Burnout und Depression. - Psychotherapeutische Verfahren -

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1 Burnout und Depression - Psychotherapeutische Verfahren - 8. April 2014 Fachtagung Oberhausen Dipl.-Psych. Britta Kastell Psychologische Psychotherapeutin

2 Vortragsinhalt 1. Einführung 2. Das Burnout-Syndrom 3. Die Depression 4.Klassifikationsmerkmale 5. Therapie

3 Einführung - Zunehmend vor allem bei jüngeren Altersgruppen - Morbiditätsrisiko für Depressionen 17 % - Es erkranken mehr Frauen als Männer (~ 2:1 ) - Neuerkrankungen: 1-2 / 100 Einwohner - Komorbidität hoch (Angststörung, Substanzmissbrauch, etc.)

4 Das Burnout-Syndrom Burnout bezeichnet einen Zustand der psychischen und mentalen Erschöpfung H. Freundenberger 1981 C. Maslach ICD-10 Z73.0 Zustand der totalen Erschöpfung 4

5 Das Burnout-Syndrom Kernsymptome (BURISCH 2006) 1. Anfangsphase 2. Phase des reduzierten Engagements 3. Phase der emotionalen Reaktion und Schuldzuweisung 4. Phase des Abbaus 5. Phase der Verflachung 6. Phase der psychosomatischen Reaktion 7. Phase der Verzweiflung

6 Die Depression Depressive Episode (ICD-10 F32) - leicht - mittelgradig - schwer Rezidivierende depressive Störung (ICD-10 F33) - leicht - mittelgradig - schwer 6

7 Klassifikationsmerkmale DSM-IV Depressive Verstimmung Reduzierte Freude Gewichtsverlust-/zunahme Schlaflosigkeit Unruhe, Verlangsamung Müdigkeit, Energieverlust Wertlosigkeit, Schuldgefühle Konzentrations-/Entscheidungsprobleme Suizidvorstellungen ICD-10 Gedrückte Stimmung Verlust von Freude Appetit-/Gewichtsverlust Schlafstörung Antriebsminderung Ermüdbarkeit, Aktivität Wertlosigkeit, Schuldgefühle Konzentration-/Aufmerksamkeitsreduktio n Suizidgedanken, erfolgte Selbstverletzung

8 Therapeutische Erklärungsmodelle 1. Psychoanalytische Erklärungsansatz nach S. FREUD Tiefenpsychologie Psychoanalyse

9 Therapeutische Erklärungsmodelle 2. Kognitiv-verhaltenstherapeutischer Erklärungsansatz zurückgehend auf LEWINSON, LAZARUS, BECK, HAUTZINGER

10 Das kognitiv-verhaltenstherapeutische Erklärungsmodell I. Verstärkungstheoretisches Modell n. LEWINSON (1974) II. Kognitionstheoretisches Erklärungsmodell n. BECK (1974,1996) III. Integratives Modell n. HAUTZINGER (2003)

11 I. Verstärkungstheoretisches Modell n. LEWINSON (1974) Potentiell verstärkende Ereignisse Erreichbarkeit von Verstärkern in der Umgebung Niedrige Rate pos. Verstärkung DEPRESSION Instrumentelles Verhalten der Person Soziale Vermeidung Soziale Verstärkung

12 II. Kognitionstheoretisches Erklärungsmodell n. BECK (1974,1996) Unlogische Grundannahmen Starre Schemata Negative Denkschemata Ereignisse Externe u. interne Auslöser Automatische Gedanken (verallgemeinernd, selektiv, unangemessen) DEPRESSION

13 III. Integratives Modell n. HAUTZINGER (2003) Kognition Realitätsfremde, unrealistische Selbstbewertung. Negative Schemata Situative Bedingungen, Auslöser Aktivitätsrate Mangel an verstärkenden Ereignissen und Aktivitäten DEPRESSION Soziales Verhalten Verhaltensdefizite, Geringe Bewältigungsstrategien etc.

14 Folgerungen für die Therapie: I. Kognition: Veränderung negativ, unlogischer Gedanken in realistische Gedanken II. Aktivitätsrate: Förderung angenehmer Aktivitäten III. Soziales Verhalten: Aufbau sozialer Fertigkeiten

15 30 I. Ambulant AD KVT KOMB 8 0 vor Therapie nach Therapie Katamnese Hautzinger et al. 1996

16 40 II. Stationär AD KVT KOMB 10 0 vor Therapie nach Therapie Katamnese Hautzinger et al. 1996

17 Zusammenfassung - Therapieerfolg durch KVT durch Studien belegt - langfristig deutlich günstigere Verläufe als pharmakologische Therapie - Verringerung der Behandlungsabbrecher - Verhinderung von Rezidiven und Hinausschieben eines Rückfalles - Doppelgleisige Therapie bei Jugendlichen verhindert Suizidgedanken - Hohe Effektivität (Studie 2007)

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