7.5 Therapie der Alkoholabhängigkeit

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "7.5 Therapie der Alkoholabhängigkeit"

Transkript

1 Therapie der Alkoholabhängigkeit Falk Kiefer und Karl Mann Einleitung In den vergangenen Jahren hat eine enorme Entwicklung hin zu einer evidenzgestützten Therapie bei Alkoholabhängigkeit stattgefunden. Von großer Bedeutung ist in diesem Zusammenhang das Bestreben, auf dem aktuellen Kenntnisstand Leitlinien für die Behandlung alkoholabhängiger Patienten zu etablieren (Kiefer 2006). Dies geschieht mit dem Ziel, verbindliche Handlungsempfehlungen zu geben, die Therapiequalität und letztlich die Versorgungssituation von alkoholabhängigen Menschen zu verbessern. Für die Behandlungspraxis ist entscheidend, ein sinnvolles Ineinandergreifen der verschiedenen Therapiebausteine zu gewährleisten. Dabei spielen motivationssteigernde Interventionen eine Schlüsselrolle über die Behandlungsphasen hinweg. Die Therapieempfehlungen bei schädlichem Alkoholgebrauch und Abhängigkeit orientieren sich an dem Schweregrad der Erkrankung und den vordringlichen Therapiezielen. Das Behandlungsziel der lebenslangen Alkoholabstinenz stellt zwar noch immer eine Idealnorm dar, das Spektrum der Therapieziele reicht aber von der Förderung der Krankheitseinsicht, der Motivation zur Veränderung, dem Aufbau alkoholfreier Phasen, bis hin zur Behandlung von Folge- und Begleitkrankheiten sowie Sicherung des Überlebens. Die Therapieziele müssen den Möglichkeiten und Bedürfnissen des Patienten angemessen sein, die lebenslange Abstinenz ist eine Idealnorm. Primäres Ziel der Behandlung ist es, die Motivation zum Trinken zugunsten einer Motivation zur Abstinenz zu ersetzen. Die Förderung und Stabilisierung von Motivation ist eine Aufgabe der Therapie und nicht deren Vorbedingung. Krankheitseinsicht und die Bereitschaft zur Veränderung müssen jedoch im Gespräch häufig erst hergestellt werden. Suchtpatienten, die sich zu einer Entzugsbehandlung entschlossen haben, sind meist ambivalent bezüglich der Veränderung ihres Suchtmittelkonsums. Einerseits erleben sie negative Konsequenzen des Substanzkonsums, beispielsweise körperliche Folgeerkrankungen oder negative soziale Reaktionen des Partners oder Arbeitgebers, die sie veranlassen, eine Behandlung zu absolvieren. Auf der anderen Seite stehen jedoch die positiven Wirkungen der Substanz, auf die sie ungern verzichten möchten. In dieser Situ- ation hat sich eine wohlwollende und unterstützende Haltung aufseiten des Behandlungsteams bewährt. Niedrigschwellige Zugangsmöglichkeiten zur qualifizierten Entzugsbehandlung sowie zu suchtmedizinischen Ambulanzen und suchtmedizinischen Konsiliar- und Liaisondiensten in den umliegenden Allgemeinkrankenhäusern können dazu beitragen, dass mehr Patienten zu einer spezifischen Behandlung motiviert werden können. Der größte Anteil der Alkoholabhängigen (75 %) wird zumindest einmal pro Jahr von Allgemeinärzten gesehen (Wienberg 2002). Es wäre ein Erfolg, wenn zukünftig mehr dieser Patienten zu suchtspezifischen Behandlungen motiviert werden könnten Schritt 1: Motivation zur Abstinenz Maßnahmen wie Beratungs- und Aufklärungsgespräche durch den Hausarzt bewirken bei etwa 50 % der Patienten eine Reduktion des Alkoholkonsums. Bis zu 48 Monate nach der Durchführung lassen sich die Effekte einer Kurzintervention nachweisen (Moyer et. al 2002). Die Einbeziehung von Angehörigen ist in dieser Phase des Motivationsprozesses sehr wichtig, da viele Abhängige bereits ein für die Erkrankung charakteristisches Abwehrverhalten mit Bagatellisierungstendenzen zeigen. Kurzinterventionen, die Elemente der motivierenden Gesprächsführung (Miller u. Rollnick 1991) enthalten, haben sich als besonders erfolgreich erwiesen. Der Motivationssteigerungsansatz ist wichtiger Bestandteil in allen Phasen der Suchttherapie. Die motivierende Gesprächsführung ist ein klientenzentrierter, aber dennoch direktiver Behandlungsansatz mit dem Ziel, eine rasche, intrinsisch motivierte Veränderung des Trinkverhaltens eines Patienten anzuregen. Der Betroffene wird darin unterstützt, die verschiedenen Stadien eines solchen Veränderungsprozesses (Prochaska u. DiClemente 1986) hin zu einer erfolgreichen und stabilen Veränderung zu durchlaufen. Dieser Ansatz hat sich in einer Vielzahl von Anwendungsbereichen als geeignet erwiesen. Sie reichen von Kurzinterventionen in der hausärztlichen Praxis (Diehl u. Mann 2005) bis hin zum Motivationssteigerungsansatz (Miller et al. 1992) als eigenständige therapeutische Behandlung.

2 562 7 Prävention und Therapie Die motivierende Gesprächsführung baut auf den folgenden Grundprinzipien auf: Empathie auszudrücken, Diskrepanzen zu entwickeln, Beweisführungen zu vermeiden, Widerstand aufzunehmen und die Selbstwirksamkeit des Patienten zu fördern. Durch das Stellen offener Fragen, durch aktives und reflektierendes Zuhören wird dem Betroffenen das Gefühl vermittelt, sein Verhalten und die dadurch entstehenden Probleme zu verstehen. Ohne negative Bewertungen wird der Betroffene in seinen Veränderungsbemühungen unterstützt. Das gegenwärtige Verhalten des Betroffenen wird als seine zurzeit beste Lösung zum Umgang mit bestimmten Auslösesituationen verstanden. Eine wertfreie Betrachtung der Vorteile des gegenwärtigen Verhaltens und der damit assoziierten Nachteile unterstützt den Betroffenen in der Überwindung der Ambivalenz gegenüber einer Verhaltensänderung und dem Aufbau von Veränderungsmotivation. Negative Konsequenzen des Verhaltens werden gemeinsam mit dem Patienten erarbeitet und Diskrepanzen zu kurz- oder langfristigen Ziele aufgedeckt. Dabei wird ausdrücklich darauf verzichtet, den Patienten durch Beweise und Konfrontationen von der Notwendigkeit einer Veränderung seines Verhaltens zu überzeugen. Im Vordergrund stehen vielmehr die Entwicklung von Diskrepanzen und die Betonung der Entscheidungsfreiheit des Betroffenen. Dies ermöglicht die Vermeidung von Widerstand und die Entwicklung einer intrinsischen Veränderungsmotivation. Verschiedene Techniken der Gesprächsführung ermöglichen es, mit Widerstand von Betroffenen (z. B. Bagatellisieren, Schuldzuweisungen an andere) umzugehen und Einsicht in problematisches Verhalten zu fördern Schritt 2: Entzugsbehandlung Körperliche Entgiftungsbehandlung Die Prinzipien der motivierenden Gesprächsführung (s. o.) bilden auch die Grundlage der Beziehungsgestaltung zum Patienten im Rahmen der qualifizierten Entzugsbehandlung. Hierdurch kann die sensible Phase der Entgiftung genutzt werden, um den Patienten zur Inanspruchnahme weiterer Hilfsangebote und zur Aufrechterhaltung einer abstinenten Lebensweise zu motivieren. Eine qualifizierte Entzugsbehandlung beginnt in der Regel mit der Entgiftung, bei der die Behandlung von Entzugserscheinungen im Vordergrund steht. Eine pharmakologische Behandlung der vegetativen Entzugserscheinungen ist bei rund einem Drittel bis der Hälfte der Patienten erforderlich. Die Patienten sollten in einer kompetenten und ruhigen Umgebung behandelt werden. Metabolische Entgleisungen müssen diagnostiziert und gegebenenfalls behandelt werden. Dies betrifft vor allem die Substitution von Vitaminen (vor allem Thiamin; z. B. Betabion 100, 2 4 Tabl. oder 1 Amp. i.m./tag) und die orale Gabe von Magnesium (z. B. Magnesium Verla N, 2 Tabl./Tag) über 5 7 Tage. Klinische Symptome des Alkoholentzugssyndroms Zielsyndrom für die pharmakotherapeutische Alkoholentzugsbehandlung ist im typischen Fall das beginnende Entzugssyndrom mit Anzeichen einer vegetativen Überstimulation. Tremor, Hyperhidrosis, Tachykardie, Hypertonie sowie eine psychische Symptomatik mit Nervosität und Irritabilität, Schlaflosigkeit, Substanzcraving, Konzentrationsminderung, psychomotorischer Unruhe und ängstlicher Affekt stehen im Vordergrund. Die Symptomatologie des Entzugssyndroms beginnt in der Regel 6 8 Stunden nach Trinkende, häufig bevor der Alkoholblutspiegel auf null abfällt. Nach anfänglicher Intensivierung kommt es meist nach Stunden zu einem Abklingen der Symptomatik. Halluzinationen. Bei dem schwereren Entzugssyndrom kann es zu visuellen und auditiven Störungen in Form von vorübergehenden optischen und akustischen Halluzinationen kommen. Letztere sind weniger elaboriert, kürzer, fokussierter, weniger bizarr als psychotische Halluzinationen und sind hierdurch wie durch die positive Alkoholanamnese meist ausreichend gut von Letzteren zu unterscheiden. Typisch sind optische Halluzinationen kleiner bewegter Objekte ( weiße Mäuse ) sowie seltener auch komplexe, meist angstbesetzte, szenenhafte Abläufe. Delirium tremens. Diese wichtigste und gefährlichste Komplikation des Alkoholentzugssyndroms (etwa 5 % der Patienten mit einfachem Alkoholentzugssyndrom entwickeln unbehandelt ein Delir, 15 % der Alkoholabhängigen haben im Verlauf des Lebens ein Delir [Sellers u. Kalant 1976]). Ein Delir ist charakterisiert durch Agitiertheit und vegetative Irritabilität, Temperaturerhöhung, Tachykardie, persistierende visuelle und akustische Halluzinationen und Desorientierung. In der Regel manifestiert sich das Delirium tremens akut nach Stunden als Entzugsdelir. Todesfälle durch ein Delirium tremens sind durch frühzeitige Diagnostizierung und intensives pharmakologisches Management selten, unbehandelt muss man jedoch mit einer Mortalität (0,5 %) rechnen. Pharmakologische Entzugsbehandlung Schweres Entzugssyndrom. Das komplizierte Alkoholentzugssyndrom (schwerer körperlicher Entzug oder Entzug mit Krampfanfall, Halluzinose oder Delirium tremens) bedarf einer pharmakologischen Behandlung. Dabei muss eine adäquate Hydratation, Elektrolytausgleich, Thiamingabe und Überwachung der Kreislaufparameter während aller Phasen des Entzugssyndroms gewährleistet sein.

3 7.5 Therapie der Alkoholabhängigkeit 563 Neben kurativen Therapiezielen (Beseitigung der Entzugssymptomatik) sollten auch präventive Ziele Berücksichtigung finden, wie die Vermeidung von Krampfanfällen, die Minderung des Delirrisikos und die allgemeine Vermeidung einer Intensivierung der Abhängigkeitserkrankung und folgender Entzugssyndrome. Die Entgiftung erfolgt in der Regel in 5 Tagen mit ausschleichender Dosierung. In dieser Zeit werden die Patienten täglich ambulant gesehen. Da eine Zulassung für die ambulante Alkoholentzugsbehandlung für keine der Substanzen vorliegt, erfolgt die Verordnung der genannten Pharmakotherapie off-label. Zur Behandlung des mittelgradigen bis schweren Entzugssyndroms hat sich in den deutschsprachigen Ländern überwiegend Clomethiazol durchgesetzt. Im angloamerikanischen Raum erfolgt die Behandlung mit langwirksamen Benzodiazepinen, wie Chlordiazepoxid und Diazepam. In Vergleichsstudien fanden sich keine einheitlichen Wirksamkeitsunterschiede von Benzodiazepinen zu Clomethiazol (Turbridy 1988). Bei deliranten und halluzinatorischen Syndromen erfolgt häufig zusätzlich eine neuroleptische Medikation, wobei Butyrophenone wegen der im Vergleich geringeren Senkung der Krampfschwelle im Entzug präferiert werden. Bei neuroleptischer Monotherapie ist die delirbedingte Letalität jedoch erhöht (Athen 1986). In der ambulanten Behandlung haben sich insbesondere Substanzen bewährt, die kein eigenes Abhängigkeitspotenzial haben, wie Tiaprid, Carbamazepin und Clonidin. Ambulante Behandlung. Bestehen keine Hinweise auf drohende Entzugskomplikationen, kann die Entzugsbehandlung auch ambulant durchgeführt werden (Soyka u. Horak 2004). Besondere Vorsicht in Bezug auf Komplikationen ist bei Personen mit positiver Anamnese für schwere vegetative Entzugserscheinungen (z. B. Entzugskrämpfe, Delirien), Spiegeltrinkern (tägliche Alkoholeinnahme > 150 g), polytoxikomanen Patienten sowie Patienten mit psychiatrischer oder somatischer Komorbidität (vor allem kardiovaskulär) sowie sozialer Instabilität geboten. Eine ärztlich begleitete Trinkmengenreduktion ist die einfachste Methode des Entzugs. Ein Drittel der Patienten muss zusätzlich pharmakologisch behandelt werden. Oft genügt es, für eine ruhige und kompetente Umgebung zu sorgen, den Patienten Hilfe und Zuwendung anzubieten sowie für eine normale Flüssigkeits- und Nahrungszufuhr zu sorgen. Bei deutlichen Blutdruckerhöhungen hat sich die ambulante Behandlung mit Clonidin (initial 75 µg oral, maximal 600 µg/tag) bewährt. Ist die Symptomatik weniger ausgeprägt, empfiehlt sich auch die Monotherapie mit Carbamazepin ( mg/ Tag, nicht retardiert) oder Oxcarbazepin ( mg/ Tag) zur Anfallsprophylaxe. Besteht die Notwendigkeit einer Pharmakotherapie zur Minderung vegetativer Entzugssymptome bei gleichzeitiger Anfallsprophylaxe, existieren zwischenzeitlich gute Erfahrungen über eine kombinierte Behandlung mit Tiaprid ( mg/tag) und Carbamazepin ( mg/tag; Soyka et al. 2006) Schritt 3: Aufrechterhaltung der Abstinenz (Rückfallprophylaxe) In den letzten Jahren haben immer mehr verhaltenstherapeutische Elemente Einzug in die rückfallprophylaktische Behandlung der Alkoholabhängigkeit erfahren. Hierzu gehören die Analyse von Rückfallsituationen, Rollenspiele zur Rückfallprophylaxe, das Training der sozialen Kompetenz, der Aufbau von Selbstkontrolltechniken, der Aufbau angenehmer Aktivitäten, die Einübung sozial kompetenten Verhaltens oder auch die Löschung konditionierter Reaktionen im Rahmen eines Alkoholexpositionstraining. Verhaltensmuster und Gewohnheiten, die zur Unterstützung der Sucht beitragen, werden hinsichtlich der Bedingungsfaktoren analysiert und im Idealfall durch alternative Verhaltensweisen ersetzt. Zudem befinden sich Medikamente im Einsatz, deren rückfallprophylaktische Wirksamkeit nachgewiesen wurde (Anticravingsubstanzen). Psychotherapeutische Verfahren Rückfallpräventionsprogramme nach dem sozial-kognitiven Rückfallmodell von Marlatt und Gordon (1985) kombinieren verschiedene bewährte Strategien mit dem Ziel, die Betroffenen für den Umgang mit rückfallkritischen Situationen zu sensibilisieren und Bewältigungsstrategien zu erarbeiten. Themen hierbei sind unter anderem der Abstinenzverletzungseffekt und Möglichkeiten, den wiederaufgenommenen Alkoholkonsum erneut zu beenden. Weitere Methoden hinsichtlich des Aufbaus von Selbstmanagement vermitteln dem Patienten ein höheres Ausmaß an Selbstkontrolle über seinen Alkoholkonsum. Hier haben sich beispielsweise die Selbstdokumentation über den Alkoholkonsum in Form eines Tagebuchs, Verhaltensverträge und Einübung von Verhaltensweisen, die sich mit Alkoholkonsum nicht vereinbaren lassen, sowie eine Selbstbelohnung beim Erreichen von Zielen bewährt. Training der sozialen Kompetenz. Ziel des Trainings der sozialen Kompetenz ist dagegen die Einübung funktionalen, erfolgreichen Verhaltens in zwischenmenschlichen Interaktionen. Unangenehme Gefühle, die durch zwischen-

4 564 7 Prävention und Therapie menschliche Kontakte ausgelöst und durch Substanzkonsum gedämpft werden, können dadurch reduziert oder vermieden werden. Gleichzeitig können so weitere Verstärkungsmöglichkeiten, beispielsweise durch den Aufbau oder die Erweiterung sozialer Kontakte, geschaffen werden. Hier spielt es auch eine wichtige Rolle, Kompetenzen zur Ablehnung einer Einladung zu einem alkoholischen Getränk aufzubauen. Das Training der sozialen Kompetenz kann sowohl in der Einzel- als auch der Gruppentherapie angewendet werden. Paar- und Familientherapie. Im Rahmen einer Paar- bzw. Familientherapie werden dysfunktionale Interaktionsmuster aufgedeckt und Möglichkeiten einer alternativen Beziehungsgestaltung erarbeitet. Verhaltenstherapeutische und Techniken aus anderen Therapierichtungen, insbesondere der systemischen Therapie, werden hier miteinander kombiniert. Reizexpositionsverfahren. Auch hierfür wurde eine abstinenzerhaltende Wirksamkeit nachgewiesen: Dabei ist es das Ziel, die in entsprechenden Auslösesituationen bestehenden Konditionierungs- bzw. Sensitivierungsprozesse bei alkoholabhängigen Patienten zu modulieren, um einem Rückfall zu vermeiden. Kritische Situationen für einen Rückfall zu identifizieren, die zu erhöhtem Verlangen nach Alkohol führen (alkoholspezifische Reize), und Bewältigungsstrategien zum Umgang mit Alkoholverlangen in diesen rückfallkritischen Situationen sollen seitens des Patienten erlernt werden. Pharmakologische Interventionen Die pharmakologische Rückfallprophylaxe (Anticravingbehandlung) bietet seit einigen Jahren die Möglichkeit, eine abstinenzstützende Behandlung auch ambulant durchzuführen. Am erfolgversprechendsten zeigten sich der Glutamatmodulator Acamprosat (Campral) und der Opioidantagonist Naltrexon (Nemexin), während für Substanzen mit Wirkung auf das cholinerge, dopaminerge und serotonerge System bisher kein replizierbarer abstinenzerhaltender Effekt gezeigt wurde (Spanagel u. Kiefer 2008). Eine Nischenindikation besteht für das alkoholaversiv wirksame Disulfiram (Antabus; Mutschler et al. 2008). Acamprosat. Das 1996 in Deutschland eingeführte Acamprosat hat sich in den vergangenen Jahren in 18 plazebokontrollierten Studien in der rückfallprophylaktischen Behandlung bei Alkoholabhängigkeit als wirksam erwiesen (Mann et al. 2008). Die Anzahl der notwendigen Behandlungen (numbers needed to treat, NNT) liegt bei 7,5 (Mann et al. 2004). Die Verträglichkeit von Acamprosat ist hoch (seltene, meist nur initiale Diarrhö als häufigste unerwünschte Arzneimittelwirkung), und auch die Toxizität von Alkohol wird nicht erhöht. Die Standardtagesdosis liegt bei 3 2 Tabletten à 333 mg, Kontraindikation ist die Niereninsuffizienz. Naltrexon. Zu diesem µ-opiatrezeptor-antagonisten wurden in der letzten Zeit ebenfalls aktuelle Daten zur Wirksamkeit vorgelegt. Die Effektivität bezüglich der Minderung der Rückfallwahrscheinlichkeit nach erfolgter Entzugsbehandlung (Effektstärke: 0,28; NNT=7) wird in aktuellen Metaanalysen belegt (Srisurapanont u. Jarusuraisin 2005). Der Einsatz von Naltrexon ist bei alkoholabhängigen Patienten nur im Off-Label-Gebrauch möglich, da die Zulassung des Medikaments in Deutschland nur auf die Indikation Aufrechterhaltung der Abstinenz bei Opiatabhängigkeit beschränkt ist. Naltrexon ist im Allgemeinen gut verträglich (Übelkeit als häufigste initiale unerwünschte Arzneimittelwirkung) und erhöht nicht die Toxizität von Alkohol. Die Standardtagesdosis beträgt eine Tablette à 50 mg. Disulfiram. Disulfiram gilt nicht als klassische Anticravingsubstanz, sondern greift in den Alkoholabbauweg ein, indem sie die Acetaldehyddehydrogenase blockiert. In der Konsequenz wird der weitere Abbau zu Essigsäure gestört und es kommt zu einer Akkumulation von Acetaldehyd. Unangenehme Symptome, wie Kopfschmerz, Übelkeit, Hautrötung (Flush), Erbrechen, Durchfall, Abfall des Blutdrucks und unter Umständen auch Synkopen, sind die Folge. Disulfiram sollte aufgrund dessen nur unter supervidierter Einnahme verordnet werden. Hierunter ließen sich auch bei vorher hoch rückfallgefährdeten Patienten gute Abstinenzraten erzielen (Krampe et al. 2006). Schwerwiegende Herzrhythmusstörungen, koronare Herzkrankheit, klinisch manifeste Kardiomyopathien, zerebrale Durchblutungsstörungen, fortgeschrittene Arteriosklerose, Ösophagusvarizen und Hypothyreose gelten als Gegenanzeigen. Ebenfalls sollte bei schizophrener Psychose und depressiven Verstimmungen vom Einsatz von Antabus abgesehen werden. Vereinzelt wurde von Todesfällen bei nicht supervidierter Gabe berichtet. Die Behandlung mit Disulfiram sollte demzufolge heute lediglich als nachrangig betrachtet werden (Mutschler et al. 2008) Schritt 4: dauerhafte Abstinenz Der Besuch von Selbsthilfegruppen bereits innerhalb der Rehabilitationsphase, insbesondere jedoch im Anschluss an die Therapie, kann wesentlich zum langfristigen Erfolg beitragen. Für viele Patienten hat sich der Erfahrungsaustausch mit ebenfalls Betroffenen trotz anfänglicher Überwindungsängste als sehr hilfreich erwiesen. Es finden regelmäßige Treffen der Anonymen Alkoholiker und anderer Selbsthilfegruppen statt, in denen Betroffene ihre Erfahrungen und Erkenntnisse austauschen und ihr persönliches Abstinenz-

5 7.5 Therapie der Alkoholabhängigkeit 565 ziel stärken können. Die langfristige Abstinenz ist laut Anonymer Alkoholiker jedoch nur durch ein ausgewogenes und zufriedenes Gefühlsleben möglich. Dieses soll durch die 12 Schritte erreicht werden. Ein Zusammenhang zwischen dem regelmäßigen Besuch von Treffen der Anonymen Alkoholiker und einem Behandlungserfolg wurde nachgewiesen (Emrick et al. 1993). Zusammenfassung Um das Behandlungsangebot in Deutschland für Menschen mit Alkoholproblemen zu verbessern, sind in erster Linie eine konsequente Diagnostik und Primärintervention notwendig. Der Mehrzahl der alkoholkranken Patienten bleibt der Zugang zu den dargestellten wirksamen Suchttherapien versagt, weil Scham, Unsicherheit und therapeutischer Nihilismus zu einer Verdrängung des Alkoholproblems beitragen. Besteht ein problematischer Konsum ohne Symptome von Abhängigkeit, so ist häufig die ärztliche Minimalintervention unter Einbeziehung von Techniken der motivierenden Gesprächsführung wirksam und führt zu einer Reduktion der Trinkmenge. Besteht eine Abhängigkeit und wird eine Suchttherapie eingeleitet, ist die Herstellung der Abstinenz ein erstes notwendiges Ziel der Behandlung. Die weitergehende Therapie sollte polypragmatisch angelegt sein: alle symptomatischen Maßnahmen, die dazu beitragen, Abstinenz herzustellen und aufrechtzuerhalten (stationäre und ambulante Therapien, Medikamente zur Minderung des Suchtdrucks, Selbsthilfegruppen, psychosoziale Maßnahmen), bilden die Voraussetzung dazu, den Circulus vitiosus der Alkoholerkrankung zu durchbrechen. Literatur Athen D. Comparative investigation of chlormethiazole and neuroleptic agents in the treatment of alcoholic delirium. Acta Psychiatr Scand 1986; 73 (Suppl. 329): Diehl A, Mann K. Früherkennung von Alkoholabhängigkeit: Probleme identifizieren und Intervenieren. Dtsch Ärztebl 2005; 102: Emrick CD, Tonigan JS, Montgomery H et al. Alcoholics Anonymous: What is currently known? In: McCrady BS, Miller WR, eds. Research on Alcoholics Anonymous: Opportunities and Alternatives. New Brunswick, NJ: Rutgers Center of Alcohol Studies; 1993: Kiefer F. Evidenzbasierte Therapiestandards. Dtsch Ärztebl 2006; 103: 2220 Krampe H, Stawicki S, Wagner T et al. Follow-up of 180 alcoholic patients for up to 7 years after outpatient treatment: impact of alcohol deterrents on outcome. Alcohol Clin Exp Res 2006; 30: Mann K. Neue ärztliche Aufgaben bei Alkoholproblemen. Dtsch Ärztebl 2002; 10: Mann K, Lehert P, Morgan MY. The efficacy of acamprosate in maintaining abstinence in alcohol-dependent individuals: results of a meta-analysis. Alcohol Clin Exp Res 2004; 28: Mann K, Kiefer F, Spanagel R et al. Acamprosate: recent findings and future research directions. Alcohol Clin Exp Res 2008; 32: Marlatt GA, Gordon JR. Relapse prevention. New York: Guilford; 1985 Miller WR, Rollnick S. Motivational interviewing: preparing people to change addictive behaviour. New York: Guilford Press; 1991 Miller WR, Leckman AL, Delaney HD et al. Long-term follow-up of behavioral self-control training. J Stud Alcohol 1992; 53: Miller WR, Wilbourne PL, Hettema JE. What works? A Summary of Alcohol Treatment Outcome Research. In: Hester RK, Miller WR, eds. Handbook of Alcoholism Treatment Approaches: effective Alternatives. 3 rd ed. Boston: Allyn and Bacon; 2003: Miller WR, Rollnick S, Hrsg. Motivierende Gesprächsführung. Ein Konzept zur Beratung von Menschen mit Suchtproblemen. Freiburg: Lambertus; 2005 Moyer A, Finney JW, Swearingen CE et al. Brief interventions for alcohol problems: a meta-analytic review of controlled investigations in treatment-seeking and non-treatment-seeking populations. Addiction 2002; 97: Mutschler J, Diehl A, Kiefer F. Pharmacology of disulfiram an update. Fortschr Neurol Psychiatr 2008; 76: Prochaska JO, DiClemente CC. Toward a comprehensive Model of Change. In: Miller WE, Heather N, eds. Treating addictive Behaviors. Processes of Change. New York London: Plenum Press; 1986: 3 27 Sellers EM, Kalant H. Alcohol intoxication and withdrawal. N Engl J Med 1976; 294: Soyka M, Horak M. Outpatient alcohol detoxification: implementation efficacy and outcome effectiveness of a model project. Eur Addict Res 2004; 10 (4): Soyka M, Schmidt F, Schmidt P. Efficacy and safety of outpatient alcohol detoxification with a combination of tiapride/carbamazepine: additional evidence. Pharmacopsychiatry 2006; 39 (1): Spanagel R, Kiefer F. Drugs for relapse prevention of alcoholism: ten years of progress. Trends Pharmacol Sci 2008; 29: Srisurapanont M, Jarusuraisin N. Naltrexone for the treatment of alcoholism: a meta-analysis of randomized controlled trials. Int J Neuropsychopharmacol 2005; 8: Turbridy P. Alpraxolam versus chlormethiazole in acute alcohol withdrawal. Addiction 1988; 83: Wienberg G. Versorgungsstrukturen von Menschen mit Alkoholproblemen in Deutschland eine Analyse aus Public Health-Perspektive. In: Mann K. Neue Therapieansätze bei Alkoholproblemen. Lengerich: Pabst; 2002

Multiple-Choice-Fragen zu Kapitel 9

Multiple-Choice-Fragen zu Kapitel 9 9.1.1 Fragetyp C, Antwortkombinationsaufgabe Welche der folgenden Aussagen treffen zu? 1. Alkohol dockt an ähnlichen Rezeptoren wie Tranquilizer sowie Gammaaminobuttersäure an. 2. An beglückende Kick -

Mehr

Was wirkt? Frühintervention aus wissenschaftlicher Sicht Die Entwicklungen der letzten 10 Jahre Hans-Jürgen Rumpf Universität zu Lübeck Zentrum für Integrative Psychiatrie (ZIP) ggmbh Forschungsgruppe

Mehr

Evidenzbasierte Psychotherapie der Sucht

Evidenzbasierte Psychotherapie der Sucht Evidenzbasierte Psychotherapie der Sucht Fred Rist Wilhelms-Universität Münster Psychotherapie und Suchtbehandlung 25. November 2008, Berlin Gliederung Evidenzbasierung (am Beispiel PT bei Alkohlabängigkeit)

Mehr

III. Berner Suchtkongress 11.-12. Mai 2015

III. Berner Suchtkongress 11.-12. Mai 2015 Motivierende Gesprächsführung (Motivational Interviewing= MI) in der Suchttherapie III. Berner Suchtkongress 11.-12. Mai 2015 Prof. Dr. phil. Franz Moggi, Executive MBA Leiter des Schwerpunktes Psychotherapie

Mehr

Trotz der Dramatik, die mit den illegalen Drogen assoziiert wird, verdienen. Früherkennung von Alkoholabhängigkeit. Zusammenfassung.

Trotz der Dramatik, die mit den illegalen Drogen assoziiert wird, verdienen. Früherkennung von Alkoholabhängigkeit. Zusammenfassung. Zertifizierte medizinische Fortbildung Dieser Beitrag wurde von der Nordrheinischen Akademie für ärztliche Fort- und Weiterbildung zertifiziert. Eine Teilnahme an der zertifizierten medizinischen Fortbildung

Mehr

Der Angst die Zähne zeigen

Der Angst die Zähne zeigen Der Angst die Zähne zeigen Angstbewältigungsgruppe DentaPsychHH Universität Hamburg Dentalphobien (Zahnbehandlungsängste) mit einem psychologischen Kurzzteittraining überwinden Zahnbehandlungsangst Zahnbehandlungsphobie

Mehr

Rahmenkonzept für die stationäre qualifizierte Entzugsbehandlung alkoholkranker Menschen in Nordrhein-Westfalen

Rahmenkonzept für die stationäre qualifizierte Entzugsbehandlung alkoholkranker Menschen in Nordrhein-Westfalen 1 Rahmenkonzept für die stationäre qualifizierte Entzugsbehandlung alkoholkranker Menschen in Nordrhein-Westfalen Gliederung 2 Präambel 1 Regelversorgung - Versorgungsverpflichtung 2 Zielgruppe und Indikation

Mehr

Missbrauch und Sucht: Alkohol und Drogen

Missbrauch und Sucht: Alkohol und Drogen Missbrauch und Sucht: Alkohol und Drogen Dossier von Pro Psychotherapie e.v. Inhaltsverzeichnis Alkohol als Teil der Lebenskultur... 2 Alkohol: Missbrauch und Abhängigkeit... 2 Was versteht man unter Alkoholmissbrauch?...

Mehr

Klinik Hohe Mark Oberursel (Taunus) Frankfurt am Main

Klinik Hohe Mark Oberursel (Taunus) Frankfurt am Main KLINIKEN Psychiatrie Psychotherapie Psychosomatik Klinik Hohe Mark Oberursel (Taunus) Frankfurt am Main fachlich kompetent christlich engagiert hohemark.de Informationen zur Suchttherapie Wege aus dem

Mehr

Ambulante Entgiftung mit Carbamazepin und Tiapridex medizinische Sicherheit und Ergebnisse einer Follow-up-Untersuchung

Ambulante Entgiftung mit Carbamazepin und Tiapridex medizinische Sicherheit und Ergebnisse einer Follow-up-Untersuchung mit Carbamazepin und Tiapridex medizinische Sicherheit und Ergebnisse einer Follow-up-Untersuchung Michael Soyka 1, Nikola Clausius 1,2, Gerrit Hohendorf 2, Michael Horak 1 1 Psychiatrische Klinik der

Mehr

Verständnis als Voraussetzung von Handeln -

Verständnis als Voraussetzung von Handeln - Verständnis als Voraussetzung von Handeln - Die aktuelle Versorgungssituation der Demenzkranken in Deutschland Prof. Dr. H. Gutzmann Deutsche Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie 1 Die

Mehr

Medikamente bei der Behandlung von Abhängigkeitserkrankungen. Jürgen Unger Bezirkskrankenhaus Landshut/Niederbayern 2013

Medikamente bei der Behandlung von Abhängigkeitserkrankungen. Jürgen Unger Bezirkskrankenhaus Landshut/Niederbayern 2013 Medikamente bei der Behandlung von Abhängigkeitserkrankungen Jürgen Unger Bezirkskrankenhaus Landshut/Niederbayern 2013 Zahlen der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) 2013 Alkohol-Mißbrauch und

Mehr

Alkoholismustherapie in der ambulanten Praxis

Alkoholismustherapie in der ambulanten Praxis Alkoholismustherapie in der ambulanten Praxis Dr. med. Volker Nüstedt Facharzt für Innere Medizin, Psychotherapie Akupunktur, Rettungsmedizin Donnerschweer Str. 212 26123 Oldenburg www.dr-nuestedt.de Arzt

Mehr

ORIGINALARBEIT. Integrierte Versorgung Abhängigkeitskranker: Effekte einer qualifizierten ambulanten Entzugsbehandlung

ORIGINALARBEIT. Integrierte Versorgung Abhängigkeitskranker: Effekte einer qualifizierten ambulanten Entzugsbehandlung ORIGINALARBEIT Titel: Integrierte Versorgung Abhängigkeitskranker: Effekte einer qualifizierten ambulanten Entzugsbehandlung Autoren: David Valentin Steffen 1,2, Lisa Steffen 1, Sonja Steffen 1 Institute:

Mehr

SIND WIR ALLE SÜCHTIG?

SIND WIR ALLE SÜCHTIG? HERZLICH WILLKOMMEN ZUM HEUTIGEN VORTRAG A SIND WIR ALLE SÜCHTIG? Donnerstag, 18. September 2014, 19.00-20.00 Uhr Sind wir alle süchtig? PD Dr. med. Marc Walter, Chefarzt EPK Basel, 18. September 2014

Mehr

Coachings, Fort- und Weiterbildungen Für Führungskräfte, Fachpersonen und Personalverantwortliche

Coachings, Fort- und Weiterbildungen Für Führungskräfte, Fachpersonen und Personalverantwortliche Zürcher Fachstelle für Alkoholprobleme 2015 Coachings, Fort- und Weiterbildungen Für Führungskräfte, Fachpersonen und Personalverantwortliche Substanzprobleme sind teuer. Wir schärfen Ihren Blick dafür.

Mehr

Pressespiegel 2014. Sinn und Unsinn der Prostatakarzinomvorsorge. Inhalt. Axel Heidenreich. Zielsetzung des Screening/ der Früherkennung beim PCA

Pressespiegel 2014. Sinn und Unsinn der Prostatakarzinomvorsorge. Inhalt. Axel Heidenreich. Zielsetzung des Screening/ der Früherkennung beim PCA Pressespiegel 2014 Klinik für Urologie Sinn und Unsinn der Prostatakarzinomvorsorge Ist die Prostatakrebs-Früherkennung für alle älteren Männer sinnvoll? Laut einer europäischen Studie senkt sie die Zahl

Mehr

Alkohol im Alter. Herausfordernde Situationen in der Praxis, Pflegefortbildung 07.09.2012 Dr. med. Brigitte Schüpbach, Alterspsychiatrie, UPD Bern

Alkohol im Alter. Herausfordernde Situationen in der Praxis, Pflegefortbildung 07.09.2012 Dr. med. Brigitte Schüpbach, Alterspsychiatrie, UPD Bern U N I V E R S I TÄRE PSYCHIATRISCHE D I E N S TE B E R N ( U P D ) D I R E K T I O N AL T E R S P S Y C H I AT R I E Alkohol im Alter Herausfordernde Situationen in der Praxis, Pflegefortbildung 07.09.2012

Mehr

Behandlungsthemen: Hypnose ersetzt keinen Besuch beim Arzt. Wirksam eingesetzt verbessert sie die Symptomatik.

Behandlungsthemen: Hypnose ersetzt keinen Besuch beim Arzt. Wirksam eingesetzt verbessert sie die Symptomatik. Behandlungsthemen: Alkohol kontrollieren und reduzieren Allergische Reaktionen mindern Ängste, Zwänge & Phobien Angstfrei sprechen und kommunizieren Ausgebrannt sein, Burnout Beängstigende Situationen

Mehr

Bipolare Störungen und Sucht:

Bipolare Störungen und Sucht: Bipolare Störungen und Sucht: Therapie der Alkoholabhängigkeit die neue S3 Leitlinie Prof. Dr. Martin Schäfer 1,2 1 Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Suchtmedizin, Kliniken Essen-Mitte 2 Klinik

Mehr

Der Konsum von Suchtmitteln findet sich in allen Kulturen. Wann allerdings eine Abhängigkeit besteht

Der Konsum von Suchtmitteln findet sich in allen Kulturen. Wann allerdings eine Abhängigkeit besteht Ausgabe 2/2005 RPaktuell Themenschwerpunkt Sucht Inhalt Risiko Suchtmittel 2 Rauchen schadet der Gesundheit 6 Diagnostik und Therapie der Alkoholabhängigkeit 7 Versicherungsmedizinischer Kommentar 11 Für

Mehr

Unterschiedliche Menschen, unterschiedliche Bedürfnisse

Unterschiedliche Menschen, unterschiedliche Bedürfnisse 1 Unterschiedliche Menschen, unterschiedliche Bedürfnisse DIFFERENZIELLE BEHANDLUNG UND ERFOLGREICHE BURNOUT-REHABILITATION Prof. Dr. Martin Grosse Holtforth, Universität Zürich 2 Langzeiteffekte einer

Mehr

2.2. Zahlen und Fakten aus den vorliegenden Studien 7 2.2.1. Prävalenzraten in Deutschland und International 8 2.2.2.

2.2. Zahlen und Fakten aus den vorliegenden Studien 7 2.2.1. Prävalenzraten in Deutschland und International 8 2.2.2. Inhaltsangabe: 1. Einleitung 1 2. Exzessiver pathologischer Internetkonsum 5 2.1. Kurzer geschichtlicher Rückblick des Internetkonsums bis zu den 5 heutigen Trends und Möglichkeiten. 2.1.1. Geschichte

Mehr

Jugend + Alkohol = Gewalt?

Jugend + Alkohol = Gewalt? Unterstützt vom BMBF Jugend + Alkohol = Gewalt? Stadt Freiburg, Fachtagung am 13. März 28 Dr. Michael Berner Universitätsklinikum Freiburg, Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie 1999 21 27 3.1.28 Epidemiologie

Mehr

Noch ein Glas: Wann beginnt Alkoholsucht und wie steuert man dagegen an?

Noch ein Glas: Wann beginnt Alkoholsucht und wie steuert man dagegen an? Gesundheitsgespräch Noch ein Glas: Wann beginnt Alkoholsucht und wie steuert man dagegen an? Sendedatum: 06.12.2014 Experten: Prof. Joachim Körkel, Psychologe, Evangelische Hochschule Nürnberg, Institut

Mehr

Suchterkrankungen Arbeitgeberverband Lüneburg

Suchterkrankungen Arbeitgeberverband Lüneburg Suchterkrankungen Arbeitgeberverband Lüneburg 24.02.2015 Dr. Ulrike Buck Bundesministerium für Gesundheit (aktuelle Internetseite) Mit dem Begriff Sucht sind nicht nur die Abhängigkeitserkrankungen gemeint,

Mehr

Effektive Erhaltungstherapie und Rezidivreduktion mit Aripiprazol-Depot: Depot-Antipsychotika frühzeit

Effektive Erhaltungstherapie und Rezidivreduktion mit Aripiprazol-Depot: Depot-Antipsychotika frühzeit Effektive Erhaltungstherapie und Rezidivreduktion mit Aripiprazol-Depot: Depot-Antipsychotika frühzeit Effektive Erhaltungstherapie und Rezidivreduktion mit Aripiprazol-Depot Depot-Antipsychotika frühzeitige

Mehr

Support for Unemployed with Psychosocial Problems. Obtaining Reintegration Training

Support for Unemployed with Psychosocial Problems. Obtaining Reintegration Training Support for Unemployed with Psychosocial Problems Obtaining Reintegration Training Support25 Research group Department of Child- and Adolescent Psychiatry and Psychotherapy. (Prof. J. Hebebrand) Rhine

Mehr

4. Aalener Schmerztag. Multimodale Behandlung in der psychosomatischen Schmerztherapie

4. Aalener Schmerztag. Multimodale Behandlung in der psychosomatischen Schmerztherapie 4. Aalener Schmerztag Multimodale Behandlung in der psychosomatischen Schmerztherapie Dr. med. Martin von Wachter Klinik für Psychosomatik und Psychotherapeutische Medizin bio Differentialdiagnostik Gewebeschädigung

Mehr

Qualitätsmanagement in der. Behandlung

Qualitätsmanagement in der. Behandlung Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie Wissenschaftliches Symposium 10 Jahre Depressionsforschung Qualitätsmanagement in der ambulanten und stationären Behandlung Isaac Bermejo (Freiburg) München,

Mehr

WAHN ODER WIRKLICHKEIT? Informationen zum Thema Psychose. allesgutebasel.ch

WAHN ODER WIRKLICHKEIT? Informationen zum Thema Psychose. allesgutebasel.ch WAHN ODER WIRKLICHKEIT? Informationen zum Thema Psychose allesgutebasel.ch Psychose zwischen Wahn und Wirklichkeit Psychose ist ein Überbegriff für Erkrankungen, bei denen es bei Betroffenen zu einer Veränderung

Mehr

Generalisierte Angststörung. 2. Wendländer Psychiatrietag Dipl. Psych. M. Pieper 17.09.2014

Generalisierte Angststörung. 2. Wendländer Psychiatrietag Dipl. Psych. M. Pieper 17.09.2014 Generalisierte Angststörung 2. Wendländer Psychiatrietag Dipl. Psych. M. Pieper 17.09.2014 Überblick GAS: Einführung, Erscheinungsbild, Epidemiologie, Komorbidität, DiagnosLk, 3- Faktoren- Modell Medikamente

Mehr

Verlassen Sie den Teufelskreislauf

Verlassen Sie den Teufelskreislauf Verlassen Sie den Teufelskreislauf Wir begleiten Sie! Den Teufelskreislauf verlassen: Wo ist der Ausgang? Menschen mit chronischen Schmerzen haben einen großen Leidensdruck. Ihr Alltag insbesondere ihre

Mehr

Alkohol und Gehirn. Vortrag im Rahmen der Gesundheitsschulung Fachklinik Hansenbarg. Dr. Stracke. www.hansenbarg.de

Alkohol und Gehirn. Vortrag im Rahmen der Gesundheitsschulung Fachklinik Hansenbarg. Dr. Stracke. www.hansenbarg.de Alkohol und Gehirn Vortrag im Rahmen der Gesundheitsschulung Fachklinik Hansenbarg Dr. Stracke www.hansenbarg.de Wie entsteht Sucht? Mensch Sinn? Spiritualität? Umwelt Droge Genauer betrachtet : Entstehungsbedingung

Mehr

AMBULANTE TINNITUSTHERAPIE MIT INTEGRATIVEM KONZEPT

AMBULANTE TINNITUSTHERAPIE MIT INTEGRATIVEM KONZEPT AMBULANTE TINNITUSTHERAPIE MIT INTEGRATIVEM KONZEPT Prof. Dr. med. habil. Dipl. Psych. Dieter Seefeldt 30.08.2006 1 2 Tinnitus: Grundsätzliches Definition Häufigkeit Geräuschqualität Einteilung akut /

Mehr

Rehaklinik Heidelberg-Königstuhl

Rehaklinik Heidelberg-Königstuhl Rehaklinik Heidelberg-Königstuhl Patientenschulung bei Herzinsuffizienz internationale Ergebnisse / Vorerfahrungen - Das neue Schulungsprogramm der AG Patientenschulung der DGPR / Zentrum Patientenschulung

Mehr

InsDtut für E- Beratung Technische Hochschule Nürnberg. Stefanie Storch, Ins0tut für E- Beratung www.th- nuernberg.de/e- beratung, www.<.

InsDtut für E- Beratung Technische Hochschule Nürnberg. Stefanie Storch, Ins0tut für E- Beratung www.th- nuernberg.de/e- beratung, www.<. Die Online- Fähre Ein Pilot- Projekt für junge suchtkranke Männer zur Überbrückung der Wartezeit im Übergang von der ambulanten in die stadonäre Therapie InsDtut für E- Beratung Technische Hochschule Nürnberg

Mehr

Walramstraße 3, 53175 Bonn Tel.: 0228/261555, FAX: 0228/215885

Walramstraße 3, 53175 Bonn Tel.: 0228/261555, FAX: 0228/215885 Walramstraße 3, 53175 Bonn Tel.: 0228/261555, FAX: 0228/215885 Online: http://www.sucht.de E-Mail: sucht@sucht.de Zur Notwendigkeit der Veränderung der Rahmenbedingungen in der privaten Krankenversicherung

Mehr

Alkoholdelir und Verwirrtheitszustände

Alkoholdelir und Verwirrtheitszustände AWMF-Registernummer: 030/006 Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie Alkoholdelir und Verwirrtheitszustände [ Deutschen Entwicklungsstufe: S1 Federführend: Prof. Dr. Matthias Maschke,

Mehr

Qualitätsbeurteilung an der Schnittstelle zwischen stationärer und ambulanter Versorgung

Qualitätsbeurteilung an der Schnittstelle zwischen stationärer und ambulanter Versorgung Qualitätsbeurteilung an der Schnittstelle zwischen stationärer und ambulanter Versorgung Reinhold Kilian Universität Ulm, Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie II, am Bezirkskrankenhaus Günzburg

Mehr

Ein Update zur Genderthematik - Entwicklungen und Handlungsempfehlungen

Ein Update zur Genderthematik - Entwicklungen und Handlungsempfehlungen Ein Update zur Genderthematik - Entwicklungen und Handlungsempfehlungen III. Arbeitskreis Mann & Sucht, 27.2.07 Klinik am Hellweg im Ev. Johanneswerk e.v., Oerlinghausen; ; LWL Prof. Dr. Heino Stöver -

Mehr

Begleitmedikation bei gefäßkranken Patienten Was ist evidenzbasiert? N. Attigah Klinischer Abend 27.07.2007 Therapieerfolg -Strenge Indikation -Akkurate OP-Technik -Konsequente Nachsorge -(Best Medical

Mehr

Community Reinforcement Approach (CRA) Überblick über ein integratives Konzept zur Behandlung von Abhängigkeitserkrankungen

Community Reinforcement Approach (CRA) Überblick über ein integratives Konzept zur Behandlung von Abhängigkeitserkrankungen DOI 10.1463/2008.06.01 Community Reinforcement Approach Review of an integrating concept for the treatment of substance dependence Wolfgang Lange 1, Martin Reker 1, Martin Driessen 1 Community Reinforcement

Mehr

g l ü c k s s p i e l s u c h t i n t e r n e t - u n d c o m p u t e r s p i e l s u c h t

g l ü c k s s p i e l s u c h t i n t e r n e t - u n d c o m p u t e r s p i e l s u c h t g l ü c k s s p i e l s u c h t i n t e r n e t - u n d c o m p u t e r s p i e l s u c h t K L I N I K U M A K A D E M I E F O R S C H U N G ANTON-PROKSCH-INSTITUT Schwerpunktbereich Glücksspielsucht/Internet-

Mehr

Therapie von Lebererkrankungen. Ivo Graziadei Gastroenterologie & Hepatologie Medizinische Universität Innsbruck

Therapie von Lebererkrankungen. Ivo Graziadei Gastroenterologie & Hepatologie Medizinische Universität Innsbruck Therapie von Lebererkrankungen Ivo Graziadei Gastroenterologie & Hepatologie Medizinische Universität Innsbruck Virus Fett Alkohol Eisen/Kupfer Medikamente gesunde LEBER Akute Hepatitis Therapieziele Chronische

Mehr

Effizientere Versorgungsprozesse und mehr Lebensqualität mit Home Monitoring

Effizientere Versorgungsprozesse und mehr Lebensqualität mit Home Monitoring Effizientere Versorgungsprozesse und mehr Lebensqualität mit Home Monitoring Dr. Jens Günther leitender Arzt und Partner am Kardiologischen Centrum / Klinik Rotes Kreuz Frankfurt 17.10.2014 ehealth-konferenz

Mehr

Praktisches Beispiel eines strukturierten und integrativen Zusammenwirkens aller qualifizierten Leistungserbringer

Praktisches Beispiel eines strukturierten und integrativen Zusammenwirkens aller qualifizierten Leistungserbringer Praktisches Beispiel eines strukturierten und integrativen Zusammenwirkens aller qualifizierten Leistungserbringer Patient mit Diabetes mellitus Typ II Patient mit Diabetes mellitus Typ II Hausarzt Diagnose;

Mehr

Internationales Tinnitus Symposium

Internationales Tinnitus Symposium Internationales Tinnitus Symposium Samstag, 11. Dezember 2010 Anlässlich der Veröffentlichung des Buches Textbook of Tinnitus 09:00 Begrüßung J Strutz, G Hajak INTERNATIONALES TINNITUS SYMPOSIUM 2010 09:10-09:45

Mehr

Die spezifische Vitaminkombination in nur einer Tablette.

Die spezifische Vitaminkombination in nur einer Tablette. Die spezifische Vitaminkombination in nur einer Tablette. Die gezielte Vitaminergänzung bei medikamentös behandeltem Morbus Parkinson. Schließen Sie Ihre Vitaminlücken ganz gezielt. Hinweis PARKOVIT ist

Mehr

Das Zentrum für Schmerzmedizin Nottwil stellt sich vor

Das Zentrum für Schmerzmedizin Nottwil stellt sich vor Das Zentrum für Schmerzmedizin Nottwil stellt sich vor Die Sprechstunde für Kopf- und Gesichtsschmerzen In der Sprechstunde für Patienten mit Kopf- und Gesichtsschmerzen erfolgt die Diagnostik und Behandlung

Mehr

Schließen Sie gezielt Vitaminlücken bei Epilepsie.

Schließen Sie gezielt Vitaminlücken bei Epilepsie. Schließen Sie gezielt Vitaminlücken bei Epilepsie. Weitere Fragen zum Thema Vitaminlücken bei Epilepsie beantworten wir Ihnen gerne: Desitin Arzneimittel GmbH Abteilung Medizin Weg beim Jäger 214 22335

Mehr

Versorgung der Patienten - Anspruch und Wirklichkeit -

Versorgung der Patienten - Anspruch und Wirklichkeit - Versorgung der Patienten - Anspruch und Wirklichkeit - Joachim Kugler Univ.-Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Lehrstuhl Gesundheitswissenschaften / Public Health Medizinische Fakultät der TU Dresden Erst das

Mehr

Hepatitis C. Dr. med. Carl M. Oneta Schaffhauserstrasse 7 8400 Winterthur. Aerztefortbildung im April 2006 in Horgen

Hepatitis C. Dr. med. Carl M. Oneta Schaffhauserstrasse 7 8400 Winterthur. Aerztefortbildung im April 2006 in Horgen Dr. med. Carl M. Oneta Schaffhauserstrasse 7 8400 Winterthur Aerztefortbildung im April 2006 in Horgen Risikofaktoren Transfusion oder Organtransplantation Transfusion von Spendern, die später als HCV-infiziert

Mehr

Medikamentöse Langzeittherapie der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit in der hausärztlichen Praxis-Versuch einer Kosten-Nutzen-Analyse

Medikamentöse Langzeittherapie der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit in der hausärztlichen Praxis-Versuch einer Kosten-Nutzen-Analyse Andreas Lindenau Dr. med. Medikamentöse Langzeittherapie der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit in der hausärztlichen Praxis-Versuch einer Kosten-Nutzen-Analyse Geboren am 30.01.1965 in Diepholz

Mehr

Die spezifische Vitaminkombination in nur einer Tablette.

Die spezifische Vitaminkombination in nur einer Tablette. Die spezifische Vitaminkombination in nur einer Tablette. Die gezielte Vitaminergänzung bei medikamentös behandelter Epilepsie. Schließen Sie Ihre Vitaminlücken ganz gezielt. Hinweis EPIVIT ist ein ernährungsmedizinisch

Mehr

Neue Süchte und Geschlecht

Neue Süchte und Geschlecht Neue Süchte und Geschlecht Glückspiel, Kaufsucht, Online-Sucht Dipl.-Psych. Chantal P. Mörsen Kompetenzzentrum Verhaltenssucht Klinikum der Johannes Gutenberg-Universität Mainz XVIII. Niedersächsische

Mehr

Entscheidung für eine psychologische Beratung oder Psychotherapie. Kosten einer psychologischen Beratung oder Psychotherapie

Entscheidung für eine psychologische Beratung oder Psychotherapie. Kosten einer psychologischen Beratung oder Psychotherapie Entscheidung für Beratung oder Psychotherapie 1 Entscheidung für eine psychologische Beratung oder Psychotherapie Kosten einer psychologischen Beratung oder Psychotherapie Der Entscheid für eine bestimmte

Mehr

Compliance bei der Therapie chronischer Krankheiten am Beispiel der Heimbeatmungstherapie

Compliance bei der Therapie chronischer Krankheiten am Beispiel der Heimbeatmungstherapie Diplomarbeit von Dipl.-Ökonom Dan Litvan, vorgelegt am 27. August 2008, XOPA Compliance bei der Therapie chronischer Krankheiten am Beispiel der Heimbeatmungstherapie A U S Z U G 6. Zusammenfassung und

Mehr

E-health in der Suchtberatung. Gestern Heute Morgen. Herbert Damoiseaux

E-health in der Suchtberatung. Gestern Heute Morgen. Herbert Damoiseaux E-health in der Suchtberatung Gestern Heute Morgen Herbert Damoiseaux Vorstellung von zwei Projekten der Mondriaan Klinik aus den Niederlanden Unsere Welt digitalisiert im Galop Fangen wir mal an bei Gestern

Mehr

4 DISKUSSION 4.1 Tinnitusbelastung, psychische Belastung und Krankheitsbewältigung

4 DISKUSSION 4.1 Tinnitusbelastung, psychische Belastung und Krankheitsbewältigung DISKUSSION Seite 48 4 DISKUSSION Im Folgenden werden die Ergebnisse vor dem Hintergrund des aktuellen Forschungsstandes diskutiert. Mit einer durchschnittlichen Tinnitusbelastung von 39 Punkten im Tinnitus-

Mehr

Sucht im Alter. Alkoholkonsum ein Problem bei älteren Menschen? www.step-hannover.de FAM-Hannover

Sucht im Alter. Alkoholkonsum ein Problem bei älteren Menschen? www.step-hannover.de FAM-Hannover Alkoholkonsum ein Problem bei älteren Menschen? Harold & Maude Risikofaktoren: Beendigung des Berufslebens verbunden mit Identitätsverlust Fehlen einer vorgegebenen Alltagsstruktur Einschränkung der Mobilität

Mehr

Anmeldebogen. Spezialsprechstunde Depersonalisation und Derealisation

Anmeldebogen. Spezialsprechstunde Depersonalisation und Derealisation Direktor: Univ.-Prof. Dr. M.E. Beutel Anmeldebogen Spezialsprechstunde Depersonalisation und Derealisation Liebe Patientin, lieber Patient, Sie interessieren sich für eine Beratung in unserer Spezialsprechstunde

Mehr

Arbeitskreis Pharmakotherapie der Ärztekammer Krefeld -

Arbeitskreis Pharmakotherapie der Ärztekammer Krefeld - Arbeitskreis Pharmakotherapie der Ärztekammer Krefeld - zur Prophylaxe von Thrombosen und Schlaganfällen und Therapie bei thromboembolischen Erkrankungen Ersatz für Marcumar oder Heparin? Seit 2011 werden

Mehr

PATIENTENSCHULUNG: SEHR WIRKSAM UND DOCH OFT VERNACHLÄSSIGT

PATIENTENSCHULUNG: SEHR WIRKSAM UND DOCH OFT VERNACHLÄSSIGT PATIENTENSCHULUNG: SEHR WIRKSAM UND DOCH OFT VERNACHLÄSSIGT Sabine Egli, MSc, Stationsleitung Med. Polinklink Cornelia Bläuer, MSc, Advanced Practice Nurse CHF Swiss Public Health Conference, 26.8.2011

Mehr

Frühintervention bei problematischer Computernutzung. 3. Berliner Mediensucht-Konferenz

Frühintervention bei problematischer Computernutzung. 3. Berliner Mediensucht-Konferenz Frühintervention bei problematischer Computernutzung 3. Berliner Mediensucht-Konferenz Dipl.-Psych. Kai W. Müller M & K. WölflingW Ambulanz für Spielsucht Gründung im März 2008 als Teil des übergeordneten

Mehr

Diabetes und Depression. von Dr. Andrea Benecke, Universität Mainz 10. Oktober 2013

Diabetes und Depression. von Dr. Andrea Benecke, Universität Mainz 10. Oktober 2013 Diabetes und Depression von Dr. Andrea Benecke, Universität Mainz 10. Oktober 2013 Gliederung 2 Einfluss von Stimmung auf das Wohlbefinden Was ist eine Depression? Beschwerdebild, Auftreten, Entstehung

Mehr

Die Simssee Klinik Klinik für konservative orthopädische Akutbehandlung. Mitglied im Verband der ANOA-Kliniken

Die Simssee Klinik Klinik für konservative orthopädische Akutbehandlung. Mitglied im Verband der ANOA-Kliniken Die Simssee Klinik Klinik für konservative orthopädische Akutbehandlung Mitglied im Verband der ANOA-Kliniken www.simssee-klinik.de Ein Unternehmen der Gesundheitswelt Chiemgau Wir behandeln therapieresistente,

Mehr

BALANCE zur Sache. Mut zur Veränderung. Methoden und Möglichkeiten der Psychotherapie. Bearbeitet von Rosemarie Piontek

BALANCE zur Sache. Mut zur Veränderung. Methoden und Möglichkeiten der Psychotherapie. Bearbeitet von Rosemarie Piontek BALANCE zur Sache Mut zur Veränderung Methoden und Möglichkeiten der Psychotherapie Bearbeitet von Rosemarie Piontek 1. Auflage 2009. Taschenbuch. 240 S. Paperback ISBN 978 3 86739 038 5 Format (B x L):

Mehr

Zunehmende Gefahren durch resistente Bakterien in Deutschland: 7 Schritte zur Vermeidung unnötiger Antibiotikatherapie

Zunehmende Gefahren durch resistente Bakterien in Deutschland: 7 Schritte zur Vermeidung unnötiger Antibiotikatherapie Zunehmende Gefahren durch resistente Bakterien in Deutschland: 7 Schritte zur Vermeidung unnötiger Antibiotikatherapie Prof. Mathias Herrmann Universitätskliniken des Saarlandes Homburg/Saar Mikrobielle

Mehr

Morbus Bosporus. Dr. Senol Elmas Ev. Krankenhaus Weende-Göttingen Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie

Morbus Bosporus. Dr. Senol Elmas Ev. Krankenhaus Weende-Göttingen Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie Morbus Bosporus Dr. Senol Elmas Ev. Krankenhaus Weende-Göttingen Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie Inhalt Aktuelle Studien Arzt-Patienten-Verhältniss Beeinflusst ein türkischer Migrationshintergrund

Mehr

Diabetes kompakt für die Hausarztpraxis

Diabetes kompakt für die Hausarztpraxis Diabetes kompakt für die Hausarztpraxis Deutscher Diabetes Kongress, Berlin, 16. Mai 2015 In Kooperation von Start mit Insulin Wann starte ich mit Insulin? Wie starte ich mit Insulin? Welches Insulin sollte

Mehr

Internet- und Mobile-basierte psychologische Schmerzinterventionen - Evidenz, Dissemination und Implementation

Internet- und Mobile-basierte psychologische Schmerzinterventionen - Evidenz, Dissemination und Implementation Internet- und Mobile-basierte psychologische Schmerzinterventionen - Evidenz, Dissemination und Implementation PD Dr. Harald Baumeister Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie, Medizinische

Mehr

Transplantatvaskulopathie Prävention und Therapie

Transplantatvaskulopathie Prävention und Therapie Patientenseminar Herztransplantation Köln, 22. März 2010 Transplantatvaskulopathie Prävention und Therapie PD Dr. med. Jochen Müller-Ehmsen muller.ehmsen@uni-koeln.de Klinik III für Innere Medizin der

Mehr

Hepatitis C Therapie bei Suchtpatienten. Marc Isler, Arzt Zokl1 und Checkpoint Zürich ARUD Zürich

Hepatitis C Therapie bei Suchtpatienten. Marc Isler, Arzt Zokl1 und Checkpoint Zürich ARUD Zürich Hepatitis C Therapie bei Suchtpatienten Marc Isler, Arzt Zokl1 und Checkpoint Zürich ARUD Zürich ARUD Zürich Arbeitsgemeinschaft für risikoarmen Umgang mit Drogen 450 Patienten Substitution mit Methadon,

Mehr

Teilprojekt VIII: Gesundheitsnetz somatoforme und funktionelle Störungen (Sofu-Net)

Teilprojekt VIII: Gesundheitsnetz somatoforme und funktionelle Störungen (Sofu-Net) Teilprojekt VIII: Gesundheitsnetz somatoforme und funktionelle Störungen (Sofu-Net) Prof. Dr. Bernd Löwe, UKE und Schön Klinik Hamburg Eilbek Fallbeispiel Vorstellung in psychosomatischer Ambulanz: Herr

Mehr

Dr. Bernd Sobottka. 26. Kongress des Fachverbandes Sucht e.v. vom 10. bis 12. Juni 2013 in Heidelberg

Dr. Bernd Sobottka. 26. Kongress des Fachverbandes Sucht e.v. vom 10. bis 12. Juni 2013 in Heidelberg Katamnese: Evaluation der Behandlung von Patienten mit Pathologischen PC-/Internet-Gebrauch ein Jahr nach Entlassung aus der stationären medizinischen Rehabilitation Dr. Bernd Sobottka 26. Kongress des

Mehr

Psychotherapieausbildung Alles was man wissen muss

Psychotherapieausbildung Alles was man wissen muss Psychotherapieausbildung Alles was man wissen muss 1 Das am 01.01.1999 in Kraft getretene Psychotherapeutengesetz (PsychThG) beinhaltet in 1 die Regelungen zum Schutz der Berufsbezeichnung "Psychologischer

Mehr

http://www.mig.tu-berlin.de

http://www.mig.tu-berlin.de Management im Gesundheitswesen IV: Gesundheitsökonomische Evaluation Studientypen und Datenquellen; Erfassung und Bewertung von klinischen Ergebnisparametern Querschnittstudie Überblick Studientypen Beobachtungsstudien

Mehr

A clinical view from inpatient treatment

A clinical view from inpatient treatment Bundesverband für Stationäre Suchtkrankenhilfe e.v. A clinical view from inpatient treatment Adaptations and the role of monitoring Lissabon, EMCDDA, 25.09.2014 Bundesverband für Stationäre Suchtkrankenhilfe

Mehr

Akute vorübergehende psychotische Störungen

Akute vorübergehende psychotische Störungen Akute vorübergehende psychotische Störungen Prof. Dr. med. Prof. h. c. Dr. h. c. mult. Andreas Marneros Christoph-Mundt-Symposium 03. April 2014, Heidelberg 1 Die erste Psychose des Abendlandes! 2 Die

Mehr

Lithium? Und sonstige?

Lithium? Und sonstige? Lithium? Und sonstige? Renate Schepker Pharmageld? Für Vorträge von Astra - Zeneca von Janssen-Cilag Keine Studien, keine Gremien, keine Aktien Lithium immer noch 1. Wahl in den kinder-jugendpsychiatrischen

Mehr

Weitere Informationen und Erfahrungen zum Thema bekommen Sie hier:

Weitere Informationen und Erfahrungen zum Thema bekommen Sie hier: Keine Sorge, es gibt schnelle Hilfe. Überreicht durch: Fest steht: Es bringt gar nichts, einfach nur abzuwarten. Wann? Je früher die Behandlung einsetzt, desto besser eventuell kann es sogar sein, dass

Mehr

Frühintervention: Zielgruppen und Zuständigkeiten. Frühintervention bei jugendlichen Rauschtrinkern

Frühintervention: Zielgruppen und Zuständigkeiten. Frühintervention bei jugendlichen Rauschtrinkern Frühintervention: Zielgruppen und Zuständigkeiten Frühintervention bei jugendlichen Rauschtrinkern Funktioneller Landesverband der Landwirtschaftlichen Krankenkassen & Pflegekassen in Bayern Bayerische

Mehr

Home Monitoring in der sektorenübergreifenden. Versorgung

Home Monitoring in der sektorenübergreifenden. Versorgung Home Monitoring in der sektorenübergreifenden Versorgung BIOTRONIK // Cardiac Rhythm Management Herzschrittmacher mit Home Monitoring in der sektorenübergreifenden Versorgung VDE MedTech 2013 26. September

Mehr

Ansätze zur Suchtprävention für Seniorinnen und Senioren. Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.v. Büro für Suchtprävention

Ansätze zur Suchtprävention für Seniorinnen und Senioren. Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.v. Büro für Suchtprävention Ansätze zur Suchtprävention für Seniorinnen und Senioren Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.v. Büro für Suchtprävention Inhalte Suchtprävention als Gesundheitsförderung Risikofaktoren

Mehr

Unsere Experten. und Autoren auch noch weitere Quellen genutzt. Angaben stammen von den jeweiligen Beratern bzw. Unternehmen.

Unsere Experten. und Autoren auch noch weitere Quellen genutzt. Angaben stammen von den jeweiligen Beratern bzw. Unternehmen. Medical Tribune Praxis-Handbuch Experten 271 Unsere Experten An diesem Buch haben verschiedene Experten mitgewirkt, indem sie Know-how und Material beigesteuert haben. Es sind auf die Beratung, Betreuung

Mehr

Dschungel Psychotherapie - Antworten auf die wichtigsten Fragen

Dschungel Psychotherapie - Antworten auf die wichtigsten Fragen Dschungel Psychotherapie - Antworten auf die wichtigsten Fragen von Dr. Christine Amrhein und Fritz Propach In diesem Dossier behandeln wir u.a. folgende Themen: Was ist Psychotherapie? Was ist ein Psychotherapeut?

Mehr

Junkies wie wir. Was uns und unsere Kinder süchtig macht. Dr. Kurosch Yazdi Zentrum für Suchtmedizin Landesnervenklinik Wagner-Jauregg Linz

Junkies wie wir. Was uns und unsere Kinder süchtig macht. Dr. Kurosch Yazdi Zentrum für Suchtmedizin Landesnervenklinik Wagner-Jauregg Linz Junkies wie wir. Was uns und unsere Kinder süchtig macht Zentrum für Suchtmedizin Landesnervenklinik Wagner-Jauregg Linz Was ist Sucht? Allgemeine Suchtkriterien der WHO: a. Zwang zu konsumieren b. Kontrollverlust

Mehr

Physiotherapie im Überblick

Physiotherapie im Überblick Physiotherapie im Überblick UNSER THERAPIEANGEBOT Physiotherapie im Überblick Das Ziel jeder physiotherapeutischen Behandlung ist es, die körperliche Leistungsfähigkeit von Patientinnen und Patienten möglichst

Mehr

Fragebogen mit generellen Fragen zum medizinischen Kontext

Fragebogen mit generellen Fragen zum medizinischen Kontext Frühe Nutzenbewertung von Arzneimitteln Fragebogen mit generellen Fragen zum medizinischen Kontext für externe Sachverständige () 1 Allgemeine Informationen Im Rahmen des Arzneimittelmarktneuordnungsgesetzes

Mehr

Update Suchtkrankheiten 2012 : HILFE IST.MÖGLICH

Update Suchtkrankheiten 2012 : HILFE IST.MÖGLICH Herzlich Willkommen Reha-Update Universitätsklinikum Freiburg 12. Oktober 2012 Update Suchtkrankheiten 2012 : HILFE IST.MÖGLICH Dr. Friedemann Hagenbuch ZfP Emmendingen Klinik für Suchtmedizin Was erwartet

Mehr

Rivaroxaban. Indikation. Empfehlungen zur wirtschaftlichen Verordnungsweise (1 5)

Rivaroxaban. Indikation. Empfehlungen zur wirtschaftlichen Verordnungsweise (1 5) Ausgabe 2/2013 Wirkstoff AKTUELL Gemäß internationalen Leitlinien zählen VitaminKAntagonisten wie Phenprocoumon zum Standard in Indikation Alter 75 Jahre Schlaganfall Empfehlungen zur wirtschaftlichen

Mehr

PRESSEMITTEILUNG. Die vorliegende Studie ist die dritte, mit der eine klinisch relevante Verbesserung gegenüber Midazolam gezeigt werden konnte.

PRESSEMITTEILUNG. Die vorliegende Studie ist die dritte, mit der eine klinisch relevante Verbesserung gegenüber Midazolam gezeigt werden konnte. PRESSEMITTEILUNG PAION BERICHTET POSITIVE ERGEBNISSE SEINES KURZ-WIRKENDEN ANÄSTHETIKUMS/SEDATIVUMS REMIMAZOLAM (CNS 7056) IN PHASE IIB STUDIE BEI DARMSPIEGELUNG Primärer Endpunkt erreicht Erfolgreiche

Mehr

DMP - Intensiv Seminar. Lernerfolgskontrolle

DMP - Intensiv Seminar. Lernerfolgskontrolle DMP - Intensiv Seminar Lernerfolgskontrolle A DIABETES 1. Für einen 84 jährigen Mann mit Diabetes mellitus Typ 2, Herzinsuffizienz bei Z.n. 2-maligem Myokardinfarkt, art. Hypertonie, M. Parkinson, Kachexie

Mehr

Begutachtung von Kopfschmerz nach Schädelhirntrauma. Martin Tegenthoff Neurologische Universitätsklinik BG-Kliniken Bergmannsheil Bochum

Begutachtung von Kopfschmerz nach Schädelhirntrauma. Martin Tegenthoff Neurologische Universitätsklinik BG-Kliniken Bergmannsheil Bochum von Kopfschmerz nach Schädelhirntrauma Martin Tegenthoff Neurologische Universitätsklinik BG-Kliniken Bergmannsheil Bochum Schädel-Hirn etwa 200.000-280.000/Jahr 80% leicht 10% mittelschwer 10% schwer

Mehr

Interaktionspotenzial bei Psychopharmaka Verordnungen

Interaktionspotenzial bei Psychopharmaka Verordnungen Interaktionspotenzial bei Psychopharmaka Verordnungen Dr. rer. nat. Christian Franken Chief Pharmacist DocMorris Dr. rer. nat. Friederike Geiss Senior Pharmacist DocMorris Ing. Bogdan Vreuls Corporate

Mehr

ZENTRUM FÜR ALTERSMEDIZIN und Entwicklungsstörungen

ZENTRUM FÜR ALTERSMEDIZIN und Entwicklungsstörungen ZENTRUM FÜR ALTERSMEDIZIN und Entwicklungsstörungen Dr. I. Paikert-Schmid B. Wermuth ärztliche Leitung Pflegedienstleitung Derzeitige Struktur Versorgungsbereich und Spezialangebote kbo-isar-amper-klinikum

Mehr

Angststörungen - psychosomatische und psychotherapeutische Aspekte. Prof. Dr. Eric Leibing. SoSe2012

Angststörungen - psychosomatische und psychotherapeutische Aspekte. Prof. Dr. Eric Leibing. SoSe2012 - psychosomatische und psychotherapeutische Aspekte Prof. Dr. Eric Leibing SoSe2012 Abteilung Psychosomatische Medizin und Psychotherapie Fight and Flight Aktivierung HPA-Achse mit Erhöhung von: Frequenz

Mehr

Klinisch Pharmakologie Antithrombotische Therapie

Klinisch Pharmakologie Antithrombotische Therapie Klinisch Pharmakologie Antithrombotische Therapie Inhalt Pharmakologische Beeinflussung der Blutgerinnung Thrombose und Lungenembolie (Prävention + akut) Vorhofflimmern Kardiovaskuläre Implantate Switch

Mehr

Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Abteilung Köln. Masterstudiengang Suchthilfe. Masterarbeit

Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Abteilung Köln. Masterstudiengang Suchthilfe. Masterarbeit Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Abteilung Köln Masterstudiengang Suchthilfe Masterarbeit Fremdkontrollierte Abstinenz Der Einsatz von Alkoholaversiva in der Postakutbehandlung alkoholkranker

Mehr