitteln komplexe Inhalte verständlicher, öffnen auch kleinen Hochschulen neue Nischen bei der Rekrutierung und Einbindung Studierender (gerade im dualen Bereich) und erreichen potenziell Studierwillige, die sonst nicht den Weg zur Hochschule finden. Aber ist das alles wirklich so? In welchem Verhältnis stehen Aufwand (Kosten der Erstellung eines MOOCs) und Erfolg (bestandener Abschluss des online- Kurses) bisher? Wer trainiert den Trainer? Welche Fächer eignen sich überhaupt für online-angebote? Und schließlich: Sind wir wirklich so unabhängig von kommerziellen Interessen? All dies sind Prämissen, die es zu überprüfen gilt, bevor Aktionismus das Tagesgeschehen bestimmt. Ein Hype, wie manche meinen, eine sich schnell im Sande verlaufende Diskussion wird es diesmal nicht sein. Ein Blick über die Grenzen hinweg kann dabei nicht schaden, erst recht nicht die durch Neugier getriebene probeweise Teilnahme an einem MOOC. Zumal auch die Internationalisierung der Hochschulen und hier besonders die Studierendenmobilität ein bedeutendes Aktionsfeld, wenn nicht gar ein weltweiter Markt, für MOOCs werden könnte.

4 606 INHALT Forschung & Lehre 8 13 Inhalt Sicherheit statt Freiheit? STANDPUNKT Rolf Hoffmann 605 To MOOC or not to MOOC NACHRICHTEN 608 DFG-Förderquote sinkt rapide SICHERHEIT STATT FREIHEIT? Jochen Hörisch 612 Alle wollen ja nur unser Bestes Über Beobachter der Beobachter, Freiheit und Sicherheit Hannes Federrath 614 Computerüberwachung Methoden und Möglichkeiten Vinzenz Hediger 618 Einübung in paranoides Denken The Wire, Homeland und die filmische Ästhetik des Überwachungsstaats Foto: picture-alliance Die Enthüllungen des Whistleblowers Snowden haben die internationalen Beziehungen erschüttert. Dass der amerikanische und britische Geheimdienst selbst enge Verbündete abhört, war vielen nicht bekannt. Das Vertrauen in die Partner ist auf die Probe gestellt. Zugleich wird oft die Frage gestellt, ob die Freiheit zwangsläufig auf Kosten der Sicherheit sistiert werden muss. Sind wir auf dem Weg zur totalen Überwachung? Überwachung Thilo Weichert 620 Anerkennung globaler Dominanz? EU war US-Überwachung bekannt Martin Hartmann 622 Zerstörtes Vertrauen, zerstörte Freiheit Die Folgen der Überwachung aus philosophischer Sicht Wissenschaftsrat wr Drs Braunschweig wissensc Marianne Kneuer 626 Stütze oder Hilfe zum Sturz? Das Potenzial des Internets in Autokratien Frank Bräutigam 630 Sind die NSA-Spähaktionen rechtswidrig? ARD-Rechtsexperte Bräutigam zur Spionageaffäre WISSENSCHAFTSRAT Felix Grigat 632 Perspektiven? Über die Empfehlungen des Wissenschaftsrates zur Zukunft des Wissenschaftssystems Perspektiven des deutschen Wissenschaftssystems Der Wissenschaftsrat hat seine lang erwarteten Perspektiven zur Zukunft des deutschen Wissenschaftssystems veröffentlicht. Ist hier Wegweisendes, gar umstürzend Neues zu finden? Wie soll es weiter gehen mit der Exzellenzinitiative, wie mit dem Verhältnis von Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen? Perspektiven?

5 8 13 Forschung & Lehre INHALT 607 Besoldung INTELLIGENZFORSCHUNG Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts müssen die Länder ihre Besoldung gemäß den Vorgaben anpassen. Hessen hat nun ein entsprechendes Gesetz vorgelegt. Entspricht es den Vorgaben der Verfassung? Besoldung Türkei Foto: picture alliance Elsbeth Stern Aljoscha Neubauer 634 Nature via Nurture Warum eine Universität für alle niemandem nützt: Intelligenzunterschiede lassen sich nicht reduzieren BESOLDUNG Erik Gawel 638 Widersprüchlich und verfassungsrechtlich zweifelhaft Zur Neuordnung der W-Besoldung in Hessen Sven Hendricks 640 Besoldungsanpassungen und Alimentationsgrundsatz Die (Nicht-)Übertragung des Tarifergebnisses auf die Beamtenbesoldung OFFENER BRIEF Dokumentation 642 Veröffentlichen oder untergehen Ein offener Brief von britischen Wissenschaftlern TÜRKEI Die Proteste in der Türkei zeigen die Unzufriedenheit mit der Regierung Erdogan und die Ablehnung ihrer Politik. Es steht viel auf dem Spiel, unter anderem auch die Freiheit von Forschung und Lehre. Forschen, Lehren und Studieren in widrigen Zeiten Foto: picture-alliance Dilek Dizdar 644 Proteste in der Türkei Forschen, Lehren und Studieren in widrigen Zeiten WAS IST EIGENTLICH...? Dietrich Paulus 646 Was ist eigentlich Computervisualistik? Bilder automatisch erzeugen und interpretieren KARRIERE-PRAXIS Hanno Beck 658 Wer nichts tut, sündigt nicht Warum wir das tun, was wir immer tun Karriere-Praxis Kann der Mensch wählen zwischen dem bestehenden Zustand und einer Veränderung, so bevorzugt er den bestehenden Zustand. Doch der Status quo ist nicht immer die bessere Lösung. Wie sprengt man die Fesseln der Gewohnheit? Wer nichts tut, sündigt nicht RUBRIKEN 648 Forschung: Ergründet und entdeckt 650 Zustimmung und Widerspruch 652 Lesen und lesen lassen 654 Entscheidungen aus der Rechtsprechung 656 Steuerrecht 660 Habilitationen und Berufungen 668 Impressum und Informationsservice 669 Akademischer Stellenmarkt 699 Fragebogen II: Zu Ende gedacht Ernst Schmachtenberg 700 Exkursion

6 608 NACHRICHTEN Forschung & Lehre 8 13 Nachrichten DFG-Förderquote sinkt rapide Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat eine deutlich bessere Grundfinanzierung für die Universitäten gefordert. ZAHL DES MONATS Personen erhielten im Jahr 2012 BAföG. Das waren 1,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Quelle: Statistisches Bundesamt, 18. Juli 2013 Die Universitäten seien das Herzstück des Wissenschaftssystems. Hier sind wir in Deutschland jedoch in eine riskante Schieflage geraten. Während die außeruniversitäre Forschung verlässlich, stabil und auskömmlich finanziert ist, stagnieren die von den Ländern getragenen Grundhaushalte der Universitäten oder sinken gar. Dies ist eine systematische Fehlentwicklung, die es dringend zu korrigieren gilt, sagte DFG-Präsident Peter Strohschneider. Die Erosion der Grundfinanzierung der Universitäten habe inzwischen auch Auswirkungen auf die Rolle der DFG und ihre Förderarbeit. Die DFG werde ungewollt immer mehr zum Grundfinanzier universitärer Forschung, ihre Drittmittel Horizont 2020 beschlossen Die EU-Mitgliedsstaaten haben sich laut Bundesforschungsministerium auf einen Kompromiss mit dem Parlament über das neue Rahmenprogramm für Forschung und Innovation ( Horizont 2020 ) verständigt. Damit sei der Weg bereitet für die erste Lesung durch das Europäische Parlament voraussichtlich im Oktober Das Programm könnte dann im Jahr 2014 mit einem Volumen von ca. 70 Mrd. Euro starten. Horizont 2020 hat drei Schwerpunkte: Förderung der wissenschaftlichen Grundlagenforschung, die Stärkung der industriellen Wettbewerbsfähigkeit und die Bewältigung der großen gesellschaftlichen Herausforderungen. Horizont 2020 bündelt die bisher getrennten EU-Programme der Forschungs- und Innovationsförderung und werden zunehmend zu einer Art von sekundärer Währung im Wissenschaftssystem. Das führe dazu, dass die DFG über immer mehr und teurere Förderanträge entscheiden müsse und trotz kontinuierlicher Etatsteigerungen proportional weniger Anträge bewilligen könne. Alleine im vergangenen Jahr förderte die DFG laut Strohschneider mit einem Etat von gut 2,52 Milliarden Euro mehr als wissenschaftliche Vorhaben. Davon waren rund Projekte in der Einzelförderung angesiedelt, für die insgesamt rund 922 Millionen Euro Fördermittel bewilligt wurden. Der zunehmende Antragsdruck zeige sich vor allem in der Einzelförderung, die mit mehr als einem Drittel der bewilligten Fördermittel das Fundament der DFG- Forschungsförderung darstellt. Hier sei die Zahl der entschiedenen Förderanträge seit 2009 von gut auf mehr als im Jahr 2012 angestiegen. Deutlich erhöht haben sich auch die darin beantragten Fördersummen: 2008 wurden 2,3 Milliarden Euro neu beantragt, 2012 bereits 3 Milliarden Euro. Die Förderquoten sind hingegen gesunken: 2009 wurden 47 Prozent aller Neuanträge bewilligt, 2012 gut 32 Prozent. setzt neben der klassischen Verbundforschung auch darauf, forschungsgetriebene Innovationen marktnah zu fördern. Forschungsergebnisse sollen so noch schneller zur Anwendung kommen und zu Wachstum und zur Schaffung von Arbeitsplätzen beitragen. Erasmus-Studierende bevorzugen Spanien Seit Beginn des EU-Austauschprogramms Erasmus im Jahr 1987 haben mehr LINK DES MONATS Die Internetseite der weltweit größten wissenschaftlichen Gesellschaft mit interessanten Nachrichten ist unter zu finden. als drei Millionen junge Europäer ihre Heimatuniversität für einige Monate verlassen, um mit Hilfe von Erasmus Auslandserfahrung zu sammeln. Das geht aus der aktuellen Erasmus-Statistik der Europäischen Kommission hervor. Im Hochschuljahr 2011/ 2012 absolvierten demnach erstmals mehr als Studenten mit dem Erasmus-Programm einen Teil ihres Hochschulstudiums oder ein Praktikum im Ausland. Die meisten von ihnen kamen aus Spanien ( Studenten). Deutschland lag mit Teilnehmern auf dem zweiten Platz, gefolgt von Frankreich mit Studierenden. Das beliebteste Zielland war ebenfalls Spanien mit Erasmus-Teilnehmern. Deutschland lag mit hinter Frankreich (28 964) auf Rang drei. Unter den Hochschuleinrichtungen, welche die meisten Erasmus-Studenten aufgenommen haben, war die TU München mit 922 Studierenden auf Platz 18 die erste deutsche Hochschule. Rund Studierende verbrachten im Hochschuljahr 2011/ 2012 im Durchschnitt sechs Monate an einer Universität in einem anderen Teilnahmeland. Damit erhöhte sich die Zahl der Erasmus-Studierenden im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,5 Prozent.

7 8 13 Forschung & Lehre NACHRICHTEN 609 UNESCO: 57 Millionen Kinder ohne Schule Whistleblowing : DFG reagiert auf Kritik Die Empfehlungen der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) zum Umgang mit wissenschaftlichem Fehlverhalten sind von Wissenschaftlern scharf kritisiert worden. Sie bemängelten insbesondere die Passagen zur Vertraulichkeit des Verfahrens und zum Umgang mit Hinweisen. In den Empfehlungen heißt es, die Arbeit der Ombudspersonen zum Schutz der Hinweisgeber und der Betroffenen unterliege höchster Vertraulichkeit. Diese sei nicht gegeben, wenn sich der Hinweisgeber mit seinem Verdacht zuerst an die Öffentlichkeit wende. Ein leichtfertiger Umgang mit Vorwürfen wissenschaftlichen Fehlverhaltens könne selbst eine Form Der Deutsche Bundestag hat am 27. Juni 2013 nach zweiter und dritter Lesung die Novelle zum Urheberrecht verabschiedet, die das Open-Access-Zweitveröffentlichungsrecht für öffentlich geförderte Forschung umfasst. Dabei wurde der Regierungsentwurf mit den Stimmen der Regierungsfraktionen gegen die Stimmen der Opposition unverändert angenommen. Urheber dürfen ihre Artikel wissenschaftlichen Fehlverhaltens darstellen. Die untersuchende Einrichtung müsse im Einzelfall entscheiden, wie sie mit der Verletzung der Vertraulichkeit umgehe. Die Unterzeichner der im Internet veröffentlichten kritischen Petition Kein Redeverbot für akademische,whistleblower befürchten eine Einschränkung der Wissenschaftsfreiheit. Es müsse den Forschern unbenommen bleiben, den einem Vorwurf zugrundeliegenden Sachverhalt zu veröffentlichen. Die DFG trat dem Vorwurf entgegen, sie wolle Hinweise auf den Verdacht wissenschaftlichen Fehlverhaltens erschweren oder gar die Wissenschaftsfreiheit einschränken. Der Grundsatz der Vertraulichkeit gelte nur Zweitveröffentlichungsrecht verabschiedet künftig zwölf Monate nach Erstveröffentlichung mit Verweis auf die erste Publikation im Netz zugänglich machen. Die Beiträge müssen im Rahmen einer mindestens zur Hälfte mit öffentlichen Mitteln finanzierten Forschungstätigkeit entstanden sein. Dazu gehört nicht die aus Grundmitteln finanzierte Forschung, sondern nur die Drittmittelforschung. Zudem müssen die Erstbeiträge in einer periodisch Die 16-jährige Malala Yousafzai aus Pakistan hat in einer weltweit beachteten Rede vor den Vereinten Nationen in New York das Recht auf Bildung für Frauen eingefordert. Es gab Zeiten, in denen Frauen die Männer baten, sich für ihre Rechte einzusetzen. Aber jetzt machen wir das selber, sagte sie. Ein Kind, ein Lehrer, ein Buch und ein Stift können die Welt verändern. Extremisten hätten Angst vor Bildung, der Schreibstift sei aber mächtiger als das Schwert. Malala Yousafzai ist die jüngste Rednerin, die je vor den Vereinten Nationen gesprochen hat. Sie wurde am 9. Oktober 2012 in Pakistan von einem Taliban mit vier Schüssen schwer verletzt, als sie auf dem Weg zur Schule war. Bereits mit elf Jahren hatte sie in einem Blog im Internet darauf aufmerksam gemacht, dass Mädchen von den Taliban am Schulbesuch gehindert werden. Mädchen und Frauen werden in Pakistan immer wieder Opfer von Angriffen, um sie einzuschüchtern und sie davon abzuhalten, Schulen und Universitäten zu besuchen. In Pakistan können laut BBC 3,3 Millionen Mädchen unter neun Jahren nicht die Schule besuchen. Die Zahl der Kinder ohne Schulbildung in dem Land ist die zweithöchste der Welt. Weltweit gibt es laut Angaben der UNESCO 57 Millionen Kinder, die keine Bildungsmöglichkeiten haben. Yousafzai forderte die Regierungen der Welt dazu auf, freie Bildung für alle Kinder zu ermöglichen. für Ombudsverfahren, nicht jedoch für Rezensionen oder sonstige Publikationsformen. Kritisiert wurden die Empfehlungen auch von der Redaktion der Wissenschaftszeitschrift Nature. In einem Editorial hieß es, die DFG habe dieses Mal ihre Empfehlungen überraschend dürftig formuliert. Sie brächte die Universitäten in eine schwierige Lage. Die Hochschulen untersuchten Vorwürfe wissenschaftlichen Fehlverhaltens, die gegen sie selbst vorgebracht worden seien. Und deshalb würden die Universitäten gebeten, bedingungslos Whistleblower zu bestrafen, sollten sich deren Informationen nicht bestätigen. Die DFG solle klarstellen, welche Sanktionen wann und wie eingesetzt würden. mindestens zweimal jährlich erscheinenden Sammlung veröffentlicht worden sein. Zweitveröffentlicht werden dürfen nur die Manuskripte, nicht die zitierfähige Erstversion. Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen und der Bundesrat hatten beanstandet, dass die Bestimmung wissenschaftliches Personal an Hochschulen weitgehend ausschließe und die Übergangszeit zu lang bemessen sei. KOMMENTAR Ein großer Moment Ironie ist das Ethos unserer Zeit. Alles und jedes muss einen zusätzlichen ironischen Dreh bekommen, Direktheit ist für viele unerträglich geworden. Zu sagen, was man wirklich meint, wird zum Zeichen von Naivität, auf die man herabsieht. Aufrichtig und einfach sein, ja, sich selbst nicht so wichtig nehmen ( Demut ), kommt nicht vor in den Hipsterkategorien des 21. Jahrhunderts. Das ironische Leben ist nach den Worten einer Wissenschaftlerin der Princeton University eine vorläufige Antwort auf die Probleme, die entstehen durch zuviel Komfort, zuviel Geschichte, zuviele Möglichkeiten. Man könne sich bestens verstecken hinter einer ironischen Maske, drücke sich dadurch aber vor der Verantwortung. Was auch immer die Vereinten Nationen seit Jahrzehnten verhandeln, es wird als irrelevant, weil folgenlos ironisiert. Die Rede aber, die ein 16-jähriges pakistanisches Mädchen unlängst vor den Vereinten Nationen hielt, hat diesen Zynismus für wenige Minuten auf beeindruckende Weise unterbrochen und entlarvt. In einem großen Moment der Humanität hat Malala Yousafzai der Welt mit einfachen und klaren Worten gesagt, welch große Lebenschance gerade für Frauen das Menschenrecht auf freie Bildung ist. Dafür hat sie ihr Leben riskiert und dafür gebührt ihr größter Respekt. Felix Grigat

8 610 NACHRICHTEN Forschung & Lehre 8 13 Mehr Professorinnen HRK Mehr Promotionen von Fachhochschulabsolventen Immer mehr Fachhochschulabsolventen werden promoviert. Dies zeigt die jüngste Befragung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) bei den Universitäten und gleichgestellten Hochschulen. In den Jahren 2009, 2010 und 2011 wurden demnach 836 Diplom-Fachhochschulabsolventen promoviert. Das sind 266 (47%) mehr als im Dreijahreszeitraum zuvor. Zur Promotion zugelassen wurden Absolventen eines FH-Diploms. Im Vergleich zum vorherigen Erhebungszeitraum ist diese Anzahl von auf leicht gesunken (minus zwei Prozent). HRK-Präsident Hippler bewertet diese Entwicklung als Indikator für die wachsende Durchlässigkeit des Hochschulsystems: Universitäten und Fachhochschulen haben inzwischen sehr gut funktionierende Kooperationsmodelle entwickelt, die stark zum Anstieg der Promotionszahlen beigetragen haben. Die meisten abgeschlossenen Promotionsverfahren sind laut HRK weiterhin in den Ingenieurwissenschaften zu verzeichnen, gefolgt von den Naturwissenschaften. Die Zahl der Promovenden, die einen Master von einer Fachhochschule mitbringen, sei noch zu gering, um aussagekräftig zu sein. Die Ergebnisse basieren auf den Rückmeldungen von 89 (von 144 promotionsberechtigten) Hochschulen Professorinnen forschten und lehrten im Jahr 2012 an deutschen Hochschulen. Damit hat sich die Zahl der Professorinnen im letzten Jahrzehnt nahezu verdoppelt. Sie nahm zwischen 2002 und 2012 von knapp 12 auf über 20 Prozent zu. Das gab das Statistische Bundesamt bekannt. Während in der Fächergruppe Sprach- und Kulturwissenschaften und in der Fächergruppe Kunst, Kunstwissenschaft etwa jeder dritte Lehrstuhl mit einer Frau besetzt war, lag der Anteil der Professorinnen in allen anderen Fächergruppen bei höchstens 25 Prozent. Die niedrigsten Frauenanteile gab es bei den Ingenieurwissenschaften (zehn Prozent) und bei Mathematik, Naturwissenschaften (14 Prozent). Allerdings ist auch in diesen Fächergruppen der Anteil im Vergleich zu 2002 gestiegen. KMK: Zahl der Master- Studienplätze reicht aus Die Zahl der zulassungsbeschränkten weiterführenden Master-Studiengänge hat im Wintersemester 2012/13 zugenommen. An den Fachhochschulen war laut Angaben der Kultusministerkonferenz (KMK) ein Zuwachs der Zulassungsbeschränkungen bei Master- Studiengängen von 34,7 auf 42,1 Prozent festzustellen. An den Universitäten sei ein Anstieg von 20,7 Prozent auf 21,6 Prozent zu verzeichnen. Insgesamt seien drei Viertel aller Master-Studiengänge zulassungsfrei. Damit steht nach Ansicht der KMK immer noch ein ausreichendes Maß an Master-Studienplätzen bereit. Die erste bundesweit repräsentative Befragung der Studenten, die gerade ein Masterstudium beginnen, hat unterdessen ergeben, dass 32 Prozent der Befragten mit Beginn des Masters den Studienbereich wechselten. Vier Fünftel von ihnen gaben an, zwischen dem Erststudium und dem Masterstudium einen starken Zusammenhang zu sehen. Fast 40 Prozent wechselten zum Masterstudium an eine andere Hochschule. Dies bedeute laut der HIS Hochschulinformationssystem, der Übergang vom Bachelor zum Master motiviere eher zum Wechsel der Hochschule, als dies bei den traditionellen, nicht-gestuften Studiengängen der Fall gewesen sei. Die Wahl der Hochschule erfolge dabei meist nach fachlichen Interessen. Auch die Möglichkeit, beim Übergang vom Bachelor zum Master die Hochschulart also von der Fachhochschule an die Uni oder umgekehrt zu wechseln, werde genutzt. Die befragten Masterstudienanfänger wechseln in erster Linie von einer Fachhochschule zur Universität. 21 Prozent dieser Wechsler verfügten über eine Fachhochschulreife, so dass der Erstabschluss an einer Fachhochschule ihnen erstmals die Möglichkeit bot, ein Studium an einer Universität aufzunehmen. Laut HIS studierten 95 Prozent ihr Wunschfach, mehr als drei Viertel (78 Prozent) auch an der gewünschten Hochschule. Der Übergang vom Erststudium in das Masterstudium erfolgte überwiegend (bei 82 Prozent) nahtlos. Die Mehrheit der Studierenden habe ein Zulassungsoder Eignungsverfahren durchlaufen. Etwa zwei Drittel der Studierenden (68 Prozent) mussten zwischen zwei und vier Zugangsvoraussetzungen erfüllen. Bei einem Wechsel erwarten die Hochschulen insbesondere häufiger eine Motivationsbegründung. Der Bericht wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert. Neue W 2-Besoldung in Rheinland-Pfalz Das W 2-Grundgehalt in Rheinland-Pfalz ist mit Besoldungsgesetz vom 18. Juni 2013 rückwirkend zum 1. Januar 2013 um 240 Euro erhöht worden. Das Grundgehalt beträgt nun nicht mehr 4 652,70 Euro, sondern 4 892,70 Euro. In Rheinland- Pfalz findet eine Konsumtion in Anbetracht der W 2- Grundgehaltserhöhung statt. Der Erhöhungsbetrag wird auf die Berufungs- und Bleibeleistungsbezüge sowie besondere Leistungsbezüge angerechnet, die laufend monatlich gezahlt werden, über deren Gewährung bis zum 31. Dezember entschieden worden ist und deren Zahlung bis zu diesem Zeitpunkt begonnen hat. Leistungsbezüge sind bis zu einem Betrag von 150 Euro als anrechnungsfreier Sockelbetrag zu betrachten. Eine Erhöhung der W 3- und W 1-Grundgehälter hat nicht stattgefunden.

9 8 13 Forschung & Lehre FUNDSACHEN 611 Fundsachen Anschauungsfrei Die Wissenschaft wiederum ist eine von ihren Funktionären völlig anschauungsfrei behandelte Masse von Zahlen. Zahlen, die steigen müssen, damit sie als Erfolgszahlen gelten. Mehr Studenten, egal ob studierend oder nicht, mehr Publikationen, egal ob gelesen oder nicht, mehr Drittmittel, egal ob die Forschung sie braucht oder nur dafür sorgt, dass sie abfließen. Jürgen Kaube; zitiert nach Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 4. Juli 2013 Mahnung Wir müssen den jungen Menschen klarmachen, dass das berufliche Glück nicht allein an einem Studium hängt. Es stimmt nicht, dass man ohne den Besuch einer Hochschule im Leben nichts werden kann. Früher galt: Mach erst mal eine ordentliche Lehre, dann kannst du immer noch an die Hochschule gehen. Das ist auch heute nicht falsch zumal, wenn man sich die hohe Zahl von Studienabbrechern ansieht. Es hilft nichts, einen jungen Menschen zu überfordern. Erich Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK); zitiert nach Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 7. Juli 2013 Sonderangebot Doktortitel24.de feiert Geburtstag: Sie erhalten ab jetzt eine Woche lang den echten Doktortitel für nur 23,00 Euro anstatt 49,00 Euro. Alle Kosten sind bereits inbegriffen nutzen Sie diese einmalige Aktion! Werden Sie zum V.I.P. und führen Sie Ihren Doktortitel. Mit freundlichen Grüßen Ihr Doktortitel-Team!. Aus einer Ich lese nicht viel. Wegen meiner Brille hält man mich für einen Intellektuellen, der darauf brennt, nach Feierabend Kierkegaard zu lesen oder Bleistiftnotizen in Aufsätze über Hegel zu schreiben. Das ist aber ein Irrtum. Mein erstes Buch las ich mit achtzehn. Und zwar nur, um die Mädchen zu beeindrucken. Ich war ein guter Sportler, aber das glaubt mir niemand. Woody Allen in einem Interview mit dem Zeit-Magazin Stil Kreativität Nur auf dem Boden harter Arbeit bereitet sich normalerweise der Einfall vor. Max Weber (1864 bis 1920) sehr geehrter Herr... es tut mir leid ihnen mitteilen zu müssen das ich mein Referat (...) heute leider nicht halten kann. ich bitte um Entschuldigung das ich mich erst jetzt diesbezüglich melde. falls es möglich ist, bitte ich um eine Verschiebung des Termins wenn einer der Referenten noch mit mir Tauschen Könnte. Ich hoffe diese Nachricht erreicht sie noch rechtzeitig damit sie nicht vor die Wand laufen. m.f.g. eines Studenten Geistvoll Wissenschaftler glauben daran, dass sich jeder Vorgang, inklusive aller Angelegenheiten der Menschen, auf Grund von Naturgesetzen ereignet. Deswegen wird kein Wissenschaftler daran glauben können, dass der Lauf der Dinge von einem übernatürlich manifestierten Wunsch wie einem Gebet, beeinflusst werden kann.... Gleichzeitig wird jeder, der sich ernsthaft mit Wissenschaft beschäftigt, irgendwann zu der Überzeugung kommen, dass sich in den Gesetzen des Universums ein Geist manifestiert, der dem Geist der Menschen weit überlegen ist. So führt die Beschäftigung mit der Wissenschaft zu einem sehr eigenen religiösen Gefühl, das sich allerdings gewaltig von der Religiosität eines naiveren Menschen unterscheidet. Albert Einstein im Jahr 1936; zitiert nach Süddeutsche Zeitung vom 17. Juli 2013 Der beste Maßstab Wie gut man als Universität ist, weiß man erst, wenn man sieht, was die eigenen Absolventen 25 Jahre nach dem Examen aus ihrem Leben gemacht haben. Denn unter dem Strich zählt doch vor allem eins: Wie bereiten wir die jungen Männer und Frauen an unserer Hochschule darauf vor, in die Welt hinauszugehen und auf die eine oder andere Art ein erfülltes Leben zu führen? Deshalb meine ich, dass unsere Absolventen der beste Maßstab unseres Erfolgs sind. Shirley Tilghman, Präsidentin der Princeton University; zitiert nach Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 2. Juni 2013 Brillenträger Werbung Zu den wichtigsten latenten Funktionen der Werbung gehört es, Leute ohne Geschmack mit Geschmack zu versorgen. Niklas Luhmann (1927 bis 1998)

10 612 SICHERHEIT STATT FREIHEIT? Forschung & Lehre 8 13 Alle wollen ja nur unser Bestes Über Beobachter der Beobachter, Freiheit und Sicherheit JOCHEN H ÖRISCH Die Enthüllungen des US-Amerikaners Edward Snowden über die Abhörmaßnahmen der amerikanischen und britischen Geheimdienste haben Politik und Öffentlichkeit in Deutschland irritiert. Was bedeuten sie medientheoretisch? Gibt es einen anthropologischen Hintersinn? Forschung & Lehre: Die Welt ist voller Beobachter: Die amerikanischen und britischen Geheimdienste überwachen die Welt, sie werden von anderen Geheimdiensten beobachtet, von Whistleblowern entlarvt, von der Presse beobachtet, die wiederum wir beobachten. Was geschieht da? Jochen Hörisch ist Professor für Neuere deutsche Literatur und Medienanalyse an der Universität Mannheim. Jochen Hörisch: Etwas Eigentümliches, gewissermaßen die mediale Säkularisierung eines theologischen Modells. Der monotheistische Gott wurde traditionell als Letztbeobachter konzipiert, er sieht alles ( wie unfein, bemerkte Nietzsche), lässt sich selbst aber nur bedingt in die Karten schauen. Theologen beobachten jedoch seit jeher den Letztbeobachter Gott, sind also die eigentlich unfrommen bis satanisch-hybriden Frevler. Sie zeigen (paradox = religionskritisch), dass es keinen finalen, seinerseits unbeobachtbaren Letztbeobachter gibt. Geheimdienste beobachten alles und müssen damit rechnen, dass sie ihrerseits besonders aufmerksam beobachtet werden (sei es von anderen Geheimdiensten, Filmregisseuren, Romane schreibenden Ex-Geheimdienstlern, kritischen Journalisten etc.). Diese Entwicklung folgt einem medienhistorischen Großtrend, von dem Dürrenmatts Roman Der Auftrag oder Vom Beobachten des Beobachters der Beobachter erzählt hat: der zunehmenden Symmetrisierung und Paradoxierung von Beobachtungsverhältnissen. F&L: Jeder Beobachter hat einen blinden Fleck. Können Sie einen solchen benennen? Jochen Hörisch: Der ist leicht zu benennen, und dennoch streift diese Benennung ein Tabu. Sie verletzt nämlich. Denn es gibt nur drei Möglichkeiten erstens: diejenigen, die sich jetzt empört zeigen, waren nicht die hellsten, aufmerksamsten, kritischsten Köpfe. Ich akzeptiere den Vorwurf, arrogant zu sein, wenn ich sage: mich haben die Enthüllungen der letzten Zeit nicht verblüfft, wohl aber die allgemeine Verblüffung darüber. Zweite Möglichkeit: viele unter denen, die jetzt als uninformierte und verblüffte Nichtdurchblicker dastehen, die genau diese ihre Negativqualität unbeobachtet und unkommentiert lassen wollen und die nun ihre Kränkung durch Empörung kompensieren, blickten doch durch und machten sich keine Illusionen, haben aber stillgehalten, nicht recherchiert oder ihrerseits nichts gesagt auch keine gute Option. Was ist die dritte Möglichkeit? Der blinde Fleck in meiner Beobachtung! F&L: Ist es nicht beruhigend zu wissen, wenn jemand darauf achtet, dass kindlich gesprochen uns nichts Böses geschieht? Wollen wir also geradezu beobachtet werden, um Aufmerksamkeit und Sicherheit zu erlangen? Jochen Hörisch: Eindeutig ja! Unser Leben beginnt mit einem Schrei nach Aufmerksamkeit. Nicht beachtet und beobachtet zu werden zählt zum

11 8 13 Forschung & Lehre SICHERHEIT STATT FREIHEIT? 613 Schlimmsten, was Neugeborenen und Heranwachsenden zustoßen kann. Auch für Erwachsene gilt: Es gibt nur eines, was schlimmer ist als systematisch beobachtet zu werden systematisch nicht beobachtet zu werden, uninteressant zu sein. Es adelt ungemein, wenn sich ein Geheimdienst für das interessiert, was man treibt. Ich fürchte, mit der Kränkung leben zu müssen, dass meine Arbeiten für den NSA uninteressant sind. Aber ernsthaft: es beruhigt natürlich viele, fast alle, auch diejenigen, die das nicht so sagen, wenn wir wissen, dass der US-Geheimdienst etwa die Sauerland-Gruppe identifiziert und den deutschen Behörden entsprechende Hinweise gegeben hat. Und es empört zu Recht, wenn die deutschen Behörden die NSU-Terroristen nicht auf dem Schirm hatten. Ich wäre nicht verblüfft, wenn herauskäme, dass nicht der Verfassungsschutz einen V-Mann beim NSU, sondern der NSU einen V-Mann beim Verfassungsschutz hatte. Und ich freue mich, dass Telefonate und Mails von Bankstern wie Notheiß und Drumm abgefangen und publik gemacht wurden. F&L: Geht es so weit, dass wir unsere Überwacher, den Großen Bruder, am Ende noch lieben lernen? Jochen Hörisch: Das ist eine Frage der Psychodisposition. Viele, wohl allzuviele missverstehen ihr Geborgenheitsbedürfnis und wollen im Gefühl leben, geschützt zu sein. Sie vertrauen etwa darauf, dass Gott bei ihnen ist alle Tage bis an der Welt Ende Gott als Idealfigur des liebevollen Überwachers. Der Priester oder der Leiter der Odenwaldschule kann dann dieses Geborgenheitsbedürfnis missbrauchen genau in dem Maße, in dem wir die Einsicht verdrängen, dass Misstrauen eine Produktivkraft sein kann. Schon rein funktional geboten ist aber auch das Misstrauen in das Misstrauen nur mit Misstrauen (ist das Wasser aus der Leitung vergiftet?) lässt sich einfach nicht leben. F&L: Für die einen ist der Whistleblower Edward Snowden ein Held, für die anderen ein Verräter. Was meinen Sie? Jochen Hörisch: Ich kenne Edward Snowden nicht persönlich, mir liegen auch keine Geheimdienstinformationen über ihn vor, und also zögere ich systematisch, ihn zu charakterisieren. Wohl aber ist mir sein Typus kulturhistorisch vertraut: dreißigjährig (wie Jesus, als sein öffentliches Wirken beginnt), für viele eine Erlöserfigur, für andere ein seltsamer Heiliger, einer, der seine Foto: picture-alliance Sphäre (er war ja NSA-Mitarbeiter!) gewechselt hat, kurzum: ein Konvertit und interessant wie alle Konvertiten. Aber er kommt aus seiner Herkunftssphäre nicht recht heraus: Die chinesischen, russischen und ecuadorianischen Geheimdienste, die, darüber machen wir uns keine Illusionen, auch gerne so fit wären wie der US- und UK-Geheimdienst, dürften sich nun sehr für sein Wissen interessieren. Und Snowden wird alle Paradoxien der Geheimdienstwelt durchleiden, also einen Passionsweg beschreiten. F&L: Müssen wir zwangsläufig auf Freiheit verzichten, um sicher leben zu können? Jochen Hörisch: Ja, Freiheit und Sicherheit liegen im Streit. Wer die Freiheit und den Reiz des Alpinismus oder des Drachenfliegens genießt, muss (und will wohl auch!) um sein Leben fürchten. Die Briten, bekanntlich besonders freiheitssensibel, akzeptieren deutlich mehr Videoüberwachungen auf öffentlichen Plätzen als wir in Deutschland. Aber natürlich gilt auch die Umkehrung (und eben das macht die Diskussion so schwierig!): wer auf Freiheit verzichtet, kann die Unsicherheit steigern. Denn nur freie Kritik kann auf bedrohliche Defizite aufmerksam machen. Nordkorea ist wohl das unfreiste Land der Welt und das mit der unsichersten Zukunft. F&L: Warum empören sich so wenige Bürger? Jochen Hörisch: Möglicherweise sind sie klüger als die Empörungsmedien. Sie wissen oder ahnen doch zumindest, dass die moralische Distinktion gutböse analytisch nicht sehr produktiv, also keine gute Unterscheidung ist. Alle, die Geheimdienste wie ihre Kritiker, wollen ja nur das Gute gar unser Bestes (sie bekommen das auch häufig). Und genau das ist das Problem. F&L: Was bleibt für den Einzelnen? Jochen Hörisch: Sehr konkret: man muss bei Facebook nicht mitmachen. Und für Professoren: niemand zwingt uns, auf die beobachtbaren Kennzahlen (Drittmitteleinwerbung, Ranking, Quotation-Index etc.) zu achten. Man kann auch auf die von Humboldt beschworene Einsamkeit des Forschers vertrauen und gerade dann etwas leisten, was wert ist, beobachtet zu werden.

12 614 SICHERHEIT STATT FREIHEIT? Forschung & Lehre 8 13 Computerüberwachung Methoden und Möglichkeiten HANNES F EDERRATH Die US-amerikanische NSA mit dem Überwachungsprogramm PRISM und auch der britische Nachrichtendienst mit einem Spionageprogramm namens Tempora spähen die Kommunikation von europäischen Staaten und Bürgern aus. Mit welchen technischen Methoden tun sie dies? Wie werten sie die ausgespähten Daten aus? Die National Security Agency (NSA) gilt zurecht als einer der mächtigsten Nachrichtendienste der Welt. Bereits vor mehr als 25 Jahren wurde mit Unterstützung seiner Verbündeten globale Überwachung betrieben. Das Satellitenüberwachungssystem Echelon wurde von der westlichen UKUSA-Alliance betrieben und lieferte seit etwa 1970 Informationen über die Lage im Ostblock. Obwohl Deutschland der UKUSA-Alliance nicht angehörte, wurde auch von deutschem Boden aus abgehört. Die inzwischen stillgelegte Bodenstation in Bad Aibling zeugt davon. Zwölf Jahre nach dem Mauerfall beschäftigte sich das EU-Parlament mit Echelon und stellte in seinem Bericht über die Existenz eines globalen Abhörsystems (AZ: A5-0264/2001) fest, dass nunmehr kein Zweifel mehr daran bestehen kann, dass das System nicht zum Abhören militärischer, sondern zumindest privater und wirtschaftlicher Kommunikation dient,. Interessant an dem Bericht des EU-Parlaments ist, dass man damals vor zwölf Jahren feststellte, dass die technischen Kapazitäten dieses Systems wahrscheinlich bei»die Speicherung aller Inhaltsdaten aller Kommunikationsverbindungen ist weder möglich noch sinnvoll.«weitem nicht so umfangreich sind, wie von den Medien teilweise angenommen (http://tinyurl.com/a5-0264). Allerdings stellte bereits 2001 die stellvertretende Vorsitzende des Echelon-Untersuchungsausschusses im EU- Parlament Ellie Plooij (Niederlande) fest: Geheimdiensten sind, was das Abhören betrifft, durch nationale Gesetze Grenzen gesetzt. Es gibt aber keine Regeln für grenzüberschreitendes Abhören. Das ist ein großer Mangel beim Schutz der internationalen Kommunikation. Wir müssen diesbezüglich internationale Abkommen schließen, zunächst innerhalb der EU, dann in größerem, internationalem Rahmen (http://tinyurl. com/plooij). AUTOR Neue technische Möglichkeiten Die Größenordnungen, in denen die NSA auch deutsche Kommunikationsverbindungen überwachen soll hier ist die Rede von bis zu 500 Millionen Datensätzen pro Monat zeigen, dass die heutigen technischen Möglichkeiten in vollem Umfang genutzt werden (http://tinyurl.com/xkeyscore). Für den Überwacher stellen sich dabei zwei Probleme. So muss er erstens zur Datengewinnung nah genug an die für ihn relevanten Kommunikationsverbindungen kommen. Dann kann er sowohl Verbindungsdaten, d.h. wer wann und ggf. von wo aus mit welchen Kommunikationspartnern wie lange kommuniziert hat, als auch die Inhaltsdaten der Kommunikation mitlesen. Während die Verbindungsdaten nur wenige hundert bis tausend Byte umfassen und damit im vollen Umfang alle Verbindungsdaten aller Nutzer für immer gespeichert werden können, ist die Speicherung aller Inhaltsdaten aller Kommunikationsverbindungen weder möglich noch sinnvoll, auch wenn teilweise in den Medien (http://tinyurl.com/bildprism) berichtet wurde, die NSA speichere alle Inhaltsdaten für wenigstens drei bis sechs Monate. Dementsprechend erfolgt zweitens eine Datenfilterung in Echtzeit: Die für den Überwacher interessanten Inhaltsdaten werden aus den gigantischen Datenströmen z.b. anhand von Schlüsselwortlisten, nach Senderund Empfängeradressen, genutzten Diensten ( , Chat, aufgerufene Webseiten) herausgesucht und gespeichert. Eigentlich ist die Verschlüsselung und damit der Schutz sensibler Inhalts- Professor Hannes Federrath ist Leiter des Arbeitsbereichs Sicherheit in Verteilten Systemen am Fachbereich Informatik der Universität Hamburg. Seine Forschungsinteressen umfassen die Sicherheit mobiler Systeme, Kryptographie, Datenschutztechniken im Internet sowie technische und organisatorische Aspekte der Informationssicherheit.

13 8 13 Forschung & Lehre SICHERHEIT STATT FREIHEIT? 615 Foto: picture-alliance daten inzwischen technisch recht einfach lösbar, zumindest bei der - Kommunikation. Voraussetzung ist, dass sich die Kommunikationspartner vorher auf ein Verfahren wie S/MIME oder GnuPG einigen und kryptographische Schlüssel miteinander austauschen. S/MIME ist bereits in den meisten -Programmen enthalten, allerdings haben private Nutzer meist Probleme beim Erzeugen und beim Austausch der Schlüssel. Beim GnuPG-Verfahren muss zusätzliche Software auf dem Rechner installiert werden, dafür ist die Schlüsselerzeugung unkomplizierter als bei S/MIME. Auch das verschlüsselte Websurfen gelingt inzwischen problemlos: HTTPS ist wie S/MI- ME oder GnuPG Ende-zu-Ende-verschlüsselt, d.h. niemand kann auf den Leitungen oder den Routern mitlesen. Während Inhaltsdaten durch Endezu-Ende-Verschlüsselung (sofern sie eingesetzt wird) heute gut geschützt werden können, gelingt der Schutz der Verbindungsdaten nicht annähernd so gut. Zwar ist es technisch möglich, alle Kommunikationsleitungen und Funkstrecken komplett zu verschlüsseln, also sowohl Inhaltsdaten als auch Verbindungsdaten vor Außenstehenden zu»in der Praxis werden aus Unvorsichtigkeit werden noch zu viele Daten unverschlüsselt übertragen.«schützen; damit wäre eine Überwachung der Kommunikationsleitungen für einen Nachrichtendienst eigentlich wenig gewinnbringend. In der Praxis werden jedoch aus Unvorsichtigkeit noch immer genügend viele Inhaltsund Verbindungsdaten unverschlüsselt übertragen und stehen somit auch Außenstehenden zur Verfügung (http://tinyurl.com/tat14). Alle Router zwischen den Kommunikationspartnern benötigen für ihre Funktion die unverschlüsselten Verbindungsdaten (Adressen). Hier setzt das heute bekannte Überwachungsszenario von Nachrichtendiensten an: Neben der Überwachung der Kommunikationsverbindungen von außen, wie sie bereits bei Echelon praktiziert wurde, werden mit Wissen und Unterstützung der Netzbetreiber auch Daten innerhalb der Kommunikationsnetze erhoben und gespeichert. Hierzu laufen auf den Routern und Servern des Netzbetreibers sog. Sniffer-Programme, die alle Verbindungsdaten speichern und die o.a. Datenfilterung vornehmen. Der Einsatz von Sniffer-Programmen durch sog. Bedarfsträger (Sicherheitsbehörden und Strafverfolger) wird ebenfalls schon seit vielen Jahren praktiziert. In Deutschland kann ein Richter

14 616 SICHERHEIT STATT FREIHEIT? Forschung & Lehre 8 13 auf der Grundlage der 100a,b der Strafprozessordnung (StPO) die zeitlich begrenzte Überwachung der Telekommunikation eines Anschlusses anordnen. Im Internetzeitalter betrifft dies natürlich neben dem (Mobil)-Telefon auch die gesamte Internetkommunikation. In Deutschland werden z.b. sog. SI- NA-Boxen zur Überwachung eingesetzt. Bei den großen Internet Service»Die hohe Komplexität der Systeme ist kaum beherrschbar.die Möglichkeiten der konkreten Strafverfolgung sind teilweise erschreckend gering.«providern administriert und konfiguriert teilweise von staatlichen Stellen abgeordnetes Personal diese Geräte direkt vor Ort. In den USA wurde wenigstens bis 2001 bei der Überwachung mit dem sog. Carnivore-System gearbeitet, zudem kam auch kommerzielle Software zum Einsatz (http://tinyurl.com/ bu34sht). Spezielle technische Vorkehrungen zur Überwachung müssen vom Netzbetreiber heute kaum noch getroffen werden. Die Betriebssysteme von Servern und Routern verfügen von jeher über technische Protokollierungs- und Überwachungsfunktionen zur Fehleranalyse. Mit den staatlichen Überwachungsanforderungen wurden außerdem internationale technische Schnittstellendefinitionen geschaffen, die von den Netzbetreibern umzusetzen sind; andernfalls erhalten diese keine Netzbetreiber-Lizenz (http://tinyurl.com/k65ys4g). Da die heute verfügbaren Hacker- Tools im Internet nicht nur kostenlos, sondern auch sehr leistungsfähig sind, werden sie vermutlich auch von Sicherheitsbehörden eingesetzt. Allerdings ist es extrem unwahrscheinlich, dass eine Überwachung von deutschen Kommunikationsverbindungen und bei deutschen Netzbetreibern durch (ausländische) Sicherheitsbehörden im großen Stil ohne deren Wissen und mit Hackermethoden erfolgt, d.h. durch unbemerktes Eindringen in die Server und Router des Netzbetreibers: Die Ausleitung der überwachten Daten zum Bedarfsträger verursacht erkennbare Netzlast, die jedes Frühwarnsystem (Intrusion Detection) melden würde. Außerdem erfordert eine effektive Überwachung die fortlaufende Nachsteuerung der Datenfilterung. Grenzen der Überwachung Obwohl nach den Enthüllungen der geheimen NSA-Spähprogramme der Eindruck entstehen mag, staatliche Stellen könnten heute uneingeschränkt jede Kommunikation weltweit mitlesen, sind die Möglichkeiten der konkreten Strafverfolgung teilweise erschreckend gering. Dies hat zwei Ursachen: Erstens sammeln die Überwachungsprogramme Daten massenhaft verdachtsunabhängig, aber eben auch unspezifisch. So wurden beispielsweise auch in Deutschland legal und für kurze Zeit auf der Grundlage der EU-Richtlinie 2006/24/EG zur Vorratsdatenspeicherung für sechs Monate alle Verbindungsdaten von Nutzern gespeichert. Nachdem das Bundesverfassungsgericht im Jahr 2010 die Umsetzung der Vorratsdatenspeicherung für verfassungswidrig erklärt hatte, wurde deren»das Bundesverfassungsgericht hat 2008 der Online-Durchsuchung mittels Bundestrojaner sehr enge Grenzen gesetzt.«wirkung auf die Strafverfolgung wissenschaftlich untersucht und festgestellt, dass sie keinen messbaren Einfluss auf die Aufklärungsquoten von Straftaten hat (http://tinyurl.com/73a7oxn). Zweitens können sich Straftäter ebenso wie unbescholtene Bürger der Totalüberwachung mit Hilfe von Selbstschutzwerkzeugen wie Verschlüsselung (GnuPG, S/MIME) und Anonymisierungsdiensten (TOR, JonDos) recht wirkungsvoll entziehen. Da dies auch der Gesetzgeber erkannt hat, wurde mit der Neufassung des BKA-Gesetzes im Jahr 2008 in 20k die Möglichkeit einer sog. Online-Durchsuchung eingeführt. Hierbei geht es um die Datenbeschaffung an der Quelle (bzw. Senke) einer Kommunikation (sog. Quellen-Telekommunikationsüberwachung, kurz: Quellen-TKÜ) (http://tinyurl.com/bkag20k). Das Bundesverfassungsgericht hat 2008 der Online-Durchsuchung mittels Bundestrojaner sehr enge Grenzen gesetzt und ein neues Grundrecht auf Gewährleistung der Vertraulichkeit und Integrität informationstechnischer Systeme (Computergrundrecht) formuliert. Demnach darf präventiv nur überwacht werden, wenn dies zur Abwehr einer konkreten Gefahr für ein überragend wichtiges Rechtsgut richterlich angeordnet ist (http://tinyurl.com/bvr37007). Hintergrund ist die Absicht der Sicherheitsbehörden, die verschlüsselte Kommunikation noch vor dem Verschlüsseln (bzw. nach dem Entschlüsseln) beim Verdächtigen oder seinem Kommunikationspartner mitzulesen. Hierzu muss jedoch in einen fremden Rechner eingebrochen werden, um die Spähsoftware direkt dort zu betreiben. Ein Abhören der Daten beim Netzbetreiber wäre wirkungslos, da diese verschlüsselt sind. Alle Möglichkeiten werden genutzt Carnivore, Echelon und PRISM zeigen, dass die jeweils aktuellen technischen Möglichkeiten zur Computerüberwachung durch US-amerikanische staatliche Stellen auch tatsächlich genutzt werden. Auch deutsche Sicherheitsbehörden verfügen über ähnliche technische Möglichkeiten zur Überwachung der Kommunikation. Nahezu unbegrenzter preisgünstiger Speicher führt schon heute zur dauerhaften Speichermöglichkeit von Verbindungsdaten. Angesichts der massiven Bedrohungen durch Schadsoftware und Schnüffelprogramme gehört der Umgang mit Risiken heute ganz selbstverständlich zum Computeralltag. Wichtig ist es, Risiken zu vermeiden, wann immer dies möglich ist, immer alle Softwareupdates einzuspielen, technische Mechanismen wie Verschlüsselung und Anonymisierung einzusetzen, wo dies sinnvoll ist, und selbst dann muss man darauf hoffen, dass es keine verborgenen Sicherheitslücken gibt. Ursache ist die hohe Komplexität der Systeme, die kaum beherrschbar ist. Dies macht es Hackern und Überwachern meist viel zu leicht.

15 In Verstetigung des Ars legendi-preises für exzellente Hochschullehre, den der Stifterverband alljährlich auf Vorschlag der Hochschulrektorenkonferenz für hervorragende Hochschullehre verleiht, loben der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, die Deutsche Mathematiker-Vereinigung, die Deutsche Physikalische Gesellschaft, die Gesellschaft Deutscher Chemiker und der Verband für Biologie, Biowissenschaften & Biomedizin in Deutschland gemeinsam zum ersten Mal fachspezifisch den Ars legendi-fakultätenpreis für exzellente Lehre in der Mathematik und den Naturwissenschaften aus. Er wird jährlich in den Kategorien Biowissenschaften, Chemie, Mathematik und Physik verliehen und an einen Wissenschaftler oder eine Wissenschaftlerin ggf. auch stellvertretend für ein Team für herausragende und innovative Leistungen in Lehre, Prüfung, Beratung und Betreuung an Hochschulen verliehen. Für die Auszeichnung ist neben einer exzellenten Didaktik und Lehr qualität ausschlaggebend, inwieweit der Preisträger/die Preisträgerin über die eigenen Lehrveranstaltungen hinaus Impulse für die Weiterentwicklung der Lehre in den Fächern Mathematik, Biologie, Chemie und Physik gegeben hat. Der Preis ist mit jeweils Euro dotiert. Vorschläge können von Fakultäten und Fachbereichen, der lokalen Vertretung der jeweiligen Fachgesellschaft sowie Fachschaften eingereicht werden; Eigenbewerbungen sind zulässig. Nähere Informationen zum Verfahren sowie Ausschreibungsunterlagen erhalten Sie unter Bewerbungsschluss:

16 618 SICHERHEIT STATT FREIHEIT? Forschung & Lehre 8 13 Einübung in paranoides Denken The Wire, Homeland und die filmische Ästhetik des Überwachungsstaats VINZENZ H EDIGER Die Bürger der Vereinigten Staaten scheint das Thema Überwachung weniger zu interessieren als die Europäer. Denn es ist ihnen sehr geläufig: Die Filme und TV-Serien wie The Wire und Homeland haben die Amerikaner bereits auf ein solches Szenario vorbereitet. Als die britische Tageszeitung The Guardian und die Washington Post vor einigen Wochen enthüllten, in welchem Ausmaß die National Security Agency (NSA) in den USA die eigenen Bürger, aber auch befreundete Nationen überwachte, meldete sich auch der erfolgreiche TV-Produzent David Simon mit einem Debattenbeitrag zu Wort. Simon wiegelte ab: Was die NSA da mache, unterscheide sich nur in quantitativer Hinsicht von einer Abhöraktion der Polizei in einem gewöhnlichen Ermittlungsverfahren. Zumindest was die polizeiliche Ermittlung angeht, wusste Simon, wovon er sprach. Er hatte lange Jahre als Polizeireporter für die Baltimore Sun gearbeitet und seine Erfahrungen dann in die Fernsehserie The Wire einfließen lassen. The Wire erzählt mit großem dramaturgischen Geschick und soziologischem Scharfblick, wie eine Sondereinheit der Polizei von Baltimore mit einer Abhöraktion einem Drogenhändler-Ring das Handwerk zu legen versucht. The Wire gilt als eine der besten Serien im Bereich des sogenannten Quality TV, der erzählerischen Langform, wie sie vor allem von Kabelsendern in den USA seit etwa fünfzehn Jahren mit Formaten wie der Mafia-Serie The Sopranos oder Mad Men, einer Chronik der Werbeindustrie in den 1960er Jahren, erfolgreich gepflegt wird. The Wire galt überdies auch als die Lieblingsserie des US-Präsidenten Barack Obama. Was regt ihr euch auch auf, so könnte man David Simons Intervention paraphrasieren, die NSA macht auch nichts anderes als die Helden von The Wire,»Was regt ihr euch auf, die NSA macht auch nichts anderes als die Helden von The Wire.«deren Überwachungsoperationen ihr fünf Staffeln lang so fasziniert verfolgt habt. Simon trifft damit einen wichtigen Punkt, wenn auch auf indirekte Weise. Erstaunlich ist an dem NSA-Skandal nicht nur das Ausmaß der Überwachung. Erstaunlich ist auch, mit wie viel Gleichmut die amerikanische Öffentlichkeit die Enthüllung aufgenommen hat. Es scheint fast so, als wäre man schon darauf eingestellt gewesen, dass ein solches Regime der Überwachung besteht. So weit es eine solche Einstellung gibt, dürften Serien wie The Wire oder die noch ungleich erfolgreichere AUTOR Serie Homeland, die derzeit das amerikanische Fernsehpublikum in ihren Bann zieht, ihren Beitrag dazu geleistet haben. Homeland handelt von der CIA- Agentin Carrie Mathison, gespielt von dem Hollywood-Star Clare Danes, die von einem Einsatz im Irak mit der Information in die USA zurückkommt, dass ein von Al-Qaeda festgehaltener, aber mittlerweile freigekommener US- Soldat namens Nicholas Brody umgedreht wurde und nach seiner Rückkehr in die USA ein Attentat plane. Mathison lässt Brodys Haus mit Überwachungskameras und Wanzen verdrahten und verbringt danach Tage und Wochen damit, den nach acht Jahren Gefangenschaft zurückgekehrten Soldaten zu überwachen, stets auf der Suche nach Indizien, die den Verdacht bekräftigen könnten, dass der gefeierte Held doch ein Terrorist sei. Wie The Wire bewegt sich Homeland auf höchstem künstlerischen Niveau, und es entbehrt vielleicht nicht der Ironie, dass Homeland nach Auskunft der Unterhaltungspresse The Wire als Lieblingsserie von Barack Obama abgelöst haben soll. Wie bei The Wire bildet die Figur, die für die Überwachung verantwortlich ist, einen, wenn nicht sogar den emotionalen Fokus der Dramaturgie. Wo es aber bei The Wire nur um die üblichen Probleme der verwahrlosten amerikanischen Vinzenz Hediger ist Professor für Filmwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt. Er ist Mitbegründer des europäischen Forschungsnetzwerks NECS European Network for Cinema and Media Studies (www.necs.org). Von 2007 bis 2011 war er erster Vorsitzender der Gesellschaft für Medienwissenschaft (www.gfmedienwissenschaft.de) und in dieser Eigenschaft Gründungsherausgeber der Zeitschrift für Medienwissenschaft (www.zfmedienwissenschaft.de).

17 8 13 Forschung & Lehre SICHERHEIT STATT FREIHEIT? 619 Foto: picture-alliance Innenstädte geht, steht bei Homeland gleich die Sicherheit und die Zukunft des ganzen Landes auf dem Spiel. Entsprechend umfassend ist der Verdacht, mit dem die Heldin der Serie ihre ganze Welt belegt. Jede Geste, jedes Wort, jede Handlung des vermeintlichen Terroristen hat von vornherein einen doppelten Sinn, muss als Mimikry und Tarnung gelesen werden oder meint gerade das Gegenteil dessen, was offen zutage liegt. Vollends ergreift diese paranoide Logik»Es erstaunt nicht, dass der erfolgreichste deutsche Film der letzten zehn Jahre in den USA Das Leben der anderen war.«des verborgenen Gegensinns von der CIA-Agentin Besitz, als sie Brody schließlich direkt konfrontiert, um der Sache auf den Grund zu gehen, und sich dabei auch noch in den Helden, der auch ein Al-Qaeda-Terrorist sein könnte, verliebt. Vor knapp fünfzig Jahren, während des Präsidentschaftswahlkampfs des Republikaners Barry Goldwater, der als Vorreiter und Wegbereiter des neuen small government -Konservatismus gelten kann, der schließlich mit Ronald Reagan Einzug ins Weiße Haus halten sollte, veröffentlichte der Historiker Richard Hofstadter einen Text mit dem Titel The Paranoid Style in American Politics. In seinem Artikel, der auf einem Vortrag in Oxford basierte, reihte Hofstadter Goldwater in eine lange Tradition der Inverdachtnahme staatlicher Macht in den USA ein, die bis zu Thomas Jefferson zurück reicht. Als Paranoid Style bezeichnete Hofstadter eine Form des Denkens, die jegliches staatliches Handeln als Angriff auf die Freiheit des Individuums betrachtet und in der Regel auch dunkle, fremde Mächte am Werk sieht. Schaut man sich nun Homeland an, diesen Thriller um Liebe in den Zeiten absoluter Paranoia, und bedenkt man, wie erfolgreich die Serie ist, so gewinnt man leicht den Eindruck, als wäre dieser paranoide Stil des Denkens nunmehr zu einem tragenden Motiv der amerikanischen Kultur geworden, wenn auch in einer paradoxen Umwertung. Die Amerikaner haben sich nach dem 11. September 2001 geradezu eilfertig auf das Argument der Bush-Regierung eingelassen, demzufolge die Freiheit nur um den Preis ihrer Einschränkung zu erhalten sei. Die paranoide Vorstellung des übermächtigen Staats, der in alle Belange seiner Bürger eingreift, scheint im Zuge dessen zu einer ins Positive gewendeten kollektiven Rückzugsfantasie geworden zu sein, zu einer Fantasie von Sicherheit auch unter Bedingungen, in denen mit dem Feind in allen Lebenslagen zu rechnen ist. Mit ihrer Semantik des Allverdachts und des bedrohlichen Doppelsinns allen Handelns leisten Serien wie Homeland, aber zuvor auch schon Kinofilme wie Steven Spielbergs futuristischer Überwachungsthriller Minority Report von 2002, ihren Beitrag zur Einübung in diesen neuen paranoiden Stil des Denkens. Natürlich durchdringt der Staat unser ganzes Leben, auch um den Preis unserer Freiheit, und klar leben wir in einem Überwachungsstaat, scheint der Tenor zu sein, aber das ist auch gut so, so lange die Überwacher nur so intelligent, attraktiv und patriotisch sind wie Carrie Mathison in Homeland oder Tom Cruise als Überwachungsspezialist John Anderton in Minority Report. Vor diesem Hintergrund erstaunt vielleicht auch nicht mehr, dass der bei weitem erfolgreichste deutsche Film in den USA in den letzten zehn Jahren Florian Henkel von Donnersmarcks Das Leben der anderen war: In dem Drama über einen Stasi-Beamten, der Kulturschaffende in Ost-Berlin belauscht, erkannten die Amerikaner möglicherweise etwas von der Lage wieder, in die sie selbst nach dem 11. September 2001 geraten waren.

18 620 SICHERHEIT STATT FREIHEIT? Forschung & Lehre 8 13 Anerkennung globaler Dominanz? EU war US-Überwachung bekannt THILO W EICHERT Während zur Zeit intensiv debattiert wird, wer wann über welches Ausmaß der US-Spähaktionen hätte informiert sein können oder müssen, zeigen Studien, dass das Problem längst im Zentrum der EU angekommen war. Wie reagierten die Parlamentarier auf die Ergebnisse? Fragen an einen Datenschützer, der im Vorfeld warnte. Forschung & Lehre: Bereits im Januar 2013 wiesen Sie auf EU-Studien hin, in denen davor gewarnt wurde, dass sich US-Behörden heimlich Zugriff auf die Daten europäischer Nutzer bei Cloud- Anbietern wie Google oder Facebook verschafften. Das Problem der Datenüberwachung ist also schon länger bekannt? Thilo Weichert: Ja, aber nicht nur das. Wir wiesen darauf hin, dass die US-Sicherheitsbehörden nach US-Recht sogar befugt sind, von US-Unternehmen zu verlangen, dass ihre Tochter-, Schwester- oder Mutterunternehmen in Europa Daten herausgeben, die zuvor nicht in den USA verarbeitet wurden. F&L: Wie reagierte das EU-Parlament, das diese Studien in Auftrag gegeben hatte, auf deren alarmierende Erkenntnisse? Wie reagierte die Öffentlichkeit darauf? Thilo Weichert: Es gab kritische Stimmen im Parlament, sogar in der Kommission. Die Mehrheit nahm die Informationen wenig amused zur Kenntnis, weil man keinen Ärger mit den Unternehmen und mit der US-Administration haben wollte. Hinzu kam, dass die Studien davon ausgingen, dass der Umfang der Zugriffe auf europäische Daten durch US-Sicherheitsbehörden erheblich geringer sei als alles, was uns jetzt über das Ableiten von Daten von US-Unternehmen, über Telekommunikationskabel oder über Drittdienste bekannt geworden ist. F&L: Warum kümmert sich die Europäische Union so halbherzig um den Schutz ihrer Bürger vor politischen Massenüberwachungen?»Die Mehrheit nahm die Informationen zur Kenntnis, weil man keinen Ärger mit den Unternehmen und mit der US-Administration haben wollte.«thilo Weichert: Das hat viele Gründe. Natürlich gibt es wirtschaftliche Interessen, die durch die Grundrechtsschutzinteressen berührt sind. Zwar haben wir seit 2009 eine gute europäische Grundrechtecharta mit einem Recht auf Datenschutz, viele haben das aber noch nicht verinnerlicht. Manche in der EU verstehen nicht, weshalb die USA unsere Datenschutzbedenken nicht verstehen wollen. In den USA hat die Vernachlässigung des Datenschutzes historische Wurzeln, wurde bestärkt durch eine unsensible Rechtsprechung des Supreme Court, erklärt sich aber letztlich durch das Bestreben, die globale Dominanz der US-Unternehmen im Internetbereich und der US-Administration im Sicherheitsbereich zu verteidigen. Das sind für die USA knallharte Aspekte, weshalb auch kein Entgegenkommen stattfindet. Und da gibt dann Europa wir sind ja Freunde der USA nach, ohne dass uns richtig klar ist, dass wir damit alles andere als die Klügeren sind, sondern dass wir damit einer autoritären freiheitsbedrohenden globalen Informationsgesellschaft die Tür öffnen. F&L: Verspricht die geplante europäische Datenschutzreform einen besseren Schutz personenbezogener Daten von EU-Bürgern? Helfen überhaupt strengere Gesetze, wenn Datenschutzrichtlinien der EU wie nun geschehen durch die Hintertür außer Kraft gesetzt werden? Dr. Thilo Weichert ist Landesbeauftragter für Datenschutz des Landes Schleswig- Holstein. Thilo Weichert: Die Europäische Datenschutz-Grundverordnung ist die große Chance für den Datenschutz, im weltweiten Wettbewerb zu überleben und sich evtl. sogar durchzusetzen. Flankierend müssen aber weitere Normen geändert werden, etwa die Safe- Harbor-Principles, die Abkommen zu PNR und SWIFT*, Kooperationsab-

19 8 13 Forschung & Lehre SICHERHEIT STATT FREIHEIT? 621 kommen im Sicherheitsbereich generell Gesetze sind nichts wert, wenn sie nicht durchgesetzt werden. Wer strenge Gesetze verabschiedet, ohne uns Aufsichtsbehörden die reale Umsetzungsmöglichkeit und die nötigen Ressourcen bereitzustellen, der macht den Datenverarbeitern wie der Bevölkerung etwas vor. Letztlich wird das zu Rechtsverweigerung und Rechtsstaatsverdrossenheit führen. F&L: Rechtsexperten der Universität Amsterdam warnen in der Studie Cloud Computing in Higher Education and Research Institutions and the USA»In kommerziellen Customer-Clouds von der Stange hat sensible Forschung überhaupt nichts verloren.«patriot Act vor den Risiken des Cloud Computings für Universitäten und Forschungseinrichtungen. Sie befürchten, die intellektuelle Freiheit der Wissenschaftler und Studierenden werde dadurch aufs Spiel gesetzt. Teilen Sie diese Auffassung? Thilo Weichert: Nein. Cloud Computing kann so betrieben werden, dass Datenschutz, Urheberschutz, Forschungsgeheimnisse und Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse gewahrt bleiben. Die Cloud-Angebote, insbesondere die USamerikanischen, von heute sind aber insofern haben die Experten recht noch sehr unterbelichtet. Hier muss noch viel geforscht und entwickelt werden. Für Forschende sollte der öffentliche Diskurs wichtig sein. Den sollte man aber nicht über Trapdoors in der Cloud, sondern in der wissenschaftlichen Szene führen. F&L: Existiert in den Universitäten und Forschungseinrichtungen in Deutschland ein Bewusstsein für Datenschutz und mögliche Angriffsflächen? Sind sie ausreichend geschützt? Thilo Weichert: Das ist sehr unterschiedlich. Es gibt Uni- und Forschungsrechenzentren, die sind in puncto Datenschutz und Datensicherheit auf dem höchsten Stand; es gibt aber auch das genaue Gegenteil. Auch bei der persönlichen Sensibilität gibt es gewaltige Diskrepanzen. Das gilt für die Nutzung von sozialen Netzwerken, von Lernsoftware, für wissenschaftliche Diskurse im Netz oder ganz banal für die Hochschulverwaltungen. Die Forschungseinrichtungen haben in Deutschland regelmäßig äußerst engagierte Datenschutzbeauftragte. Aber deren Akzeptanz bei den Chefs und bei den Systemadministratoren lässt oft zu wünschen übrig. F&L: Würden Sie davon abraten, wissenschaftlich sensible Daten in der Cloud zu speichern? Thilo Weichert: Es kommt darauf an: In kommerziellen Customer-Clouds von der Stange hat natürlich sensible Forschung überhaupt nichts verloren. Das wäre so, als würde man edlen Wein in undichte und verschmutzte Schläuche füllen. Geht es nur um Speichern oder Software as a Service, dann meine ich, muss das nicht in die Cloud, wenn nur annähernd genügend Speicher- und Rechenkapazität vorhanden ist. Will man über Forschungsnetze hinweg Daten in einer Cloud austauschen, dann kann dies absolut sinnvoll sein aber dann bitte mit hinreichenden Sicherungen: Rollenkonzepten, Verschlüsselungen, Mandantentrennung, Dokumentation und Protokollierung, Kontrollen. Bei personenbezogener Forschung sind zusätzliche Sicherungen nötig, etwa über Pseudonymisierungs- und Anonymisierungstools. *Safe-Harbor-Principles sind zwischen der US- Administration und der Europäischen Union vereinbarte Anforderungen an eine Selbstzertifizierung von US-Unternehmen in Sachen Datenschutz, die eine Übermittlung von personenbezogenen Daten von Europa an das jeweilige Unternehmen rechtfertigt. PNR steht für Passenger Name Records und beschreibt Fluggastdaten einschließlich Essenswünsche und Kreditkartenangaben die europäische Fluggesellschaften von allen Passagieren den US-Sicherheitsbehörden vor Abflug in die USA für Sicherheitszwecke übermitteln müssen. SWIFT ist der Name einer belgischen Firma, die weltweit das Monopol hat für grenzüberschreitende Banktransaktionen und deren Daten gemäß der des US-Terrorist Finance Tracking Program (TFTP) auf Grundlage eines Abkommens zwischen der EU und den USA für Zwecke der Terrorismusbekämpfung gescannt werden dürfen. Anzeige

20 622 SICHERHEIT STATT FREIHEIT? Forschung & Lehre 8 13 Zerstörtes Vertrauen, zerstörte Freiheit Die Folgen der Überwachung aus philosophischer Sicht MARTIN H ARTMANN Vertrauen ist die Grundlage eines gedeihlichen Zusammenlebens. Wer vertraut, gibt dem anderen zugleich Raum sich zu entfalten als der, der er ist oder sein will. Doch ist diese Freiheit ständig bedroht, durch Überwachung oder übertriebene Rechenschaftspflicht. Ist der Mensch dann bereits unfrei, wenn er nicht mehr davon ausgehen kann, unbeobachtet zu sein? Eine Analyse aus philosophischer Perspektive. Wenn angesichts wachsender staatlicher Überwachungsmaßnahmen gelegentlich die Frage nach den Konsequenzen dieser Kontrolle für das Vertrauen der Bürger gestellt wird, bleibt oft unklar, um welches Vertrauen es sich eigentlich handelt. Es seien mehrere Möglichkeiten angeboten: Das Bedürfnis nach Überwachung berührt das Vertrauen der Bürger in den Staat und, seltener thematisiert, das Vertrauen des Staates in die Bürger, dann das Vertrauen der Bürger untereinander und auch das Vertrauen der Bürger zu sich selbst, in ihre eigene politische Urteilskraft. Das Vertrauen in den Staat Nehmen wir zunächst die erste Möglichkeit. Warum sollte staatliche Überwachung das Vertrauen der Bürger in den Staat untergraben? In so gut wie allen theoretischen Begründungsmodellen des demokratischen Rechtsstaats hat dieser Staat die Aufgabe, das Gewaltmonopol auf sich zu konzentrieren, um damit die Sicherheit der Bürger nach innen und außen zu gewährleisten. Die enge Koppelung von Freiheit AUTOR Professor Martin Hartmann lehrt Praktische Philosophie an der Universität Luzern.»Es sieht so aus, als begegnete der Staat denen, die ihm vertrauen (sollen), selbst eher mit Misstrauen.«und Sicherheit, die manche Verteidiger der staatlichen Überwachung jetzt mit Slogans wie Keine Freiheit ohne Sicherheit ins Spiel bringen, ist hier tatsächlich gegeben. Es war niemand anders als John Locke, der in seinen Zwei Abhandlungen über die Regierung klar formulierte, dass das Vertrauen der Bürger in die Regierung ein Vertrauen in die Fähigkeit der Regierung ist, das Eigentum der Bürger zu sichern. Genau dazu hat man der Regierung Macht übertragen, einen anderen Grund für eine solche Machtkonzentration gibt es nach Locke eigentlich gar nicht. Niemand ist in diesem Sinne frei, wenn er nicht davon ausgehen kann, dass das, was er sein Eigen nennt, vor Übergriffen anderer geschützt ist. Locke war sich allerdings auch darüber im Klaren, dass eine derart mit Macht ausgestattete Regierung selbst zu einer gefährlichen Quelle potentieller Rechtsübergriffe werden kann. Sein Vertrauensmodell besitzt insofern politischen Biss, als es nicht nur die Bedingungen spezifiziert, unter denen Vertrauen vergeben, sondern auch die Bedingungen, unter denen es entzogen werden kann. Verfolgt die Regierung Ziele, die ihrem eigentlichen Auftrag entgegengesetzt sind, dann darf, ja muss ihr das Vertrauen entzogen werden. Wann genau liegt ein solcher Fall vor? Viel hängt hier naturgemäß an Lockes Begriff des Eigentums, der bis heute umstritten ist. Da Locke aber manchmal alle Rechte, die wir heute selbstverständlich differenzieren etwa das Recht auf körperliche Integrität, das Recht auf Bewegungs- und Meinungsfreiheit, das Recht auf Mitbestimmung etc., als unser Eigentum bezeichnet, kann man sich ausmalen, dass Angriffe auf das Recht auf Meinungsfreiheit unser Eigentum antasten und somit ein Entzug des Vertrauens angebracht sein mag. Wie immer man es hiermit hält, wichtig an Lockes Modell ist die Einsicht, dass das Vertrauensmodell gerade weil es der Regierung Machtbefugnisse einräumt, gleichzeitig auch Grenzen dieser Befugnisse formuliert. Darüber hinaus deutet es an, dass die Antwort auf die Frage, wo genau diese Grenzen liegen, nicht einseitig der Regierung überlassen werden darf. Überträgt man diesen Gedanken auf die Gegenwart, dann liegt der Vertrauensbruch nicht darin, dass die Regierung unsere Sicherheit will; er liegt vielmehr darin, dass die Bürger am Prozess der genauen Abstimmung von Sicherheitsund Freiheitsbedürfnissen nicht wirklich beteiligt werden. Es sieht so aus, als begegnete der Staat denjenigen, die ihm vertrauen (sollen), selbst eher mit Misstrauen. Das aber kann nicht gut sein, denn wenn der, dem Vertrauen geschenkt wird, an der Urteilskraft des Vertrauensgebers zweifelt, zerreisst er das Band zwischen beiden Seiten und spricht nur noch sich selbst die Fähigkeit zu, die Frage nach dem angemessenen Umgang mit dem geschenkten Vertrauen zu beantworten. In geradezu

Strafanzeige gegen Unbekannt insbesondere wegen verbotenem Nachrichtendienst

Strafanzeige gegen Unbekannt insbesondere wegen verbotenem Nachrichtendienst ELEKTRONISCHER RECHTSVERKEHR VIA PRIVASPHERE 1 Schweizerische Bundesanwaltschaft Taubenstrasse 16 3003 Bern Zürich, 7. Juli 2013 Strafanzeige gegen Unbekannt insbesondere wegen verbotenem Nachrichtendienst

Mehr

Situation im Masterbereich im Wintersemester 2013/2014. (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 08.05.2014)

Situation im Masterbereich im Wintersemester 2013/2014. (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 08.05.2014) STÄNDIGE KONFERENZ DER KULTUSMINISTER DER LÄNDER IN DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND Situation im Masterbereich im Wintersemester 2013/2014 (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 08.05.2014) Seite 2

Mehr

Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht

Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein Statistik informiert... 08.11.2006 Studierende, Studienfächer und Studienanfänger an den Hochschulen in Hamburg und Schleswig-Holstein im Wintersemester

Mehr

Pressestatement Prof. Dieter Kempf, Präsident des BITKOM Vortrag im Rahmen der Pressekonferenz zum Cloud Monitor 2014 Ansprechpartner Präsident

Pressestatement Prof. Dieter Kempf, Präsident des BITKOM Vortrag im Rahmen der Pressekonferenz zum Cloud Monitor 2014 Ansprechpartner Präsident Pressestatement Prof. Dieter Kempf, Präsident des BITKOM Berlin, 30. Januar 2014 Seite 1 Guten Morgen, meine sehr geehrten Damen und Herren! Wenn wir unsere Mitglieder nach den wichtigsten IT-Trends fragen,

Mehr

WIR GEHÖREN ALLE DAZU

WIR GEHÖREN ALLE DAZU Nr. 465 Mittwoch, 1. Dezember 2010 WIR GEHÖREN ALLE DAZU Alle 27 EU-Länder auf einen Blick, gestaltet von der gesamten Klasse. Die 4E aus dem BG Astgasse hat sich mit dem Thema EU befasst. In vier Gruppen

Mehr

20 Teil I: Alles, was Sie über die Entscheidung wissen sollten

20 Teil I: Alles, was Sie über die Entscheidung wissen sollten 20 Teil I: Alles, was Sie über die Entscheidung wissen sollten werden: Woher weiß ich denn, ob ich nicht inerfurt meinem Partner fürs Leben über den Weg gelaufen wäre, wo ich mich doch aber für Bremen

Mehr

(Internet-) Überwachungsprogramme. Andreas Krisch andreas.krisch@vibe.at

(Internet-) Überwachungsprogramme. Andreas Krisch andreas.krisch@vibe.at (Internet-) Überwachungsprogramme Andreas Krisch andreas.krisch@vibe.at Inhalt Überwachungs-Überblick US Telefondaten PRISM Boundless Informant TEMPORA Upstream (US) Briefpost Auswirkungen Gegenmaßnahmen

Mehr

Ausbau des Unternehmergeistes an badenwürttembergischen. Ziel A 3.1.2 des badenwürttembergischen

Ausbau des Unternehmergeistes an badenwürttembergischen. Ziel A 3.1.2 des badenwürttembergischen Ausbau des Unternehmergeistes an badenwürttembergischen Hochschulen im spezifischen Ziel A 3.1.2 des badenwürttembergischen ESF-OP Aktualisierte Ergebnisse aus der Programmevaluation Fassung vom 28.10.2013

Mehr

AutoScout24 Werkstattbarometer 1. Halbjahr 2014. Punkte. 54 Punkte. 53 Punkte. 76 Punkte. Werkstatt-Index. Ausblick. Gegenwart.

AutoScout24 Werkstattbarometer 1. Halbjahr 2014. Punkte. 54 Punkte. 53 Punkte. 76 Punkte. Werkstatt-Index. Ausblick. Gegenwart. AutoScout24 Werkstattbarometer 1. Halbjahr 2014 54 Punkte 61 Werkstatt-Index Punkte 53 Punkte 76 Punkte Rückblick Gegenwart Ausblick Zufriedenheit mit der Entwicklung des Umsatzes im 2. Halbjahr 2013 Zukünftige

Mehr

Offener Brief an die Fraktionen im Thüringer Landtag Erfurt, 11.10.2011

Offener Brief an die Fraktionen im Thüringer Landtag Erfurt, 11.10.2011 Katharina König DIE LINKE. Fraktion im Thüringer Landtag, Jürgen-Fuchs-Straße 1, 99096 Erfurt Piratenpartei Deutschland Landesverband Thüringen Postfach 80 04 26 99030 Erfurt vorab per Mail: info@piraten-thueringen.de

Mehr

Evaluationsbericht der Fachhochschule Lübeck zur Befragung der Erstsemester im Sommersemester 2008

Evaluationsbericht der Fachhochschule Lübeck zur Befragung der Erstsemester im Sommersemester 2008 Evaluationsbericht Erstsemesterbefragung SoSe 2008 Evaluationsbericht der Fachhochschule Lübeck zur Befragung der Erstsemester im Sommersemester 2008 Nachfolgende Daten beziehen sich auf die Befragung

Mehr

Wege an die Uni ohne Abitur Dr. Petra König Study World 2014, 23.05.2014

Wege an die Uni ohne Abitur Dr. Petra König Study World 2014, 23.05.2014 Wege an die Uni ohne Abitur Dr. Petra König Study World 2014, 23.05.2014 Studium ohne Abitur was steckt dahinter? Studierende ohne Abitur oder Fachhochschulreife qualifizieren sich in der Regel durch ihre

Mehr

Rede des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Thomas Rachel, MdB

Rede des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Thomas Rachel, MdB Rede des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Thomas Rachel, MdB anlässlich der Mitgliederversammlung des Deutschen Studentenwerks zum 90jährigen Bestehen am

Mehr

STÉPHANE ETRILLARD FAIR ZUM ZIEL. Strategien für souveräne und überzeugende Kommunikation. Verlag. »Soft Skills kompakt« Junfermann

STÉPHANE ETRILLARD FAIR ZUM ZIEL. Strategien für souveräne und überzeugende Kommunikation. Verlag. »Soft Skills kompakt« Junfermann STÉPHANE ETRILLARD FAIR ZUM ZIEL Strategien für souveräne und überzeugende Kommunikation»Soft Skills kompakt«verlag Junfermann Ihr Kommunikationsstil zeigt, wer Sie sind 19 in guter Absicht sehr schnell

Mehr

Datenschutz. im Rahmen der Diskussionsreihe Die Gegenwart der Zukunft. Thilo Weichert, Leiter des ULD

Datenschutz. im Rahmen der Diskussionsreihe Die Gegenwart der Zukunft. Thilo Weichert, Leiter des ULD Datenschutz im Rahmen der Diskussionsreihe Die Gegenwart der Zukunft Thilo Weichert, Leiter des ULD Landesbeauftragter für Datenschutz Schleswig-Holstein Goethe-Institut Moskau, 24.02.2011 Inhalt Datenspuren

Mehr

Marcus Ronnenberg Rechtsanwalt

Marcus Ronnenberg Rechtsanwalt Marcus Ronnenberg Rechtsanwalt Poststr. 37 (Körnerhaus) 20354 Hamburg Tel: 040-444 6538-14 Fax: 040-444 6538-20 www.kanzlei-ronnenberg.de info@kanzlei-ronnenberg.de HERZLICH WILLKOMMEN IN DER KANZLEI RONNENBERG

Mehr

- Die Unterrepräsentanz von Wissenschaftlerinnen im deutschen Wissenschaftssystem bildet sich auf vielen Ebenen im Kontext der DFG-Förderung ab.

- Die Unterrepräsentanz von Wissenschaftlerinnen im deutschen Wissenschaftssystem bildet sich auf vielen Ebenen im Kontext der DFG-Förderung ab. Deutsche Forschungsgemeinschaft Die Förderung der Gleichstellung von Männern und Frauen durch die Stellungnahme zur Studie Wissenschaftlerinnen in der Antragsaktivitäten, Förderchancen und Funktionen Von

Mehr

Unterrichtsreihe: Liebe und Partnerschaft

Unterrichtsreihe: Liebe und Partnerschaft 08 Trennung Ist ein Paar frisch verliebt, kann es sich nicht vorstellen, sich jemals zu trennen. Doch in den meisten Beziehungen treten irgendwann Probleme auf. Werden diese nicht gelöst, ist die Trennung

Mehr

Erfahrungen und Erwartungen zum Einsatz von E-Learning in der universitären Lehre

Erfahrungen und Erwartungen zum Einsatz von E-Learning in der universitären Lehre Erfahrungen und Erwartungen zum Einsatz von E-Learning in der universitären Lehre Ergebnisse einer Kurzumfrage unter Studierenden im Fach Politikwissenschaft Bericht: Ingo Henneberg März 2015 Albert-Ludwigs-Universität

Mehr

Österreich City University of New York: Erklärung zur Zusammenarbeit in Wissenschaft und Forschung

Österreich City University of New York: Erklärung zur Zusammenarbeit in Wissenschaft und Forschung Österreich City University of New York: Erklärung zur Zusammenarbeit in Wissenschaft und Forschung ZITAT Erklärung zur Zusammenarbeit zwischen dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Mehr

Die Cloud wird die Automation verändern

Die Cloud wird die Automation verändern Die Cloud wird die Automation verändern Dr.-Ing. Kurt D. Bettenhausen Vorsitzender der VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik (GMA) Statement zum VDI-Pressegespräch anlässlich des Kongresses

Mehr

Sales Engineering and Product Management

Sales Engineering and Product Management Sales Engineering and Product Management Master of Science (1-Fach-Studiengang) Homepage: http://www.sepm.rub.de Deutschsprachiger Studiengang Zentrale Studienberatung Studienbeginn W+S: Zum Wintersemester

Mehr

Henrik Lehnhardt IHKs Dillenburg und Wetzlar STEP - Studium und Praxis in Kassel

Henrik Lehnhardt IHKs Dillenburg und Wetzlar STEP - Studium und Praxis in Kassel Hochschulwelt Duale Studiengänge Henrik Lehnhardt IHKs Dillenburg und Wetzlar in Kassel Herausforderungen Wissensgesellschaft Wandel des Qualifikationsniveaus Zum Erreichen des Barcelona-Ziels (3% BIP

Mehr

Beitrag: Abgehörte Freunde Der NSA-Skandal

Beitrag: Abgehörte Freunde Der NSA-Skandal Manuskript Beitrag: Abgehörte Freunde Der NSA-Skandal Sendung vom 29. Oktober 2013 von Joachim Bartz und Ulrich Stoll Anmoderation: Wenn der US-Geheimdienst das Handy der deutschen Kanzlerin abhört und

Mehr

Elitenetzwerk-Studiengang mit erneutem Spitzenplatz im BWL-Master-Ranking des CHE

Elitenetzwerk-Studiengang mit erneutem Spitzenplatz im BWL-Master-Ranking des CHE 5.233 Zeichen Abdruck honorarfrei Beleg wird erbeten Jetzt auch in Bayreuth: Elitenetzwerk-Studiengang mit erneutem Spitzenplatz im BWL-Master-Ranking des CHE Ab dem Wintersemester 2015/16 wird der Masterstudiengang

Mehr

Persönlich wirksam sein

Persönlich wirksam sein Persönlich wirksam sein Wolfgang Reiber Martinskirchstraße 74 60529 Frankfurt am Main Telefon 069 / 9 39 96 77-0 Telefax 069 / 9 39 96 77-9 www.metrionconsulting.de E-mail info@metrionconsulting.de Der

Mehr

Mobilfunkquiz Medienkompetenz: Handygewalt und Cybermobbing

Mobilfunkquiz Medienkompetenz: Handygewalt und Cybermobbing Mobilfunkquiz Medienkompetenz: Handygewalt und Cybermobbing Wie viel Prozent der deutschen Jugendlichen besitzen ein eigenes Handy? a. 85 Prozent b. 96 Prozent c. 100 Prozent Erklärung: Antwort b: Aktuell

Mehr

Auswertung der Online-Umfrage zur finanziellen Situation Studierender an der Universität zu Lübeck

Auswertung der Online-Umfrage zur finanziellen Situation Studierender an der Universität zu Lübeck 1 Auswertung der Online-Umfrage zur finanziellen Situation Studierender an der Universität zu Lübeck Durchgeführt vom Studienfonds der Universität zu Lübeck ggmbh Dezember 2013 2 1. Einleitung Die Universität

Mehr

Aktuelle Entscheidungen der Rechtsprechung zum Internetrecht

Aktuelle Entscheidungen der Rechtsprechung zum Internetrecht Felix Banholzer Institut für Informations-, Telekommunikationsund Medienrecht, Lehrstuhl Prof. Dr. Hoeren Forschungsstelle Recht im Deutschen Forschungsnetz Übersicht 1. Online-Durchsuchung Das Bundesverfassungsgericht

Mehr

I N F O R M A T I O N

I N F O R M A T I O N I N F O R M A T I O N zur mit Landesrat Rudi Anschober und Dr. David Pfarrhofer (market-institut) am 16. Dezember 2008 zum Thema "Aktuelle market-meinungsumfrage Die große OÖ Klimaumfrage: Oberösterreicherinnen

Mehr

we focus on students Fachhochschule Dortmund University of Applied Sciences and Arts

we focus on students Fachhochschule Dortmund University of Applied Sciences and Arts Dualer Studiengang Softwaretechnik Fördern und fordern für Qualität we focus on students Fachhochschule Dortmund University of Applied Sciences and Arts WARUM SOFTWARETECHNIK STUDIEREN? Der Computer ist

Mehr

Cluster Monitor Deutschland

Cluster Monitor Deutschland Cluster Monitor Deutschland Trends und Perspektiven von Unternehmen in regionalen Netzwerken und Clustern Redaktion Dr. Sonja Kind, Dr. Gerd Meier zu Köcker, Michael Nerger Geschäftsstelle Kompetenznetze,

Mehr

Reform der Lehrerbildung in Baden-Württemberg: Grundsätze für die Umsetzung

Reform der Lehrerbildung in Baden-Württemberg: Grundsätze für die Umsetzung Reform der Lehrerbildung in Baden-Württemberg: Grundsätze für die Umsetzung Vorbemerkung Gute Schulen brauchen in erster Linie eines: gute Lehrerinnen und Lehrer. Die Landesregierung von Baden-Württemberg

Mehr

Was ist ein Institut für Menschen-Rechte? Valentin Aichele

Was ist ein Institut für Menschen-Rechte? Valentin Aichele Was ist ein Institut für Menschen-Rechte? Valentin Aichele Wer hat den Text geschrieben? Dr. Valentin Aichele hat den Text geschrieben. Dr. Aichele arbeitet beim Deutschen Institut für Menschen-Rechte.

Mehr

Systematisches Scannen von WLAN-Datennetzen durch den Google-Konzern

Systematisches Scannen von WLAN-Datennetzen durch den Google-Konzern 14. Wahlperiode 30. 04. 2010 Antrag der Abg. Andreas Stoch u. a. SPD und Stellungnahme des Innenministeriums Systematisches Scannen von WLAN-Datennetzen durch den Google-Konzern Antrag Der Landtag wolle

Mehr

Zentrale Mittelstufenprüfung

Zentrale Mittelstufenprüfung SCHRIFTLICHER AUSDRUCK Zentrale Mittelstufenprüfung Schriftlicher Ausdruck 90 Minuten Dieser Prüfungsteil besteht aus zwei Aufgaben: Aufgabe 1: Freier schriftlicher Ausdruck. Sie können aus 3 Themen auswählen

Mehr

(K)eine Chance für Enterprise Social Media

(K)eine Chance für Enterprise Social Media (K)eine Chance für Enterprise Social Media ein Beitrag von Klaus Bischoff In der Vergangenheit habe ich bereits unter den Titeln "Generation Facebook Social Media in Unternehmen!?" und Das Management von

Mehr

MinisteriuM 11th' innovation, Wissenschaft und FOfi'schlUlng des landes NOlrdl!'lhlein~Westfa!erll Die Ministerirn

MinisteriuM 11th' innovation, Wissenschaft und FOfi'schlUlng des landes NOlrdl!'lhlein~Westfa!erll Die Ministerirn MinisteriuM 11th' innovation, Wissenschaft und FOfi'schlUlng des landes NOlrdl!'lhlein~Westfa!erll Die Ministerirn Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen,

Mehr

Anteil am Rentenzugang nach Rentenarten, Westdeutschland 1960-2003

Anteil am Rentenzugang nach Rentenarten, Westdeutschland 1960-2003 8. Alterssicherung Bisher konnten sich die Deutschen auf die staatliche Rentenkasse verlassen, die über 80 Prozent ihres Renteneinkommens deckt. Daneben gibt es auch andere Formen der Altersvorsorge. So

Mehr

Staatstrojaner - Wenn der Staat heimlich in Deinen Computer einbricht. Referent: i.v. Stefan Schlott

Staatstrojaner - Wenn der Staat heimlich in Deinen Computer einbricht. Referent: i.v. Stefan Schlott Staatstrojaner - Wenn der Staat heimlich in Deinen Computer einbricht Referent: i.v. Stefan Schlott Der Bundeslandwirtschaftsminister sorgt sich: Wir werden dafür sorgen, dass noch mehr Menschen in Deutschland

Mehr

Eine empirische Studie unter (ehemaligen) Zivildienstleistenden des Österreichischen Roten Kreuzes.

Eine empirische Studie unter (ehemaligen) Zivildienstleistenden des Österreichischen Roten Kreuzes. Zivildienst als wichtige Sozialisationsinstanz oder Erziehung zur Menschlichkeit Eine empirische Studie unter (ehemaligen) Zivildienstleistenden des Österreichischen Roten Kreuzes. Mag. Gerald Czech Das

Mehr

Viele Wege führen nach Rom Eine empirische Untersuchung zum Studieren ohne Abitur im Saarland. Frank Schröder, Jens Flatau & Eike Emrich

Viele Wege führen nach Rom Eine empirische Untersuchung zum Studieren ohne Abitur im Saarland. Frank Schröder, Jens Flatau & Eike Emrich Viele Wege führen nach Rom Eine empirische Untersuchung zum Studieren ohne Abitur im Saarland Frank Schröder, Jens Flatau & Eike Emrich Ausgangslage steigende Qualifikationsanforderungen in der Arbeitswelt

Mehr

Arbeitsmarktberichterstattung, Juni 2014. Der Arbeitsmarkt in Deutschland Menschen mit Migrationshintergrund auf dem deutschen Arbeitsmarkt

Arbeitsmarktberichterstattung, Juni 2014. Der Arbeitsmarkt in Deutschland Menschen mit Migrationshintergrund auf dem deutschen Arbeitsmarkt Arbeitsmarktberichterstattung, Juni 2014 Der Arbeitsmarkt in Menschen mit auf dem deutschen Arbeitsmarkt Menschen mit auf dem deutschen Arbeitsmarkt Impressum Herausgeber: Zentrale Arbeitsmarktberichterstattung

Mehr

Die Akkreditierung von Bachelor- und Masterstudiengängen

Die Akkreditierung von Bachelor- und Masterstudiengängen Agentur für Qualitätssicherung durch Akkreditierung von Studiengängen Die Akkreditierung von Bachelor- und Masterstudiengängen Referentin: Doris Herrmann AQAS Am Hofgarten 4 53113 Bonn T: 0228/9096010

Mehr

Grußwort Eröffnung Energiecampus CC4E Es gilt das gesprochene Wort. Sehr geehrter Herr Erster Bürgermeister Scholz,

Grußwort Eröffnung Energiecampus CC4E Es gilt das gesprochene Wort. Sehr geehrter Herr Erster Bürgermeister Scholz, Grußwort Eröffnung Energiecampus CC4E Es gilt das gesprochene Wort Sehr geehrter Herr Erster Bürgermeister Scholz, sehr geehrte Frau Senatorin Dr. Stapelfeldt, sehr geehrter Herr Senator Horch sehr geehrter

Mehr

Video-Thema Begleitmaterialien

Video-Thema Begleitmaterialien Ein Tag im Leben eines Studenten Lukas Rübenach studiert Chemie. Zusätzlich zu seinen Vorlesungen an der Universität macht er auch ein Praktikum, in dem er das theoretische Wissen anwenden kann. Durch

Mehr

Information Security Policy für Geschäftspartner

Information Security Policy für Geschäftspartner safe data, great business. Information Security Policy für Geschäftspartner Raiffeisen Informatik Center Steiermark Raiffeisen Rechenzentrum Dokument Eigentümer Version 1.3 Versionsdatum 22.08.2013 Status

Mehr

Ungenutztes Potenzial im Mittelstand: Wice-Mittelstandsumfrage bei Hamburger Unternehmen 2009

Ungenutztes Potenzial im Mittelstand: Wice-Mittelstandsumfrage bei Hamburger Unternehmen 2009 whitepaper Ungenutztes Potenzial im Mittelstand whitepaper zum Thema Ungenutztes Potenzial im Mittelstand: Wice-Mittelstandsumfrage bei Hamburger Unternehmen 9 Das Internet als Massenmedium Nach Angaben

Mehr

DFG. Hinweise. für die schriftliche Begutachtung. DFG-Vordruck 10.20 04/14 Seite 1 von 9

DFG. Hinweise. für die schriftliche Begutachtung. DFG-Vordruck 10.20 04/14 Seite 1 von 9 -Vordruck 10.20 04/14 Seite 1 von 9 Hinweise für die schriftliche Begutachtung -Vordruck 10.20 04/14 Seite 2 von 9 Inhaltsverzeichnis Seite I. Worum bitten wir Sie? 3 II. Welche Kriterien sind anzulegen?

Mehr

Zusammenfassung des Berichts vom 15. Mai 2006 von RA Beat Badertscher an Frau Stadträtin Monika Stocker. Sperrfrist bis Montag, 22.

Zusammenfassung des Berichts vom 15. Mai 2006 von RA Beat Badertscher an Frau Stadträtin Monika Stocker. Sperrfrist bis Montag, 22. Time Out Platzierungen Zusammenfassung des Berichts vom 15. Mai 2006 von RA Beat Badertscher an Frau Stadträtin Monika Stocker Sperrfrist bis Montag, 22. Mai 2006 14 Uhr 2 1. Auftrag vom 7. April 2006

Mehr

Ergebnisse einer Befragung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Online-Portalen

Ergebnisse einer Befragung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Online-Portalen Ergebnisse einer Befragung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Online-Portalen Durchgeführt vom MMB-Institut für Medien- und Kompetenzforschung Im Auftrag der connexx.av GmbH Mai/Juni 2014 1. Zum

Mehr

R E C H T S A N W Ä LT E W Ü R T H & K O L L E G E N Bürogemeinschaft. Leitfaden für Studienplatzklagen

R E C H T S A N W Ä LT E W Ü R T H & K O L L E G E N Bürogemeinschaft. Leitfaden für Studienplatzklagen Leitfaden für Studienplatzklagen Vorbemerkungen: Dieser Leitfaden kann nur ein grober Anhaltspunkt sein und ersetzt nicht die persönliche Beratung. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Fallstricke

Mehr

BULLETIN DER BUNDESREGIERUNG

BULLETIN DER BUNDESREGIERUNG BULLETIN DER BUNDESREGIERUNG Nr. 109-5 vom 10. September 2015 Rede der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Manuela Schwesig, zum Haushaltsgesetz 2016 vor dem Deutschen Bundestag

Mehr

Ordnung zur Feststellung der besonderen Vorbildung (VorbO) für den Master-Studiengang Medizinische Informatik an der Fachhochschule Dortmund

Ordnung zur Feststellung der besonderen Vorbildung (VorbO) für den Master-Studiengang Medizinische Informatik an der Fachhochschule Dortmund FH Dortmund 1 VorbO Medizinische Informatik Ordnung zur Feststellung der besonderen Vorbildung (VorbO) für den Master-Studiengang Medizinische Informatik an der Fachhochschule Dortmund Vom 22. August 2001

Mehr

T H E M E N S E R V I C E

T H E M E N S E R V I C E Interview Wichtig ist, was jemand weiß und kann Der DQR macht Aufstiegschancen sichtbar Anhand des Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR) lassen sich Bildungswege in Deutschland und europaweit leichter

Mehr

Nutzung von sozialen Netzen im Internet

Nutzung von sozialen Netzen im Internet Nutzung von sozialen Netzen im Internet eine Untersuchung der Ethik-Schüler/innen, Jgst. 8 durchgeführt mit einem Fragebogen mit 22 Fragen und 57 Mitschüler/innen (28 Mädchen, 29 Jungen, Durchschnittsalter

Mehr

KREDIT BEWILLIGT ODER NICHT?

KREDIT BEWILLIGT ODER NICHT? KREDIT BEWILLIGT ODER NICHT? Mathematik A-lympiade Aufgabe Finalrunde März 2002 oder Kredit bewilligt oder nicht? In vielen Geschäften kann man auf Kredit kaufen. Käufer und Geschäftsinhaber profitieren

Mehr

Lebenszyklus einer Schwachstelle

Lebenszyklus einer Schwachstelle GRUNDLAGEN STATISTIKEN BERICHTE Lebenszyklus einer Schwachstelle Nach Bekanntwerden einer neuen Zero-Day-Schwachstelle hat der Hersteller ein Advisory veröffentlicht, in dem bis zur Fertigstellung eines

Mehr

Technische Informatik. Studiengang Technische Informatik. Fachbereich Elektrotechnik und Informatik Abschluss: Bachelor

Technische Informatik. Studiengang Technische Informatik. Fachbereich Elektrotechnik und Informatik Abschluss: Bachelor Technische Informatik Studiengang Technische Informatik Fachbereich Elektrotechnik und Informatik Abschluss: Bachelor Wie sieht das Tätigkeitsfeld für Absolventinnen und Absolventen des Bachelor-Studienganges

Mehr

Nürnberg, 5. November 2012 Dr. Christian Kerst

Nürnberg, 5. November 2012 Dr. Christian Kerst Fachkräftesicherung in den Ingenieurwissenschaften Studienfachwahl, Studienverlauf und Durchlässigkeit von der beruflichen Bildung zur Hochschule als Ansatzpunkte Nürnberg, 5. November 2012 Dr. Christian

Mehr

Die unterschätzte Bedrohung: Öffentliche Wahrnehmung zur Fettleibigkeit in Europa

Die unterschätzte Bedrohung: Öffentliche Wahrnehmung zur Fettleibigkeit in Europa Die unterschätzte Bedrohung: Öffentliche Wahrnehmung zur Fettleibigkeit in Europa ZUSAMMENFASSUNG FÜR DEUTSCHLAND Durchgeführt von der unabhängigen Strategieberatung Opinium in Zusammenarbeit mit der Europäischen

Mehr

Artikel I. 1. 3 wird wie folgt neu gefasst: 3 Zugang zum Studium

Artikel I. 1. 3 wird wie folgt neu gefasst: 3 Zugang zum Studium Erste Satzung zur Änderung der Studiengangsordnung (Satzung) für Studierende des Masterstudiengangs Medizinische Ingenieurwissenschaft an der Universität zu Lübeck mit dem Abschluss Master of Science vom

Mehr

Berufungsentscheidung

Berufungsentscheidung E Außenstelle Graz Senat 2 GZ. RV/0595-G/02 Berufungsentscheidung Der unabhängige Finanzsenat hat über die Berufung des Bw. gegen den Bescheid des Finanzamtes Graz-Stadt vom 13. Februar 2002 betreffend

Mehr

Das Leben ist kein Film

Das Leben ist kein Film seamless secure communication 02 I 03 Das Leben ist kein Film Das Abhören von Telefonaten, SMS und E-Mails ist heute so einfach wie noch nie. Equipment für wenige Hundert Euro genügt schon, um vertrauliche

Mehr

Universität Bremen. Fachbereich Wirtschaftswissenschaft. an der Universität Bremen. www.wiwi.uni-bremen.de

Universität Bremen. Fachbereich Wirtschaftswissenschaft. an der Universität Bremen. www.wiwi.uni-bremen.de Fachbereich Wirtschaftswissenschaft an der Universität Bremen www.wiwi.uni-bremen.de 1 Universität Bremen Gründung im Oktober 1971 Gründungsprinzipien : Innovationen in Lehre, Forschung und Verwaltung

Mehr

Also heißt es einmal mehr, immer eine eigene Meinungen bilden, nicht beeinflussen lassen, niemals von anderen irgend eine Meinung aufdrängen lassen.

Also heißt es einmal mehr, immer eine eigene Meinungen bilden, nicht beeinflussen lassen, niemals von anderen irgend eine Meinung aufdrängen lassen. Seite 1 von 5 Wirtschaft, Finanzen und IT Computer und Technologie Internetseiten Übersichtlich alle verfügbaren Internetseiten von wirfinit. de und darüber hinaus, weitere empfehlenswerte Internetseiten

Mehr

ESecuremail Die einfache Email verschlüsselung

ESecuremail Die einfache Email verschlüsselung Wie Sie derzeit den Medien entnehmen können, erfassen und speichern die Geheimdienste aller Länder Emails ab, egal ob Sie verdächtig sind oder nicht. Die Inhalte von EMails werden dabei an Knotenpunkten

Mehr

FAQ. Frequently asked questions rund um das Pharmaziestudium an der FU Berlin

FAQ. Frequently asked questions rund um das Pharmaziestudium an der FU Berlin FAQ Frequently asked questions rund um das Pharmaziestudium an der FU Berlin Zusammengestellt durch: Prof. Dr. Mathias F. Melzig Geschäftsführender Direktor und Studienfachberater Königin-Luise Straße

Mehr

Eröffnung. Jahresversammlung der Hochschulrektorenkonferenz 11. Mai 2015. Professor Dr. Horst Hippler Präsident der Hochschulrektorenkonferenz

Eröffnung. Jahresversammlung der Hochschulrektorenkonferenz 11. Mai 2015. Professor Dr. Horst Hippler Präsident der Hochschulrektorenkonferenz Eröffnung Jahresversammlung der Hochschulrektorenkonferenz 11. Mai 2015 Professor Dr. Horst Hippler Präsident der Hochschulrektorenkonferenz - Es gilt das gesprochene Wort - 53175 Bonn, Ahrstraße 39 Telefon:

Mehr

Verschlüsselungsverfahren

Verschlüsselungsverfahren Verschlüsselungsverfahren Herrn Breder hat es nach dem Studium nach München verschlagen. Seine Studienkollegin Frau Ahrend wohnt in Heidelberg. Da beide beruflich sehr stark einspannt sind, gibt es keine

Mehr

Newsletter der Graduate School Rhein-Neckar 4. Ausgabe 2014 9. September 2014

Newsletter der Graduate School Rhein-Neckar 4. Ausgabe 2014 9. September 2014 Newsletter der Graduate School Rhein-Neckar 4. Ausgabe 2014 9. September 2014 In dieser Ausgabe 1. Frühbucherfrist für MBA Gesundheitsmanagement und -controlling endet am 15. Oktober 2014 2. Start in das

Mehr

Freie und Hansestadt Hamburg Behörde für Wissenschaft und Forschung DIE SENATORIN

Freie und Hansestadt Hamburg Behörde für Wissenschaft und Forschung DIE SENATORIN Seite 1 von 8 Freie und Hansestadt Hamburg Behörde für Wissenschaft und Forschung DIE SENATORIN Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Wissenschaftliche Weiterbildung und Fernstudium e.v. 25.9.2014,

Mehr

Web 2.0 in der Wissenschaft Wissenschaftsbezogene Nutzung von Web 2.0 und Online-Werkzeugen in Sachsen 2012

Web 2.0 in der Wissenschaft Wissenschaftsbezogene Nutzung von Web 2.0 und Online-Werkzeugen in Sachsen 2012 Web 2.0 in der Wissenschaft Wissenschaftsbezogene Nutzung von Web 2.0 und Online-Werkzeugen in Sachsen 2012 Science 2.0 in Bibliotheken Ein neues Arbeitsfeld erfordert neue Kompetenzen Hamburg, 20.11.2013

Mehr

UNIVERSITÄT HOHENHEIM

UNIVERSITÄT HOHENHEIM UNIVERSITÄT HOHENHEIM FACHGEBIET KOMMUNIKATIONSWISSENSCHAFT UND JOURNALISTIK Professorin Dr. Claudia Mast Universität Hohenheim (540 B) D - 70599 Stuttgart Universität Hohenheim Fruwirthstr. 49 D-70599

Mehr

Studieren mit beruflicher Qualifikation

Studieren mit beruflicher Qualifikation Studieren mit beruflicher Qualifikation Vortrag zur Abschlussfeier der beruflichen Fortbildungsprüfungen an der IHK Nürnberg, 17.10.2014 Doris Wansch, TH Nürnberg Referentin für Anrechnung und Studieren

Mehr

Verbraucherkreditrechte

Verbraucherkreditrechte LEFT M RIGHT M Verbraucherkreditrechte Ergebnisse der Studie in Österreich TNS 01 LEFT M RIGHT M Contents 1 Einleitung 03 Methodik 0 3 Schlüsselerkenntnisse 07 Kreditrechte: Wissen, Zuversicht und 09 Schutz

Mehr

Christina Klein. Studieren in Australien. interna. Ihr persönlicher Experte

Christina Klein. Studieren in Australien. interna. Ihr persönlicher Experte Christina Klein Studieren in Australien interna Ihr persönlicher Experte Inhalt 1. Einleitung... 7 2. Das Hochschulsystem... 9 3.Welche Universität sollte ich besuchen?... 15 4. Anerkennung des Studiums...

Mehr

«Wir wollen keine Subventionen, wir wollen einen funktionierenden Markt»

«Wir wollen keine Subventionen, wir wollen einen funktionierenden Markt» «Wir wollen keine Subventionen, wir wollen einen funktionierenden Markt» Interview: Lukas Meyer-Marsilius. Ist die Schweiz ein «Urheberrechts-Guantánamo»? Das behauptet der Verein Musikschaffende Schweiz.

Mehr

Nachstehende Satzung wurde geprüft und in der 327. Sitzung des Senats am 17. Juli 2013 verabschiedet.

Nachstehende Satzung wurde geprüft und in der 327. Sitzung des Senats am 17. Juli 2013 verabschiedet. Nachstehende Satzung wurde geprüft und in der 327. Sitzung des Senats am 17. Juli 2013 verabschiedet. Nur diese Zulassungssatzung ist daher verbindlich! Prof. Dr. Rainald Kasprik Prorektor für Studium

Mehr

Blackberry Q10 So funktioniert Merkels Krypto-Handy

Blackberry Q10 So funktioniert Merkels Krypto-Handy Blackberry Q10 So funktioniert Merkels Krypto-Handy Was es kann, wer es gebaut hat, was es kostet Die Handy-Kanzlerin Merkel sitzt am Mittwoch im Bundestag Das Ausspähen von Freunden geht gar nicht, mit

Mehr

Reform der Lehrerbildung FAQ

Reform der Lehrerbildung FAQ Reform der Lehrerbildung FAQ 1. Welches Ziel hat die Reform? Baden-Württemberg verfügt über gute Schulen und über gute Lehrerinnen und Lehrer. Auf dem Erreichten kann sich das Land aber nicht ausruhen,

Mehr

vom 02.02.2005 1 Grundsatz der Gleichbehandlung

vom 02.02.2005 1 Grundsatz der Gleichbehandlung Aufgrund von 9 Abs. 1 i. V. m 74 Abs. 1, Ziff. 1 des Gesetzes über die Hochschulen des Landes Brandenburg (Brandenburgisches Hochschulgesetz - BbgHG) vom 6. Juli 2004 (GVBl. Nr. 17, S. 394 ff.) hat der

Mehr

hh, den 14.04.2005 Sehr geehrte Damen und Herren, im Folgenden können Sie den Offenen Brief der DGÄPC an die Mitglieder der Koalition gegen den Schönheitswahn nachlesen. Am 13.04.05 hat das Bundeskabinett

Mehr

Bilanz: Auswirkungen des Tabakgesetzes nach 6 Monaten

Bilanz: Auswirkungen des Tabakgesetzes nach 6 Monaten Bilanz: Auswirkungen des Tabakgesetzes nach 6 Monaten Präsentation einer österreichweiten Umfrage zur Umsetzung des Nichtraucherschutzes in den heimischen Gastronomiebetrieben Wien, 10. Jänner 2011 Ihre

Mehr

Zielvereinbarung: Kurzbericht zum Stand der Umsetzung 06/2007

Zielvereinbarung: Kurzbericht zum Stand der Umsetzung 06/2007 vereinbarung: zum Stand der Umsetzung 06/2007 Der folgende orientiert sich in der Grundstruktur und der Nummerierung an der vereinbarung vom 21.07.2006. Im Überblick: 1 2.1 Ressourcenerschließung durch

Mehr

Der Paten-Club. Laura:

Der Paten-Club. Laura: Ricarda-Huch-Gymnasium Gelsenkirchen Städtische Schule der Sekundarstufen I u. II mit englisch bilingualem und naturwissenschaftlichem Zweig Telefon 02 09 / 957 000 Fax 02 09 / 957 00 200 E-Mail rhg@rhg-ge.de

Mehr

Masterstudiengänge der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der TU Ilmenau. Masterinformationsveranstaltung der Fakultät WW 10.

Masterstudiengänge der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der TU Ilmenau. Masterinformationsveranstaltung der Fakultät WW 10. Masterstudiengänge der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der TU Ilmenau Masterinformationsveranstaltung der Fakultät WW 10. Juli 2013 16.07.2013 Folie 1 www.tu-ilmenau.de Referent Bildung Ansprechpartner

Mehr

Englischsprachige Broschüren oder Websites deutscher Hochschulen

Englischsprachige Broschüren oder Websites deutscher Hochschulen Checkliste Englischsprachige Broschüren oder Websites deutscher Hochschulen Die eigene Institution aus der Perspektive eines internationalen Studierenden, Professors oder Hochschulmitarbeiters zu betrachten

Mehr

DIE EUROPÄER UND DIE SPRACHEN

DIE EUROPÄER UND DIE SPRACHEN EUROBAROMETER-BERICHT 54 DIE EUROPÄER UND DIE SPRACHEN ZUSAMMENFASSENDER BERICHT Diese spezielle Eurobarometer-Erhebung wurde zwischen dem 6. Dezember und dem 23. Dezember 2000 in allen 15 EU-Mitgliedstaaten

Mehr

Drucksache 17 / 15 031. 17. Wahlperiode. der Abgeordneten Anja Schillhaneck (GRÜNE) Studierende im Wintersemester 2013/2014 in Berlin

Drucksache 17 / 15 031. 17. Wahlperiode. der Abgeordneten Anja Schillhaneck (GRÜNE) Studierende im Wintersemester 2013/2014 in Berlin Drucksache 17 / 15 031 Schriftliche Anfrage 17. Wahlperiode Schriftliche Anfrage der Abgeordneten Anja Schillhaneck (GRÜNE) vom 24. November 2014 (Eingang beim Abgeordnetenhaus am 27. November 2014) und

Mehr

Schulamt. Fürstentum Liechtenstein LIECHTENSTEIN. Stand der Umsetzung der Bologna Ziele (2003)

Schulamt. Fürstentum Liechtenstein LIECHTENSTEIN. Stand der Umsetzung der Bologna Ziele (2003) Schulamt Fürstentum Liechtenstein LIECHTENSTEIN Stand der Umsetzung der Bologna Ziele (2003) 1. Einleitung Der Bolognaprozess ist wahrscheinlich die wichtigste Reformbewegung im Bereich der Hochschulbildung

Mehr

www.unil.ch/share Ergebnisse der Studie 50+ in Europa

www.unil.ch/share Ergebnisse der Studie 50+ in Europa www.unil.ch/share Ergebnisse der Studie 50+ in Europa Was sind die nächsten Schritte? Der nächste grosse Schritt der 50+ in Europe Studie ist die retrospektive Erhebung von Lebensgeschichten der über 35,000

Mehr

Redemittel zur Beschreibung von Schaubildern, Diagrammen und Statistiken

Redemittel zur Beschreibung von Schaubildern, Diagrammen und Statistiken Balkendiagramm Säulendiagramm gestapeltes Säulendiagramm Thema Thema des Schaubildes / der Grafik ist... Die Tabelle / das Schaubild / die Statistik / die Grafik / das Diagramm gibt Auskunft über... Das

Mehr

Ergebnisse Uni-Ranking 2009

Ergebnisse Uni-Ranking 2009 access-uni-ranking in Zusammenarbeit mit Universum Communications und der Handelsblatt GmbH. Alle Angaben in Prozent. 1. Wie beurteilen Sie derzeit die generellen Aussichten für Absolventen, einen ihrem

Mehr

Der 3. Bildungsweg für Studierende der Europäischen Akademie der Arbeit

Der 3. Bildungsweg für Studierende der Europäischen Akademie der Arbeit Der 3. Bildungsweg für Studierende der Europäischen Akademie der Arbeit Zum Hochschulzugang für Studierende der Europäischen Akademie der Arbeit Potentiale, Erfahrungen, Chancen, Restriktionen Studie gefördert

Mehr

Partnerschaft Eine Befragung von Ehepaaren

Partnerschaft Eine Befragung von Ehepaaren Institut für Soziologie Partnerschaft Eine Befragung von Ehepaaren Bericht für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Das Projekt wurde durchgeführt mit Fördermitteln der Sehr geehrte Teilnehmerinnen und Teilnehmer!

Mehr

Das Grundrecht auf Datenschutz im Europarecht Wirkungen und Problemfelder. Ao. Univ.-Prof. Dr. Alina-Maria Lengauer, LLM

Das Grundrecht auf Datenschutz im Europarecht Wirkungen und Problemfelder. Ao. Univ.-Prof. Dr. Alina-Maria Lengauer, LLM Das Grundrecht auf Datenschutz im Europarecht Wirkungen und Problemfelder Ao. Univ.-Prof. Dr. Alina-Maria Lengauer, LLM Das Grundrecht auf Datenschutz im Europarecht 1. Zur Genese des Grundrechtes auf

Mehr

Kommentierte Zusammenstellung von Tests zur Berufs- und Studienorientierung:

Kommentierte Zusammenstellung von Tests zur Berufs- und Studienorientierung: Tipps & Tools: Berufs- und Studienorientierung: Können mir Tests bei der Berufs- und Studienorientierung helfen? Dieser Frage geht das Bildungsministerium des Landes Baden-Württemberg nach. Hier können

Mehr

Mike C. Kock Personal Coaching

Mike C. Kock Personal Coaching Mike C. Kock Personal Coaching Rohstoff- & Börsenexperte ArtexSwiss ltd. Bachmattweg 1 8048 Zürich Mail: redaktion@mike-kock.de Warum Coaching? Ein kluger Mann lernt aus seinen Fehlern, ein weiser Mann

Mehr

Fakultät für Volkswirtschaft und Statistik

Fakultät für Volkswirtschaft und Statistik Zusammenfassender Bericht Erstsemestrigen-Befragung WS 2008/09 Stand: Juni 2009 - Zusammenfassung Erstsemestrigen-Befragung WS 2008/09 - Ausgangsüberlegungen und Analysekonzept Die Vizerektorin für Lehre

Mehr