Inhalt und Ergebnisse des Projektes ReSOURCE

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1 Inhalt und Ergebnisse des Projektes ReSOURCE Vortrag: Dr. sc. oec. Lutz Koch w w w. r e s o u r c e c e. e u Lutherstadt Eisleben, den This project is implemented through the CENTRAL EUROPE Programme co-financed by the ERDF

2 Inhalt I. Vorstellung Projekt ReSOURCE II. Projektaufgaben BdU e.v. - ReSOURCE III. Geothermisches Grubenwasserpotential im Landkreis Mansfeld-Südharz (Überblick) IV. Geothermie-Standort Wettelrode (Ausblick) 2

3 I. Vorstellung Projekt ReSOURCE Vorstellung Dr. Koch: Studium Ing. Ök. BA Freiberg Promotion BA Freiberg Habilitation BA Freiberg stellvertretender Generaldirektor Mansfeld Kombinat Ab 1992 Vorstand Mansfeld AG Geschäftsführer KMU/Projektleiter u.a. im Rahmen des Projektes ReSOURCE für die Region Mansfeld 3

4 I. Vorstellung Projekt ReSOURCE Das Ziel des Projektes besteht darin, vorhandene Ressourcen des Altbergbaus zu erfassen, zu nutzen und damit Impulse für die Verbesserung der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Situation in den durchweg strukturschwachen ehemaligen Bergbauregionen zu geben. EFRE-Ziel3-Projekt Territoriale Kooperation Förderraum Mitteleuropa Start: Ende: Budget: 3,2 Mio. 4

5 Projektpartner ReSOURCE Landkreis Zwickau WIREG (Steinkohle- und Uranbergbau) IBA - Fürst-Pückler-Land (Lausitzer Braunkohlenbergbau) BdU e.v. Sachsen-Anhalt (Mansfelder Kupferbergbau) IÖR Dresden Steirische Eisenstraße (Eisenerzbergbau), Österreich Uni Graz, Österreich Mikroregion Sokolov-Ost (Braunkohlenbergbau), Tschechien Stadt Salgotarjan (Braunkohlenbergbau), Ungarn Entwicklungszentrum Zasavje (Steinkohlenbergbau), Slowenien 5

6 I. Vorstellung Projekt ReSOURCE Zusammenfassung und Reflektion aller regionalen Studien Natürliche Potentiale (geothermische Energie aus Grubenwasser, Biomasse-Produktion auf bergbaulich beeinflussten Flächen) Kulturelle Potentiale (Bergbau-Touristenrouten, Grubenbahnen, Veranstaltungen, Strategien zum bergbaukulturellen Erbe) Integrative Entwicklungsansätze (Masterpläne, Wettbewerbe, Prinzipien) 6

7 Grubenwasser-Geothermie: 4 Pilotstudien, 1 Erkundungsbohrung Aue-Alberoder, Zwickauer, Mansfelder Revier (Deutschland) Sokolover Revier (Tschechien) Zasavje-Revier (Slowenien) 7

8 II. Projektaufgaben BdU e.v. - ReSOURCE Unter meiner Leitung konzentrierte sich die Projektarbeit auf den ehemaligen Kupferbergbau im Landkreis Mansfeld-Südharz. Unter Hinzuziehung von Experten des ehemaligen Mansfeld Kombinates, der Westsächsischen Hochschule Zwickau und regionalen KMU stand die Lösung von 3 Schwerpunktaufgaben im Mittelpunkt unserer Arbeit: 1. Erarbeitung von Vorschlägen zur Verbesserung von Breite und Attraktivität des Bergbautourismus in der Mansfelder Region. Dazu wurden zunächst 2009 im Rahmen einer Sommerschule mit Studenten aus 4 Partnerländern / über 30 Vorschläge und Ideen entwickelt. Eine Reihe dieser Vorschläge und Ideen der Sommerschule konnten bis 2012 mit Hilfe von Fördermitteln des Leader-Programmes und Kommunalen Mitteln bereits umgesetzt werden. Bsp.: Sanierung des Bergbaumuseums Wettelrode Kalischacht Wansleben Bergwerksbahn Klostermansfeld (Bahnhof) 8

9 II. Projektaufgaben BdU e.v. - ReSOURCE 2. Erarbeitung einer Machbarkeitsstudie 2010 mit Experten des Mansfeld Kombinates und dem Schachtbau Nordhausen Aufschluss der Kupferlagerstätte Baufeld Heldrungen. Dabei wurden die aktuellen Marktbedingungen und wissenschaftlichtechnische Erkenntnisse sowie moderne Technologien berücksichtigt. 3. Realisierung einer Studie zur geothermischen Nutzung von untertägigen Grubenwasser in ehemaligen Bergbaugebieten des Landkreises Mansfeld-Südharz. In die Untersuchung wurden neben dem Schwerpunkt Kupferbergbau auch ehemalige Braunkohle-, Kali- und Flußspatlagerstätten einbezogen. Zunächst einige Bemerkungen zur Machbarkeitsstudie Aufschluss der Kupferlagerstätte Baufeld Heldrungen 9

10 10

11 Ausgewählte Prämissen und Ergebnisse der Machbarkeitsstudie Baufeld Heldrungen 11

12 Bilanzvorräte der Cu-Lagerstätten Heldrungen und Osterhausen Baufeld Fläche km² Erzmenge Mio. t Metallinhalt Kupfer t Metallinhalt Silber t Metallinhalt Blei t Metallinhalt Zink t Heldrungen 13,2 10, Osterhausen 6,3 6, Die o.g. Mengenangaben und Metallinhalte sind im Rahmen von Erkundungsarbeiten bis 1990 gesicherte und bestätigte Bilanzvorräte. Die Erschließung und Abbau der Baufelder Heldrungen und Tiefscholle Osterhausen sind technisch jederzeit möglich. Die Endteufen der notwendigen Schächte liegen im Baufeld Heldrungen je nach Ansatzpunkt bei 750 bzw m, im Baufeld Tiefscholle Osterhausen bei 750 m. 12

13 Ausgewählte Prämissen und Ergebnisse der Machbarkeitsstudie Baufeld Heldrungen Lagerstättennutzungsgrad: 65% der Bilanzvorräte Angesetzte Metallpreise (Basisvariante) E-Kupfer: Silber: Aktuelle Preise: 9.000,00 Dollar / t E-Cu 17,01 Dollar / Feinunze Cu: Dollar / t E-Cu (Preis ,00 US Dollar) Silber: 30,86 Dollar / Feinunze Umsatzwirksames Endprodukt: Cu-Konzentrat mit 20,0% Cu-Gehalt Arbeitskräfte-Bedarf: VbE (+ca VbE Zulieferindustrie) Investition: 350,00 Mio. mit Aufbereitungsanlage (30,0 Mio. ) Laufzeit der Schachtanlage: 20 Jahre Betriebsergebnis / a: 108 Mio. Verlust BE-Reserven: 1. Kostenreserven: 2. Erlösreserven: Erhöhung der m²/mann-leistung (Ap) - langfristiger tendenzieller Preisanstieg bei Edelmetallen Reduzierung der Abschreibungen - Erlöse aus der Vermarktung von Spurenmetallen und (verstärkter FM u. EM-Einsatz) Rückständen 13

14 III. Geothermisches Grubenwasserpotential im Landkreis Mansfeld-Südharz 1. Wichtige in Betrieb befindliche Entwässerungsstollen in der Mansfelder Mulde (links) und im Raum Sangerhausen (rechts) 14

15 III. Geothermisches Grubenwasserpotential im Landkreis Mansfeld-Südharz 2. Bewertung von 18 Grubenwasserstandorten im Landkreis Mansfeld-Südharz Chancen-Risiko-Analyse am Beispiel des Wiederstedter Stollen Defizite / Risiken Zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit und zur Erhaltung des Stollens sind Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen zwingend erforderlich Erfassung und Bewertung (z. B. Wasserführung, Hydrochemie und physik, Korrosionsverhalten) des Wassers des Wiederstedter Stollens im Sinne der Aufgabenstellung nur im geringen Umfang vorhanden Anfallende Kosten für bergmännische Unterhaltungs- und Kontrollarbeiten bei Wärmegewinnung nicht bekannt Eigentums- und Nutzungsverhältnisse sowie die berg-und umweltrechtliche Situation unklar Vorteile Potentielle sowie mögliche Nutzer erkennbar Stollenwasserabfluss ca. < 0,5 m 3 /min; Wassertemperatur ca C Durchführung von Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen vorgesehen Relativ gute Zugänglichkeit des Stollens Vorstudie vorhanden Bewertung der Nutzungseignung wird empfohlen (nach erfolgter bergmännischer Sanierung des Stollens) 15

16 3. Klassifizierung der untersuchten 18 Grubenwasserstandorte durch 3 Entscheidungskriterien unter dem Aspekt einer zukünftigen geothermischen Nutzung 5 Grubenwasserstandorte - ohne Potential Name Standort Wesentliche Entscheidungskriterien Bergmännische Montanhydrogeologische Infra- und Nutzungssituation Mundloch Alteröder Stollen Sanierungs- und Unterhaltungsarbeiten erforderlich Geringe Wassermenge Isolierte Lage ohne Nutzungsansätze Mundloch Erdeborner Stollen Isolierte Lage ohne Nutzungsansätze Mundloch Zabenstedter Stollen Nutzung Stollenwasser im LL20 Z in Gerbstedt möglich Ohne Nutzungsansätze Mundloch Jacob-Adolph-Stollen in Hettstedt Geringe Wassermenge Ohne Nutzungsansätze Mundloch Schlüssel-Stollen bei Friedburg Isolierte Lage ohne Nutzungsansätze 16

17 10 Grubenwasserstandorte mit Potential -Vorstudie empfohlen Name Standort Flußspatgrube Rottleberode Mundloch S.-Gottes-Stollen in Sangerhausen Bereich Mundloch Gonnaer Stollen in Gonna Barbara-Schacht bei Pölsfeld Freiesleben-Schacht bei Großörner LL 26 Schlüssel-Stollen bei Großörner Mundloch Mönch-Stollen und Meta Schacht in Sittichenbach Mundloch Froschmühlen-Stollen bei Eisleben-Helfta W-Schacht in Wimmelburg LL 20 Zabenstedter Stollen in Gerbstedt Wesentliche Entscheidungsmerkmale Bergmännische Montanhydro-geologische Infra- und Nutzungssituation Kontinuierliche Kontrolle und Sicherung Kontinuierliche Kontrolle und Sicherung Sanierungsarbeiten in den letzten Jahren Offener Schacht Betriebener Schacht mit maschineller Förderung Betriebener Schacht mit maschineller Förderung Sanierungsarbeiten in den letzten Jahren Kontinuierliche Kontrolle und Sicherung Betriebener Schacht mit maschineller Förderung Betriebener Schacht mit maschineller Förderung Ausreichende Wasserqualität Ausreichende Wasserquantität und -qualität Ausreichende Wasserquantität und -qualität Ausreichende Wasserquantität und -qualität Ausreichende Wasserquantität und -qualität Ausreichende Wasserquantität und -qualität Ausreichende Wasserquantität und -qualität Ausreichende Wasserquantität und -qualität Ausreichende Wasserquantität und -qualität Ausreichende Wasserquantität und -qualität Eigentümer an Nutzung interessiert Bereits Wassernutzung, Nähe zum Gewerbepark Sangerhausen Gebiet Wohnbebauung Gewerbsmäßige Nutzung Schachtgelände In Nähe Ortschaft sowie Gewerbefläche und Industrieanlagen In Nähe Gewerbeflächen und Industrieanlagen Erschließung von touristischen Nutzungsmöglichkeiten In mittelbarer Nähe Gewerbestandort Eisleben-Strohhügel Im Ortskern von Wimmelburg Im Ortskern von Gerbstedt 17

18 3 Grubenwasserstandorte mit Potential und bereits vorliegender Vorstudie -Bewertung Nutzungseignung empfohlen Name Standort Wesentliche Entscheidungsmerkmale Bergmännische Montanhydrogeologische Infra- und Nutzungssituation Röhrig-Schacht In Wettelrode Betriebener Schacht mit maschineller Förderung Ausreichende Wasserquantität und - qualität Im Bergbaumuseum, Rekonstruktion und Sanierung geplant Mundloch Wiederstedter Stollen in Wiederstedt Zwingend notwendige Sanierungsarbeiten geplant Ausreichende Wasserquantität und - qualität Nähe Novalismuseum und des geplanten Projektes Kloster Wiederstedt LL 20 Schlüssel-Stollen in Hettstedt-Burgörner Kontinuierliche Kontrolle und Sicherung Ausreichende Wasserquantität und - qualität In Nähe Mansfeld-Museum und Industrieanlagen 18

19 Orientierungshilfen und Richtwerte zur geothermischen Gewinnung von Energie aus Grubenwasser In Fortsetzung des Projektes ReSource arbeiten wir gegenwärtig gemeinsam mit der westsächsischen Hochschule Zwickau an der Entwicklung allgemeingültiger und übertragbarer Orientierungshilfen und Richtwerte für die Energiegewinnung aus Grubenwasser, die unabhängig vom Grubenwasserstandort anwendbar sind. Solche Richtwerte sind: die Temperatur des Grubenwassers und deren Entwicklung über das Kalenderjahr die chemisch-physikalischen Eigenschaften des Grubenwassers die Durchflussmenge / Zeiteinheit Mit diesen Richtwerten und Orientierungshilfen soll die Entscheidungsvorbereitung für zukünftige Investitionen objektiviert werden. Erste Ergebnisse liegen bereits vor. Die Arbeiten werden bis 12 / 2012 abgeschlossen und veröffentlicht. 19

20 IV. Vorstellung des Geothermie- Standortes Wettelrode Im Fokus der Projektarbeit ReSOURCE stand seit 2010 die Errichtung einer Demonstrationsanlage zur Wärmeversorgung des übertägigen Bergbaumuseums Röhrig-Schacht Wettelrode aus dem Seegen- Gottes-Stollen im Zeitraum 2013/

21 IV. Vorstellung des Geothermie- Standortes Röhrig-Schacht Wettelrode Bis Ende 19. Jahrhundert Kupferabbau in 360m Teufe Wetter- und Fluchtschacht des Thomas- Müntzer-Schachtes Sangerhausen ab 1990 Bergbaumuseum 21

22 IV. Vorstellung des Geothermie- Standortes Röhrig-Schacht Wettelrode In der 1. Sohle des Schachtes in einer Teufe von 140m transportiert der Seegen-Gottes-Stollen in westliche Richtung das Grubenwasser bis an den Stadtrand von Sangerhausen mit einer konstanten Temperatur von C und einer Durchflussmenge von 1,5-2,5m³/min. Aktueller Stand beim Aufbau der Geothermie-Anlage Wettelrode: 1. Zu Aufbau und Wirkungsweise der Anlage wird Prof. Hoffmann sprechen 2. Die notwendigen Investitionen zur Errichtung der Anlage in Höhe von sind über das laufende Leader-Programm zu 75% abgesichert. Die Eigenmittel (25%) sollen 2013 durch die Stadt Sangerhausen und aus Mitteln des Landkreises Mansfeld-Südharz bereitgestellt werden. 3. Die GVV und die Stadt Sangerhausen, Eigentümer des Bergbaumuseums, unterstützen den Aufbau der Geothermie-Anlage in Wettelrode Ziel: Aufbau der Anlage 2013/

23 Politische Forderungen für eine proaktive Entwicklung ehemaliger Bergbauregionen in Europa (Auszüge) Erneuerbare Energien in Bergbaufolgeregionen (Grubenwasser, Biomasse) 1. Erhöhung der öffentlichen Wahrnehmung für die Energiequellen `Grubenwasser und `Biomasse auf bergbaulich und industriell beeinflussten Flächen durch verstärkte Öffentlichkeitsarbeit in der Europäischen Union und den Nationalstaaten, einschließlich Integration in europäische und nationale Energiekonzepte; 2. Förderung von Forschungsleistungen, um die Effizienz geothermischer Energiegewinnung aus Grubenwasser und des Biomasseanbaus auf bergbaubeeinflussten Flächen als auch auf Industriebrachen zu verbessern; 23

24 Politische Forderungen für eine proaktive Entwicklung ehemaliger Bergbauregionen in Europa (Auszüge) Geothermische Energie aus Grubenwasser 1. Schaffung geeigneter rechtlicher und institutioneller Rahmenbedingungen in den mitteleuropäischen Staaten als Grundlage für eine breitere Anwendung der geothermischen Nutzung von Grubenwasser; 2. Einrichtung geeigneter Förderstrukturen für Investitionen in geothermische Grubenwasser-Pilotanlagen und in dazugehörige Infrastruktur; 3. Schaffung eines Kompetenzzentrums für Grubenwasser-Geothermik in Mitteleuropa, vorzugsweise an einer ausgewiesenen Forschungseinrichtung in der Nähe vorhandener Pilotanlagen; 4. Initiierung der Erfassung und ökonomischen Bewertung von Grubenwasser- Standorten in den Ländern Mitteleuropas, die potenziell für eine geothermische Energiegewinnung geeignet sind, z. B. innerhalb des Programmes `Intelligente Energie Europa (IEE) ; 24

25 CENTRAL EUROPE Project 1CE084P4 ReSOURCE Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Name: BdU Sachsen-Anhalt e.v. Address: Georg-Kaiser-Straße 3, Magdeburg Phone: web site: date and place: , Lutherstadt Eisleben This project is implemented through the CENTRAL EUROPE Programme co-financed by the ERDF

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