Inhalt. Impressum. Lagebericht aus den Geschäftsbereichen. Vorwort & Grußworte. Die Basisdienste der ITSG. Die ITSG im Profil

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1 Jahrbuch 2012

2 Inhalt Impressum Herausgeber: ITSG Informationstechnische Servicestelle der Gesetzlichen Krankenversicherung GmbH, Heusenstamm Text & Konzept: ITSG GmbH, Heusenstamm Mainblick, Agentur für Öffentlichkeitsarbeit, Frankfurt am Main Grafische Gestaltung: K2 Werbeagentur GmbH, Frankfurt am Main Produktion: B & R Printproduction GmbH, Frankfurt am Main Stand: Mai Vorwort & Grußworte Die ITSG im Profil Geschäftsmodell & Strategie Lagebericht aus den Geschäftsbereichen Die Basisdienste der ITSG Das ITSG Rechenzentrum Das ITSG Servicemodell Datenschutz bei der ITSG Die ITSG als Vertrauensstelle Das ITSG Trust Center Vertrauensstelle Krankenversichertennummer (VST) Vertrauensstelle Amtliche Statistiken Vertrauensstelle Fehlverhalten im Gesundheitswesen 2

3 Neutrale Datenzusammenführung Standards und Normen Dank an alle Beteiligten sv.net: Neue Verfahren und Re-Engineering Datenannahme- und -weiterleitungsstelle DIC 4.0 Der GKV-Kommunikationsserver GAmSi und HIS Fachanwendung Amtliche Statistiken Clearingstelle RSA / Morbi RSA DatenClearingStelle Pflege vdek-pflegelotse Wirtschaftlichkeitsprüfung Das Internet die ITSG Domäne Data Dictionary dakota Datenaustausch mit Arbeitgebern Die ITSG Systemuntersuchung GKV-Infoshop Projekt OMS Die ITSG und ihre Gesellschafter 3

4 Vorwort und Grußworte Ihr zuverlässiger IT-Partner Vorwort Harald Flex, Geschäftsführer der ITSG Die Informationstechnische Servicestelle der Gesetzlichen Krankenversicherung ist das einzige IT-Unternehmen, dessen Gesellschaftsanteile mittelbar oder unmittelbar ausschließlich von allen Krankenkassen und dem GKV- Spitzenverband gehalten werden. Damit nimmt die ITSG eine einzigartige Position in der deutschen IT-Landschaft ein. Krankenkassen, ihre Verbände und die von ihnen kontrollierten Dienstleistungsunternehmen können der ITSG Aufträge ohne aufwendige Vergabeverfahren im Rahmen eines sogenannten Inhouse-Geschäfts erteilen. In dieser Struktur ist unsere Neutralität ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal. Im Auftrag aller Gesellschafter arbeiten wir laufend an der Weiterentwicklung und Optimierung der elektronischen Datenaustauschverfahren. Unsere IT-Infrastruktur ist die Drehscheibe für die Datenverarbeitung und Datenverteilung umfassender Datenbestände in der Sozialversicherung. Im Geschäftsjahr 2012 haben wir unsere Bestrebungen fortgesetzt, nach dem rasanten Wachstum der letzten Jahre, unser Geschäft nachhaltig zu stabilisieren. Aufgabe ist es, unsere Leistungen mit einer leistungsfähigen Organisation in einem innovativen Technologieumfeld zu unterlegen. Das BMAS hat die ITSG mit der Erstellung einer Machbarkeitsstudie im Projekt Optimiertes Meldeverfahren in der sozialen Sicherung beauftragt. Mit dem Auftrag des BMAS hat die ITSG in den letzten Jahren das dritte Beratungsprojekt von einem Bundesministerium übertragen bekommen. Bereits seit dem Jahr 2002 wurden wir mit Projekten für das BMG und das BMWi betraut. Wir werten das als Zeichen einer hohen Wertschätzung dieser Bundesministerien für die Arbeit der ITSG als neutrale und kompetente Einrichtung der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Umsatzerlöse in 2012 konnten aufgrund einiger neuer Projekte nochmals gesteigert werden. Das verstehen wir als Vertrauensbeweis für unsere Arbeit. Mit unserem Jahrbuch möchten wir Einblicke in unsere Tätigkeiten bieten. Unser Dank gilt allen Gesellschaftern und Auftraggebern für die jederzeit gute Zusammenarbeit. Als Ihr IT-Servicepartner freuen wir uns auf neue spannende Herausforderungen. Wir bleiben auch in Zukunft Ihr zuverlässiger Dienstleistungspartner. Daran lassen wir uns messen! Ihr Harald Flex Geschäftsführer der ITSG 4

5 Viel Erfolg Grußworte GKV-Spitzenverband, Fotograf: Steffen Kugler Dr. Doris Pfeiffer, GKV-Spitzenverband Ulrike Elsner, Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) Die ITSG hat sich in den vergangenen 17 Jahren einen guten Namen als Dienstleister für die Organisationen der Krankenkassen erarbeitet. Seit seiner Gründung vertraut auch der GKV-Spitzenverband auf diese Kompetenz. Gemeinsam mit der ITSG haben wir eine leistungsfähige IT-Infrastruktur für unsere Aufgaben entwickelt und betreiben diese in einem gemeinsamen Rechenzentrum. Wir nutzen auch die langjährigen Erfahrungen der ITSG im elektronischen Datenaustausch zur Gestaltung der Rahmenbedingungen für die Massenverfahren mit Arbeitgebern und Leistungserbringern. Wir freuen uns auf die Fortsetzung der intensiven Zusammenarbeit und wünschen der ITSG weiterhin viel Erfolg! Der elektronische Datenaustausch im Gesundheits- und Sozialwesen hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich zu einem umfassenden Massenverfahren entwickelt. Auf der Grundlage praxisorientierter Geschäftsprozesse werden sehr umfangreiche Datenvolumina bewegt. Die ITSG als das gemeinsame IT-Unternehmen aller Krankenkassen-Organisationen hat dabei zentrale Funktionen übernommen und unterstützt uns auch bei der laufenden Optimierung der Verfahren. Für die Zukunft wünschen wir der ITSG weiterhin eine positive Geschäftsentwicklung! Ulrike Elsner Dr. Doris Pfeiffer Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes (Vorsitzende der Gesellschafterversammlung der ITSG) Vorstandsvorsitzende des vdek (Stellvertretende Vorsitzende der Gesellschafterversammlung der ITSG) 5

6 Die ITSG im Profil Die ITSG im Profil Gründungsjahr: 1996 Geschäftsleitung: Harald Flex (seit Unternehmensgründung) Geschäftszweck: Die Informationstechnische Servicestelle der Gesetzlichen Krankenversicherung (ITSG) entwickelt und optimiert Datenaustauschverfahren im Auftrag aller Krankenkassen bzw. deren Organisationen. ITSG Gesellschafter: GKV-Spitzenverband AOK Beteiligungsgesellschaft mbh Verband der Ersatzkassen e. V. Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau BITMARCK Holding GmbH Mit speziellen Produkten und Dienstleistungen unterstützt das Unternehmen die Standardisierung und Normierung des Datenaustauschs in der gesetzlichen Krankenversicherung und die Datenverarbeitung im Auftrag der Krankenkassen und ihrer Verbände. Kunden: Gesellschafter der ITSG sowie deren Mitglieder (Krankenkassen und deren Verbände und Organisationen) Dritte, die direkt am Datenaustausch beteiligt sind oder deren Zulieferer und Dienstleister (nach Beschluss der Gesellschafterversammlung) 6

7 Die Geschäftsbereiche der ITSG (Stand 2012) Geschäftsleitung Datenschutz Steuerberatung Rechtsberatung Stabstellen Zentrale Administration Controlling Zentrale Informatik Anwendungsund Kundenbetreuung Elektronischer Datenaustausch Systemuntersuchung Telematik Premium-Kunden GKV Fachabteilungen 7

8 Geschäftsmodell & Strategie Geschäftsmodell & Strategie 8

9 Über die ITSG Gegründet wurde die ITSG (Informationstechnische Servicestelle der Gesetzlichen Krankenversicherung GmbH) im Jahr 1996 von den Spitzenverbänden der gesetzlichen Krankenkassen. Ihr Auftrag ist die Entwicklung effizienter und sicherer IT-Prozesse. Dabei schöpft sie durch das gemeinsame Vorgehen auf nicht wettbewerbsrelevanten Aufgabenfeldern Synergien für ihre Gesellschafter ab. Die ITSG entwickelt Produkte und Dienstleistungen, die den elektronischen Datenaustausch zwischen Arbeitgebern, Leistungserbringern und Krankenkassen sowie deren Geschäftspartnern vereinfachen und beschleunigen. Im Rahmen dieser Tätigkeit führt sie umfangreiche Datenbestände auf neutralen Plattformen zusammen, pseudonymisiert oder anonymisiert die Daten bei Bedarf und stellt sie ihren Auftraggebern für eine Weiterverarbeitung zur Verfügung. Das Geschäftsmodell der ITSG Durch ihren Fokus auf den elektronischen Datenaustausch und den konstanten Ausbau der damit verbundenen Aufgaben verstärkt die ITSG diese eindeutige Ausrichtung nachhaltig. Als Full-Service-Provider bietet sie von der Idee über die Umsetzung bis zur Betriebsführung von Anwendungen in einem leistungsfähigen Rechenzentrum alle Dienstleistungen aus einer Hand an. Dafür plant und entwickelt die ITSG maßgeschneiderte IT-Anwendungen. Für einen optimalen Kundenservice hat sie ihr Geschäftsmodell in die folgenden drei Leistungsbereiche gegliedert: Vertrauensstellen Die Aufgabe einer Vertrauensstelle ist die Führung von technischen Referenzinformationen sowie die Verarbeitung von anonymisierten oder pseudonymisierten Daten. Für die Teilnehmer am verschlüsselten elektronischen Datenaustausch erstellt das Trust Center der ITSG Zertifikate, die ihre Identität bestätigen. Die Vertrauensstelle KVNR vergibt die neue Krankenversichertennummer als ein eindeutiges, lebenslanges Identifikationsmerkmal unter anderem als Grundlage für die elektronische Gesundheitskarte. Die Vertrauensstelle AST bietet eine zentrale Prüfplattform für die amtlichen Statistikdaten der gesetzlichen Krankenversicherung. In den Verfahren GAmSi und HIS werden die Arzneimittel- und Heilmitteldaten vor der statistischen Auswertung pseudonymisiert. Im Fehlverhalten im Gesundheitswesen werden Hinweise zu Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit den Aufgaben der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung zusammengeführt und weitergeleitet. Neutrale Datenzusammenführung In diversen Fachverfahren wird gefordert, Abrechnungs-, Steuerungs- oder Statistikdaten an einer neutralen Stelle zusammenzuführen. Dabei gilt es zu beachten, dass die Beteiligten nur auf die für sie bestimmten Datensegmente zugreifen dürfen. Nach der Zusammenführung verarbeitet die ITSG diese Daten nach einheitlichen Regeln. Auf dieser Datenbasis entstehen Auswertungen, Berichte oder werden Daten zur weiteren Verarbeitung durch unterschiedliche Stellen zur Verfügung gestellt. Standards und Normen Die ITSG berät bei der Festlegung von Standards und Normen für einen sicheren elektronischen Datenaustausch zwischen Krankenkassen, Arbeitgebern, Leistungserbringern und sonstigen Geschäftspartnern. Für die ständige Fortschreibung der technischen Richtlinien ist die ITSG mit der Redaktion beauftragt. Dazu entwickelt die ITSG Software zur einheitlichen Verschlüsselung und Kommunikation im Rahmen des elektronischen Datenaustauschs. Die Prüfung der Einhaltung der fachlichen Vorgaben für Entgeltabrechnungs- und Zahlstellenprogramme führt die ITSG im Auftrag des GKV-Spitzenverbandes im Rahmen der Systemuntersuchungen durch. 9

10 Geschäftsmodell & Strategie Der Erfolgsfaktor der ITSG Die Menschen bei der ITSG sind Grundlage für den Erfolg des Unternehmens. Das Team der ITSG zeichnet sich durch seine hohe Dienstleistungsbereitschaft und die Fähigkeit zum unternehmerischen Denken aus. Auf dieser Basis entstehen in einem vertrauensvollen Klima mit viel Freiraum für neue Ideen Lösungen für die täglichen Herausforderungen. Das Kernteam der ITSG nimmt Aufgaben im Bereich der Projektleitung, Projektberatung, dem Produktmanagement, der Software-Entwicklung, Systemadministration, Qualitätssicherung, Anwendungsbetreuung, Hotline und Administration wahr. Es besteht aus erfahrenen und engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und ist über die Jahre kontinuierlich gewachsen. Projekt- und aufgabenbezogen ergänzen auch externe Mitarbeiter mit Spezialwissen oder Mitarbeiter der Krankenkassen zeitweise oder dauerhaft das Team der ITSG. Das ermöglicht es, den Personaleinsatz flexibel auf den jeweiligen Arbeitsaufwand abzustimmen und so Kosten zu sparen. Ein gutes Betriebsklima genießt bei der ITSG einen hohen Stellenwert. Deshalb ist die Fluktuation im Mitarbeiterkreis gering und es gibt zahlreiche Dienstjubiläen zu feiern. Dass die Entwicklungslinie der ITSG stetig aufwärts weist, zeigt auch die kontinuierlich wachsende Mitarbeiterzahl. Im Jahr 2012 waren 89 Mitarbeiter fest angestellt, 14 mehr als im Jahr zuvor, in dem ein Anstieg um elf Mitarbeiter zu verzeichnen war. Darüber hinaus sind acht Mitarbeiter von Krankenkassen sowie 29 externe Mitarbeiter unterschiedlicher Dienstleistungspartner dauerhaft für die ITSG tätig. Mit Seminaren, Schulungen und internen Weiterbildungsmaßnahmen macht die ITSG ihren Mitarbeitern eine Vielzahl an Weiterbildungsangeboten Beschäftigte der ITSG Feste Mitarbeiter KK-Mitarbeiter DLÜV Externe Mitarbeiter

11 WEG UnD Ziel Der ITSG Das strategische Ziel der ITSG Neue Aufgabenstellungen schnell erkennen, rasch handeln und sicher umsetzen. Das ist das Motto der ITSG. Auf dieser Grundlage ist das Unternehmen seit seiner Gründung profitabel gewachsen und diese Entwicklung soll in den nächsten Jahren fortgesetzt werden. Die Absicherung eines nachhaltigen Wachstums ist dabei auch mit neuen Herausforderungen verbunden: Kommunikationswege werden länger, Geschäftsprozesse sind schwerer zu handhaben, die Arbeitsbelastung steigt und die Administration wächst. Herausforderungen, denen sich die ITSG gerne stellt. Grundlage: Organisation und Technik Im Jahr 2012 wurde bei der ITSG eine Reihe von Projekten fortgesetzt, die der Optimierung der internen Organisation und der Neuordnung der IT-Infrastruktur dienen. Ergänzend dazu wurden weitere Maßnahmen neu gestartet. Mit externer Unterstützung wurde in den Jahren 2012 und 2013 ein Modell zur Personalentwicklung erarbeitet. Die Mitarbeiter(innen) sind inzwischen in dementsprechende Gruppen eingestuft. Das bietet eine transparente Grundlage für ihre Weiterentwicklung in der ITSG. Auf dieser Basis kann jeder Mitarbeiterin und jedem Mitarbeiter eine Perspektive für eine Fach- oder bei besonderer Eignung eine Führungskarriere aufgezeigt werden. Im Rahmen der Neuordnung der Aufbauorganisation wurde eine neue Abteilung zur Anwendungs- und Kundenbetreuung aufgebaut. Außerdem wurden eine zweite Führungsebene etabliert und größere Abteilungen in Gruppen aufgeteilt. Diese werden durch Gruppenleiter geführt, die aus den eigenen Reihen stammen. Das Controllingsystem wurde konsequent ausgebaut und liefert nun sehr detaillierte Ergebnisberichte. Sie werden monatlich von den Bereichen aktualisiert, die für die jeweilige Aufgabe zuständig sind. Dazu wird eine Hochrechnung erstellt, die eine Prognose des Geschäftsabschlusses und der Bewirtschaftung der projektbezogenen Einzelhaushalte ermöglicht. Die Vertragspartner werden mit aktuellen Ergebnisberichten versorgt, sodass jederzeit Transparenz über die Leistungen und die Kostenentwicklung besteht. Zur Dokumentation von komplexen Projekten wurde die einheitliche Dokumentenlandkarte erweitert. Beginnend mit der Angebotsphase werden nun sämtliche Projekte im Verlauf der Umsetzung bis hin zur nachfolgenden Produktpflege nach diesem ITSG- Standard dokumentiert. Um die Dokumentationsverwaltung zu optimieren, wurde ein Projekt eingerichtet, das die Software Microsoft SharePoint einführt. Erste Abteilungsbereiche arbeiten bereits mit diesem Produkt und sammeln Erfahrungen, die zur weiteren Ausgestaltung genutzt werden. Für die Versionsverwaltung und Qualitätssicherung ihrer komplexen Softwareprodukte nutzt die ITSG die Entwicklungsumgebung Visual Studio in Kombination mit dem Team Foundation Server von Microsoft. In diese Struktur mit ihrem leistungsfähigen Konfigurationsmanagement wurden auch im Jahr 2012 weitere Produkte integriert. Der Team Foundation Server kann Entwicklungen sowohl auf Basis des.net-frameworks als auch beispielsweise in der Programmiersprache Java verwalten. Im Jahr 2012 wurde eine Expertise der von der ITSG seit 2008 entwickelten Anwendung für die Daten- 11

12 annahme- und -weiterleitungsstelle (DIC) vorgelegt. Sie wurde von einem der Universität Würzburg nahestehenden Beratungsunternehmen erarbeitet. Gemeinsam mit den Nutzern der DIC-Anwendung wurden Gremien eingerichtet. Sie verfolgen das Ziel, in den nächsten Jahren die Evolution der Version 4.0 als modulare hochleistungsfähige Plattform voranzutreiben. Die Bürokommunikationsumgebung wurde auf MS Office 2010 umgestellt. Dazu wurden umfangreiche Schulungsmaßnahmen mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durchgeführt. Ergänzend dazu musste die Hardware-Ausstattung der Arbeitsplätze größtenteils an die gestiegenen Leistungsanforderungen angepasst werden. Die ITSG hat der Forderung entsprochen, Projekte nach einem einheitlichen Vorgehensmodell umzusetzen und dazu einheitliche Werkzeuge anzuwenden. Gemeinsam mit den Projektbeteiligten wurden in Workshops die Anforderungen an das Projektmanagement aufbereitet und eine gemeinsame Grundlinie festgelegt. Darauf aufbauend sollen in den nächsten Monaten die Richtlinien für das Projektmanagement in der ITSG optimiert werden. Personalentwicklung Seit ihrer Gründung im Jahr 1996 ist die ITSG kontinuierlich gewachsen. Mit diesem Wachstum der Gesellschaft und der zunehmenden Breite und Tiefe der Projekt- und Produktpalette wachsen auch die Anforderungen an die Fach- und Führungsqualifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ITSG. Durch eine konsequente Aus- und Weiterbildung will das Unternehmen das Know-how seiner Mitarbeiter systematisch auf- und ausbauen. Gleichzeitig soll vorhandenes Wissen durch ein nachhaltiges Wissens- management langfristig gesichert werden. Dafür hat die ITSG ein Personalentwicklungskonzept entwickelt, das ab dem Jahr 2012 kontinuierlich umgesetzt und ausgebaut worden ist. Es soll den jeweils aktuellen Anforderungen im Unternehmen gerecht werden und den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen eine langfristige Perspektive bieten. Ziel der Personalentwicklung ist es, die Qualifikationen und das Know-how aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ITSG kontinuierlich und bedarfsgerecht zu steigern. Die Personalentwicklung soll die Leistungsfähigkeit der ITSG als Ganzes gewährleisten und nachhaltig absichern. Dabei werden die individuellen Bedürfnisse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter so gut wie möglich bei der Planung und Umsetzung berücksichtigt. Die Aufgaben und Anforderungen werden durch eine Funktionsbeschreibung abgebildet. Sie ist so aufgebaut, dass sie auch den künftigen Erfordernissen an die Funktion gerecht werden soll. Dabei wurden definierte Jobfamilien festgelegt. Ziel dieser Funktionsbeschreibungen ist die allgemeine Beschreibung der Anforderungen an die Funktion. Die Funktionsbeschreibungen wurden in Gruppen (Funktionsgruppen) zusammengefasst. Die Fachkarriere umfasst jeweils vier Stufen innerhalb einer Funktionsgruppe. Zusätzlich zu der Entwicklung in der aktuell ausgeübten Funktion besteht die Möglichkeit, dass die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter sich für andere Funktionen weiterqualifizieren kann, die im Rahmen der Fachkarriere festgelegt sind. Zur Unterstützung der beruflichen Weiterentwicklung werden entsprechende Maßnahmen angeboten. Diese werden durch interne Schulungen oder externe Weiterbildungen umgesetzt. Die erworbenen Qualifikationen sollen in einem angemessenen Zeitraum durch den Mitarbeiter / die Mitarbeiterin in der Praxis eingesetzt werden können. 12

13 Lagebericht aus den Geschäftsbereichen Lagebericht aus den Geschäftsbereichen 13

14 Überwachungskameras Klimaanlage Carrier-Meet-me-Raum Rechenzentrum 2 in Frankfurt Main Offener CoLo Bereich und Kunden-Racks Kunden-Cages Kunden-Suiten Back-up-Generatoren Puffer-Batterien Überwachungszentrale 24x7-Netzwerktechniker vor Ort 24x7-Helpdesk 24x7-Sicherheitsüberwachung Gebäudemanagementsystem (BMS) Kunden-Supportsystem 8 7 Rechenzentrum 1 in Frankfurt 8 Gesicherter Zugang Nicht dargestellt: Brandschutz- und Löschsysteme Feuchtigkeitsmelder Primäre Stromversorgung und Carrier-Hauseinführung Die Basisdienste der ITSG Das ITSG Rechenzentrum: sichere Basis für dynamische Prozesse Der Betrieb eines eigenen Rechenzentrums ist aufgrund der extrem gestiegenen Anforderungen an die Ausfallsicherheit der Infrastruktur mit hohen Kosten verbunden. Die ITSG hat bereits 2006 entschieden, nach dem Housing-Prinzip Flächen in einem großen Gemeinschaftsrechenzentrum anzumieten. Die Server- und Speichersysteme stehen verteilt in zwei regional getrennten Rechenzentren. Die gesamte angemietete Rechenzentrumsfläche teilt sich die ITSG mit dem GKV-Spitzenverband. Damit werden für alle Beteiligten weitere Synergieeffekte erschlossen. Im Jahr 2012 wurde die Verteilung der Serversysteme auf die Rechenzentrumsfläche und die Neu-Ordnung der Serversysteme durch eine geänderte Gliederung der Rechenzentrumsfläche weiter optimiert. Die Systeme der ITSG und des GKV-Spitzenverbandes sind auf zwei Rechenzentren in Frankfurt zu beiden Seiten des Mains verteilt, die jeweils über eine unterschiedliche Stromversorgeranbindung sowie separate Knoten zum Internet verfügen. Sechs Internetprovider stellen skalierbare Hochleistungsverbindungen ins Internet bereit. Klimatisierung und Brandschutz sind mit modernster Technik ausgerüstet und die Gebäude sind durch Videoüberwachung sowie einen Sicherheitsdienst vor Ort rund um die Uhr gut geschützt. Damit ist die größtmögliche Sicherheit der Systeme gewährleistet. Die Zukunft der Rechenzentrumstechnologie liegt in der gemeinsamen Nutzung von Ressourcen für unterschiedliche Anwendungen. So lassen sich Systeme optimal nutzen, die mit dem Betrieb einer einzigen Anwendung nicht annähernd ausgelastet wären. Auf diesem Grundprinzip basierend hat die ITSG 2011 begonnen, ihre Rechenzentrumsinfrastruktur in einem intern als IT-Neuordnung bezeichneten Projekt neu auszurichten. 14

15 Lagebericht aus den Geschäftsbereichen Das ITSG Servicemodell: maßgeschneidert für jeden Kunden Zum Kern des Aufgabenspektrums der ITSG gehört die Bereitstellung leistungsfähiger und flexibler IT-Services. Dafür hat die ITSG in den zurückliegenden 15 Jahren ein IT-Servicemodell geformt, mit dem sie für die individuellen Bedürfnisse ihrer Kunden maßgeschneiderte Lösungen bereitstellen kann. Professional Services Alle Services beruhen auf einer Basisarchitektur, die im Rechenzentrum bereitsteht. Dort betreibt die ITSG aufgabenorientiert mehrere Dynamic Data Center (DDC), außerdem exklusiv für den GKV-Spitzenverband ein eigenes DDC als abgeschlossenen Raum für seine Systeme. Auch für den Betrieb des GKV-Kommunikationsservers hat die ITSG ein eigenständiges DDC eingerichtet, das Rechenzentren an zwei verschiedenen Orten nutzt. Betreut werden die DDCs von dem Systemadministratoren-Team der ITSG. Sie steuern und überwachen den Betrieb der übergreifenden Systemeinheiten und Netzwerke, richten neue Systeme ein, pflegen die bestehenden Systeme und sorgen für die Datensicherungen. Bei Bedarf werden die Systemadministratoren von den Dienstleistungspartnern der ITSG unterstützt, mit denen das Unternehmen für einzelne Systemkomponenten Service- und Wartungsverträge abgeschlossen hat. Diese Professional Services, die sich auf das Rechenzentrum, die Hardware und Basissoftware beziehen, bilden die Grundlage des Leistungsangebots der ITSG, das sich in unterschiedliche Dienstleistungstiefen staffelt: Shared Services Die Dynamic Data Center bilden die Plattformen für den Betrieb unterschiedlicher Fachanwendungen. Dort stellt die ITSG im Auftrag ihrer Kunden einzelne Fachanwendungen bereit. Sie wählt die dafür benötigten Hardware- und Softwaresysteme aus und stellt die vereinbarte Leistung bedarfsgerecht zur Verfügung. Welche technischen Einrichtungen dafür genutzt werden, steuert die ITSG. Um die Anwendung möglichst ausfallsicher betreiben zu können und die Daten hochsicher zu verwalten, setzt die ITSG eine leistungsfähige Server- und Speicherplattform ein, auf der mehrere Anwendungen gleichzeitig laufen. Dabei wird die erforderliche Rechnerleistung den einzelnen Anwendungen nach ihrem Bedarf zugeordnet. Sie können auch als abgeschlossene virtuelle Funktionseinheiten konfiguriert und eingerichtet werden. Das ermöglicht es, die Serversysteme flexibel anzupassen und zu erweitern. Derzeit nutzt die ITSG in der Regel Blade-Servereinheiten von Hewlett Packard (HP). Die Lastverteilung zwischen den einzelnen Hardwarekomponenten erfolgt dabei nach einem automatisierten Verfahren. Für die Datenhaltung nutzt die ITSG separate Speichersysteme, die anwendungsbezogen jeweils die erforderliche Speichermenge zur Verfügung stellen. In diesem Bereich setzt die ITSG derzeit überwiegend HP Falcon Store Systeme ein. Die Datensicherung erfolgt zentral und kann bei Bedarf sowohl komplett als auch anteilig wiederhergestellt werden. Durch die gemeinsame Nutzung von Systemeinheiten kann die ITSG die Kosten für die Nutzung der Systeme sowie der Infrastruktur des Rechenzentrums anteilig umlegen. Damit folgt die ITSG dem allgemeinen Trend auf dem IT-Markt zur Bereitstellung von Anwendungen als sogenannter Software-as-a-Service (SaaS). Für die Kunden der ITSG bietet dieses Modell eine optimale Kostenstruktur. Exclusive Services Besonders schutzbedürftige Anwendungen erfordern den Einsatz dedizierter Systemeinheiten. Dafür setzt die ITSG abgegrenzte Server- und Speichereinheiten ein. Diese werden zwar ebenfalls in den Dynamic Data Centern eingerichtet, bilden aus systemtechnischer Sicht aber eine Insel. Die Datenhaltung und die Datenverarbeitung erfolgen auf einer gekapselten Systemeinheit. So sind beispielsweise die Vertrauensstelle Krankenversichertennummer und der GKV-Kommunikationsserver jeweils als Clustersystem aufgebaut. Die Clustereinheiten, die sich wechselweise automatisiert im Betrieb vertreten können, sind in unterschiedlichen, aber eigenständigen sogenannten Racks (Systemschränken) eingerichtet, die durch eine eigenständige Zutrittskontrolle für den physikalischen Zugriff auf die Systemkomponenten gesperrt sind. So können etwa die Racks der Vertrauensstelle Krankenversichertennummer zum Zwecke von Systemarbeiten nur dann geöffnet werden, wenn zwei Personen mit ihren Smartcards den Zutritt freischalten. In diesen Clustereinheiten können die Auftraggeber der ITSG auf die Auswahl der eingesetzten Hardware und Software Einfluss nehmen. Als Basisinfrastruktur werden lediglich die Anschlüsse des Rechenzentrums beziehungsweise der DDC und ihre Netzwerkverbindungen genutzt. Falls es ein Auftraggeber wünscht, können 15

16 Menschen bei der ITSG Johannes Babylon, Produktmanager GKV-Kommunikationsserver Seit Januar 2012 ist Johannes Babylon bei der ITSG angestellt. Zuvor war er bereits als projektbezogener Mitarbeiter für das Unternehmen tätig. Als Produktmanager für den GKV-Kommunikationsserver übt er eine Schnittstellenfunktion aus: Er wandelt die Vorgaben der Stakeholder für die Weiterentwicklung in konkrete Aufgaben um, die von dem Projektteam umgesetzt werden. Dazu nutzt Johannes Babylon die Instrumente der ITSG, um die Anforderungen zu dokumentieren. Weiterhin nimmt er an den Sitzungen relevanter Gremien teil und repräsentiert das Produkt. Als zentraler Ansprechpartner für den Kommunikationsserver bündelt er die gesamte Kommunikation und übernimmt intern wie extern die Steuerungsfunktion für das Produkt. Mein Ziel ist es, die Prozesse für die Weiterentwicklung und den Betrieb des Produkts zu optimieren und das Produkt professionell nach außen zu vertreten. Dadurch möchte ich den Kommunikationsserver zu einem Aushängeschild für die ITSG machen. die Systemeinheiten ausschließlich von namentlich benannten Personen bedient und administriert werden. Die Kosten für die Einrichtung und den Betrieb dieser Systemeinheiten tragen ausschließlich die jeweiligen Auftraggeber. Darüber hinaus werden sie anteilig an den Kosten für die Nutzung der Basisinfrastruktur des Rechenzentrums beteiligt. Premium Services Für Auftraggeber, die ganz spezielle Anforderungen geltend machen, richtet die ITSG eigene Dynamic Data Center ein. Darin werden ausschließlich die Systeme des Auftraggebers betrieben. Diese Servicevariante eignet sich auch dann, wenn der Auftraggeber über eine Rechnerinfrastruktur verfügt, die teilweise auch von seinen eigenen Mitarbeitern eigenständig administriert werden soll. In diesem Fall stellt die ITSG lediglich die Infrastruktur im Rechenzentrum bereit und richtet gemeinsam mit dem Kunden das DDC ein. Ausgewählte Leistungen bietet die ITSG anhand eines gestaffelten Modells an und arbeitet in diesem Rahmen nach den Vorgaben beziehungsweise auf Anleitung ihres Kunden. Die Verantwortung für den Betrieb des DDC liegt damit ebenfalls beim Auftraggeber. Für die umfangreichen Aufgaben des GKV-Spitzenverbands hat die ITSG ein eigenes DDC eingerichtet. Darin werden insbesondere die Systeme zur Bürokommunikation betrieben sowie Fachanwendungen, die ausschließlich der GKV-Spitzenverband nutzt. Die Kosten für die Einrichtung und den Betrieb solcher eigenständiger DDC und ihrer Systemeinheiten tragen alleine die Auftraggeber. Darüber hinaus werden anteilig die Kosten für die Nutzung der Infrastruktur des Rechenzentrums umgelegt. Durch die gemeinsame Nutzung der Rechenzentrumsfläche werden auch in dieser abgeschlossenen Struktur dennoch Synergieeffekte mit den übrigen Einheiten der ITSG erschlossen, weil die Systeme kostenoptimiert auf unterschiedliche Brandabschnitte verteilt werden können. Das Systemadministratoren-Team der ITSG übernimmt die Betreuung der Einheiten. 16

17 Datenschutz bei der ITSG Vorschriftsgemäß implementiert Die ITSG hat gemäß 4f des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) Wolfram Becker aus Frankfurt als betrieblichen Datenschutzbeauftragten (DSB) bestellt. Der DSB nimmt die ihm kraft Gesetzes und aus dieser Richtlinie zugewiesenen Aufgaben bei weisungsfreier Anwendung seiner Fachkunde wahr. Für Meldungen und Auskünfte gegenüber den Datenschutz-Aufsichtsbehörden liegt die bearbeitende Zuständigkeit bei dem DSB. Die Fachabteilungen stellen die hierfür erforderlichen Informationen und Unterlagen zur Verfügung. Gleiches gilt für Anfragen, Beschwerden oder Auskunftsersuchen Betroffener. Jeder Mitarbeiter kann sich unmittelbar mit Hinweisen, Anregungen oder Beschwerden an den DSB wenden, wobei auf Wunsch absolute Vertraulichkeit gewahrt wird. Bei der Einrichtung neuer Verfahren der Verarbeitung personenbezogener Daten wird der Datenschutzbeauftragte rechtzeitig vorab informiert und in die weiteren Arbeiten eingebunden. Alle Mitarbeiter werden auf das Datengeheimnis ( 5 BDSG) sowie das Sozialgeheimnis ( 35 Abs.1 SGB I) und die Einhaltung dieser Vorschriften verpflichtet. Zum Datenschutz werden jährlich Schulungstermine mit allen betroffenen Mitarbeitern durchgeführt. Die Teilnahme an diesen Veranstaltungen ist verpflichtend. Wenn externe Dienstleister erstmals mit der Verarbeitung personenbezogener Daten oder einzelner Verarbeitungsschritte (zum Beispiel Erhebung oder Löschung / Entsorgung) beauftragt werden oder mit Tätigkeiten (zum Beispiel Wartungen oder Reparaturen), bei denen sie Kenntnis personenbezogener Daten bekommen können, wird der DSB vor der Beauftragung informiert. Ihm wird dann der Vertragsentwurf vorgelegt, der den Anforderungen des 11 BDSG genügen muss sowie die Kriterien der erfolgten beziehungsweise nachfolgend vorgesehenen Auftragskontrolle. Bestandteil des Vertrages mit dem je- 17

18 weiligen Dienstleister muss auch eine Datenschutzvereinbarung sein. Die externen Mitarbeiter werden ebenfalls auf das Datengeheimnis ( 5 BDSG) und die Einhaltung dieser Richtlinie verpflichtet. Ein öffentliches Verfahrensverzeichnis gibt Auskunft, welche personenbezogenen Daten bei der ITSG verarbeitet werden und über die Zwecke der Verarbeitung sowie die Kategorien der möglichen Empfänger dieser Daten. Technische Details oder Geschäftsinterna sind in diesem Dokument nicht enthalten. Im Jahr 2012 wurden unabhängig voneinander zwei Datenschutzprüfungen bei der ITSG durchgeführt. Der GKV-Spitzenverband hat das gemeinsam genutzte Rechenzentrum und die Zentrale der ITSG geprüft. Die übrigen Spitzenorganisationen der Krankenkassen auf Bundesebene haben gemeinsam eine Datenschutzprüfung des Rechenzentrums und der Zentrale der ITSG in Bezug auf die gemeinschaftlich beauftragten Arbeiten durchgeführt. Beide Prüfungen wurden mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen. Menschen bei der ITSG Isabel Graßhof, Personalreferentin Seit ich im Januar 2012 zur ITSG gekommen bin, haben wir über 20 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen eingestellt, berichtet Isabel Graßhof. Das ist für ein Unternehmen dieser Größenordnung beachtlich. Und damit hat die Volljuristin mit fachlichem Schwerpunkt Arbeitsrecht alle Hände voll zu tun. Denn als Personalreferentin dieses stetig wachsenden Unternehmens ist sie neben dem Bewerbungsmanagement und der Gestaltung der Arbeitsverträge auch für alle Mitarbeiter- und Beurteilungsgespräche verantwortlich. Zu ihren Aufgaben gehören außerdem die Beratung der Geschäftsleitung in personellen Fragen und die vertrauensvolle Position als Ansprechpartnerin für alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Das Wachstum der ITSG sehe ich positiv, sagt Isabel Graßhof, weil es unserem Unternehmen die Möglichkeit gibt, den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen im Rahmen der Personalentwicklung entsprechende Perspektiven aufzuzeigen und anzubieten." 18

19 Lagebericht aus den Geschäftsbereichen Die ITSG als Vertrauensstelle 19

20 Das ITSG Trust Center: zentrale Vertrauensinstanz für den elektronischen Datenaustausch Im elektronischen Datenaustausch im Gesundheitsund Sozialwesen nimmt das ITSG Trust Center eine zentrale Rolle ein. Diese Vertrauensstelle zertifiziert auf Antrag die Identität der Teilnehmer im elektronischen Datenaustausch zwischen den Krankenkassen, Arbeitgebern und Leistungserbringern. Auch ihre Dienstleistungspartner und die übrigen Organisationen und Geschäftspartner der Krankenkassen erhalten ein sogenanntes Zertifikat. Dieses Zertifikat ist ein registrierter öffentlicher Schlüssel, der eine natürliche Person oder Organisation als Schlüsselinhaber eindeutig diesem elektronischen Schlüssel zuordnet. Es besteht aus: einer eindeutigen Seriennummer, dem eindeutigen Namen des Schlüsselinhabers, dem öffentlichen Schlüssel des Schlüsselinhabers und der digitalen Signatur der Zertifizierungsstelle (Trust Center). Das Trust Center der ITSG veröffentlicht täglich alle Zertifikate der registrierten Teilnehmer in öffentlichen Schlüssel-Verzeichnissen, anhand derer überprüft werden kann, welche Schlüssel für das Verfahren zugelassen sind. Denn für die Übermittlung schutzbedürftiger Daten, wie etwa sämtlichen personenbezogenen Angaben, muss gewährleistet sein, dass sie unverfälscht beim Empfänger eingehen und nachweislich vom Absender stammen. Dazu werden die Daten mit komplexen Signatur- und Verschlüsselungsverfahren geschützt. Auf Antrag stellt das ITSG Trust Center den Verfahrensteilnehmern ihre elektronischen Zertifikate aus. Sie verfügen über eine Gültigkeit von drei Jahren ab dem Erstellungsdatum. Die Zertifikate der Trust Center als Herausgeber aller Schlüssel besitzen mit fünf Jahren eine längere Gültigkeit. Sie wurden von einer Stammzertifizierungstelle erstellt, deren Schlüssel eine Gültigkeit von sieben ITSG Trust Center-Zertifikate 2012 Tsd Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sept Okt Nov Dez 20

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