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1 Power Point Präsentation Daniela Wendland Stadtentwicklung Zürich Workshop 4 Zürcher Langstrassenkredit: Finanzielle Unterstützung von Firmen zur Quartieraufwertung

2 Zürcher Langstrassenkredit: Finanzielle Unterstützung von Firmen zur Quartieraufwertung Hochschule Luzern Soziale Arbeit Nationaler Kongress «10 Jahre Quartierentwicklung: Blick zurück Blick nach vorn» Themenworkshop WS 4, 28. Januar 2010 Daniela Wendland, Stadtentwicklung Zürich

3 Inhalt Langstrassenquartier Image Facts Entwicklung Städtisches Projekt «Langstrasse PLUS» Langstrassenkredit Entstehung Ziele Organisation Kriterien Überblick Mittelverwendung Erkenntnisse Diskussion 2

4 Image des Langstrassenquartiers Das Langstrassenquartier ist bekannt: Für sein Rotlichtmilieu, für seine Drogen Für seine EinwohnerInnen, die aus allen Ländern der Welt stammen Für seine Feste «Langstrassenfest», «Caliente Festival», «Longstreet Carnival» (bis zu BesucherInnen pro Fest) Manche haben Angst, ins Langstrassenquartier zu gehen Eltern sehen die Chancen ihrer Kinder gefährdet Andere finden es in, hier zu wohnen oder auszugehen 3

5 4

6 Facts zum Langstrassenquartier EinwohnerInnen (Stadt Zürich: ) 113 ha (Stadt Zürich: ha) Sehr dichtes Innenstadtquartier: Bevölkerungsdichte 96 EW/ha (Ø 57 EW/ha) Arbeitsplatzdichte 136 AP/ha (Ø 43 AP/ha) Viel ältere Bausubstanz 84% im erwerbsfähigen Alter (Ø 67%) Hohe Sozialhilfequote 12% (Ø 6%) Ausländeranteil 41% (Ø 30%) «Eingangstor» in die Stadt 5

7 Gewerbe- und Wirtschaftsstruktur Arbeitsstätten (Stadt Zürich ), Beschäftigte (Stadt Zürich ) Vor allem Klein- und Kleinstbetriebe Viel Gastronomie, Detailhandel Ethnic Business (1) Hotspot der Kreativwirtschaft (2) Bis 2003 schlechte Einschätzung als Geschäftsstandort (3) Aktuell Wiederentdeckung des Quartiers: grosse Nachfrage nach Räumlichkeiten 6

8 Entwicklung Einschätzung durch Bevölkerung (4)(5) Wohnortsbeliebtheit Direkte Wohnumgebung und eigene Wohnung Veränderung der Wohnumgebung und des Rufs des Quartiers Gentrifizierung-Yuppisierung? (6) Leichter Trend zur baulichen und statusmässigen Aufwertung Leichte Tendenz zur sozioökonomischen Polarisierung Keine akzentuierte, grossflächige Verdrängung Allgemeine Aufwertung in der Stadt Zürich Deutliche Verbesserung der Situation im öffentlichen Raum, teilweise aber immer noch grosse Belastungen Weitere Entwicklung offen 7

9 Städtisches Projekt «Langstrasse PLUS» 2001 Bewilligung eines umfassenden Projektes zur Aufwertung des Langstrassenquartiers durch Stadtrat 4 Säulenmodell: Sicherheit im öffentlichen Raum Leben im Quartier Nutzungen (Liegenschaften) Gebietsentwicklung 8

10 Entstehung des Langstrassenkredits September 2003: Ankündigung einer Volksinitiative mit einem Kredit von 20 Mio. Fr. November 2005: Gegenvorschlag des Stadtrates mit 2 Mio. Fr. für 5 Jahre Februar 2007: Stadtratsbeschluss für Langstrassenkredit Sommer 2007: Start Langstrassenkredit 9

11 Ziele Beitrag an vielfältige Quartierversorgung, Erhaltung geeigneter Gewerbestrukturen Förderung von Massnahmen zur Erhaltung, Erweiterung, Sanierung oder Schaffung von Lokalitäten für quartierbezogene Läden, Restaurants und Kleingewerbe Gebiet Stauffacherstrasse-Badenerstrasse-Kasernenstrasse- Bahnareal-Seebahngraben Keine Unterstützung kultureller/ sozio-kultureller Projekte 10

12 Organisation Geschäftsführung und Vorsitz: Stadtentwicklung Zürich Kommission: 4 VertreterInnen der Stadt und 3 VertreterInnen der Quartierbevölkerung bzw. des Quartiergewerbes berät über Projekt- und Unterstützungsgesuche (rund 3 Mal pro Jahr) Entscheid gemäss Antrag durch Stadtpräsidium Darlehen und à-fonds-perdu-beiträge, max. Fr Geschäftsordnung, Beurteilungskriterien, Leitfaden für Anträge, Liste unterstützter Projekte 11

13 Kriterien Quartierbezogene Kriterien Bezug zum Langstrassenquartier Beitrag zur positiven Standortentwicklung Nutzen fürs Quartier Vorteilhafte Wirkung auf unmittelbare Umgebung Stärkung Quartierversorgung, Gewerbestrukturen innerhalb des Quartiers Interkulturalität und Integrationsförderung Vernetzung, im Interesse mehrerer Interessensgruppen Förderung innovativer Konzepte Schaffung neuer Arbeits- und Ausbildungsplätze Betriebliche/ betriebswirtschaftliche Kriterien Sicherung von bestehenden Unternehmen/ Unterstützung neuer Firmen in der Anfangsphase Betriebswirtschaftlich erfolgversprechend und realistisch 12

14 Überblick Mittelverwendung Jahr Anz. unterstützte Projekte Gesamt à-fonds-perdu- Beiträge Darlehen Fr Fr Fr Fr Fr Fr Fr Fr Fr Total 27 Fr Fr Fr

15 Erkenntnisse Langstrassenkredit Nutzen fürs Quartier schwer zu beurteilen Betriebswirtschaftliche Kriterien contra Risikokredite Gefahr von Mitnahmeeffekten und Wettbewerbsverzerrung Keine Anträge von traditionellem Handwerk und Gewerbe Diskussion um zu viel Aufwertung 14

16 Diskussion Wie sieht eine vielfältige Quartierversorgung und Gewerbestruktur aus? Kann man Quartieraufwertung über einzelbetriebliche Förderung erreichen? Welche anderen Methoden zur Unterstützung von Firmen gibt es? Wie lässt sich der Nutzen fürs Quartier bestimmen? Wann hört man auf mit Massnahmen zur Quartieraufwertung? 15

17 Quellen (1) Ethno-Business in Zürich. Eine Bestandeserhebung in den Quartieren Seefeld und Langstrasse. Stadtentwicklung Zürich. Zürich, Januar (2) Zweiter Zürcher Kreativwirtschaftsbericht. Im Auftrag von Wirtschaftsförderung Stadt Zürich und Standortförderung des Kantons Zürich. Zürich, Mai (3) Befragung des Detailhandels im Langstrassenquartier. Stadtentwicklung Zürich. Zürich, (4) Bevölkerungsbefragung. Stadtentwicklung Zürich. Zürich, 2009/2007/2005/2003. (5) Leben im Langstrassenquartier. Stadtentwicklung Zürich. Zürich, (6) Das Langstrassenquartier. Veränderungen, Einflüsse, Einschätzungen 1990 bis Stadt Zürich/ Geografisches Institut der Universität Zürich. Zürich, Oktober

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