Von der Eisenbahner-Bank zur Spezialbank für alle Unselbständigen

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2 Von der Eisenbahner-Bank zur Spezialbank für alle Unselbständigen 2

3 Inhaltsangabe Uns verbindet 4 Geschichte : Die Kriegsjahre : Trümmerjahre und Aufbau : Aufschwung und Flower Power : Aufbruch in eine neue Zeit : Modernisierung und Expansion : Öffnung und stetiger Zuwachs : Ein neues Jahrtausend : SPARDA-Turm und Jubiläum 36 Frauenfreundliche Bank 38 Erfolgreiche Lehrlingsausbildung 39 Die MitarbeiterInnen 40 Die FunktionärInnen 42 Zahlen, Daten, Fakten Kredite und Spareinlagen 44 Bilanzsumme und Personal 45 Das Filialnetz 46 Uns verbindet - Die Kampagne 48 Das Logo im Wandel der Zeit 50 Anhang 51 3

4 Von der Eisenbahner-Bank zur Spezialbank für alle Unselbständigen Uns verbindet Dir. Wolfgang Ehrengruber Auch nach dem Wandel von der Eisenbahner- Bank zur Bank für alle ArbeitnehmerInnen und PensionistInnen stehen wir zu den genossenschaftlichen Grundprinzipien SELBSTHILFE, SELBST- VERWALTUNG und SELBSTVERANTWORTUNG. Unsere Kunden, ihre Wünsche und Bedürfnisse bestimmen unser Handeln. Die positive Entwicklung unserer Bank durfte ich in meinen 41 SPARDA-Jahren miterleben und als Geschäftsleiter auch 31 Jahre lang mitgestalten. In unserer Bank wie ein Freund Teil des Teams zu sein, macht mir immer noch Freude. Dir. Otto Burger Was mich von Anfang an und nach 32 SPARDA- Jahren immer noch fasziniert: Nicht anonyme Kapitalgeber ziehen den Nutzen aus dem wirtschaftlichen Handeln unserer Bank, sondern unsere genossenschaftlichen Eigentümer bei ihren Bankgeschäften. Vor allem die finanzielle Absicherung und Unabhängigkeit unserer Kunden sind unser täglicher Auftrag. 4

5 Vorstandsvorsitzender Mag. Reinhard Elsigan Getragen von unseren treuen Kunden, von engagierten und motivierten MitarbeiterInnen, von einem verantwortungsbewussten Management sowie von einem sozialen und wirtschaftlichen Wertesystem hat sich die SPARDA-BANK LINZ in ihrem 75-jährigen Bestehen zu einer der ersten Adressen für alle unselbständig Erwerbstätigen und PensionistInnen entwickelt. Der Leitsatz Eine Bank wie ein Freund beschreibt sehr treffend die gelebte Tradition in unserem Unternehmen. Aufsichtsratsvorsitzender Karl Kreuzer Die SPARDA-BANK LINZ im Wandel der Zeit: von einer Bank für EisenbahnerInnen zur Spezialbank für alle unselbständig Erwerbstätigen. Ich danke allen, die diesen erfolgreichen Weg mitgetragen und mitgestaltet haben und wünsche der SPARDA- BANK auch in den nächsten 75 Jahren alles Gute. 5

6 Von der Eisenbahner-Bank zur Spezialbank für alle Unselbständigen Uns verbindet Bürgermeister der Stadt Linz Dr. Franz Dobusch Rasch, freundlich und kompetent so präsentieren sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SPARDA-BANK. Getreu dem Motto Eine Bank wie ein Freund fühle ich mich stets gut beraten und betreut. Ich gratuliere der SPARDA-BANK zu 75 erfolgreichen Jahren und wünsche für die kommenden 75 Jahre weiterhin alles Gute! AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer Seit ihren Anfängen ist die SPARDA eng mit den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern verbunden. Laut ihrem Leitbild will sie die beste Bank für alle Unselbständigen sein. Sie setzt auf hochwertige Leistungen, langfristige Kundenbeziehungen und die Förderung der eigenen Beschäftigten. Spekulation mit den anvertrauten Geldern lehnt die SPARDA ab. Der Erfolg gibt ihr Recht. Die AK Oberösterreich gratuliert sehr herzlich zum 75-jährigen Bestehen! 6

7 Verkehrs-Landesrat Ing. Reinhold Entholzer Sparda-Bank - Eine Bank wie ein Freund. Und seine Freunde sollte man sich gut aussuchen. Und jeder, der sich die Sparda-Bank ausgesucht hat, hat eine gute Wahl getroffen. 75 Jahre alles einzuhalten, was man versprochen hat und auch sicher durch die letzten Finanzkrisen zu manövrieren, ist schon eine eindrucksvolle Leistung des Managements und aller MitarbeiterInnen. Mit der Gewissheit, dass auch die Anpassungen an die kommenden Herausforderungen gelingen werden, wünsche ich auch für die nächsten 75 Jahre alles Gute. Leiter der AK-Konsumenteninformation Dr. Georg Rathwallner Kostenloses Gehaltskonto, faire Kreditkonditionen, professionelle und freundliche Kundenberatung, benutzerfreundliches Internetbanking und ganz wenige Beschwerden beim Konsumentenschutz alles was sich ein Konsumentenschützer von einer Bank wünscht. Gratulation zum 75er und viel Erfolg in der Zukunft. 7

8 Von der Eisenbahner-Bank zur Spezialbank für alle Unselbständigen 1938: Das vorläufige Ende der ÖBB Die ÖBB werden in die Deutsche Reichsbahn eingegliedert. Ohne Bahn als Transportmittel wären die Kriegslogistik der Wehrmacht und die Massentransporte in die Vernichtungslager nicht möglich. Dieser Umstand räumt der Bahn und den Bahnbediensteten bei den Nationalsozialisten einen besonderen Stellenwert ein. Obwohl sie strengere Regeln als andere zu befolgen haben und mit intensiver Überwachung leben müssen, sind sie maßgeblich am Widerstand beteiligt. Zahlreiche Bahnbedienstete lassen im Kampf gegen Hitler-Deutschland ihr Leben. In der 2012 eröffneten Ausstellung Verdrängte Jahre Bahn und Nationalsozialismus in Österreich beschäftigt sich die ÖBB mit dem dunkelsten Abschnitt ihrer Unternehmensgeschichte. Foto: Sammlung Klein-Wisenberg Die Jahre Die historischen Anfänge der Sparda-Banken reichen bis in das 19. Jahrhundert zurück, als 1868 mit der Gründung des Spar- und Vorschuss-Konsortiums für die Südbahn die erste Sparda in Österreich ins Leben gerufen wird erfolgt die erste Gründung einer Sparda in Deutschland. Ab 1918 verlieren die Vorläufer der Sparda- Banken in Österreich an Bedeutung, währenddessen in Deutschland eine rasante Expansion erfolgt. Foto: Archiv der Stadt Linz Das erste Geschäftslokal wird im Gebäude der ÖBB-Direktion Linz eingerichtet. Die Gründung der heutigen SPARDA- BANK LINZ fällt in eine Zeit, als Österreich das dunkelste Kapitel in seiner Geschichte aufschlägt und ist untrennbar mit jener der ÖBB verbunden. Sofort nach dem Anschluss Österreichs an Hitler-Deutschland im März 1938 werden die ÖBB in die Deutsche Reichsbahn integriert. 8

9 1938: Spatenstich für die VÖEST Die Stadt Linz profitiert nachhaltig von der Industriepolitik der Nationalsozialisten. Innerhalb weniger Jahre wird die Stadt an der Donau zu einem Industriezentrum Europas. Am 13. Mai 1938 erfolgt der Spatenstich für die Reichswerke A.G. für Erzbergbau und Eisenhütten Hermann Göring, Linz, der heutigen Voestalpine. Ein ganzes Dorf muss dem Industriegebiet weichen. In weiterer Folge werden ein Chemiewerk und Industrien für Aluminium und Kunstfaser errichtet. Schon bald nach Kriegsbeginn wird auf Rüstungsproduktion umgestellt. 1938: Geldumtausch Ab 17. März erhält man für S 1,50 eine Reichsmark. 1939: ÖBB-Widerstand in Salzburg Die Salzburger Widerstandsbewegung ist eine der stärksten Gruppen unter den EisenbahnerInnen gegen den nationalsozialistischen Terrorstaat. Ein Stolperstein erinnert an den Salzburger Eisenbahner Engelbert Weiß. Nach ihm wird der Engelbert- Weiß- Weg benannt. Sie ist in zwei verschiedene politische Gruppen geteilt: in jene der Revolutionären Sozialisten unter der Leitung des Oberwerkmannes Engelbert Weiß und jene der Kommunistischen Partei. Am 28. September 1943 wird der Widerstandskämpfer Engelbert Weiß zum Tode verurteilt und am 7. April 1944 hingerichtet. Foto: Oesterreichische Nationalbank, Geldmuseum Die Kriegsjahre Laut Weisung aus Berlin ist in jedem Bahndirektionsbezirk eine Spar- und Darlehenskasse zu installieren. So wird am 1. September 1938 die Reichsbahn Spar- und Darlehnskasse Linz, registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung gegründet, welche am 1. Oktober die Geschäftstätigkeit aufnimmt. Satzungsgemäß können nur Reichsbahn-Bedienstete Genossenschaftsmitglieder werden, weshalb auch Vorstand und Aufsichtsrat nur aus Reichsbahn-Bediensteten bestehen können. Die Genossenschaft ist somit eine interne Reichsbahneinrichtung, die nicht auf Gewinn abzielt, sondern als eine Art Wohlfahrtseinrichtung der Reichsbahn nach dem nationalsozialistischen Grundsatz Gemeinnutz geht vor Eigennutz aufgebaut wird. In den Bahndirektionsbezirken Wien und Villach werden 1938 ebenfalls Spar- und Darlehenskassen gegründet. Ab Dezember 1938 werden Gehälter auf die Konten der Mitglieder angewiesen, Sparkonten eingerichtet und Darlehen vergeben. Den Mitgliedern der Genossenschaft stehen damals bereits Behebungsschecks für die Versorgung mit Bargeld zur Verfügung. 9

10 Von der Eisenbahner-Bank zur Spezialbank für alle Unselbständigen 1945: Die US-Armee in Linz Am 5. Mai 1945 fahren die ersten amerikanischen Panzer am Linzer Hauptplatz vor. Linz wird von der 11. US-Panzerdivision besetzt. Zur selben Zeit treffen erstmals Einheiten der US-Armee im Konzentrationslager Mauthausen ein. Häftlinge übernehmen die Kontrolle über das gesamte Lager. Zwei Tage später, am 7. Mai, rückt die 11. Panzerdivision der 3. US-Armee in das Lager ein. Foto: Archiv der Stadt Linz Die Jahre Während Hitler-Deutschland Polen überfällt und der Menschheit den Zweiten Weltkrieg aufzwingt, sind die Bediensteten der Sparund Darlehnskasse damit beschäftigt, neue Mitglieder für die Genossenschaft zu werben. Sparbücher der Spar- und Darlehnskasse aus den Jahren 1938 bis Die Parole lautet: Jedes Mitglied wirbt einen neuen Gehaltsüberweiser!. Großes Augenmerk wird auf die Entwicklung der Spareinlagen gelegt. Man benötigt Geld für die Kriegsführung und beabsichtigt, die durch die Rationierung der Lebensmittel frei gewordene Kaufkraft der KonsumentInnen in die Geldinstitute fließen zu lassen. Von dort können die Mittel direkt der Kriegsfinanzierung zugeleitet werden wird zu diesem Zweck das sogenannte Eiserne Sparen eingeführt. Es bietet die Möglichkeit, monatlich bis zu 26 Reichsmark vom Arbeitgeber einzubehalten und direkt auf ein Sparkonto einzahlen zu lassen. Die Spareinlagen sollen frühestens ein Jahr nach Kriegsende verfügbar sein. In der Sparund Darlehenskasse Linz sind im Jahr 1941 bereits 22 Angestellte damit beschäftigt, den dadurch erhöhten Arbeitsaufwand zu bewältigen. Es werden zwei Anker-Buchungsmaschinen angeschafft und es wird auf Maschinenbuchung umgestellt. 10

11 1945: Das Schillinggesetz Das Schillinggesetz vom November 1945 macht die Wiedereinführung des Schillings als gesetzliches Zahlungsmittel in Österreich möglich. Mit der Österreichischen Unabhängigkeitserklärung vom 27. April 1945 gibt es die Republik Österreich wieder. Somit kann auch die Oesterreichische Nationalbank erneut zu arbeiten beginnen. Die Wiederherstellung der österreichischen Währung ist ihre erste große Aufgabe. Ziel ist die Zusammenführung aller zu dieser Zeit im Umlauf befindlichen Währungen zu einer neuen österreichischen Währung. Fotos: Oesterreichische Nationalbank, Geldmuseum 1945: Gründung des überparteilichen Gewerkschaftsbundes Im April treffen sich sozialdemokratische, kommunistische und christliche GewerkschafterInnen und gründen eine einheitliche Gewerkschaftsorganisation mit dem Namen Österreichischer Gewerkschaftsbund (ÖGB) werden das neue Betriebsrätegesetz und das Kollektivvertragsgesetz im Nationalrat beschlossen. Dem ÖGB wird die Kollektivvertragsfähigkeit zuerkannt. Bereits in diesem Jahr überschreitet die Mitgliederzahl des ÖGB die Millionengrenze. Die Kriegsjahre Ende 1941 zählt die Genossenschaft Mitglieder. Das Fortschreiten des Krieges überschattet auch die Arbeit der Bank. Die Arbeitsbedingungen werden durch Bombardierungen, Evakuierungen und das Näherrücken der Front immer schwieriger. Die Überweisung der Löhne und Gehälter durch die Reichsbahnstellen und ihre Auszahlung durch Einlösung der Behebungsschecks funktionieren noch notdürftig bis 1945, aber die buchungsmäßige Verarbeitung bereitet immer größere Probleme. Unterlagen gehen verloren oder verbrennen, die Arbeiten kommen schließlich völlig zum Stillstand. Am 8. Mai 1945 unterzeichnet Deutschland die bedingungslose Kapitulation und die Alliierten Siegermächte übernehmen ab sofort die Regierungsgewalt. Der Zweite Weltkrieg, die größte kriegerische Auseinandersetzung in der Menschheitsgeschichte ist zu Ende. Über 60 Millionen Menschen müssen in diesem Krieg ihr Leben lassen. 6 Million Menschen jüdischen Glaubens werden von den Nationalsozialisten auf brutalste Weise ermordet. 11

12 Von der Eisenbahner-Bank zur Spezialbank für alle Unselbständigen Foto: IMAGNO/ÖNB Die sogenannten Trümmerfrauen befreien nach dem Krieg die Städte von Schutt und Unrat und legen somit den Grundstein für den Wiederaufbau. Die Jahre Auch die Spar- und Darlehenskassen stehen vor dem Ruin. Geld ist nichts mehr wert, niemand kann sich etwas leisten und ans Sparen ist nicht zu denken. Am 4. Februar 1946 wird der Name der Genossenschaft in Eisenbahn Spar- und Darlehnskasse Linz, registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung geändert. Sämtliche Mittel der Genossenschaft bei der Reichsverkehrsbank in Berlin werden eingefroren. Staatlich gewährte Hilfsmaßnahmen sollen zumindest Auszahlungen gemäß dem Währungsschutzgesetz 1947 ermöglichen. Das Einlagen- und Darlehensgeschäft muss eingestellt werden. Foto: Archiv der Stadt Linz Auch Teile der Stadt Linz werden durch Bombardierungen stark beschädigt. Am 30. Juni 1950 trennt sich die Bank von den letzten beiden Angestellten. Die abzuwickelnden Geschäftsfälle werden ab diesem Zeitpunkt in ehrenamtlicher Tätigkeit ausgeführt. Zu diesem Zweck stellen die Österreichischen Bundesbahnen der Bank in der ÖBB-Direktion Linz ein Zimmer zur Verfügung. 12

13 1948: Die Linzer Grottenbahn 1906 wird in einem der Befestigungstürme des Maximilianischen Befestigungsrings der Stadt am Pöstlingberg die Grottenbahn errichtet. In einem elektrisch angetriebenen Zug in Drachengestalt namens Lenzibald (seit 1995 umbenannt in Sebastian) taucht man in eine liebevoll gestaltete Märchen- und Zwergenwelt ein. Der ebenfalls unterirdisch gelegene mittelalterliche Linzer Hauptplatz lädt zu einem Rundgang ein. Im Jänner 1945 wird die Märchenwelt durch einen Bombentreffer zerstört und kann am 1. Mai 1948 nach aufwendigen Restaurierungsarbeiten wieder eröffnet werden. Foto: LINZ AG Beitritt zum ÖGV Sofort nach Kriegsende tritt die Eisenbahn Spar- und Darlehnskasse Linz dem Österreichischen Genossenschaftsverband (ÖGV), einem der fünf Banken-Verbände Österreichs, bei. Der ÖGV ist der Revisionsverband der österreichischen Volksbanken und von 100 Waren-, Dienstleistungs- und Produktivgenossenschaften. Im Namenszusatz Schulze-Delitzsch steckt die Philosophie der Gewerblichen Genossenschaften. Auf der Freiheit, verbunden mit der Verantwortlichkeit für deren Gebrauch, beruht die gesunde Existenz des Einzelnen wie der Gesellschaft. Diesen Satz hat Hermann Schulze-Delitzsch ( ) dem ÖGV gewidmet, der 1872 in Wien gegründet wurde. Trümmerjahre und Aufbau Mitglieder bekennen sich zur Sparda. Das hauptamtliche Vorstandsmitglied Konrad Barta fungiert als Geschäftsführer. Mitte der 50er Jahre ist aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage der Genossenschaft eine Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes kaum mehr möglich. Auch nach mehrmaliger Anfrage untersagt die Generaldirektion der ÖBB weiterhin die Wiederaufnahme des Betriebes. Gerade noch rechtzeitig kommt am 14. November 1957 die Zustimmung der ÖBB. Im Jahr 1958 kann endlich wieder mit den grundlegenden Geschäften eines Geldinstituts, nämlich mit der Hereinnahme von Spareinlagen und der Vergabe von Darlehen an Mitglieder, begonnen werden. Ende 1960 beträgt der Stand der Ausleihungen bereits rund S 1,5 Millionen, womit feststeht, dass die Reaktivierung der Genossenschaft einem echten Bedürfnis des Berufsstandes entspricht. 13

14 1 1. Das Währungsschutzgesetz 1947 tritt in Kraft. 2. Das erste Geschäft mit Selbst bedienung in Österreich befindet sich in Linz. 3. Der Staatsvertrag wird unterzeichnet. 4. Der 3. Juni 1949 ist die Geburtsstunde des LD- Verfahrens. 3 4 Foto: IMAGNO/Austrian Archives 2 14 Foto: Archiv der Stadt Linz Foto: voestalpine AG

15 Am 15. Mai 1955 wird der Österreichische Staatsvertrag unterzeichnet. Nach der Vertragsunterzeichnung im Schloss Belvedere fallen in der Dankesrede Figls auch die berühmten Worte Österreich ist frei!. Im Schloss Belvedere in Wien wird am 15. Mai 1955 der Staatsvertrag zur Wiederherstellung eines unabhängigen und demokratischen Österreichs unterzeichnet. Die Vertreter der alliierten Besatzungsmächte USA, Sowjetunion, Frankreich und Großbritannien sowie der österreichischen Bundesregierung setzen ihre Unterschriften unter den Vertrag, der am 27. Juli 1955 offiziell in Kraft tritt. Wesentliche Punkte, die im Staatsvertrag geregelt sind: die Minderheitenrechte der Slowenen und Kroaten zu gewährleisten, alle nationalsozialistischen Organisationen aufzulösen und keine Wiederbetätigung von nazistischen und faschistischen Organisationen zuzulassen oder auch das Habsburgergesetz beizubehalten. Die vom Nationalrat am 26. Oktober 1955 verfassungsgesetzlich beschlossene immerwährende Neutralität stellt keinen Teil des Staatsvertrages dar und steht mit diesem auch in keinem rechtlichen Zusammenhang. 1947: Das Währungsschutzgesetz Im Jahr 1947 sind in Österreich etwa 27 Milliarden Schilling in Umlauf. Mit dem Währungsschutzgesetz, das am 10. Dezember in Kraft tritt, soll der extrem hohe Notenumlauf auf ein Drittel herabgesetzt werden. Die Banknoten aus dem Jahr 1945 werden eingezogen und in neue Schillingnoten umgetauscht. Das Tausch- Verhältnis beträgt 3:1; pro Person werden nur 150 Schilling im Verhältnis 1:1 gewechselt. 1949: LD-Verfahren in der VÖEST Der 3. Juni 1949 ist die Geburtsstunde des LD- Verfahrens (LD = Linz-Donawitz). In der VÖEST wird zum ersten Mal in der Geschichte der Stahlerzeugung flüssiges Roheisen durch Aufblasen reinen Sauerstoffs zu Stahl gefrischt. Der hochwertige LD-Stahl wird für viele Jahre zu einem wichtigen Exportartikel Österreichs. 1950: Konsum-Filiale in Linz Das erste Geschäft mit Selbstbedienung in Österreich ist die Konsumfiliale in der Wiener Straße 2a, eröffnet am 27. Mai Heute befinden sich in diesem Gebäude unter anderem die Landesorganisation des Pensionistenverbandes Oberösterreich und die Seniorenreisen GesmbH. 15

16 Von der Eisenbahner-Bank zur Spezialbank für alle Unselbständigen 1964: Zuwanderung von Arbeitskräften nach Österreich Das starke Wirtschafts- und Wohlstandswachstum macht Österreich zu einem wohlhabenden Land. Mit der Türkei wird im Jahr 1964 ein Anwerbeabkommen für Arbeitskräfte abgeschlossen. Ein ähnlicher Vertrag folgt 1966 mit dem ehemaligen Jugoslawien. Seither werden gezielt ausländische Arbeitskräfte für den österreichischen Markt angeworben. Aktuell erhöht sich auch die Zahl der zuwandernden Personen aus Deutschland. Die Aussicht auf einen Arbeitsplatz, vor allem in der Tourismusbranche, veranlasst viele Menschen aus unserem Nachbarland dazu, ihre Heimat in strukturschwachen Gebieten aufzugeben. Die sogenannte Gastarbeiterroute Foto: Photo Philipp Die Jahre Österreich verliert durch den zu Beginn der 60er Jahre einsetzenden Wirtschaftsabschwung seine Spitzenposition unter den europäischen Ländern mit dem höchsten Wirtschaftswachstum. Sorgen bereiten Industrie und Bauwirtschaft aber auch die verstaatlichten Großbetriebe. Die Krisen dieser Industriebetriebe wirken sich zunächst nicht negativ auf die Beschäftigung aus. Auf dem Arbeitsmarkt zeichnet sich ein ganz anderes Problem ab; eine Arbeitskräfteknappheit. Vor allem die Unternehmen sehen die Anwerbung von ausländischen Arbeitskräften als Lösungsansatz. Diese werden ab Mitte der 60er Jahre zu einem wichtigen Segment auf dem österreichischen Arbeitsmarkt. Konto-Buchungsblatt aus den 60er Jahren. Die längst überholte Übertragsbuchhaltung wird bald von moderneren Systemen abgelöst.1966 wird die Durchschreibebuchhaltung eingeführt. Aufgrund verschiedener Maßnahmen erholt sich die Wirtschaft rascher als erwartet. Der ab Mitte der 60er Jahre einsetzende Wirtschaftsaufschwung sorgt auch in der sogenannten 16

17 1967: Dr. Rudolf Preuner wird Vorstands-Obmann Herr Dr. Preuner, Sie waren von 1967 bis 1996 Vorstands-Obmann der SPARDA-BANK LINZ. Im Laufe Ihrer Amtszeit entwickelte sich die Bank zu einer krisensicheren, vertrauenswürdigen Partnerin für alle Unselbständigen. Was war Ihrer Meinung nach das Geheimnis des Erfolges? Das Angebot der damals maßgeblichen FunktionärInnen der Sparda Linz an mich, die Obmann- Funktion des Vorstandes zu übernehmen, reizte mich, bot sich dabei doch die Möglichkeit, an der strukturellen Umgestaltung eines Sparvereines mit Banklizenz zu einem leistungsfähigen Bankunternehmen mitwirken zu können. Die erste unbedingt durchzuführende Maßnahme war selbstverständlich die Umstellung von Halb- auf Ganztagesbetrieb unter der Leitung eines vollverantwortlichen Geschäftsführers mit Bankerfahrung. Für die weitere Entwicklung der SPARDA-BANK war dann eine ganze Reihe von Faktoren maßgeblich. Einige Beispiele: Die damaligen Funktionäre der Sparda waren von einer eigenen Bank für Eisenbahnbedienstete überzeugt. Die generelle Einführung der bargeldlosen Bezugsüberweisung war im Gange. Die gute Zusammenarbeit zwischen Geschäftsführer, in weiterer Folge der Geschäftsleiter mit den Funktionären war gegeben, sodass von Beginn an zukunftsweisende Beschlüsse gefasst und umgesetzt werden konnten. Eine der wichtigsten Voraussetzungen aber war der bedingungslose, große Einsatz der Leitung sowie der gesamten Belegschaft in nicht immer leichten Zeiten. Damit die Sparda Linz, Bank für Eisenbahnbedienstete, sich schließlich zum heutigen Unternehmen SPARDA-BANK entwickeln konnte, waren rechtzeitig zukunftsorientierte Maßnahmen und Beschlüsse erforderlich: die zeitgerechte Öffnung der Bank für alle Unselbständigen, der Aufbau des Zweigstellen-Netzes, die ständige Weiterentwicklung der maschinellen Unterstützung des Geschäftsaufkommens bis hin zur leistungsfähigen EDV und die permanente Schulung der MitarbeiterInnen. Es freut mich, dass ich zu dieser Entwicklung der SPARDA-BANK beitragen konnte. Aufschwung und Flower Power Eisenbahner-Bank Linz für genügend Mut und Elan, um positiv in die Zukunft zu blicken. Mehrfach wird vom Österreichischen Genossenschaftsverband bereits darauf hingewiesen, dass eine Neuorganisation der Linzer Sparda für eine gesunde Entwicklung unumgänglich ist schafft die Bank dann die organisatorische Loslösung von der Sparda Wien, die bis dahin die Buchhaltung sowie die Verwaltung der Kredite durchführt. Die nächste Herausforderung für die Bank und ihre Angestellten stellt die Einführung der unbaren Bezugsauszahlung dar schließen die Österreichischen Bundesbahnen mit allen Geldinstituten entsprechende Verträge ab. Die Barauszahlung von Löhnen und Gehältern in Lohntüten gehört somit der Vergangenheit an. Werbung für Bankprodukte ist in den 60er Jahren noch unüblich. Der Wirtschaftsaufschwung unterstützt das langsame Aufkommen von Werbemaßnahmen. Rechts ein Werbeblatt für PensionistInnen aus dem Jahr

18 Von der Eisenbahner-Bank zur Spezialbank für alle Unselbständigen 1961: DER HERR KARL Eine ganze Generation hat er geprägt, der Herr Karl. Die einen finden das Stück furchtbar und geschmacklos, die anderen sind begeistert. Helmut Qualtinger, der den Monolog gemeinsam mit Carl Merz im Jahr 1961 schreibt und auch selbst die Hauptfigur in der gleichnamigen Fernsehverfilmung verkörpert, wird über Nacht berühmt. Die TV-Erstausstrahlung am 15. November 1961 sorgt in Österreich für heftige Kontroversen. Der opportunistische Egoist Herr Karl erzählt, während er im Keller eines Lebensmittelladens bei seiner Arbeit sitzt, einem jungen Menschen seine Lebensgeschichte. Es ist die Geschichte eines Mitläufers aus dem kleinbürgerlichen Milieu, der sich vom Ende des ersten Weltkriegs bis zum Ende der Besatzungszeit in den 50er Jahren geschickt durchs Leben bugsiert, indem er sich den jeweiligen Gegebenheiten skrupellos und ohne mit der Wimper zu zucken anpasst. Das Monodrama wird zu einem Klassiker der Nachkriegszeit und der Herr Karl zur legendären Figur. Helmut Qualtinger als HERR KARL, Foto: IMAGNO/Franz Hubmann Die Jahre : Universität Salzburg 1622 wird die Universität in Salzburg gegründet, 1810 jedoch wieder aufgelassen. Fotos: Universität Salzburg Nach mehr als 150 Jahren kann am 5. Juli 1962 die Universität Salzburg wieder eröffnet werden. Es wird mit einer Katholisch-Theologischen und einer Philosophischen Fakultät begonnen. Aus der Philosophischen Fakultät entwickelt sich die Geisteswissenschaftliche Fakultät, später Kultur- und Gesellschaftswissenschaftliche Fakultät genannt. Bald entsteht auch die Juridische Fakultät. Heute besuchen rund StudentInnen die Paris Lodron Universität. Das Siegel der Universität Salzburg mit der römischen Zahl 1622 (MDCXXII), dem Gründungsjahr. 1965: Linzer Fußballklub LASK Der LASK wird österreichischer Fußball-Meister. Die Linzer sichern sich mit einem 2:0 gegen die Vienna als erster nicht aus Wien stammender Verein den Gewinn der Meisterschaft. In diesem Jahr holen sie sich auch den ÖFB-Cup und somit das Double. Leider können sich die Schwarz-Weißen nicht sehr lange an der Spitze behaupten und der Klub findet sich bald nur noch im geschlagenen Mittelfeld wieder. Einzig im ÖFB-Cup sorgen sie noch für positive Schlagzeilen. In den Jahren 1967 und 1970 stehen sie dann zwar wieder im Finale, müssen sich jedoch jedes Mal geschlagen geben. 18

19 Die 68er-Bewegung Der Begriff 68er-Bewegung vereint verschiedene, meist linksgerichtete Studenten- und Bürgerrechtsbewegungen, die seit Mitte der 60er Jahre aktiv sind. Der Name bezieht sich auf das Jahr 1968, da hier einige Konflikte eskalieren, die insbesondere von den genannten Bewegungen thematisiert werden. Beispielsweise die Antikriegsdemonstrationen in den USA und die Ermordung Martin Luther Kings. In Europa gipfeln die Konflikte in diversen zivilen Auseinandersetzungen. Auch in Österreich findet die 68er-Bewegung in ihrer ganzen Bandbreite statt. Es fehlt hier zwar ein herausstechendes Ereignis, das die Bewegung inhaltlich und organisatorisch zusammengeführt hätte, trotzdem finden politische, künstlerische, aktionistische und kulturelle Aktionen statt. Die TeilnehmerInnenzahlen an den Demonstrationen schwanken zwischen 500 und 5000, woraus man schließen kann, dass die Szene annähernd so aktiv ist wie etwa in München oder Hamburg. Aufschwung und Flower Power 1969: Landung auf dem Mond Am 21. Juli 1969 landen die ersten Menschen auf dem Mond. Im Zuge der Raumfahrtmission Apollo 11 der NASA gehen Neil Armstrong und Buzz Aldrin in die Geschichte ein. Damals verfolgen rund 600 Millionen Menschen weltweit die Live-Übertragung auf den Fernsehbildschirmen. Als Neil Armstrong als erster Mensch einen Fuß auf den Mond setzt, spricht er seine berühmten Worte: Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit!. 19

20 Von der Eisenbahner-Bank zur Spezialbank für alle Unselbständigen 1970: Der Wohlfahrtsstaat oder die Ära Kreisky Von 1970 bis 1983 war Bruno Kreisky, Sohn einer jüdischen Familie aus Wien, Bundeskanzler von Österreich. Die sogenannte Ära Kreisky ist geprägt von einer Modernisierung der Gesellschaft. Wesentliche Reformen aus seiner Regierungszeit stellen z. B. die Schul- und Universitätsreform, die Rundfunkreform oder die Strafrechtsreform dar. Die Verkürzung der Allgemeinen Wehrpflicht, die Arbeitszeitverkürzung, die Ausdehnung des Jahres-Urlaubes auf mindestens vier Wochen und viele andere sozialpolitische Maßnahmen fallen in seine Amtszeit. Foto: IMAGNO/Nora Schuster Die Jahre Das Jahr 1970 stellt einen Meilenstein in der Entwicklung der Bank dar. Ist die Zeit nach dem Krieg geprägt von organisatorischen und strukturellen Problemen, so kann ab 1970 von einer aufstrebenden Bank gesprochen werden bezieht die Bank das Geschäftslokal im Sozialgebäude der ÖBB in der Wiener Straße und bleibt dort bis zur Übersiedlung in den Sparda- Turm im Juni Zurückzuführen ist diese äußerst positive Entwicklung nicht zuletzt auf den mit 1. Mai 1970 in die Bank eingetretenen Geschäftsführer Dr. Eckhard Oberklammer. Zeitgleich mit seinem Eintreten wird der bisherige Halbtags- auf Ganztags-Betrieb umgestellt. Vier MitarbeiterInnen verwalten rund 600 ÖBB-Bezugskonten mit Einlagen in Höhe von 20 Millionen Schilling. Seit 1970 heißt die Bank Sparda Linz, Spar- und Darlehenskasse österr. Eisenbahnbediensteter. Im Februar 1971 wird ein Magnet-Konten- Computer mit angeschlossenem Lochkartenleser angeschafft, der wesentliche Arbeitserleichterungen mit sich bringt. Großes Augenmerk legt die Bank auf den Ausbau der Sparda-Vertrauensleute. Sie stellen in den Außenstellen das Bindeglied zu den EisenbahnerInnen dar. Ende 1971 steigt die Konten-Anzahl auf 2.400, in der Bank sind sieben MitarbeiterInnen beschäftigt. 20

21 35 Jahre Geschäftsleiter Dr. Eckhard Oberklammer Sie waren 35 Jahre lang Direktor der SPARDA-BANK LINZ. Was war Ihrer Meinung nach in dieser Zeit das wichtigste bzw. zukunftsträchtigste Ereignis? In den 80er Jahren ermöglichten wir auch den Angehörigen unserer ÖBB- Kunden, bei uns ihr Gratis-Bezugskonto zu eröffnen, auch wenn diese nicht bei den ÖBB beschäftigt waren. Ab Beginn der 90er Jahre konnten dann alle Unselbständigen ihr Bezugskonto bei der SPARDA-BANK führen. Firmen- Kunden sind nach wie vor ausgeschlossen. Wo sehen Sie die SPARDA-BANK LINZ in 25 Jahren? Organisationen, die in Nischen ihre Stärke beweisen, haben längeren Bestand gegenüber solchen, die mit einem allgemeinen Angebot mit der breiten Masse mitschwimmen wollen. Die SPARDA-BANK ist ein Nischen- Player. Eine straffe Ablauf-Organisation, die freiwillige Einschränkung auf Unselbständige und der stete Verzicht auf jede Spekulation mit Kunden-Geldern sichern ihr auch in den nächsten Jahrzehnten ihren Platz. Eine dauerhafte Schulung der MitarbeiterInnen für die von außen kommenden Veränderungen bleibt unverzichtbare Voraussetzung. Dr. Oberklammer, was war Ihr schönstes Erlebnis in den 35 Sparda-Jahren? Ich bin wieder einmal Vortragender bei einem Kurs von ÖBB-Betriebsräten. In der Pause erzählt mir ein Teilnehmer Folgendes: Vor Jahren haben Sie mir das Konto für jeden Überzug gesperrt. Aus war es mit dem flotten Konto-Überziehen. Einige Jahre später lernte ich meine Gattin kennen. Vor kurzem hat mir die SPARDA-BANK unseren Hausbau finanziert. Ohne die strenge Konto-Führung in meiner Jugend wäre ich nie zu einem Haus gekommen. So sah und so sehe ich u. a. die Aufgabe einer Bank: Rechtzeitiges NEIN-Sagen sichert das spätere JA-Sagen. Der an den Kunden gegebene Kredit muss zu dessen Vorteil sein. Eine Kreditvergabe bzw. ungezügelte Konto-Überziehung darf den Kunden nicht in finanzielle Schwierigkeiten führen. Ähnliches konnte ich Gott sei Dank mehrmals erleben. Aufbruch in eine neue Zeit Das enorme Wachstum macht bereits 1973 die Anschaffung eines Magnet-Platten-Computers notwendig. Ab September 1973 erhalten die KundInnen anstelle einzelner Tagesauszüge allmonatlich ein übersichtliches Monats-Kontoblatt. Die Sparautomatik, auf die alle Restguthaben vor Eintreffen des neuen Bezuges übertragen werden, wird ebenso angedruckt wie allfällige Spar- oder Prämiensparkonten. Die Bank-Räumlichkeiten sind an ihre Grenzen gestoßen. Im April 1974 kann die Sparda Linz in das Lochkarte aus dem Jahr neue Lokal im Sozialgebäude der ÖBB in der Wiener Straße übersiedeln. Die neuen Räumlichkeiten bieten die Möglichkeit, die Arbeitsabläufe zu verbessern und den Kunden ein besseres Betreuungsangebot zur Verfügung zu stellen. Für die Angestellten wird die Gleitzeit eingeführt. Bei der äußerst positiven Entwicklung ist es nur eine Frage der Zeit, bis man sich dazu entschließt, Zweigstellen einzurichten. Nach der Eröffnung der Filiale Salzburg im Februar 1977 folgt die Zweigstelle Attnang im Jänner Im Jahr 1979 können drei neue Lokale in Selzthal, Wels und Bischofshofen bezogen werden. 21

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