Das Magazin für Kunden, Interessenten, Partner und Mitarbeiter von TDM Systems

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1 # Das Magazin für Kunden, Interessenten, Partner und Mitarbeiter von TDM Systems Unverzichtbares Rad im Produktions-Getriebe 4 STRATEGIE Tool Lifecycle Management holt das Beste aus den Werkzeugen 12 PRAXIS Werkzeugverwaltung mit Manfred Tress Fertigungsmeister im Liebherr-Werk Ehingen 20 TDM INSIDE Unterwegs mit TDM Consultant Thomas Mücke

2 EDITORIAL INHALT / NEWS Inhaltsverzeichnis TDM as a Service? Viel ist in letzter Zeit von Industrie 4.0 die Rede. Es geht um die nächste Etappe in der Digitalisierung, das Internet gibt den Ton an. Als Softwareunternehmen für Werkzeugdatenmanagement mehr bei sich vor Ort installieren müssen. Vielmehr sind sie im Internet jederzeit nach Bedarf abrufbar. Software as a service nennen Fachleute dieses Konzept. sind neue Technologien für uns die Chance, Anwendungen weiterzuentwickeln. Wir bei TDM Systems arbeiten an einer neuen Solution, die auf.net basiert, einer von Microsoft An erster Stelle geht es um unser klassisches Softwaresystem. Im aktuellen V4.7-Release haben wir den Funktionsumfang von TDM kontinuierlich weiterentwickelt. TDM ist so jederzeit eine solide, breite Basis der Werkzeugverwaltung mit vollem Funktionsumfang für Ihre Anwendung. Darüber hinaus unterstützt TDM Systems die Norm ISO 13399, arbeitet mit bei der Standardisierung von Schnittstellen und entwickelt den Kern der Software in Richtung integriertes Tool Lifecycle Management weiter. entwickelten Softwareplattform zur Realisierung von Anwendungen. Als Anwender werden Sie in Zukunft Applikationen im Internet nutzen und diese dann direkt mit Ihrer konventionellen TDM-Lösung verbinden können. Wenn es zu Technologiesprüngen kommt, werden der Schutz bisheriger Investitionen und die Chancen der Innovation abgewogen. TDM Systems verfolgt eine Parallelstrategie: Wir bauen unser bisheriges lokales System weiter aus und entwickeln gleichzeitig neue Cloudlösungen, die im ersten Schritt als Modul in unsere Die neuen IT-Konzepte am Markt sind eine Global Line integriert werden sollen. So gibt Alternative zu lokalen Lösungen. Unter es einen weichen Übergang von der bewährten dem Stichwort Cloud Computing entstehen TDM-Anwendung zu neuen Technologien. Applikationen, die die Anwender nicht Auch bei der Standardisierung gehen wir diesen evolutionären Weg: JA zur Normierung und zu standardisierten Schnittstellen, aber auch JA zur benutzerspezifischen Definition und Klassifikation der Werkzeugdaten. Ihr Peter Schneck Geschäftsführer TDM Systems TDMessage Die TDMessage ist das Magazin für Kunden, Partner, Interessenten und Mitarbeiter von TDM Systems. Sie erscheint ein mal pro Jahr und kann über die TDM Systems GmbH bezogen werden. Verantwortlich für den Inhalt Peter Schneck, TDM Systems GmbH Redaktion Daniela Rudolf-Steinhart, Sandra Schneck, TDM Systems GmbH Dr. Oliver Grasmück, Anne Tritschler, Storymaker GmbH Layout/Grafikdesign Sabine Flaisch, TDM Systems GmbH Kontakt Headquarters TDM Systems GmbH Derendinger Straße Tübingen, Germany Tel Fax Office North America TDM Systems, Inc Penny Lane Schaumburg, IL 60173, USA Tel Fax PRAXIS 8 Unverzichtbares Rad im Produktions-Getriebe 12 Die Späne flogen uns um die Ohren, aber das Gefühl für das Material war da NUTZEN 22 Wirtschaftliche Fertigung NEWS 4 Neues rund um TDM Systems und die TDM Software TDM INSIDE 20 Expertise ist der beste Rat TDM Systems und Parlec: Systempartnerschaft forciert Kundennutzen Präzision ist in der Metallzerspanung eine Kardinaltugend. Auf jede Montage eines Komplettwerkzeugs folgt die Voreinstellung: Erst wenn die Werkzeuge vermessen sind, kommen sie an die Maschine. Doch was geschieht mit den Messdaten? TDM Systems sorgt in Kooperation mit Parlec dem führenden US-amerikanischen Anbieter von Lösungen & Services für Werkzeughaltersysteme, Aufbohr- und Gewindebohrwerkzeugen sowie Voreinstellsystemen dafür, dass diese nicht verloren gehen. Eine neue Schnittstelle optimiert die Werkzeugvermessung: Die TDM- Werkzeugdatenbank wurde in die Einstellabläufe des Parlec-Systems integriert. Die Daten der gemessenen Werkzeuge werden in TDM gespeichert und können via Datenträger wie Chipsysteme, RFID STRATEGIE 4 Tool Lifecycle Management holt das Beste aus den Werkzeugen SOFTWARE 14 Eine gute Ausgangsbasis 16 Vernetzen, was zusammen gehört PARTNER 18 Mein tägliches Leben ist eigentlich ständig von Werkzeugen umgeben. 19 Fünf Tage für internationale TDM-Fitness oder 2D-Matrix-Codes an die Maschine übertragen werden. So ermöglichen zwei erfahrene Systempartner für Einstellabläufe gemeinsam einen optimalen Transfer der Werkzeugdaten an die Maschine. TDM freut sich auf die weitere konstruktive Zusammenarbeit mit dem neuen Value-added Reseller Parlec. 2 TDMessage # TDMessage #

3 STRATEGIE Tool Lifecycle Management holt das Beste aus den Werkzeugen Maschinenraum mit einem virtuellen Werkzeug die Bearbeitung des Metalls simuliert. Unser Lifecycle- Ansatz unterstützt das Konzept von Industrie 4.0, indem wir logisch und mit 3D-Grafiken eine komplette Übersicht über den Zerspanungsprozess geben. Mit ihrer 25-jährigen Geschichte ist die TDM Systems GmbH führend auf dem Gebiet der Werkzeugdatenverwaltung. Geschäftsführer Peter Schneck äußert sich im Interview über die nächste Software-Generation für eine ganzheitlich integrierte Planung und Fertigung. Herr Schneck, mit dem Begriff Tool Der Informationskreislauf zwischen Mehr Wissen über die Werkzeuge: Was Lifecycle Management kündigt TDM Planung und Fertigung wird geschlossen? hat das Unternehmen davon? Systems in seinem Marktsegment Der Echtzeitbetrieb der Maschine kann eine neue Entwicklungsphase an. Was Genau. Ein Informationsdefizit zwischen nochmals signifikant reduziert werden. steckt dahinter? Planungs- und Fertigungsprozess ist Für die Optimierung des Werkzeugdatenmanagements Software für das Tool Data Management ist entstanden, um die Werkzeugvielfalt in der Produktion besser zu organisieren. In der jüngeren Vergangenheit hat die Informationstechnik vor allem im 3D-Bereich neue Möglichkeiten für die Simulation des Werkzeugeinsatzes entwickelt. Bei Tool Lifecycle Management steht dieser gesamtheitliche Prozess im Mittelpunkt von der Definition der Werkzeuge über ihre Benutzung in heute noch der Standard. Der Planer ist jedoch darauf angewiesen, dass er Informationen darüber erhält, wie die reale Situation in der Fertigung ist. Dafür braucht man ein integriertes System, das den Fertigungsprozess einbezieht und Informationen liefert über Standzeiten an der Maschine, die Historie des Werkzeugs, wann man es nachschleifen oder austauschen muss bis hin zur Rückführung ins Lager oder zur gibt es hauptsächlich zwei Treiber: Die Kosteneffizienz in der Fertigung und der geforderte Nachweis über die Entstehung von Produkten, der die Betriebsmittel mit einschließt. Beide strategische Ziele hängen eng mit Tool Lifecycle Management zusammen. Wird Tool Lifecycle Management ein wichtiger Baustein für Industrie 4.0 sein? der Planung bis zur lückenlosen Weitergabe und Einsatz in der Fertigung. Neu rung in der Fertigung durch vordefinierte Verschrottung. Aber auch Standardisie- Für unser Portfolio im Bereich der Zerspanung ist die Smart Factory wichtig, daran ist vor allem, dass die Informationen aus den einzelnen Prozessschritten ten Lösung realisiert werden. Werkzeuglisten kann mit einer integrier- also die Vision, wie sich die Produktion komplett virtualisieren lässt. Dazu ist zurückfließen und so eine permanente es notwendig, dass man so präzise wie Verbesserung der Daten erfolgt. möglich plant und in einem virtuellen Welche Rolle spielt das Internet der Dinge? Bei der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen nimmt das Internet eine wachsende Bedeutung ein. Für die optimale Steuerung globaler Prozesse wird man zwischen dem eigenen und den Netzwerken der Lieferanten, Partner und Kunden eine Brücke schlagen müssen dieses Trägersystem wird das Internet sein. Damit wird es leichter werden, Informationen über die Erstellung wie auch die Auswahl der Werkzeuge zu sammeln. International fertigende Unternehmen können dadurch interne Produktionsstandards transparent umsetzen. TDM Systems entwickelt Cloud- Services, damit auf der lokalen Ebene jederzeit Werkzeugdaten über das Internet zur Verfügung stehen. In der Fertigung denkt man traditionell in proprietären Systemen. Wie wichtig sind mehr Offenheit, Standards und Kommunikation in der Branche? Unsere höchste Priorität gilt der Entwicklung von Schnittstellen zur Anbindung von CAM-Systemen, Voreinstell- und Lagersystemen, Maschinensteuerungen, aber auch auf der Planungs- und Exekutionsebene zu PPS, ERP und MES-Systemen. TDM Systems bietet heute schon eine Vielzahl an Verbindungen zu unterschiedlichen Systemen, die den Fertigungsprozess unterstützen. Ein großer Vorteil wird sein, wenn sich Hersteller bei der Beschreibung und Klassifizierung von Werkzeugen an internationale Standards (geregelt in ISO 13399) halten. Know-how-Schutz vor Offenheit ist bislang das Credo in unserer Branche. Doch wer Transparenz und ganzheitliche Integration will, wird sich mehr öffnen müssen. Dieser Wandel müsste von oben aus dem Management kommen. Der große Nutzen von Industrie 4.0 ist, dass die Fertigung wieder in den Fokus des Interesses der Geschäftsführung rückt. Digitalisierung und Globalisierung verändern die Produktion nachhaltig. Das Denken muss sich in Richtung Offenheit und Vernetzung verändern. In der Werkzeugdatenverwaltung tummeln sich viele Anbieter. Was hat TDM Systems den Mitbewerbern voraus? Wir haben vor 25 Jahren als Pionier unsere Software in den Markt gebracht. Mit dem Knowhow über die Fertigungsprozesse, als auch der grafischen Erstellung von 3D-Werkzeugdaten sind wir für viele Hersteller ein unverzichtbarer Systempartner geworden. Viele unserer Mitbewerber haben ihre Stärke in einem Segment des Lifecycles. Uns unterscheiden der ganzheitliche Ansatz und der Blick in die Zukunft. Mit modernen Systemlösungen stellen wir uns auf das globale, digitale und mobile Lifecycle-Management der Erstellung, der Auswahl und des Einsatzes der Werkzeuge ein und leisten so unseren Beitrag für eine moderne, zukunftsoffene Fertigung. 4 TDMessage # TDMessage #

4 NEWS Das neue Hauptrelease ist da Seit Oktober 2014 ist es verfügbar: das Hauptrelease V4.7 von TDM. Schwerpunkt dieser Version liegt hauptsächlich auf der konsequenten Weiterentwicklung des Softwarekernels, um die zukünftigen Anforderungen des TDM Tool Lifecycle Managements sicherzustellen. Wir haben das Programmpaket im Detail umfangreich überarbeitet und den Anforderungen neuer Technologien und aktuellen Kundenbedürfnissen angepasst. Unter anderem wurden neue CAM-Schnittstellen zu Edgecam, GibbsCAM/VirtualGibbs, CAMWorks und TopSolid Cam 7 integriert, was vor allem die Integrationsfähigkeit von TDM im internationalen Umfeld erheblich verbessert. Darüber hinaus wurden eine Vielzahl von neuen Software-Features berücksichtigt, welche die tägliche Arbeit der TDM User erleichtert. Spezialist für Werkzeugverwaltung bei CNC-Arena TDM Systems ist schon länger Pate bei der CNC-Arena, mit registrierten Mitgliedern das weltweit größte Informationsportal für Fertigungstechnik. In 525 Diskussionsforen tauschen sich Branchenpraktiker aktiv aus, auch im Forum Werkzeugverwaltungssysteme. In der neuen Produktdatenbank ist TDM umfangreich vertreten. Regelmäßige Blog-Einträge informieren das Fachpublikum aktiv mit Text- und Videobeiträgen über alle Themen rund um die Werkzeugverwaltung. Ein Klick auf die Seite lohnt sich also. User Day 2014 bei SECO TOOLS Seit diesem Jahr sind unsere bisherigen Anwenderverbände TDMclub und TDM Interessenverband zur neuen, internationalen TDM User Group zusammengeschlossen. Alle Mitglieder der bisherigen Verbände sind jetzt automatisch Mitglied in der TDM User Group. Das Ziel: regelmäßiger Austausch von Erfahrungen und Exklusivinformationen zu technischen Neuerungen und Trends. Das bisherige TDM Anwendertreffen wurde zum TDM User Day und fand in 2014 bei der Seco Tools GmbH in Erkrath statt. Die internationalen Anwender erwarten vielseitige Vorträge, Information über Tool Lifecycle Management mit TDM sowie eine Besichtigung der Produktion bei Seco Tools. Sie sind noch kein TDM User Group Mitglied? Gerne können Sie der TDM User Group beitreten. Die Mitgliedschaft ist kostenfrei und kann auf unserer Website beantragt werden. Der SWR3 Eis-Truck bei TDM Systems und Walter Auch dieses Jahr konnten sich erneut Unternehmen für den SWR3-Eisalarm, die Sommeraktion des in Süd- und Westdeutschland populären Radiosenders SWR3, bewerben. Zur großen Freude der Angestellten machte am 27. August 2014 der SWR3-Eistruck in Tübingen einen Stopp und rief zu einer unterhaltsamen Pause auf. Mit aktueller Musik verteilte das Eisteam rund 600 Portionen leckeres Eis an die Mitarbeiter. Dies war für alle eine tolle Abwechslung und hat uns in der Vorbereitungsphase für die IMTS und AMB noch einmal kräftig motiviert. TDM Systems und KBF: Zukunft schaffen durch Integration TDM Systems und die Berufliche Bildung der KBF, Reutlingen fördern gemeinsam die Ausbildung von jungen Menschen. Die Auszubildenden erhalten als Praktikanten im Partnerbetrieb Einblicke, die den Horizont erweitern und Chancen für die Zukunft bieten. Mit einer körperlichen Einschränkung steht man vor vielen alltäglichen Herausforderungen, auch im Berufsleben. Aber es ist wichtig, Chancen zu nutzen und sich positive Zukunftsaussichten zu sichern. Die Berufliche Bildung der KBF, Reutlingen möchte ihren Auszubildenden genau das ermöglichen. TDM Systems unterstützt die KBF hierbei. Positive Bilanz für TDM Systems nach IMTS und AMB September ist Messemonat in der metallzerspanenden Industrie. Und auch TDM Systems war wieder auf den zwei wichtigsten Branchenausstellungen vertreten, der International Manufacturing Technology Show (IMTS) in Chicago ( ) und der internationalen Ausstellung für Metallbearbeitung (AMB) in Stuttgart ( ). Zahlreiche Fachbesucher an den Ständen, viele Fragen an die TDM-Experten vor Ort: Beide Messeauftritte waren ein voller Erfolg. Besonders das neu vorgestellte Konzept Tool Lifecycle Management zog Aufmerksamkeit auf sich. Im persönlichen Gespräch auf beiden Messen und in einem ausführlichen, auch online zugänglichen Video-Interview auf der AMB erläuterte Geschäftsführer Peter Schneck den Ansatz: Wir sehen hier eine neue Entwicklungsphase in unserem Marktsegment, das den Werkzeugkreislauf als Ganzes in den Mittelpunkt der Betrachtung stellt. Dass viele meiner Gesprächspartner auf beiden Messen dies genauso sehen, freut mich besonders und bestätigt: Wir müssen bei der Werkzeugdatenverwaltung einen Schritt in die Zukunft denken. Zusätzlich zur dualen Ausbildung bei der Beruflichen Bildung der KBF, können die Auszubildenden ein sechswöchiges Büromanagement-Praktikum bei TDM Systems absolvieren. Dabei bleibt der Wissenstransfer nicht einseitig: Auszubildende von TDM Systems können im Gegenzug ein Praktikum bei der KBF absolvieren. Ein wechselseitiger Austausch mit Gewinn für beide Seiten. betont Stefanie Lehmann, Teamleiterin Vertriebsinnendienst und verantwortlich für die kaufmännische Ausbildung bei TDM Systems. TDM Erklärvideo in weiteren Sprachen verfügbar Erklärvideos bringen komplexe Sachverhalte mit Animationen leicht verständlich auf den Punkt. Dies trifft auch in der TDMsimpleshow zu. Es erzählt die Geschichte eines Eilauftrags und macht unterhaltsam deutlich, wie intelligent und effizient TDM den kompletten Werkzeugkreislauf unterstützt. Auf Deutsch und Englisch ist das Video bereits ein Erfolg. Ab sofort ist es auch auf Französisch, Italienisch und Chinesisch verfügbar. 6 TDMessage # TDMessage #

5 Unser Ziel ist, dass die in Deutschland gefahrenen Programme inklusive der eingesetzten Werkzeuge eins zu eins nach Brasilien, in die USA und nach China übernommen werden können. [1] [1] [2] temen mit eigener Automatisierung. Größter Kunde ist die Automobilindustrie. Weltweit beschäftigt GROB Mitarbeiter, über davon in Mindelheim. Weitere Produktionsstätten befinden sich in São Paulo in Brasilien, Bluffton in den USA und Dalian in der VR China. Seit Jahren ist GROB auf Wachstumskurs. Allein in Mindelheim wurden in den vergangenen Jahren die Produktionskapazitäten um über 35 Prozent ausgebaut und 900 neue Arbeitsplätze geschaffen. Das globalisierte Werkzeug Dieses Wachstum und die Internationalität des Unternehmens sind auch eine Herausforderung für die Werkzeugver- Unverzichtbares Rad waltung. Alle Werke werden zentral von Mindelheim aus gesteuert. Unser Ziel ist, so Georg Wilbiller, Systembetreuer Werkzeugverwaltung bei GROB, dass die in Deutschland [2] im Produktions-Getriebe gefahrenen Programme inklusive der eingesetzten Werkzeuge eins zu eins nach Brasilien, in die USA und nach China übernommen werden können. Täglich erreichen Wilbiller [1] Günther Frühschütz und Georg Wilbiller sorgen in der Produktion der GROB-Werke für eine effiziente Werkzeugorganisation. Effiziente Produktion ohne moderne Werkzeugverwaltung? Bei GROB ist das mittlerweile undenkbar im Allgäuer Stammwerk Mindelheim ebenso wie in Brasilien, USA und China. Der Maschinenbauer plant die Zukunft der digitalen Produktion. Die Software-Lösungen der Tübinger Anfragen aus den Schwesterwerken. Bevor ein Komplettwerkzeug in Übersee zum Einsatz kommt, wird zunächst in Mindelheim geprüft, ob es den internen Vorgaben entspricht. Einmal freigeschaltet, können die auswärtigen Werke alle in Mindelheim hinterlegten Daten abrufen. [2] Partnerschaftliche Zusammenarbeit seit über 15 Jahren (von links nach rechts): Markus Frank (GROB), Jens Schuster (TDM Systems), Günther Frühschütz (GROB), Georg Wilbiller (GROB) TDM Systems spielen dabei eine fundamentale Rolle. Vom Bildschirm auf die Maschine Doch zurück nach Mindelheim. Das Herzstück des laufen- [3] TDM-Aufträge zur Werkzeugmontage werden bei GROB derzeit noch auf Papierbasis zugeteilt. Angefangen hat alles ganz klein, erinnert sich Günther Frühschütz, Meister Werkzeugverwaltung der GROB-Werke in Mindelheim hat unser damaliger Werksleiter eine Ein- triebszugehörigkeit nur einmal erlebt habe. Der Testlauf war erfolgreich. Die Leitung von GROB entschied, die Vollversion anzuschaffen und mit digital gesteuerten Lagerliften zu kom- den Tool Lifecycle Managements bei GROB steht wie eine Insel inmitten der Produktionshalle. Hier finden sich Büros, Rüst- und Vorrichtplätze und ganz zentral die sechs Meter [3] [4] Dank vier TDM-Arbeitsplätzen direkt am Lagerlift sind die Einzelkomponenten eines Werkzeugauftrags schnell zusammengestellt. stiegsversion von TDM angeschafft. Die Software war auf die binieren. Dieses System läuft mit vielen Erweiterungen und hohen Lagerlifte, in denen Tausende von Einzelkomponen- Anforderungen kleiner und mittlerer Betriebe zugeschnitten. Ideal also für einen Testlauf. Zu diesem Zeitpunkt standen Verbesserungen bis heute als unverzichtbares Rad im Getriebe unserer Produktion. ten darauf warten, zu Komplettwerkzeugen zusammengebaut zu werden. Der erste Schritt im Werkzeugkreislauf [4] in den Werkshallen von GROB noch deckenhohe Werkzeug- erfolgt zunächst virtuell und in einer anderen Abteilung, schränke. Verwaltet wurde da im Prinzip noch gar nichts, Tradition und Internationalität der CNC-Programmierung. Hier werden neue Fertigungs- so Frühschütz. Die Maschinenbediener holten sich die Werk- Der Werkzeugeinsatz beim Maschinenbauer GROB ist hoch. aufträge am CAD/CAM-System erstellt. Die Program- zeuge selbst aus dem Schrank und legten ihre Marke in das Rund Komplettwerkzeuge, zusammengesetzt aus mierer greifen über TDM auf einen Pool von über leere Fach. Über diese Platzhalter ließ sich nachvollziehen, Komponenten, sind im Mindelheimer Werk, dem real verfügbaren Komplettwerkzeugen zu. Die 3D-Modelle auf welcher Maschine sich eine Komponente gerade befand. Stammsitz des international operierenden Familienunterneh- werden über eine Schnittstelle vom TDM-System ins CAD/ Nun hieß es, das System komplett umzustellen; das war eine mens, im Einsatz. Das Produktportfolio reicht von Universal- CAM-Programm bei GROB sind das Siemens NX 8.5 und Mammutaufgabe, wie ich sie in meinen über 40 Jahren Be- Bearbeitungszentren bis zu hoch komplexen Fertigungssys- TopSolid Cam 7 übernommen. 8 TDMessage # TDMessage #

6 Auslaufmodell Maschinencrash tig zugreifen müssen? Für diese Bestän- wegzudenken. Wir haben eine Strategie TDM ist aus unserer Systemlandschaft nicht mehr wegzudenken. Der Programmierer kann über das TDM Vorrichtungsmodul auf 3D-Modelle aller Plattensysteme und Halter zugreifen de wäre die Liftanlage zu unflexibel. GROB setzt hierfür auf einen Werkzeugautomaten. Dieser Lagerschrank bis 2020 definiert, wie wir zukünftig in der Fertigung arbeiten wollen. Innerhalb dieser stellt TDM einen fundamentalen und diese im CAM-System zusammen- ist über TDMstoreasy ebenfalls an die Baustein dar. Wir wollen Werkzeugan- bauen. TDM bildet die direkte Schnitt- zentrale Werkzeugdatenverwaltung forderungen von der Maschine digital stelle zwischen der virtuellen Program- angebunden. Wird der hinterlegte Min- und papierlos abwickeln. Im Moment [5] mierung am Bildschirm und der realen destbestand unterschritten, löst TDM gibt es konkrete Planungen, TDM über Produktion an der Maschine. Ein riesen automatisch eine Nachbestellung aus. eine Schnittstelle direkt an das Manu- Den Shopfloor unter Kontrolle Vorteil, wie Günther Frühschütz betont: Bei allen Werkzeugen läuft das gesam- facturing-execution-system (G-Net) Geht der Auftrag an die Produktion, landet er in TDMshop- Der Programmierer kann die Daten te Bestellvorschlagswesen heute über von GROB zu koppeln. GROB hat sich control. Das Modul erfasst den gesamten Werkzeugkreislauf. aus TDM übernehmen und direkt seine TDM mit einer Schnittstelle zu SAP, so für die kommenden drei Jahre drei Ziele Als wir mit TDM anfingen, hatten wir das Modul TDMshop- Kollisionsbetrachtungen machen. Seit Frühschütz. vorgenommen, um langfristig Industrie control noch nicht, erinnert sich Frühschütz. Da wurden teil- wir diesen Prozess eingeführt haben, ist Frühschütz Fazit: Das, was wir heute 4.0 fähig zu werden: 1. Vernetzung von weise zu viele Werkzeuge nach Auftragsende demontiert und unsere Crash-Quote sehr stark zurück- leisten, könnten wir ohne ein Werkzeug- Produktionsprozessen, 2. Digitalisierung zurückgeräumt. Mit TDMshopcontrol, das die neuen Aufträ- gegangen. verwaltungssystem nicht mehr bewälti- von Produktionsprozessen und 3. pa- ge immer mit dem Werkzeugbestand an der Maschine ab- Das erspart der Belegschaft an der gen. Wir sind in den vergangenen Jahren pierlose und papierarme Prozesse. Das gleicht, hatte das ein Ende. Maschine nicht nur Ärger, sondern vor was die Maschinen angeht deutlich hört sich vielleicht einfach an, sagt Den Auftrag für die Montage holt sich der zuständige Fachar- allem bares Geld. Denn jede Kollision gewachsen. In der Werkzeugverwal- Markus Frank, aber das braucht Zeit beiter noch als Zettel. Am Lagerlift beginnt die digitale Unter- bedeutet hohe Schäden und Maschi- tung aber arbeiten wir immer noch mit und gute Konzepte. Das Tool Lifecycle stützung. Der Mitarbeiter öffnet den TDM-Auftrag, und sofort nenstillstand und Maschinenstunden denselben personellen Ressourcen. Management-Konzept von TDM trägt fahren die Lagertablare nach vorne. Die Werkzeugkompo- sind teuer. Mit den über TDM geplanten Auch das zeigt noch einmal den Effizi- entscheidend zu unserer Zielerfüllung [5] Markus Frank, Leiter Fertigung Support, arbeitet an der papierlosen Fertigung bei GROB [6] Die Einzelkomponenten werden zum Komplettwerkzeug montiert. [7] Auch alle Spannmittel werden bei GROB in TDM verwaltet. [8] CAD/CAM-Programmierung: Musterwerkzeug (Innendrehstab) und Musterteil für die Übernahme von Drehwerkzeugen von TDM (rechter Bildschirm )nach NX (linker Bildschirm). [6] [7] nenten werden entnommen und ausgebucht. Muss der Mitarbeiter von einem Lift zum anderen wechseln, wandert auch der TDM-Auftrag zum jeweils nächsten Bildschirm mit. Gut montiert ist halb produziert Sind alle Komponenten auf dem Wagen, geht es zur Werkzeugmontage. Auch hier steht dem Facharbeiter ein TDM-Arbeitsplatz zur Verfügung, auf dem unter anderem die Konstruktionszeichnung des zu montierenden Werkzeugs zu sehen ist. Sind alle Werkzeuge eines Auftrags zusammengesetzt, geht es zur Werkzeugvoreinstellung. Über eine Schnittstelle holt sich das Voreinstellsystem die Sollwerte aus der TDM- Datenbank und setzt, nach erfolgreicher Vermessung, den Status des Komplettwerkzeugs auf voreingestellt. Die Messwerte gehen aus dem TDM-System dann an die Program- und extern vorgerüsteten Plattensystemen dagegen laufen die Maschinen einfach und bringen das, was GROB letztlich möchte: Wertschöpfung. Ein Schrank ist geblieben Was aber ist mit den Verbrauchsmaterialien wie Wendeplatte, Bohrer, Gewindebohrer und Entgratwerkzeug, auf die Maschinenbediener häufig kurzfris- enzgewinn, der mit TDM zu erreichen ist. Salopp gesagt: Ohne TDM wäre es heute nicht mehr machbar. Werkzeugverwaltung 4.0 Und wie sieht die Zukunft des Tool Lifecycle Managements bei GROB aus? Dazu Markus Frank, Leiter Fertigung Support: Eins vorneweg: TDM ist aus unserer Systemlandschaft nicht mehr bei. [8] mierung und werden in Maschinendaten konvertiert. Neben der Verwaltung der eigentlichen Werkzeuge werden auch die für einen Auftrag benötigten Spannmittel über TDM erfasst. Bei GROB setzt man, um Rüstzeiten von der Maschine wegzubringen und Leerlauf weitgehend zu minimieren, seit über 15 Jahren auf externes Rüsten. Die Aufträge werden auf Plat- Der Programmierer kann die Daten aus TDM übernehmen und direkt seine Kollisionsbetrachtungen machen. tensystem vormontiert und in die Maschine eingesetzt. [7] Von seinem Büro mit Blick über die Werkshalle hat Günther Frühschütz, Meister Werkzeugverwaltung bei GROB, mit TDM die 10 TDMessage # TDM Produktionsabläufe Systems voll im Blick. TDMessage #

7 PRAXIS Die Späne flogen uns um die Ohren, aber das Gefühl für das Material war da Manfred Treß ist gelernter Werkzeugmacher, die Zerspanung ist sein Leben. Der Fertigungsmeister im Liebherr-Werk Ehingen war maßgeblich an der Einführung einer Werkzeugdatenverwaltung beteiligt. Als die Liebherr Eigenlösung nicht Jahr-2000-fähig war, fiel die Wahl auf das Tool Data Management von TDM Systems. Eine Entscheidung, die Manfred Treß nie bereut hat. Heute läuft alles perfekt, aber Treß befürchtet, dass dem Nachwuchs durch die zunehmende Distanz ein wenig das Gefühl für Material und Produkt verloren geht. Ihm macht in Sachen Werkzeugverwaltung keiner was vor: Manfred Treß, Fertigungsmeister in der mechanischen Bearbeitung und aktuell verantwortlich für die Instandhaltung der Maschinen bei der Liebherr-Werk Ehingen GmbH, hat die Entwicklung seit den 1990er-Jahren selbst erlebt und mit gestaltet. Ein echt schwäbisches Urgestein, das mit seinen 59 Jahren immer noch für den Beruf brennt wie am ersten Tag. Kräftig, mit fester Stimme und blitzenden Augen glaubt man dem gelernten Werkzeugmacher sofort, dass er sich sofort wieder für diesen Beruf entscheiden würde. Bei Liebherr ist er seit Fast vier Jahrzehnte baut Treß mit an Groß- und Automobilkränen, die in der ganzen Welt gefragt sind. Seit einigen Jahren entstehen in Ehingen außerdem Beschattungsanlagen, gigantisch große Sonnenschirme, die trotz ihrer gewaltigen Maße filigran wirken. Wer genau hinschaut, erkennt die Ähnlichkeit mit großen Krankonstruktionen. Auf diese weltweiten Unikate ist Manfred Treß besonders stolz. Kleine Serien, große Teilevielfalt Unikate ist das Stichwort: Großserien gibt es in Ehingen nicht, die Stückzahlen bleiben überschaubar. Damit ist klar, die Maschinen in der Fertigung müssen möglichst vielseitig sein. Die Bearbeitung der Teile erfordert Unmengen an unterschiedlichsten Werkzeugen, die zum richtigen Zeitpunkt in der richtigen Menge am richtigen Ort sein müssen. Derzeit laufen etwa bis Programme, hinter denen 4000 bis 5000 Werkzeuge und Werkzeugkomponenten stehen. Als Treß vor fast zwanzig Jahren aus der Schichtarbeit ausstieg, wartete eine spannende Aufgabe auf ihn: Er sollte in der Fertigung eine neue Werkzeugverwaltung organisieren. Die bisherige Werkzeugverwaltung war praktisch nur der Programmierabteilung zugänglich. Nur die Programmierabteilung wusste, welches theoretische Werkzeug wir überhaupt hatten. Meine Aufgabe war es nun, Theorie und Praxis miteinander zu verknüpfen. Zunächst einmal besorgte er sich die Informationen der Programmierabteilung, dann bin ich einfach raus in die Werkstatt, habe mir ein Werkzeug gesucht und versucht, es in CAD- Form zu bringen und in den Bestand aufzunehmen. Damals musste er viel Lehrgeld zahlen, heute gibt es solche Daten meist fertig aus den verschiedensten Quellen. Umbruch zur Jahrtausendwende Der entscheidende Umbruch kam jedoch mit dem Jahr Zwar gab es zu diesem Zeitpunkt bereits ein Verwaltungsprogramm mit guter Struktur, Komponentennummern und allem, was sonst so dazugehört. Aber das speziell für Liebherr Ehingen erstellte Programm war nicht Jahr-2000-fähig. Wir standen vor der Frage, ob wir wieder etwas Eigenes entwickeln - aber nachdem wir auf Konzernebene von den guten Erfahrungen mit TDM Systems erfahren hatten, fiel die Entscheidung ziemlich schnell. Der wichtigste Fortschritt ist für Manfred Treß die Verknüpfung von Werkstatt, Maschine und Programmierabteilung, alle Prozessbeteiligten können auf dieselbe Informationsquelle zugreifen. Er macht das an einem einfachen Beispiel deutlich: Wir können kein Loch bohren, das der Konstrukteur vorgesehen hat, wenn wir den Bohrer nicht in der Werkstatt haben. Fehle der Bohrer, müsse er beschafft werden, was wiederum der Besteller rechtzeitig wissen muss. Die hierfür notwendige Kommunikation, die funktioniert jetzt tadellos. Ein weiterer entscheidender Faktor für die Wahl der TDM-Lösung: die Kontinuität in der Entwicklung. Ein solches Programm muss ständig weiterentwickelt werden, wobei immer darauf geachtet werden sollte, was der Nutzer tatsächlich braucht. Das beste Programm nütze nichts, wenn es in der Werkstatt nachher so kompliziert sei, dass keiner es mehr kapiert. Jeder vom Fach muss es auf Anhieb verstehen und damit arbeiten können. Wichtig sei in diesem Zusammenhang die Integrität der Daten, weshalb er zu große Sprünge in den Programmversionen in kurzer Folge kritisch sieht: Wir haben mit einigen Programmen immer wieder Schwierigkeiten hinterher zu kommen, wir können einfach nicht alle zwei Jahre alles anders machen. Für eine sinnvolle Weiterentwicklung hält Manfred Treß jedoch das jetzt von TDM Systems vorgestellte Tool Lifecycle Management : Ich denke, das ist eine konsequente Weiterentwicklung in die richtige Richtung, auch vor dem Hintergrund von Industrie 4.0. Im Span lesen Bald zwei Generationen steht Manfred Treß nun im Beruf, fast alles habe sich geändert. Früher waren die Maschinen zum Beispiel nicht so gekapselt wie heute, da flogen uns die Späne noch um die Ohren. Mit Nostalgie hält sich der immer an Neuem interessierte Treß nicht lang auf. Aber dennoch sieht er Gefahren, wenn dem Beruf heute ein absolut sauberes Image verpasst werde, um die Generation Nachwuchs zu gewinnen: Das Gefühl für das Material droht verloren zu gehen, wenn sich alles hinter verschlossenen Türen abspielt. Auch in Zukunft würden Menschen gebraucht, die nicht nur Knöpfchen drücken, sondern sich in den Prozess hineinfühlen, quasi aus dem Span lesen können, ob alles perfekt läuft. Aber genau dafür bleibt mehr Zeit, wenn das richtige Werkzeug zur Hand ist und man es nicht erst - wie früher beim Kollegen - stibitzen muss. [3] [2] [1] [1] Etwa Mobilkräne aus Ehingen sind derzeit weltweit im Einsatz. [2] Die LR Raupenkrane können bis zu Tonnen bewegen. [3] Das Liebherr-Werk Ehingen ist mit 45 Prozent Weltmarktanteil bei All-Terrain-Kränen einer der führenden Hersteller von Fahrzeugkränen. 12 TDMessage # TDMessage #

8 SOFTWARE Eine gute Ausgangsbasis Tool Lifecycle Management betrifft die Gesamtheit des Produktionsprozesses von der Definition der Werkzeuge über ihre Benutzung in der Planung bis zur lückenlosen Weitergabe und Einsatz in der Fertigung. Das TDM Basismodul bildet das Fundament für eine zukunftsfähige digitale Werkzeugverwaltung. Die Vorteile von Tool Lifecycle Management liegen auf der Hand: Abteilungsübergreifend hat ums Werkzeug ablegen. Dazu gehören auch die Technologiedatensätze, sentierten Bereich lassen sich umfangreiche Daten und Dokumente rund jeder Mitarbeiter Zugriff auf die Werkzeugdaten. die werk- und schneidstoffspezifische Einsatzbedingungen definieren und Damit dieser Prozess reibungslos funktioniert, für Komplettwerkzeuge darüber hinaus Kollisionsparameter und Voreinstelldaten erfassen. Zentrale Bedeutung hat außerdem die Verknüpfung braucht es ein Zentrum, in dem alle Informationen zusammenlaufen: das TDM Basismodul von Werkzeugkomponenten, Komplettwerkzeugen und Werkzeuglisten: und eine leistungsstarke Datenbank. Zusammen bilden sie die Grundlage für die Werk- und wo sich diese in den Werkzeuglisten wiederfinden. Auch für die Lager- Der Anwender hat jederzeit im Blick, welche Komponenten wo verbaut sind zeugverwaltung mit TDM und ermöglichen eine verwaltung stellt das TDM Basismodul wichtige Informationen bereit, unter wirtschaftliche und transparente Datenorganisation in allen Unternehmensbereichen. die Verwaltung reparaturbedürftiger Teile sowie den anderem die Lokalisierung von Werkzeugkomponenten an Arbeitsplätzen, Mindestbestand. Technologieklassen-/gruppen Insgesamt 28 Technologieklassen und eine Vielzahl von Technologiegruppen beschreiben und spezifizieren die Bearbeitungsverfahren Drehen, Fräsen und Bohren im Detail. Werkstoffe In TDM sind zu jedem Werkstoff die passenden Schneidstoffe bereits zugeordnet. Diese bilden für den Anwender eine Grundlage, auf die mit eigenem Know-how beliebig aufgebaut werden kann. Diese Zuordnung ist für das Erreichen von Zerspanungsergebnissen essentiell. Schneidstoffe TDM enthält 81 vordefinierte Schneidstoffe, welche mit der Schneidstoffart, der Beschichtung sowie dem Werkzeughersteller beschrieben sind. Die Schneidstoffgruppen spezifizieren die Schneidstoffe nochmals detaillierter. Jede Abteilung hat einen anderen Anspruch an Werkzeugdaten: Für die NC-Programmierung sind es die Daten der Komplettwerkzeuge, im Lager die der Werkzeugkomponenten inklusive Bestellinformationen. Die Werkzeugmontage wiederum benötigt Werkzeuglisten, Komplettwerkzeuginformationen und Einrichteblätter. Das TDM Basismodul bildet in drei Funktionsebenen diese Grundstruktur der zerspanenden Fertigung ab. Für jeden softwareseitig reprä- Das TDM Basismodul wird allen Anforderungen moderner, digitaler Fertigung gerecht, sei es die Werkzeugauswahl über die grafische Klasse oder die Merkmale Technologie und Bearbeitungsverfahren, der automatische Komplettwerkzeugzusammenbau mit Plausibilitätskontrolle, der integrierte CAD-Kernel zur Anzeige von 2D- und 3D-Grafiken, die automatische Generierung von Stück-, Werkzeug- und Fertigungslisten, die automatisch erzeugten Differenzlisten oder die integrierbaren Werkzeugdatenkataloge von mehr als 50 Werkzeugherstellern: Eine solide Grundlage für das Tool Lifecycle Management der Zukunft. Trennstellen Die 28 verschiedenen Trennstellendefinitionen sind wichtig für die Beschreibung von Komponenten. Die Trennstellen werden unterteilt in werkstückseitig und maschinenseitig und sind wichtig für die Plausibilitätsprüfung beim Komplettwerkzeugzusammenbau. Struktur- und Basisdaten im TDM Basismodul Das TDM Basismodul bietet eine Grundausstattung an vordefinierten Basisdaten zur detaillierten Beschreibung von Werkzeugen und deren Verwendung. Folgende Daten sind standardmäßig in TDM hinterlegt: Aufnahmen Die Definition von Aufnahmen ist erforderlich für den Komplettwerkzeugzusammenbau. Alle 243 Aufnahmen werden zur Maschine hin betrachtet und sorgen für eine korrekte Zuordnung des Werkzeuges zur Maschine und zur Komponente. Referenzklassen Insgesamt 24 Referenzklassen mit einer Vielzahl von Sachmerkmalen sind in TDM hinterlegt, diese unterstützen die geometrische Einteilung der zu verwaltenden Werkzeuge in Gruppen mit definierten Sachmerkmalen, wie sie in der DIN 4000 beschrieben sind. Maschinen Die in einer Fertigung verfügbaren Maschinen können in TDM hinsichtlich ihrer technischen Leistungsmerkmale beschrieben werden. Wichtig ist dies für die Prüfung der Kompatibilität von Werkzeug zu Maschinenaufnahme und ist Grundlage für die Schnittstellen zu externen Softwaresystemen. Werkstücke Die Zugehörigkeit einer Werkzeugliste zu einem Werkstück ermöglicht dem Anwender, bei der Erstellung eines neuen NC-Programms auf bestehende Werkzeugsätze zuzugreifen. Durch die Einteilung der Werkstücke in Klassen gleicher oder ähnlicher Bearbeitung, kann bei der Durchführung einer Suchfunktion das Spektrum möglicher Werkstücke eingeschränkt werden. Beispiele für Werkzeugklassen sind Kurbelwellen, Getriebegehäuse und Motorblöcke. 14 TDMessage # TDMessage #

9 SOFTWARE Vernetzen, was zusammengehört Die Werkzeugdatenverwaltung entwickelt sich zur Schaltstelle digital gesteuerter Produktionsprozesse. Daten mit hohem Informations- und Nutzwert liegen überall vor: in der Maschine, im ERP-System, in der CAD/CAM-Programmierung. Aber nur über eine sinnvolle Auswertung lassen sich Schlüsse für effizientere Fertigungsprozesse ziehen. Das über TDM erfasste Werkzeug wird zur Schlüsselstelle, die alle Bereiche vernetzt. Die Integrationstiefe von TDM in Verbindung mit unseren Systempartnerschaften können signifikant die Produktionskosten reduzieren. Eugen Bollinger, Leiter Vertrieb bei TDM Systems Die Fertigung ist und bleibt das Herzstück der NC-Programm welches Werkzeug mit welchen Schnittwerten verwendet nenauslastung inklusive Vorbereitung der Betriebsmittel optimiert werden, die Anwender die Lücke von Fertigungs- und metallzerspanenden Industrie. Digitalisierung wurde. Darin schlummert für die Kunden ein ungeheures Potenzial. zum anderen können durch die Kommunikation der Planungs- und Fer- Planungskommunikation mithilfe von TDM. hin oder her Wertschöpfung entsteht, wenn tigungssysteme die Durchlaufzeiten eines Produktes signifikant gesenkt Werden die realen Schnittwerte zu jedem Kom- Späne fliegen. Trotzdem hat sich einiges ge- Direkter Einfluss auf Produktionskosten werden. plettwerkzeug hinterlegt, so kann wiederum die ändert: Der Taktgeber, um im Bild zu bleiben, Sind die reproduzierbaren Schnittdaten dann in TDM zu jedem Werk- NC-Planung die Bearbeitungsprozesse optimal ist die Digitalisierung. Die Anforderungen von zeug hinterlegt, kann der NC-Programmierer auf diese zugreifen. So lässt Durchgängige Lösungen mit Systempartnerschaften planen, denn ca. 70% der Produktkosten wer- Industrie 4.0 gehören bei uns schon seit Jahren sich schon in der Konstruktionsphase nach alternativen, kostensparenden TDM Systems setzt bei der Weiterentwicklung dieser Systemvernetzung den durch die Planung festgelegt! zum Alltag, betont Eugen Bollinger, Leiter Ver- Lösungen suchen. Ein Beispiel: Der Konstrukteur plant ein Loch mit 9,8 mm klar auf Partnerschaften mit Kompetenzführern. Ein Beispiel: Partner in trieb bei TDM Systems. Der Trend geht dahin, Durchmesser. In TDM sieht er, dass nur Bohrer mit 10 Millimeter im Bestand der Kommunikation mit MES-Systemen ist hier die Firma Forcam mit ih- Durch die Initiativen im Umfeld von Industrie alle auf Fertigungsebene beteiligten Systeme sind. Ein Werkzeug müsste bestellt werden. Außerdem sieht er, dass sich rem System Factory Framework. Zwischen Factory Framework und TDM 4.0 sind künftig einfachere, schnellere und so- immer weiter zu integrieren. Die Voraussetzung vergleichbare Bohrungen im geplanten Werkstoff bisher negativ auf die werden Auftragsdaten, NC-Programme, Status über Werkzeuge, Schnitt- mit kostengünstigere Vernetzungen zwischen ist eine gemeinsame Datenbasis Hier tut sich Standzeit ausgewirkt haben. Also sucht er in TDM eine alternative Lösung werte und Bearbeitungszeiten ausgetauscht. Im Rahmen der Planung von Maschine und Planungssystemen möglich. Dies gerade sehr viel, so Bollinger. Wenn wir Daten und spart spürbar Produktionskosten. Basis bilden hier die individuell hin- Fertigungsressourcen unterstützt TDM die verbrauchs- und auftragsge- sichert letztendlich die Wettbewerbsfähigkeit aus der Bearbeitung zentral in TDM erfassen terlegten Technologiedatensätze. In der Verknüpfung von Planungs- und naue Werkzeugbereitstellung, liefert die NC-Programme und stellt die Ist- unserer Kunden und erhöht die Attraktivität der und auswerten, dann wissen wir, zu welchem Fertigungsprozessen steckt weiteres Potential: Zum einen kann die Maschi- Werkzeugdaten zu jedem Komplettwerkzeug bereit. Weiterhin schließen Arbeitsplätze. 16 TDMessage # TDMessage #

10 PARTNER Zwei Werkzeugprofis betreuen Kunden in Italien und Tschechien: Mein tägliches Leben ist eigentlich ständig von Werkzeugen umgeben Giuseppe Ferrari und Oldrich Bosman sind langjährige TDM-Vertriebspartner in Italien und Tschechien. Heute erzählen sie uns, warum sie ihre Tätigkeit lieben und was sie besonders am Thema Werkzeugverwaltung schätzen. Seit wann gibt es Ihr Unternehmen? Bosman: Mein Unternehmen gibt es seit Ich arbeite als Privatunternehmer und berate im Bereich Toolmanagement. Ferrari: 1996 habe ich meine Firma NC- Programm als Dienstleistungsunternehmen für die zerspanende Fertigung gegründet. Wir konzentrieren uns auf die Programmierung von numerisch gesteuerten Maschinen, Organisation von Spannmitteln, Auswahl der Schneidwerkzeuge, wirtschaftliche Werkzeugverwaltung und unterstützen unsere Kunden bei der Entwicklung von Programmen für die numerischen Steuerungen. Wie sind Sie zur Werkzeugverwaltung gekommen? Bosman: Ich war sieben Jahre Geschäftsführer der tschechischen Niederlassung des Werkzeugherstellers GÜHRING. Dort habe ich viel Erfahrung im Toolmanagement gesammelt. Ferrari: Ich persönlich arbeite seit 1984 im Umfeld der Werkzeugverwaltung. Damals begann die Firma, für die ich arbeitete, Werkzeuglisten für die automatisierte Montage zu erstellen. Was ist Ihre Spezialität, Ihr besonderes Know-how? Bosman: Als Diplom-Ingenieur für Maschinenbau habe ich seit jeher mit Werkzeugen zu tun, insbesondere in der Praxis: Wie verwalten Firmen im Alltag ihre Werkzeuge, wo stecken Probleme, Bedarf und Wünsche. Ferrari: Ich komme aus dem Bereich der Programmierung von CNC-Maschinen. Oft bin ich in Projekte mit schlüsselfertigen Anlagen involviert, aber auch in die Analyse von möglichen Arbeitszeitverkürzung und Kostensenkungen. Mein tägliches Leben ist eigentlich ständig von Werkzeugen umgeben. Was schätzen Sie an TDM am meisten? Bosman: Alles. Hauptsächlich die ganzheitliche Softwarelösung mit voller 3D-Unterstützung und die Schnittstellen zu anderen Systemen. Ferrari: TDM ist eine Software, die in der Lage ist, vielfältige Anforderungen von Kunden zu erfüllen. Manchmal scheint es auf den ersten Blick komplex zu sein, es folgt aber immer einer stringenten Logik. TDM zeichnet sich gegenüber anderen Programmen vor allem durch seine Flexibilität und Konfigurierbarkeit aus. Was ist die größte Herausforderung in Ihrem lokalen Markt? Bosman: In Tschechien und der Slowakei gibt es zwei Arten von Firmen: Zum einen globale Unternehmen mit einer Muttergesellschaft und dem Management im Ausland. Diese wissen meistens, dass eine gute Werkzeugverwaltung unentbehrlich ist. Die Entscheidungsträger sind aber meist im Ausland und schwierig zu kontaktieren. Zum anderen gibt es lokale Firmen. Diese haben sehr oft noch nicht erkannt, wie wichtig eine Software für Werkzeugverwaltung Ing. Oldřich Bosman, Partner für Tschechien und die Slowakei Giuseppe Ferrari, Partner für Italien Fünf Tage für internationale TDM-Fitness Ende Juli trafen sich die wichtigsten Partner von TDM Systems zu einem fünftägigen Training in Tübingen. Ziel des Treffens war nicht nur die Teilnehmer über die Weiterentwicklung von TDM auf dem Laufenden zu halten, sondern auch und gerade der Austausch von Informationen und Erfahrungen. Patrick Nellinger, Leiter der in 2013 gegründeten Abteilung CAM-Integration, präsentierte ten Anwendungsfall aus seinem Markt. Das spezifische Wissen über den jeweiligen Markt führte immer wieder zu fruchtbaren Diskussionen, von denen alle profitieren konnten. Die sogenannten A-Partner betreuen den Vertrieb von TDM-Software zum Beispiel in Brasilien, China, Frankreich, Italien, Malaysia, Polen, Tschechien oder in der Slowakei und bieten teilweise auch TDM-Services an. Da sie aus dem jeweiligen Land stammen, kennen sie den Markt und viele Kunden - ideale Partner also für die Internationalisierung von TDM Systems, die nach diesem Treffen sicherlich noch einen Schritt weitergekommen ist. die verfügbaren CAM-Interfaces und die Technologie, an der sein Team gerade arbeitet. Angela Albus, Leiterin der Datenabteilung bei TDM Systems, erklärte das übliche Handling bei 2D- und 3D-Grafiken und ihren Gebrauch in verschiedenen NC- Programmen. Aus der Marketingabteilung erhielten die Partner das brandneue Partner-Package. Eine Zusammenstellung aller verfügbaren Broschüren, Flyer, Produktinformationen und Fallstudien. Nicht zuletzt präsentierte jeder Partner einen interessanist. Sie legen Wert auf ERP-, CAD/CAMund manchmal auch auf PLM-Systeme und meinen, dass man auch die Werkzeugverwaltung mit diesen Programmen oder mit Office-Anwendungen leisten kann. Hier muss noch viel Aufklärungsarbeit geleistet werden. Ferrari: Italienische Kunden zweifeln oft daran, dass eine Software für Werkzeugmanagement tatsächlich Vorteile in Form von Kostenreduzierungen bringt. Hier muss man Aufklärungsarbeit leisten, dass dieser Nutzen nicht sofort zum Tragen kommen wird, sondern erst nach einem oder zwei Jahren, wenn die Datenbank gefüllt ist und die Verraten Sie uns zwei Wünsche an TDM für die Zukunft? Bosman: Eine TDM Einstiegslösung mit guten Werkzeugdaten der Werkzeughersteller für kleinere Unternehmen mit voller Erweiterungsfähigkeit. Ferrari: Wenn man wirklich Wünsche angeben soll, dann wäre einer vielleicht die Möglichkeit einer Werkzeug-Bibliothek in der Cloud. Der zweite wäre eine Bibliothek mit Basis-Schnittparametern. Was ist ihr persönliches Lieblingsthema? Bosman: Angewandtes Toolmanagement. für die Überprüfung von Kollisionen zu haben. Was sollte ein Tool Data Manager wissen, wenn er in Ihr Land kommt? Bosman: Er muss wissen, wie Firmen mit Werkzeugen arbeiten und wie sie sie verwalten. Ein guter Toolmanager muss unbedingt kundenorientiert denken und neben der Software auch Prozesse und Beispiele aus der Praxis im Blick haben. Ferrari: Durch die Globalisierung wird Werkzeugmanagement zum Standard. Es gibt natürlich Unterschiede zwischen dem italienischen Markt und dem Rest der Welt, aber auch die lokalen Werkzeugbauer passen sich den internatio- Prozesse im Unternehmen angepasst Ferrari: Das sind ohne Frage die verschiedenen Schnittstellen zu CAD / sind. nalen Standards an. CAM. Und es war mir schon immer ein Grundbedürfnis, ein echtes Werkzeug 18 TDMessage # TDMessage #

11 TDM INSIDE Expertise ist der beste Rat Lange bevor ein Kunde sich für TDM entscheidet, hat Thomas Mücke schon viel Zeit, Arbeit und vor allem Expertise investiert. Er versteht sich als Berater, nicht als Verkäufer. Ob vor Ort oder per Telefon: Mücke analysiert die bestehenden Prozesse des potenziellen Kunden genau und zeigt auf, an welchen Stellen und mit welchem wirtschaftlichen Ertrag sich TDM einsetzen lässt. [1] Vortrag bei den TDM User Days [2] Online Session mit einem Kunden [3] Projektbesprechung unter Kollegen [4] Online Präsentation der Schnittstelle TDM zu GibbsCAM/VirtualGibbs [1] Wir treffen Thomas Mücke, Senior Business Solution Consultant bei TDM Systems, zwischen zwei Terminen. Mit einem Erfahrungsschatz von 25 Jahren im Werkzeugdatenmanagement ist sein Rat begehrt und sein Kalender voll. Gerade komme er aus einem Gespräch mit einem belgischen Interessenten. Der potenzielle Kunde sprach uns kürzlich auf der AMB an. Bei ihm ging es um die wichtige Entscheidung für ein neues CAD/ CAM-System mit möglicher Anbindung an TDM. Bevor jedoch wichtige Weichen für die Produktionsprozesse gestellt werden, wollte der Maschinenhersteller das Tübinger Tool Lifecycle Management möglichst praxisnah kennenlernen. Dank Herrn Mücke konnte ihm geholfen werden. Über unsere Screen-Sharing-Plattform habe ich ihm live die System-Integration demonstriert. Wir haben ein Demo-Komplettwerkzeug in TDM als 3D-Modell zusammengebaut, dieses in die CAD/CAM-Software übertragen und dort erst eine Werkzeugbahnberechnung und dann Die Potenziale kann man nur ausschöpfen, wenn man die Prozesse ganzheitlich betrachtet eine Materialabtragssimulation durchgeführt. Die Demonstration kam gut an, und ich bin guter Dinge, dass dieser potenzielle bald zum tatsächlichen Kunden wird. Systemen. Das Interesse blieb: Ist die Konstruktion fertigungsgerecht? Wo stecken Kostentreiber? Wie lassen sich Informationen aus der Maschine in die Verwaltung zurückspielen? Das sind die Herausforderungen, an denen er arbeitet. Die Potenziale kann man nur ausschöpfen, wenn man die Prozesse ganzheitlich betrachtet, ist er überzeugt. Mit jedem Arbeitgeber hat er sein Wissen sukzessive ausgebaut. CAM-Anbindung, die Einbindung von MES-Systemen, Schnittstellen zu SAP, Verknüpfung von CAM mit dem CAD-System und dabei immer der Austausch mit den Abteilungen: Das ist Thomas Mückes Welt. Im Jahr 2009 dann, mitten in der Krise, ließ er sich von TDM Systems nach Tübingen locken eine Entscheidung, die er nicht bereut. Sein umfassendes Know-how über Systeme, Anwendungen und Prozesse kann er vielfältig einbringen: im Engineering, in der Kundenberatung im After-Sales. Er berät nicht nur Kunden, er ist auch ein gefragter interner Berater für die Kollegen aus Marketing, Vertrieb und Entwicklung. [2] Ein Ausschnitt aus einem typischen Tag von Thomas Mücke also? Könnte man so sagen. Er beginnt um 7 Uhr in der Früh und ist oft um 7 Uhr am Abend noch nicht zu Ende. Die frühen Stunden gehören Asien und die späten den USA, die Zeit dazwischen Europa. Für seine Hobbys, Tennisspielen und Radfahren, bleibt wenig Zeit. Aber Mücke liebt seine Arbeit. Auch, weil er die Freiheit hat, sich seinen Tag selbst einzuteilen zu können. Zwei bis drei Tage in der Woche bin ich bei einem Kunden, meist nur für ein paar Stunden wie heute Morgen bei einem Zerspaner in der Nähe bei Balingen, bei dem es um die Einbettung von CNC-Maschinen in die vorhandene Netzwerkinfrastruktur und die Anbindung an TDM ging. Manchmal dauert so ein Beratungsprozess vor Ort aber auch mehrere Tage. Der direkte Kontakt ist Mücke besonders wichtig, persönlich wie beruflich. Mitte der 1980er-Jahre begann er seine Laufbahn bei Bosch in Stuttgart. Ich habe Mechaniker von der Pike auf gelernt, sagt er stolz. Es folgte ein Studium der Produktionstechnik an der FH Ulm und erste Berührungen mit dem damals noch jungen Thema Toolmanagement. Schon während des Studiums faszinierte ihn die Schnittstelle zwischen technischen und betriebswirtschaftlichen Er selbst schätzt die Offenheit des TDM-Softwarekonzepts, das derzeit unter dem Stichwort Tool Lifecycle Management den Weg des Werkzeugs im gesamten Fertigungsprozess faktisch wie digital in den Blick nimmt. Digitale Fabrik also? Industrie 4.0? Industrie 4.0 ist ein alter Hut, sagt er schmunzelnd und beobachtet, ob sein Gegenüber auf die Provokation reagiert. Mücke hat die Anfänge des Computer-Integrated Manufacturing, kurz CIM, miterlebt. Die Vision von damals liegt heute wieder auf dem Tisch. Aber die Technik ist weiter. Die Integration von Technik und Betriebswirtschaft heute kann sie gelingen. Der Beratungsbedarf bei den Kunden nimmt schon vor dem Verkauf immer mehr zu. Von der Planung bis hin zur zur Shopfloor-Ebene die Integra-tionen und Anforderungen werden immer komplexer. Digitalisierung und Automatisierung des gesamten Produktionsprozesses ist derzeit das bestimmende Thema. Und in diesem Zusammenhang spielt TDM als Softwarelösungs- Anbieter eine zentrale Rolle. Hier können wir unsere Kompetenz als Berater voll ausspielen, fasst Thomas Mücke die Zukunftsperspektive des Tool Lifecycle Managements zusammen und verabschiedet sich freundlich von uns denn schon ruft der nächste Termin und das nächste interessante Projekt. [3] [4] 20 TDMessage # TDMessage #

12 NUTZEN Wirtschaftliche Fertigung Eine Werkzeugmaschine will produzieren - hindern wir sie nicht daran! Die Aufteilung der Kosten in Ihrer Fertigung: 27 % 24 % 3 % Variable Kosten: Werkstoffe Wussten Sie schon? 20 % Fixe Kosten: Maschinenpark Variable Kosten: Schneidwerkzeuge 10 % 20 % Quelle: Sandvik Coromant 18 % Fixe Kosten: Gebäude &Verwaltung 28 % Fixe Kosten: Arbeitskraft Für die größten Einsparungen müssen die Produktionszeiten verkürzt, die Maschinenlaufzeiten erhöht und die Stillstände gesenkt werden. 10 % 20 % Einsparpotenziale mit TDM Fertigungsgerechte Konstruktion Elementare Werkzeuginformationen für... ü... die bestmögliche Zuordnung von Werkzeugen und Bearbeitungsschritten. ü... die ideale Kombination von Schneidstoff und Werkstoff. Programmierung mit CAM-Systemen oder an der Maschine mit verfügbaren Werkzeugdaten ü Anwendungsgerechte Werkzeugauswahl ü Verfügbare Geometrie- und Technologiedaten ü Reale 3D-Komplettwerkzeuggrafiken für Simulationsanalysen ü Verfügbarkeitsprüfung von Werkzeugen in der Planungsphase ü Übertragung von Werkzeuglisten zur Werkzeugvorbereitung Effizienter Beschaffungsprozess üautomatische Mindestbestandsmeldung und Bestellanforderungen an das ERP-System ü Info über Werkzeuglieferungen direkt aus dem ERP-System Transparente Fertigungs- und Werkzeuglogistik ü KEIN Suchen von Werkzeugen: jederzeit transparente Übersicht über den Aufenthaltsort und Zustand von Werkzeugen, Spannmitteln und Vorrichtungen Auftragsorientiertes Shopfloormanagement und MES-Integration ü Auftrags- und verbrauchsorientierte Werkzeugbereitstellung unter Berücksichtigung von Werkzeugbeständen an der Maschine ü TDM bringt die Produktionsressourcen zusammen an die Maschine: NC-Programm, Werkzeuge, Vorrichtungen und Spannmittel und deren Daten Maschinenanbindung ü Werkzeugistdaten gehen mit dem Auftrag an die Maschine ü Maschinendaten fließen zurück ins System Integration in die Automatisierung, wie Robotik und flexible Fertigungssysteme Schulungen in Tübingen Schulung Zeitraum TDM Basismodul TDM Lagermodul TDM Formulargenerator TDM Systemuser TDM Basismodul TDM Lagermodul TDM Formulargenerator TDM Systemuser TDM Basismodul TDM Lagermodul TDM Formulargenerator TDM Systemuser TDM Basismodul TDM Lagermodul TDM Formulargenerator TDM Systemuser Die Schulungen finden in deutscher Sprache in Tübingen statt. Individuelle Trainingsangebote bieten wir gerne maßgeschneidert auf Ihre Bedürfnisse an. Diese können als Inhouse-Schulung bei Ihnen im Unternehmen stattfinden oder auch als Online- Session. Messen / Veranstaltungen Event Zeitraum Houstex, Houston, USA Industrie, Lyon, Frankreich CIMT, Peking, VR China Walter Starrag Turbine Technology Days 2015, Rorschacherberg, Schweiz EMO, Mailand, Italien Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Nutzen Sie die Möglichkeit eines kostenlosen PRODUCTIVITY-Checks von TDM Systems! Vereinbaren Sie noch heute einen persönlichen Ter- Mit einer 20 % höheren Maschinenauslastung kann ein 10 % höherer Bruttogewinn erziehlt werden. 20 % höhere Schnittdaten können die Kosten pro Bauteil um mehr als 10 % verringern. Ein 20 % höheres Produktionsvolumen kann die Amortisation einer neuen Maschine um 10 Monate verkürzen. min mit Ihrem TDM-Berater und entdecken Sie Einsparpotenziale in Ihrem Unternehmen mit TDM-Lösungen. Quelle: Sandvik Coromant 22 TDMessage # TDMessage #

13 Excellence in Tool Lifecycle Management 24 TDMessage #

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