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1 forum PROGRAMM ZUM 5. ZENTRALSCHWEIZER WIRTSCHAFTSFORUM SWISSNESS ALS TRUMPF: DIE INTERNATIONALISIERUNG DER ZENTRALSCHWEIZ DONNERSTAG, 3. SEPTEMBER 2015, 11:30 22:15 UHR PILATUS BUSINESSCENTER, HOTEL PILATUS KULM

2 Inhalt Editorial Editorial 3 Programm 5 Zentralschweizer Wirtschaftsforum INTERNATIONALE ZENTRAL SCHWEIZ: JETZT ERST RECHT! Übersicht Workshops 7 Service /Wissenswertes 8 Zentralschweizer Global Leaders 12 Internationale Zentralschweiz 18 Wo die Musik in Zukunft spielt 24 Referenten 32 Teilnehmer 40 Impressum 46 Partner 48 Als wir uns vor über einem Jahr entschieden, für das 5. Zentralschweizer Wirtschaftsforum das Thema «Swissness als Trumpf: Die Internationalisierung der Zentralschweiz» zu wählen, war die Welt der Schweizer Export wirtschaft noch in Ordnung. Im Fokus standen Themen wie die Knappheit der Fachkräfte, der ang zu anderen Märkten, die Stabilisierung des Aussenverhältnisses der Schweiz zur EU und anderen Wirtschaftsblöcken sowie weitere Fragen, welche in erster Linie im Zeichen des Wachstums standen. Der Schweizer Franken war stabil bei etwas über 1.20 zum Euro. Die Welt war planbar und niemand rechnete mit einem Ende des Mindestkurses der Nationalbank. Auch die IHZ nicht. Und dann kam alles anders. Ein gutes halbes Jahr nach diesem fundamentalen Entscheid der SNB sieht man nun die ersten manifesten Folgen: Einbrechende Exportzahlen, Rückgang der Margen, Verlagerungen der Produktion, Abbau von Industrie arbeitsplätzen, um nur die augenfälligsten Konsequenzen zu erwähnen. Und dies trotz teils brutalen Kosteneinsparungsprogrammen, Investitionsund Einstellungsstopps, Arbeitszeitverlängerungen oder Kurzarbeit. Und wir stehen erst am Anfang dieser Entwicklung, deren Ausgang niemand mit Sicherheit voraussagen kann. Und trotzdem oder vielleicht gerade deshalb! könnte das Thema des diesjährigen Forums «Internationalisierung der Zentralschweiz» aktueller nicht sein. Denn die Schweiz als kleine offene Volkswirtschaft wird immer im globalen Wettbewerb bestehen müssen, auch bei einem Kurs zum Euro von 1:1. Was können wir dazu von den Zentralschweizer Champions lernen? Es ist nicht die erste Krise, welche diese durchmachen. Wie müssen sich die jüngeren Zentralschweizer Unternehmen aufstellen, damit sie auch in diesem neuen, noch härteren Umfeld zu Global Leaders von morgen werden? Gerade das rigorose Assessment möglicher neuer Absatzmärkte für Zentralschweizer KMU ist im Sinne einer klugen Diver sifizierung notwendiger denn je. Und nach welchem regulatorischen Umfeld verlangen internationale Firmen, damit sie auch morgen noch in die Zentralschweiz kommen auch wenn es doppelt so teuer ist wie in ihrem Herkunftsland? Noch nie hatte der Begriff «Swissness» für unsere Unternehmen eine solche Bedeutung bekommen jenseits des technischen Begriffs. Es geht dabei nicht nur um Qualitätsdenken, Glaubwürdigkeit, Wertehaltung. Es geht schliesslich um nichts weniger als die Gestaltung unserer zukünftigen, global überlebensfähigen Exportindustrie. Wir hoffen, dass das diesjährige Forum dazu wertvolle Insights geben wird! Doch auch im fünften Jahr soll das Zentralschweizer Wirtschaftsforum nicht nur Input und Informationen vermitteln. Es soll in erster Linie auch Begegnungen ermöglichen: Begegnungen zwischen Menschen mit ähnlichen Herausforderungen; Begegnungen zwischen Ihnen als IHZ-Mitglied, Begegnungen unserer Community. In diesem Sinne sind Sie auch dieses Jahr das Wichtigste am Forum! Wir freuen uns, dass wir unser erstes Jubiläumsforum zusammen mit Ihnen erleben dürfen. Hans Wicki Felix Howald 02 03

3 Programm SWISSNESS ALS TRUMPF: DIE INTERNATIONALISIERUNG DER ZENTRALSCHWEIZ 11:30 12:45 Networking Lunch Panoramagalerie 12:45 13:00 Willkommensgruss Zentralschweiz goes global Panoramagalerie Die Schweiz ist aktuell und historisch das Paradebeispiel einer kleinen, offenen Volkswirtschaft: Jeder zweite Franken wird im Ausland verdient. Zudem ist unser Land eine äusserst erfolgreiche Wirtschaftsnation von globalem Ausmass. So sind wir absolut gesehen nicht nur weltweit Nummer 23 im Export; beim Foreign Direct Investment schafft es die Schweiz sogar in die Top Five. Dabei ist gerade die Zentralschweiz mit ihren zahlreichen international orientierten KMU hervorragend positioniert. Was sind unsere Stärken? Wo liegen die Herausforderungen? Wie können wir Swissness als Erfolgsfaktor im internationalen Wettbewerb ausspielen? Und welches regulatorische Umfeld braucht die Zentralschweizer Wirtschaft? Hans Wicki, Präsident IHZ Felix Howald, Direktor IHZ 13:00 14:15 Opening Plenary Die wahren Erfolgsfaktoren der Zentralschweizer Champions Dragon Forum Verschiedene Zentralschweizer Firmen sind Weltmarktführer in ihrem Bereich und geben bezüglich Innovation, Qualität und Brand den Takt an. Was genau macht diese Firmen zu Global Players? Wo liegt ihr Erfolgsgeheimnis? Wie punkten sie mit Swissness und wieviel Swissness steckt überhaupt noch im Produkt und im Management? Welche globalen (und nationalen) Rahmenbedingungen brauchen sie und wie beurteilen sie die Reputation der Schweiz im Ausland? Stefan Hunkeler, CEO Hunkeler AG Adrian Pfenniger, CEO TRISA AG Hans-Rudolf Schurter, VRP Schurter Holding AG Moderation: Susanne Giger, Wirtschaftsredaktorin Radio SRF 04 05

4 Programm Übersicht Workshops 14:15 14:45 Die etwas andere Key Note Offline Communication: Was uns die Neuro ökonomie über das Networking lehrt. Dragon Forum Networking ist nach wie vor sehr beliebt, auch am Zentralschweizer Wirtschaftsforum. Doch wie rational ist das Smalltalken und Netzwerken? Braucht es in der heutigen virtuellen, digitalen und beschleunigten Welt überhaupt noch traditionelles, ja altmodisches Face-to-Face Networking? Was sagt die Neuroökonomie dazu? Urs Fischbacher, Verhaltensökonom TWI Universität Konstanz 14:45 15:45 Networking Break I Panoramagalerie / Panoramaterrasse 15:45 17:00 Parallele Workshops Hear the Grass grow Internationale Zentralschweiz Wo die Musik in Zukunft spielt 17:00 18:00 Networking Break II Panoramagalerie / Panoramaterrasse 18:00 Closing Plenary Schweiz at the Crossroads: allein gegen alle? Dragon Forum Die Schweiz und mit ihr die Zentralschweiz steht auf internationalem Parkett vor vielen wichtigen Weichenstellungen: Unternehmensbesteuerung, Einwanderungspolitik, Freihandelsabkommen, bilaterales Verhältnis zur EU etc. Wie erzielen wir nachhaltige Lösungen, welche im Interesse der Wirtschaft sind, international akzeptiert werden und gleichzeitig unsere langjährigen Werte und USPs wie Stabilität, Offenheit und Vertrauenswürdigkeit erhalten? Und was will und braucht dabei die Zentralschweiz? Bundesrat Johann N. Schneider-Ammann, Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung WBF Suzi LeVine, US-Botschafterin in der Schweiz und Liechtenstein Gerhard Schwarz, Direktor Avenir Suisse Moderation: Michael Rauchenstein, Moderator Zentralschweizer Fernsehen Tele 1 AG 19:30 Farewell Dinner Queen Victoria / Cheminée Saal Michael Elsener, Kabarettist Hear the Grass grow Zentralschweizer Global Leaders von morgen Esel / Oberhaupt Die Zentralschweizer Wirtschaft ist geprägt von traditionsreichen globalen Firmen, welche nicht nur erfolgreich agieren, sondern weltweit ihre Branche prägen. Wer sind die Schindlers, Emmis und Victorinox von morgen? Mit welchen Herausforderungen kämpfen junge, global orientierte Zentralschweizer Firmen? Welche erfolgreichen Strategien wenden sie an, um aus der Zentralschweiz die globalen Märkte zu erobern? Und was bedeutet für sie Swissness? Martin Andermatt, VRP Andermatt Biocontrol AG David Din, CEO Bluetector AG Klaus Draenert, VRP boneartis AG Eric Sulzer, CEO BASWA acoustic AG Moderation: Marion Klein, CEO und Inhaberin PACK EASY AG Challenger: Maurice Pedergnana, Dozent IFZ Hochschule - Wirtschaft Internationale Zentralschweiz Globalisation right on our Doorstep Dragon Forum Globalisierung geht nicht nur in eine Richtung: Dank guter Standortvorteile ist die Zentralschweiz heute Heimat zahlreicher globaler Konzerne und steht zuoberst auf der Shortlist weiterer ansiedlungswilliger Firmen. Wo liegen die entscheidenden Standortvorteile der Zentralschweiz? Wie müssen diese entwickelt werden, damit nicht nur die Holding, sondern auch Forschung, Entwicklung und Produktion angesiedelt werden? Wie erleben Expats unsere Region? Was verstehen sie und ihre globalen Konzerne unter Swissness? Was macht die Zentralschweiz anders als andere Regionen? Kai Hermes, Geschäftsführer Gemü GmbH Peter Hofstetter, Executive Director, Site Head Werthenstein BioPharma GmbH, MSD Johannes Milde, Präsident er Wirtschaftskammer Hermann Rosen, President and CEO ROSEN Group Moderation: Corinne Fischer, VRP Bataillard AG, Vizepräsidentin IHZ Challenger: Patrik Schellenbauer, Mitglied des Kaders Avenir Suisse Wo die Musik in Zukunft spielt Target Markets der Zentralschweizer Firmen Tomlishorn / Klimsenhorn Positive Konjunkturaussichten in den USA, der EU oder in Asien führen unweigerlich zu einer erhöhten Nachfrage nach Schweizer Produkten. Welche Regionen entwickeln sich in Zukunft besonders positiv? Sollen sich Zentralschweizer Firmen in Zukunft auf spezifische Märkte fokussieren? Und wenn ja, auf welche? Ralf J. Bopp, Direktor Handelskammer Deutschland Schweiz Urs Buchmann, Head Corporate and Institutional Clients Asia Pacific Credit Suisse AG Daniel Küng, CEO Switzerland Global Enterprise Martin Naville, CEO Swiss-American Chamber of Commerce Moderation: François Baur, ständiger Vertreter in Brüssel, Leiter Europäische Angelegenheiten economiesuisse Challenger: Ivo Muri, Zeitforscher und VRP Zeit AG 22:15 Talfahrt Talfahrt nach Alpnachstad 06 07

5 Service /Wissenswertes SERVICE /WISSENSWERTES 1. DRESSCODE Auch am 5. Zentralschweizer Wirtschaftsforum ist der Dresscode «Business Casual». Somit können Sie Ihre Krawatte mit gutem Gewissen zu Hause lassen. Widmen Sie sich wie gewohnt in dieser ungezwungenen Atmosphäre den Diskussionen, dem persön lichen Austausch und Networking. 2. ANREISE / ABREISE Wir empfehlen Ihnen, via Alpnachstad anzureisen. Wie in den vergangenen Jahren haben wir für Sie Extrafahrten der steilsten Zahnradbahn der Welt organisiert. Wir bitten Sie, mit jener Bergfahrt anzureisen, welche Sie uns bei Ihrer Anmeldung angegeben haben: Also ab Alpnachstad 10:55 Uhr oder 11:35 Uhr. Den aktuellen Fahrplan für Bergfahrten ab Alpnachstad zu anderen Zeiten oder ab Kriens (Gondelbahn) finden Sie auf Für die Talfahrt organisieren wir für die Forum-Teilnehmer neben den offiziellen Kursen eine Extrafahrt um ca. 19:30 Uhr (unmittelbar nach der Closing Plenary) sowie eine um ca. 22:15 Uhr (anschliessend an das Farewell Dinner). Fahrkarten für die Berg- und Talfahrt können wie jedes Jahr bei den Talstationen in Empfang genommen werden. Bitte Tickets bis zur Rückfahrt aufbewahren. 6. FAREWELL DINNER Wir möchten an unsere Teilnehmer appellieren, sich nicht kurzfristig vom Nachtessen abzumelden. Die im Vorfeld bestellten Nachtessen können nicht mehr storniert und somit auch nicht anderweitig serviert werden. Wir bitten Sie deshalb, uns diesbezügliche Änderungen mindestens drei Tage im Voraus mitzuteilen. 7. HOTELÜBERNACHTUNGEN Die Übernachtung auf dem Pilatus nach dem Wirtschaftsforum erfreut sich jedes Jahr grösserer Beliebtheit. Das Interesse ist so gross, dass im Hotel Pilatus Kulm bereits alle Zimmer belegt sind. Jedoch stehen weitere Zimmer im Hotel Bellevue zur Verfügung, welche wir Ihnen zu Vorzugspreisen von CHF 100 pro Einzelzimmer und CHF 140 pro Doppelzimmer anbieten können. Bitte reservieren Sie Ihr Zimmer bis zum 31. August 2015 direkt bei der Pilatus- Bahnen AG (Tel ) mit dem Vermerk «Zentralschweizer Wirtschaftsforum». Wir freuen uns auf Ihre Übernachtung auf dem Pilatus! Das Frühstücksbuffet ab 7:00 Uhr am Folgetag sowie die Extrafahrt um 8:05 Uhr ermöglichen Ihnen, gegen 9:00 Uhr wieder im Büro zu sein. 8. PRÄSENZKARTEN 3. PARKPLÄTZE Eine beschränkte Anzahl Parkplätze stehen den Teilnehmern an den Talstationen kostenlos zur Verfügung. Bitte beachten Sie, dass in Alpnachstad kein Ticket gelöst werden muss. Jedoch sollten Sie bei knapper Ankunft vor der Bahnabfahrt einige Minuten einplanen für den Fussmarsch von den hinteren Parkplätzen zur Talstation. 4. AKKREDITIERUNG / BADGES Sie erhalten Ihren persönlichen Badge bei Ihrer Ankunft auf Pilatus Kulm. Mit diesem haben Sie unbeschränkten Zutritt zum exklusiven Bereich des Zentralschweizer Wirtschaftsforums inklusive Stehlunch und Farewell Dinner. 5. PLATZRESERVATION FÜR WORKSHOPS Auch dieses Jahr umfasst das Programm unter anderem drei parallel stattfindende Workshops. Eine vorgängige Reservation für einen spezifischen Workshop ist nicht möglich. Die Teilnahme erfolgt wiederum nach dem Prinzip «first come, first served». Auch dieses Jahr werden wir Präsenzkarten für Mitglieder der Service- Clubs Rotary, Lions und Kiwanis abgeben. Die entsprechende Koordination erfolgt durch Past District Governor P. W. Ottiger von Rotary International. Die gemeinsame Präsenzkarte erhalten Sie am Welcome Desk auf dem Pilatus. 9. KONTAKT VOR ORT Am Tag des 5. Zentralschweizer Wirtschaftsforums steht Ihnen Brigit Fischer unter der Nummer für Fragen und Anliegen gerne zur Verfügung. Wir bitten Sie, uns bei Änderungen in letzter Minute zu informieren. 10. NOTFALLARZT Die Hirslanden Klinik St. Anna übernimmt durch ihren Vertreter Daniel Christ, Facharzt FMH Anästhesiologie, die medizinische Betreuung des 5. Zentralschweizer Wirtschaftsforums

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7 Innovations- Hear the Grass und grow Wissenstransfer - Workshop ZENTRALSCHWEIZER GLOBAL LEADERS VON MORGEN Was ist der Nährboden für den Erfolg von Zentralschweizer Innovationen? Was wahrhafte «Global Leaders» sind, ist unbestritten: Unternehmen, die in ihren Bereichen tonangebend sind. Sie müssen noch nicht zwingend der Marktführer sein, aber zumindest in einer Dimension führend (Technologie, Service, Qualität). Mit dieser Definition sind Schindler ( 1 Milliarde Menschen vertrauen täglich auf Schindler ) und Partners Group (20 Jahre nach der Gründung: Management von knapp 40 Milliarden Franken in globalen Privatmarktanlagen mit über 750 Mitarbeitenden in weltweit 18 Niederlassungen) zweifelsohne Global Leaders. Unter Qualitätsaspekten darf auch die Rehabilitation der SUVA ( mehr als eine Versicherung ) sowie des Schweizer Paraplegiker-Zentrums in Nottwil als global herausragend betrachtet werden. Wo sind nun die Global Leaders von morgen, d.h. diejenigen, die heute noch klein, morgen gross und global prägend sein werden? Und gibt es solche mit Domizil des Hauptsitzes in der Zentralschweiz? Der Workshop «Zentralschweizer Global Leaders von morgen» geht diesen und weiteren zukunftsbezogenen Fragen nach. Die Literatur ist sich weitgehend einig, in welchen unternehmerischen Ökosystemen regionale und globale Leader gedeihen. Die Dynamik der Unternehmer und der Unternehmen, die einen globalen Effekt erzielt haben, ist mehrdimensional analysiert worden. Aber bleiben wir nüchtern: In den führenden Reports zu High-Impact Entrepreneurs, ICTs for inclusive growth und Early Stage Company Growth Dynamics finden wir keine Zentralschweizer Unternehmen. Ein typisches Schweizer Beispiel: Das Jungunternehmen Threema (Pfäffikon SZ) hat Ende 2012 zu dritt die App Threema für das iphone entwickelt, um verschlüsselt von Handy zu Handy zu kommunizieren. Man traute dem eigenen Erfolg nicht wirklich und arbeitete lange teilzeitlich in einer zweiten Unternehmung. Mittlerweile wurde die App 3,5 Mio. mal heruntergeladen; in den letzten 16 Monaten kamen CHF 4 Mio. Umsatz zusammen. Beteiligungsfinanzierung und grosses Wachstum werden vermieden. Viel wichtiger ist der Spass und die 100- prozentige Kontrolle über die Unternehmung. Ein modernes Beispiel, wie man zum Global Leader wird: Der 30-jährige er Severin Hacker hat mit seinem Professor die Sprachlern-App Duolingo entwickelt. Google hat sich an der 2009 gegründeten Firma des Doktoranden im Jahr 2015 mit knapp USD 45 Mio. beteiligt, über dessen Corporate Venture Gesellschaft Google Ventures. Das Start-up beschäftigt mittlerweile über 45 Mitarbeiter und wird mit rund USD 470 Mio. bewertet. Es verzeichnet heute rund 100 Mio. Nutzer. Dass Google investiert, ist wohl der grösste Vertrauensbeweis, dass man auf dem richtigen Weg ist. Hacker absolvierte die Kantonsschule in, studierte danach Informatik an der ETH Zürich und begab sich für ein Jahr an die Carnegie Mellon University in Pittsburgh, einer der weltweit besten im Bereich Informatik, wo er sich mit smarten Mitstudierenden und Professoren austauschen konnte. In diesem Umfeld fand er auch die Mitarbeiter, die alle an der Firma beteiligt sind. Natürlich braucht es zunächst eine Idee, doch viel wichtiger ist anschliessend deren rasche Umsetzung und die Betrachtung des globalen Marktes von Beginn an. Wer auf Selbstfinanzierung setzt, oder organische Innenfinanzierung, verliert zwar keine Zeit mit Kapitalsuche, doch scheut man offensichtlich auch den Austausch mit jenen Kreisen, die einem rasch voranbringen können. Insbesondere die Corporate Venture Zweige gelten als bedeutende Wachstumsbeschleuniger. Die Gründer-Unternehmer machen den Unterschied aus, und dabei braucht es solche mit globalem Fokus, um global führend zu werden. führenden Stellung bringen will. Diese ist nicht nach dem Massstab «Was ist am günstigsten und wo muss ich am wenigsten Anteile abgeben?» zu bewerten, sondern massgeblich daran zu orientieren «Wer kann zu den finanziellen Mitteln auch gleich Netzwerke, Vertriebskanäle, Forschungspartnerschaften usw. einbringen?». Zahlreiche Institutionen hätten zwar finanzielle Mittel, sind allerdings nicht bereit, diese zu investieren. Werfen wir zum Schluss den Blick auf ein paar Rahmenbedingungen: BANKEN: Die Schwyzer Kantonalbank hat ein Finanzierungsinstrument mit der Innovationsstiftung gegründet, das über die Kantonsgrenze hinaus Co- Finanzierungen tätigt (z.b. Trekksoft, Codecheck. info). Die er Kantonalbank stellte ein vergleichbares Programm, das von Rotkreuz aus geführt wurde, nach ein paar ernüchternden Jahren ein. Von den weiteren Banken in der Zentralschweiz ist nichts öffentlich, das auf eine besondere Innovationsfinanzierung hinweisen würde. PENSIONSKASSEN: Die Pensionskassen investieren nicht in Jungunternehmen, weder heute noch wahrscheinlich morgen. An einem Hearing zur Motion von Ständerat Konrad Graber, einen Zukunftsfonds für Schweizer Jung- und Wachstumsunternehmen zu schaffen, war die wenig überzeugende Auffassung vieler Pensionskassenvertreter, dass eine Be teiligungskapital-finanzierung selbst im Bereich von 0,1 Prozent (!) der Anlagevermögen vom Risiko her nicht den Destinatären zugetraut werden könne. Überdies würden solche Anlagen den langfristigen Interessen der Destinatäre widersprechen. Pensionskassen wären jedoch geradezu dafür prädestiniert, ihre langfristigen Anlagen auf die langfristige Interessenlage ihrer Destinatäre abzu stimmen. Zudem könnten die Pensionskassen in Gemeinschaft mit anderen Kassen ihre Kräfte im Zukunftsfonds bündeln und mit einer angemessenen Diversifikation das Verlustrisiko über längere Zeiträume spürbar auf das Niveau von üblichen Investitionen senken. Der Zweck des in die kollektiven Spartöpfe eingebrachten Kapitals, inzwischen über CHF 900 Milliarden mächtig und jedes Jahr um CHF 80 Milliarden ansteigend, sollte auch, wenn nicht mehr, wenigstens eine kleine (Langfrist-) Investition in die eigenen Stärken des Landes beinhalten. Und zwar in die Schweizer Innovationskraft, um die Grundlage des Wohlstands der nächsten Generation, der mit Pensionskassengeldern versicherten Generation, zu legen. Es sei an dieser Stelle erinnert: Die Existenz des Silicon Valley wäre ohne die hohe und kontinuierliche Kapitalal lokation aus amerikanischen Pensionskassen nicht vorstellbar. In den USA investieren Pensionskassen typischerweise fünf Prozent ihrer Mittel in Jungunternehmen. Eine Aussenfinanzierung ist heute zentral, wenn man in einer rasenden Weltwirtschaft eine Innovation beschäftigungswirksam zu einer globalen markt

8 Hear the Grass grow «Swissness ist, wenn ich zur Begrüssung ein freundliches Grüezi mit einem Lächeln erhalte.» Beat Frey, er Kantonsspital Wolhusen, Studiengang Executive MBA «Produkte und Dienstleistungen, die das Etikett Swissness tragen, müssen entsprechende Werte in ihrer DNA implementiert haben: Verbindlichkeit, Solidarität, Funktionalität und diese mit Zurückhaltung kommunizieren.» Alain Barmettler, Mobility Genossenschaft, Studiengang Executive MBA KAPITALMARKTBEZOGENE GEFÄSSE: Darunter verstehen wir kotierte Beteiligungsgesellschaften, die Investorengelder bündeln und eine Reihe von Beteiligungen eingehen. Davon gibt es solche, die auf junge Unternehmen gesetzt haben. Dabei unterscheiden wir jeweils jene, die branchenunabhängig Investitionen tätigen (z.b. die in Baar domi zilierte New Value) und jene, die branchenbezogen Investitionen tätigen (z.b. die in beheimatete HBM). Nach turbulenten Jahren befindet sich New Value praktisch in der Auflösung. Gut dagegen entwickelt sich die HBM Healthcare Investments AG, eine an der Schweizer Börse kotierte und mit rund 1,1 Milliarden Franken grosse Investitionsgesellschaft, die seit bald 15 Jahren in aufstreben de Unternehmen in den Bereichen Humanmedizin, Biotechnologie, Medizinaltechnik und Diagnostik sowie verwandten Gebieten investiert. Die Gesellschaft beteiligt sich mehrheitlich an Unternehmen in späteren Entwicklungsphasen. BETEILIGUNGSKAPITAL: Gemäss den Swiss Venture Capital Reports der Jahre 2012 bis 2014 sind keine nennenswerte Beträge in Zentralschweizer Unternehmen geflossen. Rund 90 Prozent sämtlicher Mittel sind in Jungunternehmen aus den Kantonen Zürich, Waadt, Basel und Genf geflossen, oftmals an solche aus dem Umfeld der ETH Zürich, der EPF Lausanne sowie der Universitäten Basel und Genf. In der Zentralschweiz scheint bei kleineren Volumen noch ein gewisser Clean Energy- Cluster vorzuliegen (Aquarius Water Holding mit einer CHF 7,1 Mio. Finanzierungsrunde; sowie kleinere bei Bluetector AG und OTI Greentech). Die grösste Finanzierungsrunde war mit CHF 25,2 Mio. bei Cequr (Medtech). KONKURRENZ: Es ist immer gut, wenn man sich in unmittelbarer Nähe einer harten Konkurrenz ausgesetzt sieht, als Ansporn wie auch für den Austausch. Davon zeugen die historischen Beispiele in der Basler Pharmazeutika-Industrie sowie Maggi (Winterthur-Kemptthal) und Knorr (Thayngen, Schaffhausen) in der Nahrungsmittel-Technologie, die heute, eingebettet in den beiden Konzernen Nestlé und Unilever, über eine globale Führungsrolle verfügen. Oder auch die Gebrüder Dassler, die getrennt Adidas und Puma zu Weltruhm gebracht haben. Die Uhrenindustrie ist grossmehrheitlich in einem wirtschaftsgeografischen «Cluster» angesiedelt, ebenso die Biotechnologie. In diesem Bereich gibt es immerhin mit Roche einen gewichtigen Ausläufer aus den bekannten Gebieten nach Rotkreuz. Das ist aber zu wenig für einen wirtschaftlich relevanten Branchenimpuls. Ist einmal ein Konzern weg (z.b. Merck-Serono in Genf), tut sich die gesamte Region schwer damit, auch wenn auf dem verbleibenden Areal krampfhaft mit Subventionen versucht wird, eine innovative Umgebung beizubehalten. Ein ganzer Wirtschaftszweig verliert die Strahlkraft. Abhängigkeit von einem einzelnen Unternehmen ist nicht das, was die besondere Umgebung für Global Leaders ausmacht. RESSOURCENAUSTAUSCH: Ein Cluster zeichnet sich dadurch aus, dass die finanziellen und personellen Ressourcen von einem Wettbewerber auch auf den nächsten übertragen werden können. In einem global ambitionierten Cluster tauscht man sich aus. Es geht immer um sogenannte «Coopetition»: Die Dualität von Kooperation einerseits und Kompetition auf den Märkten anderseits. Das Silicon Valley ist das unangefochten wirksamste Feld für Coopetition und damit wohl auch die effektivste Brutstätte für Global Leaders. In Jungunternehmen sind «Serial Entrepreneurs» zentral, um die Idee für eine bestimmte Zeit durch eine bestimmte Wachstumsperiode hindurchzubringen und erfolgreich und gefestigt zu übertragen. In der Zentralschweiz sind derartige Rollen bislang wenig bekannt. * Maurice Pedergnana, Dozent an der Hochschule Wirtschaft * Thomas Heimann, Dozent an der Hochschule Wirtschaft, vollamtlich in führenden Funktionen bei der HBM in 14 15

9 Hear the Grass grow Typische Eigenschaften von Unternehmern Die Unternehmer-Attitüde Eine Kombination aus innerer Haltung, kraftvollen Werten und gefestigten Überzeugungen. Flexibilität Entscheidungsfähigkeit Fachliche Kompetenz Verantwortungsbewusstsein Gutes Time-Management Liebe zum Beruf Finanzielle Disziplin Ausdauer Begeisterungsfähigkeit Messerscharfe Wahrnehmung Positive Grundhaltung Authentizität Unternehmertum Wahrung von Werten Überzeugungskraft Soziale Kompetenz Visionäre Fähigkeiten Quelle: swissnet media GmbH Quelle: Marktplatz Mittelstand GmbH & Co. KG Reflexion Soft Skills des Unternehmertums Watch out! Diese Eigenschaften machen Sie zu einer Unternehmerpersönlichkeit. Das US-amerikanische Unternehmen Gallup, eines der führenden Markt- und Meinungsforschungsinstitute, hat zehn Charakteristika identifiziert, die einen erfolgreichen Unternehmer ausmachen. Erfolgreiche Unternehmer nutzen diese Charaktereigenschaften, um ihr Business auf Erfolgskurs zu bringen. THE 10 TALENTS OF SUCCESSFUL ENTREPRENEURS BUSINESS FOCUS: You make decisions based on observed or anticipated effect on profit. CONFIDENCE: You accurately know yourself and understand others. CREATIVE THINKER: You exhibit creativity in taking an existing idea or product and turning it into something better. DELEGATOR: You recognize that you cannot do everything and are willing to contemplate a shift in style and control. DETERMINATION: You persevere through difficult, even seemingly insurmountable, obstacles. INDEPENDENT: You are prepared to do whatever needs to be done to build a successful venture. KNOWLEDGE-SEEKER: You constantly search for information that is relevant to growing your business. PROMOTER: You are the best spokesperson for the business. RELATIONSHIP-BUILDER: You have high social awareness and an ability to build relationships that are beneficial for the firm's survival and growth. RISK-TAKER: You instinctively know how to manage high-risk situations. Natürlich berücksichtigen diese Charakteristika nicht alle Bereiche des geschäftlichen Erfolgs. Weitere Faktoren wie Wissen, Fertigkeiten und Erfahrung sowie zahlreiche externe Einflüsse müssen ebenfalls in Betracht gezogen werden, wenn man sich über Unternehmensbildung und unternehmerischen Erfolg Gedanken macht. Dennoch sind die von Gallup identifizierten «10 Talents» von grösster Bedeutung für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens. Setzen Unternehmer diese zehn Talente im richtigen Mass und in der perfekten Kombination ein, ist bereits eine wichtige Bedingung für eine erfolgreiche Zukunft erfüllt. Quelle: Christoph Mogwitz Quelle: Gallup. 10 Talents That Drive Entrepreneurial Success 16 17

10 Internationale Zentralschweiz WIRTSCHAFTSRAUM ZENTRAL SCHWEIZ SYMBIOSE AUS GLOBALER VERNETZUNG UND REGIONALER KOMPLEMENTARITÄT Dem Nebeneinander von internationaler Vernetzung und lokalen Beziehungen in der Zentralschweiz auf der Spur Internationalisierung findet in der Zentralschweiz auch vor Ort statt. Firmen und Arbeitskräfte ziehen hierher und bringen Wertschöpfung und globale Kontakte in die Region. Eine These dazu lautet jedoch: Die Zentralschweiz ist in dieser Beziehung sehr heterogen. Es gibt Orte in der Zentralschweiz, die stark international geprägt sind, während andere primär durch lokale Beziehungen funktionieren. Was macht die Zentralschweiz für internationale Firmen und Arbeitskräfte attraktiv? Die Zentralschweiz kann viele Standortvorteile bieten, welche für die Schweiz insgesamt als Trumpf im globalen Wettbewerb gelten. Einige sind hier allerdings noch ausgeprägter, andere etwas weniger. Zu den Vorteilen zählt das Steuerklima als Teil der Investitionssicherheit. Die Lebensqualität und das Sicherheitsempfinden sind Beispiele für weichere, aber ebenso wichtige Faktoren, die in der Zentralschweiz stimmen. Für gewisse Expats ist aber auch -City ein kleineres Dorf, wenn sie zuvor in London, Bangkok oder São Paulo lebten. Internationale Unternehmen orientieren sich bei ihren Standortentscheiden tatsächlich auch vermehrt in Richtung Metropolitanräume, also dorthin, wo die internationale Erreichbarkeit am besten ist, die weltbekannten Hochschulen sind, wo die Kunden am einfachsten zu treffen sind, und vor allem auch wo man am Arbeitsmarkt die besten Talente zu finden hofft. Auch sich selbst verstärkende Effekte sind am Werk: International tätige Unternehmen sind erfolgreicher, wenn auch deren Verwaltungsrat international zusammengesetzt ist, und umgekehrt. Je mehr Expats in einer Region, desto mehr internationale Schulen, und umgekehrt. Wie gut ist hier die Zentralschweiz positioniert? Ist die Region bezüglich der Internationalisierung als Zürich-Süd zu betrachten? Als Indikator werden für die Zentralschweizer Kantone die Vollzeitäquivalente zusammengerechnet, welche in neu («ex nihilo») gegründeten Firmen während zehn Jahren ( ) entstanden sind, und die eine Zweigniederlassung einer ausländischen Firma sind. Im Zeitverlauf nimmt dieser Wert bis im Jahr der Finanzkrise 2008 zu, und geht unmittelbar danach deutlich zurück. Im Verhältnis zur Wohnbevölkerung kommt auf den sechsfachen Wert verglichen mit der restlichen Zentralschweiz. Schwyz,, Nidund Obwalden bilden das Mittelfeld, wobei Schwyz die Nase klar vorn hat. Uri weist den deutlich kleinsten Anteil auf. Dies stützt die These: In der Zentralschweiz gibt es verschiedene Internationali sierungsgrade, je näher am Metropolitanzentrum Zürich ein Standort liegt, desto internationaler ist er. Kleiner sind die statistischen Unterschiede beim Vergleich der Gesamtbevölkerung mit der nichtständigen Wohnbevölkerung mit ausländischer Staatsangehörigkeit. Wenig überraschend ist auch hier mit seinen zahlreichen Expats mit 1,67 Prozent an der Spitze, aber dicht gefolgt mit 1,56 Prozent vom Kanton Uri! Den geringsten Wert findet man hier in Nidwalden mit 0,87 Prozent. Innerhalb der Kantone dürfte es nochmals grosse Unterschiede geben, die an dieser Stelle nicht erfasst sind. Innerschwyz und Ausserschwyz sind nicht gleich, -West und das Rontal unterscheiden sich, und so weiter. Sehr lokale Unterschiede ergeben sich schliesslich auch durch die unterschiedliche kurzoder mittelfristige Verfügbarkeit von Geschäftsimmobilien; ein in der Praxis oft matchentscheidender Standortfaktor insbesondere für mittlere und grössere Firmen mit weiteren Wachstumsambitionen. Verbindungslinien der Wissensökonomie näher betrachtet Fachleute sind sich einig, dass der Standortfaktor «Verfügbarkeit qualifizierter Arbeitskräfte» in Zukunft eine noch höhere Bedeutung erlangen wird, und zwar weltweit. Neben demographischen Gründen liegt dies an der Ausbreitung der Wissensökonomie. Expats sind in aller Regel Wissensarbeiter und oft sogenannte «globale Nomaden». Die stärkere Fo kus sierung der Wirtschaftswelt auf die Generierung und Anwendung von Wissen führt zu einer zunehmenden Re-Organisation der funktionalräumlichen Arbeitsteilung. Auf der einen Seite werden traditionelle Standortqualitäten durch den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien abgewertet. Einige Wissenschaftler postulierten sogar «The Death of Distance», da viele wertschö pfungsintensive Aktivitäten nun flächendeckend über das Internet ausgeübt werden können. Eine Chance also für ländliche Regionen. Auf der anderen Seite werden durch die Auffächerung und räumliche Ausweitung der Geschäftsbeziehungen persönliche Kontakte und damit räumliche Nähe umso wichtiger. Das wiederum hilft den Städten. Eine innovative Methodik, um Informations- und Wissensflüsse und damit Verbindungen von Regionen mit anderen und mit der Welt empirisch zu untersuchen, ist das so genannte «Interlocking Network Model». Die Analysemethodik geht davon aus, dass einzelne Städte und Agglomerationen über interne Niederlassungsnetze von wissensintensiven Unternehmen in internationale Informationsströme eingebunden sind. Firmeninterne Standortnetzwerke werden damit als Näherungsgrösse für den potentiellen Informationsaustausch zwischen Städten herange zogen im Folgenden als Konnektivität bezeichnet. Wir betrachten hier nun dieses Beispiel etwas näher, um der oben behaupteten Heterogenität der Zentralschweiz weiter nachzugehen. Für die vorliegende Analyse wurden auf diese Weise die Standortnetze von insgesamt 99 wissensintensiven Dienstleistungsunternehmen und 44 High-Tech Unternehmen aus der Zentralschweiz erfasst und ausgewertet

11 Internationale Zentralschweiz «Swissness is a concept used for representing products or services that stand for Swiss quality. It identifies with Swiss standards.» Sibylle Landolt, Bachelor Degree Course International Management & Economics Globale und regionale Konnektivität der Zentralschweiz Aus Sicht der Wissensökonomie spielen für die Zen tralschweiz vor allem die Agglomerationen und eine zentrale Rolle. Werden die Standortnetzwerke der Wissensökonomie auf nationaler und globaler Ebene ausgewertet, erkennt man, dass die relative Bedeutung von mit ausgreifendem räum lichen Massstab ansteigt. Bezogen auf globale Standortnetzwerke wissensintensiver Dienst lei s- tungs unternehmen weist mit Abstand die stärkste Konnektivität auf. Bei den nationalen Standortnetzwerken hingegen weist die stärkste Vernetzung auf. Betrachtet man die Standortnetzwerke der Zentralschweizer High-Tech Industrie, kommt die Dominanz von noch deutlicher zum Ausdruck, sowohl auf globaler als auch auf nationaler Ebene. Bezüglich Globalisierung ist zu konstatieren: Die eine Zentralschweiz gibt es nicht. Viel mehr gibt es in der Zentralschweiz ganz unterschiedliche Realitäten. Die Analyse der Wissensökonomie zeigt für die Zen tralschweiz eine erstaunliche funktionale Mehrpoligkeit, die durch eine markante Arbeitsteilung getrieben wird. Die stärksten Konnektivitäten lassen sich zwischen und im Bereich der wissensintensiven Dienstleister und zwischen und Stans im High-Tech Bereich erkennen. Die Ergebnisse zeigen auch, dass die Agglomerationen und für das Zentralschweizer Städtesystem eine wichtige Drehscheibenfunktion wahrnehmen, indem diese regionale und globale Informationsströme verknüpfen und zusammenführen. Gleichzeitig sind und essenziell auf die komplementäre Funktionsteilung innerhalb des Zentralschweizer Städtesystems und mit dem Metropolitanraum Zürich angewiesen, um die nötige kritische Masse im internationalen Standortwettbewerb zu erreichen. Die Analyseresultate zeigen deutlich, dass sich die funktionalen Netzwerke der Wissensökonomie nicht an politische Grenzen halten. Ob sich die Verantwortungsträger und Mitarbeitenden der hiesigen, internationalen Konzerne an der Zentralschweizer Kleinräumgkeit stören? Fühlt man sich eher dem Grossraum Zürich zugehörig? Oder bietet die Zentralschweiz gerade jene auch persönlich gelagerte Nähe, die international agierende Fachkräfte besonders schätzen? Wahrnehmungen und Antworten dazu werden wohl auch im Workshop «Globalisation right on our Doorstep» sehr heterogen ausfallen. * Stefan Lüthi, Dozent und Projektleiter an der Hochschule Wirtschaft * Christoph Hauser, Dozent und Projektleiter an der Hochschule Wirtschaft «Swissness verbinde ich mit Emotionen, die ein Heimatgefühl vermitteln, basierend auf Traditionen und Werten der Schweizer Bevölkerung.» Roman Scheidegger, Reka AG, Studiengang Executive MBA 20 21

12 Internationale Zentralschweiz Steuerklima Die Zentralschweiz im nationalen Vergleich Gewinnsteuern für juristische Personen 2014/15 Netzwerke Firmeninerne Standortnetzwerke von High-Tech Unternehmen zu nationalen und internationalen Standorten 25.0% 22.5% 20.0% 17.5% 15.0% 12.5% 10.0% 7.5% London Arbon Zürich Mailand Köln Hannover Prag Budapest Vaduz Shanghai Hong Kong Tokyo 5.0% 2.5% 0.0% LU SZ NW OW ZG UR AR AI SH TG GL FR GR SG SO TI NE BL ZH AG JU BE VS BS GE VD Singapur São Paulo Sidney Quelle: Pascal Hinny (Hrsg.). Steuerrecht 2014 und Schulthess-Verlag Zürich. In: Neue Zürcher Zeitung / Die Zentralschweiz im internationalen Vergleich Gewinnsteuer in der Zentralschweiz für juristische Personen 2014 im internationalen Vergleich GB 23% USA 40% IRL 12.5% L 29.2% NL 25% DE 30% RUS 20% RC 25% Standortvernetzung der Zentralschweizer Agglomerationen über firmeninterne Standortnetzwerke wissensintensiver Dienstleistungsunternehmen Hohe Vernetzung Mittlere Vernetzung Pfäffikon Geringe Vernetzung ZG 14.88% LU 12.32% SZ 14.92% UR 15.11% OW / NW 12.66% ZENTRALSCHWEIZ SGP 17% HK 16.5% Interregionale Vernetzung durch firmeninterne Standortnetzwerke wissens intensiver Dienstleistungsunternehmen Stans Schwyz Quelle: KPMG, Swiss Tax Report Quelle: Pascal Hinny (Hrsg.). Steuerrecht Schulthess-Verlag Zürich. In: Neue Zürcher Zeitung Die Verbindungen sind normiert auf die Top-Verbindung (- = 1.00) 22 23

13 Wo die Musik in Zukunft spielt NEUE MITTELSCHICHT, NEUE KUNDSCHAFT? ZUKUNFTSMÄRKTE FÜR ZENTRALSCHWEIZER KMU In welchen Target Markets spielt die Musik für Zentralschweizer Exporteure in Zukunft am schönsten? Sich mit der wachsenden Mittelschicht in den Schwellenländern auseinander zusetzen, wird zu einer zentralen Herausforderung für Schweizer Exporteure. Doch der wachstumsstärkste Markt ist nicht automatisch der beste. Begründet in einer rapiden Zunahme der Wirtschaftskraft und Bevölkerungszahl in den Schwellenländern, erreichen global immer mehr Menschen ein Einkommen zwischen USD und pro Jahr. Bis 2030 wird sich die weltweite Mittelschicht von 2,5 auf 5 Mrd. Menschen verdoppeln, wobei zwei Drittel davon in Asien leben werden. Dementsprechend wird Asien bis 2030 rund 60 Prozent der weltweiten Konsumausgaben bestreiten. So lauten die Ergebnisse einer Studie, die PwC im Auftrag von Switzerland Global Enterprise (S-GE) erstellt hat. Das massive Wachstum der Mittelschicht in den Schwellenländern stellt die weltwirtschaftlichen Verhältnisse auf den Kopf. Wird sich die Zentralschweiz vom erwarteten Wachstum eine Scheibe abschneiden können? Absatzchancen: Von Schokolade bis zu Kommunalfahrzeugen Erhebliche Wachstumschancen bieten sich für Zentralschweizer Firmen aus Konsumgüterbranchen. In den zehn grössten Rising Middle Class-Märkten werden sich etwa die Ausgaben für Lebensmittel um 9 Prozent pro Jahr steigern. Doch wo die Mittelschicht wächst, wächst auch der Bedarf nach einer funktionierenden Infrastruktur oder einem guten Gesundheitssystem. So können auch Zentralschweizer Industrie-Exporteure massiv von der Rising Middle Class profitieren: in vielen Branchen von der Medizintechnik über die ICT bis zum Verkehrswesen erhöhen sich die jährlichen Ausgaben um 8 bis 9 Prozent in den zehn Ländern mit der grössten wachsenden Mittelschicht. Mit den Ausgaben steigen auch die Ansprüche an Produkte. Mehr Menschen sind bereit, etwas mehr Geld auszugeben, um «das Beste» zu erhalten. In der entsprechenden Ambition liegt wohl der grösste gemeinsame Nenner einer Zentralschweizer Wirtschaft, die sonst nach Branchen recht stark diversifiziert ist. Zu den hier vertretenen Branchen mit guten Exportaussichten gehören unter anderem hochwertige Nahrungsmittel und weitere hoch veredelte Konsumgüter, Fahrzeuge von Lifts bis Jets oder weitere technologisch anspruchsvolle, qualitätskritische Sektoren wie Gesundheit oder Sicherheit sowie Dienstleistungen im Bereich Logistik und Handel. Markteinstieg genau abwägen: Kein Asien-Automatismus Riesige neue Märkte sind im Entstehen begriffen. Doch damit wird der ang dazu nicht automatisch einfacher. Die vielfältigen neuen Marktchancen zu realisieren, stellt besonders für KMU eine grosse Herausforderung dar. Der Aufstieg der Mittelschicht bedeutet, dass die regionale Wirtschaft der Schwellenländer umgekehrt auch zu einer immer stärkeren Konkurrenz erwächst. Breitere Märkte führen zu intensiverem Wettbewerb. Das wachstumsstärkste Land ist deshalb nicht automatisch das bestgeeignete für einen hiesigen Exporteur. Die Unternehmen müssen ganz genau analysieren, wo die Opportunitäten den Wettbewerb überwiegen. Den Exporteuren stellt sich damit die Frage nach dem entscheidenden Wettbewerbsvorteil und der passenden strategischen Antwort auf diese Entwicklungen. Kann man die wachsenden Massen bedienen, oder muss man sich noch stärker auf Nischen oder auf besondere Qualitäten konzentrieren? Welche kritische Masse braucht man, um auf den expandierenden Weltmärkten ein konkurrenzfähiger Player zu sein? Diese und weitere Fragen werden im Workshop «Wo die Musik in Zukunft spielt: Target Markets der Zentralschweizer Firmen» diskutiert

14 Wo die Musik in Zukunft spielt «Qualität auf Anhieb und nur aus der Schweiz» Roger Winiger, Müller Martini Maschinen & Anlagen AG, Studiengang Executive MBA Diversifizierung der Exportmärkte Baden-Württemberg oder die Lombardei sind schon grosse Zielmärkte warum in die Ferne schweifen? Gerade angesichts der Frankenstärke im Euroraum, lohnt es sich trotz der Herausforderungen, an der Diversifizierung der Exportmärkte zu arbeiten. In der S-GE-Quartalsumfrage, dem KMU Exportindikator, gaben drei Viertel aller befragten KMU an, dass ihre Margen aufgrund des starken Franken litten, und dies zu 99 Prozent im Euro-Raum. Der Dollar hingegen und mit ihm viele Währungen in den Schwellenländern der Welt, die an ihn gekoppelt sind, hat sich nach der SNB-Entscheidung, die Bindung an den Euro aufzuheben, bereits stark erholt. Die Credit Suisse (CS) ging denn auch im jüngsten Exportindikator wiederum davon aus, dass die Nachfrage nach Schweizer Gütern aus den USA sich steigern werde. Die veränderten Kräfteverhältnisse in der Weltwirtschaft sollen jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass Europa als Exportdestination für die Schweiz weiterhin überaus bedeutsam bleiben wird. Gerade für kleinere Erstexporteure bilden die Nachbarländer, die kulturell und regulatorisch einfacher anzugehen sind als ein Schwellenland, noch immer den Einstieg ins internationale Geschäft. Und auch für Firmen, die schon lange im Export tätig sind, stellen sie wichtige Referenzmärkte dar, mit deren Hilfe KMU weiter entfernt in der Welt beweisen können, dass ihre Produkte Qualität haben und nachgefragt werden. Zumal innerhalb Europas nicht alles Euro-Land ist. Etwa im Vereinigten Königreich haben sich die Aussichten für Schweizer Unternehmen nicht allzu sehr eingetrübt: Dank einem starken Wirtschaftswachstum (+2,7% , CS), das in den europäischen Industrieländern seinesgleichen sucht, vermehrten Investitionen in die Infrastruktur (Energieeffizienz, Verkehr) und nicht zuletzt einer zu erwartenden neuerlichen deutlichen Aufwertung des Pfundes gegenüber dem Schweizer Franken. Zu nennen wären ebenfalls die skandinavischen Länder, die mit hoher Kaufkraft und Qualitätsanspruch punkten können. Schliesslich, so schätzt ebenfalls die Credit Suisse im letzten Exportindikator, dürfte der deutsche Exportmotor dabei helfen, die negativen Effekte des starken Frankens durch eine erhöhte Nachfrage nach Schweizer Zulieferprodukten etwas abzumildern. Einen sehr interessanten Markt stellt am Rande Europas die Türkei dar ein näherer Markt, der mit guten Wachstumsaussichten (3,7% , CS) und Währungsprognosen glänzt (9,1% Aufwertung gegenüber dem Franken über das kommende Jahr, CS). MEM-, Präsizions-, Medizin- und Cleantech branche können hier von konsumfreudigen Aufsteigern und von grossen Investitionsprogrammen der Regierung profitieren. Zudem fungiert das Land als Tor in den Nahen Osten. «Unter Swissness verstehe ich Qualität, Innovation und Beliebtheit.» Nadja Peter, Studiengang Bachelor of Science in Business Administration Einige Faustregeln helfen KMU dabei, einen Markteinstieg zu strukturieren: Rising Middle Class-Märkte auf dem Radar behalten und gründlich prüfen. Intelligente spezifische Marktstrategie entwickeln. Die Optionen: Produkte lokalisieren, günstige Preise kombinieren mit Swissness, Anpassungen durch Verpackung oder Sortiment realisieren. Lokale Präsenz sicherstellen: Starke physische Präsenz not wendig, Marktkenntnis und kulturelles Entgegenkommen Vertriebs- und Marketingnetz anpassen, digitale Kanäle berücksichtigen. Gezielt in Ausbildung und Training investieren: für die Mitarbeiter, aber auch für Kunden und Partner, um über Qualität und Nutzen der Produkte aufzuklären. Für KMU sie prägen die Zentralschweizer Wirtschaft deutlich sind das hohe Anforderungen, die tendenziell weiter ansteigen werden. Doch auch die entsprechenden Chancen steigen an. Eine Exportstrategie will also gut überlegt sein. Man findet in der Zentralschweiz durchaus positive Inspiration von bestehenden Export-Champions, wie die Märkte von morgen erfolgreich zu erschliessen sind. * Daniel Küng, CEO Switzerland Global Enterprise * Christoph Hauser, Dozent und Projektleiter an der Hochschule Wirtschaft 26 27

15 Wo die Musik in Zukunft spielt Die aufstrebende Mittelschicht Landflucht: Die Rising Middle Class zieht es in die Städte. Geschäftschancen Healthcare und Medtech Die Ausgaben für Gesundheitsprodukte werden in der Gruppe der 10 wichtigsten RMC-Märkte bis 2019 um 9% jährlich steigen. Wachstum in Städten Transport und Automotive China wird 2020 der grösste Markt für Kraftfahrzeuge sein, Indien der drittgrösste, Brasilien der viertgrösste. Wachstumstreiber der Rising Middle Class: Urbanisierung und Technologie Die aufstrebende Mittelschicht wird digital vernetzt sein und in Städten leben: Es ist zu erwarten, dass die Zahl der Menschen, die in Städten leben, bis 2050 um 72% ansteigt. Quelle: PwC Globale Kräfteverlagerung Die Rising Middle Class wächst und wächst. Digitale Technologien 80% der weltweit verkauften Smartphones werden in Schwellenund Entwicklungsländern abgesetzt werden. Wachstumstreiber der Rising Middle Class: Bevölkerungs- und BIP-Wachstum Der Westen verliert seine dominierende Wirtschaftsstellung, während Bevölkerungszahlen und BIP in den Schwellenländern wachsen. Die Folge ist ein Anstieg des BIP pro Kopf, der es immer mehr Menschen ermöglicht, in die Mittelschicht aufzusteigen. BIP in USD Jahr Bio. Wachstum BIP in USD Jahr Bio. Wachstum Freizeit und Kultur Die Ausgaben werden bis 2050 stark steigen, z.b. auf den Philippinen um 8,4% und in Indonesien um 6,1% jährlich. Jahr Bio. G7 USA Japan Deutschland Grossbritannien Frankreich Italien Kanada China Indien Brasilien Russland Indonesien Mexiko Türkei Jahr Bio. E7 Lebensmittel Die 10 wichtigsten RMC-Märkte werden bis 2019 pro Kopf 9% mehr für Lebensmittel ausgeben. G7: USA, Japan, Deutschland, Grossbritannien, Frankreich, Italien, Kanada E7: China, Indien, Brasilien, Russland, Indonesien, Türkei Quelle: PwC Quelle: PwC-Analyse, Weltbank, nationale statistische Ämter, HSBC, FAO, Skolkovo, Gartner; basierend auf den 10 wichtigsten RMC-Ländern: Brasilien, China, Ägypten, Indien, Indonesien, Mexiko, Türkei, Philippinen, Russland, Pakistan 28 29

16 30 31

17 Referenten REFERENTEN MARTIN ANDERMATT VRP Andermatt Biocontrol AG RALF J. BOPP Direktor Handelskammer Deutschland Schweiz DAVID DIN CEO Bluetector AG MICHAEL ELSENER Kabarettist Martin Andermatt studierte an der ETH Zürich Agronomie. Noch während des Doktorats am Entomologischen Institut der ETH gründete er mit seiner Frau 1988 die Andermatt Biocontrol AG. Das Unternehmen entwickelt und produziert biologische Pflanzenschutzmittel und vertreibt diese weltweit. Aus der ursprünglichen Firma in einer Studentenwohnung hat sich die Andermatt Holding mit fünf Unternehmen in Grossdietwil und sieben Niederlassungen im Ausland entwickelt. Martin Andermatt ist VRP der Andermatt Biocontrol AG und Mitglied oder Vorsteher in den obersten Führungsgremien von mehr als einem Dutzend Unternehmen im In- und Ausland. Nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre an der Universität Frankfurt am Main startete Ralf J. Bopp 1985 seine Berufslaufbahn im Marketing der Braun AG in Kronberg, Deutschland. Nach über sechs Jahren im Marketing und Business-Management wechselte er in die Schweiz und übernahm 1991 die Abteilung Wirtschaftsberatung Schweiz der Handelskammer Deutschland Schweiz in Zürich. Als stellvertretender Direktor und Leiter des Exportmarketings widmete er sich ab 1994 der Beratung, Gründung sowie dem Kauf und Verkauf von Unternehmen. Im Juli 2005 übernahm er die Geschäftsleitung der Handelskammer Deutschland Schweiz. Nach dem Abschluss des Studiums in Betriebswirtschaft an der Universität Zürich hat David Din den Titel als Chartered Financial Analyst (CFA) erworben. Zunächst arbeitete er mehrere Jahre bei der UBS in Zürich und Luxemburg und anschliessend als Mitglied der Direktion bei Schroders gründete David Din mit einem Partner in Luxemburg eine Firma im Abwasserbereich und führte diese während fünf Jahren. Nach Ablauf des Konkurrenzverbotes gründete er 2012 im Technopark die Bluetector AG, welche sich auf schwierige Abwässer konzentriert und dank der selber entwickelten BlueBox Kunden signifikante Ein sparungen ermöglicht. Er ist jung, lockig und er. Und bereits nicht mehr aus der Schweizer Kabarettszene wegzudenken: Michael Elsener. Viele kennen ihn aus «Giacobbo/Müller». Der 28-Jährige hat den Prix Walo gewonnen und ist bekannt für seine Parodien von Aeschbacher, Federer, Johann Schneider-Ammann sowie seiner Figur Bostic und TV-Auftritten mit versteckter Kamera. Und dafür, dass er als studierter Politikwissenschafter gerne etwas kritischer hinschaut. Die Sonntagszeitung sagt über ihn: «Schnell, überraschend, aktuell. Darüber hinaus der begabteste Imitator.» FRANÇOIS BAUR Ständiger Vertreter in Brüssel / Leiter Europäische Angelegenheiten economiesuisse François Baur studierte Rechtswissenschaften an den Universitäten Genf und Zürich. Von 1992 bis 2003 arbeitete er als Rechtskonsulent / stellvertretender Leiter des Rechtsdienstes im Bundesamt für Kultur. Von 2003 bis Januar 2009 arbeitete er im EFTA-Sekretariat in Brüssel für den Europäischen Wirtschaftsraum EWR. Seit Februar 2009 leitet er das Brüsseler Büro und vertritt economiesuisse und den Schweizerischen Arbeitgeber verband beim europäischen Wirtschaftsverband BUSINESSEUROPE als deren ständiger Vertreter. Für die Schweizer Wirtschaft sitzt François Baur auch im Auslandschweizerrat (ASR), der die Interessen aller Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer gegenüber Behörden und Öffentlichkeit in der Schweiz vertritt. URS BUCHMANN Head Corporate and Institutional Clients Asia Pacific Credit Suisse AG Urs Buchmann studierte Rechtswissenschaften in der Schweiz und in Belgien und doktorierte an der Universität Bern. Bevor er 1985 seine Laufbahn bei der Credit Suisse begann, arbeitete er in der Wirtschaftsredaktion der Neuen Zürcher Zeitung. Seit 1987 war er in China in verschiedenen Funktionen für die Credit Suisse tätig, u.a. als Head Credit Suisse Financials China sowie Head China Corporate Banking. Am 1. September 2011 übernahm er seine heutige Funktion als Head Corporate and Institutional Clients Asia Pacific. Urs Buchmann war Verwaltungsrat in verschiedenen Industrie- und Finanzunternehmen in Asien und Europa und ist heute Verwaltungsrat des Sino-Swiss Partnership Fund. KLAUS DRAENERT VRP boneartis AG Klaus Draenert studierte Medizin an der Eberhard-Karls Universität in Tübingen sowie an den Universitäten in Wien und Hamburg. Er spezialisierte sich später auf Traumatologie und Orthopädie an den Universitäten Bern und München. Klaus Draenert ist noch heute Professor an der Technischen Universität München erhielt er eine Professur an der Faculty of Nebraska in den USA. Klaus Draenert wurde dreimal mit dem American-Academy-Award ausgezeichnet und erhielt den Theodor - Nägeli Preis der Universitäten Basel und Tübingen gründete er in Brunnen mit seinem Sohn die boneartis AG, welche implantierbare Medizinkeramiken entwickelt und produziert. URS FISCHBACHER Verhaltensökonom TWI Universität Konstanz Nach seiner Promotion in Mathematik arbeitete Urs Fischbacher zunächst als Software-Ingenieur. Im Jahr 1995 wechselte er zurück an die Universität Zürich, wo er als wissenschaftlicher Programmierer und Lehrbeauftragter am Institut für empirische Wirtschaftsforschung arbeitete. Dort habilitiere er im Jahr 2006 in Volkswirtschaftslehre mit Arbeiten zu menschlicher Motivation und Kooperation. Seit Oktober 2007 hat er einen Lehrstuhl an der Universität Konstanz und leitet das Thurgauer Wirtschaftsinstitut in Kreuzlingen. Seine Forschung befasst sich mit beschränkt rationalem Verhalten und nicht-egoistischen Präferenzen. In Zusammenarbeit mit Neurowissenschaftlern hat er auch Erkenntnisse zum neuen Gebiet der Neuroökonomie beigetragen

18 Referenten CORINNE FISCHER VRP Bataillard AG, Vizepräsidentin IHZ KAI HERMES Geschäftsführer Gemü GmbH STEFAN HUNKELER CEO Hunkeler AG DANIEL KÜNG CEO Switzerland Global Enterprise Nach Abschluss des Studiums an der Universität St. Gallen war Corinne Fischer im Verkauf der Firma Procter&Gamble AG in Genf tätig. Anschliessend wechselte sie zur Bon Appétit Gruppe als Mitglied der Geschäftsleitung der Primo/Visavis Läden, verantwortlich für Marketing und Beschaffung. Im Jahre 2000 übernahm sie zusammen mit ihrem Bruder die Firma Bataillard & Cie. AG und leitete diese bis Im Anschluss absolvierte sie eine Ausbildung als Life&Business Coach und professionelle Mediatorin. Heute ist sie nebst dem Engagement in ihrer Firma in verschiedenen Verwaltungs- und Stiftungsräten tätig und begleitet Führungskräfte durch Veränderungssituationen. Nach dem Studium der Ingenieurwissenschaften an der RWTH Aachen war Kai Hermes zunächst für ein inhabergeführtes Unternehmen der Automobilzulieferbranche tätig. Mit dem Wechsel zur Dynamit Nobel Kunststofftechnik, Teil der heutigen Faurecia Gruppe, folgte der Einstieg in internationale Konzernstrukturen. Dort leitete er sowohl Produktionsstandorte als auch das länderübergreifende Projektmanagement. Seit 2010 ist Kai Hermes in der Schweiz tätig, zunächst im Rahmen eines Beratungsprojektes und seit 2011 als Geschäftsführer. Seit 2013 leitet er in der Zentralschweiz als CEO die 1981 gegründete Gemü GmbH, welche Teil eines weltweit aufgestellten deutschen Familienunternehmens ist. Stefan Hunkeler schloss 1993 sein Studium der Betriebsökonomie an der HWV ab. Danach arbeitete er fünf Jahre im südamerikanischen Venezuela, unter anderem als Direktor für die dortige Canon- Vertretung folgte der Eintritt in das Familienunternehmen Hunkeler AG, die ersten vier Jahre als Geschäftsführer der deutschen Niederlassung in München wechselte er nach Wikon als CEO des 93-jährigen Print-Finishing-Maschinenbauers mit rund 280 Mitarbeitenden. Seit 2009 ist Stefan Hunkeler zudem Mehrheitsaktionär in dritter Generation. Mit den alle zwei Jahre stattfindenden Innovationdays in organisiert Hunkeler eines der wichtigsten internationalen Branchentreffen mit rund Besuchern in der Zentralschweiz. Nach Studienabschluss an der Universität St. Gallen war Daniel Küng ab 1980 bei der Mercedes-Benz do Brasil in São Paulo tätig beteiligte er sich als geschäftsführender Partner an der Gründung der Dienstleistungsgesellschaft Agrosuisse Lda. Fünf Jahre später folgten der Wechsel nach Portugal und die Gründung der auf die Ansiedlung ausländischer Unternehmen in Portugal spezialisierten Response Group in Lissabon. Seit 2004 leitet Daniel Küng als CEO Switzerland Global Enterprise (S-GE, ehemals Osec), das offizielle Kompetenzzentrum für Schweizer Aussenwirtschaftsförderung. Die S-GE bündelt im Auftrag des Bundes die Leistungsaufträge der Export- und Importförderung sowie der Standortpromotion unter einem Dach. SUSANNE GIGER Wirtschaftsredaktorin Schweizer Radio und Fernsehen SRF Nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität St. Gallen arbeitete Susanne Giger im Projektmanagement eines KMU und in der Kommunikation des Versicherungskonzerns Zürich absolvierte sie das Nachdiplomstudium Journalismus am Medienausbildungszentrum (MAZ) in. Seither arbeitet Susanne Giger als Wirtschaftsredaktorin und Moderatorin beim Schweizer Radio und Fernsehen SRF für verschiedene Sendungen, u.a. Echo der Zeit, Rendez-vous, Wirtschaftsmagazin Trend sowie Eco erschien ihr Buch «Hans Vontobel - Bankier, Patron, Zeitzeuge». PETER HOFSTETTER Executive Director, Site Head Werthenstein BioPharma GmbH, MSD Nach dem Chemiestudium an der ETH Zürich und abschliessender Dissertation trat Peter Hofstetter zunächst als Leiter der Qualitätskontrollabteilung in die heutige Werthenstein BioPharma GmbH ein, welche zum weltweit tätigen Gesundheitsunternehmen MSD gehört. Aufgewachsen in der Zentralschweiz und verwurzelt mit der Gegend blieb er dem Unternehmen über mehr als 30 Jahre treu und entwickelte seine Laufbahn bis zum Geschäftsführer dieses Forschungs- und Entwicklungsunternehmens mit heute über 200 Mitarbeitenden. MARION KLEIN CEO und Inhaberin PACK EASY AG Marion Klein begann ihre Karriere bei der Bank of America. Es folgten mehrjährige internationale Studien- und Berufsaufenthalte sowie der Aufbau eines Grosshandelsbetriebes bevor sie ihr Weg zurück zu ihren Wurzeln führte. Seit 2009 verantwortet sie als CEO in zweiter Generation die Geschicke des Innerschweizer Innovationshauses PACK EASY AG, für welche sie bereits seit 1987 tätig ist. Unter ihrer Leitung durchlief die Handelsmarke PACK EASY einen Reifeprozess zur Nischenmarke. Marion Klein wirkt zudem als Gönnerin des Instituts Schweizer Unternehmerfamilien, Keynote Speaker und Moderatorin. SUZI LEVINE US-Botschafterin in der Schweiz und Liechtenstein Suzi LeVine studierte an der Brown University Englisch und mechanische Ingenieurswissenschaften mit Anwendung auf Luftund Raumfahrttechnik. Anschliessend arbeitete sie als Produktmanagerin für Microsoft bevor sie als Direktorin für Marketing und später Vizepräsidentin für Marketing und Verkauf bei Expedia tätig war. Von 2006 bis 2013 war sie Mitbegründerin und anschliessende Vorsitzende des Institute for Learning and Brain Sciences der Universität in Washington und arbeitete daneben als Direktorin für die Microsoft Corporation. Suzi LeVine hat ihr Amt als Botschafterin der USA für die Schweiz und Liechtenstein am 2. Juni 2014 angetreten

19 Referenten JOHANNES MILDE Präsident er Wirtschaftskammer MARTIN NAVILLE CEO Swiss-American Chamber of Commerce ADRIAN PFENNIGER CEO TRISA AG HERMANN ROSEN President and CEO ROSEN Group Nach dem Studium der Informatik und anschliessender Promotion an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen, begann Johannes Milde seine Laufbahn in der Industrie im Forschungszentrum der damaligen BBC in Dättwil. Über die ABB Produktionstechnik AG kam er zu Landis & Gyr nach und später zu Siemens. Von 2007 bis Dezember 2014 war er CEO der globalen Siemens Division Building Technologies, die er heute noch selektiv berät. Seit 2010 setzt sich Johannes Milde als Präsident der er Wirtschaftskammer für den Wirtschaftsstandort Schweiz ein. IVO MURI Zeitforscher und VRP Zeit AG Nach der Lehre als Maschinenzeichner und einigen Jahren Berufserfahrung studierte Ivo Muri Betriebswirtschaft an der heutigen Hochschule Wirtschaft. Zusätzlich erlangte er den Master of Advanced Studies an der Zürcher Fachhochschule in Human Resources Management gründete er die Zeit AG, deren Verwaltungsratspräsident er heute ist gründete er zudem das Institut Zeit & Mensch, welches sich intensiv mit Fragestellungen rund um das Thema Zeit befasst. Das Wissen aus der Zeitforschung fliesst in die Produkte und Dienstleistungen der Zeit AG ein. Martin Naville studierte Rechtswissenschaften an der Universität Zürich. Danach startete er seine berufliche Laufbahn als Corporate Banker bei JP Morgan in Zürich und New York. Anschliessend war er 16 Jahre bei The Boston Consulting Group in München, Zürich und New York tätig, ab 1995 als Partner. Seit 2004 ist Martin Naville CEO der Swiss-American Chamber of Commerce, einer führenden Organisation, die für ihre 2200 Mitglieder (Schweizer und US-Firmen) wirtschaftspolitische Brücken zwischen den USA und der Schweiz baut und unterhält, sowie für optimale Standortbedingungen für Schweizer und ausländische Multinationals einsteht. Er ist Präsident des Zürcher Zoos, VR-Mitglied bei Swissquote sowie Präsident des Komitees Weltoffenes Zürich. MAURICE PEDERGNANA Dozent Hochschule Wirtschaft Nach dem Studium der Betriebswirtschaft und anschliessender Promovierung an den Universitäten in St. Gallen und Tokyo hat Maurice Pedergnana zunächst für Fredmund Malik in der Unternehmensberatung gearbeitet, u.a. im Finanzsektor. Von 1999 bis 2011 war er im Bankrat der Zürcher Kantonalbank und seither ist er Chefökonom und Partner bei der erberg Finanz AG. An der Hochschule unterrichtet er seit 1999 Themen wie Bank Management und Führungsthemen im Private Banking und Wealth Management. Nach seinem Wirtschaftsstudium HEC an der Universität Lausanne und zwei Auslandjahren in Argentinien und den USA trat er 1989 als Export Manager in die Firma TRISA AG ein wurde er Mitglied der Geschäftsleitung und ab 2005 CEO der TRISA AG. Adrian Pfenniger ist seit 2010 zudem VRP der TRISA Holding AG. Die TRISA wurde 1887 gegründet, beschäftigt 1200 Mitarbeitende und wird heute bereits in der vierten Generation als Familienunternehmen geführt. MICHAEL RAUCHENSTEIN Fernsehmoderator / Redaktor Zentralschweizer Fernsehen Tele 1 AG Nach der Matura an der Kantonsschule Ausserschwyz arbeitete Michael Rauchenstein als Radiomoderator bei Radio TOP in Winterthur, wo er nebst der Morgenshow unter anderem auch die Abstimmungssonntage moderierte. Ab dem Jahr 2010 studierte er an der Universität auf Stufe Bachelor Politikwissenschaften und Soziologie. Auch beruflich zog es Michael Rauchenstein nach. Seit 2011 arbeitet er als Moderator und Redaktor für das Zentralschweizer Fernsehen Tele 1 AG und moderiert unter anderem die Sendung Kontrovers. Zusätzlich moderiert er auch Podiumsgespräche und Events. Hermann Rosen gründete direkt nach dem Abschluss des Studiums der Mess- und Regeltechnik sein erstes Ingenieurbüro für Elektroplanung in Lingen, Deutschland, am Wohnsitz der Familie Rosen. Nach einigen Jahren identifizierte er eine wachsende Marktnachfrage nach Inspektionslösungen zur Gewährleistung der Integrität von Pipelines in der Öl- und Gasindustrie gründete er deshalb die Rosen Engineering GmbH, die heute als ROSEN Group firmiert. Hermann Rosen ist als Präsident, CEO und Vorsitzender des Familienboards verantwortlich für die langfristige strategische Unternehmensausrichtung der ROSEN Group. PATRIK SCHELLENBAUER Mitglied des Kaders Avenir Suisse Nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre an der Universität Zürich war Patrik Schellenbauer Oberassistent an der ETH Zürich. Ab 2002 leitete er den Bereich Financial Engineering bei der Zürcher Kantonalbank stiess Patrik Schellenbauer zur Denkfabrik Avenir Suisse und betreut schwergewichtig die Dossiers Arbeitsmarkt und Migration, Bildung, Verteilung und Wohnungsmarkt veröffentlichte er eine viel beachtete Studie zum Schweizer Mittelstand. Er ist zudem Lehrbeauftragter für Immobilien- und Stadtökonomie an der ETH Zürich und an der Hochschule für Wirtschaft Zürich

20 Referenten JOHANN N. SCHNEIDER-AMMANN Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung WBF Bundesrat Johann N. Schneider-Ammann studierte Elektrotechnik an der ETH Zürich und erlangte später den Master of Business Administration an der Schule INSEAD in Fontainebleau, Paris. Nach Tätigkeiten als Projektleiter bei Oerlikon-Bührle trat er 1981 ins Maschinenbau-Unternehmen Ammann Group ein. Bis zu seiner Wahl in den Bundesrat am 22. September 2010 war er Vorsitzender der Ammann Gruppenleitung und Verwaltungsratspräsident der Ammann Group. Der FDP-Politiker war von 1999 bis 2010 Nationalrat und Mitglied der Kommission für Wirtschaft und Abgaben. Zudem war er früher Mitglied im Vorstand verschiedener Wirtschaftsverbände sowie Präsident von Swissmem (Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie). GERHARD SCHWARZ Direktor Avenir Suisse Gerhard Schwarz studierte Volks- und Betriebswirtschaftslehre an der Universität St. Gallen und absolvierte das Advanced Management Programm der Harvard Business School begann er seine Tätigkeit als Mitglied der Wirtschaftsredaktion der Neuen Zürcher Zeitung. Ab 1994 war er deren Leiter und wurde 2008 zusätzlich stellvertretender Chefredakteur. Seit 2010 ist Gerhard Schwarz Direktor des Think- Tank Avenir Suisse in Zürich. Von 1989 bis 2013 war er zudem als Lehrbeauftragter an der Universität Zürich tätig und ist heute Mitglied verschiedener Stiftungsräte und Präsident der Progress Foundation. Als Autor hat er zahlreiche Bücher verfasst oder herausgegeben, darunter zuletzt «Ideen für die Schweiz 44 Chancen, die Zukunft zu gewinnen» und «Die Entstaatlichung des Geldes». HANS-RUDOLF SCHURTER VRP Schurter Holding AG Nach dem Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Bern und dem Erwerb des er Anwaltpatentes war Hans-Rudolf Schurter während zehn Jahren bei einer Grossbank in, Basel und New York tätig. Danach folgte ab 1986 der Eintritt ins eigene Familienunternehmen, welches er von 1990 bis Ende 2014 als verantwortlicher CEO führte. Seit 1992 ist er auch dessen Verwaltungsratspräsident. Zusätzlich wirkt Hans-Rudolf Schurter in mehreren Stiftungs- und Verwaltungsräten mit, so u.a. als Präsident der Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees (SGV). Von 2004 bis 2012 war er zudem Präsident des Schweizerischen Ruderverbandes (SRV). ERIC SULZER CEO BASWA acoustic AG Nach der Matura absolvierte Eric Sulzer zwei Studienjahre an der F+F Schule für Gestaltung in Zürich, bevor er an den Universitäten Zürich und Bern Rechtswissenschaften studierte. Es folgten Berufserfahrungen als Jurist in Kanzleien und Verwaltung und später juristische Projektarbeiten in Moskau trat Eric Sulzer als Aussendienstmitarbeiter in das Familienunternehmen BASWA acoustic AG ein und war zuständig für die französische Schweiz und Frankreich übernahm er die Geschäftsleitung der BASWA acoustic AG, seit 2009 ist er auch Verwaltungsratsmitglied. Seit 2012 ist er zudem Präsident der HDS Holding. Heute beschäftigt sich Eric Sulzer im Rahmen seiner Arbeit als Geschäftsführer und Verwaltungsrat der BASWA acoustic AG vorwiegend mit Fragen der Produktinnovation sowie dem Aufbau der Märkte in Fernost. 38

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