Lernschwächen aus Sicht der Hirnforschung

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1 Lernschwächen aus Sicht der Hirnforschung Prof. Dr. Martin Korte Zelluläre Neurobiologie, TU Braunschweig Selektivität und Gedächtnis man sollte aber die Vergleiche von Affen und Menschen nicht überbewerten... Das Gedächtnis wäre uns zu nichts nütze, wenn es unnachsichtig treu wäre. (Paul Valéry)

2 Ein zuviel an Information stört das Denken: das Arbeitsgedächtnis versagt die Gewichtung der Informationen gelingt nicht die Fehleranfälligkeit nimmt zu die Stressbelastung nimmt zu (Multitasking / neue Medien) 5 Bildung kommt von Bildschirm, wenn es von Buch käme, würde es Buchung heissen. (Dieter Hildebrandt)

3 Mechanismen neuronaler Netze jedes Vorwissen, beeinflusst zukünftiges Wissen Wissen schlägt IQ Probleme der massiven Intertnutzung falsches Konzentrationstraining Belohnungssystem im Gehirn wird falsch kalibriert nach jeder Unterbrechung dauert es statistisch 28 Minuten bis man zu seiner alten Aufgabe zurückkehren Fehleranfälligkeit nimmt zu Tiefe der kognitiven Prozessierung nimmt ab Einfühlungsvermögen nimmt ab (Empathie), soziale Kompetenz? Frosch am Smartphone: Suchtfaktor nicht unterschätzen

4 Eine Geschichte aus deutschen Waisenhäusern: Die beiden Frauen hätten unterschiedlicher nicht sein können: Bedeutung von Liebe, Berührung und Zuwendung: Daten von zwei Nachkriegs-Waisenhäusern wurden verglichen: beide wurden vom Staat getragen es gab das gleiche Essen die gleiche Anzahl von ärztlichen Untersuchungen das gleiche Betreuungsverhältnis zwischen Anzahl der Betreuer und Kindern beide Waisenhäuser wurden hauptamtlich von jeweils einer Leiterin geführt Frau Grün war eine warmherzige und zärtliche Mutterfigur, spielte viel mit den Kindern, umarmte u. streichelte die Kinder häufig, sang gerne und brachte die Kinder zum Lachen. Frau Schwarz dagegen: Sie mied jeden Kontakt mit den Kindern, kritisierte diese wo es nur ging und stellte mit Vorliebe einige Kinder vor der gesamten Gruppe bloß. die Kinder von Frau Schwarz wuchsen trotz gleicher äußerer Bedingungen wesentlich langsamer als die Kinder, die Frau Grün betreute und blieben kognitiv weiter zurück durch einen bürokratischen Zufall kam es nun zu einem Tausch zwischen den beiden Heimleiterinnen: Nun verhielt es sich prompt genau umgekehrt. Neben allem Wissens-Gedächtnis-IQ-Traininng: als Eltern und Erzieher kann man etwas sehr wichtiges tun: den Kindern durch zuwendung den Rücken stärken (Resilienz) Emotionale Intelligenz Steckbrief über Spiegelneurone sich selbst sehr gut einschätzen können andere Menschen in ihren Zielen und Gefühlen sehr gut einschätzen können

5 Spiegelneurone in Aktion: die schmerzhafte Variante Empathie Empathie Wenn wir Schmerz bei anderen Menschen beobachten, sind die gleichen Gehirnareale aktiv, die aktiv wären, wenn wir selbst Schmerz hätten! 18 T. Singer et al.,, Science, 2004 Vorbilder und Nachahmungslernen DIE wichtigste Aufgabe: Erzieher/innen, Lehrer/innen und Eltern vermitteln mehr Botschaften über Gesten und wie sie etwas sagen, als über Fakten (Vorbild sein) Studien zeigen, dass die innere Einstellung über ein Thema sogar noch mehr zählt als Fachwissen und Didaktik der Erwerb sozial-emotionaler Kompetenzen gehört zu den wichtigsten Entwicklungsaufgaben Lehren = Pädagogik + Didaktik + Person

6 Wie lernen wir? Wir lernen mehr unbewusst als bewusst Wir lernen immer Lernen braucht:» Zeit» Energie» Sauerstoff» Bewegung» Flüssigkeit Vorbilder Konzentration Motivation Motivation durch Neugierde Dopamin: Turbolader für das Gehirn Stirnlappen Stirnlappen Alternative: Basalganglien Dopamin System Dopamin System Erwartungssystem des Gehirns

7 Motivationsstudie: Verbessert Belohnung die Motivation? Nichts ist stärker als die innere Motivation Motivation Vorschulkinder wurden in 3 Gruppen eingeteilt: 1.Gruppe: bekam eine Belohnung 2.Gruppe: bekam überraschend eine Belohnung 3.Gruppe: bekam zu keinem Zeitpunkt eine Belohnung intrinsisch Belohnung extrinsisch Ergebnis: Gruppe 3 malte nach dem Test viel häufiger und viel lieber intrinsisch Belohnung extrinsisch als die Gruppe 1 Motivation Belohnungssystem Wie Lust auf eine Tätigkeit im Gehirn entsteht Das Gedächtnis gibt es nicht! je überraschender ein Ergebnis, umso größer die hirneigene Belohnung

8 Wahrnehmung als Erinnerungsleistung 29 Bitte Vorlesen! Die verschiedenen Gedächtnissysteme des Gehirns Limbisches Bewußtes System Gedächtnis fragt bei (explizit) jeder Situation: Warum Autobiografisches soll ich hinhören, Lernen Fakten-odegedächtnis Üben? Gedächtnis Was ist die Belohnung? Flaschenhalstrukturen Unbewußtes Gedächtnis des (implizit) Gedächtnisses Prozedurales Gedächtnis Priming Limbisches System Und diese Vorhersage geschieht aufgrund von gemachten Erfahrungen und die meisten sind hier unbewusst. das Gedächtnis wirkt damit auch immer in die Zukunft hinein,es beeinflusst was wir lernen wollen! Limbisches System (Hippocampus) Großhirnrinde Limbisches System (Hippocampus) Großhirnrinde vermittelt Kleinhirn Gefühle, Affekte, Großhirnrinde Motivation und Basalganglien ist der eigentlich Kontrolleur des Lernerfolges

9 Der Hippocampus: Dirigent und Koordinator vom explizitem Gedächtnis und Teil des limbischen Systems Knotenpunkte des Wissens schaffen (Arbeitsgedächtnis die Arbeit erleichtern) hqwpnjhfdhdroiupgfgfsq jetzt noch mehr Buchstaben (48): hamburgberlinfrankfurtmünchenvenedigflorenzrom Kategorienbildung, die der Erinnerung hilft: Stadtkategorie und Geographiekenntnisse (Nord-Südgefälle) Erinnerungsvermögen verbessern durch Knotenpunkte des Wissens! Mind-maps Sieben Aussagen über Lerntypen Ergebnisse eines 10 minütigen Testes: 1. 10% von dem, was wir lesen 2. 20% von dem, was wir hören 3. 30% von dem, was wir sehen 4. 50% von dem, was wir hören + sehen 5. 70% von dem, was wir selber sagen 6. 90% von dem, was wir selber tun (!) 7. Mischstrategien sind also das Beste und nichts ist besser als es selber zu tun 36 K. Witzenbacher, American Audiovisuell Society, 1985

10 Sie litten alle unter der Angst, keine Zeit für alles zu haben, und wussten nicht, dass Zeit haben nichts anderes heisst, als keine Zeit für alles zu haben (Robert Musil, Der Mann ohne Eigenschaften) Es ist die Balance die zählt! Gefühle Emotionale Bindung Resilienz EQ Kognitive Entwicklung Zweisprachigkeit Frühförderung (Feinmotorik, Bewegung) Die Zeit Koste es was es wolle. Über den Wahn, dass Kinder alles können müssen. Stress und Angst Mandelkern: schnelle u. grobe Erkennung von gefährlichen Situationen Angst produziert aber auch einen kognitiven Stil: rasches Ausführen einfacher, gelernter Regeln lockeres assoziieren wird erschwert Angst sperrt die Gedanken in enge Denkmuster ein (wenn man schnell reagieren muss, ist das gut) positive Emotionen und entspannende Atmosphären stärken das Lernen und den Abruf von Erinnerungen G. Hüther 40

11 Wieder alles falsch gemacht Talentmanagement: Wieder alles falsch gemacht Mißerfolg als Lernprozeß begreifen Lobt man nur vorhandene Kenntnisse, werden Fehlern zu Niederlagen Angst vor dem Versagen behindert die Lernleistung Fehler sind aus Sicht des Gehirns entscheidende Bausteine für neues Wissen (Kalibrierung des Dopamin Systems) Resilienz: Kindern den Rücken stärken bei Niederlagen Zeit Magazin Nils Bohr: man ist erst dann Experte auf einem Gebiet, wenn man alle nur denkbaren Fehler begangen hat Inklusion Die erste Frage ist nicht Wie, sondern Wen? 1. Kinder mit körperlichen Behinderungen 2. Kinder mit Lernstörungen (Sonderfall Sprachstörungen) 3. Kinder mit geistigen Behinderungen 4. Verhaltensauffällige Kinder Wo? (Grundschule, weiterführen Schule) Dann kann man über das WIE reden: 2 Lehrkräfte Schulbetreuung (mit dafür ausgebildeten Menschen) Klassengröße Sonderpädagogen, Schulpsychologen Wo kämen wir den da hin, wenn wir jetzt auch noch in Kindergärten. Wo kämen wir hin, wenn alle sagten, wo kämen wir hin, und niemand ginge, um zu schauen, Wohin man käme, wenn man denn ginge. (Kurt Marti, Schrifsteller und Pfarrer aus der Schweiz) Wer das alles nicht bedenkt, gefährtet die zu fördernden Schüler/rinnen, die Mitschüler, Lehrer und täuscht die Eltern der betroffenen Kinder!

12 Wie das Gehirn Erzählungen lauscht Weltwissen ist Wissen über die Welt in der man lebt! rechte Hirnhälfte besonders aktiv beim zuhören / erzählen präfrontaler Cortex (Arbeitsgedächtnis) Cingulum: räumliche und bildliche Vorstellungen und Bezüge zu eigenen Erlebnissen Tempero-parietale Übergangszone und Pol des Temporallappens: Absichten, Gefühle und Überzeugungen anderer Menschen erkennen Ende U.Stein

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