Leader nach 2013 eine Methode in Bewegung?

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1 Leader nach 2013 eine Methode in Bewegung? Anke Wehmeyer, Deutsche Vernetzungsstelle Ländliche Räume

2 Common Strategic Framework (Gemeinsamer Strategischer Rahmen) ist die Verordnung, die Leader in Zukunft regelt gilt für den ELER, den ESF, den EFRE und den EMFF ersetzt die nationale Strategie GSR und Partnerschaftsverträge als Förderüberbau

3 CLLD (Community-led local development) von der örtlichen Bevölkerung betriebene Maßnahme zur lokalen Entwicklung Ist gebietsbezogen ( sub-regional ) Ist von der örtlichen Bevölkerung betrieben ( communityled ), also partizipativ und partnerschaftlich (öffentlichprivat) Wird durch integrierte und multisektorale Entwicklungsstrategien umgesetzt, die den lokalen Bedürfnissen sowie dem örtlichen Potential Rechnung tragen Innovationen im lokalen Kontext sowie Vernetzung und Kooperation beeinhalten = Leader-Ansatz

4 CLLD (Community-led local development) Leader könnte also in Zukunft nicht nur über den ELER und den EMFF sondern auch über den ESF und EFRE umgesetzt werden = MULTIFONDS bisher ist das aber nur im ELER (mindestens 5 %) und im EMFF verpflichtend für den ESF und den EFRE ist es obligatorisch

5 Was ist neu? Einheitliche Methodik für CLLD über alle Fonds und Regionen hinweg anwendbar (Multifonds) Federführende Fonds Anreize (höherer Kofinanzierungsanteile ESF/EFRE + 10 %; ELER 80 %, EMFF bis 75 %)

6 Multifonds- Strategien Multifonds-Strategien sind optional, eine Koordination zwischen den Fonds auf EU-und nationaler Ebene erfolgt aber trotzdem (inkl. Kompetenzentwicklung und Auswahl der Entwicklungskonzepte) Gemischte CLLD-Gebiete (z.b. mit sowohl städtischer als auch ländlicher Gebietskulisse) sind möglich; strategische Kooperation benachbarter Gebiete Stadt-Land-Kooperationen werden erleichtert Die Umsetzung mehrerer CLLD-Strategien im selben Gebiet sollte vermieden werden. Regel: Ein Gebiet eine Strategie eine LAG

7 Was ist neu? - Lokale Entwicklungsstrategien Auch die Mindestanforderungen der REKs sind in der GSR Verordnung geregelt Entwicklung und Umsetzung hochwertiger Strategien, die die Ziele der ländlichen Entwicklungspolitik verfolgen - keine Bindung mehr an Maßnahmen innovationsfreundlich - Stärkung der Rolle der lokalen Entwicklungsstrategien als Kerninstrument zur Umsetzung von Zielen (EU 2020, Partnerschaftsvereinbarung, ländliches Entwicklungsprogramm + ggf. andere Ops sowie an die lokalen Entwicklungsziele) LAGs sollen bei der Projektauswahl lediglich Ihrer Entwicklungsstrategie verpflichtet sein Der Mehrwert von Leader muss in den Strategien klar zu erkennen sein

8 Mindestanforderungen für Lokale Entwicklungsstrategien Eine Strategie für lokale Entwicklung umfasst mindestens Folgendes: (a) die Festlegung des Gebiets und der Bevölkerung, die von der Strategie abgedeckt werden; (b) eine Analyse des Entwicklungsbedarfs und -potenzials für das Gebiet, einschließlich einer Analyse der Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken; (c) eine Beschreibung der Strategie und ihrer Ziele, eine Erläuterung des integrierten und innovativen Charakters der Strategie und eine Rangfolge der Ziele, einschließlich klarer und messbarer Zielvorgaben für Output oder Ergebnisse. Die Strategie stimmt mit den relevanten Programmen aller beteiligten GSR-Fonds überein; (d) eine Beschreibung der Einbindung der örtlichen Gemeinschaft in die Entwicklung der Strategie; (e) einen Aktionsplan zur Veranschaulichung der Umsetzung der Ziele in Maßnahmen; (f) eine Beschreibung der Verwaltungs- und Monitoringvorkehrungen zur Strategie, in der die Kapazität der lokalen Aktionsgruppe zur Umsetzung der Strategie verdeutlicht wird, und eine Beschreibung der speziellen Vorkehrungen für die Evaluierung; (g) den Finanzierungsplan für die Strategie, der auch die geplanten Zuweisungen jedes der GSR-Fonds enthält.

9 Auswahl der Strategien fondsübergreifend geregelt: Mitgliedstaaten definieren Kriterien für die Auswahl von Strategien Die Verwaltungsbehörden der Programme bestimmen ein Auswahlgremium Die Auswahl aller Strategien soll bis spätestens zum 31. Dezember 2015 erfolgen Auswahlentscheidung für die Förderung der individuellen Strategie legt sowohl die finanzielle Beteiligung der verschiedenen Fonds als auch die Rollen der fondsspezifischen Verwaltungsbehörden fest. Die Kommission wird die Unter- und Obergrenze für die Bevölkerungszahl und Gebietskriterien für CLLD-Gebiete in einem delegierten Rechtsakt festlegen.

10 und sonst? Stärkung der Beteiligung des Privatsektors in den regionalen Partnerschaften Fokus mehr auf Prozesslenkung ( animation ) und Kompetenzentwicklung (auch hinsichtlich der Vorbereitung der Entwicklungsstrategien) Vorbereitende technische Unterstützung für gebietsübergreifende und transnationale Kooperationsprojekte Administrative Abwicklung nach wie vor unterschiedlich in den Fonds

11 In Sachsen... CLLD (Leader) bisher nur über den ELER Gespräche laufen vor allem mit den ESF-Zuständigen Multifondsstrategien sollen unterstützt werden, echter Multifonds eher unwahrscheinlich

12 Konsequenzen für die Regionen REK strategisch umfassender denken, damit die Entwicklungsziele erreicht werden können Regionalmanagement: Neue Kompetenzen, Rollen und Aufgabenverschiebungen Sachsen: Anfang 2013 kriegen die Regionen erste Informationen zu den Zielen (geplant!)

13 Zeitschiene - pessimistisch 2012 X GSR-Strategie ELER-VO Entwürfe Programmvorschlag Programmentwicklung Auswahlprozess Leader

14 Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!

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