Die Gesamtkosten betragen 755 Millionen. Der Kantonsrat Zürich hat seinen Anteil von 510 Millionen bereits mit nur vier Gegenstimmen beschlossen.

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1 1 von :05 Tages-Anzeiger Mit nur 11 Gegenstimmen hat sich das Aargauer Kantonsparlament heute für die Stadtbahn zwischen Zürich-Altstetten und Killwangen ausgesprochen. Zu reden gab nur ein Nebenschauplatz. MARKTPLATZ

2 2 von :05 Viel klarer hätte das Resultat kaum ausfallen können. Nach einer einstündigen Debatte hat sich das Aargauer Kantonsparlament heute Nachmittag mit 117 zu 11 Stimmen hinter die Limmattalbahn gestellt und dafür 178 Millionen Franken gesprochen. Der Grosse Rat diskutiert heute in Aarau über eine Stadtbahn zwischen Zürich Altstetten und Killwangen/Spreitenbach. Sagt er Nein, kommt auch das Zürcher Projekt ins Schleudern. Mehr...

3 3 von :05 So hoch ist der vom Kanton Aargau zu übernehmende Kostenanteil für die Stadtbahn, die ab 2022 von Zürich-Altstetten zum Bahnhof Killwangen-Spreitenbach führen soll. Die tatsächlichen Kosten werden allerdings deutlich weniger hoch ausfallen, da der Bund für das Schlüsselprojekt seiner Agglomerationspolitik im Grossraum Zürich einen Beitrag von 35 Prozent der Gesamtkosten in Aussicht gestellt und teilweise bereits gesprochen hat. Der Kantonsrat hat sich mit grossem Mehr für eine Stadtbahn ausgesprochen, die das boomende Limmattal vom Verkehr entlasten soll. Das letzte Wort ist damit wohl noch nicht gesprochen. Mehr... Die Gesamtkosten betragen 755 Millionen. Der Kantonsrat Zürich hat seinen Anteil von 510 Millionen bereits mit nur vier Gegenstimmen beschlossen. «Geschichtsträchtiger Entscheid» Von einem «geschichtsträchtigen Entscheid» sprach der frühere Spreitenbacher Gemeindeammann Josef Bütler (FDP). Noch Generationen von Limmattalern würden davon profitieren. Heute Morgen befindet der Kantonsrat über einen 510-Millionen-Kredit für die Limmattalbahn. Die Stadtbahn soll verhindern, dass die stark wachsende Region im Verkehr versinkt. Mehr... Die Notwendigkeit dieser Stadtbahn wurde überhaupt nicht infrage gestellt, was bei der Kredithöhe schon beachtlich ist. Doch konnte der Regierungsrat offenbar zuvor im ganzen Kanton deutlich kommunizieren, dass davon nicht nur die wenigen direkt betroffenen Gemeinden an der Grenze zu Zürich profitieren werden. Strassenkasse etwas weniger folgen Diskutiert wurde lediglich die Finanzierungsart, welche die Regierung vorgeschlagen hat. Sie will das Geld in Form eines Darlehens an eine noch zu gründende Finanzierungsgesellschaft Limmattalbahn sprechen. Dazu wollte sie 34 Millionen Franken der Strassenkasse entnehmen. SP, Grüne, GLP und EVP fanden diesen Kostenteiler angemessen, da die Bahn ja

4 4 von :05 auch die Strassen entlaste. 34 Millionen waren den Bürgerlichen aber entschieden zu viel. Zumal ja auch die Beiträge aus dem Agglomerationsprogramm des Bundes dem nationalen Strassenfonds entnommen würden, wie Thierry Burkart (FDP, Baden) betonte. «Das ist denn doch des Guten zu viel.» Das Parlament einigte sich schliesslich mit 112 zu 9 Stimmen auf den von der vorberatenden Kommission vorgeschlagenen Kompromissbetrag in der Höhe von 20 Millionen Franken. Referendum unwahrscheinlich Dass im Kanton Aargau das Volk über das Grossprojekt abstimmen muss, ist eher unwahrscheinlich. Zwar untersteht der Kredit sowohl dem Ausgaben- wie auch dem Höherverschuldungsreferendum. Doch gibt es derzeit wenig Anzeichen dafür, dass die Behörde ein Referendum ergreift oder eine Gruppierung aus dem Volk Unterschriften gegen die Limmattalbahn sammelt. Anders im Kanton Zürich: Dort läuft derzeit eine Unterschriftensammlung. Wenn die Projektgegner bis Ende Mai 3000 Unterschriften zusammenbringen, hat in Zürich das Volk das letzte Wort über die Limmattalbahn. Investitionsschub erwartet Die Limmattalbahn ist, vergleichbar mit der Glattalbahn, als schneller Feinverteiler auf Schienen gedacht. Sie soll dabei helfen, das starke Bevölkerungswachstum im Zürcher und Aargauer Limmattal auf geordnete Bahnen zu lenken. Die Gemeinden versprechen sich davon einen Investitionsschub und eine Aufwertung des urbanen Raums entlang der Streckenführung, wie dies im Glattal geschehen ist.

5 5 von :05 Die Bahn wird über 13,4 Kilometer und zumeist auf eigenem Trassee verkehren und 27 Haltestellen bedienen, darunter die Bahnhöfe Altstetten, Schlieren, Dietikon und Killwangen sowie grössere Anlagen wie das Spital Limmattal, die Kantonsschule Urdorf und das Einkaufszentrum Shoppi/Tivoli in Spreitenbach. Angedacht ist zudem eine Weiterführung über Wettingen nach Baden. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet) (Erstellt: , 16:00 Uhr)

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