CELLITINNEN-FORUM. Herausgeber: Stiftung der Cellitinnen zur hl. Maria, Köln

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1 CELLITINNEN-FORUM Zentrale Sterilgut Versorgungs- Abteilung eröffnet Baby- und Kinderschwimmen Reisebericht Vietnam Herausgeber: Stiftung der Cellitinnen zur hl. Maria, Köln

2 UNSERE KRANKENHÄUSER Heilig Geist-Krankenhaus Graseggerstraße Köln-Longerich (02 21) Fax (02 21) Mail: St. Vinzenz-Hospital Merheimer Straße Köln-Nippes (02 21) Fax (02 21) Mail: St. Franziskus-Hospital * Schönsteinstraße Köln-Ehrenfeld (02 21) Fax (02 21) oder10 04 Mail: St. Marien-Hospital ** Kunibertskloster Köln (02 21) Fax (02 21) Mail: Behandlungsschwerpunkte: Innere Medizin Gastroenterologischer Schwerpunkt Herzschrittmacherimplantationen Neurologie Allgemein-, Viszeral- und Unfallchirurgie Urologie mit Harninkontinenz- und Blasenfunktionsleiden, Steinleiden Gynäkologie und Geburtshilfe Anästhesie und Intensivmedizin mit Schmerztherapie Radiologie (CT) Bauchzentrum Köln-Nord Zentrum für Stoßwellentherapie Initative Beckenboden Ambulante Operationen, Notfallambulanz Behandlungsschwerpunkte: Innere Medizin Gastroenterologischer Schwerpunkt Kardiologie mit 24 Std.-Herzkatheterbereitschaft und Herzschrittmacherimplantation Allgemein- und Viszeralchirurgie Gefäßchirurgie Hand-, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie Gynäkologie und Geburtshilfe Anästhesie und Intensivmedizin mit Schmerztherapie Radiologie (CT, DSA, PTA, PRT) Gefäßzentrum Ambulante Operationen, Notfallambulanz Behandlungsschwerpunkte: Innere Medizin Diabetologischer Schwerpunkt Herzschrittmacherimplantationen Gastroenterologie, Hepatologie Allgemein- und Viszeralchirurgie Unfall- und Wiederherstellungschirurgie Orthopädie HNO (Plastische und Tumorchirurgie) Anästhesie- und Intensivmedizin mit Schmerztherapie Radiologie (CT, MRT, DSA) Klinische Pharmazie Magen-, Darm- und Leberzentrum Ambulante Orthopädische Rehabilitation Ambulante Operationen, Notfallambulanz Behandlungsschwerpunkte: Innere Medizin Pneumologischer Schwerpunkt Gastroenterologischer Schwerpunkt Herzschrittmacherzentrum Akutgeriatrie mit Tagesklinik Geriatrische Rehabilitation Notfall- und Alterschirurgie Anästhesie Radiologie (CT, MRT) Chirurgische Praxis (KV und BG) Ambulantes Operationszentrum Notfallambulanz 2 Cellitinnen-Forum * Trägerschaft zusammen mit den Armen-Schwestern vom hl. Franziskus, Aachen ** Trägerschaft zusammen mit der Stiftung St. Marien-Hospital zu Köln

3 VORWORT INHALT Liebe Leserinnen, Liebe Leser, 140 Jahre Cellitinnen in Bad Münstereifel mit dieser Fotoausstellung haben wir versucht, die Werke der Ordensschwestern bildlich zu dokumentieren und einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen. Beim Betrachten der Bilder ist mir persönlich noch einmal deutlich geworden, welches wertvolle Erbe wir alle, und damit meine ich die über Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, angetreten haben. Die Bilder haben mich veranlasst, Rückschau zu halten auf die Wurzeln und auf die Leistungen der Schwestern, die mit wenig Materiellem, aber mit viel Gottvertrauen und einer gehörigen Portion Pioniergeist losgezogen sind, um anderen Menschen selbstlos zu helfen.wie viele Unwägbarkeiten haben sie überwunden, wie viele Stunden gearbeitet, wie viele Rückschläge erduldet.aber, sie haben beharrlich weitergemacht, geleitet von ihrem Glauben und überzeugt von ihrem Ziel. Selbst in schwierigsten Zeiten haben sie ihre Werke fortgeführt in dem Bewusstsein, dass man nicht einfach aufgeben kann, denn man arbeitet ja mit Menschen zusammen für Menschen, denen es noch schlechter geht Arme,Alte, Kranke. Wie viele Unternehmen sprießen heute aus dem Boden, sind einige Zeit vorhanden und genau so schnell wieder verschwunden.was fehlt diesen Unternehmen? Ich kann hier an dieser Stelle keine Analyse bieten, aber lassen sie mich auf zwei Faktoren hinweisen, die die Unternehmungen der Ordensschwestern erfolgreich und wertvoll gemacht haben: die geistige Bindung und die Beharrlichkeit in der Verantwortung für andere. Genau hier liegen unsere Chancen.Wenn wir heute in einer hochtechnisierten medizinischen Fachabteilung arbeiten oder in einem modernen Seniorenhaus, dann sollten wir gelegentlich bewusst einen kurzen Moment innehalten, uns an die Tradition, an die Wurzeln erinnern, aber auch an die Verpflichtung und die Verantwortung, in diesem Sinne weiter zu handeln. Hans Mauel Vorsitzender des Vorstandes der Stiftung der Cellitinnen zur hl. Maria Unsere Krankenhäuser Vorwort/Inhaltsverzeichnis ProPhysio Haus Maria Einsiedeln Seniorenhaus Marienkloster Stiftung der Cellitinnen zur hl. Maria Hermann-Josef- Lascheid-Haus Kurzmeldungen Kloster der Cellitinnen zur hl. Maria Marienheim Haus für Senioren Heilig Geist-Krankenhaus Die Königin der Instrumente St. Marien-Hospital Hospitalvereinigung St. Marien Krankenpflege-Schülerinnen und -Schüler Louise von Marillac-Schule St. Franziskus-Hospital Hospitalvereinigung St. Marien Vietnam Zusatzstoffe in Lebensmitteln SUDOKU-Rätsel Impressum Unsere Häuser Cellitinnen-Forum 3

4 Spiel und Spaß für kleine Wasserratten Die ProPhysio GmbH in Köln-Longerich bietet für Babys, Kleinkinder und Kinder ein vielseitiges Veranstaltungsangebot im Wasser an. Die Kurse finden im hauseigenen, 10 x 20 m großen Schwimmbad bei einer Wassertemperatur von 32 statt.während dieser Zeit steht das Becken ausschließlich den Babys und deren Eltern zur Verfügung, so dass die Stunden in ruhiger und heller Atmosphäre durchgeführt werden können. 4 Cellitinnen-Forum Normalerweise bewegt sich ein Säugling erst um den sechsten Lebensmonat herum selbstständig fort. Das Babyschwimmen eröffnet ihm diese Möglichkeit aber bereits sehr viel früher. Seine noch schwach entwickelten Muskeln müssen an Land gegen die Schwerkraft ankämpfen, allein das eigene Körpergewicht zu tragen, überfordern sie noch. Im Wasser ist das anders. Dort vermindert der Auftrieb das eigene Gewicht. Dadurch werden Bewegungen möglich, zu denen das Baby im Trockenen noch nicht fähig wäre. Das warme Wasser fördert zusätzlich das Wohlgefühl. Damit die Babys nicht von Reizen überflutet werden und die Geräuschkulisse nicht allzu groß wird, nehmen an einem 10-stündigen Kursus maximal 12 Kinder mit jeweils einem Elternteil teil. In und nach den Kursstunden haben die Eltern die Möglichkeit, Erfahrungen untereinander auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. Die Babys treffen auf Gleichaltrige und erleben erste gruppendynamische Prozesse. Bereits nach dem dritten Lebensmonat kann man mit seinem Kind am Babyschwimmen teilnehmen, vorausgesetzt, Eltern und Kind haben Spaß daran. Diese Altersangabe bedeutet nur eine pauschale Richtschnur, denn das Kind sollte über einige entwicklungsbedingte Voraussetzungen verfügen. So ist es hilfreich, wenn der Säugling sich nicht mehr so schnell von Geräuschen erschrecken lässt. Kann das Baby seinen Kopf in der Bauchlage schon halten, können es auch die Eltern einfacher sicher im Wasser festhalten. Einen nicht zu unterschätzenden Faktor stellt auch die Tagesform der Kinder dar, beispielsweise sind sie satt oder hungrig, ausgeschlafen oder müde usw.wichtig ist immer, dass der Zeitpunkt des Wechsels zwischen Spaß und Unbehagen erkannt und das Schwimmbecken rechtzeitig verlassen wird. Im Wasser fühlen sich die meisten Babys von Anfang an ganz in

5 ihrem Element. Sie strahlen, sie lachen und sie werden richtig aktiv, so dass ihre körperliche Beweglichkeit davon profitiert. Viele Kinder möchten nach der Kursstunde gar nicht mehr aus dem nassen Element. Sinn und Ziel des Babyschwimmens ist es in erster Linie, die Freude des Babys zu fördern, sich im Wasser frei zu bewegen. Hinzu kommt, dass Kind und Eltern mit Hautund Körperberührungen viele Gelegenheiten des zärtlichen Miteinanders erfahren. Das Bewegen im Wasser ermöglicht den Babys ferner ein ausgeprägtes Körpergefühl und fördert ihre Grob- und Feinmotorik. Man geht davon aus, dass Haltungsund Bewegungsstörungen verbessert werden. Zu Beginn einer Babyschwimmstunde wird mit Liedern und Singspielen das Wohlbefinden der Kinder gesteigert und die Interaktion mit anderen gefördert. Dem Alter und der Entwicklung des Säuglings entsprechend, werden verschiedene Übungen angeboten. Beispielsweise lernt das Kind zur Förderung der Auge-Hand-Koordination mit Kleinmaterialien umzugehen oder sich am Beckenrand festzuhalten. Ob Drehen, Schaukeln oder Ziehen in Bauch-, Rücken- oder Seitlage, egal welche Übungen durchgeführt werden, die Babys haben im Wasser viel Spaß und trainieren gleichzeitig spielerisch ihre Muskulatur zur Körperstabilisation. Die im Kurs erlernten Halte- und Tragegriffe unterstützen die Eltern bei der Aktion mit ihren Kindern, z.b. bei den Tauchübungen.Am Ende eines fortgeschrittenen Babyschwimmkurses kommt ein Fotograf und dokumentiert mit tollen Fotos, auch unter Wasser, eine unvergessliche Zeit von Eltern und Babys im Wasser. Die ProPhysio GmbH bietet Kurse für alle Altersgruppen an. Sie begleitet die Kinder vom Babyschwimmen bis hin zum Schwimmen. Das Babyschwimmen wird in zwei Altersklassen, für Babys zwischen drei und sechs Monaten und für Babys zwischen sieben und 12 Monaten, angeboten. Kleinkinderkurse gibt es für Einbis Zweijährige und Wassergewöhnungskurse als Vorbereitung für das Anfängerschwimmen ab dem dritten Lebensjahr. Das eigentliche Anfängerschwimmen beginnt ab dem fünften Lebensjahr mit dem Ziel, das Seepferdchen zu erlangen.wer dann noch weiter Spaß hat, sein Schwimmen zu verbessern, kann dem Club der Wasserratten beitreten. Cornelia Schmitz, Dipl. Sportwissenschaftlerin Für das Baby- und Kinderschwimmen gibt es feste Kurstage: Mo bis Uhr und bis Uhr Mi bis Uhr Fr bis Uhr Sa bis Uhr Die Zeiten für die verschiedenen Altersgruppen variieren von Kurs zu Kurs. Genaue Auskünfte erhalten Sie bei der ProPhysio GmbH Graseggerstr. 105c Köln Tel: 02 21/ Mail: Cellitinnen-Forum 5

6 HAUS MARIA EINSIEDELN Veronika Amberg feierte ihren 100. Geburtstag Über die momentane Diskussion zur Verlängerung der Wochenund Lebensarbeitszeit, über das Feilschen um Minuten und Monate, kann Veronika Amberg eigentlich nur schmunzeln. Die gebürtige Bonnerin, die in Haus Maria Einsiedeln jetzt ihren 100. Geburtstag feiern konnte, hat da ihr eigenes Arbeitszeitmodell entwickelt: bis zu ihrem 88. Lebensjahr war die gelernte Näherin berufstätig. Den Weg von ihrem Wohnort Kessenich zu ihrer Arbeitsstelle, einem Sanitätshaus in der Bonner Innenstadt, ging sie jeden Tag zu Fuß, morgens etwa vier Kilometer hin und abends vier zurück. Zu diesem täglichen Fitnessprogramm kamen dann an den Wochenenden noch ausgedehnte Wanderungen mit dem Eifelverein hinzu. Uneingeschränktes Gottvertrauen, sehr viel Bewegung und Spaß an der Arbeit haben Veronika Ambergs Leben geprägt.auch in ihrem 101. Lebensjahr ist sie körperlich und geistig bemerkenswert fit. Immer noch stickt sie leidenschaftlich gerne und führt auch noch kleinere Reparaturarbeiten an ihrer Kleidung aus. Die Jubilarin genoss ihren Ehrentag sichtlich und begrüßte die zahlreichen Gratulanten, darunter auch Bürgermeister Peter Finger, zum Sektempfang im Seniorenhaus. Am meisten freute sie sich aber auf den Geburtstagskuchen, denn das nachmittägliche Kaffeetrinken weiß sie sehr zu schätzen. Ordensjubiläum am Ostermontag Gleich zweifach begingen vier Schwestern aus Haus Maria Einsiedeln ihr diesjähriges Ordensjubiläum.Anfang Mai feierten sie im Mutterhaus in Mülhausen/Niederrhein gemeinsam mit allen Jubilarinnen, aber bereits zuvor am Ostermontag im Kreise ihrer Mitschwestern in Bonn im Seniorenhaus. Dem Dankgottesdienst in der Hauskapelle, den Prälat Dr.Wilhelm Meuser zelebrierte, folgte am Vormittag ein Empfang, zu dem auch einige Bewohnerinnen kamen, um im Namen aller herzlich zu gratulieren. In der Hauskapelle v.li.: Sr. M. Siegfrieda Röhling (50jähriges Jubiläum), Sr. M.Adelhardia Unkenholz (50jähriges Jubiläum), Sr. M. Canisa Preissler (65jähriges Jubiläum), Sr. M. Lamberta Feltkamp (50jähriges Jubiläum) 6 Cellitinnen-Forum

7 SENIORENHAUS MARIENKLOSTER Berufliche Weiterbildung Also lautet der Beschluss, dass der Mensch was lernen muss. Diese Worte von Wilhelm Busch hat sich Helmut Richter, Küchenleiter im Seniorenhaus Marienkloster, Düren-Niederau, zu Herzen genommen und ein Jahr lang seine Freizeit zum Weiterlernen genutzt.an der Hotelmanagement- Akademie (HMA) in Koblenz hat er berufsbegleitend erfolgreich einen Lehrgang zum Verpflegungsbetriebswirt abgeschlossen. Eine gastgewerbliche Ausbildung und mindestens zwei Jahre Berufserfahrung sind Voraussetzung, um einen solchen Studiengang zu absolvieren, der sich speziell an die Küchenleiter von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen wendet.themen wie Betriebswirtschaftslehre, oder Marketing und Qualitätsmanagement bis hin zur technischen Letzte Reihe 2. v. li.: Helmut Richter Sicherheit gehören zu den Unterrichtsinhalten. Helmut Richter hat alles mit Bravour gemeistert und kann nun stolz sein Zertifikat vorzeigen. STIFTUNG DER CELLITINNEN ZUR HL. MARIA Pater Horst Liedtke Seit dem 1. März ist Pater Horst Liedtke SAC für die Stiftung der Cellitinnen zur hl. Maria tätig. Er wird allen Seniorenhäusern und hier besonders den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als Priester und Seelsorger zur Verfügung stehen. Der Pallottiner mit Wohnsitz im Rheinbacher Vinzenz-Pallotti- Kolleg verfügt über langjährige Erfahrungen in der kirchlichen Jugend- und Erwachsenenbildung. Auch mit der Seniorenseelsorge ist Pater Liedtke bestens vertraut, hat er doch für das Erzbistum Köln seit 2004 die Funktion eines Regionalbeauftragten für die Altenheimseelsorge in den Kreisdekanaten Rhein/Sieg lksrh. und Euskirchen inne. Die von Herrn Wolfgang Allhorn, Referent für christliche Ethik und Seelsorge, verfolgten Projekte und Weiterentwicklungen zur kirchlichen Unternehmenskultur sollen weiter ausgedehnt und intensiviert werden. Pater Liedtke wird daran mitarbeiten und besonders sein Knowhow in der praktischen Umsetzung miteinbringen. Die große Leidenschaft des gebürtigen Göttingers ist das Fotografieren. Eine Ausstellung mit seinen Bildern war bereits im Marienheim und im St. Josef Seniorenhaus in Meckenheim zu sehen. Cellitinnen-Forum 7

8 HERMANN-JOSEF-LASCHEID-HAUS Drei Zaubersterne für das Hausrestaurant Manchmal können Wasserrohrbrüche auch sehr positive Folgeerscheinungen nach sich ziehen. Zunächst waren die Bewohnerinnen und Bewohner des Hermann- Josef-Lascheid Hauses von den notwendigen Reparaturarbeiten sowie dem vorübergehenden Verzicht auf die gemeinschaftlichen Mahlzeiten gar nicht begeistert. Aber dann, nach dem Abschluss aller Bauarbeiten und der Neugestaltung ihres Hausrestaurants wurden sie zauberhaft entschädigt. Gleich dreifach fand die Wiedereröffnung statt, und zwar mit festlichen Abendessen für die Seniorenhausbewohner jeweils eines Wohnbereichs und deren Angehörige. Was den Gästen dann geboten wurde, konnte optisch und kulinarisch ohne weiteres in Konkurrenz zu einem sehr guten Restaurant treten. Die Tische waren ausgesprochen geschmackvoll eingedeckt und die Menüabfolge erfreute Auge und Gaumen. Zwischen den einzelnen Gängen wurde es dann zauberhaft. Die beiden Zaubertrixxer unterhielten die Die Vorspeise ist serviert Das Küchen- und Serviceteam Gäste an den Tischen mit Tricks und Kunststückchen.Am Ende der langen, aber kurzweiligen Abende waren sich dann alle einig: Drei Sterne für das Hausrestaurant im Her- mann-josef- Lascheid-Haus! 8 Cellitinnen-Forum

9 KURZMELDUNGEN Winterzeit Sommerzeit v.li.: Sr. M. Birgitta, Vikarin Sr. M. Philomena, Generaloberin Sr. M. Dorothea, Sr. Liboria Nach der bekannten Kölner Regel - was zweimal passiert ist Tradition, was dreimal passiert ist Brauchtum - haben auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hospitalvereinigung St. Marien das Projekt gemeinsame Freizeitgestaltung in Angriff genommen. Mit Erfolg, denn bereits zum dritten, und sicherlich nicht zum letzten Mal, fanden die HSM-Skifahrt und die HSM-Motorradtour statt. Cellitinnen zur hl. Gertrud haben eine neue Generaloberin Die Dürener Cellitinnen haben am 9. Juni 2006 eine neue Generaloberin, Schwester M. Dorothea Schmitz, gewählt. Ihre Amtsvorgängerin, Schwester M. Philomena Kleu, gehört nun als Vikarin dem Schwesternrat an. Das Gremium wird komplettiert von Schwester M. Brigitta Cosslar und Schwester Liboria Jäger. Auch im Ruhestand noch für die Cellitinnen aktiv Das Mutterhaus ohne Frau Bauer, das können wir uns gar nicht vorstellen, so die einhellige Meinung der Gäste, die Frau Wilfriede Bauer zum 70. Geburtstag gratulierten. Die ehemalige Angestellte, die auch heute noch stundenweise Aufgaben für das Kloster und die Zentralverwaltung übernimmt, freute sich ganz besonders über einen Plüschelefanten.Als Inhaberin einer Dauerkarte für den Kölner Zoo hat sie nämlich die letzten Wochen mit besonderer Spannung verfolgt. Das Steiff-Tier hatte dann auch sofort einen Namen Marla, wie der kleine große Star des Tierparks. Cellitinnen-Forum 9

10 KLOSTER DER CELLITINNEN ZUR HL. MARIA Ordensjubiläum wird das Ordensjubiläum im Mutterhaus gleich zweimal gefeiert, im Frühjahr und im Herbst. Insgesamt elf Schwestern können auf eine segensreiche Tätigkeit im Sinne ihres Ordensvaters, des hl. Augustinus, zurückblicken.vier von ihnen begrüßten am 6. Mai zahlreiche Gäste zu ihrem Ehrentag im Kloster. Prälat Peter Schnell zelebrierte den Festgottesdienst, der vom Kirchenchor St. Dionysius, Köln-Longerich, musikalisch begleitet wurde. Das Gruppenfoto zeigt v. li.: Sr. M. Modesta (60jähriges Jubiläum), Generaloberin Sr. M. Bernharda, Sr. M. Lamberta (60jähriges Jubiläum), Sr. M. Kamilla (60jähriges Jubiläum),Vikarin Sr. M. Julitta, Sr. M. Gereona (50jähriges Jubiläum). Gottes reicher Segen und die besten Wünsche mögen die Jubilarinnen auf allen ihren Wegen begleiten. Krankenhausmitarbeiter zu Gast im Kloster Bisher waren es nur die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Heilig Geist-Krankenhauses und des St.Vinzenz-Hospitals, die sich am Mitarbeitertag im Mutterhaus der Cellitinnen trafen, um Näheres über die Ordensgemeinschaft und die Trägerorganisation zu erfahren. Ganz im Sinne der Leitlinien wurden jetzt erstmals alle vier Häuser der HSM zu dieser Informationsveranstaltung eingeladen. Geschäftsführer Thomas Gäde freute sich sehr, nun auch die Kolleginnen und Kollegen des St. Franziskus- und des St. Marien- Hospitals zu diesem Anlass begrüßen zu können. 10 Cellitinnen-Forum

11 MARIENHEIM HAUS FÜR SENIOREN Eine der ersten Niederlassungen hat sich gewandelt Seit nunmehr 140 Jahren sind die Cellitinnen zur hl. Maria in Bad Münstereifel tätig. Nach dem St. Josefskrankenhaus in Krefeld war das beschauliche Eifelstädtchen Das Marienheim nach 1928 im Oktober 1865 die zweite Niederlassung, in der die Schwestern aus der Kupfergasse außerhalb der Kölner Stadtgrenze ihre Tätigkeit aufnahmen.was mit der ambulanten und stationären Krankenpflege im Marien-Hospital sowie der Kinderbetreuung begann, mit der Unterrichtung in Näh- und Haushaltungskursen, dem Kneipp-Kurbetrieb und der Haushaltungsführung im Erzbischöflichen Konvikt weiterging, hat sich bis heute in der Trägerschaft des Marienheims, Haus für Senioren, fortgesetzt. Die vielseitige Tätigkeit der Kölner Ordensfrauen in der Kurstadt präsentierte eine Ausstellung im Eingangsbereich des Seniorenhauses. Die Fotodokumentation sollte zeigen, wie sich die beiden Niederlassungen in Bad Münstereifel, besonders das Marienheim, entwickelt haben. Das Gebäude an der Langenhecke und seine Nutzung wurden im Laufe vieler Jahrzehnte immer wieder verändert, ebenso wandelten sich die Aufgaben und besonders der Arbeitsumfang, den die Schwestern zu leisten hatten. Die 50 großformatigen Fotoreproduktionen, zum Teil aus Privat- und aus dem Klosterbesitz, weckten bei den zahlreichen Besuchern viele Erinnerungen.Wolfgang Allhorn, Referent für christliche Ethik und Seelsorge bei der Stiftung der Cellitinnen, der die Dokumentation zusammengestellt hatte, ließ in einem Vortrag die 140 Jahre Revue passieren. Er erläuterte die Bilder und würzte die Ausführungen mit Anekdoten, die einige der anwesenden ehemaligen Konviktler wieder in die Schülerzeit zurückversetzte. So manches Augenzwinkern ging an Sr. M. Donatilla und Sr. M. Irmgardis, die heute an der Langenhecke leben, früher aber ihre Jungs im Internat bemutterten. Zu Beginn der Veranstaltung zelebrierte Oberpfarrer Scherer in der Hauskapelle eine hl. Messe. Nach dem Vortrag wurde die Ausstellung dann von Bürgermeister Alexander Büttner eröffnet, der mit einiger Wehmut auf die goldenen Kurzeiten der Stadt zurückblickte, aber mit Zuversicht auf den angestrebten strukturellen Wandel hinwies. Zur Unterhaltung der anwesenden Gäste zeigte die neunjährige Anna Hürten ihr musikalisches Talent am Klavier. Noch lange standen die Besucher vor den Fotos, tauschten Erinnerungen aus und freuten sich, bekannte Gesichter zu entdecken, bzw. selbst eine Geschichte zum Haus und den Schwestern zu erzählen. Heute sind im Marienheim noch neun Ordensschwestern. So wie ihre Kräfte und wie ihr Alter es zulassen, arbeiten sie hier, leben sie hier, beten sie hier genau so, wie ihre vielen Mitschwestern seit dem Jahr Mit der Ausstellung zum 140. Jahr der Niederlassungsgründung, soll all den Schwestern gedankt werden, die sich seit vielen Jahren mit der Stadt und dem Marienheim verbunden fühlen. Haushaltungsschülerinnen in den 50er Jahren Cellitinnen-Forum 11

12 HEILIG GEIST-KRANKENHAUS Verabschiedung von Sr. M. Isentrudis Beim Verabschiedungsgottesdienst in der Mutterhauskapelle Zum 31. März hat der Erzbischof von Köln, Joachim Kardinal Meisner, Sr. M. Isentrudis von ihrer Tätigkeit in der Krankenhausseelsorge des Heilig Geist-Krankenhauses entpflichtet. Im Rahmen eines Gottesdienstes mit anschließender Feier nutzten Geschäftsführung und Mitarbeiter sowie zahlreiche Weggefährten von Sr. M. Isentrudis die Gelegenheit, sich bei ihr für den langjährigen und aufopferungsvollen Dienst zum Wohle der Kranken zu bedanken. Mit Sr. M. Isentrudis scheidet eine der letzten Ordensschwestern aus dem aktiven Dienst aus. Sie war von Beginn an also seit 1964 im Heilig Geist-Krankenhaus tätig, zunächst als Leiterin des Labors und dann über 20 Jahre in der Krankenhausseelsorge. Die rege Beteiligung an Gottesdienst und Verabschiedungsfeier 12 Cellitinnen-Forum hat gezeigt, welcher Beliebtheit sich Sr. M. Isentrudis bei Mitarbeitern und Patienten des Krankenhauses erfreut hat.vielen war es deshalb eine Beruhigung zu wissen, dass sie dem Heilig Geist- Krankenhaus im Rahmen der ehrenamtlichen Tätigkeit weiter erhalten bleibt. Richtfest für das Facharztzentrum am HGK v. li.: Prof. Dr. Dr. Johannes Fox, Hans Mauel, Bernd Erkens, Georg von Mylius, Arnhard Orend und Stefan Dombert Im März konnte ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Fertigstellung des Facharztzentrums gefeiert werden: Der Abschluss der Rohbauarbeiten wurde mit einem traditionellen Richtfest begangen, mit dem sich der Bauherr das Heilig Geist-Krankenhaus bei den ausführenden Firmen für die bislang verrichtete Arbeit bedankte. Zahlreiche Gäste, darunter Mitarbeiter des Heilig Geist-Krankenhauses ebenso wie Mitglieder des Aufsichtsrates der Hospitalvereinigung St. Marien GmbH,Anwohner der Graseggerstraße und Vertreter der ausführenden Firmen drängten sich im Rohbau. Einige der designierten Mieter waren ebenfalls der Einladung gefolgt und schauten sich schon einmal um, wo bald ihre Praxis sein wird. Die frostigen Temperaturen waren bei einem Glas Kölsch und einer zünftigen Erbsensuppe schnell verdrängt. Trotz des für Kölner Verhältnisse ungewöhnlich langen und harten Winters liegen die Bauarbeiten weiterhin im Plan, so dass die ersten Mieter im ersten Quartal 2007 ihr neues Domizil werden beziehen können.

13 HEILIG GEIST-KRANKENHAUS Neuer Chefarzt Radiologie Zum 1. Mai 2006 hat Herr Dr. med. Markus Wingen die Position des radiologischen Chefarztes im v. li.: Prof. Dr. Josef Hannappel, Dr. Markus Wingen, Geschäftsführer Georg von Mylius Heilig Geist-Krankenhaus übernommen. Er tritt damit die Nachfolge von Herrn Dr.Werner Simon an, der zum 30. Juni in den wohlverdienten Ruhestand geht. Herr Dr.Wingen war zuletzt Oberarzt am Klinikum Aachen und hat dort das gesamte Spektrum der diagnostischen und interventionellen Radiologie eines Universitätsklinikums kennen gelernt. den langjährigen Erfahrungen seines Vorgängers vor Ort profitieren. Im Rahmen eines Empfangs hatten die Mitarbeiter des Heilig Geist-Krankenhauses Gelegenheit, Herrn Dr.Wingen persönlich kennen zu lernen. In seiner Rede hob Herr Dr.Wingen hervor, dass er froh sei, nach dem großen und eher anonymen Klinikum Aachen in einem Haus wie dem Heilig Geist-Krankenhaus eine verantwortliche Position übernehmen zu dürfen. Meine Tür ist immer offen, lud er alle Mitarbeiter zum Dialog ein. Privatdozentin Frau Dr. Hela Petereit ist Chefärztin der Neurologie im August 2004 bewilligt wurde, nun auch eine offizielle Leitung. Die ersten Wochen hat Frau Dr. Petereit darauf verwendet, die neue Abteilung im Vollbetrieb ans Netz zu bringen.auch die neurologische Diagnostik wurde und wird Zug um Zug ausgebaut. Noch in diesem Jahr wird der Abteilung ein Magnet-Resonanz- Tomograph zur Verfügung stehen. Besonders stolz zeigen sich die Geschäftsführung und Frau Dr. Petereit, dass im Rahmen der Krankenhausplanung auch die Errichtung einer Spezialeinheit zur Behandlung von Schlaganfallpatienten (sog. Stroke-Unit ) mit vier Plätzen bewilligt wurde. Damit können Schlaganfallpatienten künftig noch besser versorgt werden.aber nicht nur die Patienten profitieren von der neuen, modernen Abteilung. Bereits seit Anfang letzten Jahres bietet das Heilig Geist-Krankenhaus allen HSM-Häusern neurologische Konsile an. Alle Artikel: Sylvia Illing Dr.Wingen und Dr. Simon werden zwei Monate gemeinsam die Geschicke der Abteilung leiten. Die zeitweilige Doppelbesetzung gewährleistet einen optimalen und reibungslosen Übergang in dieser wichtigen Position. Herr Dr.Wingen erhält damit Informationen aus erster Hand über seine neue Abteilung und kann von Die Suche hat ein Ende zum 1. März 2006 hat Frau PD Dr. Hela Petereit ihren Dienst als Chefärztin der Abteilung Neurologie am Heilig Geist-Krankenhaus angetreten. Damit hat die Abteilung, die Geschäftsführer Hans J. Peglow, PD Dr. Hela Petereit Cellitinnen-Forum 13

14 DIE KÖNIGIN DER INSTRUMENTE Die Seifert-Orgel in der Kapelle des St. Franziskus-Hospitals* In der Chronik des St. Franziskus- Hospitals, die die Ordensschwestern der Armen-Schwestern vom hl. Franziskus immer gründlich pflegten, liest man im Jahre 1956 über die Einweihung der neuen Kapelle: Man muss die alte Kapelle gekannt haben, um zu ermessen, was der 21. November dem Hospital mit dem neuen Gotteshaus geschenkt hat. Die neue Orgel war zu diesem feierlichen Tag noch nicht fertig gestellt. Das Angebot der Firma Seifert-Orgelbau Köln datiert vom 19. Juli 1956 und schließt mit einer Summe von DM für eine zweimanualige Orgel mit 18 Registern und Pfeifen (42 Pfeifen aus Holz, 198 Pfeifen aus Auf der Orgelempore Zink, 772 Pfeifen aus Zinn und 112 Pfeifen aus Kupfer). Heutzutage würde eine solche Orgel ca bis kosten. Teilweise wurden Pfeifen aus der alten Orgel wieder verwendet, wodurch der Klang insgesamt etwas romantisch wirkt.außerdem musste der alte Windmotor restauriert werden. In der Chronik liest man 1957: Ende Januar begann man an dem Aufbau einer ganz neuen Orgel. Es war die dritte Orgel unserer Kapelle, die der jetzt 72jährige Künstler Herr Seiffert, jetzt in B.-Gladbach wohnend, gebaut hat, diese Orgel sollte sein Lebenswerk krönen und wurde so besonders schön und reich ausgestattet.am 1. Mai wurde sie eingeweiht. Der Orgelbauer Ernst Seifert gründete sein Unternehmen 1885 in Köln-Mannsfeld. Schon nach kurzer Zeit konnte er auf größere Aufträge, nicht nur im Kölner Raum, sondern auch überregional verweisen. Mit dem Bau der Basilikaorgel in Kevelaer 1906/07 mit ihren 122 Registern gründete er dort eine Zweigniederlassung, die noch heute unter dem Namen Romanus Seifert & Sohn firmiert. Seine Erfindung der Membranenlade, wie sie auch in dieser Orgel eingebaut ist, entsprach dem damaligen technischen Standard und begünstigte den gewünschten sanften romantischen Klang des ausklingenden 19. bzw. beginnenden 20. Jahrhunderts. Nach dem Krieg entwickelten sich das Kölner Stammunternehmen und die Zweigstelle in Kevelaer getrennt voneinander; das Kölner Unternehmen arbeitete weniger erfolgreich und erlosch 1981, wohingegen der Betrieb in Kevelaer bis zum heutigen Tage tätig ist. In der Orgel des St. Franziskus- Hospitals fand das durch die Erbauerfirma erfundene elektrische Stockmembranen-System Verwendung. Dadurch war der Einbau von Spielhilfen wie den Koppeln (eine automatische Verbindung der Manuale untereinander) sowie der Super- und Subkoppeln, bei der jeweils die höhere bzw. tiefere Oktave mitklingt, stark begünstigt, so dass die 18- registrige Orgel vielseitig aber auch kraftvoll im liturgischen Bereich einsetzbar ist. Seit 1968 wird das Instrument durch die Kölner Orgelbauwerkstätte W. Peter regelmäßig gepflegt.anfang der 70er-Jahre wurden in der Orgel wenige Register erneuert und das Instrument 14 Cellitinnen-Forum *(Teil II der Serie über die Orgeln in den Häusern der Stiftung der Cellitinnen zur hl. Maria)

15 DIE KÖNIGIN DER INSTRUMENTE Die Orgel besitzt 2 Manuale und 18 Register und weist folgende Disposition auf: Pedal C-d I. Manual C-g 3 II. Manual C-g 4 Pommer 16 Principal 8 Gedackt 8 Octavbass 8 Flöte 8 Principal 4 Gedecktbass 8 Salicional 8 Rohrflöte 4 Choralbass 4 Octav 4 Waldflöte 2 Gemshorn 4 Quinte 11/3 Spillpfeife 2 Cimbel 3f Mixtur 3-4f Musette 8 Der Spieltisch umintoniert, das heißt in seiner Klanglichkeit verändert. Zudem ließ man die Spieltischelektrik im Bereich der Kontakte erneuern; sie waren noch aus Vorkriegsorgeln zusammengesammelt und völlig verschlissen. Zuletzt wurde 1981 die Orgel mit einem großen Zeitaufwand von 260 Arbeitsstunden generalüberholt, da Staub und Schmutz im Laufe der Zeit den Klang und die Stimmhaltung der Pfeifen stark beeinträchtigt hatten. Blick vom Altar zur Orgel Insgesamt lässt sich sagen, dass es sich bei dieser Seifert- Orgel um ein gutes und vielseitiges Instrument handelt, auf dem verschiedene Stilepochen aufgeführt werden können. Es hat zwar keinen so hohen historischen Wert, dafür aber einen pragmatischen, da sowohl ein fein differenzierter romantischer Klang als auch ein kräftiges Plenum wiedergegeben werden können, was man so von der Orgel einer Krankenhauskapelle nicht erwarten würde. Eine weitere Reinigung und Instandhaltung steht in Kürze an, dann dürfte die Orgel noch lange Zeit viel Freude bereiten. Martin Stein Cellitinnen-Forum 15

16 ST. MARIEN-HOSPITAL FreiTöne in St. Marien Anlässlich der abgeschlossenen Restaurierung der historischen Klais-Orgel findet in der Kapelle des St. Marien-Hospitals, Kunibertskloster 11-13, eine Konzertreihe statt. Unter dem Titel Frei- Töne in St. Marien" sind bis zum Jahresende in Kooperation mit der Musikhochschule Köln hochkarätige Musiker und Bands mit Interpretationen Alter Musik bis hin zu modernem Jazz zu erleben. Den Zuhörern wird so im Laufe des Konzertjahres eine grenz- und stilüberschreitende musikalische Klangvielfalt dargeboten. Der Saxofonist Norbert Stein nutzt mit seinem Pata-Quartett den besonderen Raumklang der Kapelle und den Klangkörper der Orgel als Ganzes für improvisierte Jazzklänge (4. Oktober). Die Orgelprofessorin Margreta Hürholz wird Das Hohe Lied erklingen lassen, Salomos im Alten Testament enthaltene Sammlung von Liebesgedichten, begleitet von einer Lesung mit Kurt Kreiler (8. November). Highlight der Reihe ist - wenn auch ohne den Einsatz der Orgel - As Time Goes Bach Jazzpianist Johannes 16 Cellitinnen-Forum 3. MAI Eröffnungskonzert mit Dom-Organist Prof. Dr. Winfried Bönig 7. JUNI Orgel meets Balafon Hans Lüdemann, Aly Keita 5. JULI Alte Musik mit Prof. Gerald Hambitzer 2. AUGUST Von Mozart bis zu Piazzola Kölner Klassik Ensemble 6. SEPTEMBER As Time Goes Bach Johannes Schenk & friends, feat. Charlie Mariano 4. OKTOBER Improvisierte Jazzklänge mit Norbert Stein und dem Pata-Quartett 8. NOVEMBER Das Hohe Lied Margareta Hürholz, Orgel. Lesung: Kurt Kreiler 6. DEZEMBER (Nikolaus) Engel auf den Feldern Alexandra Naumann & Band mit Interpretationen der Weihnachtsgeschichte in Kooperation mit der Schenk & friends werden bei ihren Bach-Interpretationen begleitet von dem legendären Saxofonisten Charlie Mariano. Im Mai und im Juni haben bereits zwei Konzerte stattgefunden. Das erste, am 3. Mai, gestaltete Domorganist Dr.Winfried Bönig, Professor für Orgel und Improvisation an der Hochschule für Musik in VON ALTER MUSIK BIS JAZZ LIVE IN DER KAPELLE des ST. MARIEN-HOSPITALS mit der historischen Klais-Orgel von 1909 Kunibertskloster 11-13, Köln Infos: Töne JEDEN ERSTEN MITTWOCH IM MONAT UM 19:00 UHR OHNE PAUSE Köln. Er wählte Stücke von Rheinberger, Karg-Elert und Reger, um die Besonderheit des pneumatischen Musikinstrumentes hervorzuheben. Das Juni-Konzert stand unter dem Titel Orgel meets Balaphon. Der Avantgarde-Jazz-Pianist Hans Lüdemann spielte am Clavicord und der historischen Klais- Orgel. Er hatte dazu seinen afrikanischen Kollegen Aly Keita an Balaphon und Sanza zum meditativen musikalischen Austausch eingeladen ein ungewöhnliches, einzigartig für den Klangraum der Kapelle entwickeltes Projekt. Die weiteren Konzerte finden bis zum Jahresende jeden ersten Mittwoch im Monat statt. Sie beginnen jeweils um 19 Uhr und dauern etwa eine Stunde ohne Pause. Eintrittskarten zum Preis von 8 Euro sind nur an der Abendkasse ab 18 Uhr erhältlich. Die Patienten des St. Marien-Hospitals können die Konzerte über spezielle Radio- und Fernsehprogramme in ihren Zimmern miterleben. Das detaillierte Programm ist unter zu finden.

17 HOSPITALVEREINIGUNG ST. MARIEN Nun sind auch das St. Franziskus- und das St. Marien-Hospital erfolgreich zertifiziert Neun Monate intensiver Vorbereitungszeit wurden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern investiert und unter Leitung von Frau Mathilde Bruns, Qualitätsbeauftragte für das St. Franziskus- Hospital und das St. Marien-Hospital, auf dieses Ereignis hingearbeitet. Mit dem seit Mitte Mai vorliegenden Zertifikat der unabhängigen Zertifizierungsstelle KTQ (Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen) wurde die Mühe aller nun belohnt. Im Rahmen einer mehrtägigen Visitation der beiden Häuser, verbunden mit etlichen Stations- und Abteilungsbegehungen sowie kollegialen Dialogen, überzeugte sich ein so genanntes Visitoren-Team von der Qualität der durchgeführten Arbeiten und Abläufe/Prozesse. Dieses externe Team setzte sich aus einem Chefarzt (medizinischer Bereich), einem Pflegedirektor (pflegerischer Bereich) sowie einem Kaufmännischen Direktor (wirtschaftlicher Bereich) zusammen, die von einer Visitationsbegleiterin unterstützt wurden. Am 28. bzw. 31. März wurde im St. Marien-Hospital und im St. Franziskus-Hospital das mit großer Spannung erwartete Ergebnis bekannt gegeben: Beide Häuser wurden von den Visitoren zur Zertifizierung nach KTQ empfohlen. Hierbei handelt es sich um ein speziell auf den Krankenhausbereich zugeschnittenes Verfahren, das von Vertretern der Krankenkassen, der Bundesärztekammer, der Deutschen Krankenhaus-Gesellschaft und des Deutschen Pflegerates entwickelt wurde. Seit 2002 wird dieses Zertifizierungsverfahren speziell zur Bewertung des Qualitätsmanagements im Krankenhaussektor genutzt. Nach den beiden Schwesternkrankenhäusern St.Vinzenz und Heilig Geist letzteres erfüllt die Qualitätsanforderung procumcert, die offizielle Qualitätsinitiative kirchlicher Krankenhäuser sind nun alle Häuser der Hospitalvereinigung St. Marien zertifiziert. Die entsprechende Kurzfassung der Qualitätsberichte beider Häuser kann unter eingesehen werden. Mathilde Bruns/ Joseph Valenthorn Cellitinnen-Forum 17

18 KRANKENPFLEGE-SCHÜLERINNEN UND -SCHÜLER Drei Jahre Berufsausbildung in Köln Sie fallen auf in unseren Häusern, junge Frauen und Männer im Alter zwischen 17 und 21 Jahren. Sie sind meist deutlich jünger als die Teams auf den Stationen oder die Menschen, um die sie sich kümmern. Manchmal hört man, dass sie nicht aus dem Rheinland stammen, meist merkt man ihnen ihren Eifer und ihr Engagement an und manchmal auch ihre Unsicherheit unsere Schülerinnen und Schüler, oder wie sie eigentlich heißen: die Auszubildenden zum/zur Gesundheits- und KrankenpflegerIn. Für die Häuser der Hospitalvereinigung St. Marien GmbH und einige weitere Kliniken werden sie zentral an der in Köln-Nippes neben dem St.Vinzenz-Hospital gelegenen Louise von Marillac-Schule (www.krankenpflegeschule-koeln.de) unterrichtet, die mit 300 Ausbildungsplätzen eine stattliche Größe erreicht hat. In drei Jahren theoretischer und praktischer Ausbildung werden hier aus den Jugendlichen examinierte Gesundheitsund KrankenpflegerInnen. Sie tragen dann die Verantwortung für eine Station, assistieren bei Untersuchungen, sind erste Kontakt- und Ansprechpartner für die Patienten, die Heilung und Linderung erfahren, und nicht zuletzt begleiten sie auch das Sterben der ihnen anvertrauten Menschen. Für eigentlich alle Jugendlichen bedeutet der Übergang von der Schule in eine Ausbildung eine Zäsur. Die Freiheiten des Schullebens werden eingetauscht gegen die ersten Schritte im Leben eines jungen Erwachsenen mit entsprechender Verantwortung.Auch wenn die Krankenpflegeausbildung lange Unterrichtsblöcke kennt, Fehlzeiten werden beispielsweise nicht mehr so lässig wie in der Schule gebilligt. Jeder darf in der Ausbildungszeit nur eine bestimmte Stundenzahl fehlen.wer darüber liegt, wird entweder nicht zum Examen zugelassen, oder muss die Stunden nachholen. Das Lernpensum in der Krankenpflegeausbil- dung kann sich durchaus sehen lassen.wer bei den Grundlagen Anatomie und Physiologie (der Lehre von den normalerweise im Körper ablaufenden Prozessen) zu große Lücken hat, kommt schnell ins Schwimmen.Auch bei den Einsätzen auf den Stationen werden die Schüler tagtäglich gefordert: neue Team-Mitglieder, neue Patienten, neue Tätigkeiten, noch unbekannte Erkrankungen und deren Therapie, unterschiedliche Routine-Abläufe auf den verschiedenen Stationen usw. Immer mehr der Schülerinnen und Schüler an der Louise von Marillac-Schule stammen nicht mehr, wie lange üblich, aus der Region. Die Ausbildungsmarktlage, vor allem im Osten Deutschlands, führt immer öfter dazu, dass sich eine 17-jährige aus einem 500-Seelen Ort an der polnischen Grenze plötzlich in der westdeutschen Millionenstadt Köln wieder findet, ein Übergang, der nicht immer leicht ist für jemanden, der 18 Cellitinnen-Forum

19 KRANKENPFLEGE-SCHÜLERINNEN UND -SCHÜLER zum ersten Mal ohne Familie und Freunde lebt. Die Mentalitätsunterschiede sind schon beträchtlich.am schönsten bringt das wohl der Ausspruch einer Schülerin zum Ausdruck: Und was, bitteschön, ist Karneval??? Für die allermeisten jedoch ist dieser Übergang eine spannende Herausforderung, die sie mit Bravour meistern. Dazu gehört dann beispielsweise auch die Erschließung der Großstadt - an den freien Wochenenden werden allmählich die Ringe und die Zülpicher Straße erkundet. Nach ca. einem Jahr theoretischer Ausbildung entdecken die meisten, dass sich das Gelernte untereinander vernetzt und Zusammenhänge bildet, die tatsächlich etwas mit dem zu tun haben, was im Alltag auf der Station zu sehen ist. Auf der anderen Seite steht die Erfahrung, dass Wochenenddienst sozialen Kontakten manchmal im Wege steht, man aber auch nicht alles der Ausbildung unterordnen will. Doch mit zunehmendem Ausbildungsstand wächst auch das Gefühl dafür, dass man eine Balance finden muss: kann ein Unterkursschüler am Sonntag im Frühdienst schon noch mal etwas müde sein, so geht das mit zunehmenden Tätigkeiten immer weniger. Demgegenüber steht aber der Reiz, immer selbständiger zu arbeiten, etwas das jeden, der im immer noch hierarchisch strukturierten Krankenhaus arbeitet, mit großer Zufriedenheit erfüllt. Für fast alle Schüler ist es eine gern angenommene Herausforderung, wenn sie spätestens im letzten Ausbildungsjahr selbständig eine Patientengruppe versorgen dürfen: von der Grundüber die Behandlungspflege bis zur Visitenausarbeitung und Dienstübergabe. Zwar steht im Hintergrund immer eine examinierte Kraft, die diese Tätigkeiten im Auge behält, aber alle wollen dieser möglichst keine Gelegenheit zur Kritik lassen und legen sich mächtig ins Zeug.Am Anfang macht dann auch jeder die Erfahrung, dass man zu Hause in Gedanken noch zigmal alles durchgeht: Hab ich alles gemacht? Nichts vergessen? Und alles richtig gemacht? Am nächsten Tag geht s dann schon etwas leichter... Ein Punkt, der die Ausbildung in der Krankenpflege von allen anderen unterscheidet, ist sicher der Umgang mit Leid und Tod. Gerade in unserer Gesellschaft, in der alle jung, gesund und schön zu sein scheinen, ist die Arbeit im Krankenhaus eine Begegnung mit der Kehrseite der Medaille.Auf Krankheit und Leid sind die Schülerinnen und Schüler zwar eingestimmt, doch wenn man das erste Mal einen Menschen sterben sieht, ihn begleitet, ihn ein letztes Mal wäscht und in den Verabschiedungsraum bringt, ist das für alle eine einschneidende Erfah- Cellitinnen-Forum 19

20 KRANKENPFLEGE-SCHÜLERINNEN UND -SCHÜLER rung. Manche kommen gut mit dieser besonderen Situation zurecht, doch die meisten brauchen dann einen Gesprächspartner, sei es auf der Station oder im Freundeskreis. Übrigens eine Erfahrung, die auch ältere Kolleginnen und Kollegen manchmal noch machen. Ganz überraschend sind die anfangs so lang scheinenden drei Jahre Ausbildung dann vorbei, das Examen steht vor der Tür. Leider ist inzwischen auch in den Pflegeberufen die Übernahme nicht mehr selbstverständlich und die Suche nach einem Arbeitsplatz mit all ihrer Spannung und Ungewissheit läuft neben den Prüfungsvorbereitungen.Auf der Station heißt es dann nur noch: Wie, das musst Du doch können, Du machst doch bald Examen! Jeder kennt irgendeine Geschichte von einer völlig schiefgegangenen praktischen Prüfung und von völlig abseitigen Prüfungsfragen. Doch auch das Examen geht letztlich schnell vorbei, dann gibt es den langersehnten und wohlverdienten Urlaub. Und wenn sie daraus zurückkehren, ist aus unserer Schülerin, ist aus unserm Schüler eine Kollegin und ein Kollege geworden. Bernhard Kolbert LOUISE VON MARILLAC-SCHULE Feiern für einen guten Zweck Die Louise von Marillac-Schule feierte am 15. März den Gedenktag ihrer Namensgeberin Louise von Marillac. Nach einem einstimmenden Wortgottesdienst in der Mutterhauskapelle der Vinzentinerinnen, der von Pater Peter Daubner SDS, Lehrkräften sowie Schülern rund um das Thema Frieden gestaltet worden war, wurde in der angrenzenden Krankenpflegeschule bei guter Laune zu Tisch gebeten. Die geladenen Gäste konnten ein Linsengericht biblischen Ursprungs (Mjaddara) des bekannten Friedenskochs und Trägers des Bundesverdienstkreuzes am Bande Jalil Schwarz genießen. Gegen eine Spende reichte er dazu Mokka, gewürzt mit duftendem Kardamom aus Jerusalem, und Sesamplätzchen. Der erzielte Erlös kommt einem Projekt zum Bau des von Jalil Schwarz tatkräftig unterstützten interreligiösen Kindergartens in Ramle/ Israel zugute. Ich will auch hier den jungen Menschen zeigen, dass sie etwas tun können, dass sie Steine im Lebensweg überwinden können, sagte der 70jährige in Köln lebende gebürtige Palästinenser. Im Verlauf des weiteren Abends wurde es dann noch einmal sehr unterhaltsam:wie das alltägliche Leben im Krankenhaus am Rande des Parks so spielt, wurde von der Theatergruppe des Malteser- Krankenhauses komödiantisch dargeboten. Das einstündige Schauspiel von Astrid Duch, Julia Schwarz, Petra Schwarze sowie Jan von Brandenstein hatten Beate Reuter und Sabine Putzler als Regisseurinnen in Szene gesetzt. Die Zuschauer wurden Zeugen von Liebe und Eifersucht des weiblichen Personals rund um den bewunderten Oberarzt. Sie lachten über die Absurditäten, die 20 Cellitinnen-Forum

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