Kommunikationswissenschaftliche Nachwuchsforschung im Internet

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1 Kommunikationswissenschaftliche Nachwuchsforschung im Internet Ausgabe 2/2007 ( ) Printversion Ein Angebot der...

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3 Willkommen bei TRANSFER Liebe Leserin, lieber Leser, Hohenheim, Jena, Zürich, 1. Juli 2007 TRANSFER 02/07 ist nun online, diesmal mit einem Monat Verspätung, jedoch aus gutem Grund: Michaela Maier und Wolfgang Schweiger haben nach jahrelangem Engagement die Redaktion an ein neues Team übergeben. Das neue Team sind: Cornelia Jers: wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachgebiet für Kommunikationswissenschaft und Sozialforschung der Universität Hohenheim. Forschungsinteressen: Rezeptions- und Wirkungsforschung, Online-Forschung, Methoden empirischer Sozialforschung Denise Sommer: wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Grundlagen medialer Kommunikation und der Medienwirkung an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Forschungsinteressen: Rezeptions- und Wirkungsforschung, Anschlusskommunikation, Kommunikation in und zwischen Gruppen, politische Kommunikation Patrick Rademacher: wissenschaftlicher Assistent am IPMZ Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung der Universität Zürich, Abteilung für Medienökonomie. Forschungsinteressen: Onlineökonomie, Medienmarken und Reputation, Werbung Wir möchten Sie herzlich begrüßen und freuen uns sehr auf diese neue, spannende Aufgabe. TRANSFER soll auch in Zukunft die Plattform sein, um vierteljährlich auf exzellente Abschlussarbeiten aus unserem Fach aufmerksam zu machen. Unser Bestreben ist es, TRANSFER sowohl innerhalb der Fachgesellschaft als auch nach außen hin noch bekannter zu machen. Damit soll vor allem der Wert der Plattform für die hier veröffentlichten Arbeiten gesteigert werden, um unseren erfolgreichen Absolventen eine noch deutlichere Sichtbarkeit nach außen zu ermöglichen und den Wissenstransfer innerhalb unseres Faches zu verstärken. In den nächsten Wochen werden wir dazu die Ansprechpartner an den einzelnen Instituten kontaktieren. Gleichzeitig möchten wir alle teilnehmenden Institute ebenso wie neue Interessierte ermuntern, an TRANSFER zu partizipieren, denn gerade diese rege Beteiligung vieler Institute und Personen macht TRANSFER bisher und auch zukünftig aus. Innerhalb des Redaktionsteams haben wir die folgende Aufgabenteilung vorgenommen: Cornelia Jers: Kontaktpflege nach innen (Institute und Absolventen der Kommunikationswissenschaft), Denise Sommer: Kontaktpflege nach außen (Öffentlichkeitsarbeit) Patrick Rademacher: Endredaktion, technische Betreuung der Plattform. Zu guter Letzt ist es uns ein Anliegen, uns beim bisherigen Redaktionsteam für die engagierte Arbeit sowie für das uns entgegen gebrachte Vertrauen zu bedanken. Und jetzt freuen wir uns, Ihnen die neue Ausgabe mit 25 Abstracts exzellenter Abschlussarbeiten zu einer vielfältigen Themenauswahl präsentieren zu können. Cornelia Jers, Denise Sommer und Patrick Rademacher; TRANSFER-Redaktion

4 Impressum Herausgeber Deutsche Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (DGPuK) 1. Vorsitzender: Prof. Dr. Patrick Rössler Universität Erfurt - Lehrstuhl für Kommunikationswissenschaft Nordhäuser Str. 63 D Erfurt Redaktion Dipl. rer. com. Cornelia Jers Universität Hohenheim Institut für Sozialwissenschaften Fachgebiet Kommunikationswissenschaft und Sozialforschung (540A) Fruwirthstr. 49, D Stuttgart Tel.: +49 (0) Fax: +49 (0) Dipl.-Psych. Denise Sommer Universität Jena Fakultät für Sozial- und Verhaltenswissenschaften Lehrstuhl für Grundlagen medialer Kommunikation und der Medienwirkung Ernst-Abbe-Platz 8, D Jena Tel.: +49 (0) / Fax: +49 (0) Patrick Rademacher, M.A. Universität Zürich IPMZ - Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung Andreasstrasse 15 CH-8050 Zürich Tel. +41 (0) Fax +41 (0)

5 Inhalt Interpers. Kommunikation Nina Pirker: Interkulturelle Kommunikation. Der Erwerb interkultureller Kompetenzen im internationalen Arbeitsumfeld (Diplomarbeit bei Dr. Michaela Griesbeck, Universität Wien) Journalismus Jutta Freisen: Erfolgskriterien und Marktstellung von Sport-Tageszeitungen in Europa. Eine vergleichende Analyse ausgewählter Beispiele (Magisterarbeit bei Dr. Wilfried Scharf, Georg-August-Universität Göttingen) Gerd Jung: Die Standesvertretung der Printjournalisten in Österreich. Warum es in Österreich keine Journalistenkammer geben kann die Chronologie des Scheiterns (Diplomarbeit bei Dr. Dr. Julia Wippersberg, Universität Wien) Christoph Schäfer: Deutsche Ausländerpolitik von 1998 bis journalistisch und wissenschaftlich recherchiert. Erhöht sich die Qualität eines Zeitungsartikels durch mehr Hintergrundwissen? Ein Selbstversuch (Diplomarbeit bei Prof. Dr. Horst Pöttker, Universität Dortmund) Mediengeschichte Axel Gundolf: Transformation des polnischen Mediensystems. Eine Analyse in drei Querschnitten (Diplomarbeit bei Prof. Dr. Gerhard Vowe, Technische Universität Ilmenau) Medieninhalte Kirsten Barthelmes: Sangria - Serien - Sauerkraut. Ein Vergleich der Medienkulturen Deutschlands und Spaniens auf der Mikroebene (Diplomarbeit bei Prof. Dr. Gerhard Vowe, Technische Universität Ilmenau) Hansjoerg Nessensohn:... wer hat den Mann mit dem Koks bestellt?. Zur Divergenz medialer Verarbeitung prominenter Kokaindelikte (Diplomarbeit bei Prof. Dr. Gerhard Vowe, TU Ilmenau) Christoph Markus Schwarzer: Wie die auto, motor und sport die Lösungen des Ölproblems im Vergleich zum Ressourcenverschwender Geländewagen diskutiert. (Master-Arbeit bei Prof. Dr. Gunter Reus, Hochschule für Musik und Theater Hannover) Medienökonomie Sabina Mollenhauer: The Innovation of Music File-Sharing Networks and Its Impact on the Recording Industry. A Case Study in Innovation Research (Magisterarbeit bei Prof. Dr. Wolfgang Seufert, Friedrich-Schiller-Universität Jena) Medienpädagogik Manfred Rathmoser: Online-Kids in Österreich. Zum Forschungsstand: Wie gehen Kinder und ihre Eltern mit dem Internet um? (Magisterarbeit bei Prof. Dr. Ingrid Paus- Hasebrink, Universität Salzburg)

6 Medienpolitik Rene Milich: Zwischen Qualität und Quote. Der gesetzliche Programmauftrag des öffentlich-rechtlichen ORF: Experteninterviews (Magisterarbeit bei Prof. Dr. Ingrid Paus-Hasebrink, Universität Salzburg) Neue IuK-Technologien Anja Flügel: Im Netz zu Hause. Eine empirische Untersuchung der Nutzungsmotive von Online-Communities am Fallbeispiel der Saarland Community (Master-Arbeit bei Prof. Dr. Beate Schneider, Hochschule für Musik und Theater Hannover) Jörg Hoffmann: Webauftritte von Museen. Analyse der Webpräsenz und Entwicklung eines Konzeptes für ein Portal am Beispiel der Thüringer Museumslandschaft (Diplomarbeit bei Prof. Dr. Dr. Alfred Kirpal, Technische Universität Ilmenau) Christian Lackner: Ansätze der Innovationstheorie für die Kommunikationswissenschaft. Vergleich und Anwendung der Ansätze für die Kommunikationstechnologien Peerto-Peer Netze, Filesharing und Voice-over-IP (Diplomarbeit bei Dr. Michael Latzer, Universität Wien) Katharina Schepers: Eine Evaluation zur Optimierung des SBS CIO Intranets. (Master- Arbeit bei Prof. Dr. Beate Schneider, Hochschule für Musik und Theater Hannover) Öffentl. Kommunikation Rebecca Hasert: Freiheit, Gleichheit, Sicherheit? Der Einfluss von Wertorientierungen auf die politische Kommunikation. (Diplomarbeit bei Prof. Dr. Gerhard Vowe, Technische Universität Ilmenau) PR / Werbung Inga Brieke: Reine Formsache?. Werbewirkung formaler Gestaltungsmerkmale in TV- Spots in Abhängigkeit des relativen Werbedrucks (Master-Arbeit bei Prof. Dr. Helmut Scherer, Hochschule für Musik und Theater Hannover) Viktoria Györy: Interne Public Relations und Arbeitszufriedenheit analysiert am Unternehmen ACC Austria (Diplomarbeit bei Dr. Klaus Lojka, Universität Wien) Sebastian Soethe: Nächster Level: Werbung!. Eine qualitative Untersuchung zu Werbung in Computer- und Videospielen (Bachelor-Arbeit bei Prof. Dr. Helmut Scherer, Hochschule für Musik und Theater Hannover) Dina Vickermann: Werbung der Zukunft aus Sicht der Mediaplanung. Eine Expertenbefragung zu den Auswirkungen der Digitalisierung auf die Mediaplanung in Deutschland (Master-Arbeit bei Prof. Dr. Gunter Reus, Hochschule für Musik und Theater Hannover) Rezeptionsforschung Benjamin Krämer: Ad libitum? Die zeitliche und soziale Bedingtheit des Musikgeschmacks eine kohortenanalytische Studie zur Nutzung von Musik im Radio (Master-Arbeit bei Prof. Dr. Helmut Scherer, Hochschule für Musik und Theater Hannover) Katharina Niederhacke: Motive der Spielfilmrezeption. Eine explorative Untersuchung anhand der Medien Kino, DVD und Fernsehen (Magisterarbeit bei Prof. Dr. Wolfgang Seufert, Friedrich-Schiller-Universität Jena) Flavia Schwerd: Mimik auf Pressefotos. Eine experimentelle Felduntersuchung zum Einfluss von emotionalen und neutralen Gesichtsausdrücken auf die Aufmerksamkeit und das Interesse von Rezipienten (Magisterarbeit bei Prof. Dr. Monika Suckfüll, Friedrich-Schiller-Universität Jena)

7 Sonstiges Wolfgang Kutschera: Interne Unternehmenskommunikation im interkulturellen Kontext am Beispiel Rumäniens (Magisterarbeit bei Prof. Dr. Thomas A. Bauer, Universität Wien) Andreas Nosper: Corporate TV als Medium der betrieblichen Weiterbildung. Medienbezogene, rezipientenbezogene und rezeptionssituative Einflussfaktoren auf die Wirksamkeit (Master-Arbeit bei Prof. Dr. Beate Schneider, Hochschule für Musik und Theater Hannover)

8 Nina Pirker Interkulturelle Kommunikation Der Erwerb interkultureller Kompetenzen im internationalen Arbeitsumfeld In der Arbeit wurde versucht, anhand theoretischer Ansätze zu den Themen Kultur, vergleichende Kulturstudien, der Theorie des Symbolischen Interaktionismus, interkulturelle Kommunikation, nonverbale Kommunikation, Sprache, interkulturelle Handlungskompetenz, Konflikte am Arbeitsplatz und interkulturelles Lernen zu veranschaulichen, welchen Stellenwert der Erwerb interkultureller Kompetenzen im internationalen Arbeitsumfeld besitzt. In einer empirischen Untersuchung wurde anhand von Befragungen in einem Beispielunternehmen versucht darzustellen, inwiefern kulturelle Faktoren die Zusammenarbeit und die Kommunikation an einem interkulturellen Arbeitsplatz beeinflussen. Es wurde untersucht, welche Faktoren interkulturelles Lernen und somit den Erwerb interkultureller Kompetenzen begünstigen. Abschließend wurden die theoretischen Grundlagen und die Erkenntnisse der empirischen Untersuchung miteinander in Zusammenhang gebracht. So ließ sich feststellen, dass kulturelle Unterschiede die Zusammenarbeit und die Kommunikation am Arbeitsplatz beeinflussen, dies jedoch keine negativen Auswirkungen haben muss. Darüber hinaus wurde dargelegt, dass der interkulturelle Kontakt an sich einen wesentlichen Faktor zur Förderung interkultureller Kompetenzen darstellt, wie auch interkulturelle Trainings. Weiters genießt Interkulturalität im Beispielunternehmen einen hohen Stellenwert, und für den Erwerb interkultureller Kompetenzen ist die Wirkung interkultureller Begegnungen besonders bedeutend. Interpers. Kommunikation Interkulturelle Kommunikation Unternehmenskommunikation Befragung Internationalisierung Diplomarbeit 137 Seiten Nina Pirker Mandlgasse 28/16 A-1120 Wien Eingereicht: Januar 2007 Dr. Michaela Griesbeck Universität Wien Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaft Schopenhauerstraße 32 A-1180 Wien

9 Jutta Freisen Erfolgskriterien und Marktstellung von Sport-Tageszeitungen in Europa Eine vergleichende Analyse ausgewählter Beispiele Eines haben die Fußball- und die Handball-WM deutlich gezeigt viele Deutsche sind absolut sportbegeistert: Spitzen-Reichweiten im Fernsehen, volle Stadien und Riesenandrang beim Public Viewing unterstreichen dies. Warum aber existieren in Deutschland keine täglich erscheinenden Sportzeitungen? Ebenso wenig in Großbritannien - einem Land, das für seine Sportverrücktheit bekannt ist? Was unterscheidet diese Länder von Italien, Spanien oder Frankreich, in denen zum Teil bis zu vier ausschließlich über Sport berichtende Tageszeitungen bezogen werden können? Was verhindert bei uns den Erfolg ähnlicher Produkte, wie der Gazzetta dello Sport, Marca oder L Equipe? In der Magisterarbeit werden die obigen fünf Länder auf diese Fragen hin untersucht und damit zwei Ziele verfolgt: Zum einen soll die Marktstellung der Sport-Tageszeitungen in Italien, Spanien und Frankreich hinsichtlich Anzahl, regionaler Verbreitung, Inhalten und Auflagen beschrieben werden. In Deutschland und Großbritannien werden die Sportpressemärkte untersucht. Zum anderen sollen die Faktoren identifiziert werden, die den Erfolg von Sport-Tageszeitungen ausmachen bzw. ihre Existenz unterbinden. Eine starke Boulevardpresse behindert die Verbreitung von Sport-Tageszeitungen ebenso wie umfangreiche Sportteile der allgemeinen Tageszeitungen, ein starker Sportzeitschriftenmarkt und eine hohe Zeitungsdichte. Begünstigt werden Sport- Tageszeitungen dagegen durch hohen Sportkonsum im Fernsehen, geringes politisches Interesse und eine lange Tradition. Journalismus Sportberichterstattung Sport-Tageszeitungen Pressemarkt Internationaler Vergleich Magisterarbeit 119 Seiten Jutta Freisen Pellenberg 32 D Menden juttafreisen[at]gmx.de Eingereicht: Januar 2007 Dr. Wilfried Scharf Georg-August-Universität Göttingen Zentrum für interdisziplinäre Medienwissenschaft Humboldtallee 32 D Göttingen

10 Gerd Jung Die Standesvertretung der Printjournalisten in Österreich Warum es in Österreich keine Journalistenkammer geben kann die Chronologie des Scheiterns Journalisten sind eine der wenigen Berufsgruppen in Österreich, die weder über eine eigene Kammerorganisation verfügen, noch in die klassische Pflichtmitgliedschaft in der Kammer für Arbeiter und Angestellte eingebunden sind. Die Diplomarbeit geht der Frage nach, welche Punkte für das Scheitern einer einheitlichen Standesvertretung für Journalisten in Österreich ausgemacht werden können. Die Arbeit zeigt Defizite auf und macht Verbesserungsvorschläge für eine einheitliche Standesvertretung aller Printjournalisten in Österreich. Eine Umfrage unter Publizistikstudierenden an der Uni Wien gibt Einblick in die Erwartungen von angehenden Journalisten an ihre Standesvertretung. Journalismus Befragung Journalistenverbände Österreich Printmedien Diplomarbeit 78 Seiten Gerd Jung Kolschitzkygasse 14-18/3/1 A-1040 Wien junggerd[at]hotmail.com Eingereicht: Februar 2007 Dr. Dr. Julia Wippersberg Universität Wien Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaft Schopenhauerstraße 32 A-1180 Wien

11 Christoph Schäfer Deutsche Ausländerpolitik von 1998 bis journalistisch und wissenschaftlich recherchiert Erhöht sich die Qualität eines Zeitungsartikels durch mehr Hintergrundwissen? Ein Selbstversuch In der Diplomarbeit ist untersucht worden, ob sich die Qualität eines Zeitungsartikels durch mehr Hintergrundwissen erhöht. Um dies beurteilen zu können, führte der Autor einen Selbstversuch durch, der fünf Arbeitsschritte umfasste: (1) Zunächst wurden die Vorgehensweise des Experiments detailliert erläutert, die Methodik diskutiert sowie Kriterien zur Beurteilung der Qualität eines Zeitungsartikels aufgestellt. (2) Anschließend verfasste der Autor gemäß den Methoden einer journalistischen Recherche an zwei Arbeitstagen einen Zeitungsbericht und einen Zeitungskommentar zur Ausländerpolitik der Bundesregierung. (3) In den folgenden sieben Wochen arbeitete sich der Autor in die Migrationsthematik ein. (4) Nach Abschluss der Einarbeitung verfasste der Autor einen zweiten Zeitungsbericht und einen zweiten Zeitungskommentar zur Migrationspolitik. (5) Der letzte Schritt der Arbeit bestand darin, die vier produzierten Zeitungsartikel auf ihre Qualität zu untersuchen. Dies geschah mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse und einer vollständig strukturierten Befragung. Journalismus Qualität Zeitungsartikel Selbstversuch Hintergrundwissen Diplomarbeit 159 Seiten Christoph Schäfer Schulberg 8 D Walluf +49 (0) recherche.schaefer[at]gmx.de In Bezug auf die zwei Berichte ergaben beide Untersuchungsinstrumente lediglich marginale Qualitätsunterschiede. Bezüglich der Kommentare stellten sowohl die Inhaltsanalyse als auch die Befragungsteilnehmer fest, dass die Qualität des zweiten Kommentars deutlich über der Qualität des ersten liegt. Die Ausgangsfrage der Arbeit muss daher für die Darstellungsform Kommentar bejaht und für das Genre Bericht verneint werden. Eingereicht: Juni 2006 Prof. Dr. Horst Pöttker Universität Dortmund Institut für Journalistik Emil-Figge-Str. 50 D Dortmund

12 Axel Gundolf Transformation des polnischen Mediensystems Eine Analyse in drei Querschnitten Die Transformation des polnischen Mediensystems wurde bereits vielfach beschrieben und analysiert. Die bisherigen Beiträge weisen aber meist zwei zentrale Schwächen auf: einen Mangel an theoretischer Fundierung und einen verengten Fokus auf die Zeit nach Diese Diplomarbeit arbeitet daher zunächst den aktuellen Stand der sozialwissenschaftlichen Theoriebildung und des Beitrags der Medienwissenschaft zum Thema Transformation auf, um auf dieser Basis zwei Untersuchungsmodelle zu entwickeln. Das statische Modell ist systemorientiert und dient der Beschreibung von Mediensystemen in der Transformation anhand von fünf Ebenen (Typ/Phase des Mediensystems, Medienpolitik, Medienanbieter, Medieninhalte und Rezipienten). Dagegen soll das dynamische, akteursorientierte Modell die Veränderungen zwischen zwei Zeitpunkten erklären können. Nach einer kurzen Beschreibung der polnischen Geschichte und Gesellschaft finden diese beiden Modelle Anwendung auf die Untersuchungszeitpunkte 1975, 1985 und Es zeigt sich dabei eine Entwicklung von einem geschlossenen, östlichrealsozialistischen Mediensystem über ein gespaltenes Mediensystem in der Prä- Transitionsphase hin zum heutigen offenen, konzeptionell hybriden Mediensystem in der Reifephase. Die Anwendung des dynamischen Modells erfolgt nur explorativ zur Erklärung dieser Veränderungen. Auf Basis dieser Ergebnisse lassen sich zum Schluss der Arbeit zukünftige Entwicklungen prognostizieren. Mediengeschichte Mediensystem Polen Transformation Diplomarbeit 100 Seiten Axel Gundolf Max-Beckmann-Str. 69 D Leverkusen axelgundolf[at]googl .com Eingereicht: Dezember 2005 Prof. Dr. Gerhard Vowe Technische Universität Ilmenau Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft Am Eichicht 1 D Ilmenau

13 Kirsten Barthelmes Sangria - Serien - Sauerkraut Ein Vergleich der Medienkulturen Deutschlands und Spaniens auf der Mikroebene Die Arbeit versucht, deutsche und spanische Fernsehserien unter dem Aspekt der Glokalisierung, der Kombination von globalen und lokalen Elementen, zu vergleichen. Eine Inhaltsanalyse von national produzierten Fernsehserien soll nationale Unterschiede und globale Gemeinsamkeiten aufzeigen. Die Forschungsfrage dieser Untersuchung lautet: Welche Elemente werden beibehalten, wenn eine fiktionale Fernsehserie in einem Land realisiert wird? Welche Elemente werden verändert? Die Thesen: 1. National produzierte fiktionale Fernsehserien werden in ihrer inhaltlichen Gestaltung an die jeweilige Alltagskultur des Landes angepasst. 2. National produzierte Fernsehserien orientieren sich in formaler Hinsicht an international verbreiteten Genres. Der erste Teil der Analyse besteht aus dem Vergleich der realen Alltagskultur mit der dargestellten Alltagskultur in den Fernsehserien. Im zweiten Teil werden die deutschen und spanischen Fernsehserien in Bezug auf ihre formalen Eigenschaften verglichen. Das Ergebnis dieser Arbeit zeigt, dass Elemente formaler Eigenschaften einer Fernsehserie geringe bzw. keine Unterschiede zeigen. Bei den Elementen der Alltagskultur gibt es eindeutige Differenzen zwischen den Fernsehserien der beiden Länder. Im Rahmen dieser Untersuchung wird festgestellt, dass Elemente der Alltagskultur von Land zu Land verändert werden und Elemente der formalen Eigenschaften einer Fernsehserie beibehalten werden. Die beiden Thesen werden mit den Ergebnissen dieser Arbeit bestätigt. Inhaltsanalyse Fernsehserien Spanien Alltagskultur Diplomarbeit 93 Seiten Medieninhalte Kirsten Barthelmes Belgradstr. 154 D München +49 (0) kirstenbarthelmes[at]web.de Eingereicht: August 2004 Prof. Dr. Gerhard Vowe Technische Universität Ilmenau Medien- und Kommunikationswissenschaft Am Eichicht 1 D Ilmenau

14 Hansjoerg Nessensohn... wer hat den Mann mit dem Koks bestellt? Zur Divergenz medialer Verarbeitung prominenter Kokaindelikte Weshalb sind Kokaindelikte von Prominenten häufig wiederkehrende Nachrichten von relativ hohem publizistischen Interesse? Welche Unterschiede lassen sich in ihrer medialen Bearbeitung erkennen? Die skandaltheoretischen Grundlagen nach Hondrich und Kepplinger bilden den Begriffskonsens. Daran folgt die qualitative Analyse von Pressetexten der Süddeutschen Zeitung (SZ), der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) und der Bild-Zeitung über die Kokaindelikte der Prominenten Konstantin Wecker, Christoph Daum, Michel Friedman und Jörg Immendorff. Diese hier angewandte qualitative Analyse basiert auf der Grounded Theory und hat das Ziel der Thesengenerierung. So macht die Analyse der einzelnen Fälle z.b. deutlich, dass die FAZ ein Kokaindelikt stärker als boulevardtypisches Thema ansieht und zur eigenen Abgrenzung dementsprechend reduziert berichtet. Dagegen lässt sich die SZ mehr auf die Charakteristik eines derartigen Vorfalls ein und erstattet umfangreicher Bericht über jeglichen Aspekt des Vorfalls. Bei der Thematisierung der Delikte in Bild resultiert die Empörung über das Verhalten von Prominenten einzig und allein aus privaten Details. Obwohl die jeweiligen Vorfälle von den Medien als Skandale bezeichnet werden, bleibt dem Leser die gesellschaftliche Relevanz, die einem Skandal grundsätzlich attestiert wird, verborgen. Vielmehr entsteht der Eindruck, dass die Missachtung einer Offizialnorm als Voraussetzung angesehen wird, mehrere Tage glänzend unterhalten zu werden. Medieninhalte Skandale Zeitungsberichterstattung Qualitative Inhaltsanalyse Grounded Theory Diplomarbeit 142 Seiten Hansjoerg Nessensohn Weißenburgstr. 10 D Köln +49 (0) haness[at]gmx.de Eingereicht: August 2004 Prof. Dr. Gerhard Vowe TU Ilmenau Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft Am Eichicht 1 D Ilmenau

15 Christoph Markus Schwarzer Wie die auto, motor und sport die Lösungen des Ölproblems im Vergleich zum Ressourcenverschwender Geländewagen diskutiert Wegen der vielfältigen Dimensionen des Ölproblems der Endlichkeit der Ressourcen, der Abgase oder der finanziellen Belastungen von Pendlern zum Beispiel liegt der Gedanke nahe, dass die auto, motor und sport in ihrer Berichterstattung, ähnlich wie bei der passiven Sicherheit, positiv und fordernd argumentieren müsste, wenn es um die automobilen Lösungen eben dieses Problems geht. Gleichzeitig wäre es nur logisch, wenn ressourcenverschwendende Autos wie Geländewagen harscher Kritik ausgesetzt wären. Um zu untersuchen, wie die auto, motor und sport die Lösungen des Ölproblems im Vergleich zum Ressourcenverschwender Geländewagen diskutiert, wurde eine Stichprobe aller relevanten Texte aus dem Jahr 2005 einer qualitativen Inhaltsanalyse unterzogen. Durch die Untersuchung lassen sich im Kern folgende Aussagen machen: Die Geländewagen werden zwar wegen ihres hohen Spritverbrauchs gerügt. Der Effekt ist jedoch klein angesichts der Bilder von Macht, Überlegenheit und Leistung, mit denen diese Autos belegt werden. Gleichzeitig fallen die Texte über spritsparende Konzepte durch die Abwesenheit einer solchen Emotionalität auf. Trotz teilweise immenser Vorteile bei Verbrauch und Emission überwiegen in der Berichterstattung Skepsis und Vorsicht. Allerdings bleibt es eine offene Frage für die zukünftige Forschung, ob über spritsparende Lösungen des Ölproblems nur deswegen so zurückhaltend berichtet wird, weil sie selten aus deutscher Produktion stammen. Medieninhalte Auto, Motor und Sport Umweltkommunikation Qualitative Inhaltsanalyse Master-Arbeit 60 Seiten c.m.schwarzer[at]t-online.de Eingereicht: Oktober 2006 Prof. Dr. Gunter Reus Hochschule für Musik und Theater Hannover Insitut für Journalistik und Kommunikationsforschung Expo Plaza 12 D Hannover

16 Sabina Mollenhauer The Innovation of Music File-Sharing Networks and Its Impact on the Recording Industry A Case Study in Innovation Research Diese Arbeit untersucht, weshalb die Tonträger- Industrie die Anwendungsmöglichkeiten von Peer-to-Peer Netzwerken für die Musikdistribution übersehen hat, obwohl sie in ihrer Geschichte davor alle wesentlichen Distributionstechniken für Musik kontrolliert hat. Die Herangehensweise hierbei ist primär theoretisch, da eine Analyse der Aussagen der verantwortlichen Manager nur eine oberflächliche Erklärung liefern kann. Stattdessen werden die gängigen Modelle und Methoden der Innovationsforschung analysiert und sowohl generell auf ihre Prognosefähigkeit als auch auf ihre Anwendbarkeit auf die spezielle Situation der Tonträger-Industrie Mitte der 90er Jahre hin überprüft. Die retrospektive Analyse dieser Instrumente und deren tatsächlichen Anwendung auf die relevanten Technologien liefern überraschende Einblicke in deren Mängel in Bezug auf die Besonderheiten von Medientechnologien. Als besonderes Beispiel der Unvorhersehbarkeit der Entwicklung des Musik- File-Sharing sind zwei entscheidende Lücken im Bereich der Innovations- bzw. Technikprognose zu überwinden: die zwischen Innovationstheorie und Innovationsforschung sowie die zwischen Innovationsforschung und Unternehmenspraxis. Besonders für Prognosen im Bereich der Medien ist dabei neben den sozioökonomischen Grundlagen auch kommunikationswissenschaftliches Wissen einzubeziehen, wobei einige Modelle zwar einen erfolgversprechenden Ansatz liefern, die theoretische Arbeit hierbei jedoch noch weit ausgebaut werden müsste. Medienökonomie Peer-to-Peer File-Sharing Innovationsforschung Musikindustrie Magisterarbeit 104 Seiten Sabina Mollenhauer Okenstraße 14 D Jena +49 (0) sabina_m[at]web.de Eingereicht: Dezember 2006 Prof. Dr. Wolfgang Seufert Friedrich-Schiller-Universität Jena Professur für Kommunikationswissenschaft mit dem Schwerpunkt Ökonomie und Organisation der Medien Ernst-Abbe-Platz 8 D Jena

17 Manfred Rathmoser Online-Kids in Österreich Zum Forschungsstand: Wie gehen Kinder und ihre Eltern mit dem Internet um? Dass der Stellenwert des Internets in der alltäglichen Mediennutzung in den letzten Jahren einen enormen Bedeutungszuwachs erfahren hat, ist nicht von der Hand zu weisen. Besonders bei Kindern und Jugendlichen ist dieses Medium sehr beliebt. Die vorliegende Literaturanalyse stellt eine Bestandsaufnahme aller Erkenntnisse und Befunde, die es zum Internetumgang von Kindern, Jugendlichen und Eltern in Österreich gibt, dar. In einem weiteren Schritt werden Institutionen und Initiativen vorgestellt, die Beratung, Service, und Hilfestellungen zum Umgang mit dem Internet anbieten, und damit Online-Kompetenz fördern. Was den Internetumgang betrifft, zeigt sich, dass das Netz für Heranwachsende eine zentrale Bedeutung in ihrem Medienmenü eingenommen hat: Die Nutzung liegt auf hohem Niveau, die beliebtesten Angebote sind jene der Kommunikation, Information und Unterhaltung; das Internet selbst wird überwiegend positiv eingeschätzt, es gibt jedoch problematische Inhalte, mit denen der Großteil der überwiegend jugendlichen Nutzer schon einmal in Berührung gekommen ist. Ein zentrales Ergebnis der Untersuchung: Eltern wissen kaum über die Online-Gewohnheiten ihrer Kinder Bescheid. Resümierend lässt sich feststellen, dass die Forschungssituation in Österreich auf mehreren Ebenen Defizite aufweist: im Bereich der behandelten Fragestellungen und Themen, auf Ebene der Forschungsmethoden, in der zu seltenen Berücksichtigung von Kindern und in der geringen Anzahl an Studien und Befunden selbst. Medienpädagogik Österreich Internet Kinder Literaturanalyse Magisterarbeit 158 Seiten Manfred Rathmoser Mozartstr. 11a A-4063 Hörsching +43 (0) m.rathmoser[at]gmx.at Eingereicht: Februar 2007 Prof. Dr. Ingrid Paus-Hasebrink Universität Salzburg Fachbereich Kommunikationswissenschaft Rudolfskai 42 A-5020 Salzburg

18 Rene Milich Zwischen Qualität und Quote Der gesetzliche Programmauftrag des öffentlich-rechtlichen ORF: Experteninterviews Die Darstellung des öffentlich-rechtlichen Programmauftrags des Österreichischen Rundfunks (ORF) steht im Zentrum der Arbeit, wobei der Fokus auf mögliche Engpässe in der Umsetzung des Auftrags gerichtet ist. Nach Experteninterviews mit herausragenden Persönlichkeiten aus unterschiedlichen Institutionen und Tätigkeitsbereichen ist der ORF die Ergebnisse resümierend künftig herausgefordert, insbesondere im Bereich der minderheitensprachlichen Sendungen für ein umfangreicheres Angebot zu sorgen. Auch die von allen Seiten bestätigte fehlende politische Unabhängigkeit des Senders würde gegen den ORF-Programmauftrag verstoßen, hierzu mangelt es aber an entsprechenden Beweisen. Sehr wohl noch gegeben ist dafür die Unverwechselbarkeit des ORF-Fernsehens gegenüber den kommerziellen Anbietern, obzwar sich selbige vornehmlich durch die auf ORF 2 ausgestrahlten Programme mit österreichischem Inhalt definiert. Deutlich wurde auch, dass sich der ORF nicht ausschließlich auf quotenschwache Programmbereiche zurückdrängen lassen darf und sich, insbesondere mit Blick auf die Notwendigkeit der Werbegelder, bei den umkämpften Marktsegmenten, wie etwa der Unterhaltung, seine starke Wettbewerbsposition bewahren muss. Dennoch dürfen die öffentlichrechtlichen Kernaufgaben nicht auf der Strecke bleiben. Der ORF ist dazu aufgerufen, die unter Generalintendant Zeiler forcierte Selbstkommerzialisierung noch stärker zurückzuschrauben und künftig auf mehr Innovation sowie Kreativität zu setzen. Medienpolitik Österreich Experteninterviews Öffentlich-rechtliches Fernsehen Programmauftrag Magisterarbeit 143 Seiten Rene Milich Birkenstr. 20 A-4642 Sattledt +43 (0) rene[at]milich.net Eingereicht: Januar 2007 Prof. Dr. Ingrid Paus-Hasebrink Universität Salzburg Institut für Kommunikationswissenschaft Rudolfskai 42 A-5020 Salzburg

19 Anja Flügel Im Netz zu Hause Eine empirische Untersuchung der Nutzungsmotive von Online-Communities am Fallbeispiel der Saarland Community Online-Communities bieten Verlagen die Möglichkeit, sich ein weiteres Geschäftsfeld im Internet aufzubauen. Die Kenntnis der Nutzungsmotive der Mitglieder ist von Relevanz, um das Angebot den Bedürfnissen der User entsprechend zu gestalten. Die vorliegende Arbeit untersucht die Motive und Typen von Community-Nutzern am Beispiel der Saarland Community, einem Produkt des Medienhauses Saarbrücker Zeitung. Weiter soll den Fragen nachgegangen werden, ob Regionalität und Markenbindung die Nutzung beeinflussen. Die Fragen werden mittels eines zweistufigen Designs, einer Log-File-Analyse und einer Online- Befragung beantwortet. Die fünf Motive Kommunikationsfreude, Kompensation, regionale Verbundenheit, Kontaktpflege und Partnerschaft determinieren die Nutzung. Die fünf in ihren Motiven unterscheidbaren Typen sind die Geselligen, die Virtuellen, die Ziellosen, die Flirtenden und die Pragmatiker. Die Geselligen und die Flirtenden weisen eine intensive Nutzung und hohe Bindung an die Community auf. Dies liegt daran, dass ihre Bedürfnisse - Partnersuche auf der einen und Kommunikationsfreude in Kombination mit regionaler Verbundenheit auf der anderen Seite - vom Angebot der Saarland Community besonders erfüllt werden. Sie unterscheiden sich von den anderen drei Clustern durch ihre geringere Bildung. Weder Regionalität noch Markenbindung beeinflussen die Nutzung. Je stärker die User regional verbunden sind, desto besser bewerten sie jedoch die Community. Neue IuK-Technologien Online-Befragung Log-File-Analyse Uses and Gratifications Online-Communities Master-Arbeit 101 Seiten anjafl[at]web.de Eingereicht: Oktober 2006 Prof. Dr. Beate Schneider Hochschule für Musik und Theater Hannover Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung Expo Plaza 12 D Hannover

20 Jörg Hoffmann Webauftritte von Museen Analyse der Webpräsenz und Entwicklung eines Konzeptes für ein Portal am Beispiel der Thüringer Museumslandschaft Webauftritte werden immer wichtiger, auch für Museen. Für sie besteht heute sogar die Notwendigkeit, im World Wide Web vertreten zu sein. Dies ergibt sich aus ihrer Aufgabenstellung und einer sich annähernden Vollabdeckung des Internets in Deutschland. Sie müssen demnach ihre Sammlungen und ihr Wissen auch für den Onlinezugang öffnen. Die vorliegende Arbeit erörtert die Anforderungen an einen Museumswebauftritt. Anschließend wurden mit diesen ausgearbeiteten Kriterien und Kriterien der Webusability die Internetpräsenzen der Thüringer Museen einer Evaluation unterzogen. In dieser konnte ermittelt werden, dass die meisten Webauftritte der Museen hinsichtlich Design und Inhalt nicht überzeugen konnten. Des Weiteren wurden nur wenige der gestellten Anforderungen erfüllt. Aus diesem Grund wurde ein Content Management System entwickelt, mit dem Museumsmitarbeiter ihren eigenen Webauftritt erstellen, verwalten und pflegen können, ohne über weitreichende Programmierkenntnisse und Kenntnisse über die Besonderheiten des WWW verfügen zu müssen. Das CMS ist eine Möglichkeit für Museen, in Zukunft im Internet mit einer eigenen Webpräsenz vertreten zu sein, die auch noch qualitativ hochwertig im Hinblick auf das Zertifizierungssystem der Virtual Library Museen Deutschland ist. Mit dem CMS ist die Erstellung und Pflege des Webauftritts mit keinem größeren personellen und finanziellen Aufwand verbunden. Neue IuK-Technologien Website-Analyse Museen Kultur-PR Content Management Systeme Diplomarbeit 100 Seiten Jörg Hoffmann 5/4 Bushmead Street AU-4211 Nerang QLD joerg.hoffmann[at]jomaho.de Eingereicht: Mai 2003 Prof. Dr. Dr. Alfred Kirpal Technische Universität Ilmenau Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft Medienzentrum - Am Eichicht 1 D Ilmenau

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