Lic. rer. pol. Alex Lötscher, Hochschule Luzern Wirtschaft Institut für Betriebs- und Regionalökonomie, Public & Nonprofit Management

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1 Prof. Dr. Patrick Renz, Hochschule Luzern Wirtschaft Institut für Betriebs und Regionalökonomie, General Management Lic. rer. pol. Alex Lötscher, Hochschule Luzern Wirtschaft Institut für Betriebs und Regionalökonomie, Public & Nonprofit Management Werner Riedweg, MBA Sozialmanagement Hochschule Luzern Soziale Arbeit, Institut für Sozialmanagement, Sozialpolitik und Prävention ManagementFitnessradar für NonprofitOrganisationen mit staatlichem Leistungsauftrag Abstract Ausgangslage Die öffentliche Hand im Fokus das Sozialwesen lagert viele Aufgaben an externe (meist Nonprofit) Organisationen aus. Leistungsvereinbarungen und aufwändige Qualitätssysteme sichern operative Anforderungen. Auf der strategischen Ebene hingegen existiert kein Steuerungsinstrument, welches die Fitness einer Organisation einfach aber umfassend aufzeigt und als Basis für eine gemeinsame Weiterentwicklung durch die Auftrag gebende öffentliche Hand und die Auftrag nehmende operativ tätige Organisation dienen kann. Der NPO Management Fitnessradar will diese Lücke schliessen. Als Management und Steuerungsinstrument, kann er von Organisationen mit Leistungsauftrag im Sozialwesen auf einfache Arte eingesetzt werden. Er soll der Dynamik sich kontinuierlich ändernder Marktbedürfnisse gerecht werden und die Bedürfnisse der verschiedenen Parteien mit Steuerungseinfluss aufnehmen (direkt: Geschäftsleitung, Stiftungsrat/Vorstand, kantonale Exekutive und indirekt: kantonale Politik und Öffentlichkeit) um deren Zusammenarbeit/Kooperation zu verbessern. Die Entwicklung des Instruments wird von der KTI (Kommission für Technologie und Innovation des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartements) unterstützt. Die Entwicklungs und Forschungsverantwortung liegt bei der Hochschule Luzern. Dabei arbeitet das federführende Departement Wirtschaft eng mit dem Departement Soziale Arbeit zusammen. Hauptumsetzungspartner ist ein Kantonales Sozialamt (Sozialamt des Kantons Zug). Zur Partnerschaft gehören aber auch drei operativ tätige, soziale Organisation (Verein Punkto Jugend und Kind, Frauenzentrale Zug, Stiftung Maihof Zug) und eine Stiftung und ein Verein, die das Instrument aus ihrer Praxis weiteren Organisationen zugänglich machen werden (Transparency International Schweiz, Stiftung Aid Governance).

2 Thematische Schwerpunkte Im Beitrag sollen neben den einführenden Kontextinformationen folgende Themen besprochen werden: (1) Der Theoriediskurs: Der Artikel zeigt in etwa zehn Thesen auf, welche feldnahen und feldfremden Diskurse existieren im Kontext des Praxisbedarfs zur Führung und Entwicklung von sozialen Organisationen. Dabei wird der Frage nachgegangen, welche theoretischen Diskurse im Kontext des Problems/Praxisbedarfs ( Wie sieht ein einfaches, kooperatives Management und Steuerungsinstruments für die Führung und Entwicklung einer Organisation im Sozialwesen im Spannungsfeld multipler Beeinflussungsparteien aus? ) bereits existieren, inwiefern diese das Problem aus theoretischer Sicht bereits abdecken, und wo eine wissenschaftliche Weiterentwicklung nötig ist. Es wird auch besprochen welche feldfremden Diskurse ausserhalb des Kontexts von sozialen Organisationen existieren, die zur Führung und Entwicklung von Organisationen einen Beitrag leisten können. (siehe Referenzliteratur) (2) Der Entwicklungsprozess: Der Artikel zeigt, wie das Projekt im Zusammenspiel zwischen Forschungspartnern, Anwendungspartnern und Umsetzungspartnern organisiert ist und mit welchem Vorgehen die wissenschaftlichen, operativen und wirtschaftlichen Ziele, die rund um dieses Projekt formuliert wurden, erreicht werden können. Der Projektplan mit den stark praxisorientierten und partizipativen Elementen wird vorgestellt. (3) Das Instrument: Das Managementcockpit ist ein webbasiertes Tool, das in dem Forschungsprojekt der Hochschule Luzern zusammen mit Partnern aus der Praxis entwickelt wird. Das Tool wird so konzipiert sein, dass dies einfach durch Mitarbeitende anzuwenden ist. Der Aufwand zur Generierung der benötigten Informationen soll minimal gestaltet werden (Richtwert: 1 Stunde pro Mitarbeitenden pro Auswertung) und erzielt gleichzeitig eine hohe Abdeckung der Themen, die für die NPO wichtig sind um Transparenz und längerfristige Fitness sicherzustellen. Abb.1: Themen und Verantwortlichkeiten die durch das Instrument erfasst werden sollen Das webbasierte Managementcockpit greift auf multiple Eigeneinschätzungen zurück und liefert u.a. folgende Resultate (Auswahl): Stand und Abweichungen im Bereich der Verantwortlichkeiten zu Thema X (vgl. z.b. Abbildung 1) Stand und Abweichungen je Hierarchiestufe

3 Benchmarking innerhalb der Organisation Benchmarking entlang der Zeitachse Benchmarking mit anderen Organisationen Zentral dabei sind die zu entwickelnden Indikatoren und Themenfelder; dieses sind zentrale Elemente des Forschungsprojekts. Nutzen für die Praxis Die Primäre Zielgruppe für die Anwendung sind operativ tätige Organisationen im Bereich Kinder, Jugend, Familie, Alter, Behinderung, Gesundheit und Sucht. Die sekundäre Zielgruppe bilden die übergeordneten Stellen der NonprofitOrganisationen und sind indirekte Nutzer oder Multiplikatoren. Dies sind einerseits kantonale Amtsstellen (Bereich Soziales und Bereich Bildung) sowie grosse kommunale Amtsstellen (Bereich Soziales und Bildung). Ebenfalls zu dieser Zielgruppe gehören einzelne Abteilungen innerhalb dieser Amtsstellen. Kurzvita Prof. Dr. Patrick Renz ist Forschungsprojektleiter und Dozent an der Hochschule Luzern Wirtschaft. Er forscht im Competence Center General Management des Instituts für Betriebs und Regionalökonomie IBR. Er studierte Betriebswirtschaft und promovierte an der HSG zum Thema "Project Governance". Während 15 Jahren war er in der Praxis tätig, in verschiedenen Führungspositionen bei Procter & Gamble und als CEO von internationalen Beratungsfirmen. Er spricht 6 Sprachen und hat in knapp 40 Ländern Erfahrung gesammelt. Seit 2001 ist er auch in der Entwicklungszusammenarbeit tätig und hat die Stiftung Aid Governance ins Leben gerufen, die die Effizienz und Wirkung von sozialen Akteuren unterstützt. Website: Lic. rer. pol. Alex Lötscher ist Dozent und Projektleiter an der Hochschule Luzern Wirtschaft. Er ist im Competence Center Public & Nonprofit Management des Instituts für Betriebs und Regionalökonomie IBR tätig. Er besitzt ein Lizenziat in Betriebswirtschaftslehre und ist diplomierter Wirtschaftsprüfer. Ausserdem hat er ein Zertifikat in Didaktik erworben. Nach einer Anstellung als Mandatsleiter und Firmenkundenberater bei BalmerEtienne AG war er mehrere Jahre als Wirtschaftsprüfer und Unternehmensberater bei Truvag Revisions AG tätig, dort war er Teamleiter und Leiter Gemeindedienstleistungen. Heute unterrichtet er Prozessmanagement, Betriebswirtschaft, Public Management. Website: Werner Riedweg, MBASozialmanagement, ist Dozent und Projektleiter an der Hochschule Luzern Soziale Arbeit. Er ist am Institut für Sozialmanagement, Sozialpolitik und Prävention tätig und Verantwortlicher für das Kompetenzzentrum Organisation des Sozialwesens und gesellschaftliche Teilhabe. Er erlangte den Abschluss Professional MBA Sozialmanagement an der Wirtschaftsuniversität Wien. Ausserdem hat er die Abendschule für Sozialarbeit und Weiterbildungen in Nonprofit und Qualitätsmanagement absolviert. Ferner hat er den Universitätslehrgang für Sozialwirtschaft, Management und Organisation Sozialer Dienste an der WU Wien abgeschlossen und besitzt einen MAS in Sozialmanagement. Von 1996 bis 2009 war er Geschäftsleiter der Caritas Luzern. Website:

4 Wichtige Literatur Bürgisser, H., Buerkli, C., Stremlow, J., Kessler, O. & Benz, F. (2012). Skizze eines systemischen ManagementModells für den Soziualbereich. In: Wöhrle, A. (2012). Auf der Suche nach Cornforth, C. (2011). Nonprofit Governance Reseach. Limitations of the Focus on Boards and Suggestions for new directions. Nonprofit and Voluntary Sector Quarterly 11/2011. Fröse, M. (2012). LeadershipDiskurse. In: Wöhrle, A. (2012). Auf der Suche nach Ebrahim, A. & Rangan K. V. (2010). The Limits of Nonprofit Impact: A Contingency Framework for Measuring Social Performance. Harvard Business School Working Paper Grunwald, K. (2012). Entwicklungsorientiertes Management als Konzept für Organisationsgestaltung und Personalmanagmeent in Einrichtungen der Sozialwirtschaft. In: Wöhrle, A. (2012). Auf der Suche nach Huse, M. (2007). Boards, Governance and Value Creation. The human side of corporate Governance. Cambridge: Cambridge university Press. Lienhard, A. & Ritz, A. (2006). Prozesse und Inhalte der Steuerung mit Leistungsaufträgen: Grundlagen der Kontraktsteuerung am Beispiel der Swissmedic (schweizerisches Heilmittelinstitut). Bern: KPM Meinhold, M. (2012). Qualität befördern. In: Wöhrle, A. (2012). Auf der Suche nach Reinbacher, P. (2012). Dimensionen von Sozialmanagement Klärungsversuche. In: Wöhrle, A. (2012). Auf der Suche nach Sozialmanagementkonzepten und Managementkonzepten für und in der Sozialwirtschaft. Augsburg: Ziel Renz, P. (2012). Patentrezept Wirkungsmessung? Paper presentation at Credit Suisse 2. Corporate Volunteering Konferenz, Zürich. Paper version online at: %20Reflektionen%20zu%20Corporate%20Volunteering.pdf Ruflin, R., SchnyderWalser, K. & Klöti, T. (2012). Qualitätsmanagementsysteme und QualitätsLabels für den Sozial, Gesundheits und Bildungsbereich. Hrsg. social design ag, Bern. Schedler, K., Müller, R. & Sonderegger, R. W. (2011). Public Corporate Governance: Handbuch für die Praxis. Bern: Haupt Schellberg, K. (2012). Soziale Organisationen sind anders Besonderheiten von Organisationen der Sozialen Arbeit aus ökonomischer Sicht und die Anforderungen an das Management. In: Wöhrle, A.

5 (2012). Auf der Suche nach Sozialmanagementkonzepten und Managementkonzepten für und in der Sozialwirtschaft. Augsburg: Ziel Schwarz, G. (2012). Sozialarbeit zwischen Professionalisierung und Probelmatisierung. In: Wöhrle, A. (2012). Auf der Suche nach Sozialmanagementkonzepten und Managementkonzepten für und in der Sozialwirtschaft. Augsburg: Ziel Uebelhart, B. & Fritze, A. (2012). Soziale Herausfoderungen multiperspektivisch und wirkungsorientiert bearbeitet: Social Impact Management. In: Wöhrle, A. (2012). Auf der Suche nach Wöhrle, A. (2012). Auf der Suche nach Sozialmanagementkonzepten und Managementkonzepten für und in der Sozialwirtschaft. Augsburg: Ziel

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