Evangelische Kitazeitung

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1 3. Ausgabe 2014 Sonntag, 2. November 2014 Evangelische Kitazeitung FÜR SCHLESWIG-HOLSTEIN UND HAMBURG Die vierjährige Mila geht in die Evangelische Kita Janusz Korczak in Lübeck (S. 10). Foto: Maren Rieß / Susann Wiegers Unsere Erde toll gemacht! Die Erde und alles, was auf ihr wächst und gedeiht, stand im Mittelpunkt der diesjährigen Schöpfungswoche. Eine Aktion, die inzwischen in der gesamten Nordkirche stattfindet. Wie sich Kitas hier beteiligt haben und wie bei strahlendem Herbstwetter der Abschluss gefeiert wurde, lesen Sie auf den Seiten 3 und 4. Auch darüber hinaus sind Umwelterziehung bzw. Bildung für eine nachhaltige Entwicklung fester Bestandteil im Programm der Kitas, oft eng verzahnt mit religionspädagogischer Arbeit. Beispiele stellen wir auf den Regionalseiten vor. Viel Spaß beim Lesen und vielleicht einen bewussteren Blick auf die Natur beim nächsten Herbstspaziergang! Käpt'n Blaubär 5 Der blaue Seebär aus dem Fernsehen würde im Meer gern mal saubermachen mit dem Oktoputz. Anderer Advent 14 Träumen, meditieren und schmunzeln: der Kalender erscheint zum 20. Mal. Gewinnen Sie ein Exemplar! Zum Thema Im Gespräch 2 Umweltpastor Jan Christensen erklärt, warum die Nordkirche auf Klimaschutz setzt und was sie unternimmt, um bis 2050 klimaneutral zu sein. Reportage 3 Die Kita St. Lukas und die Michaelis- Kita in Hamburg sind zwei von über 400 Kitas, die sich an der ErdeWoche beteiligt haben. Zwölf Tipps 4 Was Sie sofort für den Umweltschutz tun können. Rubriken Zettels Kolumne 6 Kleine Monster Hamburg 9 Schlüssel zu guter Bildung Fachkräfte fordern bessere Arbeitsbedingungen Schleswig-Holstein 11 Weltkindertag 2014: Kinder haben ein Recht auf Spielraum Erziehungsfragen 12 Das Schäflein im Opferstock Kinderseite 16 Rätsel und Basteltipps KOOPERATIONSPARTNER Herausgegeben vom Verband Evangelischer Kindertageseinrichtungen in Schleswig-Holstein e.v. (VEK) und dem Evangelischen Kindertagesstättenverband Hamburg /Diakonisches Werk. Mehr über unsere Evangelischen Kindertagesstätten unter:

2 2 Auftakt Evangelische Kitazeitung, 2. November 2014 Evangelische Zeitung DAS JOURNAL GELEITWORT Von Pröpstin Isa Lübbers Unsere Kinder Meisterwerke Gottes Als vor 25 Jahren meine älteste Tochter geboren wurde, hing im Krankenhaus ein Bild von einem Neugeborenen, darunter ein Psalmvers: Ich danke dir, dass ich wunderbar gemacht bin, wunderbar sind deine Werke, das erkennt meine Seele (Psalm 139, 14). Er ist der Taufspruch meiner Tochter geworden, denn damit kann ich in die überlieferten Worte des Psalmbeters fassen, was mich bewegt: das Staunen und die Ehrfurcht darüber, welches Meisterwerk Gottes so ein kleiner Mensch ist und was er an Möglichkeiten in sich trägt. Kinder haben noch ein Gespür für das Wunderbare in unserer Welt und das Staunen darüber noch nicht verlernt. Daran knüpft die neue Kita-Kampagne Wunderbare Meisterwerke in Hamburg und Umgebung an. In diesen Wochen werden in Evangelischen Kitas die Sinne geöffnet für das Staunen angesichts des Wunders der Schöpfung. Denn unsere Welt ist eine wunderbare und eine Leihgabe Gottes an uns.wir können staunen über den Reichtum und die Vielfalt des Lebens, das schon in der Bibel in einer großen Bandbreite der Artenvielfalt gewürdigt wird: Rohrdommel, Reiher und Rehbock sind ebenso biblische Tiere wie Schlange, Schaf und Schakal.Wenn wir uns davon leiten lassen, wird unser Umgang mit der Umwelt ein anderer: Er wird weniger von Eigenprofit oder Konsum geprägt sein, sondern von dem Bewusstsein, selbst ein Teil von Gottes Schöpfung zu sein, mit unserem Leben aufgehoben zu sein in einem größeren Ganzen. Diese Grunderfahrung wird in unseren Kitas weitergegeben und anschaulich gemacht. Durch Spiele, Lieder, Geschichten und mit Kreativität wird bei den Kindern die Ehrfurcht vor Gottes Schöpfung geweckt und geschärft: Die Natur begreifen und achten werden zwei Seiten ein und derselben Erfahrung. Und zugleich kann dabei für jedes Kind und vielleicht auch für Eltern und Erzieherinnen die eigene Einzigartigkeit und die Fülle der eigenen Möglichkeiten ebenso deutlich werden wie die Fähigkeit, darin wachsen und die eigenen Anlagen entfalten zu können als wunderbare Meisterwerke und geliebte Kinder Gottes. Das ist für mich Grund zum Danken. Isa Lübbers ist Pröpstin im Kirchenkreis Hamburg-Ost. Sie ist für die Propstei Bramfeld-Volksdorf zuständig. Mehr zur Kita-Kampagne: Seite 9. Foto: Oliver Fantitsch Foto: pixelio.de/juergen Treiber Kirche, Kitas, Klima THEMA Umweltpastor Jan Christensen erklärt, warum die Nordkirche auf Klimaschutz setzt Sie engagieren sich schon seit zwei Jahrzehnten für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit. Gab es ein Schlüsselerlebnis für Sie? Jan Christensen: Als ich in den 1990er-Jahren im Nordelbischen Missionszentrum arbeitete, war ein Bischof aus Tansania zu Gast. Er sagte: Bei uns spielt das Wetter verrückt. Regenzeiten fielen aus, das brachte die Aussaat und damit auch die Ernte durcheinander. Ich habe mich dann schlau gemacht und die - damals noch zurückhaltenden - Berichte des Weltklimarats gelesen. Seitdem haben mich die Themen Klimawandel und Klimagerechtigkeit nicht mehr losgelassen. Die Nordkirche will bis 2050 klimaneutral sein. Was heißt das? Die kirchlichen Institutionen in Hamburg, Schleswig- Holstein und Mecklenburg- Vorpommern werden dann keine klimaschädlichen Emissionen mehr verursachen. Das betrifft unsere Gebäude, die Mobilität und die Beschaffung. Die Synode hat gerade ein entsprechendes Gesetz auf den Weg gebracht. Welche Maßnahmen sind geplant? Es geht um einen Dreischritt. Erstens: Energie einsparen, zum Beispiel die Raumtemperatur senken oder die beheizte Fläche verkleinern. Zweitens: Energie effizienter nutzen, etwa durch besser gedämmte Gebäude oder indem wir Fahrgemeinschaften bilden und emissionsarme Fahrzeuge nutzen. Drittens: auf erneuerbare Energien umsteigen. Zum Beispiel werden Kirche, Gemeindehaus und Kindergarten an ein Nahwärmenetz mit dem Heizstoff Holz angeschlossen. Oder eine Diakoniestation wechselt zu grünem Strom. Mit diesen drei Schritten können wir 99 Prozent der Emissionen verhindern. Das restliche Prozent müssen wir ausgleichen, indem wir Klimaschutzmaßnahmen an anderen Orten der Welt finanzieren. Das Instrument dafür, den kirchlichen Fonds Klima-Kollekte, gibt es schon. Welche Rolle haben dabei die evangelischen Kitas? Die Kitas sind Teil des kirchlichen Gebäudebestands. Aber noch wichtiger ist: In Umweltpastor Jan Christensen der Kita können Kinder lernen und erleben, was Klimaschutz praktisch bedeutet. Nicht dauerlüften, wenn die Heizung an ist; lieber zu Fuß oder mit dem Rad zur Kita als mit dem Auto; oder die Zutaten fürs Kita-Essen möglichst aus der Region beziehen. Wenn Kinder so in umweltbewusstes Verhalten hineinwachsen, ist das ein unschätzbarer Wert. Wir unterstützen das durch pädagogische Materialien, die alle Kitas bekommen, wie gerade wieder zur ErdeWoche. Denn siehe, er ist's, der die Berge macht und den Wind schafft; er zeigt dem Menschen, was er im Sinne hat. Er macht die Morgenröte und die Finsternis, er tritt einher auf den Höhen der Erde er heißt Herr, Gott Zebaoth'. Amos 4, 13 Warum ist der Nordkirche Klimaschutz so wichtig? Mit der Bewahrung der Schöpfung haben wir den Auftrag, die Erde lebenswert zu erhalten. Und zwar für alle Menschen, die jetzt und künftig hier leben. Wir dürfen ihnen nichts aufbürden, was sie in ihrer Entfaltung behindert. Deshalb muss sich die Kirche für den Klimaschutz einsetzen. Was tun Sie selbst? Viele Jahre bin ich zwischen Neumünster und Kiel mit einem Elektromotorroller statt mit dem Auto zur Arbeit gefahren. Der verbrauchte pro Fahrt etwa eine Kilowattstunde, und ich hatte sogar die Genehmigung, dass ich tagsüber im Kirchenamt nachladen durfte. Jetzt ist mein Büro in Hamburg, wo ich demnächst auch wohnen werde. Dann kann ich hoffentlich mit dem Rad zur Arbeit fahren. Für mich ist das Umweltschutz und Lebensqualität zugleich. Jan Christensen (55) ist seit 2013 Beauftragter der Nordkirche für Umweltfragen. Vorher leitete er die Kampagne Kirche für Klima. Mehr Infos: Klimaschutzkonzept für die Nordkirche und Broschüre Auf gutem Weg mit Praxisbeispielen: Dokumente der Klima- Synode ( ):

3 Evangelische Kitazeitung, 2. November 2014 Evangelische Zeitung DAS JOURNAL Reportage 3 Von Detlev Brockes Lernen, forschen, spielen, feiern: Rund 400 Kitas in der Nordkirche beteiligten sich Anfang Oktober an der ErdeWoche. Unter dem Motto Unsere Erde toll gemacht ging es um die Bewahrung der Schöpfung, um Umwelt- und Klimaschutz. Auch die Evangelischen Kitas St. Lukas in Fuhlsbüttel und Michaelis in Neugraben waren dabei; beide hatten schon im September mit dem Projekt begonnen. Ran an die Kartoffeln Neun Kinder stehen im Garten der Evangelischen Kita Fuhlsbüttel um einen robusten Holztisch. Darauf: eine Kiste Kartoffeln, Schüsseln mit Wasser und Schwämmen, Schneidebretter, Kräuter, Öl und ein Blech mit Backpapier. In der nächsten halben Stunde werden Luis, Paul, Charlotte und die anderen Kinder die Knollen waschen, vierteln, mit Öl und Gewürzen vermengen und schließlich aufs Backblech legen. Sogar der knapp dreijährige Titus darf mit Assistenz von Kita-Leiterin Birgit Kuschmierz-Mahlstedt zum Küchenmesser greifen. Neben den Ofenkartoffeln gibt es heute noch zwei weitere Angebote: Bewegung zu afrikanischen Liedern und aus Ton Kerzenhalter formen. Seit 1996 hat sich die Kita der offenen Arbeit verschrieben. Wir leben in Projekten, sagt Birgit Kuschmierz-Mahlstedt. Da passen die Schöpfungswochen (siehe Kasten) gut hinein. Sogar eine eigene Projektzeitung gibt die Kita zur ErdeWoche heraus. Die Kindergruppe im Atelier hat Kittel an. Kleine Hände kneten Tonklumpen, damit sie geschmeidig werden. Dann wird Unsere Erde wunderbar! THEMA Spielerisch das Umweltbewusstsein schärfen: Was Hamburger Kinder in der Schöpfungswoche 2014 erlebten Mit Kita-Leiterin Birgit Kuschmierz-Mahlstedt bereiten die Kinder Ofenkartoffeln vor. Andere gestalten Teelicht-Halter aus Ton. ein Teelicht hineingedrückt, der Rand mit Wasser glattgestrichen oder mit Mustern verziert. Die Kinder können Kerzenhalter mit nach Hause nehmen. Aber sie fertigen noch weitere an: als Geschenk für die Gäste aus der Partnerkirchengemeinde in Tansania, die Fuhlsbüttel gerade besuchen und auch in der Kita waren. In die ErdeWoche integriert ist der Herbstmarkt nach dem Erntedank-Gottesdienst. Dabei verkauft die Kita zum Beispiel selbstgemachte Marmelade und Kekse, aber auch Steckrüben, Lauch oder Kartoffeln, gespendete Kuchen. Birgit Kuschmierz-Mahlstedt: Der Erlös kommt wie jedes Jahr unserem Partnerkindergarten in Tansania zugute. Auf dem Holztisch im Garten ist das Blech inzwischen gefüllt. Die Kartoffelspalten kommen jetzt in den Ofen und in einer Dreiviertelstunde können die Kinder in der Fuhlsbütteler Kita die ErdeWoche auch schmecken. (Stimmen von Eltern: S. 4) Natur-Mandala und Marktbesuch Drei Gruppen hat die Evangelische Kita Michaelis in Neugraben, jede gestaltete zur ErdeWoche ein eigenes Programm. Von zwei Aktionen der Regenbogen- Gruppe berichten die Erzieherinnen Annett Stojanow und Tanja Grunholz. Bei einem Ausflug in die Fischbeker Heide wollten wir unsere Erde mit allen Sinnen entdecken. Wir frühstückten draußen auf Decken. Dabei spürten wir intensiv die Natur um uns herum: den Wind auf unserer Haut, Vogelgezwitscher, pieksende Stöcke unter dem Po und auch leichtes Frösteln auf der Haut, da die Sonne noch nicht schien. Später legten die Kinder aus Kinder aus der Michaelis-Kita kaufen Äpfel auf den Wochenmarkt und spüren mit bloßen Füßen das Natur-Mandala. Stöcken einen Kreis und unterteilten ihn in Fächer, die sie mit 'Erdschätzen' füllten: mit Steinen, Rinde, Blättern, Moos, Gras, Zapfen So entstand ein wunderschönes Erde-Natur- Wald-Mandala. Dann fragen wir, wer so mutig wäre, mit 'Nackidei-Füßen' darüberzugehen. Fast alle Kinder zogen sich schnell Schuhe und Strümpfe aus und gingen vorsichtig über 'unseren' Schatz. Das fühlte sich nach Aussagen der Kinder weich, kühl, hart, spitz, stachelig und richtig gut an. Am Dienstagmorgen marschierten wir mit Einkaufstaschen und Geld los, um auf dem Markt Äpfel zu kaufen. Wir bestaunten die vielen Stände, schlossen die Augen und schnupperten, was verkauft wurde Fisch oder Blumen oder frisches Brot. Am Obst- und Gemüsestand wurden wir sehr freundlich empfangen, jedes Kind erhielt erstmal eine Apfelspalte. Mhhhm, lecker! Wir kauften Äpfel, verstauten sie in den Taschen und gingen stolz zur Kita zurück. Beim gemeinsamen Frühstück haben wir uns die Früchte genau angeschaut und viel entdeckt. Dann haben wir uns die Äpfel schmecken lassen und gedankt: 'Danke guter Gott, dass du für uns so viele Früchte an den Bäumen und Sträuchern auf unserer Erde, in unserer Erde wachsen lässt.' Eine Woche für die Schöpfung Fotos (2): Markus Scholz Die Schöpfungswochen in den Evangelischen Kitas in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern finden alle zwei Jahre statt, abwechselnd zu den Themen Wasser, Sonne, Erde und Luft. Kinder werden altersgemäß an die Themen Klimaschutz und Bewahrung der Schöpfung herangeführt. Initiator ist das Umwelt- Haus am Schüberg im Kirchenkreis Hamburg-Ost. Es entwickelt Arbeitshilfen für die Kitas der Nordkirche, bietet vorbereitende Fortbildungen für Erzieherinnen und Erzieher an und organisiert zentrale Auftakt- oder Schlussveranstaltungen. So haben sich die Schöpfungswochen mittlerweile zum Erfolgsmodell in der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) entwickelt, das von einem breiten nordkirchenweiten Netzwerk getragen wird. Mehr Infos: > Schöpfungswochen

4 4 Thema Evangelische Kitazeitung, 2. November 2014 Evangelische Zeitung DAS JOURNAL NACHGEFRAGT Von Regenwürmern und Bio-Siegeln Erntetag auf dem Bauernhof Abschluss der ErdeWoche mit Andacht der Bischöfin und Treckerfahrt aufs Feld Umwelt schützen, Schöpfung bewahren das ist ein Ziel in den Evangelischen Kitas. Was kommt davon zu Hause an, wie erleben es die Eltern? Wir haben zwei Familien in Hamburg gefragt. Die Kinder gehen in die Kita St. Lukas in Fuhlsbüttel (Bericht S. 3). Maike Dugaro, Mutter von Frieda (6) und Käthe (3): Für Frieda ist die Waldwoche das Tollste im ganzen Kita-Jahr, obwohl sie sonst kein 'Draußen-Kind' ist. Käthe hat die Woche zum ersten Mal erlebt und war begeistert, dass die Kinder im Wald gegessen haben oder dort schnitzen durften. Für beide Kinder sind die Regeln klar: Sie dürfen nichts liegenlassen im Wald, sie dürfen auch nichts mitnehmen. Einen Käfer kann man sich in der Becherlupe ansehen, aber dann wird er wieder ausgesetzt. Die Kita führt die Kinder sehr gut an Umweltthemen heran. Zum Beispiel beim Regenwurm-Projekt: Die Kinder waren unglaublich intensiv und ausdauernd dabei. Und das wirkt zu Hause nach: Frieda achtet darauf, dass unter der Hecke im Garten Blätter liegen bleiben - als Nahrung für die Würmer. Was Umwelt- und Klimaschutz betrifft, wachsen unsere Kinder in manches einfach hinein. Zum Beispiel fliegen wir kaum.wir essen wenig Fleisch und bekommen Zutaten für warme Mahlzeiten von einem Lieferservice. Die Mengen dort sind so eingeteilt, dass man alles aufbrauchen kann und keine Lebensmittel wegwerfen muss. Kai Münkemüller, Vater von Elmar (5) und zwei älteren Kindern, die zur Schule gehen: Elmar erzählt viel von den Aktionen und Projekten in der Kita. Er benutzt keine Begriffe wie Nachhaltigkeit oder Klimaschutz, aber ihn beschäftigen genau die Dinge, die damit gemeint sind. Ob die Kinder mit dem Umweltwissen aus der Kita ihre Eltern auch mal nerven können? (Lacht) Nein, da ist bei uns nicht viel zu missionieren.wir sind ohnehin Puristen, wenn es um nachhaltigen Lebensstil geht. Da passiert es eher, dass unsere Kinder andere ansprechen, warum sie keine Bioprodukte kaufen. Und die Unterschiede zwischen den Bio- Siegeln kennen sie dann auch noch Neulich haben wir aus Spaß Schimpfwörter benutzt, wollten uns gegenseitig übertreffen. Da kam Elmar mit einem Wort heraus, das richtig schlimm sein sollte: Du Wasserverschwendung! Dass Nahrungsmittel aus dem eigenen Garten die besten sind, erleben unsere Kinder ganz praktisch:wir haben einen kleinen Garten an unserem Reihenhaus und einen gepachteten in einer Laubenkolonie mit Kartoffeln, Gemüse vom Hochbeet und Beeren vom Strauch. Möhren aus der Erde ziehen, Kühe füttern: So endete eine volle Woche rund um die Schöpfung. Bei strahlender Herbstsonne endete am 10. Oktober die ErdeWoche, an der sich 400 Kitas in der Nordkirche beteiligt hatten (Bericht S. 3). Kita-Kinder aus den beiden Hamburger Kirchenkreisen kamen zur Abschlussveranstaltung auf dem Bio-Bauernhof Gut Wulfsdorf bei Ahrensburg zusammen. Nach einer Andacht mit Bischöfin Kirsten Fehrs gab es für die Kinder Einblicke in Stall und Scheune und eine Treckerfahrt aufs Feld zur Ernte. Abgestimmt auf die ErdeWoche werben die Evangelischen Kitas im Raum Hamburg zurzeit auf vielen Plakatflächen mit dem Thema Wunderbare Meisterwerke (Bericht S. 9). Mehr Beispiele, wie Kitas Umweltthemen aufgreifen, auf den Regionalseiten Ihre Kinder lernen von Ihnen. Seien Sie Vorbild und zeigen Sie, dass Ihnen die Umwelt und das Leben der nächsten Generation am Herzen liegen! Zwölf Tipps vom UmweltHaus am Schüberg im Kirchenkreis Hamburg-Ost, das unter anderem Kitas beim Umwelt- und Klimaschutz berät Steigen Sie auf Energiespar- oder LED- Leuchten um, die weniger Strom verbrauchen. Das schont die Umwelt und Ihre Haushaltskasse. Wechseln Sie zu Ökostrom ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Auch durch schlaues Heizen und Lüften können Sie Energie sparen. Gehen Sie sparsam mit Wasser um, vor allem mit warmem Wasser Kaufen Sie Obst und Gemüse nach Jahreszeit ein. Verwenden Sie naturbelassene Lebensmittel aus der Region. Essen Sie weniger Fleisch. Entscheiden Sie sich für Fleisch aus artgerechter Tierhaltung. Verwenden Sie umweltfreundliche Reinigungsmittel. Dosieren Sie Konzentrate nur so hoch, wie auf der Packung angegeben.toilettenpapier und Küchenrollen aus Recyclingpapier schonen Wald und Wasser und sparen Energie. Abfall vermeiden ist noch besser, als Abfall zu trennen und zu verwerten. Über die Folgen des Plastikmülls informiert zum Beispiel: Weniger ist oft mehr auch bei Spielsachen. Spielzeugfreie Zeiten können Fotos: Markus Scholz Bischöfin Kirsten Fehrs, Kita-Fachreferentin Dörte Jost (Mi.) und Musiker Reinhold Merta. Zwölf Tipps, was Sie sofort für die Umwelt tun können Fantasie und Kreativität anregen. Was beim Spielzeugkauf wichtig ist, können Sie bei nachsehen. Verschönern Sie Garten oder Balkon mit heimischen Pflanzen und Stauden. Sie sind Futterplatz, Nistgelegenheit und Winterquartier für viele Insekten, die Sie gemeinsam mit den Kindern beobachten können. Gehen Sie mit Ihren Kindern so oft wie möglich in den Wald. Machen Sie Wege zu Fuß, zum Beispiel zur Kita oder zum Einkaufen. Entdecken Sie gemeinsam den unglaublichen Reichtum der Natur unterwegs. Lesen Sie mit Ihrem Kind die biblischen Geschichten von der Schöpfung, zum Beispiel in einer Kinderbibel oder in dem Bilderbuch Eine Geschichte von der Schöpfung (von Werner Laubi).

5 Evangelische Kitazeitung, 2. November 2014 Evangelische Zeitung DAS JOURNAL Interview 5 Käpt'n Blaubär, Sie sind auf allen Weltmeeren unterwegs gewesen und haben so manche Geschichte zu erzählen... Käpt'n Blaubär: Ha! Natürlich war ich auf allen Weltmeeren unterwegs! Auf allen acht sogar. Auch im Weltraum war ich schon. Und Geschichten könnte ich Ihnen erzählen, von grünen Männchen im All und gaaanz vielen komischen Vögeln hier auf der Erde. Sie kennen doch bestimmt den Stiefelolm. So einen Knilch habe ich mal zufällig beim Angeln getroffen, an der Nordsee. Was sollen das denn für Wesen sein? Die gemeinen Stiefelolme sind schleimige hinterhältige Gesellen, die in Stiefeln auf dem Meeresgrund leben. Aus purer Heimtücke verscheuchen sie dort alle essbaren Fische. Sowieso, das Meer. Also, wen Sie da alles treffen. Auf dem Verschlafenen Ozean begegnete ich mal dem Schnarchkönig. Ein extrem gefährlicher Bursche: Durch seine markerschütternd laute Schnarcherei sägt er sämtliche Schiffsmasten durch! Gut, dass ich gerade eine Ladung Kaugummi an Bord hatte. Damit konnte ich die Masten schnell reparieren. Ich glaube, Sie erzählen uns jetzt Seemannsgarn. Im Ernst: Durch die Umweltverschmutzung landet eine Menge Müll im Meer. Da haben Sie völlig recht. Ich musste ja mal den größten Teppich der Welt aus der Arabischen Wüste abholen. Die Mutter meines Leichtmatrosen Hein Blöd hatte ihn für ihren Sohn bestellt. Ich muss schon sagen, die Dame ist schwer auf Zack. Als ich per Wüstenschiff ankam, was musste ich da sehen? Sie hatte doch tatsächlich einen Ölteppich bestellt. Riesengroß war der! Umweltschutz mit Oktoputz Seemannsgarn: Käpt'n Blaubär über Dreck im Meer, Bügeleisen am Nordpol und aufmerksame Enkel Wie dreckig sind die Meere? Und wie finden Sie das? Das finde ich schnell. So ein Seebär wie ich, der muss nur mal über die Reling gucken, schon findet man Dreck im Meer. Saubermachen müsste da mal jemand, oder? Hab ich mir schon längst gedacht. Ich habe deshalb mit dem Oktoputz zusammengearbeitet. Ein praktischer Kerl ist das: den ganzen Tag dösig, den können sie problemlos in die Besenkammer hängen. Wenn man ihm aber Bürste, Eimer und Seife in die Tentakel gibt, geht er wie ein Wirbelwind los und kann selbst ein vollkommen verdrecktes Schiff in kürzester Zeit saubermachen. Vielleicht würde der Oktoputz ja auch das Meer mal schrubben? Was unternehmen Sie für den Umweltschutz, hier an der Küste? Unternehmen würde ich einiges, wenn man mich mal machen ließe. Was ich alles schützen würde, ha! Wissen Sie eigentlich, was aus dem achten Weltmeer wurde? Das steht bei mir auf dem Kutter Käpt'n Blaubär spinnt sein Seemannsgarn regelmäßig in der Sendung mit der Maus, sonntags um 9.30 Uhr im Ersten und um Uhr bei KiKA. Auch in Sendungen wie Blaubär Mix & fertig sind der Käpt'n und seine Crew zu sehen. Gedreht werden die Abenteuer in den WDR- Studios in Köln. Käpt'n Blaubärs Erfinder ist der Autor Walter Moers. Er wurde für die Idee und das Konzept 1994 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Foto: WDR rum. In einem Eimer. Mehr ist davon nämlich nicht übrig geblieben, nach dieser ganzen Erderwärmung. Meine Enkel, die drei Bärchen, meinten letztens, es sei vielleicht keine meiner allerbesten Ideen gewesen, den Eskimos so viele Bügeleisen zu liefern. Ob die damit jetzt wirklich die Polkappen bügeln? Ach, Ihre Enkel haben Ihnen das erklärt? Und woher wissen die das? Jetzt stellen sie aber private Fragen. Was wirklich wichtig ist, das lernen die Bärchen natürlich von mir. Oder auch mal von meinem Cousin Grizzly ein echter Experte, wenn es um die Natur geht. Kontrollieren die drei denn auch, wie umweltfreundlich Sie sich verhalten? Meine Enkel kontrollieren nicht nur meine Umweltfreundlichkeit, sie achten auch auf meine selbstverordnete Schlankheitskur. Allerdings erst, seitdem ich ihnen erzählt habe, wie ich den Schlaraffen das Schlemmen beibrachte. Was sollte denn unbedingt geschehen, damit die Meere wieder sauberer werden? Es sollte vielleicht endlich mal jemand mein Angebot mit dem Oktoputz annehmen. Der macht die Meere bestimmt blitzblank. Ich warte auf einen Anruf aus dem Umwälzministerium! Fragen: Sven Kriszio, Evangelische Zeitung

6 6 Thema Evangelische Kitazeitung, 2. November 2014 Evangelische Zeitung DAS JOURNAL KOLUMNE Kolumne von Florian Zettel Kleine Monster in unserem Bett Ich wollte eigentlich über Umwelterziehung schreiben. Ging aber nicht. Ich bin blockiert, weil dauerhaft völlig übermüdet. Denn Monster suchen nachts das eheliche Bett auf und rauben meiner Frau und mir den Schlaf. Also schreibe ich über diese kleinen Monster in der Hoffnung, dass jemand Rat weiß und ein Gegenmittel kennt. Wann die Monster kommen? Vor oder nach Mitternacht? Wir wissen es nicht. Nichts ist plan- oder vorhersehbar. Manchmal ist erst nur einen Schatten zu erahnen, dann hört man ein Tapsen, ein furchterregendes Schnauben. Ein anderes Mal kommen sie stampfend Kurze Zeit später wache ich mit einem Fuß im Ohr auf. mit lautem Gebrüll, schäumend vor Wut. Mal kommt erst ein, dann Stunden später das andere kleine Monster. Uns wohlgesonnen oder übellaunig? Wir haben keinen Einfluss darauf.mal dürstet es sie alle halbe Stunde, dann wiederum bringen sie ein halbes Dutzend schwer atmende Holzfäller aus Kanada mit, die mit Kettensägen 100 Jahre alte Eichen roden so klingt es jedenfalls. Wenn ich dann doch mal kurz einnicken kann, wache ich kurze Zeit später mit einem Fuß im Ohr oder einem Po im Gesicht auf.wegdrücken bringt nichts, wie Federn aus Stahl schnellen die Gliedmaßen der kleinen Monster wieder zurück. Manchmal lege ich meinen Arm um sie, um ihre Gunst zu gewinnen und die Wut zu besänftigen. Egal wie oft ich es probiere, der Arm wird rüde weggeschubst, Zärtlichkeit vehement abgewiesen. Ich habe darüber keine Kontrolle. Unser Bett hat Übergröße, trotzdem reicht es nicht. Neulich konnte es meine Frau nicht mehr ertragen und ist ins Kinderzimmer geflüchtet. Kaum eine halbe Stunde später folgte ihr das erste kleine Monster, nach ein paar Minuten das andere. Da lagen sie dann, zwei kleine Monster und meine Frau zu dritt auf 90 mal 200 Zentimetern. Ich fand es sehr erholsam, meine Frau nicht. Florian Zettel, 34, ist Medienjournalist. Er lebt mit seiner Frau und zwei Töchtern (vier und fünf Jahre) in Hamburg. Klicken, backen, knuspern Unser Rezept für Pfefferkuchen und der Link zum Bauplan für das Haus Rezept für Pfefferkuchen Zutaten: 250 g dunkler Sirup 150 g Zucker 100 g Margarine 1 Ei 500 g Mehl Lebkuchengewürz 1 EL Kakao 5 g Hirschhornsalz, 5 g Pottasche (oder 1 Päckchen Backpulver) So geht's: Geben Sie Sirup, Zucker, Margarine und Ei in einen Topf. Unter Umrühren erwärmen Sie die Masse, bis alles gut vermischt und zähflüssig ist. In einer Schüssel vermengen Sie Mehl, Kakao und Lebkuchengewürz. Damit der Teig aufgeht, fügen Sie Hirschhornsalz und Pottasche zu, verrührt mit 2 EL Wasser; Sie können aber auch Backpulver verwenden. Sirupmasse zum Mehl geben und dann: kräftig kneten! Sie können den Teig bis zu einer Woche kühl lagern. Zum Ausrollen Fläche und Teigrolle mit Mehl bestäuben. Dann können Sie die Teile für das Pfefferkuchenhaus ausschneiden oder Plätzchen ausstechen. Backzeit: etwa 15 Minuten bei 190 Grad. Backstube mit Zwergen In der bekannten Zwergen- Buchreihe sind inzwischen auch Plätzchen- und Weihnachtskuchenrezepte erschienen. Die kleinen Wesen backen zum Beispiel: süße Brezeln, Nuss-Gebäck, Kirschkugeln, Apfel-Marmeladen-Kuchen oder Advents- Quiche. Elke und Timo Schuster: Zwergenstübchen Weihnachtsbäckerei. Kaufmann-Verlag Seiten, 9,95 Euro. Oder im Geschenkset mit Ausstechförmchen: 14,95 Euro. So sieht's aus, wenn's fertig ist: ein lecker verziertes Pfefferkuchenhaus für die Vorweihnachtszeit. Sonja Claußen, Mitarbeiterin beim Verband Evangelischer Kindertageseinrichtungen in Schleswig-Holstein, hat es gebaut. Und es ist gar nicht schwer, diesen Wunsch aller Kinder zu erfüllen: Das Rezept für den Teig steht im Kasten links. Schablonen für die Hausteile und eine ausführliche Anleitung finden Sie auf unserer Internetseite. Also klicken, backen, knuspern: Tipps für kleine Bäcker Die Maus in der Küche Hier backt die Maus: Das Buch enthält Rezepte für Kuchen und Plätzchen - nicht nur zur Weihnachtszeit. Wie man's macht, wird Kindern Schritt für Schritt erklärt. Trotzdem sollten Erwachsene mit Back-Erfahrung dabeisein. Die Maus Mein erstes Backbuch. Verlag: Schwager & Steinlein Seiten, 4,99 Euro. Krippe aus Lebkuchen Diese Geschichte schmeckt uns: Mit den Ausstechformen in diesem Set und dem Lebkuchenteig oben machen Sie die Weihnachtsgeschichte anschaulich. Eine gute Idee für die Adventszeit mit Kindern. Das Set umfasst: drei Ausstechformen für den Stall, je eine für Maria, Josef (bzw. Hirten), Krippe mit Christuskind, Esel, Stern, Könige, Kamele und Palmen. Rezepte und eine Anleitung zum Aufbauen liegen bei. 19,95 Euro plus Versandkosten, Bestellung bei: VERLOSUNG Sie können die Backbücher oder die Ausstechformen gewinnen! Wir verlosen je ein Exemplar. Schicken Sie einfach bis eine Postkarte oder eine Mail an: Evangelische Kitazeitung Diakonisches Werk Hamburg Ulrike Kotthaus Königstr Hamburg Die Gewinner unserer Leseraktion in der Ausgabe 2/2014, Mach mal Pause : Fair gehandelter Fußball: Dalila Mecker, Lübeck; Elisa Kronfoth, Wohltorf; Nina Vollmer, Schenefeld Bücher: Radwanderbuch zum Mönchsweg Verena Hahn, Leezen Hector und die Entdeckung der Zeit Udo Jürgens, Hamburg Raus! 55 Kreativideen für Wasser, Wald und Wiese Familie Rücker, Langenhorn Leinen los, Seeräubermoses! Ulrich Palmer, Brande-Hörnerkichen Watt für Entdecker Michaela Grasmeier, Hamburg

7 Evangelische Kitazeitung, 2. November 2014 Evangelische Zeitung DAS JOURNAL Anzeigen 7

8 8 Hamburg Evangelische Kitazeitung, 2. November 2014 Evangelische Zeitung DAS JOURNAL Die Kinder-Gärtner Säen, gießen, ernten: Gartenprojekt in der Kita Nord-Barmbek Bildung für nachhaltige Entwicklung ist in der Evangelischen Kita Nord- Barmbek mit Händen zu greifen. Im Sommer 2013 startete das Projekt Kinder-Garten im Kindergarten vom Gärtnern zur Umweltbildung. Inzwischen ist das Projekt in den Kita-Alltag integriert, sagt Leiterin Ewa Zempel. Einmal pro Woche kommt die ausgebildete Gärtnerin Dietlind Reunitz in die Kita. Sie ist außerdem Diplom-Ingenieurin für Freiraumplanung und hat mit dem Ein Schatz aus der Erde: Kartoffelernte. Kita-Team bereits das naturnahe Konzept für das Außengelände entwickelt. Zur Kita gehören zwei Krippen- und eine offene integrative Elementargruppe. Die Gärtnerin arbeitet in einer offenen Gruppe mit überwiegend älteren Elementarkindern. Durch weitere Kinder, die wechselnd dazukommen, oder besondere Aktionen mit Jüngeren wird das Projekt in die gesamte Kita getragen. Erzieherin Angelika Rechter führt die inhaltlichen Themen in der täglichen Gruppenarbeit fort und unterstützt mit weiteren Kolleginnen die Pflege der Pflanzen. Zum Beispiel haben die Kinder schon Lavendelblüten geerntet, getrocknet und Duftsäckchen genäht. Auf der Dachterrasse der Kita ist eine grüne Oase mit Pflanzkästen voller Kräuter, Gemüse und Blumen entstanden. Im Außengelände hinter dem Kita- Gebäude betreut die Gartengruppe zwei Hochbeete und Obstgehölze. Warum haben die Pflanzen unterschiedliche Blätter? Warum fühlen sie sich verschieden an? Warum braucht die Erbse Wasser? Das sind drei der vielen Kinderfragen in der Gartengruppe. Gemeinsam wird dann nach Antworten Gemüse aus dem eigenen Garten: Kinder schneiden Mangold fürs Mittagessen. gesucht, beobachtet, geforscht und gestaunt. Mit der Lupe entdecken Kinder, wie unterschiedlich Pflanzensamen aussehen, bevor sie sie aussäen. Sonnen- und Ringelblumen, Mangold, Kürbis und Co. werden beim Wachsen beobachtet. Bei der Pflege der Pflanzen ist das fürsorgliche Gießen bei jüngeren wie älteren Kindern besonders beliebt. Am Beispiel der Erbse wurde ein gesundes Gemüse erforscht, um mitzuerleben, wie es keimt, wächst, blüht und Schoten bildet. Eine enge Verknüpfung gibt es mit der kitaeigenen Küche unter Leitung von Hauswirtschafterin Bärbel Roza. Zum Beispiel bereiten die Kinder Quark mit selbst geernteten Kräutern zu. Oder sie ernten Mangold und bereiten ihn zum Kochen vor. Voller Stolz finden sie ihren Mangold dann in der Gemüselasagne beim Mittagessen wieder. Wir sind auf dem Weg Nachhaltigkeits-Check mit Kita ökoplus : das Beispiel der Volksdorfer St.-Johannes-Kita Kita ökoplus, ein Projekt im Kirchenkreis Hamburg-Ost,unterstützt evangelische Kitas auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit. Ein Team von Fachleuten macht zunächst eine Bestandsaufnahme in zwölf Bereichen von Abfall bis Umweltbildung.Dann werden gemeinsam Verbesserungen entwickelt,und die Fachleute begleiten die Umsetzung. Das Symbol von Kita ökoplus ist eine Blume mit einem Schmetterling. Sie ist auf einem Holzschild in der Kita zu sehen. Jedes Blütenblatt steht für einen Bereich sobald die Kita hier einen bestimmten Standard erreicht hat, bringt sie auf dem Blütenblatt den entsprechenden Schriftzug an. In der Evangelischen Kita St. Johannes Volksdorf (zwei Familien-, eine Krippengruppe) begann die einjährige Projektphase im Frühjahr 2014 mit einem Teamtag. Wie Kita ökoplus seither umgesetzt wird, berichtet Mitarbeiterin Konstanze Jacob: Als wir von Kita ökoplus hörten, dachten wir, dass wir uns ohnehin auf dem Nach dem Auftakt-Gottesdienst: Kita-Kinder und Gemeindemitglieder mit dem Kita-ökoplus-Schild. Weg befinden, den das Projekt zeigt. Deshalb war es gut, einmal eine Bestandsaufnahme zu machen. Die Aufteilung in die Blütenblätter ist hilfreich, um in jeden Bereich hineinzuschauen und festzustellen: Was ist schon erreicht? Und wohin wollen wir noch kommen? In einem Gottesdienst konnten wir dann den Eltern und anderen Gemeindemitgliedern präsentieren, was schon geschafft ist. Denn in einigen Bereichen erfüllt unsere Kita bereits die Anforderungen von Kita ökoplus, und zwar bei Energie und Wasser, Abfall, Büro, Umweltbildung und Religionspädagogik. Allen Bereichen gemeinsam ist: Es geht immer um die Haltung, die in unserer Kita gelebt wird. Es ist unser gelebtes Vorbild, das die Kinder (und ihre Eltern) wahrnehmen. Ein aktuelles Beispiel ist Erntedank: Über das kirchliche Erntedankfest hinaus beschäftigen wir uns mit den Kindern jedes Jahr ausgiebig mit dem Thema Danken für das, was wächst. Wir lassen im Frühjahr Bohnen keimen und beobachten ihr Wachstum den Sommer über, bis die Kinder sie dann im Herbst ernten und natürlich auch gemeinsam verzehren können. Oder die Kinder mahlen Körner selbst, aus denen dann Brot gebacken wird. So praktisch erfahren wir Achtung davor, wie Nahrung entsteht und zubereitet werden muss und Achtung vor dem Schöpfer, dem wir durch alle diese Aktionen danken. Mehr Infos:

9 Evangelische Kitazeitung, 2. November 2014 Evangelische Zeitung DAS JOURNAL Hamburg 9 Mehr Personal der Kinder wegen Brandbriefe und Demonstration: Mehrere hundert Kitas fordern Stadt zum Handeln auf In diesem Herbst rumort es in den Kitas und vor dem Rathaus: Über 500 Kita-Leitungen haben Protestbriefe an den Bürgermeister geschrieben und am 2. Oktober dem Senat überreicht. Sie machen auf die Überlastung der Fachkräfte aufmerksam und fordern bessere Rahmenbedingungen für die Arbeit in den Kitas. Außerdem sammelt ein trägerübergreifendes Netzwerk von Eltern und Pädagogen Unterschriften und hat zusammen mit den Gewerkschaften eine Demonstration für mehr Personal im Krippen- und Elementarbereich organisiert. Uta Lewandowski, Kita-Fachreferentin im Diakonischen Werk Hamburg, erläutert die Kernpunkte des Konflikts. Was steht hinter den Protesten der Kita-Leitungen und des Netzwerks? Uta Lewandowski:Vor zehn Jahren mit der Einführung des Kita-Gutschein-Systems haben sich die Arbeitsbedingungen in den Kitas verschlechtert. Gleichzeitig sind die Anforderungen an das Personal enorm gestiegen, ohne dass die Stadt die Personalausstattung entsprechend angepasst hat. Inzwischen sind die Fachkräfte an ihre Belastungsgrenze gekommen. Hohe Krankenstände und Fälle von Burnout sind die Folge. Eine aktuelle wissenschaftliche Studie hat nachgewiesen, dass Hamburg im westdeutschen Vergleich das Schlusslicht in der Krippenbetreuung ist: Hier müssen sich sieben Kleinkinder die Aufmerksam einer Erzieherin teilen. Laut Studie sollten es aber höchstens drei sein. Worum geht es im Einzelnen? Die Kita-Leitungen fordern mehr Personal unter anderem im Krippenbereich und die Berücksichtigung von Ausfallzeiten wie Urlaub, Krankheit und Fortbildung sowie Zeiten für die sogenannte mittelbare Pädagogik. Was bedeutet denn mittelbare Pädagogik? Neben der direkten Betreuung der Kinder haben die pädagogischen Fachkräfte viele andere Aufgaben. Sie entwickeln und planen Bildungsangebote, Projekte und Aktionen. Zeit für Planung, Vorbereitung, Organisation und Zusammenstellung von Vor der Übergabe der Protestbriefe an den Senat. Materialien ist wichtig für die erfolgreiche Arbeit mit den Kindern. Weitere Aufgaben sind die Beobachtung der Kinder und die Dokumentation ihrer Entwicklung sowie die Gespräche mit den Eltern. Auch der Austausch mit anderen Fachkräften gehört zur professionellen Arbeit. Alle diese Zeiten sind nicht in der Berechnung der Personalausstattung berücksichtigt. Foto: Stephan Pflug Was bedeutet die unzureichende Personalausstattung in der Krippe für die gesamte Kita? Angesichts der dünnen Personaldecke im Krippenbereich verschlechtert sich die Betreuung bei Personalausfall weiter. Denn Vertretungsstunden werden von der Stadt nicht bezahlt. In den Kitas wird Ausfall in der Krippe oft durch interne Vertretung aus dem Elementarbereich gelöst. Das bedeutet: Der geringe Personalschlüssel in der Krippe führt zu einer instabilen Personalsituation der gesamten Kita. Warum gerade jetzt dieser Aufschrei aus den Einrichtungen? Die Verhandlungen mit der Stadt Hamburg über einen neuen Landesrahmenvertrag ab 2015 sind ins Stocken geraten. Fachleute fordern, dass nach dem Ausbau an Plätzen und der Beitragsbefreiung für die Familien jetzt die Fachkraftstunden zum Wohle der Kinder schnellstmöglich angepasst werden müssen. Doch leider hat die Stadt Hamburg einer besseren Betreuungssituation der Kinder in den Verhandlungen eine Absage erteilt. Was können die Eltern tun? Eltern können das Gespräch mit den Fachkräften in ihrer Kita suchen und ihnen den Rücken stärken. Denn dass die Kitas trotz der schlechten Bedingungen eine hohe Qualität aufrechterhalten, ist dem persönlichen Einsatz und hohen Engagement der Erzieherinnen und Erzieher zu verdanken, die viele Aufgaben sogar in ihrer Freizeit erledigen und oft bis an den Rand der Erschöpfung arbeiten. Außerdem können sich die Eltern bei den Kitaleitungen über weitere Aktionen informieren und auf die Website des Netzwerks schauen. Meisterwerke bestaunen Neues Motiv der Hamburger Kita-Kampagne Im Oktober haben die Evangelischen Kindertagesstätten mit Wunderbare Meisterwerke ihre Werbekampagne fortgesetzt. Ergänzt wurde das Plakatmotiv mit der grünen Raupe durch ein zweites, bei dem sich die Raupe in einen gelben Schmetterling verwandelt hat und der Slogan lautet: Frei sein. Natur begreifen. Schöpfung achten. Gottes Schöpfung zu erfahren, sie draußen in der Natur im Wortsinne zu begreifen und darum achten und lieben zu lernen: Das vermitteln die Kitas den Kindern. Gemeinsam mit den Fachkräften entdecken und bestaunen sie die Meisterwerke Gottes und ihre wunderbaren Wandlungen. Religionspädagogische Arbeit ist hier eng verzahnt mit naturwissenschaftlichem Forschen und der Entwicklung von Kompetenzen zur eigenverantwortlichen Gestaltung der Umwelt. Damit erfüllen die Kitas einen wichtigen Bereich der aktuellen Hamburger Bildungsempfehlungen: Auch Bildung für eine nachhaltige Entwicklung gehört jetzt zum Auftrag der Kindertageseinrichtungen. Eine Nummer für alle Fragen Neues ServiceTelefon für Kirche und Diakonie: 040/ Eltern haben viele Fragen: Zum Beispiel, wo sie ihr Kind taufen lassen können. Oder wo sie ein günstiges Kinderbett finden. Und wenn die Kleinen in die Schule kommen, brauchen die Großen manchmal jemanden, der sie berät und beruhigt. Wohin können sie sich wenden? Seit Kurzem gibt es eine Nummer für alle Fragen rund um Kirche und Diakonie in Erster Preis für Plakat Vorschulkinder der Evangelischen Kita auf der Veddel haben bei einem Poster-Wettbewerb zum Thema Handwerk den ersten Platz in Hamburg gewonnen. Die Handwerkskammer Hamburg überreichte den jungen Kreativen einen Scheck in Höhe von 500 Euro. Die Mitmachaktion sollte Kinder spielerisch an das Handwerk heranführen. Bundesweit nahmen 220 Kindertagesstätten teil. Foto: Edda Teneyken Hamburg: Unter 040/ ist das ServiceTelefon wochentags von 8 bis 20 Uhr erreichbar. Die sechs Mitarbeiterinnen sind Studentinnen der Theologie oder der Sozialen Arbeit und Diakonie. Falls sie nicht sofort eine Auskunft geben können, machen sie sich schlau und rufen zurück. Oder sie stellen direkt an die richtigen Ansprechpartner durch. Leiterin Simone Zander hat schon ungewöhnliche Anfragen erlebt. So wollte eine Dame ihr kostbares Porzellan aus Bulgarien verschenken, jedoch nur an Landsleute. Zander vermittelte an die Bulgarische Gemeinde, dort wurde die Anruferin ihr Geschirr los. Das ServiceTelefon ist beim Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreisverband Hamburg angesiedelt.

10 10 Schleswig-Holstein Evangelische Kitazeitung, 2. November 2014 Evangelische Zeitung DAS JOURNAL Wühlmäuse im Kleingarten Die Lübecker Janusz-Korczak-Kita nutzt Parzellen in einer Laubenkolonie Von Susanne Landgraf Enten sind gelb, Kühe lila und Käfer eklig... Solchen Bildern wollte das Team der Evangelischen Kita Janusz Korczak in Lübeck etwas entgegensetzen und Kindern echte Naturerfahrungen ermöglichen. Dabei begnügten sich die Mitarbeiterinnen nicht mit regelmäßigen Waldspaziergängen: Sie übernahmen Parzellen in einer nahen Kleingartenanlage; entrümpelten und entkrauteten die ungepflegten Flächen, gruben um, bauten Brunnen, Hütten und einen neuen Gartenzaun. Eine Kindergartengruppe wurde direkt im Kleingarten angesiedelt, um sich dort mit Säen und Ernten, mit Tieren und Pflanzen zu beschäftigen. Das war vor fünf Jahren. Von Anfang an gestalteten die Kinder der Wühlmausgruppe den Garten mit. Sie legten Beete an, trugen Steine, bestimmten Insekten und pflanzten Erdbeeren. Das Konzept geht auf: Die Kinder nehmen die Natur hautnah wahr. Sie lernen mit und in ihr zu leben, wissen sie zu schätzen und zu schützen. Ihre Entwicklung bekommt dadurch andere Anreize als im regulären Kita-Alltag. Und eine weitere Erkenntnis: Die Matsch-Ecke im Kleingarten ist die schönste Sandkiste der Welt! Jeden Monat gibt es in der Wühlmausgruppe drei besondere Projekte. Vor Kurzem beschäftigten sich die Kinder mit Farben. Sie gingen auf Entdeckungsreise im Kindergarten und im Kleingarten, suchten Farben und verglichen sie. Findet sich das Rot vom Legostein auch in der Natur? Für Enes (3) ein klarer Fall: Die Tomate ist rot. Und Schwarz gibt's auch, meinte Justus (4): In der Erde! Die Kinder experimentierten mit Naturfarben und Wasser, tobten im Garten und spielten Farbbewegungsspiele: Alle Kinder suchen sich dabei im Garten einen Ort, der zur aufgerufenen Farbe passt. Katharina (4) hat ihren Platz schnell gefunden: beim Kürbis. Er ist orange, das ist ihre Lieblingsfarbe. Susanne Landgraf leitet die Evangelische Kita Janusz Korczak in Lübeck. Der Natur ganz nah: Emely und Vanessa greifen begeistert in die Erde, Katharina sitzt auf einem Kürbis und füllt die Gießkanne, Priya erntet. Fotos: Maren Rieß / Susann Wiegers Die Schöpfung zwischen den Zehen fühlen ErdeWoche: Wie Kitas zum Entdecken, Nachdenken und Staunen anregen ZUM NACHMACHEN Schöpfungspsalm mit Bewegung Viele Evangelische Kitas in Schleswig- Holstein beteiligten sich im Oktober an der Schöpfungswoche unter dem Motto Unsere Erde toll gemacht. Beispielhaft stellen wir Projekte an zwei Orten vor. Hochbeet und Vulkan In Neumünster reicht eine Woche nicht. Denn die Kinder der Evangelischen Kita Kleine Arche haben unzählige Fragen. Der fünfjährige Connor bringt seine Lieblinge ins Spiel: Vor den Tieren, da waren doch die Dinosaurier oder? Gleich folgt der nächste Gedanke: Es liegt so viel Müll auf der Erde, wo geht der hin? Schwups, ist das Thema Recycling auf dem Tisch. Kita-Leiterin Susanne Breiholz und ihr Team haben noch viel vor: Da bricht in der Kita ein schäumender Vulkan aus, nachgestellt mit Essig und Backpulver. Während einer Waldwoche sammeln die Kinder Tannenzapfen und Schneckenhäuser, mit etwas Gips werden daraus Fossilien. Und im Sommer wuchsen im Hochbeet im Kita-Garten Karotten und Tomaten. Wenn die mal nicht für alle reichen, wissen die Kinder: Die Erde kann nicht unbegrenzt geben, und man muss auch mal teilen. Nachdem die Kinder die Schöpfungsgeschichte in der Kita gehört hatten, wollten sie sie zu Hause ebenfalls vorgelesen bekommen, erzählen Eltern. Auch dabei tauchen Fragen auf: Ist Gott im Himmel und kann er uns eigentlich alle sehen? Die Erzieherinnen sind vorbereitet, antworten kindgerecht. Das eigene Erleben steht im Vordergrund, erklärt Breiholz: Hier geht es um Schöpfung wir gehen barfuß raus und fühlen sie zwischen den Zehen. Fußspuren im Sand Aus der Paul-Gerhardt-Kirchengemeinde in Lübeck berichtet Pastorin Carola Scherf: Was wir im Leben haben, ist ein Geschenk. Deshalb haben wir mit einem,staunspaziergang durch die Schöpfung begonnen. Die Kinder haben nach der Sonne geschaut, nach den Tieren, nach dem Gras. Gemeinsam haben wir Verse aus Psalm 104 mit Bewegung gesprochen (siehe Kasten). Aus dem, was die Kinder gesammelt haben, ist ein Schöpfungs- Bodenbild entstanden. Danach gab es eine Geschichte zu Gottes Spuren in der Welt. Sie handelt von einer Wüstenwanderung: Wir können Gott zwar nicht hören, nicht sehen und nicht anfassen, aber wir erkennen ihn in der Welt, die er gemacht hat, und auch in den Menschen. Die Kinder waren ganz bei der Sache, und sie erzählten wie die Eltern berichteten zu Hause noch lange davon. Beim Familiengottesdienst zum Abschluss war die Kirche voll mit Familien aus den Kitas St. Lazarus und Herrenhaus. Mit selbstgebastelten Rasseln aus Naturmaterialien ließen die Kinder im Gottesdienst ein Erdorchester erklingen, und in echtem Sand mitten in der Kirche durften sie ihre eigenen Fußspuren hinterlassen. Weitere Berichte und Bilder finden Sie auf unserer Website: Gott, du bist so groß! (Arme über dem Kopf ausbreiten) Du kleidest dich prächtig und schön. (Arme am Körper runterstreichen) Du hüllst dich in Licht wie in einen Mantel. (Arme vor dem Körper hin und her bewegen und sich dann umarmen) Du spannst den blauen Himmel aus wie ein Zeltdach. (Arme waagerecht über dem Kopf ausbreiten) Vom Himmel schickst du Regen herab auf die Berge. (Mit den Fingern nach unten regnen lassen) Du lässt das grüne Gras wachsen für die Tiere und die Pflanzen. (Mit den Fingern von unten nach oben Gras wachsen lassen) Du hast den Mond und die Sonne gemacht. (Kreise mit den Händen machen) Du öffnest deine Hand, und alle werden reichlich satt. (rechte Hand ausstrecken) Gott freut sich an dem, was er gemacht hat! (zweimal hüpfen) Übertragen von Carola Scherf

11 Evangelische Kitazeitung, 2. November 2014 Evangelische Zeitung DAS JOURNAL Schleswig-Holstein 11 Kinder, ihr habt Recht auf Spielraum! Spiele nach dem Gottesdienst Weltkindertag 2014 in Leck und Rendsburg: Spielwelt an der Kirche, Sitzungsraum in Kinderhand Kinder erobern Kitaforum Nur nichts verschütten: Die Geschwister Ranim (7), Darin (6) und Ibrahim (3) schaffen alle Hürden. Pia (5) hangelt sich geschickt durch die Seile. Und zum Abschluss des Fests in Leck: gemeinsames Singen in der Kirche. Alles muss klein beginnen, sangen Kleine und Große beim Gottesdienst am 20. September in der St.-Willehad-Kirche in Leck. Familien aus den Evangelischen Kitas Achtrup, Stadumer Arche, Schwalbennest, dem Waldkindergarten und dem Evangelischen Montessori Kinderhaus in Leck feierten gemeinsam mit ihrer Kirchengemeinde den Weltkindertag unter dem Motto Kinder haben Rechte auf Spiel-Räume. Nach dem Gottesdienst ging es nach draußen. Die Kita-Teams hatten rund um die Kirche eine fantasievolle Spielwelt aufgebaut. Die Kinder krabbelten durch den weitläufigen Parcours aus Kartons, balancierten über eine handgeknüpfte Hängebrücke aus Seilen, backten Stockbrot am offenen Feuer oder experimentierten mit künstlich erzeugten Wasserstrudeln. Die Eltern hatten Kaffee und Kuchen mitgebracht. Ein gemeinsamer musikalischer Abschluss rundete das Fest ab. Die drei Pastoren der Kirchengemeinde Leck hatten den Weltkindertag gemeinsam mit den Kita-Teams vorbereitet. Der Kirchengemeinde sei es sehr wichtig, mit ihren Kitas zusammenzuarbeiten und sie religionspädagogisch zu begleiten, so Pastor Stefan Möbius, umso mehr, als die Rechtsträgerschaft aus Der Verband Evangelischer Kindertageseinrichtungen in Schleswig-Holstein e.v. (VEK) lud anlässlich des Weltkindertags Kinder aus einer benachbarten kirchlichen Kita ins Evangelische Kitaforum in Rendsburg ein, wo sie nach Herzenslust tanzen, toben und spielen durften. Für drei Stunden verwandelte organisatorischen Gründen ans Kitawerk abgegeben wurde. Alle zwei Jahre soll es eine große Veranstaltung von Kirchengemeinde und Kitas rund um die Kirche geben, wünscht sich der Pastor das Gelände ist wie geschaffen dafür. WELTKINDERTAG Landesweite Aktionen Evangelische Kindertageseinrichtungen in ganz Deutschland weisen jedes Jahr am Weltkindertag nachdrücklich auf die Rechte von Kindern hin. In diesem Jahr rückte die Bundesvereinigung Evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder e.v. (BETA) das Recht auf Spiel-Räume in den Blick. Bereits Wochen vor dem Weltkindertag hatten Kitas Projekte zum Thema durchgeführt. Mit Gottesdiensten am 20. September fanden viele Aktionen ihren feierlichen Abschluss. Alle Bälle fliegen hoch: schwungvolle Spiele am Evangelischen Kitaforum. Kiara (6) auf großer Fahrt. sich der Raum, der sonst der Fortbildung von Erwachsenen vorbehalten ist, in ein Spielparadies für Kinder. Wir können die Räumlichkeiten nur vorübergehend so nutzen, erklärte VEK-Geschäftsführer Markus Potten, der an diesem Vormittag persönlich das Springseil für die Kinder schwang. Aber wir wollen ein Zeichen setzen und darauf hinweisen, dass unsere Gesellschaft noch einen weiten Weg zu gehen hat, um als wirklich kinderfreundlich zu gelten. Wo im öffentlichen Raum rechnen wir heutzutage selbstverständlich mit der Anwesenheit und den Bedürfnissen von Kindern? Unsere skandinavischen Nachbarn sind uns da weit voraus, meinte Potten und betonte: Kinder haben ein Recht auf Spiel-Räume, und wir wollen ihnen Mut machen, dieses Recht auch einzufordern. Vorbild St. Martin: Lübecker Kita unterstützt soziale Projekte Von Inga Waldeck Die Evangelische Kindertagesstätte St. Augustinus in Lübeck hat derzeit einen dichten Terminplan: Jährlich um den St.-Martins-Tag unterstützen Kinder, Erzieherinnen und Eltern gemeinsam Projekte für notleidende Menschen. Wir nehmen uns den Heiligen Martin als Vorbild, erläutert Kita-Mitarbeiterin Anke Prokisch. Martin von Tours teilte seinen Mantel und wärmte damit einen frierenden Bettler. So bringen wir den Kindern ganz plastisch die Bedeutung von Teilen und Schenken bei. Wichtig ist uns, dass man nicht nur materielle Dinge, sondern auch Zeit und Gefühle teilen und damit Freude bereiten kann. Jede Kita-Gruppe hat ein eigenes Projekt. So packt die Mondgruppe liebevoll gestaltete Lebensmittelpakete für die Lübecker Tafel. Die Sonnengruppe packt Pakete für Menschen ohne Obdach (MOO), ein Jugendprojekt der Kirchengemeinde St. Jürgen und der Vorwerker Diakonie. Jugendliche engagieren sich hier ehrenamtlich für Obdachlose. Bei der Übergabe der Pakete an das MOO-Team erfahren die Kinder dann vom Leben der Obdachlosen. Ein besonderes Ereignis ist das jährliche Weihnachtskonzert, das die Vorschulkinder der Kita in einem Altenpflegeheim geben. Und die Kinder helfen nicht nur in Lübeck, sondern auch im fernen Äthiopien: Die Kita hat sich einem Projekt der Kirchengemeinde angeschlossen, das seit über 30 Jahren ein Waisenhaus in Sabata unterstützt. Die Erlöse aus dem jährlichen St.-Martins-Fest spendet die Kita für die Förderung äthiopischer Mädchen. Inga Waldeck ist Pressereferentin im Kitawerk Lübeck.

12 12 Impulse Evangelische Kitazeitung, 2. November 2014 Evangelische Zeitung DAS JOURNAL Das Schäflein im Opferstock Mein wunderbarer Eltern-Alltag: Was man übers Spenden in der Kirche wissen muss Kreativ und fair Kreativ sein, teilen, spenden dazu lädt Weihnachten weltweit ein. Die ökumenische Mitmach-Aktion im Advent richtet sich an Kinder von drei bis sieben Jahren, vor allem im Kindergarten oder im Kindergottesdienst. Im Mittelpunkt stehen fair gehandelte Weihnachtskugeln und -sterne. Fair bedeutet: Die Produzenten in den Ländern des Südens bekommen einen angemessenen Anteil am Erlös. Die Pappmaschee-Kugeln werden im Norden Indiens hergestellt, die Sterne aus Recyclingpappe kommen aus Peru. In Deutschland können Kinder kreativ werden und die Kugeln und Sterne individuell gestalten. Begleitend ermöglichen die pädagogischen Materialien einen Blick in die Lebenswelt von Gleichaltrigen auf anderen Kontinenten. Auch Bausteine für Familien- und Kindergottesdienste sind praxisnah aufbereitet. Die Kugeln und Sterne werden zu einem besonderen Geschenk. Man kann sie an den eigenen Tannenbaum hängen oder auf einem Weihnachtsbasar verkaufen, um mit dem Erlös internationale Hilfsprojekte für Kinder zu unterstützen. Hinter Weihnachten weltweit stehen die kirchlichen Hilfswerke Adveniat, Brot für die Welt, Misereor und das Kindermissionswerk Die Sternsinger. Ein Set mit zehn Kugeln bzw. Sternen kostet 20 Euro inklusive Versand. Bestellung unter BERATUNGSSTELLEN Ihr Weg zur Beratung Von Lauenburg bis Westerland, von Brunsbüttel bis Kiel: Evangelische Erziehungsund Familienberatung ist an mehr als 30 Orten in Schleswig-Holstein und Hamburg präsent. Die nächste Beratungsstelle finden Sie über das bundesweite Internetportal Von Christine Senkbeil Es ist dieses leise Pling, das die Aufmerksamkeit meiner Tochter bekommt. Dabei erzählt der Kirchenführer so interessant über Backsteingotik, weist auf hohe Bögen und schwärmt vom Licht. Maries Kopf aber dreht sich nach dem Pling um, das immer dann entsteht, wenn ein Geldstück durch das geschwungene Metallrohr des Opferstockes rauscht und schließlich hart auf seine Kollegen schlägt. Das ganze Kind wendet sich in Richtung Eingangsportal und zieht mich aus der Besuchergruppe. Die Leute schmeißen hier Geld rein, flüstert sie mir in einem Ton zu, den Sherlock Holmes verwendet, wenn er Dr. Watson in einen Fall einführt. Und ich weiß nicht, wo das wieder rauskommt. Das Kind untersucht den Opferstock von allen Seiten. Unten lugt ein Vorhängeschloss hervor. Den Schlüssel hat nur der Pastor, erkläre ich vorbeugend bestrebt, in absehbarer Zeit wieder zu den Strebepfeilern wechseln zu können. Doch der kleine Detektiv im Leib meiner Tochter ist erwacht: Wir müssen rausfinden, warum die Leute hier ihr Geld reinwerfen. Pastor, ist das ganze Geld für dich? Und dann geschieht ein kleines Wunder. Der Pastor mit dem goldenen Schlüssel erscheint und macht sich am Opferstock zu schaffen. Verschwörerisch zwinkert er mir zu und bedeutet mir, dass ich ruhig wieder zur Führung gehen kann. Ist das alles für dich?, höre ich mein Kind noch fragen. Der Pastor lacht und setzt zur Erklärung über Brot für die Welt an: Dass wir etwas von unserem Geld spenden, damit in einem anderen Teil der Welt Brot für arme Kinder gekauft werden kann, und manchmal vielleicht auch ein Eis. Denn jedes Kind braucht mal ein Eis. Der Mann mit dem Schlüssel zur Wunderkasse ist der Held des Tages. Sogar das Geld zählen durfte Marie noch mit ihm. Nun, im Gottesdienst, lauscht sie gebannt seiner Predigt und fragt weder nach Eis noch nach Toilette. Aber über die Witwe wundert sie sich doch, als der Pastor predigt, die alte Frau habe ihr letztes Scherflein in die Kollekte geworfen. Ihr Schäflein?, ruft Marie mit schreckgeweiteten Augen. Sie hat ein Schäfchen in das schmale Rohr gesteckt? Kein Schäfchen, erklärt der Pastor geduldig. Ein Scherflein ist ein kleiner Geldbetrag. Vielleicht so viel wie heute ein Cent. Aber die Witwe hatte nicht mehr. Da kam ein reicher Kaufmann und lachte sie aus. Wem nützt ein Scherflein?', sagte er und warf drei große Goldstücke hinein. Da schämte sich die Witwe. Aber Jesus tröstete sie und sagte ihr, dass sie viel mehr hineingelegt habe als alle anderen, nämlich alles, was sie hatte. Der Detektiv hat keine weiteren Fragen. Die Runzeln auf der Stirn zeigen Zeichnung: Jonas Mekhalfia mir, dass der ganze Stoff in dem kleinen Kopf erst einmal sortiert werden muss. Ich drücke meiner Kleinen drei Geldstücke in die Hand, damit es am Ausgang dreimal pling machen kann. Und dann gehen wir hinüber zur Eisdiele. Aber das war doch für die Kollekte Zwei Euro, sagt die Dame hinterm Tresen lächelnd und streckt uns zwei Waffeln mit riesigen Schokokugeln entgegen. Noch bevor ich mein Portemonnaie aus der Tasche gekramt habe, öffnet sich die kleine Hand meines Kindes, und ein passendes Geldstück kommt zum Vorschein. Ich bezahl' schon!, erklärt sie lächelnd. Aber das war doch das Geld für die Kollekte, protestiere ich. Hast du das denn nicht reingeworfen? Doch! Eins, so wie die Witwe, erklärt Marie. Davon kriegt ein armes Kind ein Eis. Aber ich brauche auch mal ein Eis, hat der Pastor gesagt! Und für einen Moment gehen mir die Argumente aus. Als ich später nach der anderen Hand meiner Tochter greifen will, ist auch diese blockiert. Noch ein Geldstück umklammert sie. Das dritte. Und wofür hast du das vorgesehen? Das bringen wir jetzt zu der Witwe. Christine Senkbeil ist Redakteurin bei der Mecklenburgischen & Pommerschen Kirchenzeitung in Greifswald.

13 Evangelische Kitazeitung, 2. November 2014 Evangelische Zeitung DAS JOURNAL Anzeigen 13

14 14 Impulse / Kontakt Evangelische Kitazeitung, 2. November 2014 Evangelische Zeitung DAS JOURNAL IMPRESSUM Den Advent neu erleben Träumen, meditieren, schmunzeln: Jubiläum beim Kalender Der Andere Advent Dies ist die gemeinsame Marke der Evangelischen Kitas in Hamburg und Schleswig-Holstein. EVANGELISCHE KITAZEITUNG Erscheinungsweise: dreimal jährlich in Hamburg und Schleswig-Holstein in einer Auflage von Stück. Nächste Ausgabe: Die Ausgabe 1/2015 der Evangelischen Kitazeitung erscheint am 22. März Herausgeber: Evangelische Zeitung, Gartenstraße 20, Kiel, Tel. 0431/ , im Auftrag des VEK und des Ev. Kindertagesstättenverbandes Hamburg / DW Hamburg. Verantwortlich: Markus Potten, Geschäftsführer des VEK; Gerlinde Gehl, Fachbereichsleiterin im DW Hamburg. Redaktion: Ulrike Kotthaus (Leitung), Angelika Wurth, Detlev Brockes, Sven Kriszio Postanschrift der Redaktion: Evangelische Kitazeitung, c/o VEK, Lise-Meitner-Str. 6-8, Rendsburg, Verband Evangelischer Kindertageseinrichtungen in Schleswig-Holstein e.v. (VEK) Lise-Meitner-Str. 6-8, Rendsburg, Tel / , Fax 04331/ , Der VEK vertritt rund 600 Kindertageseinrichtungen in evangelischer Trägerschaft. Diese sind mit etwa Kita-Plätzen marktführend in Schleswig-Holstein. Der Kalendertitel zeigt ein leuchtendes Zelt in den Bergen des Kleinwalsertals. Zum 20.Mal erscheint in diesem Jahr der Kalender Der Andere Advent. Vom 29. November bis zum 6. Januar lädt er dazu ein, die Advents- und Weihnachtszeit neu wahrzunehmen. Der Kalender hat die stattliche Auflage von Exemplaren, Herausgeber ist der ökumenische Verein Andere Zeiten in Hamburg. Die Anfänge dagegen waren bescheiden: Der erste Kalender erschien 1995 mit einer Auflage von Stück, die damals noch verschenkt wurden. Zum Jubiläum heften die bisherigen 20 Titel zum Abziehen und Aufkleben im aktuellen Kalender. Er bietet zwischen erstem Advent und Dreikönigstag Texte zum Nachdenken, Träumen, Meditieren und Schmunzeln, zum Beispiel von Hilde Domin, Arno Geiger, Eckart von Hirschhausen und Meister Eckhart; dazu außergewöhnliche Bilder und Illustrationen auf 39 Doppelseiten. Mit dem Gewinn aus dem Kalenderverkauf fördert der Verein Andere Zeiten christliche Projekte im vergangenen Jahr mit einer Summe von knapp einer dreiviertel Million Euro. Neben dem Anderen Advent betreut der Verein zum Beispiel die Fastenaktion 7 Wochen anders leben, gibt ein Sonntags- und ein Trostbuch heraus und vertreibt einen Segens-Engel aus Bronze. Ziel des Vereins: Wir wollen einer kommerzialisierten Gesellschaft etwas Spirituelles entgegensetzen: Angebote, die helfen, die Zeiten des Kirchenjahres und die christlichen Feste wieder zu entdecken und sinnvoll zu gestalten. Bestellung: Der Kalender kostet acht Euro plus Versandkosten und ist zu bestellen bei: Andere Zeiten e. V., Fischers Allee 18, Hamburg, Telefon (040) , VERLOSUNG Wir verlosen drei Exemplare des Jubiläumskalenders! Einfach bis Postkarte oder Mail schicken an: Evangelische Kitazeitung Diakonisches Werk Hamburg Ulrike Kotthaus Königstr. 54, Hamburg Der Kalender ist zum 1. Advent bei Ihnen. ZUM LESEN UND SCHAUEN Evangelischer Kindertagesstättenverband Hamburg / Diakonisches Werk Hamburg Königstraße 54, Hamburg, Tel. 040 / , Fax 040 / ; und Der Evangelische Kindertagesstättenverband in Hamburg bündelt die Interessen von über 160 evangelischen Kitas mit rund betreuten Kindern und vertritt sie in der Öffentlichkeit. LÖSUNGEN SEITE 16 Zu den Hörnchen führt der Weg B. Meditativ durchs Jahr Beim Betrachten Ruhe und Inspiration finden, sich auf das Wesentliche besinnen jede Woche neu. Dazu regt der Kalender Jahresklänge 2015 an. Die 52 Blätter zeichnen sich durch inhaltliche Weite aus, die spirituellen Texte verbinden sich auf besondere Weise mit der künstlerischen Gestaltung. Jahresklänge J. F. Steinkopf Verlag, 12,95 Euro, Bestellung auch über Hamburger Erfindung Vor 175 Jahren hängte ein Hamburger Pastor, Johann Hinrich Wichern, den ersten Adventskranz auf. Davon erzählt dieses Pixi-Buch. Wichern hatte im Rauhen Haus Kinder und Jugendliche aus armen Familien aufgenommen entstand dort mithilfe eines Wagenrades der erste Kranz, damals noch mit vier weißen Kerzen für die Sonntage und mit roten Kerzen für die Wochentage. Somit ist der Adventskranz eine Hamburger Erfindung. Die Geschichte des Adventskranzes. Bestellung: /shop. Mindestbestellmenge: 10 Stück für 14,50 Euro plus Versandkosten. Mit Kindern durch den Advent Das liebevoll illustrierte Buch erklärt Kindern bis zum Grundschulalter (und auch Erwachsenen) unkompliziert und fröhlich die christliche Botschaft und Symbolik von Advent und Weihnachten. Für jeden Tag vom 1. Advent bis 6. Januar gibt es eine Doppelseite: mit einer Geschichte um die Kinder Lars und Franzi, dazu Bastelideen, Lieder, Gedichte, Informationen. Gitta Edelmann, Angela Fischer-Bick: AdventsZeit für Kinder. Friedrich-Wittig- Verlag ,95 Euro, Bestellung über

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16 16 Kinderseite Evangelische Kitazeitung, 2. November 2014 Evangelische Zeitung DAS JOURNAL

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