Über den sozialpolitischen Umgang mit innovativen ambulanten Therapiekonzepten am Beispiel von ALITA

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1 Über den sozialpolitischen Umgang mit innovativen ambulanten Therapiekonzepten am Beispiel von ALITA Behandeln oder nicht behandeln das ist keine Frage! Hannelore Ehrenreich, Henning Krampe Zusammenfassung Im vorliegenden Beitrag wird am Beispiel von ALITA (Ambulante Langzeit-Intensivtherapie für Alkoholkranke) der gegenwärtige sozialpolitische Umgang mit innovativen ambulanten Therapiekonzepten in Deutschland erläutert. Ausgehend von einer Konzeptbeschreibung und den dokumentierten Erfolgszahlen wird auf die jetzt anstehende Umsetzung einer Multicenterüberprüfung und die Übernahme des Therapieprogramms in die Regelversorgung eingegangen. Zur kontinuierlichen Qualitätskontrolle wird die Etablierung eines Franchise-Systems vorgeschlagen. Schliesslich erfolgt eine kurze Darstellung der politischen Umstände, die der Umsetzung bislang im Weg stehen, wobei besonders auf die Rolle der Rentenversicherer und Krankenkassen eingegangen wird. Schlüsselwörter Alkoholabhängigkeit, ambulante Therapie, ALITA, Qualitätskontrolle, Gesundheitspolitik, Franchise-System Summary On the Sociopolitical Management of Innovative Outpatient Programs OLITA as Example In the present paper, OLITA, the Outpatient Long-term Intensive Therapy for Alcoholics, is used as an example to illustrate how the acting sociopolitical system in Germany deals with innovative outpatient programs. Based on an outline of the concept and the documentation of its success, the pending translation of OLITA into a multicenter trial and, later, into a routinely available service within the health system are discussed. Continuous quality control may be assured by introduction of a franchise system. Finally, a brief description of the political circumstances, counteracting its realization follows, considering the role of health and annuity insurance groups in this process. Key words Alcoholism, outpatient therapy, OLITA, quality control, health policy, franchise system 10 Jahre ALITA (Ambulante Langzeit-Intensivtherapie für Alkoholkranke): Abschluss der wissenschaftlichen Modellphase Im Juni 2003 wurde in Göttingen das Modell-Projekt ALITA (Ambulante Langzeit-Intensivtherapie für Alkoholkranke) nach fast 10-jähriger Laufzeit abgeschlossen. ALITA ist ein biopsychosoziales Therapiekonzept für schwer alkoholkranke Patienten, das als zweijähriges Behandlungsprogramm dem stationären Entzug folgt (Ehrenreich et al. 1997, 2000, 2002; Ehrenreich & Krampe 2002). Das Programm verwirklicht die wesentlichen Faktoren effizienter Suchttherapie: Es ist ambulant, umfassend und langfristig (Kurzbeschreibung siehe Abbildung 1). Dadurch leistet ALITA sowohl Krankenbehandlung als auch medizinische und psychosoziale Rehabilitation. Es bietet strenge Qualitätskontrolle und einen Ausgleich zwischen Standardisierung und Individualisierung einzelner Therapieleistungen. Bei ALITA mit seiner ungewöhnlich langen Programmdauer sind eine Reihe bewährter Elemente aus verschiedenen Alkoholismustherapien in einzigartiger Kombination zusammengesetzt: Hochfrequente Kurzgespräche, anfangs täglich, werden langsam reduziert, um schließlich in eine einmal wöchentlich stattfindende Gruppe zu münden. Weitere Ingredienzien der Therapie sind die»therapeutenrotation«(krampe et al. 2001), aggressive Nachsorge, soziale Reintegration (Wagner et al. 1999), Kriseninterventionsbereitschaft, explizite Behandlung komorbider psychiatrischer und körperlicher Erkrankungen (Wagner et al. 2001), überwachte Verabreichung von Acetaldehyddehydrogenase-Hemmstoffen (Disulfiram, Calciumcarbimid) sowie regelmäßige Urinuntersuchungen auf Alkohol und andere Suchtstoffe. An 180 schwerst alkoholabhängigen Patienten konnte die Tragfähigkeit des Konzepts evaluiert werden (siehe Tabelle 1). Eine bezogen auf die Schwere der Betroffenheit der Klientel einmalige Erfolgsquote von ca. 50% abstinenten Patienten auch noch sieben Jahre nach Beendigung der Therapie spricht für sich (Ehrenreich et al. 1997, 2000, 2002; Krampe et al. 2003). Prof. Dr. Dr. Hannelore Ehrenreich Max-Planck-Institut für experimentelle Medizin Hermann-Rein-Str. 3, Göttingen Tel: , Fax: Z. Allg. Med. 2003; 79: Hippokrates Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co. KG, Stuttgart

2 A HOCHFREQUENTE KURZGESPRÄCHSKONTAKTE Strukturierte, sichernde Anbindung durch supportive, wenig fordernde Kurzgespräche; initial täglich 15 Minuten, einschließlich an Wochenenden und Feiertagen; langsame Reduktion der Kontaktfrequenz mit dem Ziel einer regelmäßigen und dauerhaften wöchentlichen Gruppenteilnahme. KRISENINTERVENTIONSBEREITSCHAFT Das ALITA-Team ist im Notfall für die Patienten immer erreichbar: 24 Stunden, 365 Tage. SOZIALE REINTEGRATION UND HAUSBESUCHE Konkrete Unterstützung beim Aufbau eines abstinenzfördernden sozialen Umfeldes; explizite Beteiligung der Angehörigen an der Therapie; Familien- und Paargespräche; aktive Hilfe bei Problemen am Arbeitsplatz und mit Behörden; Unterstützung bei Wohnungssuche, Umzug, Wiedereinstieg ins Berufsleben, Schuldentilgung und Klärung juristischer Angelegenheiten. SCHAFFUNG EINER ALKOHOLUNVERTRÄGLICHKEIT Einnahme von Calciumcarbimid (Colme ) bzw. Disulfiram (Antabus ) als sogenannte Alkoholaversiva (die Hemmung des alkoholabbauenden Enzyms Acetaldehyddehydrogenase führt bei Alkoholkonsum zur Anhäufung des toxischen Acetaldehyds mit den Folgen einer»inneren Vergiftung«, der sogenannten»antabusreaktion«, d. h. flush-symptomatik, Blutdruckentgleisung, Pulsrasen, Übelkeit, Erbrechen, gelegentlich sogar Kreislaufkollaps. KONTROLLE Kontrollierte Einnahme der Aversiva, regelmäßige Urin- und Blutuntersuchungen auf Alkohol und andere Suchtstoffe. AGGRESSIVE NACHSORGE Zur sofortigen Beendigung beginnender oder Verhinderung drohender Rückfälle: Patienten, die nicht zum vereinbarten Termin erscheinen, werden mit Telefonanrufen, spontanen Hausbesuchen oder Briefkontakten zur Fortführung der Behandlung bzw. Wiederaufnahme der Abstinenz aufgefordert. THERAPEUTENROTATION Systematische Zusammenarbeit der Patienten mit mehreren gleichermaßen verantwortlichen Therapeuten. Ein Team aus sechs bis sieben Therapeuten (leitender Psychiater, Psychologe, Arzt, Sozialpädagoge, Krankenpfleger, Medizindoktorand, Psychologiediplomand) ist dabei in gleicher Weise für alle Patienten zuständig. Auf das klassische Bezugstherapeutensystem wird konsequent verzichtet. Stationäre Vorphase: Ambulante Phase I: Ambulante Phase II: Ambulante Phase III: Ambulante Phase Entgiftung Intensivphase Stabilisierungsphase Ablösungsphase IV: Nachsorgephase 2 3 Wochen, tägliche 3 Monate, tägliche je nach individuellem 6 Monate, zwei Kontakte 12 Monate, wöchent- Kontakte, 15 Minuten Kontakte, 15 Minuten Bedarf 3 4 Monate, pro Woche, 30 Minuten lich therapeutendrei Kontake pro Woche, begleitete Gruppe, 15 Minuten anfangs noch ein Einzelgespräch pro Woche (30 Minuten) Abbildung 1: Die wesentlichen Therapieelemente von ALITA Das Modellprojekt ist abgeschlossen, die Aufgabe der klinischen Grundlagenforschung damit erfüllt. Eine ausführliche Therapieevaluation weist ALITA als optimale Behandlungsalternative für chronisch suchtkranke Patienten aus. Eine grosse Zahl verschiedener Behandlungseinrichtungen im gesamten Bundesgebiet sind an einer Übernahme des Konzepts interessiert. Auch an dieser Stelle soll mit ALITA eine Neuerung im Gesundheitswesen modellhaft erprobt werden, nämlich die Weitergabe des Konzepts an andere Zentren auf Franchise-Basis zur vertraglichen Gewährleistung fortlaufender Qualitätssicherung und Qualitätskontrolle sowie deren Finanzierung. Franchise-Verfahren als Mittel zur Qualitätskontrolle im Gesundheitswesen Was bedeutet das aus der Wirtschaft entlehnte Franchise-Verfahren für unser Gesundheitswesen? Bislang gibt es in unserem Versorgungssystem keinerlei Gewähr, dass wissenschaftlich erprobte Methoden korrekt und erfolgreich in die klinische Praxis übertragen und dort auch entsprechend weitergeführt werden. Hier setzt die Idee des Franchise an. Nach Abschluss der wissenschaftlichen Erprobung und vor der regelhaften klinischen Anwendung sollte eine Übergangsphase eingebaut werden, in der durch eine geeignete Kontrollinstitution (Franchisegeber) die Übernahme des»therapieverfahrens auf 614 Z. Allg. Med. 2003; 79: Hippokrates Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co. KG, Stuttgart 2003

3 Tabelle 1: Evaluation von ALITA, ausgewählte Ergebnisdaten Untersuchter Parameter Ergebnis Studie Abstinenz direkt nach ALITA-Patienten: 60 % Ehrenreich et al. (1997) der zweijährigen Fallkontrollen: 30 % Ehrenreich et al. (2000) Therapie Abstinenz ein Jahr nach 50 % Abstinenz Ehrenreich et al. (2000) Therapieende Ehrenreich et al. (2002) Abstinenz sieben Jahre 50 % Abstinenz Krampe et al. (2003) nach Therapieende Arbeitslosigkeit Rückgang der Ehrenreich et al. (2002) Arbeitslosigkeit während der Therapie von 61 % auf 22 % Psychiatrische Rückgang komorbider Wagner et al. (2001) Komorbidität Störungen während der Therapie von 60 % auf 13 % Suchtassozierte Hochsignifikanter Wagner et al. (2001) Probleme Rückgang der Beeinträchtigung in körperlichen, sozialen und psychischen Problem-Bereichen während der Therapie Forderung nach exakten Kosten-Nutzen-Analysen nachzukommen. Doch just an dieser Stelle, nämlich der Übersetzung eines gangbaren Weges aus der wissenschaftlichen Evaluation zur Zwischenstufe einer Multicenterüberprüfung und Endstufe einer Regelversorgung scheint unser Gesundheitssystem zu scheitern. Tabelle 2 skizziert bislang absolvierte Etappen dieses Weges. Zwanghaft verfolgte, mit einem unübersehbaren Geflecht von Paragraphen und Richtlinien fixierte, objektiv vielfach obsolete Konzepte jenseits jeglicher Qualitätskontrolle scheinen bei den Kostenträgern noch immer zu dominieren. Gleichzeitig nehmen bei den Versorgern einschliesslich deren Trägeranstalten Ängste vor Fokussierung der Regelversorgung chronisch psychisch Kranker auf ambulante Strukturen zu Ungunsten stationärer Einrichtungen überdimensionale Gestalt an. Es wird die Sorge genährt, man habe mit dem Verlust von Arbeitsplätzen zu rechnen, so als handle es sich bei psychisch Kranken um Bestandteile einer Fließbandproduktion, in welcher die Verbesserung technologischer Voraussetzungen Arbeitskräfte spart. Im Gegenteil. Ambulante Betreuung chronisch psychisch Kranker stellt sogar höhere Anforderungen an die Vergabe von Stellen im Bereich der psychiatrischen Versorgung. Ambulante Behandlung fordert und ermöglicht Schulung, Fortbildung und Umdenken von Therapeuten. Sicher verlangt sie aber auch Einsatzfreudigkeit und Erfahrung im Umgang mit chronisch psychisch Kranken, im Falle von ALITA mit Alkoholkranken. Die Therapeut-Patient-Interaktion ohne den Rückhalt der abschirmenden Stationsmauern provoziert eine radikale Ressourcenorientierung beider Interaktionspartner. ALI- TA mag als Prototyp eines ambulanten Therapiekonzepts zur erfolgreichen Versorgung chronisch psychisch Kranker gelten. Die Erfolgszahlen, gemessen an Langzeitabstinenz, aber auch an sozialer Reintegration, Wiederbeschäftigung und Rückgang der komorbiden Störungen drängen förmlich eine Anwendung dieser Maßnahme auch für andere Indikationen auf (Ehrenreich et al. 2002, Wagner et al. 2001). In einer Zeit der Reform im Gesundheitswesen und verschärften Ausrichtung auf Qualitätskontrolle, Wirksamkeitsnachweis und Kostendämpfung sollte ein Konzept wie ALITA eigentlich offene Türen einrennen. Absurderweise kristallisiert sich jedoch in den vergangenen Jahren ein unverständliches Verhaltensmuster der Sozialversicherungsträger heraus. Nach initial bereitwilliger Kostenübernahme schwenken die Primär- und Ersatzkassen seit kurzem in Richtung Verweigerung derselben um. Parallel ist eine Gesinnungswandlung der Rentendem Prüfstand«(hier ALITA) durch andere Zentren (Franchisenehmer) streng überwacht wird. Neben der Reproduzierbarkeit der Erfolgszahlen wird so deren Abhängigkeit von der Programmtreue ermittelt. Dem Franchisegeber obliegen unter anderem Schulung, Weiterbildung und wissenschaftliche Begleitung, wohingegen der Franchisenehmer die Übernahme aller Therapieelemente vertraglich gewährleistet. Voraussetzung für den Einsatz dieses in der Wirtschaft bewährten Verfahrens im hier geschilderten Fall war die Eintragung von ALITA als Markenname. Allerdings dürften die Gemeinsamkeiten mit Unternehmensketten wie McDonald s damit auch schon erschöpft sein. Erstrebt wird für ALITA eine Kostendeckung, kein Gewinn. Für die Sozialversicherungsträger und die Patienten stellt das Franchise-System eine weitere wesentliche Qualitätskontrolle dar, für die Initiatoren des neuen Therapieverfahrens eine erneute strenge Bewährungsprobe. Bisher ist eine solche Vorgehensweise jedoch noch Utopie. Etappen und Hürden auf dem Weg zur Umsetzung von ALITA in die Regelversorgung Im Fall von ALITA liegt es seit geraumer Zeit an den Kostenträgern und den Versorgungsstrukturen in unserem Lande, sich dieses wissenschaftlich evaluierten Programms für schwer betroffene Alkoholkranke zu bedienen. Deren Pflicht und Aufgabe wäre es, der logischen Z. Allg. Med. 2003; 79: Hippokrates Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co. KG, Stuttgart

4 Tabelle 2: Etappen auf dem sozialpolitischen Weg der Umsetzung eines wissenschaftlich begründeten, innovativen und ökonomischen Therapiekonzeptes am Beispiel ALITA Etappe / Datum Oktober 1994 Dezember 1997 April Oktober 1998 Oktober 1998 März 2000 Juni 2001 August November 2001 Vorgang und Ergebnis Vereinbarung mit den Göttinger Primärkrankenkassen über die Finanzierung eines Teils der Therapiekosten von ALITA. Das Sozialamt Göttingen schliesst sich an. Die örtlichen Ersatzkassen stimmen nicht zu, übernehmen jedoch Anteile der Kosten im Rahmen von Einzelfallentscheidungen. Unerwartete Kündigung der örtlichen Absprache durch die Ersatzkassen. Einleitung von Sozialgerichtsverfahren durch bereits ins Programm aufgenommene Patienten. Antrag auf Anerkennung von ALITA als»duales Finanzierungsmodell«bei den Verbänden der niedersächsischen Primär- und Ersatzkassen, sowie bei der LVA Hannover. Ablehnung unter Hinweis auf jeweils andere Zuständigkeiten. Niedersächsisches Wissenschaftsministerium und Sozialministerium empfehlen der LVA Hannover, den Antrag auf duale Finanzierung wohlwollend zu prüfen. Im Rahmen von sechs Einzelverfahren vor dem Sozialgericht Hildesheim erklären sich die beklagten Ersatzkassen nach Rücksprache mit der Bundesebene nicht bereit, Behandlungskosten zu übernehmen. Die LVA Hannover tilgt jedoch als Beigeladene anteilige Kosten für die ALITA-Therapie der Ersatzkassen- Patienten ab dem 4. Behandlungsmonat. Nach Abschluss der Verfahren übernimmt die LVA Hannover freiwillig für mehrere Patienten, und die BfA Berlin in einem Fall teilweise die Kosten. Spitzengespräch des Vorstandes des Klinikums der Universität Göttingen mit der Geschäftsführung der LVA Hannover. Die Verbände der Krankenkassen in Niedersachsen weigern sich, an diesem und auch an zukünftigen Spitzengesprächen teilzunehmen. Antrag auf Anerkennung der ALITA-Therapie im August 2001 nach den Richtlinien über die Bewertung ärztlicher Untersuchungs- und Behandlungsmethoden (BUB-Richtlinien) bei den Spitzenverbänden der gesetzlichen Krankenkassen. Diese beauftragen im November 2001 den medizinischen Dienst der Krankenversicherung mit der Prüfung des Antrages. Das Ergebnis der Prüfung wird nie offiziell verlautbar. Über Umwege wird jedoch bekannt, dass ALITA keine Anerkennung durch die Krankenkassen finden soll. August Oktober 2002 Die»Projektgruppe Suchtbehandlung des Verbandes Deutscher Rentenversicherungsträger (VDR)«beschließt eine modellhafte Erprobung von ALITA. Die BfA Berlin schließt sich an. September 2002 Die AOK Niedersachsen kündigt unerwartet die Vereinbarung vom Oktober März 2003 Juli August 2003 Die VdAK/AEV-Bundesgeschäftsstelle lehnt für alle Spitzenverbände eine modellhafte Erprobung von ALITA ab. Auf den Antrag vom August 2001 wird nicht substantiell eingegangen. Ein Brief an die Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen mit der Bitte um einen rechtsbehelfsfähigen und substantiell begründeten Bescheid bleibt unbeantwortet. Eine Untätigkeitsklage gegen die gesetzlichen Krankenkassen ist in Vorbereitung. Erreichen der Rehabilitationsfähigkeit im Sinne des Sozialgesetzbuches VI übernimmt, d.h. bis zu 3 Monaten nach dem stationären Entzug. Die Rentenversicherung sollte dann die Therapiekosten mit Eintritt der Rehabilitationsfähigkeit begleichen. Hoffnung auf ein Gelingen dieser Verhandlungen hat das Sozialgesetzbuch IX geweckt, in welchem ausdrücklich die Kooperation der verschiedenen Kostenträger im Hinblick auf die notwendigen Leistungen vorgegeben wird. Analysen der Kosten, welche von einem durchschnittlichen ALITA-Patienten pro Jahr für die Kostenträger verursacht werden, erbrachten, dass die Zugehörigkeit eines Patienten zum zweijährigen ALITA-Programm selbst dann eine Einsparung für die Kassen bedeutete, wenn der Patient unmittelbar nach den zwei Jahren wieder rückfällig würde. Im Laufe von Verhandlungen werden jedoch nicht selten Worte laut, wie»ein toter Alkoholiker kostet weniger als ein lebender Alkoholiker«. Vielleicht sind derlei Äußerungen die Konsequenz aus einem an die Wand gefahreversicherer zu beobachten: Völlige Ablehnung wurde abgelöst von zaghaftem Interesse, um schließlich ein Einschwenken auf einen Kurs der potenziellen dualen Finanzierung anzudeuten. Für die Patienten bedeutet eine solch zähe politische Taktiererei vor allem langes Warten auf dringend nötige Behandlung. Behandeln oder nicht behandeln ist das keine Frage? Auf Grund der schweren Beeinträchtigung der Patienten bei Eintritt in ALITA und der ausgezeichneten Rehabilitationsleistungen des Programms wurde jahrelang das Ziel einer regelhaften dualen Finanzierung durch Krankenkassen und Rentenversicherer angestrebt. Demnach sollten die Therapiekosten so aufgeteilt werden, dass die Krankenversicherung neben dem stationären Entzug die nachstationäre ambulante Krankenbehandlung bis zum 616 Z. Allg. Med. 2003; 79: Hippokrates Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co. KG, Stuttgart 2003

5 nen Sozialsystem mit temporär diffus anmutenden Problemlösungsversuchen. Wie sonst wäre es erklärbar, dass von Seiten der Krankenkassen beispielsweise die Kostenübernahme für ALITA abgelehnt, gleichzeitig jedoch die Kostenübernahme für die stationäre qualifizierte Entzugsbehandlung (Fleischmann et al. 2001, 2002) unter dem Hinweis auf die Erfolgsquote von ALITA ebenfalls abgeschmettert wird (MDK Bayern, 2001). Ein Schildbürgerstreich, der Therapiephasen durcheinanderwirft, die beteiligten Parteien (ambulante gegen stationäre Versorger) gegeneinander ausspielt und dabei den Patienten durch die Maschen fallen lässt. Behandeln oder nicht behandeln das ist vielleicht doch eine Frage. (2003) Therapieprozesse bei ALITA (Ambulante Langzeit-Intensivtherapie für Alkoholkranke): Multiple Beziehungsgestaltung in der integrativen Therapie chronisch psychisch kranker Menschen. Gesprächspsychotherapie und Personzentrierte Beratung 34: MDK in Bayern (2001) Stellungnahme Positionspapier Sucht. Unveröffentlichtes Manuskript. 10. Wagner T, Poser W, Matthies U, Döring W, Herzenstiel MN, Krieg C, Martin F, Oechsle A, Rusteberg W, Ehrenreich H (1999) ALITA: Ein neues Konzept der gemeindenahen Therapie Alkoholabhängiger. Sozialpsychiatrische Informationen 29: Wagner T, Krampe H, Jahn H, Stawicki S, Heutelbeck K, Jacobs S, Driessen M, Kröner-Herwig B, Rüther E, Ehrenreich H (2001) Psychiatrische Komorbidität (Achse-I-Störungen) bei Alkoholabhängigen im Verlauf einer ambulanten Therapie Erste Ergebnisse einer prospektiven Studie. Suchtmedizin 3: Dank Die Autoren danken Wolfgang Rusteberg, ohne den der zähe, energie- und zeitaufwendige Kampf um Anerkennung von ALITA nie hätte geführt werden können. Literatur 1. Ehrenreich H, Mangholz A, Schmitt M, Lieder P, Völkel W, Rüther E, Poser W (1997) OLITA an alternative in the treatment of therapy-resistant chronic alcoholics. First evaluation of a new approach. European Archives of Psychiatry and Clinical Neuroscience 247: Ehrenreich H, Krampe H, Wagner T, Jahn H, Jacobs S, Maul O, Sieg S, Driessen M, Schneider U, Kunze H, Rusteberg W, Havemann- Reinecke U, Rüther E, Poser W (2000) Outpatient long-term intensive therapy for alcoholics,»olita«: re-considering severe alcoholism, disease and treatment. Suchtmedizin 2: Ehrenreich H, Jahn H, Heutelbeck K, Reinhold J, Stawicki S, Wagner T, Wolff-Menzler C, Ahrens T, Haase A, Mahlke K, Maul O, Rusteberg W, Krampe H (2002) ALITA Neue Wege in der ambulanten Intensivbehandlung von Alkoholabhängigen. In: Mann K (Hrsg) Neue Therapieansätze bei Alkoholproblemen. Pabst, Lengerich, pp Ehrenreich H, Krampe H (2002) Der suchtkranke Mensch In unserer Mitte. In: Elsner N, Schreiber H-L (Hrsg) Was ist der Mensch? Wallstein, Göttingen, pp Fleischmann H. et al. (2001) Positionspapier der Leiter von Suchtabteilungen in bayerischen Bezirkskrankenhäusern zur Entzugsbehandlung von Alkoholkranken gem. 3 der Empfehlungsvereinbarung vom Sucht 47: Fleischmann H. et al. (2002) Positionspapier»Krankenhausbehandlung Alkoholkranker«Hier: Qualifizierte Entzugsbehandlung. Sucht 48: Krampe H, Küfner H, Wagner T, Ehrenreich H (2001) Die Therapeutenrotation ein neues Element in der ambulanten Behandlung alkoholkranker Menschen. Psychotherapeut 46: Krampe H, Wagner T, Reinhold J, Stawicki S, Mahlke K, Galwas C, Barth U, Aust C, Haase A, Jahn H, Kröner-Herwig B, Ehrenreich H Zur Person Prof. Dr. Dr. Hannelore Ehrenreich studierte Veterinärmedizin und Medizin in Hannover und München. Sie hatte eine Reihe von Stipendien mit längeren Auslandsaufenthalten in den USA, England und den Philippinen. Sie ist Professor für Neurologie und Psychiatrie, lehrt und praktiziert an der Georg-August-Universität in Göttingen beide Fächer, und leitet am dortigen Max- Planck-Institut für experimentelle Medizin die Arbeitsgruppe Klinische Neurowissenschaften. Seit über 15 Jahren forscht sie zur Entwicklung neuer Therapieansätze bei neuropsychiatrischen Erkrankungen»von der Zelle zum Patienten«im Sinne einer»translational medicine«. Ein Schwerpunktthema ihrer Arbeit ist Alkoholismus neue Therapieansätze und Regeneration unter Abstinenz. Dipl. Psych. Henning Krampe studierte Psychologie in Göttingen. Er ist klinischer Psychologe in der Arbeitsgruppe Klinische Neurowissenschaften am Max-Planck- Institut für experimentelle Medizin in Göttingen. Seine Forschungsschwerpunkte sind Ergebnis- und Prozess- Forschung in der Psychotherapie, Suchttherapie und psychiatrische Komorbidität bei Suchterkrankungen. Er arbeitet seit fünf Jahren als Therapeut und stellvertretender Leiter im ALITA-Programm und ist zusätzlich als Verhaltenstherapeut in der Abteilung für Klinische Psychologie und Psychotherapie der Georg-August-Universität Göttingen tätig. Z. Allg. Med. 2003; 79: Hippokrates Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co. KG, Stuttgart

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