Software-Handbuch. DentalCAM 4 gültig ab Juli 2013

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1 Manual DDS DE Software-Handbuch DentalCAM 4 gültig ab Juli 2013

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3 Inhaltsverzeichnis 1.0 Allgemeines Konzept Zu diesem Handbuch Installation Mindestanforderungen Programminstallation Verbindung herstellen DentalCAM-Software DentalCAM-Menüs Datei Material Einstellungen Extras Info CNC Programmeinstellungen DentalCNC Software 5.1 DentalCNC-Menüs Ampel Datei Einstellungen Extras Maschine Info Kontrollpanel Fertigungsauftrag 5.2 Kontrollpanel Achsen Funktionen Eingänge Spindel Terminal Achs-Modul einmessen Arbeitsablauf Achsen kalibrieren DentalCAM Materialauswahl Stichwortverzeichnis Dateiimport Bearbeitungsstrategie auswählen Nesting Stege und Drops setzen Materialverwaltung Berechnung des Fertigungsauftrag starten DentalCNC 44 3

4 Allgemeines Allgemeines 1.1 Konzept Die Software DentalCAM wurde entwickelt, um die 3D-Fräsmaschinen der Im-pression-Baureihe sicher und komfortabel steuern zu können. Die Software besteht aus einem CAM- und einem CNC-Modul. Im CAM-Modul bestücken Sie Ihren Blank mit den STL-Daten Ihrer Arbeiten und verwalten und speichern Ihre Blanks. Das CAM-Modul berechnet automatisch Ihre zu fräsenden Dateien und generiert die Ausgabe für die DentalCNC-Software, wodurch Sie in die Lage versetzt werden, Ihre Arbeiten ohne weitere Vorkenntnisse zu fräsen. Das CNC-Modul schickt die Fräsdaten an die Maschine und überwacht den Fräsvorgang. Außerdem können Sie diverse Kalibrier- und Messvorgänge starten. 1.2 Zu diesem Handbuch Mit diesem Handbuch möchten wir Sie anleiten, die Programme DentalCAM und DentalCNC sicher und zuverlässig einzusetzen. Insbesondere wird auch auf mögliche Gefahrenquellen, die von den Systemen ausgehen können, sowie auf die bestimmungsgemäße Verwendung der Systeme hingewiesen. Wir bitten Sie daher, dieses Handbuch aufmerksam zu lesen und die darin gegebenen Hinwei-se sorgfältig zu beachten. Hinweise zur Bedienung der Maschine sowie Sicher-heits- und Schutzvorschriften finden Sie im Maschinenhandbuch. Das folgende Kapitel erläutert Ihnen die Installation von DentalCAM und Dental-CNC. In Kapitel 3 wird auf die Menüführung der Software DentalCAM eingegan-gen. Im darauffolgenden Kapitel werden Sie anhand eines Praxisbeispiels Schritt für Schritt in die Bedienung des Programms eingeführt. Das letzte Kapitel geht auf bestimmte Funktionen und Eigenschaften von DentalCNC ein. 4

5 Installation 2.1 Mindestanforderungen Windows 2000, Windows XP, Windows Vista, Windows 7 freier Festplattenspeicher (für die Installation): ca. 100 MB Arbeitsspeicher mindestens 2 GB vertikale Bildschirmauflösung mindestens 800 Pixel Installation 2.2 Programminstallation Die Installation sowie der Betrieb der Software und Fräsmaschine ist nur mit angeschlossenem Dongle möglich. Stecken Sie den Dongle in einen USB-Port des PCs, mit dem die Fräs-maschine betrieben werden soll. Laden Sie die Installationsdatei der Software im Downloadbereich auf CAMSW herunter. Entpacken Sie die ZIP-Datei. Bitte deaktivieren Sie Ihr Antivirus-Programm für die Installation und akti-vieren Sie es anschließend wieder. Starten Sie die Setup.exe und folgen Sie den Anweisungen des Installati-onsprogramms. Falls Sie das Installationsverzeichnis ändern möchten, klicken Sie auf Verzeichnis wechseln und ändern dieses entsprechend ab. Wir empfehlen jedoch das Progamm im angebenen Pfad zu installieren. Bestätigen Sie nun das Installationsverzeichnis, indem Sie auf die Schalt-fläche Start klicken. 5

6 Installation Installation Wenn während der Installation aktuellere Dateien vorliegen, wie im ge-zeigten Beispiel, wird Windows Ihnen Versionskonflikte anzeigen. Bitte bestätigen Sie die Meldungen Möchten Sie diese Datei behalten? jeweils mit Ja. Die Software DentalCAM wird nun installiert und Sie sehen ein Fenster mit einem Fortschrittsbalken, der Ihnen den aktuellen Status der Installation zeigt. Auch während der Installation können Versionskonflikte auftreten. Bestä-tigen Sie auch diese mit Ja, um die vorliegenden Daten zu behalten und nicht zu überschreiben.not to overwrite them. Bestätigen Sie nun den Abschluss der Installation mit OK. Während der Installation der DentalCAM-Software öffnet sich automatisch auch das Installationsfenster des STL-Viewers EasyFIT. Installieren Sie nun ebenfalls den STL-Viewer, indem Sie den Anweisungen des Installati-onsprogramms folgen. 6

7 Installation Der STL-Viewer ist nicht notwendig, um fräsen zu können. Allerdings ist er ein praktisches Werkzeug, mit dem Sie Ihre Fräsdaten vor dem Nesting einfach und schnell auf eventuelle Fehler überprüfen können. Installation Damit STL-Dateien aus DentalCAM heraus mit EasyFIT geöffnet und überprüft werden können, bestätigen Sie folgende Meldung mit Ja. Schließen Sie nun Ihre Fräsmaschine der Impression-Baureihe an (Netzspannung, Not-Aus-Taster, Absaugung und gegebenenfalls Druckluft) und verbinden Sie diese per USB-Kabel mit Ihrem Computer. Nachdem Sie alle Anschlüsse nochmals überprüft haben, schalten Sie die Maschine ein. Achten Sie darauf, dass die Gehäuseklappe geschlossen ist. Weitergehende Informationen zum Anschluss der Maschine finden Sie im Maschinenhandbuch. 7

8 Installation Installation Windows erkennt nun die Maschine als neue Hardware. Falls Windows selbstständig keine Treiber für die Maschine findet und in-stalliert, müssen Sie die Treiber manuell installieren. Gehen Sie in die Systemsteuerung zum Punkt System und Sicherheit und öffnen Sie den Geräte- Manager. Machen Sie einen Rechtsklick auf USB <-> Serial Cable und wählen Sie die Option Treibersoftware aktualisieren. Im folgenden Dialog wählen Sie die Option Auf dem Computer nach Treibersoftware suchen. 8

9 Installation Wählen Sie nun den Ordner mit den Windows-Treibern, indem Sie auf Durchsuchen... klicken und im Installationsverzeichnis von DentalCAM, den Ordner USB wählen. Installation Im folgenden Dialog wählen Sie die Option Auf dem Computer nach Trei-bersoftware suchen. Wählen Sie nun den Ordner mit den Windows-Treibern, indem Sie auf Durchsuchen... klicken und im Installationsverzeichnis von DentalCAM, den Ordner USB wählen. 9

10 Installation Installation Der Pfad wird nun im vorigen Fenster eingetragen. Bestätigen Sie nun der Ort der Treibersoftware, indem Sie auf Weiter klicken Installieren Sie nun die Treiber, indem Sie den folgenden Dialog mit Installieren bestätigen. 10

11 Installation Installation Die Treiberinstallation muss nun ein weiteres Mal durchgeführt werden. Gehen Sie dazu zurück in den Geräte-Manager. Wie Sie im folgenden Bild sehen können, hat sich die Bezeichnung des USB-Ports nach der ersten Treiberinstallation verändert. Machen Sie wieder einen Rechtsklick und wählen Treibersoftware aktualisieren

12 Installation Installation Wählen Sie im folgenden Dialog wieder die zweite Option. Das richtige Installationsverzeichnis ist dieses Mal bereits eingetragen. Bestätigen Sie dieses mit Weiter. Und Installieren Sie die Treibersoftware. 12

13 Installation Installation Im Geräte-Manager wurde dem USB-Anschluss nun eine Port-Nummer zugewiesen, hier: COM 3. Die Installation der Software und Treiber ist damit abgeschlossen. Legen Sie sich nun eine Verknüpfung der Programme DentalCAM und DentalCNC auf den Desktop. 13

14 Installation Installation 2.3 Verbindung herstellen Starten Sie nun das DentalCNC-Programm und überprüfen Sie, ob eine Verbin-dung zur Maschine aufgebaut wurde. Dies wird durch ein grünes Quadrat links oben in der Titelleiste angezeigt. Ist die Verbindung nicht aktiv, ist das grüne Quadrat mit einem roten Kreuz versehen. Sollte sich die Maschine nicht selbstständig verbunden haben, öffnen Sie unter Einstellungen die Benutzereinstellungen und klicken dort im Bereich Port-Nummer auf Suche. Die Software ermittelt nun den COM-Port, an den die Ma-schine angeschlossen wurde und trägt die Nummer im entsprechenden Feld ein. Sollte die automatische Suche nicht funktionieren, schauen Sie im Geräte-Manager von Windows nach, an welchem Port die Maschine angeschlossen ist und tragen den Port manuell in der DentalCNC-Software ein. 14

15 DentalCAM Software 3.1 DentalCAM-Menüs In diesem Kapitel wird kurz die Bedeutung der einzelnen Menüs erläutert. Eine ausführliche Schritt-für- Schritt-Anleitung finden Sie in Kapitel Datei DentalCAM Software Beenden Programm beenden Material Neu Aufrufen eines neuen Rohlings Verwaltung Wiederaufrufen eines gespeicherten Blanks Speichern Abspeichern eines Rohlings Einstellungen Programmeinstellungen Hier finden Sie allgemeine Einstellungen zum Programm (z. B. Sprache, Auto-Funktionen, diverse Parametereinstellungen etc.). Siehe dazu Kapitel 3.2 Programmeinstellungen. Bearbeitungsparameter Passwortgeschützt, nur für Servicemitarbeiter 15

16 DentalCam Software DentalCam Software Extras Auftragsprotokoll Hier werden die wichtigsten Daten Ihrer Aufträge protokolliert. Dies sind Datum, Blank-ID, Chargennummer, STL-Datei etc Info Version DentalCAM-Versionsinformationen CNC Öffnet das Programm DentalCNC (siehe dazu Kapitel 5 DentalCNC ) 16

17 DentalCam Software 3.2 Program Settings DentalCam Software 17

18 DentalCam Software DentalCam Software Allgemein Hier können Sie die Programmsprache zwischen Deutsch und Englisch umstel-len, anschließend muss das Programm neu gestartet werden. Ist Automatisch Speichern nach einer Berechnung aktiviert, wird nach der Berechnung das gan-ze Projekt automatisch gespeichert. Die Funktion Automatisch Beenden nach einer Berechnung schließt nach Start der Berechnung die CAM-Software, da diese nicht weiter benötigt wird. Alle weiteren Schritte laufen im CNC-Modul ab. Des Weiteren können Sie hier das Drehen von Arbeiten per Maussteuerung akti-vieren. Das Drehen per Tastatur funktioniert immer, auch wenn zusätzlich die Maussteuerung aktiviert ist. Maschinenbaureihe Hier ist der Maschinentyp angegeben, der mit der Software betrieben wird. Diese Funktion wird nur von Servicemitarbeitern benötigt. Stege und Drops In diesem Bereich können Sie einige Parameter verändern, die das Setzen von Stegen und Drops betreffen. Eine weitere Erläuterung dazu finden Sie im Kapitel Stege und Drops setzen. 18

19 DentalCam Software Abutments Hier können Sie das Aufmaß für Abutments festlegen. Die Passung der Abut-ments wird um den angegebenen Wert vergrößert. DentalCam Software Importieren Aktivieren oder Deaktivieren der Anzeige der Objektdetails nach dem Importieren einer Arbeit. Weitere Erläuterungen siehe Kapitel Bearbeitungsstrategie auswählen. Fräsreihenfolge Die Fräsreihenfolge der Arbeiten auf einem Blank kann hier festgelegt werden. Es gibt 4 verschiedene Möglichkeiten. DirectMill optimiert: Das Programm ermittelt anhand der platzierten Ar-beiten die optimale Berechnungsund Fräsreihenfolge. Von links nach rechts auf dem dargestellten Blank. Von kleinster zu größter Arbeit. Nach Liste: in der Reihenfolge der Liste der importierten Arbeiten. Dateiordner Unter den angegebenen Pfaden finden Sie in Ihrem System den Archivordner, in dem die Blanks abgespeichert werden sowie den Ordner CNCTransfer, in dem die CAM-Software die berechneten Fräsdaten ablegt. 19

20 Arbeitsablauf Arbeitsablauf Wir zeigen Ihnen anhand der Beispieldatei einer Brücke den kompletten Arbeits-ablauf des Fräsens, vom Nesting der Arbeiten bis zur fertig gefrästen Brücke. Bitte halten Sie sich bei Ihrem ersten Fräsvorgang an den Ablauf, wie er im fol-genden beschrieben wird 4.1 DentalCAM Materialauswahl Bitte starten Sie nun das Programm DentalCAM.exe. Sie sehen folgende Oberfläche: 20

21 Arbeitsablauf Wählen Sie als erstes das zu bearbeitende Material aus (in diesem Fall Zirkonoxid). Arbeitsablauf Als nächsten Schritt geben Sie den Skalierungsfaktor an (hier 1,2623) und bestä-tigen Sie diesen mit OK. Der Skalierungsfaktor kompensiert das Ausmaß der Schrumpfung beim Sintern (z. B. 1,250 = 20 %). Durch Angabe des Skalierungsfaktors wird die Schrumpfung bereits bei der Platzierung im Blank automatisch berücksichtigt. Im Feld Chargennummer kann die Chargennummer des verwendeten Blanks eingetragen und mitabgespeichert werden. 21

22 Arbeitsablauf Arbeitsablauf Anschließend definieren Sie die Blank-Form und Höhe des verwendeten Blanks Dateiimport Importieren Sie nun einen STL-Datensatz, indem Sie auf die Schaltfläche mit dem Symbol für das Importieren von Arbeiten klicken und den jeweiligen Pfad Ihrer Dateien auswählen. 22

23 Arbeitsablauf Im Import-Fenster wird ein Vorschaubild der STL-Datei sowie deren Abmessun-gen in X, Y und Z angezeigt. Arbeitsablauf Der Z-Wert wird rot dargestellt, wenn die gewählte Arbeit höher als der gewählte Blank ist. Ist als Standard für die Nutzung der 4. Achse die Blankhöhenoptimierung angewählt, berechnet das Programm gleich, ob es durch Anstellen der A-Achse möglich ist, die Arbeit trotz ihrer Höhe im Blank unterzubringen und zeigt dann die Höhe der Arbeit bei angestellter A-Achse an (Blankhöhenoptimierung). Bei Arbeiten die nicht zu hoch sind, wird die Höhe nicht automatisch optimiert. Dies kann man jedoch durch ein Klick auf das Symbol einschalten. Zum Beispiel wenn eine Arbeit von der Höhe nur sehr knapp in den Blank passt, kann die Arbeit durch die Optimierung etwas mittiger in das Material gelegt werden. 23

24 Arbeitsablauf Arbeitsablauf Die Nutzung der 4. Achse kann bei den Importmodalitäten umgestellt werden. Wird Keine ausgewählt, arbeiten die X-, Y-, und Z-Achse simultan und die 4. Achse (A-Achse) fungiert als reine Drehachse, die sich nur um 180 dreht. Diese Einstellung empfehlen wir, wenn durch die Blankhöhenoptimierung keine Materialersparnis erreicht wird. Die Nutzung der 4. Achse zur 4/5-Achs-Nachbearbeitung wird für das Fräsen von hinterschnittenen Arbeiten verwendet. Dabei werden die Arbeiten automa-tisch so im Blank platziert, dass möglichst viele Hinterschnitte durch das Anstel-len der A-Achse (bis max. 10 ) erreicht und bearbeitet werden können. Je nach Position und Anzahl können jedoch nicht alle Hinterschnitte erreicht werden. In-dem Sie die Priorität auswählen, können Sie die Art der 4/5-Achs-Nachbearbeitung einstellen. Wählen Sie Kavität (180 ) werden ausschließlich erreichbare Hinterschnitte auf der Blank- Unterseite bearbeitet. Im Gegensatz da-zu, werden bei Okklusal (0 ) nur die erreichbaren Hinterschnitte auf der Blank-Oberseite bearbeitet. Bei der Standardeinstellung Mix, werden erreichbare Hin-terschnitte auf beiden Seiten bearbeitet. Nach dem Import werden Hinterschnitte an Arbeiten in der Blankvorschau rot dargestellt. Weiterhin können Sie bei den Importmodalitäten bereits vor dem Import den Typ der Arbeit sowie die Bearbeitungsqualität auswählen, indem Sie solange auf das entsprechende Symbol klicken bis der gewünschte Typ bzw. die gewünschte Qualität erscheint. Dies können Sie jedoch nach dem Import jederzeit verändern. Details dazu erhalten Sie auf den folgenden Seiten. Nachdem Sie eine Arbeit ausgewählt haben wird diese beim Importieren mittig im Blank abgelegt. 24

25 Arbeitsablauf Bearbeitungsstrategie auswählen Standardmäßig werden Ihnen nach dem Import nun die Details für die importierte Arbeit auf der linken Seite des Fensters angezeigt. Hier können Sie nun den Zu-stand, die Frässtrategie, den Typ und die vertikale Ausrichtung der Arbeit auswählen. Arbeitsablauf Beim Ändern eines Parameters verändert sich auch das dazugehörige Symbol entsprechend. Die gleichen Symbole werden Ihnen auch in der Übersicht aller Arbeiten angezeigt. Für jede importierte Arbeit können die Details individuell ein-gestellt werden. Innerhalb eines Blanks können dabei die Parameter der Bearbei-tungsstrategien also Zustand, Frässtrategie, Typ und Ausrichtung verschie-dener Arbeiten beliebig gemischt werden. Durch Bestätigen mit OK gelangen Sie zur Gesamtliste aller bereits importierter Arbeiten. 25

26 Arbeitsablauf Arbeitsablauf Nachfolgend sind die verschiedenen Parameter aufgeführt: Zustand Nicht fräsen Diese Arbeit wird nicht gefräst. Dies wird durch das Symbol einer dunkelblauen Krone dargestellt. Auch die Arbeit selbst auf dem Blank wird dunkelblau einge-färbt. Arbeiten mit diesem Zustand lassen sich nicht verschieben, dazu muss der Zustand wieder auf Fräsen geändert werden. Fräsen Diese Arbeit wird gefräst. Das Zustandssymbol sowie die Arbeit im Blank werden hellblau dargestellt. Gefräst Diese Arbeit wurde bereits gefräst. Dies wird durch das Symbol einer grünen Krone dargestellt. Auch die Arbeit selbst auf dem Blank wird grün eingefärbt. Arbeiten mit diesem Zustand lassen sich nicht verschieben, dazu muss der Zu-stand wieder auf Fräsen geändert werden. Gelöscht Wenn Sie eine importierte Arbeit wieder entfernen möchten, weil diese zum Beispiel zu hoch ist, können Sie deren Status auf Gelöscht setzen. Die Arbeit wird aus dem Blank entfernt, bleibt jedoch mit dem Zustand Gelöscht in der Gesamtliste der Arbeiten bestehen. Dieser Zustand wird durch eine dunkelgraue Krone mit Verbotszeichen dargestellt. Durch er-neutes Öffnen eines gespeicherten Blanks verschwindet diese Arbeit von der Liste. 26

27 Arbeitsablauf Frässtrategie Schnell - graue Krone mit einem Stern Arbeitsablauf Standard - graue Krone mit zwei Sternen Optimal - graue Krone mit drei Sternen Typ Die verschiedenen Typen der Arbeit unterscheiden sich durch ihre Bearbeitungs-strategie. Der Schruppvorgang ist bei allen gleich und wird mit einem 2-mm-Fräser durchgeführt, im Schlichtgang jedoch unterscheiden sich die verschiede-nen Typen. 27

28 Arbeitsablauf Arbeitsablauf Krone/Brücke Eine Krone/Brücke wird mit dem 2-mm-Fräser nicht nur geschruppt, sondern auch geschlichtet. Einzig die Passung der Krone/Brücke wird mit einem 1-mm-Fräser geschlichtet. Krone/Brücke vollanatomisch Die vollanatomische Krone/Brücke wird analog zur Krone/Brücke mit dem 2-mm-Fräser geschlichtet und die Passung sowie die Fissuren werden mit dem 1-mm-Fräser geschlichtet. Zusätzlich werden die Fissuren auf der Zahnoberseite mit einem 0,6-mm-Fräser nachbearbeitet. Inlay Inlays werden mit einem 1-mm-Fräser geschlichtet. Bei Auswahl der Fräs-strategie Optimal wird zusätzlich mit einem 0,6-mm-Fräser geschlichtet. Abutment Die 180 -Seite (Unterseite) der Abutments wird mit einem 2-mm-Fräser geschlichtet. Die 0 -Seite (Oberseite) sowie die Bohrung werden mit einem 1-mm-Fräser geschlichtet. 28

29 Arbeitsablauf Modelle Arbeitsablauf Modelle werden nach dem Schruppvorgang ausschließlich auf ihrer Oberseite mit einem 1-mm-Fräser geschlichtet. Diese Typen befinden sich noch im Entwicklungsstadium und sind daher nur experimentell einzusetzen. Vertikale Ausrichtung Die Anpassung der vertikalen Ausrichtung ist nur möglich, wenn im Importfenster die Option Keine im Bereich Nutzung der 4. Achse gewählt wurde. Nur dann lassen sich die Arbeiten oben bzw. unten im Blank anliegend positionieren. Wur-de die Verwendung der 4. Achse ausgewählt (Blankhöhenoptimierung bzw. 4/5-Achs-Nachbearbeitung), werden die Arbeiten im Blank immer mittig zentriert. In Z mittig zentriert im Blank Die Arbeit wird in der Vertikalen (in Z) mittig im Material positioniert. In Z oben anliegend im Blank Die Arbeit wird in der Vertikalen (in Z) oben im Material positioniert. Diese Funkti-on kann verwendet werden, wenn man zum Beispiel ein Modell fräsen möchte, das minimal höher ist als der Blank. In diesem Fall ist die Arbeit dann auf der Un-terseite minimal beschnitten, was jedoch nichts ausmacht, da dabei nur der So-ckel des Modells beschnitten wird. 29

30 Arbeitsablauf Arbeitsablauf In Z unten anliegend im Blank Die Arbeit wird in der Vertikalen (in Z) unten im Material positioniert, damit die Preparationslinie erhalten bleibt. Diese Funktion kann verwendet werden, wenn man zum Beispiel eine Krone oder Brücke fräsen möchte, die minimal höher ist als der Blank. Da diese nachträglich noch verblendet werden, stört es nicht, wenn an der Oberseite minimal etwas fehlt, die wichtige Präparationslinie am unteren Teil der Arbeit bleibt so jedoch erhalten. Sintersteg anbringen Zusätzlich zur Veränderung der Parameter einer Arbeit kann in der Detailansicht auch ein Sintersteg für die entsprechende Arbeit erstellt werden. Dazu klicken Sie auf die Schaltfläche Sintersteg anbringen. 30

31 Arbeitsablauf Dadurch öffnet sich im gleichen Bereich des Fensters das Dialogfeld für die Er-stellung des Sinterstegs. Mit Hilfe der Schieberegler kann hier der Startpunkt, die Länge sowie Breite und Höhe des Sinterstegs eingestellt werden. Das Volumen des Sinterstegs sollte dem Volumen der Arbeit entsprechen. Mit Klicken auf Generiere Sintersteg wird dieser berechnet und an der Arbeit platziert. Arbeitsablauf Die Arbeit sieht dann folgendermaßen aus: Anschließend muss die Arbeit durch Stege mit dem Sintersteg verbunden werden. Details zum Setzen von Stegen finden sie unter Punkt Stege und Drops setzen. 31

32 Arbeitsablauf Arbeitsablauf Die standardmäßige Anzeige der Details nach dem Importieren einer Arbeit kann über den Menüpunkt Einstellungen unter Programmeinstellungen abgeschaltet werden. Sie gelangen dann nur noch zur Detailansicht, wenn Sie in der Über-sichtsliste der Arbeiten auf die Nummer vor der entsprechenden Arbeit klicken. Eine Gesamtliste mit mehreren Arbeiten, denen unterschiedliche Bearbeitungs-parameter zugewiesen sind, könnte dann zum Beispiel so aussehen: 32

33 Arbeitsablauf Das fünfte Symbol zeigt an, ob die Blankhöhenoptimierung (Arbeit 1) bzw. die 4/5-Achs-Nachbearbeitung (Arbeit 2) aktiviert ist. Ist die Arbeit so positioniert, dass sie sich innerhalb des grünen Bereichs des Rings befindet, passt sie auf Grund der Höhenoptimierung in den Blank. Dreht man sie in den roten Bereich, ist die Arbeit für den Blank zu hoch. Der Wert für die Höhe wird dann rot darge-stellt und eine entsprechende Warnmeldung wird vor der Berechnung ausgege-ben. Bei der 4/5-Achsnachbearbeitung stellt der grüne Bereich die Hinterschnitte dar. Die Arbeit wird so positioniert, dass möglichst viel des grünen Bereichs abgedeckt wird und damit möglichst viele Hinterschnitte bearbeitet werden können. Arbeitsablauf Auch in der Übersichtsliste können die Parameter geändert werden, indem so oft auf das entsprechende Symbol geklickt wird, bis das Symbol für die gewünschte Bearbeitungsstrategie erscheint. Durch Klicken auf die Nummer am Zeilenanfang gelangen Sie wieder zur Detailansicht der gewählten Arbeit Nesting Als Nesting wird das platzsparende Anordnen von Kronen und Brücken auf dem Blank bezeichnet. Um importierte Objekte zu positionieren, greifen Sie diese mit gedrückter linker Maustaste und verschieben diese an die gewünschte Stelle im Blank. Rotieren der Objekte links oder rechts in 1 -Schritten: greifen + Pfeiltasten oben/unten Rotieren der Objekte links oder rechts in 5 -Schritten: greifen + Pfeiltasten links/rechts Rotieren der Objekte links oder rechts um 90 : greifen + Strg + Pfeiltasten Sie können die Arbeiten auch über die Maussteuerung (Scrollbalken) drehen. Aktivieren Sie diese unter Einstellungen -> Programmeinstellungen. 33

34 Arbeitsablauf Arbeitsablauf Platzieren Sie nun die erste Arbeit und importieren anschließend ein weitere und ordnen diese an. Zur optimalen Ausnutzung des Materials können Sie den Workspace der Arbei-ten bis zu einem gewissen Maß überlagern.. Wenn sich Arbeiten überlagern, wird Ihnen die kritische Überlagerung der Arbei-ten rot dargestellt und ein Start der Berechnung ist nicht möglich. 34

35 Arbeitsablauf Stege und Drops setzen Beginnen Sie nun mit dem Setzen der Stege und, wenn benötigt, der Drops, in-dem Sie auf das Icon für Stege und Drops klicken oder einen Rechtsklick auf ei-nen freien Raum im Blank machen. Arbeitsablauf Im linken Fensterbereich sehen Sie nun das Dialogfeld für das Setzen der Stege und Drops. Um Stege oder Drops zu setzen, klicken Sie auf die Schaltfläche Setzen und platzieren die Stege bzw. Drops mit Drücken der linken Maustaste an der gewünschten Stelle an der Arbeit. Für jeden Steg kann individuell die Art der Nachbearbeitung ausgewählt werden. Die Stege können nach dem Schlichten der Arbeiten unbearbeitet bleiben, kom-plett entfernt oder reduziert werden. Standardmäßig erhalten die Stege beim Set-zen die Nachbearbeitungsart, die in den Programmeinstellungen voreingestellt ist. Um möglichst wenig von Hand umstellen zu müssen, wählen Sie dort die Art aus, die Sie am häufigsten verwenden. Sie können die Position der Stege oder Drops jederzeit verändern, indem Sie die-se greifen und mit der Maus an die gewünschte Stelle ziehen. Haben Sie Arbeiten mit überlagerndem Workspace auf dem Blank positioniert, können Sie Stege auch zwischen zwei Arbeiten setzen. Zusätzlich zur Auswahl über das Drop- Down-Menü können Sie die Art der Nachbearbeitung für einen einzelnen Steg auch ändern, indem Sie den Steg greifen und die Strg-Taste drücken. Des Weiteren können Sie in der Seitenansicht auf der linken Seite auch die Posi-tion eines Stegs in der Vertikalen verändern. Standardmäßig werden die Stege mit minimalem Abstand oberhalb des Äquators der Krone bzw. des Zahnglieds positioniert. Um die Höhe des Ansatzpunktes für den Steg zu korrigieren, greifen Sie den Steg und schieben ihn weiter nach oben bzw. unten. Durch die vertikale Verschiebung der Stege können Hinterschnitte minimiert werden. 35

36 Arbeitsablauf Arbeitsablauf Delete bars or drops by clicking on the button Delete and then on the bar/drop in question. In den Programmeinstellungen können Sie, wenn nötig, einige Parameter verän-dern, die die Geometrie der Stege und Drops betreffen: 36

37 Arbeitsablauf Durchmesser am Knotenpunkt Der Knotenpunkt ist der am weitesten außen liegende Punkt an der seitlichen Ausbuchtung der Krone/des Zahnglieds (Äquator). Der Knotenpunkt ist der Aus-gangspunkt für den Steg. Der Durchmesser dieses Punktes kann hier verändert werden. Arbeitsablauf Öffnungswinkel Der Öffnungswinkel gibt an, mit wie viel Grad sich der Steg vom Knotenpunkt aus zum Materialrand hin öffnet. Restfläche reduzieren Hier wird eingestellt, auf wie viel Prozent die Stege reduziert werden sollen, wenn als Nachbearbeitung Stege reduzieren ausgewählt ist. Standardnachbearbeitung Wählen Sie hier aus, welche Nachbearbeitung den Stegen standardmäßig zuge-wiesen werden soll, so dass Sie beim Setzen möglichst wenig umstellen müs-sen. Es ist möglich, die Stege gar nicht nachzubearbeiten, sie zu reduzieren, so dass nur noch ein sehr dünner Steg stehen bleibt, oder sie ganz zu entfernen. Drops Falls nötig, kann der Durchmesser der Drops hier angepasst werden. 37

38 Arbeitsablauf Arbeitsablauf Materialverwaltung Nachdem Sie nun alle Arbeiten platziert sowie Stege und Drops gesetzt haben, können Sie den Blank über den Menüpunkt Material unter Speichern oder über das Speichern-Icon sichern, um ihn zu einem späteren Zeitpunkt weiterzu-verwenden. Jeder Blank bekommt eine eigene ID, so dass Sie diesen für eine spätere Bear-beitung und zur kompletten Nutzung des Blanks jederzeit wieder aufrufen kön-nen. Schreiben Sie bitte die ID-Nummer auf den jeweiligen Blank. Um gespeicherte Blanks aus dem Materialarchiv wieder aufzurufen und weiter-zubearbeiten, öffnen Sie das Materialarchiv im Menü Material unter Verwal-tung oder klicken Sie auf das Icon für die Verwaltung. 38

39 Arbeitsablauf Wie beim Importieren von Arbeiten wird auch hier ein Vorschaubild angezeigt. Arbeitsablauf Wenn Sie ein Blank laden, dessen Arbeiten bereits gefräst sind, werden beim Import aus den ursprünglichen Arbeiten Leerflächen und der Blank sieht folgendermaßen aus: 39

40 Arbeitsablauf Arbeitsablauf Angenommen, dass der gespeicherte Blank bei seiner Erstellung zwar komplett berechnet wurde, das Fräsen jedoch nicht gestartet wurde oder der Fräsvorgang nach nur einer Arbeit abgebrochen wurde, ist an dieser Stelle noch Material vorhanden. Um dieses wieder nutzen zu können, kann die entsprechende Leerfläche wieder gefüllt werden. Dazu klicken Sie auf auf das Icon für die Bearbeitung der Leerflächen. Auf der linken Seite sehen Sie nun im Dialog für Leerflächen durchnummeriert die Anzahl der Leerflächen. Durch Deaktivieren der Box der entsprechen Leerfläche wird diese wieder gefüllt. Somit kann dort wieder eine neue Arbeit platziert wer-den. Speichern Sie den Blank nach dem Füllen der Leerflächen ab. 40

41 Arbeitsablauf Arbeitsablauf Abschließend noch ein Beispiel für einen komplett bestückten Blank: 41

42 Arbeitsablauf Arbeitsablauf Berechnung des Fertigungsauftrag starten Auf den vorangegangenen Seiten wurde ein neuer Blank angelegt, zwei Objekte importiert und positioniert sowie mit Stegen und Drops versehen und verschiede-ne Einstellungen vorgenommen. Der vorbereitete Blank sieht nun wie folgt aus: Jetzt sind alle Vorbereitungen abgeschlossen und die Berechnung des Ferti-gungsauftrag kann gestartet werden. Klicken Sie dazu auf Start. Sie erhalten eine Meldung, die Ihnen alle Details zu Ihrem Fertigungsauftrag anzeigt. Soll ein ExcelBericht zu diesem Fertigungsauftrag erstellt werden, aktivieren Sie das Kästchen für die Berichterstellung. Haben Sie kein ExcelTM, aktivie-ren Sie das Kästchen nicht, da dies ausschließlich mit Excel funktioniert. Durch Klicken auf Berechnen öffnet sich das Fenster der DentalCNC-Software, in der nun die Fräsausgabe berechnet wird. Öffnet sich die CNC-Software nicht auto-matisch, starten Sie diese manuell. 42

43 Arbeitsablauf Wurde die Berichterstellung ausgewählt, öffnet sich der Bericht des Fertigungs-auftrag in ExcelTM. Arbeitsablauf 43

44 Arbeitsablauf Arbeitsablauf 4.2 DentalCNC Die Berechnung der Fräsausgabe kann, je nach Ausnutzung des Blanks, einige Zeit in Anspruch nehmen. Da die Software mit einer Direct-Mill-Funktion ausge-stattet ist, können Sie direkt mit dem Fräsen beginnen, während die weiteren Berechnungsschritte im Hintergrund ablaufen. Überprüfen Sie bitte vor der Fräsausgabe, ob das richtige Werkzeug eingespannt wurde bzw. der Werkzeugwechsler korrekt bestückt wurde. Bei Verwendung ei-nes Werkzeugwechslers setzen Sie die Fräser wie in der Werkzeugliste ange-zeigt an die richtigen Positionen. In diesem Fall setzen Sie den 2-mm-Radiusfräser in Position 1, den 1-mm-Radiusfräser in Position 2 und den 0,6-mm-Fräser in Position 5 ein. Die Werk-zeugliste zeigt die Werkzeuge in der Reihenfolge ihrer Verwendung. Nach der Überprüfung der Werkzeuge können Sie den Fräsvorgang starten, in-dem Sie auf Start klicken. 44

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