Lösungen zum AH Praxis Geld Finanzielle Allgemeinbildung (116191)

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1 Lösungen zum AH Praxis Geld Finanzielle Allgemeinbildung (116191) Seite 6 Aufgaben 1 und 2 Seite 7 - Fußgängerzone: Geld ausgeben - Geldinstitut: Geld abheben, einzahlen - Bücherei: Bücher ausleihen - Produktion: Waren herstellen für den Handel Seite 9 Der Tausch verschiedener Güter wäre erheblich erschwert. Der Vergleich verschiedener Güter wäre sehr viel schwieriger. - Recheneinheit: Anne hat ein T-Shirt und Sarah eine CD. Sie möchten tauschen, wollen aber nicht, dass eine von ihnen benachteiligt wird. Im Internet recherchieren sie, wie viel die beiden Gegenstände wert sind, und können diese nun miteinander vergleichen. - Zahlungsmittel: In Deutschland kann man überall mit dem Euro zahlen. - Wertaufbewahrungsmittel: Janna spart einen Teil ihres Taschengeldes, um sich ein neues Fußballtrikot kaufen zu können. Geld verliert in der Regel nicht so schnell an Wert, sodass es sich zum Sparen eignet. Seite 10 Aufgaben 1 und 2 Einkommensart Beschreibung Beispiele Einkommen aus unselbstständiger Arbeit Siehe Heft. Gehaltszahlung; Lohnzahlung Einkommen aus selbstständiger Arbeit Einkommen aus Vermögen Siehe Heft. Siehe Heft. Honorar Artikelerstellung; Mieteinnahmen; Einkommen eines Unternehmers Zinsen; Dividendenzahlungen Transfereinkommen Siehe Heft. Kindergeld; Arbeitslosengeld II Seite 11 Die Berufsausbildungsbeihilfe kann während der Berufsausbildung und während einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme an Jugendliche gezahlt werden, die während der Ausbildung nicht bei ihren Eltern wohnen. 1

2 Seite 12 Feste Ausgaben Miete mit Nebenkosten Strom, Gas, Wasser, Heizungskosten Versicherungen Beiträge, Gebühren Haushaltskosten (z. B. Zeitung) Monatliche Sparbeiträge Veränderliche Ausgaben Ernährung, Getränke, Genussmittel Kleidung, Schuhe Wasch- und Putzmittel Körper- und Gesundheitspflege Bildung, Freizeit und Unterhaltung Autos Wohnen (Hausrat, Anschaffungen) Seite 13 Aufgaben 1 bis 3 Seite 14/15 Zahlungsart Beschreibung Beispiel Überweisung Siehe Heft. Überweisung eines Rechnungsbetrags Dauerauftrag Siehe Heft. Miete Einzugsermächtigung Siehe Heft. Telefonrechnung Scheck Siehe Heft. Spende EC-Karte Siehe Heft. Bargeldloses Bezahlen im Supermarkt Geldkarte Siehe Heft. Bezahlen beim Einkaufen Kreditkarte Siehe Heft. Einkauf im Internet Onlinebanking Siehe Heft. Rechnung eines Online-Versandhandels bezahlen Jugendliche können das Girokonto nur eingeschränkt benutzen. Sie können es beispielsweise nicht überziehen. Jugendliche können u. a. Geld abheben, ihr Taschengeld auf das Girokonto überwiesen bekommen und eine zum Konto gehörige Geldkarte aufladen. Aufgabe 3 Das Girokonto hat eine zentrale Funktion für den Zahlungsverkehr. Gehälter aber auch Transferleistungen werden auf das Girokonto überwiesen. Das Girokonto wird auch belastet, wenn man im Geschäft mit der EC-Karte zahlt. Menschen, die kein Girokonto haben, sind daher sehr eingeschränkt und zumindest teilweise vom Wirtschaftsgeschehen ausgeschlossen. Seite 16 Anbieter sind u. a. Anbieter von Girokonten (Banken), Verbraucherzentralen, Stiftung Warentest. Aufgaben 2 und 3 Aufgaben 4 und 5. Hierbei ist vor allem darauf zu achten, dass die Schüler zwischen Anbietern von Finanzdienstleistungen und deren Interessen und anbieterunabhängigen Informationsquellen (z. B. Verbraucherzentralen) unterscheiden. Seite 17 Aufgabe 6 2

3 Seite 18 Hindernis Zeitpunkte, zu denen beide das Geld benötigen. Geldmenge, die beide jeweils benötigen. Verständigung über die jeweilige Absicht. Beschreibung Michael benötigt das Geld sofort und könnte es erst eine Woche später zurückzahlen. Anna benötigt das Geld am Wochenende. Michael benötigt 25 Euro. Anna benötigt 10 Euro und kann daher nur 20 Euro verleihen. Michael müsste zumindest wissen, dass Anna Geld verleihen kann (gegen eine kleine Gegenleistung). Anna müsste wissen, dass Michael Geld benötigt und dass er dafür wiederum auch eine kleine Gegenleistung erbringen würde. Seite 19 Hierbei sollten die folgenden Punkte mit Bezug zum Beispiel auf Seite 18 herausgearbeitet werden: Banken bieten u. a. an: - Kredite, - Möglichkeiten der Geldanlage, - Finanzdienstleitungen zum Zahlungsverkehr. (Dieser Aspekt spielt an dieser Stelle allerdings eine eher untergeordnete Rolle.) Seite 20 Die derzeit 18 EU-Staaten der Eurozone sind Belgien, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Lettland, Luxemburg, Malta, die Niederlande, Österreich, Portugal, Slowakei, Slowenien, Spanien und Zypern (Stand 2014). Seite 21 Bei Bargeld handelt es sich um Münzen und Banknoten. Giralgeld existiert nur in den Büchern der Banken. Es ist das Geld, das beispielsweise auf dem Girokonto liegt. Die Giralgeldschöpfung erfolgt durch Geschäftsbanken. Sie verleihen einen Teil der Einlagen, die dann wiederum bei anderen Banken landen, diese verleihen dieses Geld wieder. Der Geldmenge des Giralgeldes wächst somit an. Seite 22 Wenn der Leitzins verändert wird, dann verändert sich der Preis des Geldes. Im Falle der EZB wäre dies der Preis des Euros. Sinken die Leitzinsen, sinkt der Preis des Geldes. Kredite werden dann im Normalfall billiger. Private Haushalte können dann beispielsweise Immobilien günstiger finanzieren. Auf der anderen Seite verringern sich die Erträge aus Geldanlagen. Private Anleger bekommen daher geringere Zinsen. Seite 23 Da die Leitzinsen gesenkt wurden, wurden Kredite günstiger. Viele Menschen nahmen daher Kredite auf.. Diese Aufgabe muss ausgehend von den aktuellen Reformen beantwortet werden. Seite 24 Im Privatrecht werden die Belange zwischen den Bürgern geregelt und im öffentlichen Recht die Belange zwischen Staat und Bürger. Geschäftsfähigkeit, Verträge, Darlehensverträge, Miet- und Pachtvertrag, Familienrecht, Erbschaft. 3

4 Seite 25 Zum Beispiel Wohnen, Ernährung, Versicherungen, Sparen, Umwelt, Konsumentenrechte usw. Seite 26 : Hierbei sollten Personen-, Vermögens- und Sachrisiken genannt werden. Seite 27 Zum Beispiel Fahrradunfall, bei dem man selbst verletzt wird oder bspw. einen Schaden am Auto eines anderen verursacht; Diebstahl. Seite 28 - Vermögensrisiken: Du hast dich auf die Brille deines Nachbarn gesetzt. Todesfall, Berufsunfähigkeit. Dein Hund hat jemanden gebissen. - Sachrisiken: Unfall, Diebstahl, Wohnungsbrand, Vandalismus. - Personenrisiken: Unfall, Krankheit. Seite 29 - Die Kosten für die Behandlung müssen bezahlt werden. - Das fehlende Einkommen muss zumindest in Teilen ausgeglichen werden. - Das Einkommen im Alter muss gesichert werden. Es könnte sein, dass die gesetzliche Rente nicht ausreicht. Seite 30 Aufgaben 1 bis 3 Siehe folgende Seite. Seite 32 Seite 33 a) Krankenversicherung b) Privathaftpflichtversicherung c) Berufsunfähigkeitsversicherung d) Unfallversicherung e) Kfz-Haftpflicht f) Arbeitslosenversicherung g) Pflegeversicherung 4

5 Situation zu Beginn des 19. Jahrhunderts: Zur Zeit der Industrialisierung gab es zahlreiche Probleme. Arbeiter erhielten niedrige Löhne, verloren ihre Arbeit von einem Tag auf den anderen oder wurden bei schweren Unfällen verletzt. Reformen waren nötig. Situation in der Weimarer Republik: Die Leistungen der Sozialversicherungen wurden u. a. auf Druck der organisierten Arbeitnehmerschaft verbessert. Otto von Bismarck Reichsarbeitsminister Heinrich Brauns 1883: 1884: 1889: 1927: gesetzliche Kran- gesetzliche Unfall- gesetzliche Renten- Arbeitslosen- kenversicherung versicherung versicherung versicherung Die fünf Zweige der Sozialversicherung Situation in den 1990er-Jahren: Viele Menschen waren pflegebedürftig und mussten selber für die Pflege aufkommen, konnten sich diese aber selber nicht leisten. Bundesregierung 1995: gesetzliche Pflegeversicherung 5

6 Seite 34 Julia verfügt über ein begrenztes Einkommen, mit dem sie bereits zahlreiche Ausgaben abdecken muss. Sie steht nun vor dem Problem, welche Risiken sie über Versicherungen zusätzlich absichern sollte und welche Prioritäten sie dabei zugrunde legt. 1. Haftungsrisiken (Privathaftpflichtversicherung) 2. Brandschäden (Hausratversicherung) 3. Berufsunfähigkeit (Berufsunfähigkeitsversicherung) Seite 35 Eine eindeutig richtige Antwort kann hier nicht gegeben werden, aber von zentraler Bedeutung sind Privathaftpflicht und Berufsunfähigkeitsversicherung. Diese sollten daher auf jeden Fall berücksichtigt werden. Weitere Versicherungen könnten sein: Hausratversicherung, Kaskoversicherung. Die Lehrkraft sollte hier darauf achten, wie die Schülerinnen und Schüler ihre Entscheidung begründen. Das Ausmaß der Existenzgefährdung ist hierbei zentral. Seite 36, aber Folgendes ist zu bedenken: Das Lebensphasenkonzept hilft bei der Orientierung, welche Risiken in bestimmten Lebensphasen bestehen. Es hilft somit auch bei der Festlegung einer Prioritätenliste. Seite 37 Aufgaben 1 bis 3 Fall 1: Schäden an Gegenständen in der Wohnung/im Haus: Hausratversicherung. - Verschiedene Schadensersatzforderungen (nicht bei Schäden, die durch den eigenen Pkw verursacht wurden): private Haftpflichtversicherung. - Finanzielle Folgen eines Unfalls: private Unfallversicherung. - Schäden am eigenen Auto: Vollkaskoversicherung. - Absicherung von Kindern und Ehepartner im Todesfall des Versicherungsnehmers: Lebensversicherung. - Finanzieller Schaden im Falle einer Berufs- und Erwerbsunfähigkeit: Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsversicherung. - Vorsorge im Alter: private Rentenversicherung. - Übernahme von Anwalts- und Verfahrenskosten für Rechtsstreitigkeiten: Familien-Rechtsschutzversicherung. - Schäden am Eigenheim: Wohngebäudeversicherung. Fall 2: - Finanzieller Schaden im Falle einer Berufs- und Erwerbsunfähigkeit: Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsversicherung. - Verschiedene Schadensersatzforderungen (nicht bei Schäden, die durch den eigenen Pkw verursacht wurden): private Haftpflichtversicherung. - Schäden an Gegenständen in der Wohnung/im Haus: Hausratversicherung. - Schäden am eigenen Auto: Vollkaskoversicherung. - Finanzielle Folgen eines Unfalls: private Unfallversicherung. Seite 38 Philip sollte - überlegen, ob der angebotene Versicherungsschutz notwendig ist. - sich bei verschiedenen Anbietern und anbieterunabhängigen Einrichtungen (Stiftung Warentest, Verbraucherzentralen) informieren. - mittels eines Haushaltsplans klären, welchen finanziellen Spielraum er für Versicherungsbeiträge hat. - Vor dem Vertragsabschluss sollte er sich die Versicherungsbedingungen und das Produktinformationsblatt genau durchlesen und Unklarheiten klären. 6

7 Seite 39 Bestandteile des Versicherungsvertrags sind: - die Versicherungspolice bzw. der Versicherungsschein, - die allgemeinen Geschäftsbedingungen, - die besonderen Vereinbarungen zum Vertrag. Bei der Auseinandersetzung mit Versicherungsverträgen sind aktuelle gesetzliche Entwicklungen zu beachten. Beispielsweise muss inzwischen auch das Produktinformationsblatt ausgehändigt werden. Die versicherten Sachverhalte müssen genau gekannt werden, damit der Versicherungsnehmer korrekte Angaben machen kann. Auch ist es wichtig z. B. den Wert des eigenen Hausrats zu kennen, um beim Abschluss einer Hausratversicherung eine entsprechende Versicherungssumme vereinbaren zu können. Seite 40 Der Versicherte hat das Recht auf die Einhaltung der vertraglich vereinbarten Versicherungsleistungen, ein Recht auf Information durch den Versicherer über z. B. die Auswirkungen der Vertrags und ein Recht auf Beschwerde. Der Versicherte muss alle Unterlagen einreichen, die zur Erfassung des Beschwerdesachverhalts dienlich sind. Auch ist eine Einverständniserklärung erforderlich, damit der Ombudsmann Gesundheitsunterlagen von der Versicherung erhalten darf. Seite 41 Der Versicherte hat die Pflicht zur Beitragszahlung, zur wahrheitsgemäßen Angabe aller Informationen, die im Zusammenhang mit dem Versicherungsverhältnis wichtig sein können, z. B. Krankheiten. Er muss zur Schadensverhinderung bzw. Schadensminderung beitragen und einen Schadensfall umgehend melden. Jens muss seine Vorerkrankung angeben. Falls er dies nicht tut, riskiert er, dass er im Schadensfall ggf. keine Leistung von der Versicherung erhält. Seite 42 Zum Beispiel Auto, Möbel, Gebrauchsgegenstände, Immobilien. Seite 43 Gründe: - Anschaffung von Gebrauchsgegenständen, wie Möbel oder Kauf eines Autos - Finanzierung einer Immobilie - Finanzierung unvorhersehbarer Ereignisse Faktoren: - vereinbarter Zeitraum (Laufzeit des Kredits) - Zinsen (für Bereitstellung des Kredits) - Höhe des Kredits - Art und Weise der Rückzahlung - Sicherheiten (für die Gewährung des Kredits) Seite 44 Beim Dispositionskredit kann das Girokonto bis zu einem bestimmten Betrag überzogen werden. Es gibt keinen festen Rückzahlungszeitpunkt. Das Minus auf dem Konto wird durch die laufenden Einnahmen immer wieder ausgeglichen. Vergleichbar einer Waage pendelt sich das Girokonto durch Zahlungseingänge immer wieder ein und gleicht sich aus. 7

8 Seite 45 Kreditart Dispositionskredit Ratenkredit Immobilienkredit Höhe des Kredits in der Regel 1 3 Monatsgehälter ca bis Euro ca bis Euro Laufzeit des Kredits unbefristet in der Regel zwischen 12 und 72 Monaten Verwendung des Kredits für kurzfristige finanzielle Engpässe Möbel, Autos, Gebrauchsgegenstände in der Regel zwischen 20 und 30 Jahren Kauf einer Immobilie Rückzahlung des Kredits Ausgleich durch Gehaltseingänge auf dem Girokonto ( Waage ) in monatlich fest vereinbarten Raten in monatlich fest vereinbarten Raten Besicherung des Kredits keine Gebrauchsgegenstand, Auto usw. die gekaufte Immobilie Seite 46 Der Nominalzinssatz ist der auf einen Kredit bezogene Prozentsatz, mit dem der Kredit verzinst wird. Der Effektivzinssatz meint die tatsächlich jährlich anfallenden Kosten für einen Kredit. Im Effektivzinssatz sind neben dem Nominalzinssatz auch die Bearbeitungsgebühr, Provisionen usw. für den Kredit eingerechnet. Der Effektivzinssatz wird auch als effektiver Jahreszins bezeichnet. Im Effektivzinssatz sind alle Kosten und Gebühren für den Kredit berücksichtigt. Drei Faktoren, die die Höhe der Zinsen beeinflussen können: 1. Laufzeit 2. Art des Kredits 3. Besicherung Seite 47 - Zinsen: Der Preis, den die Bank für die Bereitstellung eines Kredits verlangt. - Tilgung: Der Betrag (meist monatlich), den der Kunde an die Bank für die Rückzahlung des Kredits zahlt. - Rate: Der Betrag (meist monatlich) inklusive der Zinsen und Gebühren, den der Kunde an die Bank für die Gewährung des Kredits zahlt. Aufgabe 3 1. Effektivzins 2. Laufzeit 3. Konditonen 4. Nebenkosten 5. Kreditvertrag 6. Sicherheiten Lösungswort: Zinsen Aufgabe 4 1. Auto 2. Haus 3. Sparguthaben Seite 48 - Bearbeitungsgebühr: Die Bearbeitungsgebühr deckt u. a. den Aufwand der Bank für die Bearbeitung des Kredits ab. - Restschuldversicherung: Zusätzlich zur Kreditrate zahlt der Kunde eine Prämie für die Restschuldversicherung. Diese zahlt die Raten, sofern der Kunde nicht mehr in der Lage ist, den Kredit zurückzuzahlen (z. B. bei einer Arbeitslosigkeit). - Bereitstellungszinsen: Sofern der Kunde den Kredit nicht kurzfristig in Anspruch nimmt, kann die Bank für die Bereitstellung des Kredits sogenannte Bereitstellungszinsen verlangen, die abhängig von der Kredithöhe und des Zeitraums der Nichtinanspruchnahme sind. 8

9 Seite 49 Kreditangebote sollten miteinander verglichen werden, damit der Kunde das kostengünstigste Angebot finden kann. Häufig gibt es große Unterschiede zwischen den Anbietern in Bezug auf die Zinssätze und die Bearbeitungsgebühren. Die Sanduhr zeigt in Bezug auf die Bereitstellungszinsen den Zeitraum an, in dem der Kredit nicht in Anspruch genommen wurde. Für den Zeitraum der Nichtinanspruchnahme zahlt der Kunde sogenannte Bereitstellungszinsen. Seite 50 - Kreditfähigkeit: Die Bank vergibt in der Regel Kredite nur an kreditfähige Personen. Kreditfähig ist, wer 18 Jahre alt und volljährig ist und somit einen Kreditvertrag rechtswirksam abschließen kann. - Kreditwürdigkeit: Bei der Kreditwürdigkeit unterscheidet man zwischen materieller und persönlicher Kreditwürdigkeit. Bei der materiellen Kreditwürdigkeit wird anhand der Einkommens- und Vermögensverhältnisse geprüft, ob der Kreditnehmer in der Lage ist, den Kredit vereinbarungsgemäß zurückzuzahlen. Die persönliche Kreditwürdigkeit ist gegeben, wenn die Bank aufgrund des guten Rufs oder der Zuverlässigkeit des Kreditnehmers davon ausgehen kann, dass der Kunde den Willen hat, den Kredit zurückzuzahlen. Seite 51 Beim Kauf eines Vertragshandys werden die persönlichen Daten des Kunden an die Schufa übermittelt. Dazu gehören neben den personenbezogenen Informationen auch Daten wie Informationen zu nicht vertragsgemäßem Verhalten, z. B. Missbrauch von Girokonten, Kreditkarten und Kreditkonten. Sofern der Kunde eine dieser Straftaten begangen hat, meldet die Schufa eine negative Auskunft an das Handyvertragsunternehmen. Dies hat die Folge, dass in den meisten Fällen der Kunde keinen Handyvertrag abschließen kann. Der Händler fürchtet, dass der Kunde nämlich ggf. wieder Missbrauch betreibt und möchte dieses ausschließen, indem er den Abschluss eines Handyvertrags verweigert. Seite 52 Laut Internetseite der Schufa wird beim Scoring anhand von gesammelten Erfahrungen aus der Vergangenheit eine möglichst zuverlässige und objektive Prognose für die Zukunft erstellt. Dazu werden große Mengen an Informationen analysiert und statistisch ausgewertet (www.schufa.de). Dies ist von Vorteil für die Vertragspartner der Schufa, da sie von den potentiellen Kunden bereits vor einem möglichen Vertragsabschluss Informationen über das Zahlungsverhalten aus der Vergangenheit erhalten. Die Vertragspartner schützen sich somit durch diese Kenntnisse möglicherweise vor einem Vertragsabschluss mit Kunden, die den Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Das Vertragsunternehmen übermittelt online die personenbezogenen Daten an die Schufa. Die Schufa stellt die Informationen online bereit. Damit das Vertragsunternehmen die bei der Schufa gespeicherten Daten abrufen darf, ist die schriftliche Einwilligung des Kunden erforderlich. Aufgabe 3 Kreditinstitute sowie andere Vertragsunternehmen informieren sich vor der Kreditvergabe bei der Schufa über den Kunden und schauen sich auch die Einschätzungen für die Zukunft an. Sind die Einschätzungen negativ, kann diese eine Kreditvergabe beeinflussen. Seite 53 - Verschuldung: Eine Verschuldung liegt immer dann vor, wenn eine Person Schulden hat. Verpflichtungen eines Schuldners, die noch nicht beglichen wurden, werden als Verbindlichkeiten bezeichnet. - Überschuldung: Von einer Überschuldung wird gesprochen, wenn eine Person trotz Einschränkungen ihren Zahlungsverpflichtungen aus dem laufenden Einkommen nicht mehr nachkommen kann. 9

10 Seite 54 Die Vorbereitung auf ein Kreditgespräch ist wichtig, damit der Kreditkunde bereits gut informiert in das Gespräch mit dem Berater bei der Bank gehen kann. Dies erleichtert es, zielgerichtet detaillierte Fragen stellen zu können und ggf. Aussagen des Beraters zu hinterfragen. Dadurch wird verhindert, dass der Kreditkunde einen Kredit abschließt, der vielleicht nicht seinen Vorstellungen und den gewünschten Rahmenbedingungen entspricht. Seite 55 Zum Beispiel: - Welche Höhe des Kredits ist für mich und für meine Anschaffung erforderlich? - Wie viel Monate/Jahre beträgt die Laufzeit des Kredits? - Wie hoch ist die monatliche Rate? - Wie viele Raten sind insgesamt zu leisten? - Entstehen Gebühren für den Kredit? Wenn ja: Wie hoch sind die Gebühren? - Wie hoch ist der Nominalzins? - Wie hoch ist der effektive Jahreszins? - Sind Sicherheiten für den Kredit zu hinterlegen? Beispielsweise ein Auto oder eine Immobilie? - Wie erfolgt die Rückzahlung? Monatlich? Vierteljährlich oder jährlich? Seite 56 Aufgaben 1 bis 3 Seite 58 a) Mein Sparziel: z. B. 100 Euro b) Dauer des Sparens: z. B. 4 Monate c) Monatlicher Sparbeitrag: z. B. 25 Euro d) Zusätzliche Einnahmequellen: z. B. Zeitungen austragen, Aushilfsjob annehmen, Babysitten usw. e) Stolpersteine: Schwerfallen könnte das Durchhalten des regelmäßigen Sparens. Stolpersteine könnten sein, dass unvorhersehbare Ereignisse dazwischenkommen, die Kosten verursachen und damit das Sparziel gefährden. Seite 60 Die Grafik zeigt die prognostizierte Altersverteilung für Deutschland im Jahr Differenziert nach männlich und weiblich zeigt die Alterspyramide den Altersdurchschnitt der Männer und Frauen im Jahr Anhand der Grafik wird sichtbar, dass in 2050 rund weibliche und eben so viele männliche Personen zwischen 50 und 70 Jahre alt sind. Demnach nimmt die Altersstruktur zu. D. h., die Menschen werden zunehmend älter und ein größerer Teil der Männer und Frauen sind älter als 50 Jahre. Die Zahl junger Einwohner bzw. die Geburtenrate hingegen nimmt ab. Seite 61 Beim Prinzip der Entgeltumwandlung verpflichtet sich der Arbeitgeber, auf Wunsch des Arbeitnehmers, einen Teil des Lohns oder Gehalts direkt in die betriebliche Altersvorsorge abzuführen. Der Arbeitnehmer kann dabei seinen Beitrag direkt aus dem Bruttolohn finanzieren. Es gibt verschiedene Formen der betrieblichen Altersvorsorge. Seite 62 Wichtige Infos zum Sparbuch: - Nicht für den Zahlungsverkehr geeignet. - Durch Ausfertigung einer Urkunde oder Loseblattsparbuch gekennzeichnet. - Kündigungsfrist von mindestens 3 Monaten. - Zinsgutschrift jährlich zum Jahresende. - Sparer kann ohne Kündigungsfrist über einen Teil des Geldes verfügen (bis max Euro pro Kalendermonat und Sparkonto). 10

11 Wichtige Infos über Sparbriefe: - Festverzinsliches Anlageprodukt. - Verzinsung ist über die gesamte Laufzeit festgelegt. - Normalverzinslicher Sparbrief wird zum Nennwert verkauft. Die Zinsen werden zum Jahresende gutgeschrieben. Über die Zinsen kann verfügt werden. - Beim abgezinsten Sparbrief werden Zinsen und Zinseszinsen am Ende der Laufzeit in einer Summe angerechnet (Kauf erfolgt unter dem Nennwert). - Laufzeit: 1 bis max. 10 Jahre. Wichtige Infos über Aktien: - Urkunde, die bestätigt, dass der Inhaber Teil des auf der Urkunde genannten Unternehmens in der bezeichneten Höhe geworden ist. - Der Aktionär verspricht sich vom Kauf der Aktie einen Gewinn. Aber es kann auch der Fall eintreten, dass das eingesetzte Kapital verloren geht. Wichtige Infos über Investmentfonds: - In einen Investmentfonds zahlen viele private Anleger wie in einen Topf gemeinsam Geld ein. Durch diese Risikostreuung wird das Risiko für den einzelnen Anleger sehr viel geringer, als wenn einzelne Aktien gekauft werden. - Investmentfonds können jederzeit gekauft und verkauft werden. Wichtige Infos über Wertpapiere: - Ein Wertpapier ist eine Urkunde, die ein privates Recht verbrieft. So sind Aktien Wertpapiere, weil man dadurch Eigentumsrechte an einem Unternehmen erwirbt. Im Gegensatz zur Aktie erwirbt der Käufer einer Anleihe keinen Anteil am Eigenkapital des Unternehmens, sondern gewährt ihm Recht. Wichtige Infos über Riester-Rente: - Bei der Riester-Rente handelt es sich um Zuschüsse, die der Staat auf die eingezahlten Beiträge eines Riester-Vertrages leistet. - Als Riester-fähige Verträge gelten Bausparverträge, Fondssparverträge, aber auch Bausparverträge. Wichtige Infos zu den Vermögenswirksamen Leistungen: - Vermögenswirksame Leistungen, auch VL genannt, werden dazu verwendet, Vermögen aufzubauen. Es sind monatliche Sparbeiträge, die der Arbeitgeber für den Arbeitnehmer direkt in eine spezielle Geldanlage, die die Voraussetzungen für die Förderung mitbringt, einzahlt. Wichtige Infos zum Bausparen: - Ein Bausparvertrag wird bei einer Bausparkasse mit einer vorher vertraglich vereinbarten Bausparsumme abgeschlossen meist zur Finanzierung von Wohneigentum. - Bausparen lohnt sich zum regelmäßigen Sparen. - Für eigene Leistungen zahlt der Staat sofern bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschritten werden die sogenannte Wohnungsbauprämie. Seite 64 Beschreibung Girokonto - für den Zahlungsverkehr geeignet (für Überweisungen und Lastschriften) Sparbuch - nicht für den Zahlungsverkehr geeignet (für Überweisungen und Lastschriften) Zinsen - geringe Guthabenzinsen - relativ gering Vorteile - jederzeit verfügbar - ggf. Verfügungen innerhalb eines Dispositionskreditrahmens möglich - Konto wird wie eine Waage durch monatliche Geldeingänge wieder ausgeglichen. - zum Sparen für Anschaffungen - ohne Kündigungsfrist kann ein Teil des Geldes abgehoben werden - in der Regel kostenfrei Nachteile - für das Konto können ggf. Gebühren anfallen - in der Regel Kündigungsfrist von 3 Monaten - geringe Verzinsung - nicht für den Zahlungsverkehr geeignet 11

12 Seite Lange Laufzeit von bis zu 10 Jahren keine Verfügbarkeit während der Laufzeit (nur Verfügung über die Zinsgutschrift). 2. Hoher Mindestanlagebetrag von Euro (abhängig vom jeweiligen Kreditinstitut). Seite 66 Aufgaben 1 und 2 Seite 67 Der Vorteil eines Investmentfonds gegenüber der Geldanlage in Aktien ist, dass bei einem Fonds viele Anleger ihr Geld gemeinsam in einen Topf einzahlen. Die Zusammensetzung des Topfes kann ständig aktualisiert werden dies ist bei Aktien nicht in der Form möglich. Aktien müssen entsprechend einzeln gekauft oder verkauft werden. Bei Fonds ist eine Anlage bereits ab 25 Euro monatlich möglich. Das Vermögen der privaten Anleger kann auf verschiedenen Märkten und in verschiedenen Wertpapieren angelegt werden. Durch diese Risikostreuung wird das Risiko für den einzelnen Anleger sehr viel geringer. Seite 68 Entscheidet sich ein Käufer für festverzinsliche Wertpapiere, so werden Papiere gewählt, auf die Zinsen gezahlt werden und auf denen die gezahlten Zinsen vorab bereits feststehen. Daher spricht man von festverzinslichen Wertpapieren. Aber Vorsicht: Beim Kauf von festverzinslichen Wertpapieren ist auf die Bonität, die Kreditwürdigkeit, des Schuldners zu achten. Seite 69 Jahreseinkommen Brutto: Euro Max. Förderhöchstbetrag: 600 Euro (4 % von Euro) Höhe der zwei Zulagen insgesamt: 339 Euro (154 Euro Euro) Jährliche Einzahlung von Barbara: 261 Euro (600 Euro Euro) Für die maximale Förderung zu erhalten muss Barbara jährlich 261 Euro zahlen. Seite 70 Bärbel verdient Euro brutto (s. S. 69) und ist daher berechtigt, Wohnungsbauprämie zu erhalten. Bärbel zahlt 20 Euro pro Monat x 12 Monate = 240 Euro jährlich Sie bekommt 8,8 % Wohnungsbauprämie = 21,12 Euro Prämie (240 x 8,8 %) Der Betrag von 21,12 Euro wird dem Bausparkonto von Bärbel am Ende des Jahres gutgeschrieben. Seite 72 Die drei Faktoren der Geldanlage sind Rendite (Ertrag), Sicherheit und Liquidität (Verfügbarkeit). Diese drei Faktoren sind gegenseitig voneinander abhängig. Sie bilden ein Spannungsfeld (Fläche des Dreiecks), in dem sich jede Geldanlage bewegt. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von einem magischen Dreieck, da alle drei Faktoren nicht gemeinsam zu erreichen sind. - Höhere Rendite bedeutet beispielsweise geringere Liquidität und geringere Sicherheit. - Höhere Liquidität bedeutet geringere Rendite und geringere Sicherheit. - Höhere Sicherheit bedeutet geringere Rendite und geringere Liquidität. 12

13 Seite 73 Hinweis: Die Lösung beruht teilweise auf individuellen Einschätzungen und kann je nach unterschiedlichem Sicherheits- und Liquiditätsempfinden verschieden ausfallen. Anlageform Rendite Sicherheit Liquidität Sparkonto Sparbriefe Aktien Investmentfonds Bausparen Riester-Rente Aufgabe 3 Seite 74 Aufgaben 1 bis 4 13

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