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1 Sachwerte. Private Beteiligungen. Baden-Württembergische Equity

2 Wissenswertes. Sachwerte stabilisieren Ihr Gesamtvermögen und sorgen damit für mehr Sicherheit, ohne auf attraktive Renditen verzichten zu müssen. Zusätzlich überzeugen sie durch eine weitgehend stabile Entwicklung mit geringen Abhängigkeiten auch in Zeiten eines unruhigen Börsenumfeldes. Die vorliegende Broschüre gibt Ihnen einen Überblick rund um das Thema Private Beteiligungen. Dabei stellen wir Ihnen die wesentlichen Beteiligungsformen in Sachwerte wie Immobilien, Schiffe, Flugzeuge, Erneuerbare Energien und Private Equity vor. Weiterführend wird der sinnvolle Einsatz von Sachwerten über geschlossene Fonds in einem Vermögen dargestellt. Wie dies umgesetzt werden kann und welche Möglichkeiten es gibt, erfahren Sie auf den folgenden Seiten.

3 Inhaltsverzeichnis. 4 Was sind Sachwerte? 5 Der Zielkonflikt: Kurze Laufzeit hohe Rendite geringes Risiko. Wie können Sie diesen lösen? 8 Welche Sachwertbeteiligungen über geschlossene Fonds gibt es? 9 Wie kann ich mein Vermögen vor Inflation schützen? Geschlossene Immobilienfonds im In- und Ausland. 13 Worüber werden 98 % der Waren weltweit transportiert? Schiffsbeteiligungen. 16 People s Business wie kommen Menschen effizient zusammen? Flugzeugfonds. 19 Wie lösen wir die Energieprobleme der Zukunft? Erneuerbare Energien Nachhaltige Werte. 21 Wer finanziert unseren Mittelstand? Private Equity Beteiligungskapital. 23 Wie investiert man komfortabel in Sachwerte über geschlossene Fondsbeteiligungen? 25 Worauf sollte man bei der Investition in Sachwerte über geschlossene Fonds achten? 26 BWEquity: Dienstleistung rund um Private Beteiligungen. 27 Glossar Wie funktioniert was? 3

4 Was sind Sachwerte? Sachwerte sind z. B. Gewerbliche Immobilien im In- und Ausland Schiffs- und Flugzeugbeteiligungen (Mobilien) Erneuerbare Energie-Projekte wie beispielsweise Solaranlagen Nicht börsennotierte Unternehmen bzw. Beteiligungen an diesen (Private Equity). Der Zugang zu diesen Märkten und Objekten ist überwiegend nur mit Investitionssummen in Millionenhöhe möglich, so dass in der Regel ausschließlich institutionelle Investoren (d. h. Versicherungen, Pensionsfonds, ) Zugang erhalten. Neben dem hohen Eigenkapitalbedarf ist ein umfassendes Spezialwissen des jeweiligen Investitionsmarktes notwendig, um sowohl das Management als auch die laufende rechtliche und steuerliche Verwaltung reibungslos zu gewährleisten. Geschlossene Fonds bieten Ihnen die Möglichkeit, sich bereits ab Euro an Immobilien, Schiffen, Flugzeugen, Unternehmen oder Erneuerbaren Energien zu beteiligen. Sie erwerben über die Zeichnung eines Eigenkapitalanteils an der Fondsgesellschaft, in der Regel eine GmbH & Co. KG, als Kommanditist einen Anteil an dem Fondsobjekt und sind Gesellschafter. Die Haftung und damit das maximale Verlustrisiko ist dabei grundsätzlich auf die Einlage begrenzt. Über einen Treuhänder kann der Beitritt ohne aufwendige Formalien erfolgen. Über Ihre Stellung als Kommanditist bzw. Treugeber partizipieren Sie mit ihrem Eigenkapitalanteil an den Liquiditätsüberschüssen des laufenden Betriebs und an Veräußerungserlösen. Die steuerlichen Ergebnisse der Fondsgesellschaft werden den Gesellschaftern direkt zugewiesen. Eine Versteuerung erfolgt dabei mit den individuellen Einkommensteuersätzen der jeweiligen Gesellschafter im Rahmen der jährlichen Steuererklärung, auf Basis der Mitteilung der Fondsgesellschaft. Von der Fondsgesellschaft bezahlte Gewerbesteuern können unter bestimmten Voraussetzungen ganz oder teilweise auf die Einkommensteuer angerechnet werden. Der Verwaltungsaufwand des Anlegers für die kaufmännische und steuerliche Verwaltung ist im Vergleich zu einer Direktinvestition minimal, da sämtliche Management- und Verwaltungsaufwendungen durch die Fondgesellschaft einheitlich für alle Kommanditisten abgewickelt werden. Die zentrale Verwaltung senkt die Kosten und sichert Professionalität. Anleger Eigenkapital Treuhänder Fondsgesellschaft investiert Bank Fremdkapital 4

5 Der Zielkonflikt: Kurze Laufzeit hohe Rendite geringes Risiko. Wie können Sie diesen lösen? Lösung: Gesamtbetrachtung des Vermögens! Das Ganze ist mehr als die Summe der Teile. Da es keine Anlageform gibt, mit der jedes Anlageziel, kurze Laufzeit, hohe Rendite, geringes Risiko erreicht werden kann, ist die Betrachtung des Gesamtvermögens notwendig. 1. Schritt: Laufzeiten-Strukturierung. Gelder, die nicht kurzfristig verfügbar sein müssen, sollten in renditestärkere und längerfristige Anlagen wie bspw. Beteiligungen, Renten oder Rentenfonds, Versicherungen und Aktien oder Aktienfonds investiert werden. Die damit eingeschränkte Verfügbarkeit bzw. höhere Schwankungsanfälligkeit von Aktienwerten wird durch eine höhere Gesamtperformance-Erwartung belohnt. Gelder, die hingegen jederzeit und ohne Kursänderungsrisiken abrufbar sein müssen, sollten demnach kurzfristig und ohne Rückzahlungsrisiken angelegt werden. Diese weisen in der Regel aber einen Renditeabschlag im Vergleich zu länger laufenden Anlagen auf. Ebenso ist zu berücksichtigen, dass bei zu geringen Renditen durch Steuerabzug und Inflation evtl. sogar ein Minuszeichen der»vermögensmehrung«voransteht. 2. Schritt: Anlageformen und deren Zusammenspiel. Wissenschaftliche Studien haben bestätigt, dass neben den klassischen Anlageformen wie Aktien, Renten, Versicherungen und Geldmarktanlagen bei einer Beimischung von Sachwerten über geschlossene Fondsbeteiligungen eine höhere Sicherheit für das Gesamtvermögen erreicht wird (s. Seite 6). Dies ist durchaus möglich, ohne dabei Renditeeinbußen hinnehmen zu müssen. Doch was bedeutet Sicherheit? Sachwertanlagen in Beteiligungen weisen langfristig eine deutlich geringere Wertschwankung auf als täglich verfügbare Aktien (s. Grafik unten). Zudem können Sachwertanlagen einen Inflationsschutz bei relativ stabilen Auszahlungen bieten. Begründet ist dies vor allem darin, dass Sachwertanlagen unternehmerische Beteiligungen sind und jeder Anleger mittel- bzw. unmittelbar Eigentümer an dem Sachwert wird. Der Preis für die höhere Sicherheit: ein grundsätzlich längerfristiger Anlagehorizont von mindestens 10 Jahren für den Vermögensbaustein»Sachwertanlage«. 60 % 40 % 20 % 0 % 3,40 % 2,96 % 2,14 % 4,20 % 6,38 % 2,46% 2,77 % 2,69 % 3,63 % 4,20 % 8,57 % 11,44 % 22,21 % 8,55 % 4,12 % 6,36 % -20 % % -60 % Dotcom-Krise 11. September Irakkrieg Finanzkrise Auszahlungen Beteiligungen Performance Dax Performance MSCI World Quelle: LBBW Research, BWEquity Performancebericht 2010 Darstellung der gewichteten Auszahlungen (nach Kosten) aus den von der BWEquity vermittelten Beteiligungen (nicht berücksichtigt wurde vermitteltes Volumen aus dem nicht geprüften Angebot) im Vergleich zur jährlichen Wertentwicklung der dargestellten Aktienindizes im Zeitraum vom bis Frühere Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für die Zukunft. 5

6 Performance und Risiken des historischen Anlageuniversums der Deutschen ab bis / Cash 2 Off. Immo-Fonds Deutschland 18 % 3 Renten Deutschland 4 KLV/RV Deutschland 5 Immo Deutschland gesamt 14 % 6 Immo Europa ex Deutschland Rendite nach Steuern in % p. a. 12 % 10 % 8 % 6 % Sachwerte Aktien Renten Europa 8 Global Asset Allocation 9 Immo Welt 10 Off. Immo-Fonds Europa 11 WP VV (35% Aktien) 12 Renten Welt 13 Container-Schiffe 14 Immo Asia/Pazifik 15 Immo Nordamerika 16 LV.UK 17 Aktien Welt 18 Aktien Europa 19 Aktien Nordamerika 4 % Renten 8 Global Asset Allocation = 50% Immo Welt/30% WP/20% KLV/Renten 11 VV WP = 65% Renten (DM/Euro) + 35% Aktien (50% Europa) 20 REITS USA 21 Gold 22 Aktien Pazifik 2 % 23 Aktien Deutschland 24 Aktien EMF Welt Aktien EMF Asia 25 0 % 26 Aktien EMF Europe & M. East 0 % 2 % 4 % 6 % 8 % 10 % 12 % 14 % 16 % 18 % 20 % 22 % 24 % 26 % 28 % 30 % 32 % 34 % 27 Pr. Equity. Venture Capital Quelle: Werner Egeler, SGE-IIS.AG, Weilerswist 2012 Risiko p. a. Frühere Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für die Zukunft. 16,00 % 14,00 % 12,00 % 10,00 % 8,00 % 6,69 % 6,55% 6,00 % 4,00 % 2,00 % 0,00 % Performance (Portfolio: 50 % Aktien, 50 % Renten) Performance (Portfolio: 40 % Aktien, 40 % Renten, 20 % Beteiligungen) Risiko Quelle: LBBW Research, BWEquity Performancebericht 2010 Die Assetklassen setzen sich folgendermaßen zusammen: Aktien: 50 % Dax (Performance); 50 % MSCI World (Performance); Renten: 100 % Rex (Performance); Beteiligungen eines Anlegerportfolios bestehend aus: Alternative Energien 6,04 %; Immobilien 59,30 %; Mobilien 28,49 %; Private Equity 2,34 %; Sonstige 3,84 % (Summe größer als 100 % aufgrund von Rundungsdifferenzen). Gewichtung ergibt sich, wenn alle Beteiligungen der BWEquity seit 1995 gezeichnet wurden. Darstellung der Ergebnisse bei Beteiligungen nach Kosten im Zeitraum vom bis zum Frühere Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für die Zukunft. 6

7 Sachwerte: die Entwicklung im Einzelnen. Historisch betrachtet zeigt sich, dass Sachwerte, wie z. B. Immobilien im In- und Ausland, dauerhaft bzw. langfristig ein ähnliches Risiko wie Rentenanlagen aufweisen, jedoch eine höhere Rentabilität haben. Im Vergleich zu Aktienanlagen weisen Sachwertanlagen sogar ein ähnliches Renditepotenzial, bei deutlich geringeren Schwankungen und damit Risiko, auf. Beruhigender Gesamteffekt. Durch die Investition in Sachwerte steigern sich die Stabilität und die Rendite des Vermögens. Ursache hierfür sind die unterschiedlichen Wechselwirkungen zwischen den Einzelanlagen. So können sich z. B. negative Schwankungen von Aktien mit positiven Ausschlägen von Rentenwerten ausgleichen und so zu einer höheren Stabilität in der Gesamtbetrachtung der kombinierten Anlagen führen. Bemerkenswert hierbei ist, dass Sachwertanlagen eine geringe Wechselwirkung mit Aktien und Renten aufweisen. Ein Gleichlauf aller Vermögenswerte nach unten (Verluste) oder oben (Gewinne) kann durch den Baustein Sachwertanlagen geglättet werden und so zu einer Beruhigung des Gesamtvermögens beitragen. Inflation. In der Gesamtbetrachtung des Anlagevermögens sollte außerdem die Wirkung der Inflation mit einbezogen werden. Wirkung der Inflation. (Annahme: Inflation von 2 % p. a.) in Euro Kapitalanlage 5 Jahre 10 Jahre 15 Jahre 20 Jahre 25 Jahre Kaufkraft ohne Rendite Kaufkraft mit 3 % Rendite p. a. (n. St.) Wertentwicklungen der Vergangenheit bieten keine Gewähr für die Zukunft. Dieses Dokument dient nur zur Information und stellt kein Angebot für den Kauf oder Verkauf dieses Produktes dar. Die enthaltenen Informationen wurden von uns sorgfältig zusammengestellt und beruhen auf allgemein zugänglichen Quellen, die wir für zuverlässig erachten. Eine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit können wir jedoch nicht übernehmen. Allein verbindliche Grundlage für den Kauf sind der jeweilige Verkaufsprospekt oder der produktbezogene Basisprospekt, eventuelle Nachträge sowie die endgültigen Bedingungen. Diese Unterlagen erhalten Sie in unseren Geschäftsstellen. Hinweise zu den wesentlichen Risiken der jeweiligen Investition in Sachwerte finden Sie auf den Seiten 11, 15, 16, 20 und 21. Sie stellen lediglich einen Auszug dar und erheben nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. 7

8 Welche Sachwertbeteiligungen über geschlossene Fonds gibt es? Im Jahr 2011 wurden unterschiedlichste Sachwerte über geschlossene Fonds angeboten. Im Nachfolgenden werden Ihnen die wesentlichsten Beteiligungsformen vorgestellt. Dazu gehören Immobilien, Mobilien wie Schiffe und Flugzeuge, Erneuerbare Energien wie Solaranlagen und direkte Eigenkapitalbeteiligungen an nicht börsennotierten Unternehmen, die Private Equity Investments. Beteiligungen im Jahr % 38 % Immobilien Deutschland 14 % Immobilien Ausland 11 % 5 % 14 % 11 % Energiefonds 9 % Schiffe 8 % Private Equity 5 % Flugzeuge 15 % Sonstige 9 % 8 % 15 % Abweichungen durch Rundungsdifferenzen Quelle: VGF Verband Geschlossene Fonds 2012

9 Wie kann ich mein Vermögen vor Inflation schützen? Gewerbliche Immobilien bieten einen Inflationsausgleich. Wie wird investiert? Im Gegensatz zu vielen Mietverträgen bei Wohnimmobilien sehen gewerbliche Mietverträge in aller Regel einen jährlichen Inflationsausgleich vor. Bei allgemeinen Preissteigerungen werden daher die laufenden Mieten über Vertragsregelungen meistens zu 100 % entsprechend der festgestellten Preisveränderung angepasst ein bedeutender Unterschied zu Wohnimmobilien. Die Beurteilung hinsichtlich der längerfristigen Wertentwicklung der Wohn- oder Gewerbeimmobilie ist zwar gleich schwer, die Beurteilung der Entwicklung der vereinbarten Mieten für Gewerbeimmobilien jedoch deutlich leichter als bei Wohnimmobilien: Die Zahlungsfähigkeit des Mieters vorausgesetzt, führen steigende Inflationsraten automatisch zu höheren laufenden Mieteinnahmen. Anleger bündeln ihr Geld und bringen so einen Teil der Gesamtinvestitionssumme, das sog. Eigenkapital der Fondsgesellschaft, zusammen auf. Zusätzlich wird in den meisten Fällen noch Fremdkapital bei einer Bank aufgenommen, um die Gesamtinvestition (Kauf/ Erstellung der Immobilie/n) zu finanzieren. Fremdkapital Eigenkapital Fondsgesellschaft Anleger Bank Geschlossene Immobilienfonds im In- und Ausland. Wie wird Geld verdient? Gewerbliche Immobilien in guten Lagen im In- und Ausland fordern in der Regel Investitionssummen von mindestens 30 Mio. EUR für ein Engagement als Einzelinvestor oftmals ein zu hoher Betrag. Über einen geschlossenen Fonds wird dies jedoch auch mit Beträgen ab EUR möglich. Die Wertschöpfung bei Immobilienfonds erfolgt über die laufenden Mieteinnahmen sowie bei Verkauf über die Realisierung vorhandener Wertentwicklungspotenziale der Investitionsobjekte. Mieter Miete Zinsen & Tilgung Fremdkapital Bank Instandhaltung und Verwaltung Eigenkapital Fondsgesellschaft Auszahlungen Anleger 9

10 Foto: Fotograf Stefan Hohloch

11 Nutzungsarten und Investitionsstil. Von den laufenden (Netto-)Mieteinnahmen werden die Fremdkapitalzinsen, die Tilgung des Kredites, die laufenden Instandhaltungs- und Verwaltungskosten und Grund- oder Gewerbesteuern bezahlt. Der Saldo der Einnahmen über die Ausgaben ist der ausschüttungsfähige Betrag, die sog. Auszahlung an die Kommanditisten. Immobilienwert Fremdkapital Fr Eigenkapital Kauf Wertsteigerung Das Wertsteigerungspotenzial und damit der Rückfluss des Anlegerkapitals bei Veräußerung der Immobilie wird durch folgende Faktoren beeinflusst: Entwicklung der Objektlage, Objektzustand, Vermietungssituation und der durch Tilgungsleistungen reduzierte Fremdkapitalstand zum Verkaufszeitpunkt. Investition im Ausland. Gewinn Fremdkapital Fr Eigenkapital Verkauf Nicht nur nationale, auch internationale Immobilienmärkte sind attraktiv: Unterschiedliche Investitionszyklen im In- und Ausland erlauben die Streuung in verschiedene Märkte. Dabei profitieren ausländische Immobilieninvestoren oft auch von sog. Doppelbesteuerungsabkommen, die verhindern, dass Mieteinkommen zweimal versteuert werden müssen. Im Ausland erwirtschaftete Erträge müssen in der Regel nur dort der Besteuerung unterworfen werden meist zu geringeren Steuersätzen als in Deutschland. In Deutschland bleiben diese steuerfrei und werden nur zur Ermittlung des Gesamtsteuersatzes über den Progressionsvorbehalt herangezogen. Zeit Bei der Auswahl eines Immobilienfonds spielt auch die Nutzungsart eine entscheidende Rolle. So ist eine drittverwendungsfähige Büroimmobilie zwar etwas renditeschwächer als eine sog. Spezialimmobilie (z. B. eine auf einen bestimmten Standort/Nutzer zugeschnittene Logistik- oder Handelsimmobilie), dafür sollte die Büroimmobilie im Falle eines Mieterauszuges auch deutlich schneller einen Nachmieter finden können. Neben der Frage, ob eine Immobilie im In- oder Ausland über einen geschlossenen Fonds erworben wird, ist der Investitionsstil für das grundsätzliche Ertragsund Risikopotenzial von Bedeutung. Man unterscheidet zwischen»core«,»value-added«und»opportunity«. Vorteile: Diversifikation des Vermögens in Sachanlagen Inflationssicherung Attraktive Auszahlungen Bei Auslandsimmobilien: Ausnutzung von unterschiedlichen Marktzyklen, Ausnutzung von steuerlichen Vorteilen (Doppelbesteuerungsabkommen) Risiken: Langfristiger Anlagehorizont Immobilientypische Risiken u. a.: Vermietungsrisiko, Risiko der Insolvenz des Mieters, Objektrisiko, Marktrisiko, Finanzierungsrisiko, nicht versicherte Elementarschäden Im Ausland ggf. erhöhtes Rechtsrisiko Prognoserisiko (z. B. geringere Mietindexierung aufgrund niedriger Inflationsraten) Steueränderungsrisiken 11

12 Der Investitionsstil ist entscheidend für Renditechance und Risiko. hoch Opportunity Renditepotenzial Stabile Cashflows Hohe Nachfrage Hoher Kaufpreis Core Value-Added Variierende Cashflows Optimierung durch Vermietungsaktivitäten, aber Potenzial niedrig Zum Kaufzeitpunkt unrentable Objekte Geringe Nachfrage Günstiger Einkaufspreis Enormes Wertschöpfungspotenzial mittels aktivem Management Developments niedrig niedrig Risikopotenzial hoch Core: 1a-Lagen; 1a-Immobilien, langfristig vermietet. Value-Added: 1a/b-Lagen; 1a/b-Immobilien, mittelfristig bis langfristig vermietet. Opportunity: Stark risikobehaftete Objekte oder Objektlagen, oftmals noch ohne Mietverträge, im Gegenzug hohes Wertsteigerungspotenzial. 12

13 Worüber werden 98 % der Waren weltweit transportiert? Ohne Seeweg kein Welthandel. 71 % der Erdoberfläche ist von Wasser bedeckt. Durch die internationale Arbeitsteilung und die entstandene Vernetzung der Volkswirtschaften untereinander müssen enorme Gütermengen und Waren z. T. über große Distanzen transportiert werden. So macht der Anteil des Welthandels zur See mittlerweile 98 % aus. Die eingesetzten Schiffe für den Transport werden dabei in der Regel durch die Ladung charakterisiert, die sie transportieren. Massengutschiffe verfrachten vornehmlich Rohstoffe, die in großen Massen benötigt werden und eine Abfertigung in hohen Mengen erlauben. Dazu zählen insbesondere Kohle, Eisenerz und Weizen, die in Einheiten von bis Tonnen pro Schiffsladung transportiert werden. Tankschiffe liefern den nötigen Flüssigrohstoff Öl und Ölprodukte in alle Kontinente. Dabei ist leicht erkennbar, dass Tanker und Massengutfrachter eine wesentliche Basis für alle Volkswirtschaften darstellen, da diese die dringend benötigten Rohstoffe für die etablierten und für die dynamisch wachsenden Volkswirtschaften transportieren. Bei diesen Schiffen sind kurzfristige Transportverträge üblich, abgerechnet werden die Zahlungen für den Transport und die Schiffskosten wie in allen Schiffssegmenten i. d. R. in USD. Güter, die einzeln transportiert werden müssen (z. B. in Kisten oder einzeln verpackt), bezeichnet man als sog. Stückgut. Da es bei diesen Waren keine einheitlichen Größen gibt und jedes Gut einzeln auf dem Schiff verzurrt werden muss, ist die Liegezeit in den Häfen besonders lang. Dies bedeutet einen hohen Zeitaufwand und damit einen großen Kostenfaktor. Die Produktivität von Containerschiffen ist um ein Vielfaches höher als im konventionellen Stückgutverkehr. Standardisierte Transportboxen, die sog. Container, ermöglichen seit Ende der 80er-Jahre ein schnelles Be- und Entladen von Gütern, unabhängig von der Beschaffenheit der Fracht, die innerhalb der Container verstaut und verschifft wird. Benötigte man in Zeiten ohne Container für Tonnen Stückgut noch 8 10 Tage zum Be- und Entladen eines Schiffes, so hat sich dies über den Container auf 2 Tage reduziert. Lediglich drei Minuten braucht ein Kranbrückenfahrer an Land, um einen Container mit dem sog.»spreader«zu greifen, ihn anzuheben und an Land wieder abzusetzen. Die enormen Kosten- und Zeitvorteile haben die Schifffahrt, insbesondere den Stückgutverkehr revolutioniert. Wie wird investiert? Bei einer Schiffsbeteiligung bringen die Anleger das Eigenkapital ein. Durch die Fondsgesellschaft wird bei einer Bank Fremdkapital aufgenommen, welches planmäßig innerhalb von ca Jahren vollständig zurückbezahlt werden wird. Eigenkapital Fondsgesellschaft Anleger Fremdkapital Wie wird Geld verdient? Bank Die von der Fondsgesellschaft beauftragte Reederei (kaufmännischer Geschäftsführer) vermietet das Schiff samt Besatzung für eine feste Laufzeit gegen eine Rate, die sog. Charterrate. Mieter des Schiffes, die sog. Charterer, sind mittelständische, aber auch weltweit operierende Logistikkonzerne (z. B. CMA CGM, Mærsk, Hapag Lloyd), die mit dem gemieteten Schiff Waren und Güter für ihre Endkunden verfrachten. 13

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15 Dabei ist es für die Fondsgesellschaft zunächst unerheblich, ob der Mieter das Schiff voll ausgelastet oder nahezu leer auf den Weltmeeren im Einsatz hat. Die laufenden Mieteinnahmen (Charterraten) für die Fondsgesellschaft sind ein fester Preis, den der Charterer neben den reiseabhängigen Kosten (z. B. Treibstoff) zu bezahlen hat. Da ein Schiff eine durchschnittliche Lebensdauer von 25 Jahren besitzt, verliert es über seine Nutzungsdauer an Wert. Im Gegenzug sollten die Charterraten so hoch sein, dass sich über die Lebensdauer der Schiffskaufpreis amortisiert, und Sie als Anleger das investierte Kapital über die Auszahlungen des Fonds bereits nach Jahren zurückerhalten. Charterer Rate Eigenkapital Charterer Fremdkapital Rate Fondsgesellschaft Bank Bank Zinsen und Tilgung Kauf u. Betrieb Zinsen und Tilgung Seit Einführung der Tonnagebesteuerung bieten Schiffsbeteiligungen neben einem hohen Renditepotenzial auch eine attraktive Besteuerungsgrundlage: Die laufenden Auszahlungen sind weitestgehend steuerfrei, ein Veräußerungserlös des Schiffes kann ohne Gewinnbesteuerung vom Anleger vereinnahmt werden. Auszahlungen Eigenkapital Anleger Fondsgesellschaft Nach Auszahlungen einer oder mehreren Resttilgung Charterperioden Fremdkapital partizipiert die Fondsgesellschaft anschließend an dem Verkauf Anleger des gebrauchten Schiffes. Eigenkapital Eigenkapital Fremdkapital Resttilgung Fremdkapital Tilgung Fremdkapital Verkaufserlös Verkaufserlös Tilgung Fremdkapital Kauf u. Betrieb Verkauf Verkauf Die Konditionen der zu erzielenden Charterraten, vergleichbar mit den laufenden Mieteinnahmen bei Immobilien, sind dabei von verschiedenen Faktoren abhängig: dem Schiffstyp, dem Baujahr des Schiffes, der (Rest-)Laufzeit des Vertrages, der Schiffsgröße, der Bonität des Charterers und letztlich dem Marktsegment des jeweiligen Schiffes. Vorteile: Diversifikation des Vermögens in Sachanlagen Schiffe sind mobile Sachanlagen, die weltweit eingesetzt werden können und daher im Gegensatz zu einer Immobilieninvestition nicht nur auf einen Wirtschaftsstandort festgelegt sind Weltwirtschaftswachstum benötigt Schiffe Interessante Renditen, hohe laufende Auszahlungen Zusätzlich attraktive Besteuerung durch die Tonnagebesteuerung Poolcharter kann Marktschwankungen nivellieren Risiken: Langfristiger Anlagehorizont, Prognoserisiken Währungs- und Finanzierungsrisiken Risiken des Schiffsmarkts u. a.: Vermietungsrisiko, Risiko der Insolvenz des Charterers Wertentwicklungsrisiko Steueränderungsrisiken (Wegfall der attraktiven Versteuerung) I. d. R. hohe Abhängigkeit von der Weltkonjunktur 15

16 People s Business wie kommen Menschen effizient zusammen? Mit Flugzeugen, die nur 3 Liter/100 km pro Passagier verbrauchen. Nicht nur in den Wachstumsländern wie China und Indien wächst der Flugverkehr von Privat- und Geschäftsreisenden und damit der Bedarf an Flugzeugen. Auch in Europa und Amerika ist der Bedarf an neuen, verbrauchsarmen Maschinen enorm. Seit 1980 steigt das jährliche Passagieraufkommen um 5,0 % p.a. Ein Wachstum, welches auch für die nächsten 20 Jahre prognostiziert wird. Überdurchschnittlich stark wird dabei der Luftverkehr in den Regionen Asiens und des Mittleren Ostens zunehmen. Eine Herausforderung für Fluglinien und Hersteller, um ökologisch, finanziell und nachhaltig den wachsenden Bedürfnissen gerecht zu werden und dies bei einem zunehmend knapper werdenden Luftraum. Die weltweit agierenden und etablierten Fluggesellschaften fordern daher effiziente Maschinen mit einem Verbrauch von unter 3 Litern/100 km pro Passagier. Fazit: Ein robustes Weltwirtschaftswachstum vereint mit dem Ersatzbedarf älterer Maschinen lassen zukünftig eine steigende Nachfrage nach Flugzeugen erwarten. Wie wird Geld verdient? Die Investition erfolgt in einer ähnlichen Struktur wie bei Schiffsfonds. Die Fondsgesellschaft vermietet das Flugzeug für eine feste Dauer an eine Fluglinie. Nicht nur Fondsgesellschaften, auch sog. Leasinggesellschaften erwerben Flugzeuge und vermieten diese kurz-, mittelund langfristig. Die weltweite Flotte der Flugzeuge wurde zum Jahr 2011 auf rd Verkehrsflugzeuge geschätzt. Allein ein Drittel dieser Maschinen wurde dabei von Fluglinien zu festen Mietraten, den sog. Leasingraten, gemietet. Vorteile: Diversifikation des Vermögens in Sachanlagen Flugzeuge sind mobile Sachanlagen, die weltweit eingesetzt werden können und daher im Gegensatz zu einer Immobilieninvestition nicht nur auf einen Wirtschaftsstandort festgelegt sind Entwicklung in Schwellen- und Entwicklungsländern, insbesondere Asien, führt zu einem Wachstum im Luftverkehr Interessante Renditen, hohe laufende Auszahlungen Sämtliche Kosten der Nutzung werden weitgehend von der Fluggesellschaft getragen Risiken: Langfristiger Anlagehorizont Währungs- und Finanzierungsrisiko Flugzeugtypische Risiken u. a.: Vermietungsrisiko, Risiko der Insolvenz des Leasingnehmers, nicht versicherte Elementarschäden Wertentwicklungsrisiko Rechtsrisiken durch Einsatz des Flugzeugs in verschiedenen Ländern Prognoserisiken 16

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18 Der Flugzeugtyp spielt bei der Miethöhe eine zentrale Rolle, da sowohl die Leasingrate als auch ein möglicher Veräußerungserlös eng mit der Marktgängigkeit des Flugzeuges verbunden sind. Da die Fluggesellschaft als Leasingnehmer während der Mietzeit, z. T. über mehrere Jahre, alle Kosten des Flugzeugbetriebes und der Nutzung trägt, ist ihre Bonität für den Erfolg der Fondsgesellschaft eminent wichtig. über seine Nutzungsdauer deutlich weniger stark ab als der Fremdkapitalanteil. Damit erfährt die Fondsgesellschaft bei hoher Darlehenstilgung und höherer Wertstabilität des zeitanteiligen Flugzeugwertes einen weniger stark sinkenden Eigenkapitalanteil als bei Schiffsbeteiligungen. Verkauf. Kauf und Betrieb. Flugzeuggesellschaft Bank Eigenkapital Fremdkapital Flugzeugwert bei Kauf Leasingsrate Zinsen und Tilgung Eigenkapital Fremdkapital Fondsgesellschaft Auszahlungen Eigenkapital Tilgung Fremdkapital Flugzeugwert bei Verkauf Anleger Verkaufserlös Resttilgung Der Fremdkapitalanteil der Bank wird in der Regel nach 12 Jahren zu mindestens 90 % getilgt sein. Da ein Flugzeug grundsätzlich ein langlebiges Gut ist, welches durch regelmäßige Checks in einem wiederkehrenden Zeitraum von 4 bis 6 Jahren technisch immer wieder runderneuert wird, sinkt der Flugzeugwert Fondsgesellschaft/Anleger Bank Verkaufspreis 18

19 Wie lösen wir die Energieprobleme der Zukunft? Erneuerbare Energien Nachhaltige Werte. Der steigende Energiebedarf der Weltbevölkerung stellt diese vor gravierende Veränderungen bei der Strom- und Energieerzeugung: Alternative Energiequellen, die die Umwelt schonen und lebenswichtige Ökosysteme schützen, sind daher notwendig. Diese zu erschließen, ist das vordringlichste Ziel der Energieforschung und -förderung. Pionier auf diesem Gebiet ist Deutschland, das mit seinen staatlichen Förderprogrammen und Vergütungsregelungen die Nutzung von Erneuerbaren Energien unterstützt und erfolgreich angeschoben hat. Das EEG (Erneuerbare- Energien-Gesetz), welches auf einer EU-Richtlinie basiert, verpflichtet Stromlieferanten zur Abnahme des aus erneuerbaren Energieträgern gewonnenen Stroms. Das Fotovoltaik-Segment erlebt derzeit einen großen Entwicklungsschub. Die gestiegenen Wirkungsgrade der Solarmodule haben durch serienreife Produktion dazu geführt, dass großflächige Anlagen ganze Städte mit Strom versorgen können. Geschlossene Fonds finanzieren den Bau der Anlagen und erwirtschaften über den Betrieb der Fotovoltaikanlagen aus Sonnenenergie Erträge. Diese sind von den weltwirtschaftlichen Entwicklungen unabhängig. Der Anschub der Technologieförderung ist mittlerweile gelungen. Die Preise für Solarsysteme sinken durch die professionelle Massenproduktion. Insofern ist es nur richtig, dass die Höhe der Förderung über die Höhe der Einspeisevergütung reduziert wird. Renditen für die Anleger bleiben jedoch auf attraktivem und risikogerechtem Niveau. Wie wird Geld verdient? Analog zu den Mobilien Schiffe und Flugzeuge haben Solaranlagen eine prognostizierte Nutzungsdauer (hier 20 Jahre), so dass die vollständige Rückzahlung der Darlehen und Anlegergelder während der Laufzeit über die laufenden Erträge (z. B. aus Stromeinnahmen) geplant ist. Eine Veräußerung von Solaranlagen ist in der Regel nicht vorgesehen (nach der Nutzungsdauer wird ein Restwert von Null angenommen), so dass das Eigenkapital des Investors nur über die laufenden Auszahlungen zurückgeführt wird.

20 Vorteile: Diversifikation des Vermögens in Sachanlagen Hohe laufende Auszahlungen Unabhängigkeit von der konjunkturellen Lage Nachhaltige Investitionen Partizipation und Gestaltung von zukunftsträchtigen Bereichen Risiken: Langfristiger Anlagehorizont I. d. R. hoher Fremdkapitaleinsatz Im Ausland ggf. erhöhtes Rechtsrisiko (z. B. Änderung der Einspeisevergütung) Prognoserisiken Abhängigkeit vom Wetter (Sonne, Wind, Trockenheit) Technische Risiken Aber nicht nur sog. Solarfonds bieten konjunkturell unabhängige Wertentwicklungen, auch weitere, wichtige Segmente des erneuerbaren Energiesektors bieten Investitionsmöglichkeiten: Biogas, Windkraft, Geothermie und Gezeiten- und Wasserkraftwerke sind Anlageformen, die über geschlossene Fonds finanziert werden können. Interessant kann auch eine nachhaltige Investition in gemanagte Waldflächen sein: Ein zertifizierter, schonender Umgang mit dem Wald und seinem wichtigsten Rohstoff Holz bietet nachhaltige Anlagechancen, ohne sich dabei der Hektik und Schwankungen der Märkte unterziehen zu müssen. Etablierte Investitionsmöglichkeiten in Wälder über geschlossene Fonds bieten sich vor allem in den USA an. Für alle Projekte und Investitionsmöglichkeiten gilt jedoch: Die Wirtschaftlichkeit kann nur bei einem durchdachten Konzept, welches Standort, professionellen Betrieb und Vermarktung gleichermaßen berücksichtigt, gewährleistet werden. Rückfluss Typischer Verlauf einer Beteiligung an einem Erneuerbare Energien-Fonds. 50 % 40 % 30 % 20 % 10 % 0 % 20 % Zeit 40 % 60 % % 100 % Einzahlung Investitionssumme zzgl. Nebenkosten Auszahlungen während der Laufzeit Kapitalbindung des Investors Break-even-point = investiertes Kapital über Auszahlungen zurückgeführt

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