GENERALVERSAMMLUNG 2015

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1 EUREGIO INNTAL CHIEMSEE KAISERGEBIRGE MANGFALLTAL GRENZÜBERSCHREITENDE ZUSAMMENARBEIT ZWISCHEN BAYERN UND TIROL fotolia.com BROSCHÜRE ZUR GENERALVERSAMMLUNG 2015 Generalversammlung 1

2 INHALTSVERZEICHNIS Die Region 3 Zahlen der Euregio Inntal 4 Bericht Hubert Wildgruber 5 7 Euregio Inntal Preis Statements 9 Der Verein - Aufgaben und Organisation 10 Mitglieder, Vorstand und Rechnungsprüfer 11 Was ist 2014 und 2015 in der Euregio passiert? Projekte Geschäftsstelle, Förderprogramm Kontakt 23 Impressum: Für den Inhalt verantwortlich - Walter J. Mayr Layout und Druck - Druckerei Aschenbrenner (Kufstein) Bildnachweis - Titelfoto: Fotolia.com Redaktion - Esther Jennings, Walter J. Mayr, Mitarbeit Manuel Diwosch 2 Generalversammlung

3 DIE REGION Unsere Region Landkreis Traunstein Landkreis Rosenheim Perlen der Region Das reichhaltige Kulturgut unserer EUREGIO hat viele Perlen, die geschichtlich/kulturell wertvoll und sehenswert sind. Das Benediktinerinnenkloster Frauenwörth ist das Juwel im Bayerischen Meer. Das umwitterte Maria Klobenstein liegt im Grenzgebiet zwischen den Gemeinden Kössen und Schleching im Tal der Tiroler/Großache. Stadt Rosenheim Fläche: 5.143,75 km 2 Einwohner 2014: Landkreis Rosenheim: Kreisfreie Stadt Rosenheim: Landkreis Traunstein: Bezirk Kitzbühel: Bezirk Kufstein: GESAMT Quellen: Landkreise, Stadt Rosenheim und Land Tirol Bezirke Kitzbühel und Kufstein Vergleich des nominalen Brutto-Inlandsproduktes (BIP/Kopf) 2013 der 271 EU-Regionen: Oberbayern (Rang 10) , Tirol Beispiel: Innerlondon (Nr. 1) und Serverozapaden (BG) (Nr. 271). Quelle: AP-EN.pdf/c3f5f43b-397c-40fd-a0a4-7e68e3bea8cd Wirtschaftskammer Tirol, Eco. Nova, Ausgabe Nr. 08/2015, S. 24 Wirtschaftsleistungen (BIP/Kopf) 2013 der 28 EU-Staaten: Deutschland und Österreich befi nden sich im Ranking unter den ersten 10. Quellen: bruttoinlandsprodukt-bip-pro-kopf-in-den-eu-laendern/ Kurz: Das BIP gibt den Gesamtwert aller Güter und Leistungen, d. h. Waren und Dienstleistungen nach Abzug der Vorleistungen- an, die innerhalb eines Jahres in einem Staat oder Bundesland (Region) hergestellt wurden. EU-Regionen-Arbeitslosenstatistik Mai 2014: Oberbayern 3,3 %, Tirol 7,6 %. Beispiel: Prag und Oberbayern haben die niedrigste Quote. Andalusien weist die höchste Zahl mit 34,8 % an. Quellen: Wirtschaftskammer Tirol, Eco. Nova, Ausgabe Nr. 08/2015, S. 34 Foto: Anita Berger Fraueninsel mit Frauenwörth Mitten im Chiemsee liegt die Fraueninsel mit ihrem berühmten Benediktinerinnenkloster Frauenwörth. Von diesem ältesten Nonnenkloster Deutschlands, das 772 vom Bayernherzog Tassilo III. gegründet wurde, leitet sich auch der Name der Fraueninsel ab. Die erste namentlich bekannte Äbtissin ist die selige Irmengard (gest. 866), deren Gebeine im Münster verehrt werden. Sie ist die Schutzpatronin des Chiemgaus und das Kloster Frauenwörth seit jeher ein Wallfahrtsort. Frauenchiemsee ist heute ein bekannter Seminarort für Erwachsenenbildung, darüber hinaus fi nden dort viele Musikveranstaltungen statt. Die Benediktinerinnen bewohnen und bewirtschaften das Kloster aber immer noch bis heute. Abgesehen vom Klostergebäude selbst sind auch der freistehende Campanile neben der 1200 Jahre alten Münsterkirche und die karolingische Torhalle sowie die pittoresken Häuser und Gärten der Inselbewohner vielfotografi erte Sehenswürdigkeiten auf der Fraueninsel. (Text Judith Simon). Maria Klobenstein Um den geheimnisvollen Wallfahrtsort Maria Klobenstein spannen sich zahlreiche Legenden und Sagen. Eine davon stellt den gespaltenen Stein vor dem Kirchlein in einem Zusammenhang mit einem Grenzstreit zwischen Bayern und Tirol, nachdem sich beide Länder über die Zugehörigkeit des Wallfahrtortes mit dem Marienbild nicht einigen konnten. Nach wie vor fi nden Bittgänge aus dem EUREGIO-Raum zur Lourdes- Kapelle mit einer Quelle, die als heilkräftig gilt statt. In der Entenlochklamm beim Klobenstein wurden geologisch wertvolle Gletschertöpfe entdeckt. Foto: Gemeinde Kössen Die Gemeinden Kössen und Schleching haben sich gemeinsam vorgenommen, Maria Klobenstein und Gletschertöpfe durch die Gangbarmachung des früheren Schmugglerweges, einem breiten Publikum bekannter zu machen. Generalversammlung 3

4 INTERESSANTES UND NEUES BEI DER EUREGIO INNTAL Neues Kooperationsprogramm Das neue Kooperationsprogramm INTERREG V A Österreich-Deutschland/Bayern für die Periode : Das Programm wurde als eines der ersten in Europa am 3. Dezember 2014 von der Europäischen Kommission genehmigt. Der Begleitausschuss als Entscheidungsgremium für die Projekte ist mittlerweile offi ziell eingesetzt. Die EFRE-Kofi nanzierungsrate beträgt bis zu 75 Prozent. Eine Ausnahme bilden Projekte des spezifi schen Ziels 1, in dem es um den Aufund Ausbau grenzüberschreitender Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationskapazitäten im Hochschulsektor und bei Kompetenzzentren geht. Dabei beträgt die Kofi nanzierungsrate bis zu 85 Prozent. Weitere Detailinformationen und ein Formular zur Projektskizzierung fi nden sich auf der Programm-Homepage Wasserburg Trostberg Tittmoning 304 Griesstätt Rott AmerangTRAUNSTEIN Traunreut ROSENHEIM Waginger Tuntenhausen 15 Bad Eggstätt See Waging Schechen Endorf 304 Großkarolinenfeld Bruckmühl Chiemsee Simssee Rimsting Bad Kolbermoor Stephans- Chiemsee Traunstein Aibling kirchen Rosenheim Prien A8 Riedering A8 Bad Raubling Bernau Übersee Siegsdorf 305 Grassau 306 Feilnbach Rohrdorf Samerberg Aschau Staudach- Neubeuren Ruhpolding A93 Brannenburg Nußdorf stein Marquart- Egerndach Flints - Schleching bach 305 Erl Niederndorferberg Kössen Oberaudorf Niedern- 172 Reit Kiefersfelden Ebbs dorf Walchsee Thiersee 178 Langkampfen Kufstein 176 KUFSTEIN Schwoich Mariastein Bad Scheffau Angerberg St.Johann Angath Häring 178 Brandenberbach Breiten- Wörgl Söll 164 Fieberbrunn 171 Kramsach A12 Kundl Radfeld Brixen Kitzbühel Münster Rattenberg 170 Brixlegg Wildschönau Reith Alpbach KITZBÜHEL 161 Inn Inn Inn Neue Geschäftsführung Neue Geschäftsführung Mit Februar 2015 ist Mag. a Esther Jennings dem bisherigen Geschäftsführer Mag.(FH) Walter Weiskopf nachgefolgt. Tiroler Ache G r o ßache Alz Traun Sal z ach Neuer Sitz Neuer Sitz der Euregio Inntal Geschäftsstelle Mit dem Jahr 2015 ist die Geschäftsstelle der Euregio Inntal in das WMC-Bürogebäude verlegt worden. Die neue Adresse lautet: Kufsteiner Wald 24, A-6330 Kufstein. Regionaler Lenkungsausschuss Regionaler Lenkungsauschuss Mitte: Ab November 2015 werden erstmalig regionale Lenkungsauschüsse über Kleinprojektansuchen entscheiden. So wird die Euregio Inntal - Chiemsee - Kaisergebirge - Mangfalltal in Kooperation mit der Salzburg - Berchtesgadener Land - Traunstein den Regionalen Lenkungsausschuss Mitte bilden. Neues Vorstandsmitglied Neues Vorstandsmitglied Der neue Bezirkshauptmann von Kufstein Dr. Christoph Platzgummer ist seit Februar 2015 Vorstandsmitglied in der Euregio Inntal. 4 Generalversammlung

5 BERICHT HUBERT WILDGRUBER Im vergangenen Jahr gab es bei der Euregio Inntal - Chiemsee - Kaisergebirge - Mangfalltal daher einige Veränderungen: Wie bereits kurz angeschnitten wurde ich bei der Generalversammlung der Euregio Inntal am in Flintsbach für die nächsten drei Jahre zum Präsidenten gewählt. Nach elf Jahren als Vorstandsmitglied habe ich mit großer Freude diese neue Aufgabe übernommen. Ein Weg entsteht, wenn man ihn geht. Alte chinesische Weisheit Verehrte Generalversammlung, sehr geehrte Mitglieder, sehr geehrte Damen und Herren! Jeder Abschluss einer Periode bietet gleichzeitig zwei Gelegenheiten. Die erste ist der Blick zurück: Was wurde versucht? Was wurde erreicht? Wie haben unsere Pläne funktioniert? Und: Sind wir unseren Zielen ein Stück näher gekommen? Die zweite Gelegenheit bietet der Blick nach vorne: Was können wir noch tun? Wovon braucht es mehr? Wie können wir unseren Zielen noch näher kommen? Mit dem Ende der Förderperiode und dem Wechsel im Präsidium im Frühjahr fanden in relativ kurzer Zeit gleich zwei wichtige Perioden in unserem Verein einen Abschluss. Dass diese von vielen erfolgreichen Projekten gekennzeichnet waren, steht außer Zweifel. Das ist der Blick zurück. Um die neuen Perioden ebenso an unseren Zielen auszurichten, müssen wir uns nun auf diese besinnen. In unserer Satzung sind der Wille, der Entschluss, die Erkenntnis und das Wissen um den europäischen Gedanken fest verankert. Gerade in EU-weit wirtschaftlich schwierigen Zeiten, dürfen sich diese Werte nicht durch nationale oder geistige Grenzen auseinanderdividieren lassen. Dafür stehen interregionale Vereine wie die Euregio Inntal. In dieser Generalversammlungsbroschüre informieren wir Sie über die Aktivitäten der Euregio Inntal im Jahr 2014/2015. Wir möchten Ihnen damit einen Gesamtüberblick über die geförderten Projekte und Veranstaltungen verschaffen. Zudem wollen wir Ihnen zeigen, dass wir den Kurs nach Abschluss zweier erfolgreicher Perioden nicht verlassen werden. Stattdessen möchten wir ihn weiter ausbauen. Dafür haben wir Altbewährtes erhalten und gleichzeitig neue Weichen gestellt. Der bisherige Euregio Präsident Prof. Walter J. Mayr wurde damals zum Vizepräsident bestellt. Damit bleiben uns seine Erfahrungen und sein Wissensschatz auch für die kommende Periode erhalten. Gemeinsam können wir auf dem bisher Erreichten und Verwirklichten aufbauen. In Teamarbeit entwickeln wir zusammen mit dem gesamten Vorstand die Euregio Inntal und deren Vorhaben immer weiter. Neben der Neuwahl des Präsidenten kam es zu einer weiteren personellen Änderung im Vorstand: An Stelle von Dr. Bidner wurde nun der neue Bezirkshauptmann von Kufstein, Dr. Christoph Platzgummer, als Mitglied im Vorstand begrüßt. Der ehemalige Magistratsdirektor, promovierte Jurist und ehemalige Vizebürgermeister der Stadt Innsbruck leitete zuletzt die Abteilung Landesentwicklung und Zukunftsstrategie des Landes Tirol. Aufgrund seiner bisherigen Tätigkeiten ist Dr. Platzgummer bestens mit der Fördermaterie bzw. Interreg- Programmen vertraut. Wir sehen seine Mitarbeit als großen Gewinn für den Vorstand. Ich möchte mich an diese Stelle herzlichst bei Dr. Bidner für sein langjähriges Engagement in der Euregio Inntal bedanken. Christian Bidner übernahm mittlerweile die Leitung der Abteilung Landesentwicklung und Zukunftsstrategie. Als Vorstandsmitglied und Bezirkshauptmann von Kufstein setzte sich Dr. Bidner stets mit besonderem Eifer für die Zusammenarbeit zwischen Tirol und Bayern ein. Die Neuwahl des Vorstands war nicht die einzige signifi kante personelle Veränderung bei der Euregio Inntal: So gab es einen Wechsel in der Geschäftsführung. Nach acht sehr erfolgreichen und produktiven Jahren beendete Mag. (FH) Walter Weiskopf seine Tätigkeit als Geschäftsführer der Euregio Inntal. Er erhielt das Angebot die Geschäftsführung der International School of Kufstein (ISK) zu übernehmen. Die ISK ist ein englischsprachiges Oberstufenrealgymnasium mit einer besonders innovativen Schulausbildung in Kufstein und wird mit Herbst 2015 die Pforten für SchülerInnen öffnen. Wir können gut verstehen, dass er diese neue Herausforderung annahm, bedauern sein Weggehen jedoch sehr, da Herr Mag. (FH) Walter Weiskopf über einen langen Zeitraum die Euregio In- Generalversammlung 5

6 BERICHT HUBERT WILDGRUBER ntal mit größter Sorgfalt und viel Engagement leitete. Zudem musste die Assistenz der Geschäftsführung, Frau Claudia Neulinger, aufgrund des freudigen Ereignisses der Mutterschaft ihre sehr geschätzte Tätigkeit aufgeben. Auch ihr danke ich von Herzen für ihre wertvolle Arbeit für die Euregio Inntal. Mit Februar 2015 konnten wir eine neue Geschäftsführerin anstellen: Frau Mag.a Esther Jennings. Sie ist eine erfahrene Juristin aus Innsbruck und wird nun die Geschicke der Euregio Inntal zusammen mit dem Vorstand leiten. Mag.a Jennings hat bereits viel Erfahrung mit Organisationen wie der unseren. In der Vergangenheit führte und leitete sie erfolgreich zwei EU-Großprojekte. Wir freuen uns, sie für unser Team gewonnen zu haben. Ihr umfangreiches Know-how wird Frau Mag.a Jennings ab sofort für die Euregio einbringen. Die Euregio Inntal hat im Zuge der Veränderungen auch ihren Sitz verlegt und ist nun im Bürogebäude WMC in Kufstein beheimatet Wie eingangs erwähnt sind auch der Ablauf der Förderperiode Interreg Österreich Bayern und der nunmehrige Beginn der neuen Förderpersiode Interreg Österreich-Bayern eine weitere große Veränderung. Mit einer Auftaktveranstaltung am 16. April 2015 in Rosenheim fi el der offi zielle Startschuss für das neue Programm. Die ersten Antragstellungen sind bereits möglich. Eine der Hauptaufgaben der Euregio Inntal ist die Umsetzung des Interreg Programms, die Beratung und Unterstützung der Antragssteller und die Betreuung von Interreg Groß- und Kleinprojekten. Die EFRE-Kofi nanzierungsrate beträgt nun maximal 75 Prozent. Eine Ausnahme beinhaltet das spezifi sche Ziel 1. Dies betrifft den Auf- und Ausbau grenzüberschreitender Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationskapazitäten im Hochschulsektor und bei Kompetenzzentren. In diesen Fällen darf die Kofi nanzierungsrate bis zu 85 Prozent betragen. Ein erster Begleitausschuss für Projektgenehmigungen ist für Mitte Juli angesetzt, der zweite wird im Herbst tagen. Eine weitere Neuerung im Interreg Österreich Bayern ist die Einrichtung von regionalen Lenkungsausschüssen. Diese Lenkungsausschüsse entscheiden ab November 2015 erstmalig über Kleinprojektansuchen. So wird die Euregio Inntal - Chiemsee - Kaisergebirge - Mangfalltal in Kooperation mit der Salzburg - Berchtesgadener Land - Traunstein den Regionalen Lenkungsausschuss Mitte bilden. Das neue Förderprorgamm hilft, zusätzliche Projektideen zu verwirklichen. Diese könnten andernfalls aus fi nanziellen Gründen nicht weiter verfolgt werden. Frau Mag.a Esther Jennings ist Ihnen im Bedarfsfall gerne bei der Umsetzung behilfl ich. Neben den oben genannten Veränderung gelang es auch bisherige Projekte zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit fortzuführen und auszubauen. Dazu zählen beispielweise: Euregio Inntal-Schulmesse Die Idee wurde im Jahr 2013 unter dem damaligen Euregio- Präsidenten Walter J. Mayr geboren. Eine grenzüberschreitende Messe sollte Schulen aus Bayern und Tirol die Möglichkeit bieten, sich näher kennenzulernen und Erfahrungen auszutauschen. In Kooperation mit der Stadt Rosenheim, Landkreis Rosenheim und den Bildungsregionen Kufstein und Kitzbühel bietet die Euregio Inntal - Chiemsee - Kaisergebirge - Mangfalltal mit dieser Initiative ein Forum für den fachlichen Austausch und gemeinsame Ideenfi ndung. Die Schulmesse gilt als grenzüberschreitende Kontaktbörse für Bildungseinrichtungen aus Bayern und Tirol erlebte das Projekt die dritte Aufl age. Das Motto in diesem Jahr war: Jede Schule hat ihre Stärken zeigen Sie Ihre. Das taten dann auch rund 140 Mädchen und Burschen, die verschiedene Projekte präsentierten. Insgesamt waren 18 Teams nach Kufstein gekommen. Alle Schultypen waren dabei vertreten von der Volksschule, der ISK, bis hin zur Landwirtschaftlichen Lehranstalt. Euregio Inntal Preisverleihung Am 19. Februar 2015 fand in der Alten Post der Gemeinde Flintsbach die feierliche Euregio Preisverleihung statt. Die Veranstaltung zog viele Würdenträger aus Wirtschaft und Politik an: Darunter befanden sich zahlreiche Bürgermeister und Behördenvertreter aus Bayern und Österreich. Bereits seit 2006 verleiht die Euregio Inntal den sogenannten EUREGIO Inntal Preis, um die Bedeutung grenzüberschreitenden Handelns zu unterstreichen und zu fördern. Die herzlichen Begrüßungsworte sprach diesmal standesgemäß der Bürgermeister der bayrischen Gemeinde Flintsbach, Stefan Lederwascher. Nach der Eröffnung verliehen wir mit Stolz unsere Euregio-Preise. Einer ging an Frau Hildegard Reitberger, Obfrau des Stadttheaters Kufstein und Gemeinderätin der Stadt Kufstein, für ihre Verdienste in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Kunst- und Theaterbereich. Zudem wurde Herr Mag. (FH) Walter Weiskopf für seine zahlreichen Verdienste in der grenzüberschreitenden Zusammenar- 6 Generalversammlung

7 beit innerhalb der Euregio Inntal Chiemsee Kaisergebirge Mangfalltal mit dem Euregio-Preis 2015 ausgezeichnet. Nachdem in den letzten Monaten noch keine Interreg-Bayern- Österreich-Projekte wegen der förderfreien Periode eingereicht werden konnten, stehen wir nun in den Startlöchern. Es wurden bereits zahlreiche interessante Projektideen an uns herangetragen. Den FörderwerberInnen werden wir ab sofort bis zur Antragsreife auf Anfrage beratend zu Seite stehen. Die geplanten Projekte decken eine große Bandbreite von Themen ab. Wie schon die Projekte der vergangenen Jahre sind auch die neuen Vorhaben ein weiterer Schritt zur Zusammenarbeit über die bayrisch-österreichischen Grenzen hinweg. Was uns aktuell bewegt: Die Euregio setzt sich für den besseren Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) zwischen Bayern und Österreich ein. Bei der Vorstandssitzung der EUREGIO Inntal am in Niederaudorf konnten wir, LH-Stv.in Mag.a Ingrid Felipe, DI. Oliver Kirchner (Land Tirol), Hans Zagler (Landratsamt Rosenheim, RoVG). Dipl.-Bw. Andreas Knapp und DI Thorsten Neumann vom (VVT) begrüßen. Diskutiert wurden die fehlenden Anbindungen des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) zwischen Tirol und Bayern. So gibt es z. B. keine öffentliche Verkehrsanbindung zwischen Oberaudorf und Niederndorf. Wie eine aktuelle Erhebung zeigt, besteht dafür jedoch großer Bedarf seitens der Einheimischen und der Urlaubsgäste. Ziel ist es, einen ÖVPN-Ring-Taktverkehr zwischen Kufstein, Kiefersfelden, Oberaudorf, Niederndorf, Ebbs und Kufstein einzurichten. Damit soll dem steigenden Bedarf an öffentlichen Verkehrsmitteln in der Region entsprochen werden. Die vergangenen 17 Jahre Euregio Inntal zeigten, dass schon mit kleinen Veränderungen Großes erreicht werden kann. Diese kleinen Schritte sind dazu in der Lage, nachhaltig eine engere Zusammenarbeit zwischen Bayern und Tirol zu gewährleisten. So manche dieser Kooperationen führte in der Folge zu inhaltlich weiter gefassten, grenzübergreifenden Vorhaben ganz im Sinne meines eingangs angeführten Zitats: Ein Weg entsteht, wenn man ihn geht. Ich bedanke mich bei den Mitgliedern des Vorstandes für ihre wertvolle Arbeit, ihre Engagement und ihre Ideen. Besonders möchte ich mich dabei bei meinem Vorgänger und jetzigem Vizepräsidenten Walter J. Mayr bedanken. Mein Dank gilt auch Mag. a Siegrid Hilger und ihren MitabeiterInnen in der Förderstelle der Tiroler Landesregierung in Innsbruck, sowie Peter Küppers von der Regierung von Oberbayern in München. Herzlichst Ihr Hubert Wildgruber Foto: Yvonne Tremml, Tourist-Information Oberaudorf Generalversammlung 7

8 VERLEIHUNG DES EUREGIO INNTAL PREISES AM 19. FEBRUAR 2015 IM GASTHOF ALTE POST IN FLINTSBACH Der Euregio Inntal Preis wird jährlich an Personen bzw. Institutionen verliehen, die sich durch ihr grenzüberschreitendes Engagement ausgezeichnet haben. Im Jahr 2015 wurde die Auszeichnung an folgende Personen aus der Region verliehen: Die Begrüßung erfolgte durch den Hausherrn von Flintsbach und Gastgeber der Veranstaltung: Frau Hildegard Reitberger, Obfrau des Stadttheaters Kufstein und Gemeinderätin der Stadt Kufstein, für ihre Verdienste in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Kunst-und Theaterbereich den Euregio Preis. Laudator: Horst Rankl, Präsident Verband Bayerischer Amateurtheater e. V. Herr Mag. (FH) Walter Weiskopf für seine zahlreichen Verdienste in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit innerhalb der Euregio Inntal Chiemsee Kaisergebirge Mangfalltal Laudator: Prof. Walter J. Mayr, Vizepräsident der Euregio Inntal Bürgermeister Stefan Lederwascher hieß die PreisträgerInnen, Laudatoren und Gäste herzlich willkommen v.l.n.r.: Laudator: Euregio Vizepräsident Walter J. Mayr, Euregio Preisträger Mag. (FH) Walter Weiskopf, Euregio Preisträgerin Hildegard Reitberger, Laudator: Horst Rankl, Präsident Verband Bayerischer Amateurtheater e. V., Euregio Präsident und BM von Oberdorf Hubert Wildgruber Foto: Johann Weiß 8 Generalversammlung

9 STATEMENTS Das gefühlt ewig andauernde Griechenland-Drama, die Weigerung einiger EU-Staaten, an einer Lösung des Flüchtlingsproblems mitzuarbeiten, die unsägliche Debatte um die Wiedereinführung von Grenzkontrollen nach dem G7-Gipfel oder der Refl ex vieler Politiker, ausbleibende Erfolge automatisch auf Brüssel abzuschieben es ist nicht leicht in diesen Tagen ein Fan von Europa zu sein. Es ist eine kleine Randnotiz, die mich trotzdem optimistisch stimmt. Kürzlich wurde am Wasserkraftwerk Ebbs-Oberaudorf eine Fischaufstiegshilfe eingeweiht. Es war ein gelungenes grenzüberschreitendes Projekt. Selbstverständlich ist das nicht, denn bei einem Kraftwerk an der Schweizer Grenze bauten die beiden Länder jeweils auf ihrer Seite eine eigene Fischaufstiegshilfe. Eine gute gepfl egte Nachbarschaft macht vieles einfacher, daher ist es gut, dass es die Euregio Inntal gibt. Es ist ein Stück gelebtes Europa und das beruhigt einen Europa-Fan. Wer von den Akteuren vor Ort würde es bezweifeln, dass die Euregio Inntal für das geradezu Wolfgang Berthaler Landrat LK Rosenheim Dr. Christian Bidner Ltg. Landesentwicklung u. Zukunftsstrategie freundschaftliche Zusammenwachsen dieses interessanten Grenzraumes zwischen Bayern und Tirol von zentraler Bedeutung ist. Die vielen gemeinsamen Projekte aus den verschiedensten Bereichen legen hierzu ein beredtes Zeugnis ab. Längst vergessen sind die Zeiten da sich die Bayerische Armee und die Truppen des Andreas Hofer feindlich gegenüber standen. Je globaler und komplexer die Herausforderungen für Gesellschaften werden, desto größer ist der Wert einer regionalen Vernetzung über die Grenzen hinweg. So fi ndet man durch regelmäßigen Gedankenaustausch immer wieder praktikable Problemlösungen und arbeitet über zahlreiche Initiativen und Projekte gemeinsam an der Gestaltung einer guten Zukunft. Die Gedanken sind frei, heißt es in einem alten deutschen Volkslied. Unser Denken kennt keine Grenzen, sagen die Verantwortlichen der Euregio Inntal. In diesem Geist wurde nicht nur eine gute Nachbarschaft zwischen Tirol und Bayern in diesem uralten europäischen Kulturraum begründet, sondern es wird auch ein wichtiger grenzüberschreitender Beitrag für ein geglücktes Europa geleistet. Ich wünsche der Euregio Inntal unter ihrem Präsidenten Bürgermeister Hubert Wildgruber weiterhin alles Gute! Vielen scheint Europa weit weg, beschäftigt mit vielen Angelegenheiten, die in ihrer Größe und Gesamtheit kaum fassbar erscheinen. Entscheidungen sind oft schwer, wenn überhaupt nachvollziehbar und komplex. Bis ins Detail gehende Vorschriften und damit verbundener Bürokratismus ebnet oftmals jenen das Feld, die im Zusammenwachsen dieses freundschaftlichen Europas unter Wahrung der Vielfalt und Identität der einzelnen Partner nur einen Verlust der eigenen Macht erkennen. All das macht es nicht einfach, dieses, unser Europa in den Köpfen der Menschen zu verankern. Dazu braucht es das Anknüpfen an Alltäglichem, das Berühren der Menschen vor Ort. Mit anderen Worten ein Europa der Regionen, in dem die Vergangenheit, und war sie noch so schwer, präsent ist, um daraus zu lernen und Zukunft zu gestalten. Regionen, die durch Zusammenarbeit im Kleinen das Gemeinsame suchen und fi nden, die Projekte verschiedenster Art mit der vor Ort lebenden Bevölkerung realisieren und damit Grenzen in der Realität und in den Köpfen verschwimmen lassen. Nicht um die eigene Identität zu verlieren, sondern um gewillkürten Grenzen immer mehr ihre Bedeutung zu nehmen und beginnen lassen, uns wirklich auch als Europäer zu fühlen. Die EUREGIO ist dafür ein Musterbeispiel. Ich danke allen engagierten Kräften für ihr Wirken, gratuliere zum Geleisteten und freue mich auf das Reifen der Früchte in einer bestens bestellten europäischen Region. Die aktuellen wirtschaftlichen, infrastrukturellen und gesellschaftspolitischen Entwicklungen prägen zunehmend die wechselseitigen Verfl echtungen in unserem Grenzraum. Immer mehr Menschen pendeln über die fast nicht mehr wahrnehmbare Grenze in beiden Richtungen zur Arbeit sowie zu Ausbildungsstätten, Freizeiteinrichtungen und zum Einkaufen. Der dadurch immer stärker zusammenwachsende Wirtschafts-, Arbeits- und Lebensraum erfordert eine gemeinsame Herangehensweise, um Entwicklungschancen Dr. Christoph Platzgummer Bezirkshauptmann Kufstein Landrat Siegfried Walch LK Traunstein und Potenziale zu nutzen. Auf Grund der bislang in unserer Euregio hervorragend gepfl egten partnerschaftlichen Zusammenarbeit, der entstandenen Kontakte und des gewachsenen Vertrauens sehe ich zuversichtlich in die Zukunft und wünsche der Euregio Inntal-Chiemsee-Kaisergebirge-Mangfalltal auch weiterhin alles Gute! Nicht nur das Pendeln zu Erwerbszwecken ist in den letzten Jahren gestiegen, sondern auch die grenzüberschreitenden Verkehrsströme zu Ausbildungs-, Freizeit- oder Konsumzwecken. Generalversammlung 9

10 DER VEREIN AUFGABEN UND ORGANISATION Die Euregio Inntal ist als privatrechtlicher Verein nach österreichischem Vereinsrecht organisiert, der im Sinne des europäischen grenzüberschreitenden Gedankens zusammenarbeitet, und eine gemeinsame Geschäftsstelle im WMC Bürogebäude in Kufstein für Bayern und Tirol besitzt. Zudem sind Kontaktstelle n in den Landratsämtern Rosenheim und Traunstein und an der Bezirkshauptmannschaft Kufstein eingerichtet. Die wichtigsten satzungsmäßigen Organe der Euregio sind der Vorstand und die Generalversammlung. Der Vorsitz des Präsidiums wechselt alle drei Jahre zwischen Österreich und Deutschland. Die Mitglieder der Euregio sind Gebietskörperschaften und Gemeinden sowie verschiedene Verbände und weitere Institutionen. Das Logo der Euregio enthält - angelehnt an die Europafl agge - sieben Sterne, die die Mitgliedsregionen/Gründungsregionen der Euregio symbolisieren: Landkreis Rosenheim, Landkreis Traunstein, kreisfreie Stadt Rosenheim, Bezirk Kitzbühel, Bezirk Kufstein, Stadt Kitzbühel, Stadt Kufstein. Als grenzüberschreitendes Förderprogramm wird das INTERREG V-A Österreich-Bayern in Anspruch genommen. (Näheres auf Bis des Ende des Jahres 2014 war die Raiffeisenbank im Bezirk Kufstein Sponsor der Euregio. Wir danken für die die 6 Jahre lange Unterstützung. Seit Beginn 2015 ist nun die Sparkasse Rosenheim Bad Aibling unser neuer Sponsor. Ohne diese laufenden Unterstützungen dieser und weiterer Partner wären die umfangreichen Tätigkeiten des Vereins in diesem Ausmaß nicht möglich. Allgemeines gegründet am in Erl/Tirol Aufgaben und Aktivitäten Europäischen Einigungsprozess auf regionaler Ebene vollziehen (Motto: Think global, act local siehe auch Leitbild der Euregio Inntal) Nachteilige Lage der Region in der nationalstaatlichen Peripherie wettmachen Nachhaltige Entwicklung des Lebens-/ Wirtschafts- und Arbeitsraumes Regionale grenzüberschreitende Zusammenarbeit ihrer Mitglieder in folgenden Bereichen fördern, unterstützen und koordinieren: Raumordnung, wirtschaftliche Entwicklung, Verkehr, Umwelt-/Naturschutz, Kultur/Sport, Gesundheit, Energie, Abfallwirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft, Innovation/ Technologietransfer, Schule/Bildung, Soziales, Kommunikation, Öffentliche Sicherheit, Kooperation der Träger öffentlicher Belange Tätigkeitsbereiche sind: Grenzraumentwicklung durch Ideenfi ndung und Impuls für grenzüberschreitende Projekte Plattform-Funktion als Informationsdrehscheibe (Brückenfunktion zwischen EU und den Bürgern in der Region) und Kontaktstelle zu Behörden Projektberatung als Projektmanager, Förderberater und Projektbegleiter Öffentlichkeitsarbeit für EU-Förderprogramme, auf Projektebene und für die eigene Institution Umsetzung eigener Projekte Teilnahme an Kongressen, Tagungen und Workshops Mitgliedschaft der Euregio Inntal in verschiedenen Plattformen (z.b. INTERREG-Begleitausschuss, Regionaler Lenkungsausschuss Mitte, Workshop Regionalentwicklung des Landes Tirol, Euregio-Geschäftsführertreffen). Ziele: Grundlagenverträge der EU verwirklichen Entwicklung starker Beziehungen der BürgerInnen und Gemeinden über die Staatsgrenzen hin weg Wille, die Verwirklichung der Ziele der Verträge fortzuführen, die die Grundlage der Europäischen Union bilden Erkenntnis, dass im Sinnes eines Abbaus der ehemaligen Grenzen zwischen den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union Taten gesetzt werden müssen Wissen, dass sowohl die Bürgerinnen und Bürger als auch die Gemeinden starke Beziehungen über die Staatsgrenzen hinweg entwickelt haben 10 Generalversammlung

11 MITGLIEDER, VORSTAND, RECHNUNGSPRÜFER Vorstandsmitglieder Unsere Mitgliedsgemeinden Alpbach, Amerang, Angath, Angerberg, Aschau im Chiemgau, Stadt Bad Aibling, Bad Häring, Markt Bad Endorf, Bad Feilnbach, Bernau am Chiemsee, Brandenberg, Brannenburg, Breitenbach am Inn, Brixlegg, Markt Bruckmühl, Gemeinde Chiemsee, Ebbs, Eggstätt, Erl, Flintsbach am Inn, Going am Wilden Kaiser, Grassau, Griesstätt, Großkarolinenfeld, Kiefersfelden, Kössen, Stadt Kolbermoor, Kramsach, Stadt Kufstein, Langkampfen, Mariastein, Marquartstein, Markt Neubeuern am Inn, Niederndorf, Niederndorferberg, Nußdorf am Inn, Oberaudorf, Markt Prien am Chiemsee, Radfeld, Stadt Rattenberg, Raubling, Reith im Alpbachtal, Reith bei Kitzbühel, Reit im Winkl, Riedering, Rimsting, Rohrdorf, Stadt Rosenheim, Rott am Inn, Samerberg, Schechen, Scheffau, Schwoich, Schleching, Söll, Staudach-Egerndach, Stephanskirchen, Thiersee, Tuntenhausen, Übersee, Walchsee, Stadt Wasserburg am Inn, Wildschönau Weitere Mitglieder unserer Euregio Agentur für Arbeit Rosenheim, Arbeiterkammer Tirol - Bezirksstelle Kufstein, Arbeitsmarktservice Tirol - Bezirksstelle Kufstein, Bezirk Kitzbühel, Bezirk Kufstein, Fachhochschule Kufstein, Hochschule Rosenheim, Fraunhofer Institut für Materialfl uß und Logistik, Industrie- & Handelskammer für München und Oberbayern, Kreishandwerkerschaft Rosenheim, Landkreis Rosenheim, Landkreis Traunstein, Polizeidirektion Rosenheim, Schloss Amerang, Tele Leasing GmbH, Wirtschaftskammer Tirol - Bezirksstelle Kufstein, Wirtschaftlicher Verband der Stadt und des Landkreises Rosenheim e.v. Vorstandsmitglieder Bauer, Gabriele Oberbürgermeisterin Stadt Rosenheim Bauer, Sebastian Vorstand IHK-Gremium Rosenheim Berger, Michael Bezirkshauptmann Kitzbühel Berthaler, Wolfgang Landrat Rosenheim Bidner, Christian - Bezirkshauptmann Kufstein ( ) Exenberger, Balthasar Leiter Bezirksstelle Kitzbühel der Wirtschaftskammer Tirol (kooptiert) Frey, Reinhold Vorsitzender wirtschaftlicher Verband (koopiert) Loferer, Josef Bürgermeister Schleching Martinz, Dieter Bürgermeister Mariastein Mayer, Franz - Polizeipräsident a.d. Oberbayern Süd (kooptiert) Mayr, Walter J., Euregio Vizepräsident Stadt Kufstein Platzgummer, Christoph Bezirkshauptmann Kufstein (1.2.15) Voit, August Bürgermeister Amerang Wachter, Peter Leiter Bezirksstelle Kufstein der Wirtschaftskammer Tirol Walch, Siegfried Landrat Traunstein Waldner Andreas, Bezirksstelle Kufstein der Landwirtschaftskammer Tirol (kooptiert) Wildgruber, Hubert Bürgermeister Oberaudorf, Euregio Präsident Rechnungsprüfer Ritzer, Georg, Leiter der Bezirksstelle Kufstein der Arbeiterkammer Tirol Richter, Richard, Bürgermeister Markt Bruckmühl (Foto: Hermann Nageler Generalversammlung 11

12 WAS IST 2014 UND 2015 IN DER EUREGIO PASSIERT? Überblick über Veranstaltungen und Treffen: Titel: EUREGIO Inntal Vorstandssitzung und Generalversammlung 2014 Wann und wo: Gasthof Alte Post, Flinh Inhalte: Themen in der Vorstandssitzung waren der Verkehr allgemein und die TEN 1 von Berlin bis Palermo, besonders das Teilstück des nördlichen Zulaufs zum BBT Brennerbasis-Tunnel zwischen München und Kiefersfelden. Die bisherigen zwei Gespräche mit LHStv. Mag.a Ingrid Felipe und Landrat Josef Neiderhell zum geplanten ÖPVN im Grenzraum waren ein guten Start. Die Beauftragung der Weiterführung des Projektes durch DI Oliver Kirchner vom Land Tirol und Johann Zagler vom Landratsamt Rosenheim wurde begrüßt. Der erfolgreiche und dankenswerte Einsatz der Rosenheimer Hagelfl ieger in Tirol konnte Schäden von den Gemeinden im Unterland abwenden. Inhalte: Den Mitgliedern der Generalversammlung berichtete Präsident Prof. Walter J. Mayr über die Ereignisse im Vereinsjahr, der auch in der Broschüre zur GV 2014 mit anderen Geschehnissen nachzulesen ist. Die Rechnungsprüfer stellten eine einwandfreie Führung der Bücher fest. Die GV erteilte Vorstand und GF die einstimmige Entlastung. Statutengemäß erfolgte die Neuwahl des Präsidenten, der gekorenen Mitglieder des Vorstandes und der Rechnungsprüfer. Hubert Wildgruber, Bürgermeister von Oberaudorf wurde für die nächsten drei Jahre als Präsident gewählt. In seiner Antrittsrede umriss er die Ziele für seine Funktionsperiode. Titel: Vortrag des AMS, Kufstein und der Agentur für Arbeit, Holzkirchen mit dem Thema Leben und Arbeiten in der Grenzregion der Arbeitsmarkt im Überblick. Wann und wo: Gasthof Alte Post, Flintsbach Titel: Lokale Entwicklungsstrategie für die Bewerbung der Gemeinden der Tiroler Planungsverbände 27 Kufstein und Umgebung und 28 Untere Schranne Kaiserwinkl als Leader- Region für die Förderperiode Wann und wo: , FH Kufstein Tirol Inhalte: Mit der Teilnahme von über 80 Personen aus den 12 Gemeinden der geplanten Leader-Region wurde ein Großguppenworkshop in der Fachhochschule Kufstein Tirol gestartet. Unter der Leitung von Dr. Waltraud Winkler-Rieder und Dr. Robert Lukesch wurden 8 Arbeitsgruppen zu relevanten Themen gebildet. In einer zweiten Phase wurde über die von den Tourismusverbänden und Gemeinden erarbeitete SWOT-Analyse intensiv diskutiert. Bereits am erfolgte anlässlich einer Vorstandssitzung der EU- REGIO im Rathaus von Rosenheim von Mag.a Andrea Fink und Mag.a Sigrid Hilger die Information, dass die Gründung einer neuen Leader-Region im Raum Kufstein geplant ist. Im Laufe des Jahres 2013 erfolgten mehrere Gespräche zwischen den genannten Damen und Mag. Walter Weiskopf und Prof. Walter J. Mayr. Die EU- REGIO Inntal wurde von Mag.a Andra Fink und Mag.a Sigrid Hilger offi ziell ersucht, an die Gemeinden der Planungsverbände 27 und 28 heranzutreten und diese für das Projekt Leader-Region zu gewinnen. Die EUREGIO Inntal lud am nach mehrfachen Vorgesprächen mit Gemeinden, TVBs und Wirtschaftsvertretern gemeinsam mit BH Dr. Bidner zu einer Informationsveranstaltung in die Bezirkshauptmannschaft Kufstein ein. Bis zum wurde von der EUREGIO an der Entwicklung der Leader-Region, auch durch Vorträge zum Leader-Programm anlässlich von Gemeinderatssitzungen, bis zur Konstituierung der Steuerungsgruppe der Leader-Region gearbeitet. Mag. Walter Weiskopf und Prof. Walter J. Mayr haben als Mitglieder der Steuerungsgruppe und Arbeitskreisen weiterhin ihr Wissen in die Erarbeitung der Lokalen Entwicklungsstrategie mündlich und schriftlich gebracht Seit Anfang Juni 2015 ist die Leader-Region offi ziell anerkannt. Im Vorstand vertritt Prof. Mayr die EUREGIO Inntal. Inhalte: Margit Exenberger vom AMS Kufstein und Peter Voß von der Agentur für Arbeit, Holzkirchen, informierten über ihre Erfahrungen und die gesetzlichen Vorgaben für den Arbeitsmarkt in der Grenzregion. Eine interessante Diskussion folgte den Referaten. Wertvolle Hinweise wurden von den Vortragenden den interessierten Zuhörern vermittelt. Oberbayern und Tirol haben eine der niedrigsten Arbeitslosenquote in der EU. Die Teilnehmer der Veranstaltung sahen darin auch die positiven Auswirkungen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Titel: Verkehrskonferenz Oberbayern Süd Wann und wo: Kultur- und Kongresszentrum Rosenheim Inhalte: Der bayerische Innen- und Verkehrsminister Joachim Hermann informierte die Tagungsteilnehmer aus dem südlichen Oberbayern über aktuelle und geplante Verkehrsprojekte. Neben dem Ausbau der A 8 und der B 15 war auch der Ausbau der KBS 950 von München nach Kiefersfelden, zugleich Teilstück der grenzüberschreitenden Zulaufstrecke zum Brennerbasistunnel, ein 12 Generalversammlung

13 Thema. Die Wortmeldungen von Landrat Wolfgang Berthalter und Präsident Bgm. Hubert Wildgruber dazu brachten es auf den Punkt, dass kein Ausbau-, sondern ein Neubau der Strecke gefordert wird. Titel: Einladung von Landrat Wolfgang Berthalter zum Nordzulauf zum BBT Wann und wo: Rathaus Oberaudorf Inhalte: Die Bürgermeister des bayerischen Inntals und Bgm August Voit, der Sprecher der Bürgermeister des Landkreises Rosenheim, trafen sich auf Einladung von Landrat Wolfgang Berthalter bei Bgm und EUREGIO-Präsident Hubert Wildgruber als Gastgeber im Rathaus von Oberaudorf, um weitere Schritte zum grenzüberschreitenden Ausbau der nördlichen Zulaufstrecke zum BBT Brennerbasis-Tunnel durch das bayerische Inntal zu beraten. Prof. Mayr nahm als weiterer Vertreter der EUREGIO teil. Es wurde vereinbart, Gemeinderäte, Umweltgruppen und die Bevölkerung in den Informationsfluss mit einzubinden. Die Bayerische Staatsregierung und der deutsche Verkehrsminister Dobrindt sind aufzufordern, so die einhellige Meinung, aus dem Planfall 36 einen konkreten Planungsbeginn für den Neubau der Strecke werden zu lassen. Ebenso sollte der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter ins Boot geholt werden. Ein entsprechendes Schreiben von Landrat Berthaler an BM Dobrindt erfolgte am Der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter unterstützte und verstärkte mit Schreiben vom an Ministerpräsident Horst Seehofer die Argumentationslinie der bayerischen Freunde. Titel: EUREGIO-Informationstreffen mit Landrat Siegfried Walch Wann und wo: Landratsamt Traunstein Inhalte: Präsident Hubert Wildgruber traf sich in Begleitung von Mag. Walter Weiskopf und Prof. Walter J. Mayr zu einem Arbeitsgespräch mit Landrat Siegfried Walch und Hans Zott, dem Leiter unserer Kontaktstelle, im Landratsamt Traunstein. Präs. Wildgruber informierte über Aktuelles in der EUREGIO Inntal, z. B. Mautkontrolle der A 12 zwischen dem Grenzübergang Kufstein und der AST Kufstein Süd und den vergeblichen intensiven Bemühungen die Kontrolle bis zur einer möglichen Abstimmung mit dem deutschen Mautgesetz zurückzustellen. Auch der nördliche BBT-Zulauf kam zur Sprache. Landrat Walch wurde um Unterstützung für einen Neubau der KBS 950 ersucht. Titel: Metropolregion München Herausforderung und Wachstum Wann und wo: Kultur- und Kongresszentrum Rosenheim Inhalte: Die Metropolregion München ist die südlichste der drei Metropolregionen im Freistaat Bayern mit einer Fläche von km2 und Einwohnern. An der Veranstaltung nahmen hochrangige Vertreter aus der Landeshauptstadt München, Landkreisen und kreisfreien Städten teil. Überregional erfahrene Experten zeigten in ihren Vorträgen und Diskussionsrunden auf, welche räumlichen Zukunftsbilder zu einer nachhaltigen Entwicklung der Metropolregion München beitragen können. Die Oberbürgermeisterin von Rosenheims Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer Rosenheim, Gabrielle Bauer, Vorstandmitglied der EURREGIO Inntal, referierte über die positiven Erfahrungen der Stadt Rosenheim mit dem Stadt-Umlandbereich-Rosenheim (SUR). In dem Beitrag kam auch zum Ausdruck, dass der enger werdende Ballungsraum München gemeinsam mit den Nachbargemeinden und Städten Strategien und praktische Lösungen im Umgang mit dem Wachstum zu entwickeln hat. Prof. Mayr, der als offizieller Vertreter der EUREGIO Inntal an der Konferenz teilnahm, fühlte sich bestätigt, dass der Ballungsraum München nicht an der Staatsgrenze bei Kiefersfelden aufhört, sondern eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit einem kooperativen Raumordnungskonzept in Form eines Masterplans eine der wichtigsten Aufgaben für die nähere Zukunft ist. Titel: Stärkung und Belebung von Stadtund Ortskernen durch innovative Entwicklungsstrategie Wann und wo: Wirtschaftskammer Tirol, Bezirksstelle Kufstein Inhalte: In Kooperation mit der Wirtschaftskammer Tirol, Bezirksstelle Kufstein, bot die EUREGIO eine Plattform für Experten und Interessiere um Wissen und Erfahrungen über die Entwicklung oder Belebung von Ortszentren anhand von konkreten Beispielen auszutauschen. Präsident Hubert Wildgruber und Kammerobmann Foto: Europäische Metropolregion Generalversammlung 13

14 WAS IST 2013 UND 2014 IN DER EUREGIO PASSIERT? Foto: Carmen Krautgasser Martin Hirner wiesen in ihren Statements darauf hin, dass Initiativen und konkrete Maßnahmen in manchen Kommunen unumgänglich sind, um die drohende Abwanderung von Unternehmen und damit den Verlust von Arbeitsplätzen und Steuereinnahmen zu vermeiden. Daraus ergeben sich für die Gemeinden große Herausforderungen. Kompetente Referenten aus dem In- und Ausland informierten über erfolgreich durchgeführte Infrastruktur-Projekte, die zur annehmenden Umgestaltung von Ortszentren und zu einer werthaltigen Wirtschaftsbelebung führten. v.l.n.r. Peter Wachter (WK Tirol), Walter J. Mayr (EUREGIO Inntal), Bgm. Hubert Wildgruber (Präsident EUREGIO Inntal), Alfred Pech (Stadtmarketing Steyr), Martin Stampfer (Handels- und Dienstleistungsverband Bozen), Christina Steininger (non conform architektur vor ort), Bgm. Peter Kloo (Kolbermoor), Emanuel Präauer und Thomas Ebner (Stadtmarketing Kufstein) Titel: Jugendprojekt Spielstadt und Zirkuswelt Wann und wo: FH Kufstein Tirol Inhalte: Der Stadtjugend Rosenheim hat viel Erfahrung mit der Betreuung von Kindern in den Ferien gesammelt. Von Mag. Walter Weiskopf und Prof. Walter J. Mayr wurden Vertreter des Stadtjugendrings Rosenheim eingeladen, die sehr interessanten Projekte Spielstadt und Zirkuswelt für Kinder mit und ohne Inclusion der Stadt Kufstein, der Lebenshilfe Kufstein, dem Stadttheater und der FH Kufstein vorzustellen. Pädagogisches Ziel in der Spielstadt ist es, den Kinder zu zeigen, wie kann man Geld verdienen und das erworbene Geld für den täglichen Bedarf oder für die Freizeit verwenden. Als Währung gilt der Mini-Euro. Der von den Kindern gewählte Bürgermeister hat ein Programm zu erstellen und kann auch abgewählt werden, wenn er die Erwartungen seiner Bürger nicht erfüllt. Es geht zu wie im Leben der Großen. Die Welt des Zirkus funktioniert ähnlich. Die Kinder bereiten sich auf eine große Vorstellung vor. Dazu sind die Kulissen, die Kostüme und die Pressearbeit vorzubereiten. Die Rollen sind zu verteilen und der Auftritt der Darsteller ist zu proben. Auch hier ist die Inclusion sehr wichtig. Sozialpädagogen, Sozialarbeiter und Freiwillige nehmen sich die Zeit um in den Großen Ferien im Sommer die Kinder spielerisch anzuleiten, zu führen, zu betreuen und besonders förderungswürdige Kinder Teil der Gemeinschaft werden zu lassen. Die zwei Gespräche mit den Mitarbeitern des Stadtjugendringes ergaben eine Einladung an die Lebenshilfe Kufstein, die Stadt Kufstein, das Stadttheater Kufstein und die FH Kufstein im Sommer des kommenden Jahres als IN- TERREG-Projekt eine Spielstadt und eine Zirkuswelt für Kufsteiner und Rosenheimer Kinder durchzuführen. Die Projektvorstellung fand bei den Kufsteinern großes Interesse und zur Meinung, dass eine Co-Finanzierung zu stemmen wäre. Allerdings waren unsere Bemühungen nicht vom Erfolg gekrönt: Das geplante INTERREG-Projekt scheiterte an den personellen Möglichkeiten. In den Großen Ferien macht die Lebenshilfe Urlaub. Studierende absolvieren ein Praxis- oder Auslands-Semester und die Stadt Kufstein veranstaltet den traditionellen Ferienexpress. Titel: 18. Sitzung des gemeinsamen Begleitausschusses zum INTERREG Bayern-Österreich Programms Wann und wo: in Bad Wiessee Inhalte: Bei dieser wichtigen Sitzung zum INTERREG Bayern- Österreich Programm wurde die Euregio Inntal von Richard Weißenbacher (Landratsamt Rosenheim) vertreten. Im Zuge des Zusammentreffens wurden die Jahresberichte zu den Kleinprojekten vorgestellt. Weiters wurde das neue INTERREG Österreich-Bayern Förderprogramm präsentiert wie auch die Umsetzungsvorgaben für die Euregios. Titel: MINT-Preis 2014 der Realschulen Bayerns geht an die Johann-Rieder-Realschule Rosenheim Wann und wo: Haus der Bayerischen Wirtschaft München Inhalte: Das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. und das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e. V. Foto: Stadtjugendring Rosenheim 14 Generalversammlung

15 Foto: Markus Hittinger schreiben gemeinsam jährlich einen MINT (Mathematik-Informatik-Naturwissenschaften-Technik) für die fast 640 bayerischen Realschulen, Jahrgangstufe 6, aus. Das EUREGIO-INTERREG-Projekt der Johann-Rieder-Realschule aus Rosenheim wurde von der Jury zu bestem Projekt der Realschulen des Regierungsbezirkes Oberbayern gewählt. Inoffiziell erreichten die Rosenheimer im Wettbewerb mit den Siegern aus den anderen 6 bayerischen Regierungsbezirken ebenfalls den ersten Platz. Das EUREGIO-Projekt Gemeinsam lernen Zukunft gestalten wurde als folgenden Gründen als sehr innovativ eingestuft: Grenzüberschreitende Zusammenarbeit von vier Schulen, VS Rosenheim und VS Kufstein-Stadt, Johann-Rieder-Realschule Rosenheim und Neue Mittelschule 2 Kufstein, aus Rosenheim und Kufstein. Es werden im Bereich Inklusion neue Lernumgebungen und Fördermöglichkeiten erprobt und umgesetzt. Die Schülerinnen und Schüler der Sekundarschulen treten als MINT-Tutorinnen und Tutoren in den Volksschulen mit Inklusion auf. Projektinhalt: Im MINT-Bereich werden Roboter der neuesten Generation programmiert. Die von den Schülerinnen und Schülern der Realschule und NMS selbst entwickelten zwei Roboterarme waren beim ersten als Hilfsprothese und beim zweiten Modell als bionischer Ersatzarm konstruiert. Der viertägige Workshop von je 15 Schülerinnen und Schülern aus Kufstein und Rosenheim in der Design-Jugendherberge am Fuße des Watzmanns in Berchtesgaden war mit Teamarbeit in der Konstruktion von Robotern und der Erprobung von praktischen Fähigkeiten und Leadership ausgefüllt. Julia Rolle vom Schulamt Rosenheim, Mag. Walter Weiskopf und Prof. Walter J. Mayr waren bei ihrem Besuch in Berchtesgaden von der außerordentlichen Leistung und der Teamfähigkeit der Schülerinnen und Schüler beeindruckt. Immerhin waren es mehr als 10 Nationalitäten, die hier gemeinsam an einem MINT-Projekt arbeiteten und vier Tage in einer Gemeinschaft problemlos verbrachten. Dies ist ein großer Verdienst der beiden Pädagogen, STR Hittinger und Dir. Josef Reider, die mit großem Einfühlungsvermögen und Verständnis die jungen Erwachsenen zielorientiert geführt haben. Es ist zu hoffen, dass Herr Hittinger, der Mentor des MINT-EUREGIO-Projektes auch das bereits in der Pipeline befindliche, weiterführende MINT-Projekt mit den bisherigen Partnern realisiert. Man wartet das Prüfungsergebnis der Abrechnung des durchgeführten Projektes ab. Der Ausgang entscheidet, ob das geplante MINT-Projekt weiterverfolgt wird. Dies ist verständlich, denn der Vertreter des Lead-Partners haftet privat für nicht anerkannte Förderbeträge. Titel: Masterplan für die Grenzregion Kufstein- Rosenheim Wann und wo: Landhaus Innsbruck Inhalte: Die Salzburger Landesregierung, der Kreistag des Landkreises Berchtesgaden und der Kreisausschuss des Landkreise Traunstein haben in den Jahren beschlossen die Kernregion Salzburg grenzüberschreitend zu entwickeln und zu steuern. Dazu wurde ein Masterplan erarbeitet, der die Sachbereiche Wohnen, Wirtschaft, Verkehr und Freiraum umfasst. Die Grenzregion soll als attraktiver Standort zwischen München und Wien positioniert werden. Eine gemeinsame Arbeitsgruppe aus Bayern, Salzburg und der EuRegio Salzburg-Berchtesgadener Land- Traunstein soll die Umsetzung des Masterplans begleiten. Das Projekt wird von der EU aus INTERREG-Mitteln mitfinanziert. Die Bezirke Kufstein und Kufstein sind direkte Nachbarn der bayerischen Landkreise Rosenheim und Traunstein und der kreisfreien Stadt Rosenheim. Sie sind gemeinsame Partner in der EUREGIO Inntal-Chiemsee-Kaisergebirge-Mangfalltal. Seit der Gründung 1998 wurden INTERREG-Projekte aus allen gesellschaftlichen Bereichen erfolgreich unterstützt. Die EUREGIO konnte als Vermittler zur Lösung von Streitfragen beitragen. Ein Beispiel: Besonders der Initiative von Landrat Josef Neiderhell ist es zu verdanken, dass am 15.Juni 2012 im Landratsamt Rosenheim die Unterzeichnung des Staatsvertrages zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit für den nördlichen Zulauf zum BBT zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Österreich erfolgte. Seit Beginn 2006 setzt sich die EUREGIO Inntal beharrlich für diese Eisenbahntrasse ein Einwohner wurden für die Bezirke Kitzbühel und Kufstein zum Jahresende 2014 gezählt. Die kreisfreie Stadt Rosenheim und die Landkreise Rosenheim und Traunstein haben gemeinsam die dreifache Zahl mit EW und sind Teil von Oberbayern, einer der stärksten Regionen der Europäischen Union (10. Rang). Ich informierte am LR Mag. Johannes Tratter über die verstärkte Zusammenarbeit in der EuRegio Salzburg und übergab ihm eine Broschüre des kooperativen Raumkonzeptes für die Generalversammlung 15

16 WAS IST 2013 UND 2014 IN DER EUREGIO PASSIERT? Kernregion. Zukunftsaufgaben, wie Wirtschaft und Arbeit, Verkehr, Umwelt, Tourismus, Aus- und Weiterbildung, Sicherheit und Soziales könnten in unserer EUREGIO-Inntal gemeinsam besser gelöst und fi nanziell leichter geschultert werden. Mein Vorschlag lautete, eine Kernregion Kufstein-Rosenheim nach dem Salzburger Modell anzustreben und damit eine starke Positionierung zwischen dem Dreieck Innsbruck-München-Salzburg zu erreichen. Dabei sollte die Tiroler Landesregierung zu Erstellung eines Masterplans die Führungsaufgabe gemeinsam mit den Landkreisen RO und TS und der Stadt RO übernehmen. Die EUREGIO Inntal könnte für die Koordinierung und Umsetzung Verantwortung tragen. Die Europa-Region Tirol-Südtirol-Trient war eine bedeutende historische Einheit und baut verantwortungsvoll wieder an einer gemeinsamen Zukunft. Was spricht dagegen, die grenzüberscheitende Zusammenarbeit mit den nordöstlichen Nachbarn zu verstärken? Es würde auch den Zielen der EU entsprechen! Titel: Euregio-Geschäfstführertreffen Wann und Wo: 4. Februar 2015 Geschäftsstelle Euregio Salzburg in Freilassing Inhalte: Auch im letzten Jahr fanden in regelmäßigen Abständen Euregio-GeschäftsführerInnentreffen statt. Beim 49. Euregio Geschäftsführertreffen informierten Markus Gneiß vom Amt der Oberösterreichischen Landesregierung (Leiter der Programm- Verwaltungsbehörde) und Matthias Herderich (Bayerisches Wirtschaftsministerium) gemeinsam mit den Regionalen Koordinierungsstellen die Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer der bayerisch-österreichischen Euregios in Freilassing über die Modalitäten des neuen INTERREG V-Programms für den österreichischbayerischen Grenzraum. Titel: Auftaktveranstaltung zum INTERREG V-A Österreich-Bayern Programm Wann und wo: , Rathaus der Stadt Rosenheim Inhalte: Am fi el mit der Auftaktveranstaltung in Rosenheim der der offi zielle Startschuss für die neue Förderperiode ( Ab diesen Datum konnten bereits die ersten Förderanträge (Großprojekte) eingereicht werden). Unter den ca. 250 Teilnehmerinnen befanden sich u.a. der bayerische Wirtschaftsstaatssekretär Franz Josef Pschierer und der österreichische Bundesratsmitglied Gottfried Kneifel, die Landtagsabgeordneten Dr. Josef Schöchl (Salzburg) und Martin Wex (Tirol). Schwerpunkt der Veranstaltung war die Vorstellung der Programmstruktur die Grundlagen von Seiten der Europäischen Kommission, Programminhalte, Fragen zur Förderfähigkeit uvm., welche Mag. Markus Gneiß vom Amt der Oberösterreichischen Landesregierung (zuständige Verwaltungsbehörde) erörterte. Die Euregio Inntal war durch den Euregio Präsidenten Wildgruber, Richard Weißenbacher und die Geschäftsführerin Esther Jennings vertreten. Titel: 3. Euregio Schulmesse Inntal Wann und Wo: in der Neuen Mittelschule Kufstein (NM2) Inhalte: Am 22. April war die neue Mittelschule Kufstein Schauplatz der dritten Euregio Schulmesse. 18 Bildungseinrichtungen aus Bayern und Tirol präsentierten ihre Projekte. Ziel waren nachhaltige Kooperationen und die gegenseitige Befruchtung mit Ideen. Unter dem diesjährigen Motto: Jede Schule hat ihre Stärken zeigen Sie Ihre zeigte sich die Vielfalt der unterschiedlichen Projekte: So konnte man z.bsp. neben Robotik, Wirtschafts- und Foto: Euregio Inntal Markus Gneiß vom Amt der Oberösterreichischen Landesregierung (Leiter der Programm-Verwaltungsbehörde, 5.v.l.) und Matthias Herderich (Bayerisches Wirtschaftsministerium, 4.v.l.), Esther Jennings (Euregio Inntal 3.l ) Euregio-Präsident Hubert Wildgruber, 2. Bürgermeister Anton Heindl und Landesschulinspektor Dr. Werner Mayr, Direktor Josef Reider und Studienrat Markus Hittinger, Bezirksschulinspektorin Margarethe Egger, Julia Rolle, Dr. Katharina Sieberer-Nagler, Mag. Esther Jennings Foto: Hermann Nageler 16 Generalversammlung

17 Foto: Hermann Nageler Ökologieprojekten, Schulen mit musikalischen Schwerpunkten kennen lernen. Von der Volksschule, bis zur Landwirtschaftlichen Lehranstalt Weitau waren alle Schultypen vertreten. Unter anderem präsentierte sich erstmal auch die International School Kufstein Tirol. Aber auch pädagogische Lernmodelle und integrativen Programme wurden vorgestellt So bindet die Volksschule Brixlegg, Kinder aus 18 (!) Nationen in ihre Integrationsarbeit ein, in der Volksschule 2 ist zb. der Therapiehund Joy fester Bestandteil des Unterrichts. Gastgeber Dir. Josef Reider von der NMS Kufstein 2 und die neue Euregio-Geschäftsführerin Mag. Esther Jennings konnten unter anderem Euregio Inntal-Präsident Bgm. Hubert Wildgruber, den 2. Bürgermeister der Stadt Rosenheim, Anton Heindl, und den Tiroler Landesschulinspektor Dr. Werner Mayr in Kufstein begrüßen. Sie alle betonten den nachhaltigen Wert der Veranstaltung: Es geht darum, Horizonte zu erweitern und diese grenzenlosen Möglichkeiten zu nutzen, meinte etwa Anton Heindl. Nach den Präsentationen im Plenum konnten die SchülerInnen und LehrerInnen die Stände der verschiedenen Schulen besuchen und vertiefen zu den verschieden Projekten ins Gespräch kommen. Wir danken den 140 SchülerInnen, ihren LehrerInnen wie Direktorinnen für die engagierte Teilnahme. Weiters danken wir der Sparkasse Kufstein für ihre großzügige Unterstützung. Titel: VORSTANDSSITZUNGEN der EUREGIO INNTAL Wann und Wo: , , , Inhalte: Der Euregio Inntal Vorstand hat seit der letzten Generalversammlung 4-mal getagt. In den Sitzungen wurden neben den Vereinsangelegenheiten, vor allem neue Projektideen, interregionale Initiativen, die neue Interreg Österreich-Bayern Förderperiode wie auch andere grenzüberschreitende Belange behandelt. Weiters stimmte der Vorstand über Kleinstförderansuchen ab, welche grenzüberschreitende und verbindende Vorhaben zum Inhalt haben. Am fanden mit geladenen Gästen Gespräche zum ÖPNV statt. Euregio Inntal Vorstand mit LHStv. Ingrid Felipe, Präsident Hubert Wildgruber und Referenten bei der Vorstandsitzung am , Oberaudorf/ Ortsteil Niederaudorf Titel: BBT-Baustellenbesuch in Tirol aus dem Lkrs. Rosenheim und Empfang beim LH von Tirol Wann und wo: Baustelle Wipptal und Innsbruck, Landhaus Tirol Inhalte: Landrat Wolfgang Berthaler hat mit Bürgermeistern und Vertreter des Kreistages aus dem Landkreis Rosenheim die Baustelle des Brennerbasis-Tunnels im Nordtiroler Wipptal besucht. Die Delegation konnte sich persönlich vom ungehinderten Fortschritt der Bauarbeiten am BBT Brennerbasis-Tunnel überzeugen. Nach dem aktuellen Stand scheint die geplante Eröffnung des Tunnels für 2026 auf Schiene zu sein. Landeshauptmann Günther Platter versicherte beim Empfang im Landhaus den Rosenheimer Gästen und den teilnehmenden Bürgermeistern aus dem Tiroler Unterland seine vollste Unterstützung für den bayerischen Zulauf zum BBT. Landrat Wolfgang Berthaler bedankte sich für die Gastfreundschaft und für die Unterstützungszusage beim Landeshauptmann. Dem Besuch in Innsbruck waren im Frühjahr 2015 mehrere Aufklärungsgespräche der ÖBB-Infrastruktur, der DB-Netz AG und eines Innsbrucker Planungsbüros über die Entwicklungsschritte zur grenzüberschreitenden Trassenfindung für die KBS 950 München- Kiefersfelden vorausgegangen. Vertreter des Landes Tirol, des Landkreises Rosenheim, der kreisfreien Stadt Rosenheim, Bürgermeister des bayerischen und Tiroler Inntals, die EUREGIO Inntal und NGO-Gruppen aus Bayern und Tirol wurden informiert, dass zur Planung des Ausbaus oder eines Neubaus der Eisenbahnstrecke die länderspezifischen Vorgaben für ein gemeinsames Projekt- Foto: Martin Aerzbäck Generalversammlung 17

18 WAS IST 2014 UND 2015 IN DER EUREGIO PASSIERT? Der Ankauf eines generalüberholten Flugzeuges ist nur mit einer fi nanziellen Beteiligung des Landes Tirol und des Umwelt-Ministeriums möglich. Der laufende Flugbetrieb kann unter der Voraussetzung, dass alle Gemeinden der Bezirke Kitzbühel und Kufstein den Vereinsbeitritt beschließen und der Verein von der Öffentlichkeit mitgetragen wird, fi nanziert werden. Foto: BBT SE management abzuklären waren und nun für die Trassenfi ndung die Bevölkerung im Vorfeld des Planungsfestungsverfahren entsprechend eingebunden wird. Bis zur Inbetriebnahme der Trasse muss mit einem Zeitraum von mindestens 20 Jahren gerechnet werden. Titel: Hagelabwehr-Aktivitäten Wann und wo: 2014, Frühjahr bis Mitte Juli 2015, Gebiet Bezirke Kufstein und Kitzbühel Der Obmann des Hagelabwehr-Vereins Rosenheim, Bgm. Josef Huber und GF, Georg Vogl, wurden am vom Tiroler Obmann-Kollegen Prof. Walter J. Mayr über die Entwicklung informiert und um Verständnis und weitere Unterstützung gebeten. Die beiden Herren sagten eine bestmögliche Betreuung zu. Allerdings fehlt die für Tirol vorgesehene Maschine im Hagelabwehrnetz und es kann, wie bereits am nachmittags im Raum Wörgl geschehen, durch einen nicht rechtzeitig erfolgten Impfeinsatz von hagelträchtigen Wolken durch die Rosenheimer Hagelabwehr, zu Hagelschäden kommen. Insgesamt waren die Hagelfl ieger über 40mal in diesem Jahr im Einsatz, davon mehr als 10mal im Tiroler Unterland und im Grenzgebiet, zuletzt am gegen 17:00 im Raum Wörgl. Es konnten durch diese Flüge bereits große Hagelschäden verhindert werden. Herzlichen Dank den Freunden aus Rosenheim! Schade, dass wir in Tirol nicht auf eigenen Beinen stehen und die Hilfe erwidern können. Inhalte: Der neu gegründete Hagelabwehr- und Forschungsverein Tirol hat sein Ziel, einer grenzüberschreitenden Hagelabwehr- und Forschung gemeinsam mit dem Verein aus Rosenheim, bisher nicht erreicht. Das Projekt Grenzenlose Hagelabwehr- und Forschung wurde mit BM Dr. Andrä Rupprecht und LHStv. Josef Geisler mehrfach besprochen, fand zwar sachlich Gehör, aber fi - nanziell keine Zustimmung. Es wurde damit begründet, dass vom Land Tirol 50 % der Beitragssumme zur Österreichischen Hagelversicherung für die Tiroler Landwirtschaftskammer übernommen wird und dies eine sehr große Unterstützung zur Abdeckung von Hagelschäden ist. 18 der 30 Gemeinden des Bezirkes Kufstein sind seit 2015 per Beschluss Mitglied des Hagelabwehr- und Forschungsverein Tirol. Zwei von 20 Gemeinden des Bezirkes Kitzbühel, Fieberbrunn und Kössen, haben ebenfalls den Beschluss gefasst, ab 2015 Mitglied des Tiroler Hagelabwehr-Vereins zu werden Die Raiffeisenbanken des Bezirkes Kufstein haben eine Förderung für 2015 zugesagt. Bericht in der Tiroler Tageszeitung vom 22. Juli 2015, Redakteur: Wolfgang Otter 18 Generalversammlung

19 PROJEKTE Nach Ablauf der INTERREG Förderperiode ( ) und vor dem offi ziellem Start des neuen INTERREG Österreich-Bayern Programms, hat die die Euregio Inntal vorrangig bei der Abwicklung von (Klein) Projekten geholfen bzw. und vor allem Kleinstinitiativen unterstützt. Eine weitere wichtige Aufgabe in diesem Zeitraum waren Hilfestellungen bei der Abrechnung abgeschlossener Projekte. Folgend stellen wir Ihnen einige interessante Projekte vor, welche 2014/2015 umgesetzt wurden: KLEINPROJEKT: KONZEPT ZUR INKLUSIVEN NUTZUNG DES LILEINHOFS Lead-Partner: Verein Leben und Schaffen am Lilienhof, Schwoich, Projektpartner in Bayern: Verein FortSchritt Rosenheim e.v., Projektpartner in Tirol: Verein Schritt für Schritt, Hopfgarten im Rahmen des INTER- REG Bayern - Österreich Förderprogramms) Ziel des Vorhabens Lilienhof war die Konzepterarbeitung, um für diese Förder-, Bildungs- und Begegnungsstätte eine grenzüberschreitende und nachhaltige Nutzung sicherzustellen. Mit diesem Konzept wird Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung aus Oberbayern und Tirol am Lilienhof in Schwoich in naturnahem Umfeld ein aktives Erleben nachhaltiger Landwirtschaft ermöglicht. Dabei sollen die Kinder von konduktiver Pädagogik und konduktiver Förderung nach Petö profi tieren und sich eigenaktiv auf ein selbstbestimmtes Leben in einer Inklusiven Gesellschaft vorbereiten können. Interaktion von Mensch du Tier steht neben der gelebten Inklusion im Vordergrund. Am 18. Dezember 2014 wurde das Konzept zur gemeinsamen inklusiven Nutzung des Lilienhofs öffentlich präsentiert. Die Präsentation fand in der Grundschule Oberaudorf vor dem Vorstand der EUREGIO Inntal und am 22. Jänner 2015 die öffentliche Präsentation im Sitzungssaal der Gemeinde Schwoich einschließlich Pressekonferenz statt. Hervorzuheben bei diesem Projekt ist die starke grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Gemeinden, Kindergärten, Schulen und Sozialvereinen und andern Institutionen um ein wirklich nutzbares Konzept zu erstellen und diese auch umsetzen. Näheres zu diesem Projekt und dem Therapiebauernhof Lilienhof fi nden Sie unter: Kleinstprojekte Auch 2014/2015 konnte die Euregio Inntal Initiativen mit grenzüberschreitenden Charakter mit einer Kleinstförderung unterstützen. Es freut und erstaunt uns immer wieder wie engagierte Frauen und Männer/Institutionen und Vereine mit geringem fi nanziellem Foto: Herbert Wechselberger Einsatz aber mit viel Freude und Tatkraft diese Kleinstprojekte durchführen. Oft führen solche kleineren Projekte zu größeren Vorhaben und langanhaltenden Kontakten über Grenzen hinweg. Europas - nur ein Märchen? Schülerbegegnungstreffen zu Geschichten und Lebenswelten in Europa Wann und wo: 21.Oktober 2014 in Niederdorf Am 21. Oktober 2014 fand ein Treffen der SchülerInnen der Volksschule Niederdorf und der Gesamtschule Frasdorf zum Thema Europa statt. Bonjour, Buenos dias, Kalimera, dobar dan. also Guten Morgen in den verschiedenen europäischen Sprachen hieß es für die dritte Klasse der Grundschule Frasdorf bei einem Besuch in der Partnergrundschule in Österreich. Zuerst bekamen die SchülerInnen eine lehrreiche, spannende und kindgerechte Geschichte über Europa, durch Frau Annette Hartmann und Frau Klara Miller-Führen, vorgetragen. Anschließend wurden die beiden Klassen in zwei Gruppen geteilt und die Erzählerinnen arbeiteten mit den einzelnen Gruppen weiter. Auch der zweite Teil der Erzählreise, die Arbeit in den einzelnen Gruppen, wurde kindgerecht gestaltet. Eine Erzählerin und die Kinder sprachen über die einzelnen Geschichten und gaben verschiedene Sprachen wieder. Zum Schluss wurden die Kinder in zweier Gruppen eingeteilt es wurde dabei darauf geachtet, dass immer ein Kind aus der GS Frasdorf und ein Kind aus der VS Niederndorf in der gleichen Gruppe waren und sie versuchten gemeinsam die Grenzen der europäischen Länder zu setzen und die einzelnen Länder anzumalen. Die Veranstaltung hingegen hat gezeigt, dass für diese Kinder an diesen Tag keine spürbaren Grenzen zwischen Bayern und Tirol bestanden und wir freuen uns, diese wertvolle und lehrreiche Begegnung mit einer Kleinstförderung unterstützt zu haben. Gemeinsames Klettern von Kindern mit und ohne Behinderung aus Oberbayern und Tirol Wann und wo: 24. April 2014 und am in Kufstein Die Partner FortSchritt Rosenheim e.v. und Schritt für Schritt, Verein zur Förderung behinderter Kinder (Hopfgarten) hatten beide das Ziel, Kinder mit Behinderung nach den Prinzipien der konduktiven Förderung nach Petö motorisch zu fördern, ihnen zu mehr Selbstständigkeit und Selbstbestimmung zu verhelfen und ihnen ein Leben inmitten in der Gesellschaft zu ermöglichen. Da Foto: Herr Thorsten Denke, Frasdorf Generalversammlung 19

20 PROJEKTE sich Sportklettern hierfür hervorragend eignet wurden 2 Klettertage für Kinder zwischen 7 und 13 Jahren organisiert. Am Klettern selber nahmen 15 Kinder zwischen 7 und 13 Jahren teil. Davon hatten 9 Kinder eine geistige, körperliche oder mehrfache Behinderung. Die Kinder erlebten Verschiedenheit als Normalität, so dass auch die Begegnung mit Kindern aus dem Nachbarland als etwas Normales empfunden wird. Diese inklusive Veranstaltung war ein voller Erfolg. Die Kinder hatten bei den Klettereinheiten viel Freude und machten einmalige und neue Erfahrungen. Körpergefühl und Selbstbewusstsein wurden gestärkt. Auch konnten alle Kinder unabhängig von der Schwere ihrer Behinderung mit den vorhandenen Hilfsmitteln mitmachen und ihren Spaß haben. Eine Wiederholung von gemeinsamen Sportaktivitäten ist beabsichtigt. Die Euregio Inntal freut sich mit einer Kleinstförderung diese wichtige und schöne Initiative unterstützt zu haben. Grenzgänger/innen Sprechtag im AMS Kufstein Wann und wo: 19. Mai 2015 im AMS Kufstein Am 19. Mai 2015 wurde ein Sprechtag für Grenzgänger im AMS Kufstein abgehalten. Dabei bot das AMS Kufstein Informationen über das deutsch/österreichische Sozialversicherungsrecht, allgemeine Grenzgängereigenschaft, Aus- und Weiterbildung und über Arbeitsuche und Arbeitsmöglichkeiten in Deutschland. Hierbei bestand auch die Möglichkeit, persönliche Einzelgespräche mit Herrn Schober und Herrn Reith von der Bundesagentur für Arbeit/Rosenheim zu führen. Die Euregio Inntal hat diese wichtige Informationsveranstaltung für Arbeitsuchende gerne mit einer Kleinstförderung unterstützt Komme ich zeig dir die Natur-Schülerbegegnung zwischen Prinzregenten-Grundschule, Rosenheim und NMS Alpbach Wann und wo: und Ziel des Zusammentreffens zwischen GrundschülerInnen und den schon älteren SchülerInnen der NMS Alpbach war zum einem Lernen vor Ort wie auch Lernen im Buddy-System (Kleine von Großen und umgekehrt), Natur erleben bzw. in einer Stadt Natürliches zu schaffen. Am fand der 1. Austausch statt. Die SchülerInnen der NMS Alpbach wurden zuvor als Buddys geschult und so konnte je ein Großer je zwei Grundschüler beaufsichtigen und gemeinsam mit den Kleinen Naturerfahrungen machen. Es wurde Gemüse/Obst und Getreide aus dem Garten für ein gemeinsames Private Grundschule Oberaudorf-Inntal Essen verarbeitet bzw. Naturkosmetik und Müsliriegel hergestellt, die die Grundschüler als Erinnerung an den Ausfl ug nach Alpbach mitnehmen konnten. Danach stand ein Besuch auf einem Bauernhof am Programm. Am gab es dann den Gegenbesuch in Rosenheim. Die SchülerInnen der NMS Alpbach konnten bei der Prinzregenten Grundschule Hochbeete bepfl anzen und im Anschluss gemeinsam die Regenwald-Ausstellung im Lok-Schuppen besuchen. So konnte die Erfahrung Natur erleben mit der Erfahrung in einer Stadt Natürliches zu schaffen damit komplementiert werden. Die Euregio Inntal freut sich dass der Kontakt zwischen den beiden Schulen auf der Euregio Inntal Schulmesse im letzten Jahr hergestellt wurde und dass nicht nur ein grenzüberschreitendes voneinander Lernen stattgefunden hat, sondern auch zwischen zwei verschiedenen Schultypen. Machbarkeitsstudie: nordisches Nachwuchstrainingszentrum Region Kufstein/Rosenheim (Präsentation in FH Kufstein) Wann und wo: in der FH Kufstein Am präsentierten die SchülerInnen der Studiengänge Facility Management & Imobilienwirtschaft und Sport, Kultur & Veranstaltungsmanagement eine Machbarkeitsstudie zu einem nordischem Nachwuchstrainingszentrum der FH für die Region Kufstein/Rosenheim. Auftraggber dieser Studie ist der WSV Schoich vertreten durch Anton Lengauer Stockner. Dieses Nachwuchstrainingszentrum ist in erster Linie für die regionalen Vereine und Schulen im Bereich des Kinder Schüler und Jugendsports angedacht. Des Weiteren für eine barrierefreies Ausüben der verschiedenen Sportarten im Bereich des Behindertensportes und auch der REHA (Projekt wird auch vom Rehabilitationszentrum in Bad Häring stark befürwortet). Von einem solchem barrierefreien Sportzentrum kann besonders die Grenzregion Kufstein und Rosenheim profi tieren. Alle weiteren Trainingsstätten sind ja wesentlich entfernt, sodass Kindern und Jugendlichen eine in Schwoich angesiedelte Trainingsmöglichkeit sehr zu gute käme. Dies befürworteten die bei der Präsentation anwesenden politischen VertreterInnen der Gemeinden, wie VertreterInnen der Sportverbände wie auch andere geladene Gäste. Die Euregio Inntal unterstützte die Erstellung der Machbarkeitsstudie mit einem Teilbetrag, da ein barrierefreies Sportzentrum für Kinder und Jugendliche ein großer Gewinn für unsere Grenzregion wäre. Foto: FH Kufstein 20 Generalversammlung

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