Anleitung zur Nutzung des TSM Client mit der Kommandozeile

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1 Anleitung zur Nutzung des TSM Client mit der Kommandozeile Version1.0 Inhalt 1. Einleitung 1 2. Bevor wir loslegen: Der Backup-Knigge 1 3. Am Anfang war die Konsole 4 4. Hilfe rufen 5 5. Wildcards und Abkürzungen 5 6. Sichern von Dateien Automatische Datensicherungen: 7 7. Anzeigen von gesicherten Daten Anzeigen der Schedule- Einstellungen Anzeigen welche Daten man Ein- bzw. Ausgeschlossen hat Anzeigen welche Partitionen gesichert wurden Anzeigen welche Daten bereits gesichert wurden 8 8. Wiederherstellen von Daten Wiederherstellen von ausgewählten Dateien Wiederherstellen von Verzeichnissen und mehrere Dateien Wiederherstellen ganzer Partitionen Wiederherstellen alter und/oder gelöschter Dateien Wiederherstellen der Daten auf einem anderen Rechner Einen anderen Rechner zu Autorisieren das Sichern durchzuführen Ändern des Passwortes: Beenden des TSM-Clients Einleitung Diese Anleitung soll dem Leser die Benutzung von TSM mit Hilfe der Kommandozeile näher bringen und die damit verbundene Datensicherung und Datenrückgewinnung ermöglichen. Die Screenshots stammen vom TSM System des Hochschulrechenzentrums der Uni Dortmund und dienen der Versinnbildlichung. 2. Bevor wir loslegen: Der Backup-Knigge Wie im normalen Leben hängt das reibungslose Miteinander von dem Verhalten seiner Teilnehmer ab. Einige Dinge, die Sie vermeiden sollten: Sichern Sie keine Daten eines Netzwerklaufwerkes! Diese Art der Datensicherung erzeugt ein Vielfaches des Datenverkehrs, der von einer Sicherung ausgeht, die von lokalen Platten erfolgt. Kollisionen von Datenpaketen auf dem verbindenden Netzwerk verursachen ein ungleich höheres Verkehrsaufkommen. 1

2 Sichern Sie nur sicherungswürdige Daten! Die Speicherung von Daten, die nur temporäre Bedeutung haben, wie zum Beispiel Cache-Dateien von Internet-Browsern oder das /tmp Verzeichnis ist nicht sinnvoll. Auch die Sicherung des Betriebssystems und zugehöriger Programme ist weitestgehend sinnlos. Sie brauchen zunächst ohnehin auf Ihrem Rechner das Betriebssystem sowie den zugehörigen TSM-Klienten. Das Rückspeichern der Daten eines größeren Betriebssystems benötigt aus dem TSM Backup heraus sicher in vielen Fällen mehr Zeit als die Installation von CDs und vergleichbaren Medien. Außerdem ist die Installation einer neueren Betriebssystemversion meist ohnehin längst fällig. Und Programme bedürfen bei Neuinstallation des Betriebssystems meist auch ihrerseits einer neuen Installation. Achten Sie darauf was Sie sichern (Datenkonsistenz)! Sichern Sie möglichst keine Daten von auswechselbaren Medien, wie Disketten, CD- ROMs und Bandlaufwerken. Die Konsequenzen einer nicht durchdachten Handhabung können sein: Übertragung nicht wirklich benötigter Daten in den Backup-Server, daraus folgend erhöhter Bedarf an Speicherkapazität und Netzwerkleistung, Verlust der Ordnung für das entsprechende Laufwerk, Verwechslungsmöglichkeit der Laufwerkskennung (Label) mit dem einer fix eingebauten Festplatte(Partition) und damit einhergehend eine vorzeitig mögliches "altern" der Daten (der Festplatte) am Backup-Server (die Daten werden als gelöscht interpretiert) und daraus folgend ein vorzeitiger Verlust der Sicherungskopie, u.v.a.m. Wo liegen Ihre Daten? Unter Windows: Vermeiden Sie die Umbenennung der Kennungen (Labels) von Laufwerken oder Plattenpartitionen. Jede Umbenennung erzwingt ein vollständiges Backup aller Daten, ie. TSM verfährt wie bei einer Erstsicherung. Unter Unix (aller "flavors"): Achten Sie darauf, dass Ihre Filesysteme nicht überkreuzt "gemounted" sind. Dies erzeugt beim Durchführen eines Backup "Endlosschleifen". Durch Unachtsamkeit können Unix-Benutzer auf diesem Weg sehr viele Ressourcen verbrauchen. Die Übertragung in den Backup-Server wird entweder durch die Pfadlänge (< 255 Zeichen), durch die Limitierung der verfügbaren Magnetbänder im Bandroboter oder durch die maximale Größe der Datenbank auf den verfügbaren Platten des Backup-Servers terminiert. In jedem Fall wird der Vorgang abgebrochen die Daten vom Backup-Service nicht quittiert, und sind daher nicht verfügbar. Schlimmer noch: Der Endbenutzer sieht nicht, dass er riesige Datenmengen im Backup-Server stehen hat. Daraus ergibt sich zwangsläufig, dass eine Eigenkorrektur kaum möglich ist. Ein schwerer Fehler... Fragen Sie (als Administrator) deshalb gelegentlich im HRZ nach welche und wieviel Daten wir von ihrem Klienten auf unserem Server gesichert haben. Dinge, die beachtet werden sollten: Zeit: Bei der ersten Sicherung (Backup) Ihrer Daten werden alle ausgewählten Daten Ihres Systems übertragen. Wählen Sie den Zeitpunkt daher sorgfältig aus (Nacht, Wochenende, Mittagspause) und nehmen sie ggf. Rücksprache mit dem HRZ, da die Übertragung großer Datenmengen in den Backup-Server viel Bandbreite des Netzwerks in Anspruch nehmen wird. Dies gilt speziell, wenn Sie keine gute 2

3 Verbindung zum Backup-Server haben (als nicht gut angebunden gilt heute jener Standort, bei dem die schwächste Stelle der Verbindung unter 10Mbit/sek., ie. Standard Ethernet liegt). Kapazität: Wählen Sie nur Daten zur Übertragung ins Backup aus, die es wert sind. Denn durch eine geeignete Auswahl o sparen Sie Platz am Backup-Server, o sparen Sie Netzwerkkapazität, o sparen Sie Leistung auf Ihrem Rechner und verkürzen die Sicherungszeit. Aktualität: Melden Sie Rechner, die kein Backup mehr benötigen, bitte wieder ab. Gründe dafür gibt es viele, zum Beispiel: Der Rechner existiert nicht mehr, die Daten wurden auf ein neueres Exemplar übertragen (hier kann auch nur der Anmeldungsname des Rechners umgemeldet werden, Daten im Backup-Server bleiben erhalten), oder der Rechner wurde in eine Client-Server Umgebung integriert, und verwaltet lokal keine Daten mehr, u.ä.. Redundanz: Löschen Sie nicht mehr benötigte (alte) FS am Backup-Server oder teilen Sie uns das mit, wir löschen diese dann für Sie. Ansprechpartner: Bei Problemen, Fragen und Meldungen wenden Sie sich bitte an: o Bernd Knaak Tel.: 0231/ , GB V Raum.: 233 Peter Michels Tel.: 0231/ , GB V Raum.: 235 Wenn Ihnen trotzdem der eine oder andere "Fauxpas" passiert, so ist allen anderen nur gedient, wenn Sie ihn das nächste Mal vermeiden. Vielen Dank - im Namen aller Benutzer. 3

4 3. Am Anfang war die Konsole Unix- Anwender öffnen eine Shell und geben folgendes ein: dsmc Daraufhin erscheint folgende Meldung: Tivoli Storage Manager Command Line Backup/Archive Client Interface - Version 5, Release 1, Level 6.0 (C) Copyright IBM Corporation 1990, 2003 All Rights Reserved. tsm> Windows- Anwender können die TSM Kommandozeile erreichen, indem sie im Startmenü im Programmverzeichnis des Tivoli Storage Managers die Anwendung Sichern-Archivieren-Befehlszeile oder im Programmordner selbst die dsmc.exe (Backup Client Command Line) aufrufen. Es sollte sich das Fenster der MS-DOS Eingabeaufforderung öffnen. Die Größe des Fensters kann man mit ALT + ENTER ändern. Netware- Anwender öffnen eine Konsole und geben folgendes ein: load dsmc Der Befehl dsmc lässt sich dabei so verwenden, dass er entweder gleich alle Parameter mitbekommt: dsmc query backup "*" dsmc restore d:\docs\workflow.doc oder man ruft das Programm dsmc einmal auf und gibt dann Befehle ein: dsmc> query backup "*"... dsmc> restore d:\docs\workflow.doc 4

5 dsmc> quit Diese Varianten sehen zwar sehr ähnlich aus, sind es aber nicht immer. Während unter DOS oder Windows kaum Unterschiede auftreten können, ist dies unter UNIX nicht so. Im ersten Fall interpretiert die Shell das Kommando und ersetzt daher Shellvariablen (ein * kann z.b. auf die in dem aktuellen Verzeichnis vorhandenen Dateien expandiert werden), im zweiten Fall geschieht dies nicht. 4. Hilfe rufen Hilfe bei Befehlen, Optionen und Fehlermeldungen bekommen sie indem sie einfach help eintippen: tsm> help Daraufhin erscheint dann folgendes Szenario: The following help topics are available. Enter the number of the desired help topic or 'q' to quit, 'd' to scroll down, 'u' to scroll up. 0 - Summary of Changes for TSM Version Using Commands 2 - Select from the commands listed below: 3 - ARCHIVE 4 - BACKUP ACTIVEDIRECTORY 5 - BACKUP ASR 6 - BACKUP CERTSERVERDB 7 - BACKUP CLUSTERDB 8 - BACKUP COMPLUSDB 9 - BACKUP EVENTLOG 10 - BACKUP FRS 11 - BACKUP GROUP 12 - BACKUP IMAGE 13 - BACKUP NAS 14 - BACKUP REGISTRY 15 - BACKUP RSM 16 - BACKUP SYSFILES 17 - BACKUP SYSTEMOBJECT 18 - BACKUP SYSTEMSERVICES! Bitte beachten Sie: diese Liste ist recht lang und erstreckt sich über mehrere Seiten. 5. Wildcards und Abkürzungen Jedes TSM-Kommando beginnt mit einem Namen (z.b. oben: help) welches manchmal von einem Suffix gefolgt wird. Danach können weitere Parameter oder Optionen stehen, die angeben auf welche z.b. Dateien sich das Kommando bezieht. Näheres dazu lesen Sie bitte bei den einzelnen Befehlen nach. Abkürzungen von Befehlen sind vorgesehen. So bekommt man die Hilfe auch wenn man nur h eingibt. In der weiteren Dokumentation wird die Kurzschreibweise benutzt. 5

6 Es dürfen einfache Wildcards eingesetzt werden. "*" steht dabei für beliebige Teiltexte (es existieren keine Sonderregeln für Dateien die mit einem "." beginnen). "?" steht dabei für einzelne Zeichen. Wenn Sie Wildcards einsetzen, sollte der Dateiname immer unter doppelten Anführungszeichen stehen. 6. Sichern von Dateien Die grundsätzliche Syntax für das Sichern einer bestimmten Lokalen Festplatte (Partition) ist dsmc backup-type Festplatte. Backup-type ist dabei entweder vom Typ incremental oder selective. Incremental bedeutet, dass der Backup-Server die schon gesicherten, vorhandenen Daten mit den zu sichernden Daten abgleicht. Es werden nur die Daten gesichert, die sich seit dem letzten Mal verändert haben. Selective bedeutet, dass alle ausgewählten Daten, egal ob schon vorhanden oder nicht, gesichert werden. Der Server fertigt bei jeder neuen Sicherung von den zu überschreibenden Dateien vorher eine Kopie an, die so genannte inaktive Version, so dass man im Zweifel auch auf die vorherige Version seiner Datei zurückgreifen kann. Die zuletzt gesicherte Version der Datei ist die so genannte aktive Version. Bei selektiven (oder Always Backup) Sichern bedeutet das, dass viele Dateien zweimal, also redundant, auf dem Server vorhanden sind. Darum ist dieser Typ nur eingeschränkt zu empfehlen (Siehe den Backup-Knigge). Die Default-Einstellung sichert die Daten, die in der Datei dsm.opt spezifiziert worden sind. Befehle zum Sichern bestimmter Datenträger: tsm> incremental / /usr /usr/local /home # Unix Oder abgekürzt: tsm> incr / /usr /usr/local /home tsm> incr C: D: F: tsm> incr C: \home\ tsm> incr NDS: USR: SYS: APPS: # Unix # Windows # Windows # Netware Um das incremetal-backup ein bischen zu beschleunigen kann man mit der Option incrbydate den Abgleichvorgang zwischen Client und Server unterbinden. Da es ein paar zu beachtende Nebenbedingungen gibt und deshalb eventuelll nicht alles gesichert wird, sollte man diese Option nur bei zeitkritischen Backups verwenden. Es ist evetuell wesentlich günstiger das Datennetz zu verbessern. tsm> incr C: D: F: -incrbydate Um Unterverzeichnisse mit einzuschließen, fügt man das Suffix -subdir=yes an: tsm> incr C:\ home\* -su=yes Um, wie schon erwähnt, Dateien unabhängig davon, ob sie seit dem letzten Sichern geändert wurden oder nicht, zu sichern, benutzen Sie den Typ selective mit einer Wildcard und dem Suffix -subdir=yes, welche alle Unterverzeichnisse mit einschließt: tsm> sel /* /usr/* /home/* -su=yes # Unix 6

7 tsm> sel C:\* D:\* F:\* -su=yes # Windows tsm> sel USR:* SYS:* APPS:* -su=yes # Netware Es ist auch möglich mehrere Befehle hintereinander zu schreiben: tsm> incr C: \home\ c:\bla\ -su=yes 6.1 Automatische Datensicherungen: Die regelmäßige Automatische Sicherung Ihrer Daten, bzw. Festplatten, wird vom HRZ aus veranlasst. Bitte halten Sie Rücksprache mir uns über Zeit und Menge der zu Sichernden Daten. Der einfachste Weg unter Unix ist, einen so genannten Client-Scheduler unter dem Benutzer "root" zu starten: nohup dsmc schedule > /dev/null 2>&1 (Bourne shell) Es wird ein Prozess erzeugt dessen Vorhandensein mit dem cmd: ps efgrep dsmc überprüft werden kann. Ihre Unix Workstation wird damit z.b. automatisch über Nacht gesichert. Über den aktuellen Status der Sicherung können Sie sich mit dem Befehl: dsmc query schedule erkundigen. Außerdem wird ein entsprechendes Logfile in dem Verzeichnis angelegt, in dem der Scheduler aufgerufen wurde oder dort wo die Option dsmschedlogname hinzeigt. Selbstverständlich bieten die anderen BS-Plattformen auch die Möglichkeit der autom. Sicherung. Entnehmen Sie weiter Angaben bitte dem Handbuch (auf Anfrage) oder rufen Sie uns einfach an. 7. Anzeigen von gesicherten Daten 7.1 Anzeigen der Schedule- Einstellungen Um sich seine Schedule-Einstellungen anzeigen zu lassen, gibt es den query schedule Befehl, abgekürzt q sched. Der Inhalt des Schedule sieht wie folgt aus: tsm> q sched Schedule Name: MEINPC Description: Backup werktags 18 Uhr Action: Incremental Options: Objects: Priority: 5 7

8 Next Execution: 149 Hours and 35 Minutes Duration: 6 Hours Period: 1 Week Day of Week: Wednesday Expire: Never 7.2 Anzeigen welche Daten man Ein- bzw. Ausgeschlossen hat Das geht mit dem Befehl q inclexcl. Die Ausgabe sieht ungefähr wie folgt aus: tsm> q inclexcl Session established with server TSM_SRV1: AIX-RS/6000 Server Version 5, Release 2, Level 2.0 Server date/time: 11/25/ :27:05 Last access: 11/25/ :03:05 *** FILE INCLUDE/EXCLUDE *** Mode Function Pattern (match from top down) Source File Excl Directory C:\tsmlvsa\tsmlvsacache Operating System Excl Directory C:\Programme dsm.opt Excl Directory C:\Dokumente und Einstellungen dsm.opt Excl All C:\WINDOWS\system32\config\default.log Operating System Excl All C:\WINDOWS\system32\config\default Operating System Excl All C:\WINDOWS\System32\CatRoot2\...\* Operating System Excl All C:\WINDOWS\SoftwareDistribution\...\* Operating System Excl All *\Pagefile.sys Operating System Excl All *\hiberfil.sys Operating System Excl All *\...\*.crmlog Operating System No DFS include/exclude statements defined. Das erstellen der INCLEXCL-Liste ist nicht einfach und bedarf der ständigen Kontrolle des Admins der zu sichernden Maschine Anzeigen welche Partitionen gesichert wurden Das geht mit dem Befehl q fi. Ausgabe sieht ungefähr wie folgt aus: tsm> q fi Num Last Incr Date Type File Space Name /25/ :00:03 NTFS \\meinpc\c$ 7.3. Anzeigen welche Daten bereits gesichert wurden Um herauszufinden welche Dateien Sie bereits gesichert haben und somit im TSM Server gespeichert sind, geben Sie nach dem query-befehl den gewünschten Suchpfad an, der je nach Betriebssystem unterschiedlich sein kann. Falls TSM meldet, dass keine Sicherung gefunden wurde, kann dies also an einer fehlerhaften Eingabe des Suchpfades liegen oder z.b. daran, dass Sie nicht als Systemadministrator angemeldet sind. 8

9 Benutzen Sie Windows und wollen sich alle gesicherten Daten der Partition C anzeigen lassen, dann geben Sie folgenden Befehl ein, wobei subdir=yes wieder alle Unterverzeichnisse mit einschließt: tsm> q ba "C:\*" -subdir=yes Version1.0 Bei grossen Filesystemen erzeugt das Kommando eine enorme Ausgabemenge. Sollte ein GUI wirklich nicht verfügbar sein empfiehlt es sich hier eventeull auf einen Browserbasierten Clienten auszuweichen. Die Ausgabe lautet dann ungefähr wie folgt: Size Backup Date Mgmt Class A/I File B 11/25/ :45:46 ELDORADO A \\meinpc\c$\bla 0 B 11/25/ :39:05 ELDORADO A \\meinpc\c$\home 0 B 11/25/ :39:56 ELDORADO A \\meinpc\c$\home\test 0 B 11/25/ :23:41 ELDORADO A \\meinpc\c$\home\vorlagen 0 B 11/25/ :40:18 ELDORADO A \\meinpc\c$\home\test\testord 0 B 11/25/ :40:18 ELDORADO A \\meinpc\c$\home\test\testord2 30,720 B 11/25/ :23:41 DEFAULT A \\meinpc\c$\home\vorlagen\normal.dot Würde man subdir weglassen, dann listet TSM nur die Verzeichnisse auf, die im direkten Unterverzeichnis des Pfades liegen. Wenn Sie nur nach einer bestimmten Datei suchen, kann auch der direkte Pfad angegeben werden: tsm> q ba \\meinpc\c$\home\vorlagen\normal.dot Size Backup Date Mgmt Class A/I File ,720 B 11/25/ :23:41 DEFAULT A \\meinpc\c$\home\vorlagen\normal.dot Beispiele für UNIX und Netware: ** UNIX ** tsm> q ba /home/projects Size Backup Date Mgmt Class A/I File /24/ :21:59 STANDARD A /home//projects Für Windows und Netware Benutzer ist noch anzumerken, das, falls Leerzeichen in der Pfadangabe vorhanden sind, die gesamte Pfadangabe in Anführungsstriche zu setzten ist. tsm> q ba "C:\Dokumente und Einstellungen\*" Die Option -inactive gestattet zusätzlich das Auflisten aller gespeicherten früheren Versionen Ihrer Dateien. Die Inaktive Version wird durch ein I in der A/I Spalte angezeigt. tsm> q ba \\meinpc\c$\home\* -subdir=yes -inactive Die Ausgabe lautet dann ungefähr wie folgt: 9

10 Size Backup Date Mgmt Class A/I File B 11/25/ :39:05 ELDORADO A \\meinpc\c$\home 0 B 11/25/ :39:56 ELDORADO A \\meinpc\c$\home\test 0 B 11/25/ :23:41 ELDORADO A \\meinpc\c$\home\vorlagen 0 B 11/25/ :40:18 ELDORADO A \\meinpc\c$\home\test\testord 0 B 11/25/ :40:18 ELDORADO A \\meinpc\c$\home\test\testord B 11/25/ :23:41 DEFAULT A \\meinpc\c$\home\vorlagen\normal.dot 3120 B 11/22/ :45:01 DEFAULT I \\meinpc\c$\home\vorlagen\normal.dot UNIX Benutzer sollten sich bewusst sein, wie TSM mit verschachtelten Dateiverzeichnissen verfährt. Wenn zu Beispiel die Datei myconf.txt auf der /usr Partition im Verzeichnis /usr/local/etc gesichert wird und später eine neue Partition auf /usr/local gemounted oder als virtualmountpoint definiert wird, dann wird der Befehl tsm> q ba /usr/local/etc/* myconf.txt nicht anzeigen, weil TSM die Datei immer im Verzeichnis (Partition) mit dem längsten Namen sucht, welche der angegebenen Spezifikation entspricht. Im Beispiel ist die Datei nicht unter /usr/local, sondern unter /usr gesichert worden. Um TSM im Richtigen Verzeichnis suchen zu lassen muss das Verzeichnis in geschweiften Klammern stehen: tsm> q ba {/usr}/local/etc/* Fragen Sie bitte nicht warum das so ist. Schauen Sie dazu bitte im entspr. TSM-Handbuch nach. Wir stellen Ihnen das gern als pdf- File zur Verfügung. 8. Wiederherstellen von Daten Es ist passiert: Sie haben sich eine Datei die Sie später benötigen gelöscht. Mittels des Kommandos dsmc restore Quelldatei Zieldatei können Sie Dateien die mittels Backup gesichert wurden, wiederherstellen. Wenn die Zieldatei weggelassen wird, dann kopiert TSM die Dateien in das ursprüngliche Verzeichnis zurück. Hier ist die Benutzung von Wildcards tabu. Default mäßig wir die letzte aktive Version zurück geschrieben. 8.1 Wiederherstellen von ausgewählten Dateien Unix: tsm> rest /home/meinfile.txt /home/restore/ tsm> rest /home/meinfile.txt /home/restore/meinaltesfile.txt Windows: tsm> rest "C:\Meine Dokumente\Word\mein.doc" "C:\Meine Dokumente\restore\" tsm> rest "C:\Meine Dokumente\Word\mein.doc" "C:\Meine Dokumente\restore\meinaltes.doc" Netware: tsm> rest USR:/meinfile.txt* "USR:/restore/" 10

11 tsm> rest USR:/meinfile.txt* "USR:/restore/meinaltesfile.txt" Wenn ein Verzeichnis die Zieladresse sein soll, dann muss der Verzeichnisname mit einem Backslash / abgeschlossen werden, sonst kann TSM eine Datei mit demselben Namen versehentlich überschreiben. Falls Sie existierende Dateien überschreiben wollen, so können Sie die Option -replace=yes angeben. Es ist auch möglich ein Zeitintervall anzugeben, in welchem die Sicherung erfolgt sein muss, um so auf ältere Versionen zurückzugehen (die z.b. noch frei von Computerviren sind): dsmc restore -replace=yes -todate=12/27/2003 d:\*.doc Das Format bei todate bitte korrekt angeben. Es gibt dafür die Option dateformat. Abgebrochene Restores einer einzigen Datei müssen komplett wiederholt werden. 8.2 Wiederherstellen von Verzeichnissen und mehrere Dateien tsm> rest /home/projekte/hsm41test/* /home/projekte/restore/ -su=yes # Unix tsm> rest "C:\ Meine Dokumente\Word\*" "C:\ Meine Dokumente\restore\" -su=yes # Windows tsm> rest USR:/projekte/tsm/* "USR:ians/projekte/restore/" -su=yes # Netware Beachten Sie, das man auch hier su=yes angeben muss, will man alle Unterverzeichnisse mit einschließen. Es ist immer gut Verzeichnisnamen mit einem Backslash (/) abzuschließen. Hier dürfen Wildcards benutzt werden. Wurde der Restore Vorgang abgebrochen, durch den Benutzer (CTRL-C), einem Server- oder Übertragungsfehler, dann kann der Vorgang ab diesem Zeitpunkt wieder gestartet werden. Dazu sucht man den Restore Vorgang mit q rest und startet ihn erneut Wiederherstellen ganzer Partitionen Die Syntax ist dieselbe wie oben. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, das die Zielpartition genügend Platz frei hat und das genug Zeit zur Verfügung steht. tsm> rest /home/* /tmp/restore/ -su=yes # Unix tsm> rest C:\* D:\restore\" -su=yes # Windows tsm> rest USR:* USR:restore/ -su=yes # Netware Auch dieser Vorgang kann wieder gestartet werden, falls er Unterbrochen wurde. Wildcards sind auch hier erlaubt Wiederherstellen alter und/ oder gelöschter Dateien TSM zeigt normalerweise alte oder gelöschte, also inactive, Dateien nicht an. Wenn Sie so eine Datei wiederherstellen wollen, brauchen Sie den Befehl -inactive=yes -pick. Der -pick Befehl ist nicht unbedingt nötig, lässt TSM aber eine Liste anzeigen in der Sie Dateien/ Verzeichnisse mittels einer Nummer auswählen können und in der Sie ähnlich einem Bildschirm blättern können. pick funktioniert unabhängig von der Option inactive. 11

12 tsm> rest \\meinpc\c$\home\* \\tmp\restore\ -su=yes -ina=yes -pick Die Ausgabe lautet dann ungefähr wie folgt: TSM Scrollable PICK Window - Restore # Backup Date/Time File Size A/I File x 1. 11/25/ :39:56 0 B A \\s2hiwipc\c$\home\test 2. 11/25/ :39:05 0 B I \\s2hiwipc\c$\home\test 3. 11/25/ :23:41 0 B A \\s2hiwipc\c$\home\vorlagen 4. 11/25/ :40:18 0 B A \\s2hiwipc\c$\home\test\test 5. 11/25/ :40:18 0 B A \\s2hiwipc\c$\home\test\test 6. 11/25/ :23: KB A \\s2hiwipc\c$\home\vorlagen\ <U>=Up <D>=Down <T>=Top <B>=Bottom <R#>=Right <L#>=Left <G#>=Goto Line # <#>=Toggle Entry <+>=Select All <->=Deselect All <#:#+>=Select A Range <#:#->=Deselect A Range <O>=Ok <C>=Cancel pick> Nach pick> werden die Nummern der gewünschten Dateien/ Verzeichnisse eingegeben. Wie man oben sieht, werden ausgewählte Dateien mit einem Kreuzchen gekennzeichnet. Die einzelnen Befehle sind unterhalb der Datenliste aufgeführt. Nach unten blättert man mittels Eingabe eines U Wiederherstellen der Daten auf einem anderen Rechner In seltenen Fällen kann es notwendig sein Daten auf einem anderen Rechner wiederherzustellen als auf dem, auf dem sie gesichert wurden. Dazu brauchen Sie das TSM Passwort der Maschine von der gesichert worden ist und zum Zeitpunkt des restores muss dieser Rechner den Nodename des anderen Rechners tragen. Außerdem ist dies nur möglich, wenn beide Rechner das gleiche Betriebssystem haben. UNIX UNIX, Windows FAT Windows NTFS, aber NICHT Unix Windows FAT. dsmc -virtualnodename=mypc.oucs load dsmc -nodename=mysvr.oucs dsmc -virtualnodename=mysol.oucs # Windows # Netware # Unix Suchen und Wiederherstellen von Daten wird ab da wie gewohnt ausgeführt. Um eine andere Zieladresse anzugeben, um zu Beispiel das Überschreiben vorhandener Daten zu vermeiden, kann man folgenden Befehl benutzen: tsm> rest /home/* /scratch/ -su=yes # Unix tsm> rest D:\* D:\RESTORE\ -su=yes # Windows tsm> rest USR:* USR:restore/ -su=yes # Netware 12

13 8.6. Einen anderen Rechner Autorisieren das Sichern durchzuführen Wenn Sie die Verantwortung für das Sichern mehrerer Rechner tragen, können Sie einem anderen Rechner das Sichern Ihrer Dateien überlassen. Der Befehl dazu lautet set access backup filespec node username. Um also dem Admin des Rechners AndererPC zu autorisieren MeinPC zu sichern, geben sie folgenden Befehl ein: tsm> set acc backup /home/*/* AndererPC.node Admin #Unix Auf Windows und Netware Rechnern lauten die Befehle wie folgt: tsm> set acc backup c:\* AndererPC.pc system tsm> set acc backup USR:* AndererPC.svr root # windows # netware Die aktuelle Autorisierungsliste kann mit dem Befehl query acc durchsucht und mit dem Befehl delete acc gelöscht werden. Wenn sie autorisiert sind auf einen anderen Rechner zuzugreifen, dann können Sie Date von diesem Rechner mit dem -fromnode Befehl suchen und sichern. tsm> q files -fromnode=andererpc.node tsm> rest -fromnode=andererpc.node /home/*/* /home/restore/ 9. Ändern des Passwortes: Nach Ihrer Registrierung empfiehlt es sich das Passwort zu ändern. Sie können dies mit folgendem Befehl durchführen: tsm> set password Danach werden Sie nach dem alten und zweimal nach dem neuen Passwort gefragt. Oder Sie geben direkt ein: tsm> set password altespasswort neuespasswort Sie sollten nicht vergessen, dass dieses Passwort den Zugang zu allen Daten vermittelt, die jemals unter Ihrem Rechner gespeichert wurden! Unter Unix können Sie als Administrator das Passwort verschlüsselt abspeichern, so dass alle Benutzer des UNIX-Systems TSM verwenden können. Selbstverständlich regelt TSM sonst den Zugriff für Ihre Benutzer so, dass keine unerlaubten Zugriffe auf fremde Daten unter Ihren Benutzern erfolgen können. 10. Beenden des TSM-Clients Mit dem Befehl quit beenden Sie das Programm. 13

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