Gesund im Urlaub. Impfungen vor der Schwangerschaft. Was tun bei Stillproblemen? Brustultraschall ab 35. Ein Service von fem-es

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1 Mit freundlicher Empfehlung Ihres Facharztes Frauengesundheit & Frauenbalance Gesund im Urlaub Impfungen vor der Schwangerschaft Was tun bei Stillproblemen? Brustultraschall ab 35 Ausgabe 2/ Jahrgang Ein Service von fem-es FÜR SIE ZUM MITNEHMEN!

2 Dr. Anne-Chantal Hauser Sehr geehrte, liebe Patientin, haben Sie Ihren Urlaub noch vor sich? Wenn Sie sich noch nicht um die Verhütung sowie um Medikamente gekümmert haben, die Sie auf Ihrer Reise benötigen, oder noch wichtige Impfungen vornehmen lassen müssen, sollten Sie jetzt mit Ihrer Frauenärztin bzw. Ihrem Frauenarzt darüber sprechen. Wir beraten Sie gerne bei der medizinischen Reisevorbereitung. Das Thema Impfungen behandeln wir auch in weiteren Beiträgen dieser flair-ausgabe: Viele Frauen planen heute gezielt den Zeitpunkt für eine Schwangerschaft, setzen z. B. erst dann mit der Verhütung aus, wenn sie beruflich gefestigt sind und/oder ein gewisses Alter erreicht haben. Bei ihren Vorbereitungen sollten sie unbedingt an die Überprüfung ihres Impfschutzes denken und sich bei Bedarf rechtzeitig (nach-)impfen lassen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts empfiehlt allen jungen Frauen zwischen zwölf und 17 Jahren die Impfung gegen Humane Papilloma-Viren (HPV), die Gebärmutterhalskrebs auslösen können. Was viele ältere Frauen nicht wissen: Auch für sie lohnt sich die HPV-Impfung unter Umständen. Etwa 90 % aller Frauen nehmen sich in der Schwangerschaft vor, ihr Kind zu stillen. Und tatsächlich beginnen auch rd. 90 % der frisch gebackenen Mütter nach der Geburt mit dem Stillen. Der häufigste Grund für das Abstillen sind Stillprobleme: vor allem zu wenig Milch, wunde Brustwarzen, Trink- oder Saugschwierigkeiten beim Kind, Milchstau. Wir informieren Sie in diesem Heft darüber, was Sie bei Stillproblemen tun können. Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren sollten alle zwei Jahre eine Röntgenuntersuchung der Brust machen lassen, die Mammografie. Diese Vorsorgeuntersuchung soll dazu beitragen, Brustkrebs bereits im Frühstadium zu erkennen. Allerdings können auch im Zeitraum zwischen zwei Mammografien Tumore in der Brust wachsen. Diese werden als Intervallkarzinom bezeichnet. In manchen Fällen wachsen die Tumore so rasch, dass sie sich bei der nächsten Mammografie bereits in einem fortgeschrittenen Stadium befinden. Vieles deutet darauf hin, dass eine zusätzliche Ultraschalluntersuchung (Sonografie) nach einem Jahr eine ganze Reihe dieser Intervallkarzinome aufspüren kann. Vielleicht wundern Sie sich dass wir in einem Gesundheitsmagazin für die Frau ein typisches Männerproblem behandeln, die Prostata und ihre Erkrankungen. Wir tun das, weil bekannt ist, dass sich Männer wenig um ihre Gesundheit kümmern und auch erst dann einen Arzt aufsuchen, wenn es höchste Zeit ist. Und meistens sind es die Partnerinnen und Ehefrauen, die ihren Gefährten zum Arzt schicken. Wir von fem-es wünschen Ihnen eine informative Lektüre Dr. Anne-Chantal Hauser

3 INHALT Im Urlaub gesund bleiben 4 Schwangerschaft planen Impfungen auffrischen 6 Nicht nur für junge Frauen: die HPV-Impfung 8 Der HIV-Test noch immer sinnvoll 9 Was tun bei Stillproblemen? 10 In vielen Fällen sinnvoll: Brustultraschall für Frauen über Russisches Roulett: Prostatakrebs operieren oder zuwarten? 13 Die Ernährungskolumne 15 Interessante Bücher 18 Rubriken Editorial 2 Impressum 18 Wichtige Adressen 20

4 Im Urlaub gesund bleiben Die meisten Menschen freuen sich schon Monate im Voraus auf den Urlaub: auf den Tapetenwechsel und darauf, nicht arbeiten zu müssen, sondern einfach nur faul am Strand zu liegen oder endlich mal wieder richtig aktiv zu werden. Sorgen Sie rechtzeitig dafür, dass Ihr Urlaub tatsächlich zur schönsten Zeit des Jahres wird: Indem Sie sich rechtzeitig um die Verhütung sowie um Medikamente kümmern, die Sie auf Ihrer Reise benötigen, oder wichtige Impfungen vornehmen lassen und auch an alles andere denken, was Ihnen hilft, gesund zu bleiben. Ihre Frauenärzte unterstützen Sie gerne bei der medizinischen Reisevorbereitung. Rechtzeitig impfen! Bei Reisen nach Deutschland und ins nahe europäische Ausland sind Sie in der Regel gut gegen viele Krankheiten geschützt, wenn Sie regelmäßig Ihren Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten auffrischen lassen. Eine Impfung gegen die durch Zecken übertragene Entzündung von Gehirn und Hirnhäuten, abgekürzt FSME, ist unter Umständen ebenfalls nötig. Bei Reisen nach Südosteuropa empfiehlt sich zusätzlich eine Impfung gegen Hepatitis A, eine Form der Leberentzündung, unter Umständen auch eine Kombinationsimpfung gegen Hepatitis A und B. Diese muss jedoch nach vier Wochen aufgefrischt werden, um einen ersten Impfschutz zu erhalten. Die Standardimpfungen bei allen Auslandsreisen außerhalb von Europa sind Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Polio, Typhus und Hepatitis A. Weitere Impfungen (z. B. gegen Japanische Enzephalitis oder Cholera) sollten Sie bei Bedarf ebenfalls rechtzeitig durchführen lassen. Auch eine Grippeschutzimpfung ist bei Auslandsreisen wichtig! Verhütung auf Reisen Frauen, die die Pille nehmen, wollen auch im Urlaub sicher mit ihr verhüten. Deshalb gehört eine ausreichende Anzahl von Pillenpackungen ins Reisegepäck, am besten auch eine Zusatzpackung, falls mal eine verloren geht oder Sie wegen Durchfall oder Erbrechen zusätzliche Pillen nehmen müssen. Im Idealfall nehmen Sie den Beipackzettel mit, falls Sie am Urlaubsort eine weitere Packung benötigen. Denn Ihr Präparat trägt in einem anderen Land womöglich einen anderen Namen, was der Arzt oder Apotheker jedoch anhand der Inhaltsstoffe erkennen kann. Bei einer Zeitverschiebung müssen Sie darauf achten, dass Sie Ihre Pille nicht zu spät einnehmen, da sonst die Wirksamkeit nicht mehr gegeben ist. Bei der Minipille gilt wie bei der normalen Kombipille das 12-Stunden- Fenster, d. h. die Wirksamkeit geht 36 Stunden nach der letzten Einnahme verloren. Bitte denken Sie auch daran, dass die Pille zwar vor einer Schwangerschaft bewahrt, aber nicht vor Geschlechtskrankheiten oder einer Infektion mit dem HI-Virus schützt, das Aids auslösen kann. Verwenden Sie daher auf alle Fälle ein Kondom, wenn Sie auf Ihrer Reise Sex mit Unbekannten haben. Vielleicht geben Sie zur Sicherheit einfach eine Kondompackung mit ins Reisegepäck. Schwanger in die Ferien Auch Schwangere müssen natürlich nicht auf ihren wohlverdienten Urlaub verzichten. Allerdings sollten sie soweit möglich keine Länder wählen, für deren Einreise eine Impfung erforderlich ist. Flugreisen sind zwischen der 15. und 28. Schwangerschaftswoche bei unproblematischer Schwangerschaft ohne weiteres möglich. Vorher stellen sie ein gewisses Risiko für das Kind dar, danach verlangen manche Fluggesellschaften ein Unbedenklichkeitsattest des Arztes. Und ab der 36. Schwangerschaftswoche transportieren Fluggesellschaften Schwangere nur noch im Ausnahmefall. Müssen Sie bei der Anreise längere Zeit sitzen, ohne sich groß bewegen zu können, sollten Sie Kompressionsstrümpfe tragen, um einer Thrombose vorzubeugen. Am Urlaubsort sollten Schwangere auf alle Fälle die später näher beschriebenen Hygieneregeln beachten und sich nicht überfordern. Reisen in Höhen über 2500 Meter sind für Schwangere ungünstig, vor allem, wenn sie es nicht gewohnt sind oder Schwangerschaftsrisiken bestehen. Hormontherapie im Urlaub möglich? Eine Hormontherapie in oder nach den Wechseljahren ist selbstverständlich auch im Urlaub weiterhin möglich. Da die Hormone nicht zu bestimmten Zeiten genommen werden müssen, gibt es hier auch keine Probleme wegen einer eventuellen Zeitverschiebung. Allerdings sollten Sie Ihr Präparat in ausreichender Menge mit an den Urlaubsort nehmen. Hygiene unterwegs Vor allem bei Reisen in südliche Länder erwischt einen leicht Montezumas Rache. Durchfall und Erbrechen können das Reisevergnügen erheblich schmälern, weshalb Sie unbedingt ei- 4

5 nige Vorsichtsmaßnahmen beachten sollten: Essen Sie nichts an Garküchen oder Marktständen (auch kein Eis, das nicht verpackt ist). Schälen Sie Obst und Gemüse, bevor Sie es essen. Verzichten Sie auf Obst und Gemüse, das nicht geschält oder gekocht werden kann. Kochen Sie Wasser ab, bevor Sie es trinken oder die Zähne damit putzen. Nehmen Sie in Restaurants nur Getränke zu sich, die aus Flaschen kommen, oder welche, die mit kochendem Wasser zubereitet wurden. Verzichten Sie auf Eiswürfel in Getränken. Waschen Sie häufig Ihre Hände. Wer zahlt, wenn ich im Urlaub zum Arzt muss? Natürlich kann es jederzeit vorkommen, dass man im Urlaub doch einmal zum Arzt muss. Für diesen Fall ist es vor allem bei Reisen in Länder außerhalb der EU sinnvoll, eine Auslandsreisekrankenversicherung abzuschließen. Sonst kann ein Arztbesuch oder gar ein Krankenhausaufenthalt bzw. ein eventuell notwendiger Rücktransport teuer werden. Im EU-Ausland belegt Ihre Krankenversicherungskarte zwar, dass Sie krankenversichert sind und Anspruch auf medizinische Leistungen haben, doch erstatten die gesetzlichen Krankenkassen in der Regel nur die Kosten, die das staatliche Gesundheitssystem des Landes, in dem man sich befindet, ebenfalls erstatten würde. Und das kann im Einzelfall sehr viel weniger sein, als die gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland übernehmen würde. Erkundigen Sie sich daher auf alle Fälle vor Ihrer Reise, welche Kosten die Krankenkasse im Bedarfsfall erstatten würde. Und schließen Sie falls nötig eine private Auslandsreisekrankenversicherung ab. Die erstattet u. a. auch die Kosten für einen Rücktransport, falls dieser erforderlich sein sollte. Reisen auf die letzte Minute Falls Sie eine Last-Minute-Reise buchen, können Sie viele der bereits genannten Tipps sicher nicht beherzigen. Doch manche Impfungen sind auch kurz vor knapp noch möglich und bieten zumindest einen gewissen Schutz. Dazu gehören die Impfungen gegen Hepatitis A, Typhus und Meningokokken. Auffrischungsimpfungen gegen Tetanus und Diphtherie sind ebenfalls jederzeit möglich. Bei Reisen in Länder, in denen Mücken gefährliche Krankheiten (z. B. Malaria) hervorrufen, sollten Sie auf einen guten Mückenschutz achten (Moskitonetz, Mückenschutzmittel) und Kleidung tragen, bei der Arme und Beine weitgehend bedeckt sind. Unter Umständen sind Malariamedikamente zur Vorbeugung notwendig. Auch eine Auslandsreisekrankenversicherung können Sie kurzfristig abschließen. Mehr Infos zur Reisemedizin und zu Impfungen (z. B. auch zur Gelbfieberimpfung): Dr. Anne-Chantal Hauser Am Fischbrunnen Plochingen Tel.: Reiseapotheke für Frauen Bei Bedarf: Verhütungsmittel oder Hormonpräparat in ausreichender Menge Dauermedikation (z. B. Mittel gegen chronische Krankheiten, Allergien oder Migräne) Immer sinnvoll: Mittel gegen Durchfall und Erbrechen Schmerz- und Fiebermittel Fieberthermometer Sonnencreme mit ausreichend hohem Lichtschutzfaktor Pflaster und Verbandsmaterial Pinzette und Schere Insektenschutz 5

6 Schwangerschaft planen Impfungen auffrischen Viele Frauen planen heute gezielt den Zeitpunkt für eine Schwangerschaft, setzen z. B. erst dann mit der Verhütung aus, wenn sie beruflich gefestigt sind und/oder ein gewisses Alter erreicht haben. Bei ihren Vorbereitungen sollten sie unbedingt an die Überprüfung ihres Impfschutzes denken und sich bei Bedarf rechtzeitig (nach-) impfen lassen. Ein vollständiger Impfschutz schon vor der Schwangerschaft ist deshalb so wichtig, weil einige Krankheiten die Gesundheit des ungeborenen Kindes gefährden können. Auch die eigene Gesundheit sollte den Frauen einen (rechtzeitigen) Piks wert sein, denn während der Schwangerschaft kann gegen verschiedene Krankheiten nicht geimpft werden. Welche Impfungen sind sinnvoll? Frauen, die baldmöglichst schwanger werden wollen, sollten sich gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten impfen lassen, falls kein Impfschutz mehr besteht. Auch gegen Masern, Windpocken und vor allem die Röteln ist eine Impfung sinnvoll, sofern die Frau diese Krankheiten noch nicht durchgemacht hat oder nicht gegen sie geimpft ist. Denn gerade in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten kann eine Erkrankung an Röteln zu schweren Behinderungen des Kindes führen. So erleiden gut 50 % aller Kinder, deren Mutter zwischen der zweiten und sechsten Schwangerschaftswoche an Röteln erkrankt, gesundheitliche Schäden. Eine Windpockenerkrankung der Mutter zum Zeitpunkt der Geburt ist für das Neugeborene kritisch, da die körpereigenen Abwehrkräfte bei so kleinen Säuglingen das Windpockenvirus noch nicht in seine Schranken weisen können, die Krankheit jedoch häufig von der Mutter auf das Kind übertragen wird. Etwa 30 % der infizierten Neugeborenen sterben. Diphtherie, Keuchhusten, Tetanus Auch eine Diphtherieerkrankung der Schwangeren kann Fehlbildungen beim Kind hervorrufen. Davon einmal abgesehen ist Diphtherie auch für die werdende Mutter gefährlich u. a. kann die Krankheit Organe wie Herz und Nieren schädigen. 6

7 den, falls der Körper der Mutter noch keine Antikörper gebildet und diese im Mutterleib auf das Kind übertragen hat. Tetanus ist eine sehr gefährliche Krankheit. Etwa die Hälfte der Menschen, die sich mit dem Bakterium infiziert haben, stirbt. Ein guter Grund, den Tetanusschutz regelmäßig nicht nur vor der Schwangerschaft zu überprüfen, da der Tetanuserreger überall auf der Welt zu finden ist. Falls jedoch die Gefahr der Ansteckung mit einer gefährlichen Krankheit (z. B. Diphtherie) besteht, wird auch in der Schwangerschaft noch geimpft. Der Grund: Die Krankheit nimmt dann sehr wahrscheinlich einen für Mutter und Kind weniger belastenden Verlauf. Die Grippeimpfung in der Schwangerschaft wird ab dem 2. Trimenon durch die STIKO (Ständige Impfkommission) empfohlen. Keuchhusten hingegen ist in erster Linie eine starke Belastung für den Organismus der Mutter und kann unter Umständen Wehen auslösen. Bei der Erstinfektion um den Zeitpunkt der Geburt hingegen kann Keuchhusten für das Baby auch lebensbedrohlich wer- Wann impfen? Alle wichtigen Impfungen sollten spätestens drei Monate vor Eintritt der Schwangerschaft durchgeführt worden sein. Der Grund: Einige der Impfungen (z. B. gegen Masern, Mumps, Windpocken und Röteln) erfolgen mit Lebendimpfstoff, also einem abgeschwächten Krankheitserreger. Und die können bei einer Impfung während der Schwangerschaft und in der Zeit rund um die Schwangerschaft dem ungeborenen Kind gefährlich werden. Impfungen mit Totimpfstoffen hingegen (z. B. Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten), bei denen der Erreger entweder abgetötet ist oder nur Teile von ihm verwendet wurden, sind theoretisch auch während der Schwangerschaft möglich. Allerdings verzichtet man normalerweise auch auf diese Impfungen, um keine unnötigen Risiken einzugehen. Wichtiger Nestschutz Nach der Impfung ebenso nach durchgemachter Krankheit produziert der menschliche Körper Antikörper gegen die Erkrankung. Diese Abwehrstoffe kann der Organismus im Fall einer Ansteckung schnell wieder herstellen, wodurch die Krankheit entweder nicht ausbricht oder einen abgeschwächten Verlauf nimmt. Die Antikörper überträgt eine Mutter während der Schwangerschaft auf ihr Kind. Nach der Geburt trägt das Baby sie in sich und ist dadurch in seinen ersten Lebenswochen gegen die Krankheiten geschützt, die die Mutter durchgemacht hat oder gegen die sie geimpft ist. Diesen wichtigen Nestschutz erzielen Frauen, die eine Schwangerschaft planen, also ebenfalls durch eine rechtzeitige Impfung. Mutter-Kind-Apotheke Dreimal in Esslingen Die Experten für Schwangere, Mutter, Baby und Kind! Anatoly Tiplyashin - Fotolia.com Aesthetic Care Medical Beauty Lounge Dauerhafte Haarentfernung mit EPILUX SP Epilux Skin Rejuvenation Exklusive Kosmetik AKTIV FÜR IHRE GESUNDHEIT Küferstr. 2 Tel Fax ANWENDUNGEN FÜR ÄSTHETISCHE HAUT 7

8 Nicht nur für junge Frauen: die HPV-Impfung Die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts empfiehlt allen jungen Frauen zwischen zwölf und 17 Jahren die Impfung gegen Humane Papilloma-Viren (HPV), die Gebärmutterhalskrebs auslösen können. Was viele ältere Frauen nicht wissen: Auch für sie lohnt sich die HPV-Impfung unter Umständen. Mit Humanen Papilloma-Viren stecken sich gut 50 % aller Frauen im Laufe ihres Lebens an und zwar durch ungeschützten Geschlechtsverkehr. Allerdings gibt es eine große Anzahl verschiedener HPV-Typen. Davon können nur einige bösartige Veränderungen hervorrufen, so auch die HP-Viren vom Typ 16 und Typ 18, gegen die sich die HPV-Impfung in erster Linie richtet. Jedoch sind nicht alle Frauen, die älter als 17 Jahre und schon lange sexuell aktiv sind, zwangsläufig mit diesen Viren in Kontakt gekommen. Ein kleiner Test weist nach, ob sich eine Frau mit HPV 16 oder 18 angesteckt hat. Eine Impfung ist selbst dann noch sinnvoll, wenn nur einer der beiden Virustypen nicht gefunden werden kann. Gebärmutterhalskrebs eine gefährliche Angelegenheit Der Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) ist eine bösartige Erkrankung des Muttermunds sowie des zwischen innerem und äußerem Muttermund liegenden Kanals und nach dem Brustkrebs die zweithäufigste Krebsart bei Frauen in Deutschland. Nach Schätzungen des Deutschen Krebsregisters erkrankten 2012 rd Frauen neu, eine von rd. 340 Erkrankten stirbt an der Krankheit. Je eher der Krebs erkannt wird, umso besser sind die Heilungschancen. Deshalb sollten Frauen ab 20 unbedingt an die jährliche Krebsvorsorge denken, bei der der Gynäkologe einen Zellabstrich des Gewebes vornimmt. Denn dann liegt die Chance zwischen 80 % und 90 %, dass auffällige Veränderungen rechtzeitig erkannt werden. Auslöser für das Zervixkarzinom sind in erster Linie Humane Papilloma-Viren. Von 14 Virentypen weiß man mittlerweile, dass sie Gebärmutterhalskrebs hervorrufen können manche davon, wie HPV Typ 16 und 18, sind besonders gefährlich. Allerdings kommt es auch bei einer Infektion mit einem dieser Hochrisikotypen nicht zwangsläufig zu Gebärmutterhalskrebs. Denn glücklicherweise funktioniert die körpereigene Krankheitsabwehr meistens und bekämpft die Viren mit Erfolg. Doch nicht immer ist das der Fall. Selbst die jährliche Vorsorgeuntersuchung gibt keine Garantie, dass Gebärmutterhalskrebs rechtzeitig erkannt wird. Und genau deshalb ist die HPV-Impfung so wichtig auch für Frauen über 17, die noch mit keinem (oder nur einem) der Erreger in Kontakt gekommen sind. Kein vollständiger Schutz durch die Impfung Allerdings und das ist ebenfalls von großer Bedeutung dürfen auch Frauen, die gegen HPV 16 und 18 geimpft sind, sich nicht in Sicherheit vor Gebärmutterhalskrebs wiegen. Denn es gibt schließlich noch eine Reihe weiterer Virentypen, die diese Krebsart ebenfalls hervorrufen können. Einer der zwei Impfstoffe, die gegen HPV auf dem Markt sind, wirkt zwar noch gegen zwei weitere, weniger gefährliche Virentypen, doch damit bleiben immer noch zehn, gegen die es bislang keine Impfung gibt. Das heißt: Selbst nach einer Impfung sollte die jährliche Vorsorgeuntersuchung mit Zellabstrich ein Pflichttermin für jede Frau sein. Was ist der HPV-Test? Frauen über 17, die nicht wissen, ob sie mit HPV 16 oder 18 infiziert sind, können ihren Frauenarzt fragen, ob er parallel zur jährlichen Gebärmutterhalskrebsvorsorge einen HPV-Test durchführen lässt. Dieser erkennt eine HPV- Infektion anhand eines weiteren Zellabstrichs sicher. Auch die im Körper einer Frau vorkommenden Virentypen kann das Labor problemlos ermitteln. Diesen HPV-Test muss eine Frau zwar selbst bezahlen, doch stellt sich durch ihn heraus, dass eine HPV-Impfung noch sinnvoll ist, hat sich die Ausgabe gelohnt. Auch die Impfung ist für Frauen über 17 leider nicht kostenfrei, doch die rd. 400 Euro für die Grundimmunisierung mit drei Spritzen innerhalb eines halben Jahres sind gut angelegtes Geld. Sollte der HPV-Test jedoch ergeben, dass eine Impfung nicht mehr sinnvoll ist, weil bereits eine Infektion mit HPV 16 und 18 vorliegt, brauchen sich Betroffene ebenfalls nicht zu fürchten. Wie bereits erwähnt, erkranken auch infizierte Frauen nicht unweigerlich an Gebärmutterhalskrebs. Dennoch ist verständlich, dass diese Frauen den jährlichen Früherkennungstermin in jedem Fall wahrnehmen sollten. Die meisten Frauenärzte erinnern gern an die Vorsorgeuntersuchung! 8

9 Ausgabe 2 / Jahrgang Ausgabe 3 / Jahrgang Ein Service von fem-es FÜR SIE ZUM MITNEHMEN! Der HIV-Test noch immer sinnvoll In Deutschland lebten Ende 2012 nach Schätzungen des Robert-Koch- Instituts rd Menschen mit einer HIV-Infektion bzw. einer Aids-Erkrankung. HIV diese Abkürzung steht für das Humane Immunodeficiency Virus (Menschliches Immunschwäche- Virus), das die Immunschwächekrankheit Aids auslösen kann. Bei Aids funktioniert die Körperabwehr gegen Krankheitserreger nicht mehr richtig, harmlose Infektionen können bedrohlich werden. HIV-Test für Schwangere kostenlos Das HI-Virus wird vor allem durch ungeschützten Geschlechtsverkehr mit einer infizierten Person übertragen. Weitere Übertragungswege sind verunreinigtes Blut oder mit dem Virus verunreinigte Spritzen. Da auch Schwangere das Virus an ihr ungeborenes Kind weitergeben können, bezahlen die gesetzlichen Krankenkassen im Rahmen der Mutterschaftsvorsorge einen HIV-Test, allerdings nur, wenn die Schwangere nach vorheriger Beratung durch den Arzt einen solchen Test durchführen lassen möchte. Sonst kostet der Test etwa 20 Euro. Er kann auch anonym durchgeführt werden. Das passiert beim HIV-Test Für den HIV-Test benötigt der Arzt etwas Blut, das im Labor mit einem Eiweiß des Virus in Kontakt gebracht wird. Liegt eine HIV-Infektion vor, finden sich im Blutserum Antikörper gegen das Virus, die sich an das Eiweiß heften. Finden sich keine Antikörper, bedeutet das, dass die Frau HIV-negativ ist. Allerdings bilden sich die Antikörper erst etwa zwölf Wochen nach der Infektion. Liegt eine Ansteckung weniger als zwölf Wochen zurück, kann der Test die Infektion nicht feststellen. Stellt das Labor Antikörper fest, schließt sich ein weiterer Test an, der genauer als der erste ist. Nur wenn sich in diesem Test ebenfalls Antikörper gegen das HI-Virus zeigen, teilt der Arzt der Patientin mit, dass sie HIV-positiv, also mit dem HI-Virus infiziert ist. Dieser zweite Test sichert das Ergebnis des ersten Tests ab, da der in wenigen Fällen ein falsch-positives Resultat liefern kann. Sie möchten in alten flair -Heften stöbern? Oder wollen etwas nachlesen und finden die Ausgabe nicht mehr? Auf der fem-es-homepage sind alle bisher erschienenen Hefte archiviert. Oder besuchen Sie uns auf facebook. Wir freuen uns, wenn Sie neue Themen für flair vorschlagen oder mit uns über bestimmte Themen diskutieren. Frauengesundheit. Frauenbalance flair Frauengesundheit & Frauenbalance Schwangerschaftsgymnastik Babyblues: Tränen trotz gesundem Baby Schlafen Sie sich schön Wunder der Wechseljahre Mit freundlicher Empfehlung Ihres Facharztes flair Frauengesundheit & Frauenbalance Frauen & Herzinfarkt Der Busen wird größer Baby-Check Ultraschall flair Frauengesundheit & Frauenbalance Mit freundlicher Empfehlung Ihres Facharztes Ausgabe 1 / Jahrgang Ein Service von fem-es Mit freundlicher Empfehlung Ihres Facharztes flair Frauengesundheit & Frauenbalance Ausgabe 2 / Jahrgang Ein Service von fem-es Mit freundlicher Empfehlung Ihres Facharztes flair Frauengesundheit & Frauenbalance Mit freundlicher Empfehlung Ihres Facharztes Krebsfrüherkennung Brustformung ohne OP Problem Blasenschwäche Geschichte der Unterwäsche Ultraschall nicht nur für Schwangere Haarprobleme Ausgabe 1 / Jahrgang Ein Service von fem-es Akupunktur für Frauen Raucherinnen leben gefährlich Zyklusmonitoring Eierstockzysten Vitalstoffe und Immunsystem Ein Service von fem-es Meditieren FÜR SIE ZUM MITNEHMEN! 9

10 Was tun bei Stillproblemen? Etwa 90 % aller Frauen nehmen sich in der Schwangerschaft vor, ihr Kind zu stillen. Und tatsächlich beginnen auch rd. 90 % der frisch gebackenen Mütter nach der Geburt mit dem Stillen. Zumindest legt das die neueste deutsche Studie zum Stillverhalten nahe, die 2005 und 2006 in Bayern durchgeführt wurde. Zwei Monate nach der Geburt stillten laut der Studie noch rd. 70 % der Frauen ihr Kind ohne Zufütterung, im sechsten Lebensmonat des Kindes verringerte sich der Wert der Mütter, die ausschließlich stillten, auf 21 %, aber immerhin ca. 60 % stillten noch. Als häufigsten Grund für das Abstillen nannten die Frauen der Bayern-Studie Stillprobleme: vor allem zu wenig Milch, wunde Brustwarzen, Trink- oder Saugschwierigkeiten beim Kind, Milchstau und Brustentzündung. Zu wenig Milch kommt das vor? Viele Frauen haben Angst, dass ihr Kind nicht satt wird, wenn sie es in den ersten sechs Lebensmonaten voll stillen, wie es die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt. Insbesondere in Zeiten, in denen das Baby nachts häufig aufwacht, weil es angelegt werden will, haben viele Mütter diese Befürchtung. Doch in den meisten Fällen ist dies ein Trugschluss, denn gerade durch das Anlegen reguliert das Kind die Milchmenge der Mutter. Wird es häufiger gestillt, erhöht sich die von den Brustdrüsen produzierte Milch, bei seltenerem Anlegen geht die Milch zurück. Es gilt die Faustregel: Gedeiht das Kind, wächst es und nimmt es kontinuierlich an Gewicht zu, hat es zudem fünf- bis achtmal innerhalb von 24 Stunden eine nasse Windel, fehlt ihm nichts. Es bekommt mit der Muttermilch im Normalfall all die Nährstoffe, die es für seine Entwicklung braucht. Allerdings verringert sich die Milchproduktion zwischendurch tatsächlich manchmal, z. B. wenn die Mutter gestresst ist. In einem solchen Fall hilft oft schon etwas mehr Ruhe, damit die Brustdrüsen wieder mehr Milch herstellen. Nur etwa 2 % aller Frauen haben tatsächlich zu wenig Milch für ihr Kind. Richtiges Anlegen des Kindes hilft gegen wunde Brustwarzen Wunde Brustwarzen waren der bayerischen Studie zufolge der zweithäufigste Grund fürs Abstillen. Vor allem zu Beginn des Stillens sind die Brustwarzen vieler Mütter empfindlich. Das ist ganz normal, und meistens gibt sich das Problem nach kurzer Zeit von selbst. Doch spätestens, wenn die Brustwarzen über einen längeren Zeitraum wund, stark gerötet oder sogar verschorft bzw. blutig sind, ist es an der Zeit, etwas zu unternehmen besser ist es jedoch, es gar nicht so weit kommen zu lassen. Denn anhaltende Schmerzen beim Stillen sollten nicht sein. Spätestens wenn das Kind einen Augenblick gesaugt hat, sollte das unangenehme Gefühl abklingen, das viele Frauen in dem Moment verspüren, wenn das Kind mit seinem Mund die Brustwarze umfasst. Schuld ist an wunden Brustwarzen in einem Großteil der Fälle eine ungünstige Stillposition. Das Baby sollte beim Stillen nicht nur die Brustwarze, sondern auch einen Teil des Warzenvorhofs in 10

11 den Mund nehmen. Auf diese Weise pumpt der Mund des Säuglings die Milch richtiggehend aus der Brustdrüse. Kaut das Baby hingegen auf der Brustwarze herum oder quetscht sie mit seinem Kiefer, führt das leicht zu wunden Stellen. Weiterhin sollte die Mutter darauf achten, dass sie immer ihren kleinen Finger in den Mundwinkel des Kindes führt, will sie das Kind von der Brust lösen. Nur so ist z. B. beim Brustwechsel sichergestellt, dass die Brustwarze nicht verletzt wird. Eine weitere Ursache für wunde Brustwarzen: Das Baby kann die Brustwarze und einen Teil des Warzenvorhofs mit seinem Kiefer nicht richtig umfassen, weil die Brust prallvoll mit Milch ist. Dann ist es sinnvoll, zunächst etwas Milch mit den Fingern auszustreichen, um dem Baby das Umfassen der Brustwarze zu erleichtern. Die Behandlung wunder Brustwarzen Zu den besten Heilmitteln gegen schmerzende, wunde Brustwarzen gehört Muttermilch. Bereits ein Tropfen, der nach dem Stillen auf der Brustwarze trocknen darf, lindert kleinere Entzündungen. Sind schon Wunden vorhanden, ist eine gute Hygiene wichtig. Die Brustwarze mehrmals täglich mit mildem Seifenwasser zu waschen, sie anschließend gut abzutrocknen und bei Bedarf mit gereinigtem Wollfett einzureiben (mit sauberen Händen natürlich!), beugt Infektionen vor. Besteht jedoch bereits eine Infektion, verordnet der Arzt unter Umständen ein Medikament zum Auftragen auf die Brust oder zum Einnehmen. Ganz wichtig ist auch das regelmäßige Wechseln von Stilleinlagen. Zu Hause sollte eine Frau zudem möglichst keinen BH tragen und damit auch keine Stilleinlagen verwenden. So kann sich die Brust erholen und wird nicht länger eingeengt. Ein (sauberer) Waschlappen, getaucht in kaltes Wasser und auf die Brust gelegt, lindert Schmerzen nach dem Stillen. Beim Stillen sollte die Betroffene darauf achten, dass die wunde Stelle der Brustwarze sich möglichst im Mundwinkel des Kindes befindet. Das kann im Einzelfall bedeuten, dass die Frau sich auf den Rücken legt und ihr Baby kopfunter an der Brust saugt. So ungewöhnlich eine solche Stillposition sein mag: Das Stillen schmerzt weniger und die Brustwarze kann sich selbst beim Anlegen ein bisschen erholen. Auf Stillhütchen sollte eine Frau bei wunden Brustwarzen übrigens möglichst verzichten, da das Baby durch sie irritiert werden kann und unter Umständen nicht mehr richtig saugen kann, wenn die Mutter die Stillhütchen nicht länger verwendet. Hilfe, Milchstau! Vor allem in den ersten Wochen nach der Geburt kommt es bei manchen Frauen zu einem stark schmerzenden Milchstau. Die Brust ist gespannt, doch die Milch will nicht abfließen, selbst Kompressions-Versorgung Wir sind ein zertifiziertes Venen-Lymph-Kompetenz- Zentrum. Unsere speziell ausgebildeten Lymphfachberaterinnen sorgen für kompetente Versorgung. Computerunterstützte LRR Venenmessung. Maßkonfektion/-anfertigung der Kompressionsstrümpfe. dann nicht, wenn der Säugling daran saugt. Die Ursachen sind ganz unterschiedlich: zu enge Kleidung, die dazu führt, dass Milchgänge sich nicht öffnen, eine unvollständige Entleerung der Brust beim vorhergehenden Stillen oder auch Stress. In vielen Fällen hilft es, die Brust auszustreichen. Manchmal muss auch der Arzt einen verstopften Milchgang öffnen. Komplikation Brustentzündung Eine Brustentzündung ist nicht nur schmerzhaft, sie geht häufig mit Fieber und allgemeinem Unwohlsein einher. Hervorgerufen wird sie meistens durch Bakterien, die in eine Wunde gelangt sind, indem die Frau ihre eigene Brust mit unsauberen Händen berührt hat. Schon kleinste Wunden, die mit bloßem Auge nicht sichtbar sind, sind die Eintrittspforte für Bakterien. Pilzinfektionen können ebenfalls eine Brustentzündung auslösen. Behandelt wird die Brustentzündung durch Bettruhe, eine gute Brusthygiene sowie vollständiges Entleeren der Brust. Falls nötig, verordnet der Arzt bei einer bakteriellen Infektion zudem ein Antibiotikum, welches das Stillen weiterhin gestattet. Bei einem Pilzbefall muss die Erkrankte ein Antipilzmittel auf die Brust auftragen oder ein Antimykotikum einnehmen. Auch der Mund des Kindes wird bei einer Pilzinfektion im Allgemeinen mitbehandelt. Mit einer Brustentzündung ist insofern nicht zu spaßen, dass sich in manchen Fällen als Folge ein Abszess in der Brust eine eitergefüllte Höhle bildet. Bei der Diagnose Brustabszess wird der Arzt in den meisten Fällen den Eiter mit der Punktionsnadel absaugen. Außerdem erhält die betroffene Frau ein Antibiotikum. Das Stillen ist in vielen Fällen aber weiterhin möglich. 11

12 In vielen Fällen sinnvoll: Brustultraschall für Frauen über 35 Zu den Vorsorgeuntersuchungen der gesetzlichen Krankenkassen gehört bei Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren alle zwei Jahre eine Röntgenuntersuchung der Brust (Mammografie). Sie soll dazu beitragen, Brustkrebs bereits im Frühstadium zu erkennen. Die Behandlung ist dann meist weniger belastend und eine vollständige Heilung wahrscheinlicher. Allerdings können auch im Zeitraum zwischen zwei Mammografien Tumoren in der Brust wachsen. Diese werden als Intervallkarzinom bezeichnet. In manchen Fällen wachsen die Tumoren so rasch, dass sie sich bei der nächsten Mammografie bereits in einem fortgeschrittenen Stadium befinden. Vieles deutet darauf hin, dass eine zusätzliche Ultraschalluntersuchung (Sonografie) nach einem Jahr eine ganze Reihe dieser Intervallkarzinome aufspüren kann neue Brustkrebs-Fälle in zwei Jahren In Nordrhein-Westfalen wurde in den Jahren 2005 bis 2008 der Gesundheitszustand aller Frauen registriert, die erstmals am Mammografie-Screening- Programm teilnahmen und bei ihrer ersten Mammografie einen negativen Brustkrebsbefund aufwiesen. Zwei Jahre später wurde ihr Gesundheitszustand erneut überprüft. Unter den rd registrierten Frauen waren immerhin 2000, bei denen sich bis zur Folgemammografie ein Intervallkarzinom gebildet hatte. Dass eine zusätzliche Ultraschalluntersuchung durchschnittlich 3,7 Brustkrebsfälle mehr pro 1000 Frauen im Jahr aufdeckt, als die Mammografie allein, ergab eine 2012 veröffentlichte Studie unter Federführung von Dr. Wendie A. Berg vom Magee-Womens Hospital im US-amerikanischen Pittsburgh. Es zeigte sich, dass vor allem Frauen mit dichtem Brustgewebe besonders von der zusätzlichen Ultraschalluntersuchung profitierten. Bei ihnen ist die Mammografie allein oft weniger ergiebig, denn ist das Brustgewebe sehr dicht, entdeckt die Röntgenuntersuchung Brusttumoren seltener kleinere Veränderungen sind auf dem Röntgenbild häufig nicht zu erkennen. Etwa jede zweite Frau zwischen 50 und 54 Jahren, so die German Breast Group, ein Forschungszusammenschluss, weist dichtes Brustgewebe auf. Leitlinien empfehlen Sonografie Leider tragen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für solch eine zusätzliche Früherkennungsuntersuchung (noch) nicht. Dennoch ist sie für viele Frauen sinnvoll, insbesondere für Frauen mit dichtem Brustgewebe, da die Mammografie bei ihnen zu wenig aussagefähig ist. Und sogar die Leitlinien zur Untersuchung der weiblichen Brust geben die Empfehlung, dass bei hoher Brustdichte eine ergänzende Ultraschalluntersuchung durchgeführt werden sollte. Schließlich ist für Frauen im Alter zwischen 55 und 65 Jahren das Brustkrebsrisiko am höchsten. Die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) rät, einen solchen Brustultraschall in einer Praxis oder einer Klinik durchführen zu lassen, die ein leistungsstarkes Ultraschallgerät besitzt. Die Schallfrequenz sollte zwischen zehn und 15 Megahertz betragen. Der Grund: Selbst kleinere Veränderungen der Brustdrüse können mit einem solchen Gerät gut dargestellt werden. Der ideale Zeitpunkt für eine Brustsonografie liegt zwischen zwei Mammografien. Brustkrebsfrüherkennung allgemein Für Frauen unter 50 Jahren empfiehlt sich die jährliche Mammasonografie bei ihnen ist die Entdeckungsrate der Sonografie der Mammografie überlegen, da nahezu jede Frau unter 50 Jahren ein dichtes Brustgewebe hat. Auch betrifft das staatliche Einladungsprogramm nur Frauen zwischen 50 und 69 Jahren. Für Frauen unter 50 und ab 70 Jahren ist die Sonografie das einzige verfügbare Screeningverfahren, da die Mammografie wegen ihrer Strahlenbelastung hier nur bei einer Indikation durchgeführt werden darf. Ultraschall hingegen ist frei von Strahlenbelastung. Frauen ab 35 Jahren ohne besonderes familiäres Risiko ist eine jährliche Ultraschall-Untersuchung zu empfehlen, von 50 bis 69 Jahren ergänzt durch das staatliche Einladungsprogramm mit einer Mammografie alle zwei Jahre. Ab 70 Jahren dann wieder die alleinige Mammasonografie zur Brustkrebsfrüherkennung. 12

13 Russisches Roulett Prostatakrebs operieren oder zuwarten? Weshalb sollten wir in einem Gesundheitsmagazin für die Frau ein typisches Männerproblem behandeln, die Prostata und ihre Erkrankungen? Nun, es ist bekannt, dass sich Männer wenig um ihre Gesundheit kümmern und auch erst dann einen Arzt aufsuchen, wenn es höchste Zeit ist. Und meistens sind es die Partnerinnen und Ehefrauen, die ihren Gefährten zum Arzt schicken. Probleme mit der Vorsteherdrüse machen sich vor allem in reiferem Alter bemerkbar. Zwei Arten der Krankheit bewegen Männer ganz besonders. Die gutartige Prostatavergrößerung kann, je nachdem wie schnell und wie stark sie fortschreitet, unangenehme Beschwerden hervorrufen und die Lebensqualität stark einschränken. Dabei nimmt das Volumen der Drüse erheblich zu. Da die Prostata die Harnröhre umschließt, kann man sich leicht vorstellen, dass ein Wachstum der Drüse das Wasserlassen erschwert ein unangenehmer Zustand, der im extremen Fall das Urinieren fast unmöglich macht. Das Problem ist im Anfangsstadium medikamentös oder später mit einer Operation gut in den Griff zu bekommen. Rund Männer erkranken jedes Jahr an Krebs der Vorsteherdrüse. Damit liegt Prostatakrebs an der Spitze der männlichen Krebserkrankungen. Auch bei den Todesfällen durch Krebs bei Männern belegt das Prostatakarzinom einen traurigen Platz 3. Eine Früherkennung ist leider oft schwierig. Als Behandlungsmöglichkeiten kommen Operation, Bestrahlung oder eine Hormontherapie infrage. Die Vorsteherdrüse umschließt die Harnröhre und stellt die Samenflüssigkeit her, die die Spermien beweglich macht. Sie ist relativ anfällig für bösartige Tumoren. Die Ursachen sind noch nicht genau bekannt; ziemlich sicher ist jedoch, dass es eine erbliche Veranlagung dafür gibt, vor allem bei Männern, die in jungen Jahren an Prostatakrebs erkranken. Männer, in deren Familie bei Verwandten ersten Grades gehäuft Prostatakrebsfälle aufgetreten sind, haben ein erhöhtes Risiko. Weitere wahrscheinliche Risikofaktoren sind Rauchen, fettreiche Ernährung, Bewegungsmangel und Übergewicht. Durch Nikotinverzicht und eine ausgewogene Ernährung kann man der Erkrankung also möglicherweise vorbeugen. Früherkennung nur begrenzt möglich Im Frühstadium bereitet das Prostatakarzinom normalerweise keine Beschwerden; daher wird es häufig im Rahmen einer Früherkennungsuntersuchung oder erst im fortgeschrittenen Stadium festgestellt, wenn Symptome (Schwierigkeiten beim Wasserlassen, Blut im Urin oder Rücken- und Beckenschmerzen durch Knochenmetastasen) auftreten. Als Vorsorgemaßnahme steht die Tastuntersuchung zur Verfügung, die die gesetzlichen Krankenversicherungen Männern ab 45 Jahren einmal pro Jahr bezahlen. Bei dieser digital-rektalen Untersuchung tastet der Arzt mit dem Finger vom Enddarm aus die Rückseite der Prostata ab, da sich hier am häufigsten bösartige Tumoren bilden. Allerdings lassen Prostatakarzinome sich nicht an allen Stellen der Vorsteherdrüse und auch erst ab einer bestimmten Größe ertasten. Zudem gilt dieses Abtasten der Prostata als nicht ausreichend, weil dadurch nur jeder 70. Tumor entdeckt wird und wenn, dann zumeist schon in einem fortgeschrittenen Stadium. Alternativ dazu wird Patienten in vielen Praxen ein PSA-Test als Selbstzahlerleistung empfohlen. Mit dieser diagnostischen Methode wird ein Tumormarker im Blut bestimmt, das prostataspezifische Antigen (PSA). Dieses Eiweiß wird nur vom Prostatagewebe hergestellt. Ein erhöhter PSA-Wert kann ein Hinweis auf ein Prostatakarzinom sein, da Krebszellen mehr PSA produzieren als normale Drüsenzellen. Das Problem ist aber, dass ein erhöhter PSA- Wert auch durch viele andere Ursachen bedingt sein kann, z. B. durch eine gutartige Prostatavergrößerung, vorangegangene körperliche Anstrengung, Entzündungen, Geschlechtsverkehr oder Druck auf die Prostata, z. B. beim Fahrradfahren. Daher sollte ein erhöhter Wert grundsätzlich im Verlauf kontrolliert werden. Bei etwa einem von vier Männern mit signifikant erhöhtem oder ansteigendem PSA wird durch die anschließende Entnahme einer Gewebeprobe aus der Prostata ein Karzinom nachgewiesen. Neben dem Nutzen des PSA für eine rechtzeitige Erkennung von Prostatakrebs in einem sehr frühen, heilbaren Stadium besteht aber auch das Risiko, dass sehr kleine und wenig aggressive Tumoren entdeckt werden, die den Patienten möglicherweise nie Probleme bereiten werden. Insofern besteht die Gefahr einer Übertherapie: Autopsiestudien zufolge hatten 30 % aller Männer über 70 Jahren ein Prostatakarzinom, das zu Lebzeiten nicht entdeckt wurde und nicht für ihren Tod verantwortlich war. Daher ist die PSA-Bestimmung als routinemäßige Früherkennungsmaßnahme nur dann sinnvoll, wenn der Patient über Nutzen und Risiken informiert ist. Die Kosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet, wenn die Prostata auffällig verändert ist oder der Arzt bei der Tastuntersuchung einen Knoten entdeckt hat. 13

14 Im Gespräch mit dem Präsident des Krebsverbands Baden-Württemberg, dem Hämatologen und Onkologen Prof. Dr. med. Walter Aulitzky. Die einen sind gegen die PSA-Bestimmng, die anderen propagieren sie: Was meinen Sie dazu? Prof. Aulitzky: Das PSA-Screening hat ganz klar positive Erfolge, was die Heilungsrate des Prostatakarzinoms betrifft, doch wir heilen viele Prostatakarzinome, die möglicherweise bedeutungslos sind. Der Vorteil ist, dass das Risiko, am Prostatakarzinom zu sterben, etwas kleiner wird. Der Nachteil ist, dass das Risiko, an einem Karzinom operiert zu werden, das vielleicht nie Probleme machen würde, deutlich ansteigt. In der Summe wird dies im Moment von den meisten Leitlinien auf der Welt so eingeschätzt, dass das PSA-Screening generell nicht empfohlen werden kann. Empfohlen wird, die Patienten über das pro und contra zu informieren und dann mit dem Patienten eine gemeinsame Entscheidung zu fällen. Ist es nicht auch so, dass trotz stabiler PSA dennoch ein Prostatakarzinom vorliegen kann? Prof. Aulitzky: Es gibt natürlich auch noch das Problem von falscher Positivität und falscher Negativität. Der Knackpunkt ist, dass es einfach Prostatakarzinome gibt, die nicht bedeutsam sind. Das bedeutet eine deutliche Überdiagnose von Prostatakarzinomen, die eigentlich nie zur Krankheit werden. Aber das weiß man nicht. Jeder Mann muss selbst entscheiden, ob er auf der einen Seite das Risiko eingehen will, durch eine kurative Therapie eines bedeutungslosen Karzinoms inkontinent zu werden, oder das Risiko, unter Umständen doch am Prostatakarzinom zu sterben. Wir setzen auf die Hoffnung, dass wir eines Tages verstehen, welche Karzinome wirklich eine Behandlung benötigen und welche nicht. Kann man aus dem Biopsat feststellen, ob es ein gefährlicher oder ein Haustierkrebs ist? Prof. Aulitzky: Nicht mit Präzision. Es gibt schon Kriterien, die eine sogenannte active surveillance rechtfertigen, und das ist eine der Varianten, die man in der Empfehlung hat. Damit kann man das Risiko einer überflüssigen Operation erheblich reduzieren, aber das Problem insgesamt ist dadurch noch nicht gelöst. Für mich ist das ein klassisches Beispiel, bei dem Patienten nach umfassender Information selber entscheiden müssen welches Risiko sie eingehen. Das ist heute auch die Empfehlung in den Leitlinien. Die Empfehlungen Nach mehreren internationalen Studien und kontrovers geführter Diskussion hat die Deutsche Gesellschaft für Urologie im Jahr 2009 aktualisierte Leitlinien für einen sinnvollen Umgang mit dieser Methode erarbeitet. Demnach gilt der PSA- Test auch weiterhin als unverzichtbare Maßnahme zur Früherkennung eines Prostatakarzinoms. Folgendes ist zu beachten: Die erste PSA-Bestimmung sollte bereits um das 40. Lebensjahr herum erfolgen. Dieser individuelle Ausgangswert sollte (sofern er unter 2 ng/ml liegt) in einem Intervall von zwei Jahren regelmäßig kontrolliert werden. So gewinnen Arzt und Patient zehn Jahre, in denen der PSA-Verlauf beobachtet werden kann. Bei Werten von über 2 ng/ml sollte ein Untersuchungsintervall von einem Jahr eingehalten werden. Ein erhöhter PSA-Wert (also 4 ng/ml und mehr) sollte unter Berücksichtigung der zahlreichen Stör- und Einflussfaktoren kontrolliert werden. Eine Biopsie sollte erst bei einem kontrollierten PSA-Wert von über 4 ng/ml bei der erstmaligen Testung oder bei einem auffälligen PSA-Anstieg erfolgen. Auch wenn der PSA-Test in den Medien mitunter sehr kritisch dargestellt wird: Tatsache ist, dass kaum ein Arzt auf diese Möglichkeit der Früherkennung verzichten möchte. Dennoch: Ein Laborwert ist keine Diagnose. Das Ergebnis des PSA-Tests ist wie ein Symptom zu behandeln. Also als Hinweis nicht als Beweis. Verschiedene Behandlungsmöglichkeiten Die Therapie des Prostatakrebses hängt von verschiedenen Faktoren ab: in welchem Stadium er entdeckt wurde, wie aggressiv er ist und wie alt der Patient ist. Bei Männern, die gleichzeitig an anderen Krankheiten leiden, die ihre Lebenserwartung wahrscheinlich einschränken, kann es durchaus gerechtfertigt sein, den Verlauf zu kontrollieren und zu beobachten, wenn sie an einem kleinen und wenig aggressiven Tumor im Frühstadium erkranken. Diese Tumoren entwickeln sich oft sehr langsam, sodass der Patient wahrscheinlich eher an einer anderen Erkrankung verstirbt als an seinem Prostatakarzinom. Die sogenannte Active-Surveillance-Strategie kann in solchen Fällen durchaus sinnvoll sein, wenn die anderen Behandlungsmöglichkeiten für den Patienten zu belastend sind und seine Lebensqualität einschränken. Offene Operation Das Standard-Therapieverfahren war bis vor kurzem die offene Operation. Sie dauerte etwa drei Stunden; dabei wird die gesamte Prostata mitsamt den Samenbläschen entfernt. Die Prostataentfernung ist kein einfacher Eingriff, denn 14

15 zu beiden Seiten der Prostata verlaufen Blutgefäße und Nerven, die für den Harnröhrenschließmuskel und die Erektionsfähigkeit zuständig sind. Müssen diese bei der Operation durchtrennt werden, so ist eine Beeinträchtigung der Kontinenz und der Potenz unausweichlich. Standard heute ist die minimalinvasive Operation, bei der es keines großen Bauchschnitts mehr bedarf. Über millimetergroße Schnitte wird eine Miniatur- Videokamera in den Bauch eingeführt und über weitere Trokare (hülsenartige dünne Hilfsmittel) die Instrumente. Wenige Zentren verfügen über den Operationsroboter da Vinci, mit dem (in routinierter ärztlicher Hand!) noch schonender operiert werden kann. Strahlentherapie Bei kleinen, auf die Prostata begrenzten und wenig aggressiven Tumoren ist die Strahlentherapie eine gute Alternative zur Operation. Hierfür gibt es zwei Möglichkeiten: Man kann die Prostata von außen bestrahlen oder auch von innen, indem man unter Narkose mittels Hohlnadeln vom Enddarm aus kleine Kapseln mit radioaktivem Material, sogenannte Seeds, in die Vorsteherdrüse einbringt. Die technische Weiterentwicklung hat dazu geführt, dass die Strahlendosis immer exakter im Bereich der Prostata platziert werden kann; damit werden die Nebenwirkungen der Radiotherapie immer geringer, weil die Nachbarorgane Harnröhre, Blase und Enddarm geschont werden. Hormontherapie Diese Behandlungsmöglichkeit kommt zum Einsatz, wenn eine Operation und/ oder Bestrahlung nicht möglich bzw. nicht sinnvoll ist. Prostatazellen werden durch das Hormon Testosteron zum Wachstum angeregt. Daher hemmt man bei einer Hormontherapie die Testosteronproduktion oder die Wirkung des Testosterons, um einem Tumorwachstum entgegenzuwirken. Auch diese Therapie hat Nebenwirkungen: Das sexuelle Verlangen und oft auch die Potenz gehen verloren, der Patient leidet unter Antriebslosigkeit, unter Hitzwallungen und manchmal unter Knochenschwund (Osteoporose). Außerdem kann die Wirkung der Hormontherapie zeitlich begrenzt sein, d. h., der Tumor wird hormonresistent und beginnt wieder zu wachsen. Die Ernährungskolumne von Hanna Ritter Hoher Körperfettanteil ein Risiko für die Gesundheit Übergewicht alleine ist oft noch nicht ausschlaggebend für ein höheres Risiko verschiedene Begleiterkrankungen betreffend. Oft ist das Risiko versteckt, z. B. wenn das Gewicht im Normalbereich liegt, aber der Körperfettanteil erhöht ist. Hier liegt vor allem der Augenmerk auf dem Körperfettanteil des Oberkörpers. Moderne wissenschaftliche Geräte ermöglichen die genauere Betrachtung der Körperzusammensetzung. Verschiedene Möglichkeiten stehen dabei zur Verfügung. Eine von Wissenschaftlern weltweit anerkannte Methode ist die BIA (Bioelektrische Impedanzanalyse), weiterhin gibt es noch die Infrarotmessung und die Messung mittels Caliper (Messen der Hautfaltendicke). Da mit der Impedanzmessung auch der Flüssigkeits- und Muskelanteil des Körpers ermittelt werden kann, ist die Aussagekraft der Messung vielfältiger. Die BIA-Messung ist ein physikalisches Messprinzip, bei dem ein geringer Strom durch den Körper geleitet wird. Der Stromfluss ist nicht spürbar. Für Personen mit Herzschrittmacher ist diese Untersuchungsmethode allerdings nicht empfehlenswert. Bei dieser Messung macht man sich die Tatsache zu Nutze, dass Muskelmasse, Fett und Flüssigkeit im Körper ganz unterschiedliche Widerstände darstellen. Wichtig ist es ein Gerät zu nutzen, das auch den Oberkörper erfasst, denn diese Körperregion zu betrachten ist entscheidend. Ein erhöhtes Körperfett im Oberbauchbereich birgt ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung eines Diabetes Typ 2, einer koronaren Herzerkrankung oder eines Bluthochdrucks. Diese Körperregion wird von handelsüblichen Haushaltswaagen nicht erfasst. Die Messung sollte von erfahrenem Personal durchgeführt werden, denn verschiedene Parameter haben Einfluss auf die Messung. Um vergleichbare Werte zu erhalten, sollte bei Wiederholungsmessungen die gleiche Tageszeit gewählt werden. Die Füße sollten unbekleidet sein, Strümpfe verfälschen das Messergebnis. Hände und Füße sollten nicht eingecremt sein. Die Messung sollte auch nicht unmittelbar nach dem Sport durchgeführt werden. Bei Einnahme von Diuretika ist mit einer Veränderung der Werte zu rechnen. Weitere Infos bei: Hanna Ritter, Diplom-Ökotrophologin c/o Rosenau Apotheke; Plochinger Str. 81; Esslingen oder Apotheke am Theater; Küferstr. 2; 15

16 Die Nähe eines Kindes zu Mutter und Vater ist die beste und wichtigste Grundlage für eine gesunde Entwicklung des Kindes. Das gilt insbesondere für Neugeborene. Dennoch ist es bis heute nicht selbstverständlich, dass Mutter und Kind nach der Entbindung rund um die Uhr zusammen sind, also im 24-Stunden- Rooming-in. Bei Frühgeborenen oder kranken Säuglingen wird ein gemeinsames Zimmer für Mutter und Kind in den Kliniken noch kaum angeboten. Zahlreiche Studien konnten belegen, dass das 24-Stunden-Rooming-in die Milchbildung bei der Mutter fördert und sich positiv auf den Stillerfolg auswirkt. Ebenso ist erwiesen, dass Neugeborene, die in unmittelbarer Nähe der Mutter sind, ruhiger sind. Untersuchungen der Schlafmuster haben nachgewiesen, dass Mütter, die in Nähe ihrer Kinder schlafen, früher auf die Bedürfnisse des Kindes reagieren können und dieses anlegen oder zu sich nehmen. Auf diese Weise wird der messbare Stress für die Kinder deutlich reduziert. Mit der grundsanierten und neu gestalteten Frühchenund Kinderintensivstation bietet das Klinikum Esslingen seit diesem Frühjahr die Möglichkeit zu eben solch einer Nähe Das Ziel ist es, Mütter unmittelbar nach der Geburt ihres Kindes in dessen Versorgung und Pflege einzubeziehen. zwischen Mutter und Kind bzw. Eltern und Kind. Das Mutter- Kind-Zentrum (Perinatalzentrum) besitzt bereits die höchste Versorgungsstufe (Level 1). Mit der Möglichkeit der familienzentrierten Betreuung hat das Perinatalzentrum nun in der gesamten Region ein Alleinstellungsmerkmal. Die neuen Räumlichkeiten der Frühchen- und Kinderintensivstation bieten auf ca Quadratmetern natürlich auch im technischen Bereich modernste Geräte. So ermöglichen etwa die neuen Inkubatoren mit ihrer Kombination aus Wärmebett und Inkubator eine sehr schonende Behandlung der Frühchen. Neu ist auch das Datenmanagementsystem, das Ärzten und Pflegern von nahezu jedem Raum aus die Möglichkeit bietet, sich schnell einen Überblick über die Entwicklung des jeweiligen Kindes zu verschaffen. Eine intensive Zusammenarbeit zwischen der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe (Chefarzt Prof. Dr. med. Thorsten Kühn) und der Klinik für Kinder und Jugendliche (Chefarzt Prof. Dr. med. Christian von Schnakenburg) hat in 16

17 Anzeige Klinikum Esslingen Das Qualitätskrankenhaus den letzten Jahren dazu geführt, dass trotz steigender Geburtenzahlen die Zahl der Frühgeburten sinkt. Gleichzeitig ist man für alle Notfälle optimal gerüstet und kann Frühgeborene auch unter 1000 g versorgen. Optimale Versorgungsqualität Die neue Frühchen- und Kinderintensivstation bedeutet vor allem eine deutlich verbesserte Versorgungsqualität für Mutter und Kind. Beide werden von einem Team von Spezialisten der Gynäkologie und der Kinderheilkunde unterstützt von Hebammen und spezialisierten Pflegekräften betreut. Die integrierte Wochenbettpflege ermöglicht eine ganzheitliche, patientenorientierte Pflege von Mutter und Kind, von der Entbindung bis zur Entlassung. Kontakt (Kreißsaal): Telefon:

18 INTERESSANTE BÜCHER Zora Gienger: Ein Mann für jede Übung Ein Yoga-Roman ISBN: ,99 Euro Weitere Informationen unter: Auch als e-book erhältlich! Marie möchte sich endlich etwas gönnen: zwei Wochen für sich allein, ohne ihre halbwüchsigen Töchter in einem Yoga- Hotel auf Amrum. Sie bucht einen Anfängerkurs und findet sich in einer bunten Gruppe von Frauen wieder. Ein Mann ist auch dabei: der gut aussehende, aber eher wortkarge Lukas. Und dann ist da noch der smarte Yogalehrer Reimund, der allen Teilnehmern und besonders Marie das Gefühl gibt, attraktiv und begehrenswert zu sein. Lukas und Reimund beginnen sich misstrauisch zu beäugen, wenn es um Marie geht. Marie geht auf das Spiel ein, doch aus den unbefangenen Flirts wird bald mehr. Will sie sich auf einen erleuchtenden Trip mit Reimund einlassen, oder ist doch die Faszination des ruhigen Lukas stärker? Dann aber stehen plötzlich ihre beiden Töchter vor der Tür, aufmüpfige Teenager, die alles durcheinanderbringen. Ein amüsanter Roman über Liebe, Männer und Yoga Margret Madejsky, Olaf Rippe: Heilmittel der Sonne Mythen, Pflanzenwissen, Rezepte und Anwendungen AT Verlag ISBN: ,90 Euro Dieses Buch ist den wohltuenden Kräften der Sonne gewidmet, dem Licht, der Wärme und den heilsamen Rhythmen, die sie uns vermittelt. Göttermythen und Pflanzenkultur im Jahreslauf erinnern an die uralte Sonnenverehrung. Sie lassen das Sonnenwirken in der Natur erkennen, schenken Lichtblicke und helfen uns, im Einklang mit den Sonnenrhythmen zu leben. Zahlreiche Heilpflanzen wie das Johanniskraut oder exotische Gewürze, Gold, manche Edelsteine und nicht zuletzt auch Tiere wie Biene oder Schlange unterstehen der Sonne und verfügen daher über weitreichende Heilkräfte. In erster Linie aber erwärmen diese Heilmittel der Sonne die Seele, erhellen den Geist oder feuern das Immunsystem an. Mit zahlreichen Rezepten und Anwendungen zum Selbermachen und Ausprobieren. IMPRESSUM Herausgeber: fem-es, Dr. med. Wilhelm Gienger (V.i.S.d.P.) Redaktionsleitung: Dr. Magda Antonic Redaktion: Ulla Pieper Layout: Karolina Stuhec Meglic Herstellung: Barbara Schüler Abbildungen: Cover: pixabay.com; S. 5: pixabay.com; S. 6: seedo/ pixelio.de; S. 9: picsfive/123rf; S.10: Karin/pixelio.de; S. 12: istock/zilli; alle anderen Fotos: Meditext Dr. Antonic Verlag: MEDITEXT Dr. Antonic, Hagäckerstr. 4, D Ostfildern Tel.: Fax: Wichtiger Hinweis: Medizin als Wissenschaft ist ständig im Fluss. Soweit in dieser Zeitschrift eine Applikation oder Dosierung angegeben ist, darf der Leser zwar darauf vertrauen, dass Autoren, Redaktion und Verlag größte Mühe darauf verwandt haben, dass diese Angaben genau dem Wissensstand bei Drucklegung der Zeitschrift entsprachen. Dennoch sollte jeder Benutzer die Beipackzettel der verwendeten Medikamente selbst prüfen, um in eigener Verantwortung festzustellen, ob die dort gegebene Empfehlung für Dosierungen oder die Beachtung von Kontraindikationen gegenüber der Angabe in dieser Zeitschrift abweicht. Leser außerhalb der Bundesrepublik Deutschland müssen sich nach den Vorschriften der für sie zuständigen Behörden richten. Geschützte Warennamen (Warenzeichen) müssen nicht besonders kenntlich gemacht sein. Aus dem Fehlen eines solchen Hinweises kann nicht geschlossen werden, dass es sich um einen freien Warennamen handelt. flair erscheint dreimal im Jahr und ist bei Ihrem fem-es-facharzt kostenlos erhältlich. Das Magazin und alle in ihm enthaltenen Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Mit Ausnahme der gesetzlich zugelassenen Fälle ist eine Verwertung ohne Einwilligung von MEDITEXT Dr. Antonic strafbar. Die Redaktion behält sich die Bearbeitung von Beiträgen vor. Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Fotos und Abbildungen wird keine Haftung übernommen. Erfüllungsort und Gerichtsstand ist Esslingen a. N. MEDITEXT Dr. Antonic, Ostfildern 18

19 Thementag SCHLAF Thementag SCHLAF 28. September 2013 FILHARMONIE Filderstadt Anmeldung Ich nehme mit insg. Veranstaltung teil. Personen an der Grafik: Fotolia/Frank-Peter Funke Name: Vorname: Straße: PLZ: FILHARMONIE Filderstadt» Insomnie endlich wieder schlafen» Kampf gegen krankhaftes Schnarchen» Gutes Bett guter Schlaf» Schlechter Schlaf schlechter Sex» Burn-out vermiest den Schlaf» Übergewicht mit dem Skalpell gegen die Pfunde Mehr im Internet unter Ort: Tel.: Der Eintritt ist frei! Faxen Sie Ihre Anmeldung an: oder senden Sie diese in einem Briefumschlag an: MEDITEXT Dr. Antonic Das Schlafmagazin Postfach Ostfildern

20 Christoph Häberle Marktplatz 5 Tel.: Dr. Erich Krauter Stuttgarter Str Stuttgart Tel.: Dr. Christine Schmitt, Dr. Sebastian T. Schmid Kirchstr. 3; Gerlingen Tel.: Dr. Edith Aigner-Hötte Bonländer Hauptstr Filderstadt Tel.: Dr. Claudia Birkel Neckarstr. 86 Tel.: Dr. Nejib Boushila Oberensinger Str Nürtingen Tel.: Dr. Klaus Brändlin Am Fischbrunnen Plochingen Tel.: Dr. Alexandra Brock Fischbrunnenstr. 1 Tel.: Dr. Gabriele Brugger Schenkenbergstr Esslingen Tel.: Dr. Emil Costea Marktplatz 5/1 Tel.: Dr. Gero Dongus Stuttgarter Str Ditzingen Tel.: Dr. Robert Eckert Weberstr Wendlingen Tel.: Dr. Hans-Otto Frey Max-Lang-Str Leinf.-Echterdingen Tel.: Dr. Friedrich Gagsteiger Einsteinstr. 59; Ulm Tel.: Dr. Dirk-Steffen Gericke Weilimdorfer Str Gerlingen Tel.: Dr. Wilhelm Gienger Plochinger Str. 24/ Ostfildern Tel.: Dr. Eva Glocker Filderstr. 50/ Leinf.-Echterdingen Tel.: Dr. Anne-Chantal Hauser Am Fischbrunnen Plochingen Tel.: Bernhard Hermann Strümpfelbacher Str Weinstadt Tel.: Dr. Cornelia Hermann Innere Brücke 23 Tel.: Dr. Johannes Herrmann Hirschlandstr Esslingen Tel.: Dr. Suzanne Hindennach Schenkenbergstr Esslingen Tel.: Dr. Gerd Huesgen Max-Lang-Str Leinfelden Tel.: Dr. Claudia Hüfner Marktplatz 5 Tel.: Holger Jost Berliner Str. 21 Tel.: Dr. Elmar Just Neckarstr. 49 Tel.: Dr. Torsten Kamp Weberstr Wendlingen Tel.: Dr. Carl-Eberhard Klapproth Marktplatz 5 Tel.: Dr. Karina Klein Berliner Str. 4; Tel.: Dr. Susanne Klotz Kronenstr. 30; Ostfildern Tel.: Dr. Claudia Köhler Stadtplatz 11/ Wernau Tel.: Dr. Monika Kölle-Frick Hafengasse 2; Ulm Tel.: Dr. Kai Lüthgens Rosenbergstr Stuttgart Tel.: Dr. Karl Mehnert Wegenerstr Neu-Ulm Tel.: Dr. Sabine Müller Stuttgarter Str Ditzingen Tel.: Wolf-Joachim Nagel Schlüsselwiesen Stuttgart Tel.: Beate Nawroth Marktplatz 2 Tel.: Dr. Bernhard Neef Berliner Str. 4 Tel.: Dr. Regine Noller Karlstr. 20; Filderstadt Tel.: Annette Oppermann Martinstr. 11 Tel.: Dr. Brigitte Painz Schmiedstr Gärtringen Tel.: Prof. Dr. Thomas Paiss Hirschstr. 21; Ulm Tel.: Dr. Gudrun-Elisabeth Pfeifer Obertorstr. 41 Tel.: Dr. Eberhard Röhm Kapuzinerberg Weil der Stadt Tel.: Dr. Gerhard Dieter Roth Hindenburgstr Ostfildern Tel.: Karlheinz Roth Eltinger Str Leonberg Tel.: Dr. med. Ulrike Roth Eltinger Str Leonberg 07152/ Dr. Reinhold Schneider Maienwalterstr Esslingen Tel.: Dr. Michael Schröter Buhlstr Weinstadt Tel.: Dr. Othmar Steidle Graf-Ulrich-Str Leonberg Tel.: Dr. Jürgen Steinhilber Heiligkreuzstr Nürtingen Tel.: Dr. Bärbel Strietter Marktstr. 24; Ditzingen Tel.: Dr. Stefanie von Tietzen Stuttgarter Str Ditzingen Tel.: Dr. Katja Vogel Talstr. 23; Filderstadt Tel.: Dr. Christine Volschenk Distelfeldstr Leonberg Tel.: Dr. Angelika Welter Olgastr Wendlingen Tel.: Dr. Gerd Wirth Bahnhofstr. 5; Leonberg Tel.: Antje Wohlers Kiesstr / Dr. Stefan Zieger Berliner Str. 4; Tel.:

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