Eingeschränkte Fähigkeit zur Selbstbestimmung - ein Problem für die Menschenwürde?

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1 Eingeschränkte Fähigkeit zur Selbstbestimmung - ein Problem für die Menschenwürde? Tatjana Weidmann-Hügle, M.Sc., M.A. Fachtagung Abhängigkeit in Würde! Curaviva, Kanton Zürich Zürich, 11. Januar

2 EINLEITUNG 2

3 Einleitung Schweizerische Bundesverfassung, Art. 7 (rev.1998): Die Würde des Menschen ist zu achten und zu schützen. Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland von 1949: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt. Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (1948 von der UNO verabschiedet): Alle Menschen sind frei und an Würde und Rechten gleich geboren. 3

4 Referatsübersicht Menschenwürde - ein axiomatisches Konzept Geschichte, inhaltliche Bestimmung und Begründung des Begriffs der Menschenwürde Menschenwürde und Autonomie Autonomie als zentrales Handlungskonzept in Medizin und Pflege Gefahr: Gleichsetzung von Menschenwürde und Autonomiefähigkeit 4

5 MENSCHENWÜRDE EIN AXIOMATISCHES KONZEPT 5

6 Menschenwürde - ein axiomatisches Konzept Prinzip der Menschenwürde: Eines jener schlechthin höchsten Prinzipien, bei denen die üblichen Formen philosophischer Argumentation versagen. Philosophisches Axiom: Ein Satz, der jedem sinnvollen Zweifel enthoben, in einem strengen Sinne glaubwürdig ist. [...] Es ist in dem Sinn unableitbar, dass es keinen höherrangigen Wert gibt, von dem her [es] im Sinne einer Ableitung zu rechtfertigen wäre. Es ist jene Grundregel im strengen Sinne von <Grund>, die, methodisch gesehen, alle Menschenrechte und Grundrechte legitimiert. Höffe, O., Menschenwürde als ethisches Prinzip, in: Höffe, O. et al., Gentechnik und Menschenwürde (Köln: Dumont, 2002) 6

7 GESCHICHTE DES BEGRIFFS DER MENSCHENWÜRDE 7

8 Geschichte Menschenwürde bedeutete nicht zu allen Zeiten das gleiche [und] es gibt fast ebenso viele Würdeinterpretationen, wie es philosophische Strömungen gibt, und der Vielgestaltigkeit der damit verbundenen Menschenbilder sind keine Grenzen gesetzt. Wetz, F.J., Illusion Menschenwürde. Aufstieg und Fall eines Grundwerts (Stuttgart: Klett-Cotta, 2005) 8

9 Geschichte Zwei Arten der Auslegung von Menschenwürde: Menschenwürde als abstraktes Wesensmerkmal: [D]em Einzelnen kommt kraft seines Menschseins und unabhängig von seinem Verhalten oder den Verhältnissen, in denen er lebt, ein absoluter, ideeller Wert zu. Menschenwürde als konkreter Gestaltungsauftrag [E]s hängt hauptsächlich von uns Menschen selbst, unserer Lebensweise und unseren Umgangsformen ab, ob und inwiefern wir Würde besitzen. [So] wird Würde mal als angeborene menschliche Eigenschaft mal als gesellschaftliche Leistung betrachtet. Wetz, F.J., Illusion Menschenwürde. Aufstieg und Fall eines Grundwerts (Stuttgart: Klett-Cotta, 2005) 9

10 Geschichte In der Kulturgeschichte wurden beide Ansätze Würde als natürliche Vorgabe und ethische Aufgabe fast immer miteinander verbunden. Man sagte, der Mensch solle sich in seinem Leben seiner anborenen Würde als Wesensmerkmal durch sein Denken und Tun als Gestaltungsauftrag würdig erweisen. Wetz, F.J., Illusion Menschenwürde. Aufstieg und Fall eines Grundwerts (Stuttgart: Klett-Cotta, 2005) 10

11 Geschichte Antike Würde galt nicht als ein angeborenes Wesensmerkmal, sondern hing mit moralischen Leistungen und anderen Verdiensten zusammen. Würde galt als etwas, das man durch eigenes Zutun vergrössern oder verringern konnte. Stoa und Christentum: Würde ist jetzt nicht mehr nur eine geistige Grundhaltung bzw. Tugend, eine äussere Erscheinungsweise oder öffentliche Stellung. Würde wird als etwas verstanden, das bereits in unserer Natur innewohnt. Gemäss Cicero hat die Würde ihren Grund in der Stellung des Menschen im Kosmos, im Rang seines Geistes und in der Teilhabe an der Weltvernunft. Im christlichen Denken kommt noch etwas Anderes hinzu: Die Würde des Menschen gründet sich auf dessen Gottesebenbildlichkeit (Imago Dei). 11

12 Geschichte Neuzeit Die Idee der Menschenwürde löst sich aus der religiösmetaphysischen Einbindung heraus. Die Würde des Menschen wird nicht länger auf dessen Gottesebenbildlichkeit zurückgeführt, vielmehr rücken Vernunft und Freiheit in den Vordergrund Blaise Pascal: Die ganze Würde des Menschen liegt im Denken. Samuel Pufendorf betont, dass alle Menschen über das gleiche Mass Freiheit verfügten. 12

13 Geschichte Immanuel Kant Vernunft und Sittlichkeit des Menschen Der Mensch als Vernunftwesen setzt sich selbst die Gesetze des Handelns (= autonom) Ist nicht Objekt, sondern nur Subjekt, das heisst Zweck an sich Preislose Würde des Menschen Würde ist ein "unbedingter, unvergleichlicher Wert." Würde zu haben heisst, einen "inneren Wert" zu besitzen und "über allen Preis erhaben" zu sein. 13

14 Begriffsklärung Unterscheidung zwischen zwei Würdeverständnissen: Inhärente Würde Dem Menschen innewohnende Würde, die ihm aufgrund seines Menschseins zusteht. Kontingente Würde Würde, die dem Menschen aufgrund äusserer Umstände zukommt oder allenfalls auch vorenthalten bleibt. 14

15 INHALTLICHE BESTIMMUNG DES BEGRIFFS DER MENSCHENWÜRDE 15

16 Ethische Richtlinien für die Altersheime der Stadt Zürich 2003/04 In der Altersethik spielt der Begriff der Menschenwürde eine grosse Rolle. [Es] ist aber oftmals unklar, was es inhaltlich konkret bedeutet, die Würde der Person zu achten. Dies liegt daran, dass die Menschenwürde häufig nicht mehr als ein Ausdruck dafür ist, dass eine Person moralisch zu berücksichtigen ist. Richtlinien können mit einem solchen bedeutungsarmen und interpretationsbedürftigen Verständnis von Menschenwürde nicht arbeiten. Sie müssen Leitlinien geben, was es im Alltag von Menschen bedeutet, die Würde eines Menschen zu achten. Die Richtlinien [...] beziehen sich auf folgendes Verständnis von Menschenwürde. Allen Menschen kommt eine unveräusserliche Würde zu. Aufgrund dieser Würde haben sie ein Recht, keiner unwürdigen Situation ausgesetzt zu sein. Es ist mit der Achtung der Würde nicht zu vereinbaren, Personen zum Beispiel zu erniedrigen oder in anderer Weise zu behandeln, die nicht mit ihrer Selbstachtung zu vereinbaren ist. Der Begriff der Würde steht somit in enger Beziehung zum Begriff der Selbstachtung. Dieses in der Ethik inzwischen prominent vertretene Verständnis von Menschenwürde ist für Fragen der Altersethik hilfreich, ist aber mit einem Problem verbunden. Bei dementen Menschen ist fraglich, ob sie noch in der Lage sind, sich selbst zu achten. 16

17 Ethische Richtlinien für die Altersheime der Stadt Zürich 2003/04 Im Allgemeinen sind wir aufgefordert, im Zweifelsfalle davon auszugehen, dass eine Person eine Situation, in der ihre Selbstachtung und ihr Selbstwert in Frage gestellt wird, auch als unwürdig erlebt. Aber zumindest demente Personen in einem fortgeschrittenen Stadium ihrer Krankheit haben einfach nicht mehr die geistige Fähigkeit, sich selbst zu achten. Die Koppelung des Begriffs der Menschenwürde an Selbstachtung führt so in das Problem, dass es keinen Sinn macht, in Bezug auf hochdemente Menschen von Würde zu sprechen. Das heisst nicht, dass keine moralische Pflichten bestehen, ohne Zweifel bestehen zum Beispiel Fürsorgepflichten. Nur, das an Selbstachtung gebundene Prinzip der Menschenwürde lässt sich nicht auf hochdemente Menschen anwenden. Damit wird aber fraglich, ob man überhaupt von der Menschenwürde schwer dementer Menschen sprechen kann. Geht es bei der Würde auch um vom subjektiven Erleben unabhängige objektive Massstäbe, so können auch höchstdemente Menschen in eine unwürdige Situation versetzt werden. Auf ein solches Verständnis stützen sich die ethischen Richtlinien. Eine unwürdige Situation liegt nicht nur vor, wenn eine Person in ihrer Selbstachtung verletzt wird, sondern auch dann, wenn die Situation nach objektiven Massstäben unwürdig ist." 17

18 Inhaltliche Bestimmung Recht von Würdeverletzungen im Sinne von Verächtlichmachung und Demütigung, verschont zu bleiben; wenn diese ein gewisses Mass überschreitet. Dazu gehören Verfolgung, Verfemung und der Entzug der Selbstachtung. Recht auf ein Minimum an Handlungs- und Entscheidungsfreiheit. Verstanden wird diese Freiheit als Gewissensfreiheit einerseits und andererseits als Freiheit zu tun, was man will. Das Recht, nicht ohne Einwilligung und in schwerwiegender Weise zu fremden Zwecken instrumentalisert zu werden. 18

19 Inhaltliche Bestimmung Konzept der Menschenwürde beinhaltet ein intuitives Moment im Hinblick auf Angemessenheit, einen Sinn für das, was einem Menschen unter keinen Umständen angetan werden darf, aber auch das, was jemandem geschuldet wird. [J]emandes Menschenwürde zu achten heisst, ihn nur solchen Handlungsweisen auszusetzen, zu denen er als Mitglied einer Gemeinschaft freier Vernunftwesen seine vernünftige Zustimmung geben könnte. Werner, M.H., Streit um die Menschenwürde: Bedeutung und Probleme eines ethischen Zentralbegriffs, Zeitschrift für medizinische Ethik, 2000, 46,

20 BEGRÜNDUNGEN DER MENSCHENWÜRDE 20

21 Begründungen Theologisch: In der christlich-jüdischen Tradition kann Würde aus dem Zuspruch Gottes an den Menschen, Gottes Ebenbild zu sein, begründet werden Philosophisch-sekulär: Auf der Philosophie von Kant basierend; berufen sich, darauf, dass der Mensch als ein mit Vernunft begabtes Wesen einen Anspruch auf Autonomie hat, deshalb Würde besitzt und keinen Preis hat. Empirisch-historisch: Inhalte des Menschenwürdebegriffs werden ex negativo aus anerkannten Verletzungstatbeständen hergeleitet. 21

22 Begründungen Die durch die Gottesebenbildlichkeit ausgezeichnete Würde gründet gerade nicht in irgendwelchen menschlichen Eigenschaften, sondern im relational verstandenen und von aussen [durch das Tun Gottes] konstituierten Personsein des ganzen Menschen. (Heinz Rüegger) Würde ist ein Verhältnis, keine Eigenschaft: Das heisst, es ist schon missverständlich, wenn man sagt, die Würde sei etwas <an> uns. Sie ist zunächst ein Verhältnis zwischen Menschen. [...] Sobald man versucht, die Würde an bestimmte vorliegende Eigenschaften zu knüpfen, lässt sich die Auszeichnung des Menschen nicht mehr halten. (Walter Schweidler) Heinz Rüegger, Sterben in Würde? Nachdenken über ein differenziertes Würdeverständnis (Zürich: Theologischer Verlag Zürich,

23 Begründungen Es genügt [...] der Hinweis auf die spontane Reaktion vom Menschen auf Äusserungen von Freude, Glück, Schmerz, Angst, Trauer, Leid anderer Menschen. Solche vitalen sinnlichen Äusserungen werden unmittelbar, noch unverstellt durch jegliche kulturelle Geprägtheit verstanden und rufen Anteilnahme, sei es in Form von Mitfreude, sei es in Form von Mitleid hervor. Dies spricht dafür, dass wir dem Leben als Mensch immer schon einen Wert zuschreiben. Wir entdecken uns als normsetzende Instanz, indem wir alles, was das Leben als Mensch unterstützt, mit einem Sollenskoeffizienten versehen, und alles, was als solches das Leben behindert, verbieten. Auf dieser unmittelbaren, durchaus reflektierten, aber eben noch nicht durch ideologische Setzungen verblendeten Ebene sehen wir den anderen Menschen als Alter-Ego, dem wir alle Rechte auf Unverletzlichkeit seiner Person zugestehen, die wir für uns völlig selbstverständlich beanspruchen. Menschenwürde ist letztlich nichts anderes als der Wert, den ich dem anderen Ich unaufgefordert gebe, weil es ein Mensch ist und als menschliches Individuum existieren können soll. Pieper, A., Menschenwürde: Ein abendländisches oder ein universelles Problem? Zum Verhältnis von Genesis und Geltung im normativen Diskus. In Herms, E. (Hg.), Menschenbild und Menschenwürde (Gütersloh: Gütersloher Verlagshaus, 2001) 23

24 MENSCHENWÜRDE UND AUTONOMIE 24

25 Autonomiebegriff Von griech. autos = selbst und nomos = Gesetz Wesentlich geprägt von Immanuel Kant: Hinter dem moralischen Handeln steht der autonome Wille und die Selbstgesetzgebung ist für Kant der Ursprung der Moralität und begründet die Würde des Menschen. Autonomie ist also der Grund der Würde der menschlichen und jeder vernünftigen Natur. 25

26 AUTONOMIE ALS ZENTRALES HANDLUNGSKONZEPT IN MEDIZIN & PFLEGE 26

27 Autonomieanspruch des Patienten/der Patientin Traditionelle Medizinethik: Paternalismus, Medizinethik als Tugendethik Postmoderne Medizinethik: Orientierung an der Selbstbestimmung Freie Selbstbestimmung des Patienten hinsichtlich der Behandlung oder Nichtbehandlung seiner Krankheit ist das oberste Ziel allen ärztlichen, pflegerischen und therapeutischen Handelns. Pflege und Betreuung von kranken Menschen hat sich an dieser Autonomie zu orientieren und darf vom medizinischen Personal nicht verweigert werden. Diese Pflicht gilt unabhängig davon, was für Werthaltungen ein Patient oder eine Patientin vertritt oder was er oder sie getan hat. Kann im Extremfall bis zur Respektierung des Rechtes auf Behandlungsverweigerung gehen. 27

28 Autonomieanspruch des Patienten/der Patientin Der Patient/ die Patientin gibt die informierte Zustimmung (Informed Consent) und trägt die Entscheidungsverantwortung für seine Behandlung und Betreuung. Jede medizinische und pflegerische Leistung ohne Informed Consent gilt juristisch als Körperverletzung. 28

29 Autonomieanspruch - Autonomiefähigkeit Normative Ebene (SOLLEN): Anspruch auf Würde und Autonomie des Patienten Entscheidungsfindungsprozess Urteilsfähiger Patient: Anspruch auf Informed Consent Nicht-urteilsfähiger Patient: Anspruch auf mutmasslichen Willen Patientenempowerment Deskriptive, empirische Ebene (IST): Tatsächliche Autonomiefähigkeiten und Abhängigkeiten des Patienten 29

30 Autonomie bei Nicht- oder eingeschränkter Urteilsfähigkeit 30

31 Urteilsfähigkeit Die Fähigkeit zur Güterabwägung ist bei Patientinnen und Patienten bzw. Bewohnerinnen und Bewohnern unterschiedlich gegeben. Ein wichtiger Grundsatz lautet: Bei anstehenden medizinischen, pflegerischen oder anderen Entscheidungen bemisst sich die Urteilsfähigkeit der betroffenen Person am zu entscheidenden Gegenstand. Urteilsfähigkeit ist nicht absolut. 31

32 Autonomie und Abhängigkeit 32

33 Tatsächliche Autonomiefähigkeit und Abhängigkeiten Menschliches Leben vollzieht sich in einem Spannungsfeld von Autonomiefähigkeit einerseits und Abhängigkeiten andererseits: Existentielle Abhängigkeiten (Beziehung/Nahrung/soziales Umfeld/ Raum/Zeit etc.) Autonomiefähigkeit (Kenntnisstand/Infostand/etc.) 33

34 GEFAHR: GLEICHSETZUNG VON MENSCHENWÜRDE & AUTONOMIEFÄHIGKEIT 34

35 Existentieller Würde- und Autonomieanspruch Ethischer Orientierungspunkt einer humanen Gesellschaft Wesenhafter Würde- u. Autonomieanspruch des Menschen absolut unverlierbar unbedingt zu achten u. zu schützen unabhängig von den konkreten Eigenschaften und Fähigkeiten Tatsächliche Autonomiefähigkeiten Gegenstands- u. situationsbezogen Graduell variabel (Teilweise) verlierbar 35

36 Motion NR Ruffy (1994) Trotz allen Mitteln, die für die Lebensverlängerung heute zur Verfügung stehen, gibt es weiterhin unheilbare Krankheiten, welche mit fortschreitender Entwicklung die Würde des Menschen in schwerer Art und Weise beeinträchtigen. Angesichts dieser Tatsache haben in unserer Gesellschaft immer mehr Menschen den Wunsch, selber über ihr Ende mitbestimmen und in Würde sterben zu können. Daher ersuche ich den Bundesrat, einen Entwurf für einen neuen Artikel 115bis des Schweizerischen Strafgesetzbuches vorzulegen. 36

37 Menschenwürde Autonomiefähigkeit Konsequenzen Motion Ruffy: Es gibt Menschen mit im Vergleich zu anderen Menschen prinzipiell verminderter Menschenwürde. Menschenwürde wird von einer Essenz des Menschen zu einer Eigenschaft, die ihm auch abhanden kommen kann. Das Überleben von Leben, das bestimmten "Qualitätskriterien" im umgekehrten Sinn nicht mehr genügt, wird in Frage gestellt. Die Menschenwürde wird nicht mehr als Abwehrbegriff verstanden, sondern wird zu einem Begriff der Einforderung. 37

38 Menschenwürde Autonomiefähigkeit Menschenwürde gestehen wir jedem menschlichen Lebewesen diskussionslos zu, unabhängig davon, wie beschädigt es in physischer, psychischer oder moralischer Hinsicht sein mag. Wenn es ausserstande ist, von seiner Freiheit einen autonomen Gebrauch zu machen, sind wir ethisch dazu verpflichtet, stellvertretend für es seine wohl verstandenen Interessen wahrzunehmen. Menschenwürde ist nicht gekoppelt an subjektive Fähigkeiten wie Selbstachtung oder Selbstbewusstsein. (Annemarie Pieper) Es geht um eine Würde, die allem Abbau, aller Demenz, aller Inkontinenz und allem menschlichen Zerfall vorausliegt und von diesen Beeinträchtigungen der menschlichen Autonomie unangetastet bleibt und die kraftvoll Anspruch auf Solidarität der Gesellschaft mit allen Menschen erhebt. (Ruth Baumann-Hölzle) 38

39 Eingeschränkte Fähigkeit zur Selbstbestimmung kein Problem für die Menschenwürde! 39

40 Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! 40

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