Infotainment Trends 2015 Welche Chancen haben die OEMs?

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1 Infotainment Trends 2015 Welche Chancen haben die OEMs? Dr. Martin Weiser Stand:

2 Inhalt Trends und Erwartungen in der Elektronik Entwicklung des PND Segments Skizze einer neuen Infotainment Klasse 2

3 Inhalt Trends und Erwartungen in der Elektronik Entwicklung des PND Segments Skizze einer neuen Infotainment Klasse 3

4 Online-Content gewinnt an Bedeutung gegenüber Broadcast IPTV wird derzeit flächendeckend eingeführt und bis 2012 bereits weite Verbreitung finden. Danach wird TV 2.0 als Verschmelzung von TV und Web-Browser als interaktives Fernsehen vollkommen neue Nutzergewohnheiten schaffen und neue Geschäftsmodelle für Unterhaltung ermöglichen. Quelle: Fraunhofer Quelle: T-Labs 4

5 Bis 2015 wird 70% des World Wide Web von Nutzern generiert. Launched in February 2004, Facebook is one of the top six most-trafficked Web sites, with 50 billion page views per month. It began as a social-networking site for college students. As the legend goes, the software was written in 10 days during final exam week by a 19-year-old university student, Mark Zuckerberg, now CEO of Facebook. By mid-2005, just 18 months after its launch, Facebook had registered 80% of the college student population in the U.S. with eight million registered users, most of whom logged in every day. Since then, Facebook has broadened its reach, first to encompass 85% of student population, and then to grow beyond students to post-university business users. The number of registered users has grown from eight million in July 2006 to 43 million in September 2007, on target to exceed 50 million by year end. The intensity of user engagement remains high, as indicated by the fact that more than half of Facebook's user population logs in every day, totaling two billion page views per day. At peak times, there can be 10 million users in session. This is handled by an engineering staff of about 100 people, all using custom-coded application on a lightweight open-source foundation the lightweight LAMP stack that is now a staple of almost all Web 2.0 startup ventures using open-source, scale-enabling technology, such as memcached. Quelle: Gartner Research Document G

6 Relevante Beispiele und deren Bedeutung für Infotainment openstreetmap.org plazes.com facebook.com Gebührenfreie, aktuelle Navigationskarten Veranstaltungskalender mit Georeferenz Kommunikation und zentrale Verwaltung aller Kontakte Georeferenzdaten Soziale Netzwerke 6

7 Kosten für Mobilfunk-Flatrates am Beispiel T-Mobile /Monat MB 500MB 5GB / Flat Übergang von der 2. auf die 3. Generation Mobilfunk 7

8 Kommunikationstechnologien Mobilität >> 250 km/h DAB High-Speed-Zug nur Broadcast stehend gehend fahrend Auto über Land Auto in der Stadt zu Fuß unterwegs wechselnde Orte im Gebäude am Platz GSM-R GPRS EDGE UMTS UMTS + HSPA LTE 4G DECT Bluetooth EDR WLAN ( p) WLAN ( a,g) 0, DVB-T WiMax mobile ( e) WiMax ( a,d) Quelle: SiemensCom modifiziert durch Volkswagen AG Datenrate [Mbit/s] 8

9 Flickenteppich Mobilfunknetze 9

10 Mooresches Gesetz in der Automobilelektronik Entwicklung der Rechenleistung MIPS/GOPS PC Powertrain Bildverarbeitungsproz. Regression (Bildverarb.) Regression (PC) Regression (Powertrain) 0,1 0,

11 Auslagerung von Applikationen ins Web (Software as a Service) Zentrale Datenspeicherung ermöglicht NetBooks als neue Geräteklasse 11

12 Software-Architektur: Abstraktion Mobile Device Abstraktion Mobile Device System System Applikation z. B. Videostreaming Applikation z. B. Videostreaming Spezifisches Interface stabile API Einführung von definierten und langfristig stabilen Applikationsschnittstellen. Kapselung von schnell veränderlichen Funktionen und Komponenten 12

13 Software-Architektur: Virtualisierung, Modularisierung HMI - presentation-layer HMI - states, models Applikationen SW- Module A API SW- Module N API Modularisierung: Definierte Schnittstelle erlauben eine modualare Entwicklung des Gesamtsystems Runtime Environment, VM Middleware OS Board-Support-Package, Driver API Services Virtualisierung II: Betriebssystem-unabhängige Anwendungen durch Einführung eines Runtime Enviroments Virtualisierung I: Hardware-Unabhängigkeit durch Einführung eines Betriebssystems Hardware 13

14 Car2X Netzeffekte und Einführungsszenario Verkehrssicherheit hoch Verkehrseffizienz Funktionsklasse Information und Unterhaltung mittel Nutzen für Kunde 1 Aftersales und Flottenbetreiber niedrig Funktionen Nutzen für Kunde 1 14

15 Extended Floating Car Data (XFCD): Die Vermessung der Welt Temperatursensoren, Regen-/Lichtsensor: Off-Board Erstellung lokal hoch auflösender Wetterkarten auf einem Server. GPS: Vermessung neuer Routen und Fahrspurerkennung durch Off-Board DGPS. Rückfahrkameras: Mit Structure from motion Algorithmen ließen sich 3D-Punktwolken der Umgebung berechnen. Kamera für Lane Assist: Nutzung von Bildverarbeitung zur Verkehrszeichenerkennung. Off- Board Plausibilisierung und Berücksichtigung in der Straßendatenbasis. Seitlich gerichtete Ultraschallsensoren: Mit den PLA Sensoren könnte permanent der Fahrbahnrand gescannt werden. Durch Off- Board Verarbeitung der Daten entsteht eine Parkplatzlandkarte. 15

16 Zusammenfassung: Trends und Erwartungen in der Elektronik 1. Online Content gewinnt an Bedeutung gegenüber Broadcast Services. 2. Bis 2015 wird 70% des Content des WWW von den Nutzern selbst generiert werden. 3. Bei jedem Übergang von einer Mobilfunkgeneration zur nächsten fallen die Kosten für Datenflatrates dramatisch und die Bandbreite wächst. Nächster Schritt LTE ca Die Versorgung mit mobilen Breitbandverbindungen wird auch in Zukunft inhomogen und unvollständig sein. (Über)versorgung in den Ballungszentren und Versorgungslücken im ländlichen Bereich. Globaler Trend. 5. Das Mooresche Gesetz hat auch für die Kraftfahrzeugelektronik Gültigkeit. Allerdings mit ca. 8 Jahren Verzögerung gegenüber der Consumer Elektronik. 6. Die Auslagerung von Applikationen ins Web wird größere Flexibilität der Software über die Laufzeit ermöglichen. 7. Modulare Software Konzepte vereinen Business und Open-Source Gedanken. 8. Car2X wird sich etablieren über die drei Stufen Information, Entertainment, Security, Diagnose und Bezahlfunktionen, dann Warnfunktionen und zuletzt Sicherheits- (Safety-) Funktionen. 9. Die Nutzung der Sensoren von Fahrerassistenzsystemen für Infotainmentanwendungen (Extended Floating Car Data. XFCD) wird neue Geschäftsmodelle ermöglichen. 16

17 Inhalt Trends und Erwartungen in der Elektronik Entwicklung des PND Segments Skizze einer neuen Infotainment Klasse 17

18 Was passiert auf dem PND Segment? Bedrohung durch neue Technologien 18

19 PND Geschäft wird seinen Höhepunkt in 2011 erreichen Quelle: Strategy Analytics 19

20 Aktuelle Aktivitäten auf dem PND Markt Bekannte Aktivitäten: PND und Smartphone Hersteller übernehmen die Anbieter digitaler Straßenkarten: Zugang zu ortsbasierten Online-Diensten. Nutzung des Community-Gedankens: Nutzer können ihre Karte verändern und diese Informationen mit anderen Teilen. Endgeräte werden On-Line-fähig gemacht: GSM-Module werden integriert. Kooperation mit Mobilfunk-Anbietern. Automatisierung der Rückmeldungen aus dem fließenden Verkehr zur Bestimmung von Tagesganglinien. Zukünftige Aktivitäten: PND Hersteller entwickeln sich von Geräteanbieter zu Mobilitätsdienstleistern. Durch die Rückkopplung von nutzergenerierten Daten entsteht eine hochaktuelle Datenbank, deren Inhalt leicht weiter auf ortsbasierte Online-Dienste (Location Based Services) ausgebaut werden kann. 20

21 Beispiele aus Google Android Plattform Reiseführer Picture Navigation Taxi Ruf Ökologische Fortbewegung On-Line Musik Fahrleistungsdaten 21

22 Inhalt Trends und Erwartungen in der Elektronik Entwicklung des PND Segments Skizze einer neuen Infotainment Klasse 22

23 Anforderungen aus Kundensicht 1. Einbindung des Kreativitätspotenzials der Kunden: Verschiedene Arten von Online Content von Routen- und Verkehrsinformationen bis zu Multimediainhalten werden in zukünftigen Infotainment Systemen eine zentrale Rolle spielen. 2. Multioptionale Kommunikation: Durch weiter sinkende Entgelte für mobile Breitbanddatenverbindungen wird der Online Content auch finanziell attraktiv. Dennoch wird die Versorgung inhomogener. Pufferung und Synchronisationsstrategien müssen Empfangslöcher subjektiv kompensieren. 3. Das Fahrzeug als mobiler Sensor (Extended Floating Car Data, XFCD) wird eine Vielzahl attraktiver Dienste und Anwendungen ermöglichen. 23

24 Anforderungen aus Techniksicht 1. Ein vollständig modularer Software-Aufbau wird die Innovationszyklen bei der Realisierung neuer Infotainmentsysteme verkürzen. 2. Bei der Hardware wird verstärkt auf modifizierte Consumer-Elektronik als auf optimierte Embedded Lösungen gesetzt werden. 3. Die Fahrzeugdatensicherheit für die oben genannten Anforderungen muss unter allen Umständen gewährleistet sein. 24

25 Ein Blick in die Zukunft: Das Portal Wireless Wolfsburg Dynamischer Fahrplan, Integration Server Wolfsburg AG Tags, die die angezeigten POIs beschreiben Auswahl der Themen für die angezeigten Orte POIs suchen oder nach Kategorien anzeigen Login, um auf Dienste Fahrzeughomepage zuzugreifen bzw. POIs ändern zu dürfen Liste der angezeigten POIs Mit dem Haus geht es in die Detailseite für die POIs Darsteller, mit denen ausgewählt wird, ob der POI als Icon, Bild, Name, angezeigt wird 25

26 Das Portal Wireless Wolfsburg Ein Nutzer des Portals kann mit dem PC oder Mobilgerät mittels DSL, UMTS oder WLAN interessante Orte in Wolfsburg auf einer nach Themen sortierten Karte entdecken aktuelle Informationen aus der Stadt abrufen (Parksituation, Veranstaltungen, Fahrpläne und Position der individuellen Busse) in der Community seine Lieblingsorte für alle sichtbar festhalten Jederzeit sein eigenes Fahrzeug auf der Fahrzeughomepage finden mit: Parkposition und Zustand des Autos Austausch von Routen und Zielen Personalisierung von Musik und Podcast und er findet alle diese Daten für die Bedienung im Auto optimiert auf seiner Navigationskarte im Fahrzeug wieder! 26

27 Das Der Fahrer des kann mit seinem Navigationssystem interessante Orte in Wolfsburg zu Themen wie Citylife, Reisen oder Erholung auf der Karte erkunden seine Navigation im Internet nach Zielen suchen lassen aktuelle Informationen wie Veranstaltungsorte oder freie Parkhäuser auf seiner Navigationskarte finden den nächstgelegenen freien Parkplatz anfahren und die Karte zum Zielort mit seiner Parkposition auf seinem Mobilgerät ansehen Auf dem Portal konfigurierte Musik und Podcasts anhören und bewerten 27

28 Was ist das Forschungsprojekt Wireless Wolfsburg? Ziele von Wireless Wolfsburg: ist ein Forschungsprojekt von: Aufbau eines WLAN-Testfeldes zur Erprobung mobiler Dienste => schattierter Bereich der Karte Test von Anwendungen und Technik für Autos und Reisende Untersuchung der Akzeptanz mobiler Dienste Entwicklung von Diensteprototypen mit Händlern und Institutionen in Wolfsburg Erarbeitung, Erprobung und Evaluation neuer Geschäftsmodelle Neue Angebote für lokale Telekommunikationskunden Schaffen eines attraktiven Umfeldes für Firmenansiedlungen und -gründungen 28

29 Zusammenfassung 1. Das Fahrzeuginfotainment der Zukunft wird die On-Board- und die On-Line-Welt miteinenander verbinden. 2. Routenführung und Navigation entwickeln sich vom überregional spezifizierten Standard weiter zu einer Ausprägung ortsbasierter online-dienste mit sehr regionalem Gültigkeitsbereich. 3. Extended Floating Car Data bieten eine Chance, neue Funktionen mit großer Kundenattraktivität umzusetzen. 29

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