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1 Evangelische Kirchengemeinden Herrenberg und Haslach Nr. 321 Oktober 2010 Begegnung mit Muslimen Täglich begegnen uns auf der Straße, beim Einkaufen Muslime, vor allem muslimische Frauen mit ihren Kindern. Manche tragen Kopftücher, andere sind ganz verhüllt, wieder andere sind von deutschen Frauen nicht zu unterscheiden. Begegnen wir ihnen wirklich? Muslime leben schon viele Jahre in unserer Stadt und werden weiter hier leben. Es gibt mehrere Moschee-Gemeinden in Herrenberg. Wissen wir, wo sie sich befinden? Wissen wir, welche Feste Muslime im Jahreslauf feiern? Haben wir eine Vorstellung davon, wie ihr religiöses Leben aussieht? Seit einigen Jahren bemüht sich der Ökumenische Arbeitskreis Christen und Muslime im Gespräch um die Begegnung zwischen Muslimen und Christen. Begegnung heißt auf Augenhöhe zusammen sein, Fragen stellen, sich erzählen lassen, mehr vom anderen erfahren, Fremdheit überwinden, das Fremde an mich heranlassen. Der Weg dahin ist manchmal anstrengend, mühsam, es gilt, Hindernisse zu überwinden. Dennoch... Bei verschiedenen Veranstaltungen zu unterschiedlichen Themen besuchten muslimische Mitbürger und Mitbürgerinnen uns Christen im Haus der Begegnung und im Gemeindezentrum St. Martin. Christen waren mehrfach zu Gast in der DI- TIB-Moschee in der Horber Straße und in der Selimiye-Moschee in der Daimlerstraße. Am 3. Oktober wird ein gemeinsames Fest von Muslimen und Christen zum Erntedank in der Alten Turnhalle stattfinden. Können oder dürfen Christen und Muslime miteinander beten? Es gibt viel Gemeinsames zwischen beiden Religionen, auf das wir schauen können und dürfen: Beide glauben an den einen einzigen Gott. Er ist der Schöpfer und Erhalter der Welt. Er wird die Menschen am Jüngsten Tag richten und die Welt vollenden. Gott ist der Barmherzige, Allerbarmende und vergibt den Menschen die Schuld. Dieser eine und einzige Gott offenbart sich den Menschen. Mit Abraham, der sich in Gottes Willen gab, seinem Wort folgte, begann eine besondere Segensgeschichte zwischen Gott und Mensch. Abraham gilt als Vater des Glaubens. Gott steht mit den Menschen in Verbindung, er offenbart sich ihnen. Und trotzdem lässt sich sein Wissen von den Menschen nicht erfassen. Er bleibt der Ferne, Unfassbare und Unbegreifliche. Für das religiöse Leben von Muslimen wie Christen haben das Gebet und die Sorge um das Wohl der Mitmenschen eine zentrale Bedeutung. Beide Religionen kennen die Offenbarung des einzigen Gottes in einem Heiligen Buch, für die Christen in der Bibel, für die Muslimen im Koran. Aber es gibt natürlich auch Trennendes. Der wichtigste Unterschied besteht in der Bedeutung von Person und Werk Jesu Christi. Jesus wird im Koran und von den Muslimen hoch geachtet als der letzte große Prophet vor Mohammed, aber er ist nicht Gottes Sohn, nicht der Erlöser. Professor Falaturi ( 1996), ein bedeutender islamischer Gelehrter, sagte einmal: Zweifelsfrei bildet das Streben nach Gerechtigkeit und Frieden und in diesem Sinn die Bewahrung und der Schutz der Rechte der Menschen den Kern der Botschaft der drei großen abrahamitischen Religionen Judentum, Christentum und Islam. Es gibt keinen Frieden in der Welt ohne den bewussten gemeinsamen Einsatz der Anhänger der großen Religionen für den Frieden zwischen uns Menschen. Hier in unserer Stadt können wir unseren beim gemeinsamen Fest zum Erntedank in der Alten Turnhalle Beitrag dazu leisten, indem wir Schritte tun, immer wieder und immer neue, damit wirkliche Begegnung zwischen Christen und Muslimen unter uns immer besser gelingt. Marianne Eder Christen und Muslime feiern zusammen Erntedank Herzliche Einladung Der ökumenische Arbeitskreis der evangelischen, methodistischen und katholischen Kirche lädt deshalb alle Menschen unserer Stadt ganz herzlich zu einem christlich-muslimischen Fest zum Erntedank am 2. Oktober in die Alte Turnhalle ein Uhr: Offizieller Beginn mit Grußworten u. a. von OB Sprißler. Anschließend Austausch bei Tee/ Kaffee und Gebäck Uhr: Erntedanktraditionen bei Christen und Muslimen Uhr: Gottesdienstliche Feier mit Kinderchor gestaltet von Muslimen sowie katholischen (Pfr. Beck) und evangelischen Christen (Dekan Homann) Uhr: Dankgebet für unser tägliches Brot, für das bereitstehende Essen (Christen). Hausgemachtes Gebäck, Kuchen, Salate, Nachtisch sind herzlich willkommen (bitte ohne Alkohol). Gemeinsames Essen Uhr: Dankgebet für das Essen (Muslime). Wir freuen uns auf zahlreiche Mitfeiernde!

2 Vortrag von Prof. Dr. Hermann Ehmer: Ambrosius Blarer Der Reformator Herrenbergs Am Samstag, den 30. Oktober 2010, wird Prof. Dr. Hermann Ehmer anlässlich des Reformationstages um Uhr in der Stiftskirche in Herrenberg einen Vortrag über Ambrosius Blarer Der Reformator Herrenbergs halten. Der aus Konstanz stammende Ambrosius Blarer ( ) steht etwas im Schatten der anderen reformatorischen Theologen Württembergs. Blarer und Erhard Schnepf sind die beiden Theologen, denen 1534 die Reformation des Landes aufgetragen worden war, wobei Schnepf die nördliche, Blarer die südliche Hälfte zugewiesen wur-de. Beide waren Männer, die für diese Aufgabe große Erfahrung mitbrachten. Blarer hatte bei der Reformation in einigen Reichsstädten, wie Ulm und Esslingen, mitgewirkt. Nur vier Jahre wirkte Blarer in Württemberg; diese Tätigkeit war ein kurzer Abschnitt in einem wechselvollen Leben, das in diesem Vortrag dargestellt werden wird. Wann: Sa., , Uhr Referent: Prof. Dr. Hermann Ehmer Ort: Stiftskirche Herrenberg Um ein Opfer wird gebeten. Professor Dr. Ehmer war von 1988 bis 2008 Direktor des Landeskirchlichen Archivs in Stuttgart und Lehrbeauftragter an der Evang. Theol. Fakultät der Universität Tübingen. Gottesdienst für Erzieherinnen und Erzieher Einen besonderen Gottesdienst gibt es auch dieses Jahr wieder zum Start ins neue Kindergartenjahr extra für die Fachkräfte der Kindertageseinrichtungen in Herrenberg und den Kirchenbezirksgemeinden. Termin ist Donnerstag, 7. Oktober 2010, um 18 Uhr in der Stiftskirche. In der warmen Atmosphäre der Glucke vom Gäu sollen die Pädagoginnen und Pädagogen für ihre verantwortungsvolle Aufgabe und die vielfältigen Herausforderungen Kraft tanken sowie Zuspruch und Stärkung erfahren. Auch erbitten wir Gottes Begleitung in Alltag und Beruf. Dieser Gottesdienst ist offen für Menschen aller Konfessionen und Religionen. Mit einem kleinen Ständerling wird das Zusammensein anschließend ausklingen. Dekan Homann, Schuldekan Hermann und die Kindergartenfachberaterin des Kirchenbezirks Hiller-Thoß laden alle Fachkräfte dazu ganz herzlich ein. Ökumenisches Friedensgebet Unsere Welt ist voller Konflikte, die durch Krieg, Gewalt und Terror nicht gelöst, sondern immer wieder nur verschärft werden. Wann werden die Menschen in Frieden zu leben lernen? Wir wollen unsere Sehnsucht nach Versöhnung und Frieden vor Gott bringen und ihn um Hoffnung und um ein Ende der Gewalt bitten. Wir wollen unsere Betroffenheit teilen mit denen, die unter Krieg und Gewalt leiden, aber auch Gott danken für alle Zeichen der Hoffnung auf Frieden und Versöhnung, die wir entdecken. Ab Montag, 18. Oktober 2010, laden wir daher jeweils montags um Uhr zu einem Gebet für den Frieden in die Spitalkirche ein. Es soll nicht länger als eine halbe Stunde dauern. Evangelische Kirchengemeinde Katholische Kirchengemeinde Ev.-meth. Kirchengemeinde Bläsermusik zum Reformationsfest Der Herrenberger Posaunenchor lädt am um 20 Uhr ein in die Stiftskirche zu einer Bläsermusik mit Gedanken zur Reformation. Kinderbibeltage 2010 Wenn Du zwischen 4 und 12 Jahre alt bist, laden wir Dich herzlich zu den Kinderbibeltagen in das evangelische Gemeindehaus, Erhardtstraße 4, ein. Im Mittelpunkt stehen spannende Geschichten über König David. Gemeinsam wollen wir singen, spielen, basteln und miteinander Spaß haben. Württemberg wird evangelisch Ausstellung zur Reformation in der Stiftskirche Herrenberg Im Mai 1534 kehrte Herzog Ulrich nach der Schlacht bei Lauffen am Neckar mit Hilfe des hessischen Landgrafen Philipp wieder nach Württemberg zurück. Am 16. Mai 1534 wurde in der Stuttgarter Stiftskirche der erste öffentliche evangelische Gottesdienst gefeiert. Diese beiden Ereignisse markieren den Beginn der Reformation in Württemberg entstand die Große Kirchenordnung. Vom Reformator Johannes Brenz gesammelt und verfasst, von Herzog Christoph erlassen, hat sie das kirchliche wie das politische Leben Altwürttembergs bis ins 20. Jahrhundert geprägt. Sie ordnete ein evangelisches Staats-, Kirchen- und Sozialwesen und wurde auch von anderen Ländern übernommen. Die Ausstellung zeigt auf 10 Tafeln in Text und Bild Wege, Wirrungen und Wirkungen der Reformation in ihren gesellschafts- und kulturprägenden Kräften. Sie verfolgt die Spuren der großen Bewegung und ihrer Umsetzung in Württemberg und fragt nach der Bedeutung für heute. Die Tafelausstellung Württemberg wird evangelisch Ausstellung zur Reformation wird am 26. September 2010 im Anschluss an den Uhr- Gottesdienst in der Stiftskirche Herrenberg circa gegen Uhr mit einer Einführung durch Dekan Klaus Homann eröffnet. Bis zum 17. Oktober 2010 ist sie auf der Pfalzgrafenempore der Stiftskirche zu sehen. Eröffnung: Sonntag, 26. September 2010 Dauer: Sonntag, 26. September 2010 Sonntag, 17. Oktober 2010 Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag, Uhr Herzliche Einladung zu den Kinderbibeltagen 2010! Bist Du dabei? Dann freue Dich auf unser Programm! Donnerstag, , Uhr Entdeckt! Gott kennt mich Freitag, , Uhr Keine Angst vor Riesen?! Gott macht mir Mut Samstag, , Uhr Im Schlaf erwischt! Gott mag keine Feindschaft Sonntag, , Uhr Ein König tanzt vor Freude! Gott soll immer bei mir sein (Gemeinsamer Abschluss-Gottesdienst und Pizzaessen mit den Eltern.) Veranstalter: CVJM Herrenberg und Kinderkirch-Team der evangelischen Kirchengemeinde Herrenberg

3 Familie Hanßmann verabschiedet Matthias Hanßmann, seit vielen Jahren hauptamtlicher Mitarbeiter und Referent für Mittlere Generation und Musik bei den Apis, evang. Gemeinschaftsverband Württemberg, beginnt am 1. September eine neue Aufgabe als Pfarrer in Ditzingen- Schöckingen. Viele Freunde, Wegbegleiter und Gemeindemitglieder kamen daher am Sonntag, den 4. Juli zur offiziellen Verabschiedung von Familie Hanßmann in die Jakobuskirche nach Haslach. Der Vorsitzende der Apis, Steffen Kern, dankte Matthias Hanßmann für seine engagierte Arbeit und stellte nochmals seine Kreativität, u.a. beim Aufbau der Christlichen Gemeindemusikschule CGS sowie seinen hohen Einsatz heraus, um Menschen auf ganz unterschiedliche Arten den christlichen Glauben nahezubringen. Auch in Haslach waren Matthias und Isolde Hanßmann auf vielfältige Art und Weise engagiert, was in mehreren Grußworten, aber auch in den vielen persönlichen Begegnungen anschließend beim Kaffee im Gemeindehaus zum Ausdruck kam. Der unermüdliche Einsatz bei Treffpunkt Gemeinschaft, die CGS mit dem Flötenunterricht von Isolde, Bibelpoint, Jungschar, u.a. mit Sohn Clemens, oder die Mitarbeit bei den Kinderbibelwochen, u.a. mit dem Musical Der Gelähmte, sind hierbei zu nennen. Für all diesen Einsatz sind wir sehr dankbar. Gleichzeitig bleibt es eine Herausforderung, diese neuentstandene große Lücke zu schließen. Zum Ausklang des Tages fand dann am Abend ein Improvisations- und Mitmachkonzert statt. Gemeinsam mit dem begeisterten Publikum musizierten, groovten und swingten der Landeschor Blessed mit Lehrern der Christlichen Gemeindemusikschule. Gerhard Wolf Dekan in bewegter Zeit Dekan i.r. Dieter Gläsche wurde 90 Jahre alt Am 1. September feierte Dekan i. R. Dieter Gläsche seinen 90. Geburtstag. Er lebt mit seiner Frau Annelore in Stuttgart-Botnang im Karl-Wacker-Haus. Beide sind mit Herrenberg bis heute in Gedanken und im Gebet herzlich verbunden. Eine kleine Delegation unserer Kirchengemeinde: Pfarrer Rieker, Dr. Gerhard Betz, Vors. des Kirchengemeinderats, Frau Betz und Jürgen Hanßmann, ehem. Vorsitzender, besuchte den Jubilar und überbrachte die Glückwünsche der Gemeinde und als Erinnerungsgeschenk ein Exemplar der Silbermedaille, auf der die Stiftskirche und Probst Rebmann abgebildet sind. Vor fast 25 Jahren wurde Dieter Gläsche als 38. Dekan an der Stiftskirche in Herrenberg in den Ruhestand verabschiedet. Ein solcher Tag ist auch Anlass, zurückzublenden in bewegte Jahre. Im Vordergrund stand damals natürlich die Sanierung und Renovierung der Stiftskirche, die bekanntlich rd. 10 Jahre Baustelle war. In vielen, oft bis gegen Mitternacht dauernden Sitzungen des Kirchengemeinderats wurde nach Lösungen der Finanzund Baufragen gesucht Baumaßnahmen in fast allen Kirchengemeinden im Kirchenbezirk begleiteten den Dekan. Die steigende Zahl neuer Gemeindeglieder im Ziegelfeld und Ehbühl führte 1982 zur Schaffung des 4. Pfarrbezirks (Ost). Damit wurde der vom Dekan begleitete Pfarrbezirk Mitte entlastet. Aber auch in anderen Arbeitsfeldern verlangte die Zeit nach neuen Strukturen. Zur Begleitung der Kindergärten in der religiösen Erziehung entstand die Stelle einer Fachberatung. Zusammen mit der Stadt Herrenberg und der Gemeinde Deckenpfronn wurde die Diakoniestation Herrenberg gegründet, zu der noch 3 weitere im Kirchenbezirk kamen. Die Ausweitung der Arbeit der Diakonischen Bezirksstelle von einem Einmannbetrieb auf eine vielseitige Beratungsstelle für Menschen, die Hilfe bedurften, entsprach der vergrößerten Herausforderung an Kirche und Diakonie. Am neu erbauten Herrenberger Krankenhaus wurde die ökumenische Krankenhausseelsorge neu strukturiert und in der Kirchengemeinde Herrenberg entstand für die Pfarrstelle in Herrenberg Ost ein neues Pfarrhaus. Eine Zeit, in der viel in Bewegung war, war Herrenberg doch in den 60er Jahren als Testbezirk der Landeskirche für neue Formen kirchlicher Arbeit ausgewählt worden. Ein großes Anliegen von Dekan Gläsche war der Ausbau und die Pflege der Partnerschaftsbeziehungen der Kirchengemeinden des Bezirks zur Kirchengemeinde in der Superintenditur Eisenach in Thüringen in der damaligen DDR. In seiner Arbeit wurde er in großem Umfang durch seine Frau Annelore Gläsche unterstützt, die auch in der Gemeinde eigene Aufgabenbereiche übernommen hatte. Über Jahre hinweg war Dekan Gläsche auch in seinem Urlaub als Kurseelsorger im Tessin engagiert. Die Frage der Stellung der Kirche in der Gesellschaft und die Sorge um die Menschen füllten Dekan Gläsche aus. Seinen Abschiedsbericht in der Bezirkssynode schloss er damals mit den Worten: Jürgen Hanßmann, Dekan i.r. Dieter Gläsche, Pfr. Karl- Adolf Rieker, Dr. Gerhard Betz, Ruth Betz (v. l. n. r.) Ist die Kirche Orientierung? Ist sie eine Quelle der Kraft für unsere Zeit? Hier in der Verbindung mit dem Wort Gottes, in der persönlichen Beziehung mit dem lebendigen, gekreuzigten und auferstandenen Jesus Christus liegen unsere Wurzeln der Existenz unserer Kirche, unseres Glaubens und unseres Handelns. Das ist kein Rückzug in eine weltfremde Innerlichkeit, das ist die einzigste Möglichkeit unserer Zeit, mit ihren Problemen standzuhalten, Kraftquelle für andere zu sein und zu bleiben. Wir danken Herrn Gläsche für seinen Dienst als Dekan und Seelsorger in unserer Gemeinde. Sein Engagement hat segensreiche Spuren in Herrenberg hinterlassen. Und wir wünschen ihm und seiner Ehefrau Gottes Beistand und Geleit im Alter. Jürgen Hanßmann HASLACH Getauft wurden: am : Anina Donner, Tochter von Melanie und Jochen Donner; am : Lena Marie Eckardt, Tochter von Alexandra Eckardt und Michael Eckardt-Kummer Bestattet wurden: am Frau Johanna Ruth Hämmerle, geb. Aichele, 79 Jahre

4 Junge Erwachsene unserer Gemeinde sammeln Erfahrungen fürs Leben in Chile, Argentinien, Brasilien und Frankreich Am Sonntag, dem 15. August, wurde im Gottesdienst in der Stiftskirche Manuel Knoll mit dem Segen Gottes und vielen guten Wünschen für ein Jahr nach Chile verabschiedet. Er schreibt: Ich absolviere von August 2010 bis August 2011 über das Gustav-Adolf-Werk einen Freiwilligendienst in der Iglesia Evangelica Luterana in Punta Arenas, Chile. Meine Aufgaben sind Gestaltung des Deutschunterrichtes in der Schule, die von der evangelisch-lutherischen Gemeinde betrieben wird, aber auch die Mitwirkung im Gemeindeleben. Ich bin 18 Jahre alt und werde ab dem 2. September für ein Jahr mit der Organisation World-Wide-Wings nach Brasilien ausreisen. Dort werde ich im Kinderheim Acedevida in Goiania in der Nähe von Brasilia arbeiten. In dieser Einrichtung werden 50 Kinder im Alter von 5-12 Jahren betreut. Zu meinen Aufgaben gehört es, mit den Kindern zu spielen, sie kreativ zu beschäftigen und ihnen von Gott zu erzählen. Zu meinen weiteren Aufgaben gehört die Mitarbeit in der Küche und im Haus. Ich freue mich sehr auf dieses Jahr und bin gespannt, was ich an Neuem erleben darf. Mit vielen Erfahrungen kam Niklas Haigis aus Frankreich zurück, wo er ein Jahr in Nizza arbeitete. Dazu gehörte die Betreuung von muslimischen Kindern und die Mitarbeit in der Gemeinde Calvary Chapel. In seinem letzten Rundbrief zieht er Bilanz: komplett an die zuerst fremde Kultur anpasst. Deutschland kommt mir bisher noch etwas surreal vor. Manuel Knoll wird verabschiedet, Niklas Haigis in der Stiftskirche begrüßt Eine Woche später verabschiedete sich in der Mutterhauskirche Mareike Harm nach Brasilien. Sie schrieb: Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich einfach nur sehr, sehr dankbar bin, dass ich dieses Jahr in Nizza verbringen konnte, in dem ich mich, wenn auch äußerlich nicht unbedingt sichtbar, sehr verändert habe und in dem ich unglaublich viele Dinge lernen durfte. Am 24. August kehrte Lukas Arenz aus Argentinien mit prägenden Eindrücken zurück, wo er ein Jahr an der deutschen Schule mitarbeitete. Er schreibt: Seit dem 24. August bin ich wieder in Deutschland. Mein Jahr in Argentinien war voller Erfahrungen und interessanter Erlebnisse. Ich habe meine Arbeit an der Deutschen Schule immer gerne gemacht und vermisse jetzt schon die gute Stimmung der Kollegen und Schüler. Ein Jahr ist eine lange Zeit, in der man sich Lukas Arenz (2. v. l.) Manuel, Mareike und Lukas habe ich konfirmiert. Ich freue mich, wie die Jugendlichen von einst heute Verantwortung übernehmen und ein Jahr ihres Lebens einer besonderen Aufgabe widmen. In den monatlichen Gebetsinfos werden aktuelle Infos von Manuel und Mareike zu lesen sein. Als Gemeinde haben wir die Aufgabe, diese hoch motivierten jungen Leute in der Fürbitte und mit unserem Interesse an ihrer Tätigkeit zu begleiten. Liebe Lena, nun ist es Herbst geworden. Ich finde es immer so schön, den Jahresverlauf zu betrachten. Jede Jahreszeit hat ihre eigene Schönheit. Und heute fällt mir das Gedicht Herbsttag von Rainer Maria Rilke ein. Ich liebe es... Helmut Hofacker Herr, es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß. Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren, und auf den Fluren lass die Winde los. Befiehl den Früchten, voll zu sein, gib ihnen noch zwei südlichere Tage, dränge sie zur Vollendung hin und jage die letzte Süße in den schweren Wein. Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr. Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben, wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben, und wird in den Alleen hin und her unruhig wandern, wenn die Blätter treiben. Mareike Harm in der Mutterhauskirche Lena, ich wünsche Dir einen goldenen Herbst! Deine Lisa

5 Partnerschaft mit Quilmes, Argentinien In diesem Jahr erhalten wir wieder Besuch aus Argentinien. Claudia Lohff- Blatezky, die das Projekt Kindertagesstätte Quilmes leitet, wird vom 20. bis 27. Oktober in unsere Gemeinde kommen. Am 24. Oktober wird sie im Gottesdienst in der Stiftskirche sein, um Neues aus der Arbeit mit den Kindern und ihren Familien zu berichten. Seit vielen Jahren unterstützt unsere Gemeinde diese Arbeit mit Spenden und Gottesdienst-Opfern. Nach wie vor steht die Fortführung der Arbeit durch die oft ausbleibenden staatlichen Zuschüsse auf unsicherem Boden. Deshalb schrieb uns Frau Lohff-Blatezky im August: Es sind viele Dinge, die uns umtreiben und Sorgen machen. Eine davon, die viel seelische Kräfte erfordert, ist das Begleiten der Familien, in denen körperliche und seelische Gewalt und Missbrauch zum Alltag gehören. In diesen Familien können die elementarsten Bedürfnisse nach ausreichender sättigender Ernährung, trockenem Wohnraum und hinreichender Kleidung Hanna Josua auf der Frankfurter Buchmesse Hanna Josua, der Leiter der Evangelischen Ausländerseelsorge, der in Herrenberg schon verschiedene Vorträge zum Thema Christentum und Islam gehalten hat, war letztes Jahr zum ersten Mal auf der Buchmesse mit einem Team und mit einem Stand der Arabischen Evangelischen Gemeinde Stuttgart vertreten. Sein Schlussbericht vom vergangenen Jahr hat mich sehr beeindruckt, welche vielfältigen Begegnungen an diesem Stand möglich waren. (Eine Kopie ist im Pfarramt Ost zu erhalten.) Da die Standgebühren sehr hoch sind, unterstützten auch im vergangenen Jahr einige Herrenberger Gemeindeglieder diese Initiative. Hanna Josua schreibt in seinem Schlussbericht: Die Buchmessewoche war für nicht befriedigt werden und der Blick der Erwachsenen reicht kaum weiter als bis zum nächsten Tag. Arbeitslosigkeit und ein vom Zufall geprägter Tagesablauf ist oft seit mehreren Generationen die Regel. Als Modell für ihre Elternrolle haben die jungen Frauen und Männer ihrerseits Erlebnisse von Gewalt und Missbrauch in ihrer eigenen Kindheit gehabt, Fürsorge, Behutsamkeit und Schutz konnten sie oft genug nur bruchstückhaft erfahren. Wie nun den eigenen Kindern geben, was niemals empfangen wurde? Und so finden wir uns immer in Situationen, wo wir uns mit aller Kraft zu Nüchternheit und Ruhe rufen müssen, wo wir einerseits vor dem Leiden der heute bei uns betreuten Kinder nicht die Augen verschließen können und wollen, aber wo wir auch das Leiden ihrer Eltern als der Kinder von damals nicht ganz aus dem Blick verlieren dürfen... Wir bitten Sie: Bleiben auch Sie hartnäckig und engagiert, Ihre Hilfe ist entscheidend für unsere Arbeit! Ihre Claudia Lohff-Blatezky Unser Ziel ist es, den Spenderkreis zu vergrößern. Wenn Sie regelmäßig spenden wollen, nehmen Sie bitte Kontakt mit der Kirchenpflege (Tel ) oder mit B. Straßner (Tel ) auf. Kirchenpflege Herrenberg, Sonderkonto Nr (BLZ ), Stichwort: Quilmes. uns als Team Tage der Extreme: Die physische Anstrengung war enorm, 15 Stunden unterwegs zu sein, davon 10 Stunden am Stand und pausenlose Gespräche. Sich ständig auf neue Menschen, Sprachen und Gesprächssituationen einzulassen, erforderte höchste geistige und geistliche Wachsamkeit... Es ist mir persönlich ein Anliegen, dass wir die diesjährige Initiative vom 5. bis 10. Oktober auf der Buchmesse in der Fürbitte unterstützen und wer kann, auch finanziell. Sie können Spenden entweder bei der Kirchenpflege oder beim Pfarramt Ost abgeben, die wir dann gesammelt überweisen. H. Hofacker Samstag, 2. Oktober, Uhr Christen und Muslime feiern Erntedank Ökumenischer Arbeitskreis Christen und Muslime im Gespräch Alte Turnhalle Herrenberg Montag, 4. Oktober, Uhr Tanzclub Anmeldung erforderlich Dienstag, 5. Oktober, Uhr Ausflug nach Schömberg, Schlichemstausee Altenclub Frohes Alter Mittwoch, 6. Oktober, Uhr Meditation und Bewegung Anmeldung erforderlich Donnerstag, 7. Oktober, Uhr Tanzclub Noch freie Plätze! Anmeldung erforderlich Freitag, 8. Oktober, Uhr Wenn Eltern um ihr Kind trauern Offener Gesprächskreis mit dem Verein Verwaiste Eltern e. V. Leitung: Hans-Achim und Rita Kullen Montag, 11. Oktober, Uhr Offener Gesprächskreis mit der Selbsthilfegruppe Frauen nach Krebs Dienstag, 12. Oktober, Uhr Thema offen Altenclub Frohes Alter Mittwoch, 13. Oktober, Uhr Zu Gast (Kayh) Freizeitclub der Lebenshilfe Mittwoch, 13. Oktober, Uhr Meditation und Bewegung Anmeldung erforderlich Freitag, 15. Oktober, 9.00 Uhr Herzenssache und Dienstleistung Tagung des AK Soziale Dienste Montag, 18. Oktober, 9.30 Uhr Freizeittag in Gültstein, Thema: Regenbogen Club Körperbehinderte Montag, 18. Oktober, Uhr Tanzclub Anmeldung erforderlich Dienstag, 19. Oktober, Uhr Ländernachmittag Pfalz Altenclub Frohes Alter Mittwoch, 20. Oktober, 8.30 Uhr Studium generale Mittwoch, 20. Oktober, Uhr Meditation und Bewegung Anmeldung! Mittwoch, 20. Oktober, Uhr Moderne Bestattungsformen aus christlicher Perspektive Vortrag, Zusammenarbeit mit der ökum. Hospizgruppe Hbg Donnerstag, 21. Oktober, Uhr Tanzclub Anmeldung erforderlich Freitag, 22. Oktober, Uhr Café International Verein Flüchtlinge und wir e. V. Samstag, 23. Oktober, 9.00 Uhr Hermes u. Hermine + Studium generale Montag, 25. Oktober, Uhr Tanzclub Anmeldung erforderlich Dienstag, 26. Oktober, Uhr Geburtstage Altenclub Frohes Alter Mittwoch, 27. Oktober, Uhr Treffen der Leiter/innen von Altenclubs und Seniorenkreisen zur Fortbildung

6 EVANGELISCHE KIRCHEN- GEMEINDEN HERRENBERG UND HASLACH Pfarrämter und Kontaktadressen (Dort finden Sie alle -Adressen) Dekanatamt und Pfarramt Mitte Herrenberg, Schlossberg 1 Telefon 52 49, Fax Dekan Klaus Homann Pfarrer Manfred Brucker, Tel Pfarrerin z. A. Kathrin Lichtenberger, Tel. (0711) Pfarramt Nord Am Burgrain 2, Tel , Fax Pfarrer Karl-Adolf Rieker Pfarramt Ost Mozartstr. 16, Tel , Fax Pfarrer Helmut Hofacker Die Büros der Pfarrämter Ost und Nord sind dienstags und donnerstags von 8.30 bis 12 Uhr besetzt. Pfarramt Süd Eichendorffstr. 1, Tel , Fax Pfarrer Ulrich Behrendts Pfarramt besetzt: Di. +Do. 9 bis 11 Uhr Pfarramt Haslach Sindlinger Str. 7, Tel , Fax Pfarrerin Alja Knupfer Haus der Begegnung Gerhard Berner, Schliffkopfstr. 5 Tel , Fax Jugendzentrum LOGO Gemeindediakon Andreas Sachse Horber Straße 27 b, Telefon Evangelisches Jugendwerk Jugendreferentin Erika Oettinger Jugendreferent Simon Wöhrbach Erhardtstr. 2, Telefon 55 43, Fax CVJM Herrenberg Jugendreferent Martin Faiß Brahmsstr. 6, Tel Hauskreise Familie Betz, Uhlandstr. 8, Tel Diakonie Diakonische Bezirksstelle Mozartstr. 12, Tel , Fax Diakoniestation Georg-Friedrich-Händel-Str. 2 Telefon , Fax Diakonieladen-Fundgrube Spitalgasse 18, Tel Öffnungszeiten: Mo., Di., Do. und Sa Uhr, Mi Uhr, Fr Uhr Ev. Bezirkskantorat KMD U. Feige, Erhardtstr. 4, Tel./Fax Ökumenische Hospizgruppe Herrenberg Telefon , Informationen bei Kerstin Reese, Tel Bankverbindungen d. Kirchengemeinden: Evang. Kirchenpflege Herrenberg Erhardtstr. 4, Tel , Fax Volksbank Herrenberg-Rottenburg eg (BLZ ), Konto-Nr Kreissparkasse Herrenberg (BLZ ), Konto-Nr Evang. Kirchenpflege Haslach Kreissparkasse Herrenberg (BLZ ), Konto-Nr Pfarramtlicher Wechsel im Bezirk Herrenberg-Mitte Seit 15. August 2010 hat Pfarrer Manfred Brucker, Pfarrer beim Dekan, die pfarramtlichen Aufgaben im Bezirk Herrenberg-Mitte übernommen. Sein Amtszimmer befindet sich im Dekanat, Schlossberg 1. Er ist erreichbar unter der Telefonnummer oder per Wir danken Pfarrerin z. A. Tabea Schindler für ihren pfarramtlichen Dienst in Bezirk Mitte. Sie wird ab September mit 50 % Dienstauftrag in den Schuldienst wechseln. Warum tut Haareschneiden nicht weh? Schnipp, schnapp und die Haare sind ab. Und wehgetan hat es überhaupt nicht. Warum eigentlich? Die Antwort lautet: Haare bestehen genauso wie Fußund Fingernägel aus Horn. Das Horn wird von der Haut gemacht. Es besteht aus abgestorbenen, miteinander verklebten Zellen, also aus ganz kleinen Teilen eures Körpers. Weil die Zellen abgestorben sind, enthalten sie weder Blutgefäße noch Nerven, die dafür verantwortlich sind, dass ihr Schmerz fühlen könnt. Vogelfedern und Pferdehufe bestehen auch aus Horn. Haare wachsen in fünf bis zehn Tagen durchschnittlich einen Millimeter. Bis eure Haare also einen Meter länger wären, würden zwischen 13 bis 27 Jahre vergehen. Aber wer will schon so lange Haare haben? (ges. im Kinder-Gäubote) G. Winterhalter IMPRESSUM: MIT-TEILEN wird herausgegeben von den evang. Kirchengemeinden Herrenberg und Haslach. Verantwortlich für diese Ausgabe: Erika Schwab, Herrenberg Regelmäßige Veranstaltungen (Herrenberg nicht in den Schulferien) Jeden Sonntag (nicht in den Schulferien) Uhr Kindergottesdienst im Gemeindehaus wenn Der andere Gottes dienst im Gemeindehaus statt findet. Für regelmäßigen Kindergottsedienst im Moment bitte die Tagespresse beachten Uhr LOGO! Jesus Freaks Jeden Montag Uhr CVJM-Gebetskreis Uhr Sportgruppe (Turnhalle SGH) Uhr Teen-Treff (14 17 Jahre) Uhr Kreis junger Erwachsener (ab 20 J.) CVJM-Haus Jeden Dienstag Uhr LOGO! Offenes Café bis Mini-Kantorei I (für Kinder ab 4 J.) Uhr Gemeindehaus bis Mini-Kantorei II (für Kinder ab 5 J.) Uhr Gemeindehaus bis Kleine Kantorei I (1. bis 3. Schuljahr), Uhr im Gemeindehaus bis Kleine Kantorei II (4. bis 6. Schuljahr), Uhr im Gemeindehaus bis Jugendkantorei (ab 7. Schuljahr), im Uhr Gemeindehaus Uhr CVJM-Kinderstunde (3 bis 6 Jahre) Uhr Jungbläser (ab 9 Jahre), CVJM-Haus Uhr CVJM-Mädchenkreis (11 bis 13 Jahre) Uhr Bibelstunde im Altenzentrum Uhr Posaunenchor im CVJM-Haus (ab 15 J.) Jeden Mittwoch Uhr LOGO! Konfitreff Uhr LOGO! Mediations-AG Uhr CVJM-Mädchenjungschar (6 bis 11 J.) Uhr Bauhütte Stiftskirche im Dekanat (auch in den Ferien) Uhr LOGO! Jugendclub ab 13 Jahre Uhr CVJM, Jugendkreis im CVJM-Haus (17 bis 19 Jahre) Uhr Collegium musicum im Gemeindehaus Jeden Donnerstag Uhr LOGO! Schülercafé und Mittagstisch Uhr LOGO! Cafébetrieb Uhr Kurzandacht in der Spitalkirche Uhr Vorbereitung des Helferkreises der Kinderkirche im Gemeindehaus Uhr Kantorei der Stiftskirche im Gemeindehaus Jeden Freitag Uhr LOGO! Mediations-AG im SGH Uhr LOGO! Offener Betrieb Uhr CVJM Bubenjungschar I (6 bis 8 J.) Uhr Stille und Gesprächsangebot in der Stiftskirche/Pfarrer Hofacker Uhr CVJM-Bubenjungschar II (9 bis 11 J.) Uhr CVJM Jungenschaft (11 bis 14 Jahre) Uhr Liturgisches Abendgebet im Chor der Stiftskirche

7 Der nächste 11-Uhr-Gottesdienst findet am Sonntag, 17. Oktober 2010, im Gemeindehaus Herrenberg, Erhardtstr. 4, statt. Thema: Schlüsseldienst Predigt: Karl F. Schaller Karl F. Schaller war fast 18 Jahre Pfarrer der Jakobusgemeinde Tübingen und ist jetzt im Ruhestand. In den Jahren seines Wirkens hat sich in der Jakobusgemeinde eine rege Gottesdienst- und Gemeindekultur entwickelt. Im Anschluss an unseren 11-Uhr- Gottesdienst besteht die Möglichkeit zum gemeinsamen Pizzaessen. Musik: Mini-Kantorei unter Leitung von Christa Feige Gottes Tür steht offen Herzlich willkommen! Meine Freundin steht in der offenen Tür. Komm rein, ich habe schon Kaffee gekocht. Drinnen ist es warm und gemütlich, Blumen und Kuchen stehen auf dem Tisch, und der Kaffee duftet. So ein Empfang tut gut. Ich fühle mich angenommen und geborgen. Ich habe auch schon vor verschlossenen Türen gestanden. Wenn ich schnell noch etwas einkaufen wollte, der Laden aber schon zu war. Wenn jemand nicht zu Hause war. Im Laufe des Lebens bemerke ich, dass einige Türen sich für immer schließen und manche Chancen nicht mehr wiederkommen. Das ist bitter. Oft übersehe ich dann die Wege, die sich an anderer Stelle für mich auftun.und dann gibt es auch die Türen, die einmal offen waren, aber später zugeschlagen und fest verriegelt wurden. Am Anfang war zwar der Wunsch und der Wille da, einander ein Zuhause zu geben. Doch irgendwann ließ das Verbindende nach, Worte und Gesten kamen nicht mehr an, die Herzenstüren wurden verschlossen. Es ist ein großes Glück, wenn es uns Menschen gelingt, einander die Tür ein Leben lang offen zu halten. Wir können uns darum bemühen. Aber garantieren können wir es nicht. Gott allein kann so ein Versprechen geben. Und er bindet es nicht an ein künftiges Verhalten. Auch, wenn ich mich verändere, seine Zusage bleibt: Meine Tür ist und bleibt offen für dich! Niemand kann sie zuschließen. Das ist eine gute Grundlage für mein Leben: Ich bin willkommen in Gottes Wohnung. Seine Herzenstür steht mir offen. Bei ihm finde ich ein Zuhause, das bleibt. Es ist ein großes Glück, wenn es uns Menschen gelingt, einander die Tür ein Leben lang offen zu halten. Wir können uns darum bemühen. Aber garantieren können wir es nicht. Tina Willms

8 Durch verschiedene personelle Veränderungen können sich kurzfristig noch Verschiebungen im Predigtplan ergeben. Bitte entnehmen Sie dem Gäubote oder dem wöchentlichen Amtsblatt, welche/r Pfarrer/Pfarrerin am jeweiligen Sonntag den Gottesdienst gestaltet.

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