Paris Declaration. Capacity Development in der. deutsch südafrikanischen Entwicklungszusammenarbeit

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1 Paris Declaration und Capacity Development in der deutsch südafrikanischen Entwicklungszusammenarbeit

2 Paris Declaration Herausforderung für deutsche TZ Reformdruck auf EZ durch Paris Deklaration PD: Standards, Operationalisierung Capacity Development D SA: Bilaterale TZ : PD Schlussfolgerungen

3 Paris Declaration: Kontext Milleniums Entwicklungsziele MDGs (2000) Vereinbarungen zur EZ ( MDG 8) Monterrey (2002) Steigerung der EZ Mittel Rom (2003) Bessere Abstimmung Marrakesch (2004) Wirkungsorientierung Paris (2005) Reform des EZ Systems

4 PD: Die Grundsätze 1 EIGENVERANTWORTUNG (Partnerländer PL) 2 PARTNERAUSRICHTUNG (Geberländer GL : PL) 3 HARMONISIERUNG (GL : GL) Entwicklung gemeinsamer Verfahren Ausrichtung auf PL Agenda PL bestimmen Agenda Vereinfachung von Verfahren Anwendung der PL Verfahren Umfassende gegenseitige Information 4 ERGEBNISORIENTIERTES MANAGEMENT 5 GEGENSEITIGE RECHENSCHAFTSPFLICHT

5 PD: Bewertungsproblematik KRITERIUM/INDIKATOR ZIEL (2010) BEWERTUNG 1 Eigenverantwortung 1 PL verfügen über operationelle Entwicklungsstrategien* 2 Partnerausrichtung 75% der PL + 3 ODA auf nationale E Priori täten abgestimmt ** 8 Aufhebung der Lieferbindung*** 4 Ergebnisorientiertes Management Reduzierung der Lücke (Basis 2005) um 50 % ++ Kontinuierliche Fortschritte ++(+) 11 Überprüfbarer Rahmen für ergebnisorientiertes Monitoring vorhanden **** Reduzierung der Lücke (Basis 2005) um 33 % +

6 PD: Erreichtes Zusammenfassende Reformagenda für die (staatliche) EZ Grundsätze; Messung der Einhaltung (Indikatoren) Monitoringsystem; Peer reviews Selbstverpflichtung von PL und GL zur EZ, mit Deutliche Stärkung der PL Unterzeichnet von allen wichtigen PL und GL Schwachstellen, Reformbedarf in PL, GL transparenter Erzeugt Reformdruck : Peer Pressure Orientierung für EZ Reform Erste Reformschritte eingeleitet

7 PD: Probleme, Herausforderungen PD ist regierungslastig Indikatorenprobleme Mangelhafte Abbildung der Grundsätze in Indikatoren Uneindeutige Definitionen (großer Interpretationsspielraum) Keine bzw. arbiträre Erfassung qualitativer Aspekte Erfassungs und Messungsprobleme Keine Vorgaben, uneinheitliche Datenerfassung keine Überprüfungen (keine Plausibilitätsprüfungen [?]) Vergleichbarkeitsprobleme Fragwürdige Baselinedaten Ländervergleiche (anhand von PD Zahlen) sehr fragwürdig PD Orientierung erschwert lokal angepasste

8 Capacity Development Kernaufgabe der Technischen Zusammenarbeit (TZ) Ziel Stärkung der Handlungskompetenz von Entwicklungspartnern: Individuen, Organisationen, Gesellschaften Ebene Personen Organisationen Gesellschaften Gefördert /verbessert werden (v.a.) Humanressourcen: Kenntnisse; Erfahrungen; Fertigkeiten; Werte; Verhalten Management und Incentivesysteme; Organisationssysteme und verfahren; Organisations und Mangementkulturen; Gesetzliche und administrative Rahmenbedingungen; entwicklungsförderliche Politiken; Bevölkerungsbeteiligung; Rechtsstaatlichkeit

9 Capacity Development Instrumente Experten (Kurz und Langzeiteinsätze) Ausbildung und Training (formal/ non formal) Erstellung von Studien / Expertisen Coaching Learning Case Studies Networking Studienreisen Workshops Moderation (Facilitation).

10 Deutsch südafrikanische TZ Schwerpunktbereiche Kommunalentwicklung ( Local Governance and Development LGD) Berufliche Bildung ( Skills Development SD) Gute Regierungsführung ( Good Governance GG) Sonderbereich (wg. WM 2010) Planungsunterstützung zur WM Jugendentwicklung durch Fußball Querschnittsaufgaben HIV/AIDS Kooperation mit der Privatwirtschaft (PPP)

11 Deutsch südafrikanische TZ und PD PD Indikator Status Tendenz 3 TZ abgestimmt auf SA s Entwicklungsprioritäten 4 Stärkung PL Kapazitäten: TZ entspricht SA s Prioritäten 5a Nutzung von SA s Finanzmanagementsystem? 5b Nutzung von SA s Beschaffungssystem? 6 Vermeidung paralleler Durchführungsstukturen 7 Berechenbarkeit der TZ Leistungen 8 Lieferbindung? 9 Anwendung gemeinsamer Verfahren (mit anderen GL) 10a Gemeinsame Projektmissionen mit anderen GL 10b Gemeinsame Länderanalysen mit anderen GL

12 Herausforderungen für die deutsche EZ PD Standards: Kritische Bereiche Stärken Kriterium /Indikator Betr. Anpassung an PD erfordert Lieferbindung TZ Abschaffung Direktleistung Nutzung lok. Finanzsysteme TZ (FZ) Verantwortliches Finanzmanagement durch PL Nutzung lok. Beschaffungssysteme TZ Verantwortliches Beschaffungsmaagement durch PL Berechenbarkeit der Leistungen TZ (FZ) Entscheidung BMZ (BMF) bzw. erhöhte Autonomie der DO Capacity Development Ergebnisorientiertes Management TZ TZ, FZ

13 Herausforderungen für die deutsche EZ PD Standards: Kritische Bereiche Stärken Kriterium /Indikator Betr. Anpassung an PD erfordert Lieferbindung TZ Abschaffung Direktleistung Nutzung lok. Finanzsysteme TZ (FZ) Verantwortliches Finanzmanagement durch PL Nutzung lok. Beschaffungssysteme TZ Verantwortliches Beschaffungsmaagement durch PL Berechenbarkeit der Leistungen TZ (FZ) Entscheidung BMZ (BMF) bzw. erhöhte Autonomie der DO Capacity Development Ergebnisorientiertes Management TZ TZ, FZ

14 Konsequenzen Kein überzeugender Grund für Trennung von FZ und TZ Begründung für KfW und GTZ als getrennte DO entfällt Budgetfinanzierungen der EZ nehmen weiter zu Die TZ entwickelt sich (weiter) zur Consultingleistung Zur Nachfragesicherung wird deutsche TZ relative Vorzüglichkeit auf bestimmten Feldern entwickeln müssen Die Erhaltung spezifischer Stärken der deutschen TZ (3 Ebenen Ansatz) wird schwierig (nachfrageabhängig!) Weiterer Ausbau der Aussenstrktur

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