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1 sponsored by: Ein Verlagsbeihefter der Heise Zeitschriften Verlag GmbH & Co. KG extra SAN vs. NAS Aktuelle Trends bei Speichernetzen und -Systemen Zusammen wachsen Sinn und Unsinn von Unified Neuer Besen Alternative Clustered NAS Viele Hunde Vorschau Netzwerke Hosting-Provider Service und Kosten Veranstaltungen Februar 2010, San José 8th USENIX Conference on File and Technologies März 2010, Nürnberg Embedded World März 2010, Hannover CeBIT April 2010, Paris EuroSys 2010 Conference eurosys2010.sigops-france.fr Seite I Seite X Seite XII Seite XII ix extra zum Nachschlagen: Zusammen wachsen Aktuelle Trends bei Speichernetzen und -Systemen Der Zaun zwischen den Lagern der SAN- und NAS- Anbieter bekommt immer mehr Löcher. Nicht wenige sind heute auf beiden Seiten der Grenze aktiv; einige versuchen sogar, die Schlagbäume ganz abzuschaffen. Lange Zeit galten SAN und NAS als Gegensätze. Anwender mussten Partei ergreifen: entweder oder. Dafür waren einerseits die unterschiedlichen technischen Ansätze verantwortlich, andererseits die Interessenlagen einzelner Hersteller, die sich ursprünglich nur für eine Variante der Speichervernetzung entschieden und diese entsprechend lautstark in ihrem Marketing her - ausgestellt hatten. Erst zu einem späteren Zeitpunkt haben sie jeweils die eine oder andere Funktion hinzugefügt, was den ursprünglichen Widerspruch allmählich auflöste, manchmal sogar beides in einem Gerät vereinte. Heute haben fast alle Hersteller fast alles in ihrem Bauchladen. Schafften es einige Start-ups mit ihren Exklusivangeboten, sich aus ihrer Marktnische her - auszubewegen etwa Equal - Logic, LeftHand Networks oder Data Domain, wurden sie schnell von einer der Branchengrößen aufgekauft. Nicht geändert hat sich dadurch bis auf den heutigen Tag die Tatsache, dass Anwender SAN und NAS als Gegensätze betrachten ein später Triumph nachhaltiger Marketingkampagnen, wenn man so will. Bestes Beispiel hierfür ist die Firma NetApp (früher Network Appliance), die Nutzer gemeinhin noch immer mit NAS-Produkten identifizieren, obwohl sie inzwischen weit mehr im Angebot hat und gerne noch mehr hätte, wie die gescheiterte Übernahme von Data Domain bewies, für das schließlich der Konkurrent EMC den Zuschlag bekam. Dabei hatte NetApp-Mitbegründer Dave Hitz schon 2005 in einem Interview mit project 57 bekundet: NAS und SAN sind wie zwei Geschmacksrichtungen derselben Eiscreme. NAS ist Schokolade und SAN ist Erdbeere. Und alles, was ein Kunde wissen muss über die beiden Techniken, besteht nur darin, dass jederzeit beide Systeme für die Datenspeicherung einsetzbar sind. Welcher vernünftige Mensch würde sich daran stören, dass der andere nicht Schokoladeneis, sondern lieber Erdbeereis mag. [1] Totgesagt: Direct Attached Gemeinsam ist beiden Ansätzen, dass sie den Massenspei- I

2 cher Festplatten aus der unmittel baren Umgebung der Server befreien. Elektronische Daten werden nun einmal nicht bloß von Applikationen erfasst und ver - arbeitet, sondern in aller Regel anschließend für einen längeren Zeitraum auf Speichermedien abgelegt. In der Frühzeit der Computer waren das Magnetbänder, bis sich Festplatten allgemein durchsetzten [2]. Direct Attached (DAS) wurde zur Norm, vom Mainframe bis zum Applikationsserver mit angeschlossenem Speichergerät, beide bereit für den Zugriff der einzelnen Anwender (Clients) in einem Firmennetz oder Local Area Network (LAN). Aus mehreren Gründen zeigte sich die Ausgliederung der Platten aus dem Server oder einem servernahen Speichergerät der Begriff Direct Attached beinhaltet beides an einen weiter entfernten und nur per Netzverbindung erreichbaren Ort geboten. Eine direkte Zuordnung von Server und Speicher bedeutet oft, dass die Festplatten, die man auf Vorrat oder für Lastspitzen reserviert hat, im normalen Betrieb nicht ausgelastet sind. Üblicherweise geht man bei so einer Struktur von etwa 40ˇ% Auslastung des Speichers aus. Dezentraler Speicher nicht ausgelastet Weitere Gründe, warum man die Silowelt der direkt miteinander verbundenen Server und Speichergeräte als technisch überholt betrachten muss, lassen sich folgendermaßen skizzieren: Mit der Welle der Dezentralisierung der Rechner in den Unternehmen, die vor 15 bis 20 Jahren begann, wanderte immer mehr Rechenleistung auf die Schreibtische der Anwender. Das war ideal etwa für Entwickler an ihren Workstations oder für kleine Arbeitsgruppen, aber extrem mühsam für diejenigen, die ein Rechenzentrum oder ein paar zentrale Server nebst Speichergeräten zu verwalten hatten. Schnell war die Übersicht über alle Rechner verloren, und wenn man eine neue Festplatte in den Server einbauen wollte, musste man alle Rechner und Applikationen herunterfahren. Ein enormer Aufwand, nur um den Speicherplatz etwas zu vergrößern. Außerdem konnte man mit der damals üblichen SCSI-Verbindungstechnik nur eine begrenzte Zahl von Festplatten anschließen. Das Small Computer System Interface (SCSI) entpuppte sich zudem physikalisch als auf Dauer unzureichend: Jede Erhöhung des Übertragungstempos musste man mit einer Verkürzung der Kabellänge bezahlen, sodass das für die Standardisierung zuständige T10 Technical Committee (www.t10.org) das parallele Übertragungsverfahren schließlich bei 320 MByte/s und einer maximalen Distanz von 12 Metern aufgab eine so kurze Entfernung ist für Rechenzentren nicht mehr praktikabel. Lediglich die SCSI-Kommandos haben überlebt, auf den Übertragungsschichten arbeiten heute andere Protokolle [3]. Ethernet und die im LAN vorherrschenden TCP/IP-Protokolle erlauben zwar längere Verbindungen, wurden jedoch ursprünglich für den Transport relativ kurzer Nachrichten entwickelt und nicht für das Übertragen großer Datenmengen. Vor allem kann es bei IP zum Verlust von Datenpaketen kommen, dem die höheren Protokollschichten durch erneutes Senden der Daten entgegenwirken müssen. Dadurch entstehen unerwünschte Verzögerungen, die das Übertragungstempo reduzieren. Verlässliche Verbindungen Das Bedürfnis, Speicherdaten zuverlässig zwischen den beteiligten Geräten hinund herzuschicken, führte Ende der 90er- Jahre vor allem in großen Unternehmen zu einem separaten Netz nur für : dem Area Network (SAN) maßgeblich vorangetrieben durch den 1994 verabschiedeten Fibre-Channel-Standard. Dabei kommt ein serielles Übertragungsverfahren zum Einsatz; auf der Kommandoebene regiert eine Weiterentwicklung des SCSI-Protokolls. Ein SAN erlaubt es, den Speicher zu konsolidieren. Server brauchen keine internen Platten oder dedizierten Speicher- Arrays mehr, die über SCSI-Adapter angeschlossen sind, sondern können über einen Host Bus Adapter (HBA) auf eine Gruppe externer Speichersysteme zugreifen, die in der Regel mehreren Servern gleichzeitig zur Verfügung stehen. Dazwischen stehen Switches oder Direktoren, die die Datenströme lenken und im Laufe der Zeit mit immer mehr Intelligenz und zusätzlichen Funktionen wie Zoning oder Virtualisierung ausgestattet wurden (siehe Abbildungˇ1). Anders als bei DAS kann man den Servern im laufenden Betrieb ein Speicher-Volume manchmal fälschlicher- II ix extra 12/2009

3 STORE. SHARE. PROTECT. ReadyNAS NVX: Hier sind Ihre Daten gut drauf! AKTION FÜR ENDKUNDEN: 2 FESTPLATTEN GRATIS! Beim Kauf eines RNDX4250 (inkl. 2x500 GB) erhalten Sie zwei zusätzliche 500 GB Festplatten gratis! Beim Kauf eines RNDX4210 (inkl. 2x1000 GB) erhalten Sie zwei zusätzliche 1000 GB Festplatten gratis! Aktions zeitraum vom Solange Vorrat reicht. Infos und Anmeldung unter ReadyNAS NVX: Der Dual Gigabit Desktop Netzwerkspeicher NETGEAR ReadyNAS NVX bietet höchstqualitative und dabei günstige Speicherlösungen für kleinere Unternehmen oder Abteilungen. Robuster Alleskönner: Kompaktes, sehr leises Desktop- Gehäuse mit 4 Festplattenslots. Drei USB 2.0-Ports für die Anbindung externer Festplatten, Drucker oder USVs. LCD-Display für einen schnellen und intuitiven Überblick über den Systemstatus. Programmierbare Backup-Taste. Was droht Ihren Daten beim Festplattencrash? NICHTS! Redundant und sicher: Kritische Daten sind durch die Unterstützung von RAID 0, 1, 5 und dem proprietären, automatisch erweiterbaren X-RAID2 geschützt. Hierbei bleiben Ihre Daten auch dann geschützt, wenn 2 Festplatten gleichzeitig ausfallen sollten. Hotswapping und Hotspare im laufenden Betrieb. Universell einsetzbar: Gleichzeitiger Support für die NAS- und SAN-(iSCSI)-Funktionalität Doppelt hält besser. Höchste Verfügbarkeit und Ausfallsicherheit durch zwei redundante Gigabit Ethernet Ports. mit load balancing und failover. Zuverlässige, automatische Datensicherung mit der Option zum externen Speichern: ReadyNAS Vault bietet HighEnd-Online-Speicherung mit 128 Bit SSL-Verschüsselung Plattformübergreifender Support für Windows, Macintosh und UNIX /Linux Systeme Einfach in der Administration und erstaunlich energieeffizient 5 Jahre Hardware-Garantie ReadyNAS Vault (optional) sichert Daten zusätzlich auf einer webbasierten HighEnd-- Farm. Voller Zugriff auf Ihre Daten von jedem Internetzugang 128 Bit SSL gesichert.

4 weise als LUN (Logical Unit Number) bezeichnet aus mehreren Platten oder ganzen Arrays zur Verfügung stellen. Manche Betriebssysteme gestatten es darüber hinaus, bestehende Volumes im Betrieb zu vergrößern oder zu verkleinern. So lässt sich die Speichergröße an den tatsächlichen Bedarf anpassen eine Flexibilität, die DAS schmerzlich vermissen lässt. 10GE setzt sich nur langsam durch Obendrein bietet Fibre Channel einen hohen Datendurchsatz; Verluste und Verzögerungen wie bei IP treten in der Regel nicht auf. Das Übertragungstempo in FC-Netzen ist zudem kontinuierlich von 1ˇGBit/s über 2 und 4 bis zum aktuellen Stand von 8ˇGBit/s gestiegen. Bei Ethernet hingegen blieb die Geschwindigkeit über Jahre hinweg konstant bei 1ˇGBit/s; das noch junge 10-Gigabit-Ethernet setzt sich nur langsam durch. Standards für 40 und 100 GBit/s befinden sich in der Entwicklung, ihre Einführung dürfte sich jedoch hinziehen. Ljubo Cemeras, Disk PC Client Server Technology Business Consultant bei EMC, macht dafür die erforderlichen Zusatzinvestitionen verantwortlich. SANs beziehungsweise Fibre Channel haben sich den Ruf erworben, viel Fachwissen zu erfordern und schwierig zu installieren und zu verwalten zu sein. FC-Administratoren und -Spezialisten bestreiten das allerdings und führen die Aussage auf das Marketing der Ethernet-Fraktion zurück. Unstrittig ist allerdings, dass eine SAN-Installation auf FC-Basis teuer ist es werden hochwertige Festplatten verwendet, und die Stückzahlen für Arrays, Switches, HBAs und so weiter sind gemessen an denen von Komponenten aus der Ethernet-Welt um einiges geringer, die Geräte mithin teurer. Standards in der SAN-Welt lassen trotz gegenteiliger Propaganda des Herstellerverbandes SNIA ( Networking Industry Association, noch immer zu wünschen übrig mit dem Resultat, dass beinahe alle Anbieter bei Verwaltungs-Tools oder Schnitt - stellen ihr eigenes Süppchen kochen. Ethernet LAN Seit Jahren gibt es Ansätze, die Kosten für SANs zu reduzieren, indem man das relativ preiswerte Ethernet als Verbindungstechnik nutzt. Durch - gesetzt hat sich nur iscsi. Dessen Architektur nutzt die klassische TCP/IP-Infrastruktur für den Datentransport. Die Administratoren müssen allerdings zwei Aufgabenbe - reiche die Verwaltung des eigentlichen LAN für den Nachrichtentransport und die des iscsi-speichernetzes mitein - ander verbinden. Die Verkaufszahlen für iscsi-equipment sind auch in den Krisenjahren nach oben gegangen, wobei sich Dell durch die Übernahme des iscsi-spezialisten EqualLogic den größten Teil des Kuchens gesichert hat. Einige Geräte bieten heute bereits iscsi und FC an eine Form von Unified, die es dem Kunden überlässt, welche Verbindungstechnik er einsetzt oder ob er lieber auf Dauer zweigleisig fährt, je nach Applikation und Performance-Anforderungen. Gartner hat die Untersuchung und Berichterstattung von iscsi als eigenständigem Server Area Network FC Switch FC-SW Disk PC Client SAN Infrastructure Disk FC Switch FC-SW PC Client Disk FC Hub FC--AL Tape Ein SAN verbindet Massenspeicher und Server miteinander. Clients sind wie gewohnt über das LAN angebunden (Abb.ˇ1). Markt neben SAN und NAS inzwischen eingestellt. In ihrem Report iscsi MarketScope Is Retired, But iscsi-based Disk Expands Market Presence begründen die Analysten das folgendermaßen: Der iscsi-basierte SAN-Markt hat sich in den sechs Jahren, seit der Standard verabschiedet wurde, grundlegend geändert. 2003/2004 hatten NetApp und eine Handvoll von Start-ups die Vorlage dafür und für einen neuen Markt geliefert. Etwa zwei Jahre später traten große Speicheranbieter wie Dell, EMC, HDS, HP und IBM mit Lowend- Arrays für iscsi auf den Plan, um mit den Start-ups zu konkurrieren. Doch die letzten Jahre brachten eine Konsolidierung der Produkte und Hersteller. NetApp gab das Muster für die Konsolidierung vor, indem man iscsi als gleichberechtigte Option neben FC und den verschiedenen NAS-Protokollen herausbrachte. Heute unterstützen viele iscsi-basierte Arrays mindestens auch FC. [4] Mehr Wahlfreiheit für Anwender Genau diese Entwicklung mehrere alternative Schnittstellen in einem Gerät hat nach Gartner den Zwang beseitigt, sich entweder für ein iscsioder ein FC-SAN zu entscheiden. Der Anwender erhält heute oft beides in einer Box und kann somit die für ihn günstigere Verbindungsvariante wählen. Gartner weist ferner darauf hin, dass zur gleichen Zeit die erfolgreichsten iscsi-start-ups den Besitzer wechselten. Dell kaufte 2007 EqualLogic und katapultierte sich damit auf den ersten Platz bei iscsi 2008 betrug der Marktanteil bereits 36,2ˇ%. HP übernahm 2008 LeftHand Networks und liegt nun auf Platz zwei (siehe Tabelleˇ1). Damit hat sich der Markt komplett gedreht: Unter den 15 Herstellern im iscsi- Markt befindet sich kein einziger IV ix extra 12/2009

5 Anzeige HP icas: Revisionssichere Archivierung - auf SAN, auf NAS sowie in virtuellen Umgebungen Die Zukunft der Archivierung Datenmengen wachsen rasant unstrukturierte Daten sogar exponentiell. Daraus ergeben sich heute für die Archivstrategie besondere Herausforderungen, deren intelligente Lösung für die Zukunftsfähigkeit der Archive entscheidend ist. Die interne und externe Nachweispflicht über geschäftsrelevante Daten verlangt eine ausfall- und revisionssichere Aufbewahrung über Jahre und Jahrzehnte hinweg. Diese muss auch die Migration der Daten auf zukünftige Speichertechnologien auf einfache Weise ermöglichen. HP icas - Compliance für jegliche Speichersysteme HP icas ermöglicht als Archiv- Backend in Verbindung mit DMS und ECM-Systemen die compliancekonforme Archivierung und ermöglicht die Nutzung von NAS, SAN und auch virtualisierten Speicherumgebungen. So lässt sich HP icas auch auf virtuellen Maschinen betreiben und kann die Archive auf virtualisierten Speichersystemen wie HP LeftHand ablegen. Auch bereits vorhandene Speichersysteme können für die Ablage der Archivdaten genutzt werden, was den Kunden effektiven Investitionsschutz bietet. Einfache Anbindung Die Middleware HP icas kann über einfach einzubindende Schnittstellen (Webservice-API oder File-System-Schnittstelle) von verchiedensten Applikationen angesprochen werden. Dies ermöglicht eine reibungslose Zusammenarbeit mit vielen Anwendungen ( , ERP, DMS, ECM, etc.). Da die Lösung auf offenen Industriestandards basiert, ist eine Integration in bestehende Infrastrukturen sehr einfach möglich. Auch vorhandene Backup- und Recovery-Lösungen sowie das dazugehörige Knowhow können für die Archivdaten genutzt werden. Zertifizierte Lösung Die patentierte und durch Rechtsgutachten zertifizierte Technologie von HP icas ermöglicht die Einhaltung von Compliance-Regularien wie GDPdU, GoBS, HGB, SOX, Basel II u. a. Zudem ist HP icas von den führenden ECM-Anbietern als Archivspeicher getestet und zertifiziert worden. HP icas bietet somit eine solide Grundlage zur Archivierung geschäftsrelevanter Daten für die Zukunft. weitere Informationen: iternity GmbH Bötzingerstraße 60 D Freiburg Tel.: +49 (0) Fax.: +49 (0) Web: HP icas - your key to compliance

6 mehr, der ausschließlich iscsi im Angebot hat. Das Marktvolumen des iscsi-segments wuchs von 267 Millionen US-Dollar im Jahr 2005 auf über 1,4 Milliarden Dollar (2008). Insgesamt setzten die Anbieter von SANund NAS-Speichersystemen 2008 jedoch 15,3 Milliarden Dollar um. Noch 2006 hatte Gartner eine Liste mit den Nachteilen beziehungsweise Beschränkungen von iscsi gegenüber Fibre Channel vorgelegt und zugleich prophezeit, dass diese alle bis 2008 verschwunden sein würden. Die Nachteile bezogen sich auf Performance, Sicherheit, Management-Tools und die Skalierungsmöglichkeiten. Heute hingegen sei 10-Gigabit-Ethernet (10GE) für iscsi verfügbar, und das so Gartner zu Kosten, die denen von 1-GBit-NICs entsprächen. Deren integrierte Offload-Engines erlaubten hohe Performance ohne zusätzliche Kosten. Erste Hardware-Implementierungen für IPsec, die mehr Schutz für iscsi böten, seien ebenfalls vorhanden, und Management- Software für Speicher-Arrays sowie Resource-Management- Tools unterstützten mittlerweile beide SAN-Varianten. Sowohl FC als auch iscsi stellen als blockorientierte Protokolle den Rechnern jeweils komplette Volumes bereit. NAS- Speichersysteme hingegen besitzen ein eigenes Dateisystem und bieten Zugriff auf einzelne Objekte darin zum Beispiel Bilder oder Word-Dokumente. Als Ordnungsinstrumente dienen Verzeichnisse. Sie lassen sich meist individuell für den Leseoder Schreibzugriff mit einem oder mehreren Protokollen freigegeben; einzelne Rechner, Nutzer oder Nutzergruppen können dabei unterschiedliche Zugriffsrechte besitzen. Heute haben sich zwei Protokolle durchgesetzt beziehungsweise überlebt Microsofts CIFS (Common Internet File System) für die Win - dows-welt und das ursprünglich von Sun entwickelte Network File System (NFS) für Unix- und Linux-Systeme. NAS überall einsetzbar Moderne NAS-Systeme können auch Volumes repräsentieren; MARKTANTEILE BEI ISCSI (IN PROZENT) Anbieter Dell EMC HP NetApp Hitachi Data Systems LeftHand Networks IBM Compellent PAR Pillar Data Sun Microsystems Fujitsu Siemens Computers Dot Hill NEC 0.1 Fujitsu 0.1 Xiotech EqualLogic Sonstige Quelle: Gartner (Juni 2009) das weicht den Gegensatz zwischen blockbasiertem SAN- Speicher und dateiorientiertem NAS zunehmend auf. Die alte Maxime schnelle Datenbanken nur in einem SAN etwa gelte heute so nicht mehr, berichtet EMC-Marketingmann Mika Kotro aus der Beratungspraxis seines Unternehmens. Es gebe auch Kunden, die sich für eine Oracle-Datenbank in einer NAS- Umgebung entschieden haben. Unschlüssige Anwender stehen damit zunächst vor einer Preisentscheidung Euro pro MByte oder GByte. Daneben spielen weiche Faktoren wie die bisherigen Entscheidungen und Vorlieben für bestimmte IT- Infrastrukturen, Zwänge durch die immer häufiger werdenden Firmenübernahmen oder die Deckelung durch verordnete Sparmaßnahmen eine Rolle. Die Ausgaben für ein SAN liegen auf der Basis Euro pro MByte um mindestens den Faktorˇ2 höher als die für NAS, meint EMC-Consultant Cemeras. Dafür könne ein SAN aber immer noch mit einem höheren Durchsatz und einer garantierten Lauffähigkeit für anspruchsvolle Applikationen aufwarten. Dies bleibt bezahlbar, solange der Speicherplatz für eine Datenbank vielleicht 500 GByte bis ein paar Terabyte beträgt. Wachsen die Datenmengen weiter, beginnt die Suche nach günstigeren Alternativen. Braucht man für alles ein SAN? Geht es nicht auch ein bisschen billiger? Schon vor dem Aufkommen von iscsi gab es diese Alternative, erst recht, als in NAS-Systemen preiswertere Platten zum Einsatz kamen. Selbst als die SAN-Welt mit Serial ATA (SATA) konterte, konnte das nicht das Erstarken von NAS aufhalten, zumal in der Krise. Damit ist man schon fast bei Unified angelangt. Das Rezept ist einfach: Man nehme ein Speicher-Array und füge verschiedene Verbindungsvarianten hinzu Fibre Channel fürs SAN und Gigabit- Ethernet oder 10GE für iscsi und NAS. Ein Speicher für alle(s) Unified bedeutet, dass man die blockbasierten Techniken FC und iscsi mit den dateiorientierten NAS-Protokollen CIFS und NFS unter einen Hut bringen muss. Das heißt, ein Speichersystem muss verschiedene Protokolle bedienen können. Die gegenwärtig vorherrschende Lösung besteht darin, dass das Speichersystem ein Dateisystem besitzt, auf dem die Vol umes in Form von Dateien liegen und durch das die blockbasierten Protokolle hindurch müssen. Für die IBM-Speicherspezialisten Ralf Colbus und Axel Köster ergibt sich daraus folgende Konsequenz: Von der Implementierung und der Art dieser Filesysteme hängt die Performance des Unified-Speichersystems ab. Typischerweise sind Filesysteme optimiert für mehrere parallele Anfragen, selten nur für die schnellstmögliche Abarbeitung einer einzigen Applikation (wie zum Beispiel einer Datenbank). Dies äußert sich in der Kenngröße Antwortzeit beziehungsweise Latenz. Rein blockbasierte Speichersysteme können hier aufgrund ihrer kurzen Instruktionswege alle Trümpfe ausspielen. Wer vor der Wahl steht, muss den Einsatzzweck und die Art der Applikationen berücksichtigen. So meinen die IBM-Leute, im KMU-Segment könne ein Unified--System sinnvoll sein, wenn man dadurch nur ein Gerät anschaffen und dessen Administration erlernen muss. In größeren Umgebungen wie Rechenzentren sind beide Welten getrennt, da hier in der Regel entsprechend den Anforderungen und Applikationen genau abgestimmte, spezialisierte Systeme bevorzugt werden. Oft sind für die VI ix extra 12/2009

7 2U TWIN UNVERGLEICHLICH UND HÖCHSTE EFFIZIENZ 4 DUAL PROZESSOR NODES IN 2 HE MIT INTEL XEON PROZESSOR 5520 Die 2U Twin Systeme CPI Eagle 2357 sind eine wahre Revolution mit höchster Effizienz und Rechenleistung per Watt (375 GFLOPS/KW) basierend auf der neuesten Intel Xeon Prozessor 5520 Plattform. Mit 4 unabhängigen und Hot-Plug fähigen Server Nodes in einem 2 HE Gehäuse erhalten Sie absolute Ausfallsicherheit. Für beste Energieeffizienz (93%) sorgen zwei redundante Gold Level Netzteile und insgesamt 4 HochleistungsLüfter. Ein höchstes Maß an Performance erhalten diese Systeme durch die neueste Intel Xeon Prozessor 5520 Plattform. 2U Twin Server sind optimiert für den Einsatz in High Performance Computing (HPC), Rechenzentren und Blade Server Umgebungen. CPI Eagle Ausstattung: 2 HE Rackmount Server schwarz 4 unabhängige Hot-Plug DP Server Nodes Intel Xeon Prozessor x Intel Xeon Prozessor GHz pro Node 6 GB (6x 1 GB DDR MHz) max. 96 GB / 12 DIMM Sockel pro Node 3x 500 GB Festplatte, S-ATA300 NCQ U/min. 32MB Cache pro Node 2x 1200 Watt Redundante und hocheffiziente Gold Level Netzteile mit einer Effizienz von 93% Optimaler Stromverbrauch und Kühlung 36 Monate Gewährleistung Optional: 60 Monate Garantie und Service Konzept Gerne konfigurieren wir Ihnen Serversysteme, die exakt auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt werden. CPI Computer Partner Handels GmbH Kapellenstr. 7 D Feldkirchen/München 10/09 Telefon +49 (0) Telefax +49 (0) Hotline Intel, das Intel Logo, Xeon, und Xeon Inside sind Marken der Intel Corporation in den USA und anderen Ländern. Druckfehler, Irrtümer und Änderungen vorbehalten.

8 Verwaltung dieser Systeme sogar verschiedene Abteilungen zuständig. IBM gibt zu erkennen, dass man Unified mit einer gewissen Skepsis gegenübersteht: Ein Unified-- System gleicht einem Schweizer Taschenmesser mit Klinge, Lupe, Korkenzieher. Mit einem solchen System würde man nie operieren, das heißt, hier benötigt man ein Skalpell oder im Dschungel eher eine Machete. Große Anbieter sind skeptisch ANBIETER VON SAN, NAS UND UNIFIED STORAGE Die folgende Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Hersteller Produkte Website 3PAR SAN American SAN, NAS Megatrends (AMI) BlueArc SAN, NAS CPI SAN Dell SAN, NAS EMC SAN, NAS EUROstor SAN, NAS Fujitsu SAN, NAS Hewlett-Packard SAN, NAS Hitachi Data SAN, NAS Systems (HDS) Infortrend SAN Iomega (EMC) NAS Isilon Systems NAS NetApp SAN, NAS NETGEAR SAN, NAS N-TEC NAS Overland SAN, NAS storage.com Promise Technology SAN, NAS QNAP NAS SGI NAS Sun Microsystems SAN, NAS Synology SAN Thecus NAS Thomas Krenn SAN, NAS TIM SAN, NAS Topmedia SAN, NAS TopRAID SAN (starline Computer) transtec SAN, NAS Bei Hewlett-Packard argumentiert man ebenfalls eher zurückhaltend und betont die Rolle der Applikationen und Einsatzzwecke. Wichtig sei es, Speichersysteme einzusetzen, die exakt für den jeweiligen Zweck entwickelt worden sind. Sonst sorgten architekturbedingte Beschränkungen dafür, dass die Speichersysteme den Anforderungen nicht gerecht werden, meint Guido Klenner, Business Manager HP - Works Division, und zieht die Parallele zu Autos: Der Sportwagen steht hier für den Blockdatenspeicher, während der LKW für den File-Serving-Speicher steht. Doch selbst wenn beide einen gleichstarken Motor haben, können und sollen sie nicht das Gleiche leisten: Während dieser Motor den Sportwagen auf Höchst - geschwindigkeit bringt, sorgt er im LKW dafür, dass dieser große Lasten transportieren kann. Umgekehrt funktioniert das nicht, weil beide von vornherein auf den Einsatzzweck konstruiert und alle Komponenten aufeinander abgestimmt wurden und nicht nur der Motor. Zwar scheint die Speichernetzwelt vorläufig in festen Bahnen geordnet hier SAN (FC und iscsi), dort NAS und schließlich die alles glücklich vereinende Welt von Unified, doch taucht am Horizont noch ein Vereinfacher auf: Fibre Channel over Ethernet (FCoE). Immerhin wurden im Juni diesen Jahres grundlegende Standards verabschiedet, und Early Adopters probieren schon fleißig mit den ersten Produkten herum. Das behauptet zumindest die einschlägig interessierte Industrie. In einem ersten Schritt soll sich FCoE im Server in Form sogenannter Converged Network Adapter materialisieren. Erst die FCoE- Switches die sogenannten Top of the Rack -Switches sollen dann die beiden Welten FC und IP sauber voneinander trennen [5]. Im nächsten Schritt, meint Cemeras von EMC, würden die Anwender dann End-to-End-FCoE übergreifend in Server, Netzwerk und sehen. Heilsbringer FCoE Paketverluste unter TCP/IP sollen, so heißt es, damit der Vergangenheit angehören. Die Standards versprechen viel: Auf der Seite der IP-Netze soll Data Center Bridging (DCB) die verlustfreie Übertragung jedes einzelnen Paketes garantieren. Die FC-Welt reklamiert für sich, die Voraussetzungen für eine nahtlose Zusammenarbeit geschaffen zu haben endlich, möchte man hinzufügen. Sollte sich FCoE durchsetzen Kosten und generelle Akzeptanz haben schon über viele technische Neuerungen gegenteilig entschieden, hätten sich die Welten der unterschiedlichen Netze einander vielleicht ein weiteres Stückchen genähert. Aber da sind auch noch die vielen unterschiedlichen Protokolle, und vielleicht kommen von der Applikationsseite her noch weitere dazu. Außerdem gibt es ja noch Cluster, virtuelle Maschinen und Clouds, die wiederum andere Bedürfnisse haben. Unified ist jedenfalls und damit sollte Vorsicht geboten sein zurzeit bei den Herstellern beliebt. Aber eigentlich möchten sie das verkaufen, was sie immer schon verkauft haben. Ob die schmückenden Worte mehr als ein neues Einfallstor des Marketing sind, darf bezweifelt werden. (mr) Hartmut Wiehr ist Fachjournalist in München und Herausgeber des Compendium Das Jahrbuch 2006/2007. Literatur [1]ˇNetApp will alle übertrumpfen; Interview mit Dave Hitz; project 57, special 01/05, S. 40 [2]ˇKurt Gerecke; IBM System -Kompendium; Die IBM Speicherge - schichte von 1952 bis 2008; de/resources/ibm_storage_ kompendium.pdf [3]ˇHartmut Wiehr; ; Wenn das Gute so nahe liegt; Speichernetze im LAN; ix extra 8/2009 [4]ˇRobert E. Passmore; iscsi MarketScope Is Retired, But iscsi-based Disk Expands Market Presence; Gartner Research, August 2009 [5]ˇUlf Troppens; Netzkonsolidierung; Gemeinsame Bahnen; Fibre Channel over Ethernet; ixˇ2/2009, S.ˇ116 VIII ix extra 12/2009

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10 Neuer Besen Sinn und Unsinn von Unified Datei- und blockorientierte Massenspeicher zu einer Einheit zusammenzufassen, ist ein logischer Schritt, der Vorteile mit sich bringen kann. Allerdings erfüllen die zurzeit verfügbaren Vertreter der Gattung keineswegs alle Anwenderwünsche. Der Markt beziehungsweise seine maßgeblichen Protagonisten sagen über Unified, es stehe für eine durchgehende, integrierte Speicher-Infrastruktur, die als Unification Engine fungiere, um gleichzeitig Fibre Channel und IP Networks (SAN) sowie Network Attached (NAS) zu unterstützen. Zutreffender ist es, von einer anderen Definition auszugehen: Unified ist ein Daten-Reposi - tory, das eine von außen ansteuerbare Blockspeicherung umsetzt und gleichzeitig mindestens eine Datenzugriffs - methode anbietet, die ein Application Layer gemäß dem OSI-Schichtenmodell beinhaltet. Offensichtlich ist, dass die Anbieter von Unified sich an den verfügbaren Lösungen und deren Funktionen orientieren. Dabei suggerieren sie gern, dass es sich um das Nonplusultra der Speichertechnik handele. Dem Anwender vermitteln sie auf diese Weise den Eindruck, Unified sei eine vollständige, abgeschlossene und widerspruchsfreie Lösung ein Rundumsorglos-Paket, das all seine Sorgen und Nöte automatisch mit einem Schlag beseitigt. Dass dem nicht so ist, stellt sich spätestens bei der detaillierten Systemplanung heraus, wenn es darum get, IAM (Identity and Access Management), Backup, Recovery und Archivierung umzusetzen. Unified--Systeme sind ein Schritt in die richtige Richtung. Bislang fassen sie aber vor allem IT-Verwaltungsaufgaben zusammen, was nicht gleichbedeutend mit einer Reduktion des Verwaltungsaufwands sein muss. Von anderen Aufgaben, insbesondere der sorgfältigen Administration und der Planung von Speicher - ressourcen, befreien sie den Anwender hingegen nicht. Kein Urlaub für den Administrator Vor allem das Thema Latenz unterschätzen IP-Netzwerker in der Regel. Verzögerungen von nur einer Millisekunde können beim Datentransport erhebliche Schwierigkeiten verursachen. Die Latenz klassischer Channel- Protokolle wie Escon, Fibre Channel oder FCoE (Fibre Channel over Ethernet) liegt dagegen im Mikrosekundenbereich. Speichersysteme mit Solid State Disks (SSD) werden den Vorteil der -Channel- Protokolle wie FC und SAS noch deutlicher hervortreten lassen. Sorgfältige Netzplanung unter Berücksichtigung der besonderen Eigenschaften von -Protokollen ist ein weiterer Faktor. Das gilt insbesondere für iscsi, weil dort zwei Verwaltungsdomänen existieren: die Administration logischer Volumes (LUNs) und die Zuweisung von Namen und Adressen. iscsi erhöht daher zunächst einmal den personellen Aufwand und verlangt eine höhere Qualifikation von den Administratoren. Ein Netzwerker muss sich mit dem Thema -Management auseinandersetzen, ein - Administrator muss die Eigenheiten eines TCP/IP-basierten Transportdienstes lernen. Im Vergleich dazu stellt sich die Konfiguration eines FC- Switches wie eine Übung aus der Grundschule dar, der Aufwand beschränkt sich im Wesentlichen auf die statische Konfiguration einer Mehrfachsteckdose, weil FC zum einen kein Routing kennt und zum anderen die Knotenzuordnung im klassischen SAN weitgehend statisch ist. Leider wird die SAN-Konfiguration von interessierter Seite den Professional Services der Hersteller gern als komplexe Geheimwissenschaft dargestellt. Dateisysteme unzureichend Auch die Dateisystemseite hat ihre Tücken insbesondere, da die zugrunde liegenden Paradigmen sich an antiquierten Verfahren der Datenhaltung orientieren. Das Dateisystem- Paradigma, wie wir es heute kennen, lässt sich auf Entwicklungen in den frühen 1960er- Jahre zurückführen, namentlich auf das Multics-Dateisystem [1]. Leider fehlen ihm zusätzliche Schutzmechanismen, die eine regelkonforme kaufmännische Dokumentation gewährleisten. Ein Zugriff auf Dokumente etwa darf ausschließlich über ein IAM erfolgen, nicht durch die Hintertür Dateisystem. Viele Anwender eines Unified--Systems wünschen sich zumindest die Möglichkeit, das Dateisystem nahtlos in ein ECM-System (Enterprise Content Management) zu integrieren und eine Unterwanderung des ECM, etwa durch direkte Zugriffe auf das darunterliegende Dateisystem, zuverlässig zu unterbinden. Andererseits stellen heute fast alle ECM- Systeme eine geschlossene Umgebung dar, die insbesondere bei einem Systemwechsel zu erheblichen Kosten führen kann. Im Allgemeinen lassen sich qualitativ bessere Lösungen mit den für FTAM (File Transfer Access and Management) definierten Zugriffsmechanismen realisieren. Auch die Überlegungen der T10-Arbeitsgruppe zum Thema Object-based Devices sind vielversprechend. Leider entwickelte Sun das 5800 Object Store System (Honeycomb) nicht weiter und konzentrierte sich stattdessen auf ZFS-basierte, geschlossene Lösungen, besser bekannt als Fishworks -Systeme. Inwieweit dieses Unified-- System, das als NAS-System einige interessante Ansätze zeigt, sich auch als Block Device etablieren kann, bleibt abzuwarten. Momentan ist nur ein iscsi-connector verfügbar, native Block-- Schnittstellen (FC, SAS, Infiniband) lassen auf sich warten. Gern vergisst man, dass das enorme Datenwachstum eine nahezu unbegrenzte Skalierung des Speichers erfordert. Die Situation in Unternehmen lässt sich häufig so beschreiben: Anwender lieben ihre erste Appliance, sie hassen die sechste. Scale-out-Systeme und -Pools, wie sie zum Beispiel Isilon, LeftHand Networks (jetzt HP) oder OnStor (jetzt LSI) anbieten, können Abhilfe schaffen. Sie sind allerdings noch weit davon entfernt, zum Mainstream zu gehören. (mr) Mario Vosschmidt ist technischer Consultant bei LSI. Hartmut Wiehr Literatur [1]ˇR. C. Daley, P. G. Neumann; A General-Purpose File System For Secondary ; html X ix extra 12/2009

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12 Viele Hunde Alternative Clustered NAS NAS-Systeme haben mit Einschränkungen klassischer Dateisysteme und Flaschenhälsen der Hardware zu kämpfen. Ähnlich wie bei Servern lässt sich jedoch durch Clustering die Performance erhöhen. Clustered NAS existiert seit Jahren, ist jedoch weitgehend unbekannt geblieben. Im Marktsegment waren vornehmlich Start-ups präsent, weil sich die klassischen Dateisysteme bisher nicht besonders für eine Skalierung eigneten. Der Analyst Josh Krischer sieht einen grundsätzlichen Nachteil von NAS darin, dass jeder NAS-Server eine eigene IP-Adresse besitzt. Wer gespeicherte Daten zwischen Filern verschieben will, muss immer den Weg über den Host gehen, was zu Lasten der Performance geht. Außerdem ist ein Rudel von NAS-Filern schwer zu verwalten; häufig geht das nur manuell. Insgesamt ergebe sich im Skalierungsfall eine ineffektive Nutzung der Filer. Als Lösungen bieten sich laut Krischer File-Virtualisierung und Clustered NAS an, wobei drei Ansätze zu unterscheiden seien: eine plattformbasierte Integration, Speichersubsysteme auf Clusterbasis oder im Netzwerk angesiedelte, virtualisierte Name Spaces. Wer mit derlei Lösungen liebäugelt, muss überlegen, ob sich der Umstieg auf eine neue, disruptive Technik lohnt, wie hoch die Anforderungen an die Skalierungsfähigkeit sind und ob Software- Agenten oder Änderungen in der Netzstruktur nötig werden. Fast alle heute erhältlichen Alternativen zeichnen sich dadurch aus, dass sie aus günstigen Standardkomponenten Cluster aufbauen, um den erforderlichen Skalierungseffekt und einen hohen Durchsatz zu erzielen. Letzterer ist vor allem beim Videoschnitt, bei Designarbeiten in der Automobilindustrie oder bei Erdölexplorationen mit ihren riesigen Datenmengen erforderlich. Innerhalb des Clusters benötigt man leistungsfähige Netzverbindungen, daher kommen oft TCP/IP-Beschleuniger (Offload-Engines) zum Einsatz. Exanet (www.exanet.com) verkauft nur noch Software, die dann auf Standardkomponenten wie Blade-Servern aufsetzt. Nur mit Software tritt auch HP zurzeit auf: Das Unternehmen bietet die von PolyServe zugekaufte Service-Provider setzen in der Informations- und Kommunikationstechnik heute Maßstäbe von der Ausfallsicherheit bis zur Energieeffizienz. Sie sind zudem in der Lage, immer mehr Anwendungen über das Netz kostengünstiger anzubieten, als es dem Privatnutzer Technik als Softwarelösung für Datenbanken an, speziell für Microsofts SQL Server. Die Software konsolidiert unterschiedliche SQL-Instanzen auf einem Server, spart somit Lizenzen und erlaubt durch einen geclusterten Speicherunterbau ein dynamisches Verschieben von SQL-Instanzen. Nächstes Jahr soll die Integration mit der ebenfalls eingekauften Technik von ibridge vollzogen sein. Damit will HP die Beschränkung auf 16 Nodes und 1ˇPByte Daten überwinden und so mit den kleineren Konkurrenten gleichziehen. Isilon (www.isilon.com) hat sich in der Medienbranche einen Kundenstamm aufgebaut und geht teilweise aggressiv gegen den NAS-Platzhirsch NetApp vor. Hauptargument dabei ist die Beschränkung des NetApp-Betriebssystems auf Volumes von 16 TByte. Skalierung sei bei Net App nur durch den Anschluss weiterer Filer möglich, wobei die Performance sinke und der Aufwand fürs Management ansteige. Isilons eigenes Dateisystem OneFS hingegen erlaube Vol - umes von 10 TByte bis 5ˇPByte und nahtlose Skalierung. oder einer IT-Abteilung im Unternehmen möglich ist. Hosting ist somit zu einem Dienst geworden, der für Großunternehmen genauso infrage kommt wie für den Mittelstand und für den Privatanwender. ix extra 1/2010 gibt eine Übersicht über die zahlreichen Panasas (www.panasas. com) setzt vor allem auf Hardware-Cluster, mit eigenem Cluster-Dateisystem und einigen Software-Tools für mehr I/O- und Netz-Performance. Damit erreicht das Unternehmen Volumes von 20 TByte bis 3,5 PByte in der größten Kundeninstallation. Der Ansatz ist laut Panasas skalierbarer als reine Softwarelösungen wie die von Exanet oder HP/PolyServe eine Beschränkung, die zumindest HP eingesteht. Während gerade im Umfeld von Clustered NAS viele proprietäre Dateisysteme zum Einsatz kommen, hat sich Panasas ebenso wie NetApp für eine Standardisierung der parallelen I/O-Zugriffe eingesetzt, die inzwischen in der Version NFSv4 auch der IETF zur Zertifizierung vorliegt. Parallel NFS (pnfs) führt Ideen des Parallel Computing, die bei Servern teilweise schon seit Jahrzehnten praktiziert werden, in die - Welt von NAS ein, um zu dem angepeilten Scale-out auf der Basis von Standardkomponenten zu kommen. (mr) Hartmut Wiehr In ix extra 01/2010 Networking Hosting-Provider: Service und Kosten DIE WEITEREN IX EXTRAS: Varianten des Webhostings und erklärt, wie sie sich unterscheiden, an wen sie sich richten und worauf bei den Angeboten in Bezug auf Preis und Leistung zu achten ist. Erscheinungstermin: 17. Dezember 2009 Ausgabe Thema Erscheinungstermin 02/10 Embedded Systems Softwaretest- und Debugging-Tools /10 Security Sicherheit rund um die Cloud und die Virtualisierung 04/10 Strom sparend speichern: Energieeffiziente Server und -Systeme XII ix extra 12/2009

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