Hallo Nachbar. W+S-Aktion»Das Leben in der Steinzeit« Aus dem Inhalt: September 2008 Ausgabe 28. W+S Mieterbefragung Mitmachen und gewinnen

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1 September 2008 Ausgabe 28 Hallo Nachbar Die Zeitschrift der Wohn+Stadtbau Münster GmbH Aus dem Inhalt: W+S-Aktion»Das Leben in der Steinzeit«W+S Mieterbefragung Mitmachen und gewinnen Jugendstiftung Jetzt Anträge einreichen Aus dem Unternehmen Offensive für den Klimaschutz

2 » ein junges Unternehmen im erfahrenen Alter «Liebe Mieterinnen und Mieter, liebe Freunde der Wohn+Stadtbau, Wohn+Stadtbau feiert ein Jubiläum. 80 Jahre jung wird das Unternehmen, das am 26. Juli 1928 gegründet wurde. Damals galt der Satz:»Das wichtigste ist, ein Dach über dem Kopf zu haben.«gerade die Älteren unter uns können sich sicher daran erinnern, dass dies früher eine ständige Redewendung war. Und in der Tat war es in den vergangenen Jahrzehnten in unserem Land und auch in unserer Stadt bei weitem nicht so selbstverständlich wie heute, dass man eine Wohnung hatte. Aus der Sorge um die Versorgung der Menschen entstanden kommunale Wohnungsunternehmen, in Münster das»deutsche Heim«, heute»wohn+stadtbau«. Seit 80 Jahren nunmehr ist die Wohn+Stadtbau das Wohnungsunternehmen der Stadt Münster. In diesen 80 Jahren seines Bestehens haben sich seine Aufgaben allerdings verändert. Ging es früher vor allem darum, die Grundversorgung mit Wohnraum für weite Bevölkerungsschichten sicher zu stellen, so stehen heute viele andere Themen und Probleme im Vordergrund der Geschäftstätigkeit. Heute präsentiert sich die Wohn+Stadtbau als ein junges Unternehmen im erfahrenen Alter von 80 Jahren. Jung ist Wohn+Stadtbau, weil es den vielfältigen Anforderungen der Gesellschaft aufgeschlossen gegenüber steht. Das zeigt sich bei den aktuellen Neubauprojekten, in denen die Vielfalt der jetzigen und zukünftigen Wohnwünsche aufgenommen wird; beim Klimaschutz insbesondere im Bestand. Die Maßnahmen sind der Zeit voraus. Beispielsweise wird im Jubiläumsjahr die 1000ste Wohnung von Wohn+Stadtbau mit Warmwasser durch Solarkollektoren versorgt; im aktuellen Bauprogramm der Wohn+Stadtbau zum Thema»Preisgünstiger Wohnraum«. Die Schlagzahl der Fertigstellung ist beträchtlich erhöht worden. Sie liegt aktuell bei 100 Wohneinheiten im Jahr. 100 Wohneinheiten für Bevölkerungsgruppen, die sonst kaum am Markt ein passendes preiswertes Angebot bekommen. Die Rahmenbedingungen für kommunale Unternehmen insgesamt und für den Wohnungsmarkt im Besonderen haben sich in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verändert. Die Wohn+Stadtbau GmbH hat es immer verstanden, sich den veränderten Bedingungen anzupassen. Dabei hat sie ihr Profil beibehalten, ihre historischen Wurzeln immer gepflegt und vor allen Dingen sich auch immer als Dienstleistungsunternehmen für die Münsteranerinnen und Münsteraner verstanden. Ich will daher das 80-jährige Jubiläum der Wohn+Stadtbau GmbH zum Anlass nehmen, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sozusagen vom Geschäftsführer bis zum Hausmeister für ihre Arbeit und ihr Engagement zu danken. Ich wünsche der Wohn+Stadtbau weiterhin eine erfolgreiche Geschäftstätigkeit, den Mieterinnen und Mietern weiterhin eine so hohe Zufriedenheit mit ihrem Wohnungsunternehmen und uns allen weiterhin eine gute Zusammenarbeit zum Wohle der Münsteranerinnen und Münsteraner. Dr. Berthold Tillmann Der Oberbürgermeister der Stadt Münster 2 Kommentar

3 Inhalt Editorial Liebe MieterInnen und FreundInnen der Wohn+Stadtbau! Die Familie Burberg kennt sich aus im Leben. Sogar im Leben unserer steinzeitlichen Vorfahren. Denn sie lebten für ein ARD-Fernsehexperiment zwei Monat in der Jungsteinzeit. Somit waren sie genau die richtigen Gäste bei unserer Aktion»Das Leben in der Steinzeit«in Münster-Handorf im Baugebiet Drei Eichen. Bei den Erschließungsarbeiten stießen wir auf einzigartige Funde aus der Steinzeit und stellten den Schautag deshalb ganz ins Zeichen dieser Epoche. Was die Besucher dort erlebten, erfahren Sie auf den nächsten Seiten. Auch Siegfried Walden weiß, was das Leben ausmacht. Er, der stets mit offenen Augen und Ohren unterwegs ist, verarbeitet unzählige Begegnungen, Beobachtungen und Gespräche in Gedichte und Geschichten. Und das sehr erfolgreich, mittlerweile ist er bundesweit bekannt von links: Magdalena Kroll, Jasmina Dimitrijevic, Maria Steinborn, Lars Drachsel, Nina Menningen, Stephanie Schmermann Unsere Auszubildenden Diese Tradition liegt uns am Herzen: Jedes Jahr zum 1. August treten bei der Wohn+Stadtbau zwei junge Leute ihre Ausbildung an. Es erwarten sie vielfältige Arbeitsbereiche, zahlreiche Kundenkontakte und gute Fortbildungsmöglichkeiten kurzum: eine interessante Arbeit. Zudem bemüht sich die Wohn+Stadtbau immer, den Azubis auch anschließend eine berufliche Perspektive zu bieten. Unser letztjähriger Auszubildender André Wiesmann meisterte die Prüfungen mit sehr gutem Abschluss. Ab dem 1. August 2008 arbeiten mit Nina Menningen und Stephanie Schmermann zwei neue Auszubildende in unserem Haus. und sogar in renommierten Schriftsteller-Lexika vertreten. Wir wollen Ihnen Waldens Beobachtungen über»nachbarn«näher bringen. Über das Leben rund um die Langestraße in Hiltrup kann Dieter Langer so schnell niemand etwas vormachen. Schließlich ist er für das ganze Viertel Ansprechpartner bei großen und kleinen Problemen, Hauswart und Müllexperte in einer Person. Was dem engagierten Mann dabei so widerfährt und was ihm auf den Nägeln brennt, lesen Sie in dieser»hallo Nachbar. Wie Sie Ihr Leben in einer Wohn+Stadtbau-Wohnung beurteilen, was Ihnen gefällt und was nicht, was Sie von uns halten, was Sie verbessert haben möchten das wollen wir von Ihnen im Rahmen unserer neuen Mieterinnen- und Mieterbefragung wissen. Zufällig ausgewählte Mieterinnen und Mieter erhalten in den nächsten Tagen den umfangreichen Fragebogen, mit dessen Ergebnissen wir unsere Arbeit und Aktivitäten zielgerichtet nach Ihren Interessen und Wünschen weiter verbessern möchten. Und damit sich die Mühe lohnt, winken allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern attraktive Preise. Jede Menge weitere Berichte mitten aus dem Leben komplettieren das vorliegende Heft: Wir stellen Ihnen unsere neuen Azubis vor, informieren Sie über unsere Aktivitäten in Sachen Klimaschutz, stellen Ihnen die geplanten Modernisierungen vor, halten Sie über die Arbeit unserer Jugendstiftung auf dem Laufenden und geben Ihnen wieder einige Freizeittipps. Aus dem Unternehmen Pilotprojekte für den Klimaschutz Das Unternehmen im Spiegel von Zahlen Modernisierungsmaßnahmen Mieterbefragung Projekte Schautag»Das Leben in der Steinzeit Jugendstiftung Mieterinformationen Mietjubiläen USC-Karten zu vergeben Einer von uns Hauswart in Hiltrup: Dieter Langen Siegfried Walden, Schriftsteller Freizeit Alles über Taschengeld Coffee-to-go Spiel & Spaß Kinderseite Kreuzworträtsel Sudoku Pressespiegel Impressum Hrsg.: Wohn+Stadtbau Wohnungsunternehmen der Stadt Münster GmbH Steinfurter Str Münster V.i.S.d.P.: Klemens Nottenkemper Geschäftsführer Fotos: Ralf Emmerich Christoph Lux Wohn+Stadtbau Gestaltung: Lütke Fahle Seifert AGD Münster Druck: Druck Schröerlücke Ladbergen Editorial Inhalt Impressum 3

4 Schautag im Baugebiet Drei Eichen Gar nicht so einfach: Kein Wasser, kein Strom, kein Supermarkt, kein Internet, kein ipod unsere Vorfahren in der Steinzeit hatten es nicht leicht. Wie sich das Leben in der Steinzeit anfühlte, das konnten vor kurzen eine Vielzahl von Besuchern erfahren, die unser neues Baugebiet»Drei Eichen«in Münster-Handorf besuchten. Denn dort stießen wir im Zuge der Erschließungsarbeiten für die 250 Häuser, die dort entstehen werden, auf einzigartige archäologische Funde, die bis in die Jungsteinzeit reichten. Und da lag es nahe, unseren Gästen im Rahmen eines Schautages auch Einblicke in die Lebensweise unserer Vorfahren zu ermöglichen. Dazu luden wir kompetente Gäste ein: Die Familie Burberg hatte vor zwei Jahren an einem Steinzeit-Experiment der ARD teilgenommen, das später auch als Fernsehdokumentation gesendet wurde. Zwei Monate lebten Martin und Claudia Burberg mit ihren Kindern Till, Roman und Mitja wie die Menschen vor 7500 Jahren. So konnten die neugierigen jungen und alten Besucher von den Burbergs lernen, wie man früher Feuer machte, Steinzeitsuppe kochte, Fladenbrot nach steinzeitlichem Rezept backte oder Korn mahlte. Sie formten mit großer Begeisterung Tonperlen und Schälchen und stellten Schnüre und Lederbeutelchen her. All diese alltäglichen Arbeiten zeigten die Burbergs den Besuchern geduldig immer wieder und brachten so den einen oder anderen gehörig zum Staunen, als beispielsweise Martin Burberg minutenlang einen Feuerstein und einen Markasit ein Mineral, dass die Steinzeitmenschen zum Feuer machen verwendeten aneinanderschlug, bis der Funke endlich auf den Zunder übersprang und eine Rauchschwade zum Himmel aufstieg. Gemütlich saßen alle beieinander und verrichteten gemeinsam wie in einer großen Sippe ihre»arbeiten«. Vor allem die Kinder waren mit viel Spaß und großer Konzentration bei der Sache und versuchten sich ausdauernd an den steinzeitlichen Arbeitstechniken. Und wer sich nicht nur für die Vergangenheit, sondern auch für die Zukunft interessierte, den versorgten unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an einem Stand mit allen wichtigen Informationen über das neue Baugebiet. 4 Projekte

5 Das Leben in der Steinzeit Das Baugebiet Drei Eichen Das neue Eigenheimgebiet Drei Eichen schließt die Lücke zwischen dem Handorfer Ortskern und Handorf-Dorbaum. Es ist als attraktives und vitales Wohnviertel in gemischter Bebauung geplant. Alt und Jung, Naturliebhaber und junge Familien sollen ein Zuhause finden, ebenso wie diejenigen, die Wert auf niveauvolles Wohnen legen. Die Bebauung gliedert sich in drei Wohngebiete: Eichenaue EichenGrund EichenBusch EichenAuee EichenGrund EichenBusch Gesamtfläche: ca qm Baulandflächen: ca qm Gesamt 249 Wohneinheiten: 127 freistehende Einfamilienhäuser 068 Doppelhaushälften 054 Reihenhäuser Gewerbefläche für den Discounter Lidl Kita + Jugendzentrum Lebensmittelmarkt/ Discounter Jugendzentrum Kindertagesstätte Interessiert? Weitere Infos erhalten Sie bei Herrn Rieger: Tel / , Projekte 5

6 Das Wohnhaus Wörthstr. 4 aus den 50er Jahren wird durch energetische Modernisierung zum innovativen»niedrigenergiehaus im Bestand«. Die Einsparungen bezogen auf den ursprünglichen Energiebedarf belaufen sich auf mehr als 80 %. W+S setzt auf neue Technologien Pilotprojekte für den Klimaschutz Den Klimaschutz hat Wohn+Stadtbau nicht erst entdeckt, nachdem der Ölpreis 140 Dollar je Barrel überschritten hat. Bereits in der Vergangenheit waren wir vorbildlich. Beim Neubau unterschreiten wir in der Regel die Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV 2006) um 30 %. Die wirklichen Einspareffekte liegen aber im Bestand. Das gilt nicht nur für Wohn+Stadtbau, sondern generell. Bei den Maßnahmen des Klimaschutzes im Bestand ist für uns die Einhaltung der Energieeinsparverordnung die Vorgabe. In der Regel erfolgen energetische Gesamtmodernisierungen der Gebäudehülle als auch der Gebäudetechnik. Konkret führte das zu folgenden Maßnahmen an der Gebäudehülle: Dämmung der Fassade mit einem Wärmedämmverbundsystem Dämmung des Daches mit Polystyrol PS-Dämmplatten Dämmung der Kellerdecken mit PS-Dämmplatten. Fenster mit 2-fach Isolierverglasung Die Eckpunkte der Gebäudetechnik waren bisher wie folgt: Grundausstattung in der Regel mit Gasbrennwerttechnik zur Abdeckung des Heizungs- und Warmwasserbedarfes Solarthermische Anlagen zur Unterstützung der Warmwasserbereitung (in der Regel Unterstützung bis 50 %) Fernwärmeanschlüsse (Kraft-Wärmekopplung) in allen Bereichen, in denen ein sinnvoller Anschluss möglich ist. 6 Aus dem Unternehmen

7 Pilotprojekte von Wohn+Stadtbau Die Energiepreise sind in den letzten Jahren rasant gestiegen und ein Ende dieser Entwicklung ist nicht abzusehen Die dramatischen Änderungen auf dem Energiemarkt gepaart mit den Beschlüssen der Bundesregierung, die sich im Eckpunktpapier für ein integriertes Energie- und Klimaprogramm wieder finden, hat bei uns die Erkenntnis gebracht, dass wir in Sachen Klimaschutz noch mehr in die Offensive gehen müssen. Die zukünftigen Gebäude- und Energieversorgungen werden sich beträchtlich von denen der Vergangenheit unterscheiden. Wir denken zurzeit nicht nur an weitere Verstärkungen der Gebäudehüllen, sondern auch über die nächste Generation der Gebäudetechnik nach. Hierzu einige Stichworte: Solartherme mit Heizungsunterstützung Wärmepumpen auf Basis Geothermie Kraft-/Wärmekopplung, BHKW Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung Fenster mit 3-fach Isolierverglasung Mieterbeteiligungsmodell»Fotovoltaikanlage Nieland«In Kooperation mit den Stadtwerken Münster haben wir das Beteiligungsmodell»Fotovoltaikanlage Nieland«ins Leben gerufen. Auf Dächern von Wohn+Stadtbau in Handorf, Nieland, wurde eine Fotovoltaikanlage installiert, an der sich die Mieter von Wohn+Stadtbau sowie ausgesuchte Kunden der Stadtwerke finanziell beteiligen konnten. Je nach Sonneneinstrahlung erhält der Erwerber für seine Beteiligung Zinsen. Wie hoch die Vergütung ausfällt, hängt vom Wetter ab. Diese liegt im erwarteten Standardfall bei 6 Prozent pro Jahr, bei außergewöhnlich hoher Sonneneinstrahlung sogar 8 Prozent. Die garantierte Mindestverzinsung beträgt 4 Prozent. Ziel dieses Projektes ist es, den CO 2 -Ausstoß zu verringern und den Mietern von W+S eine gut verzinsliche, sichere und ökologische Anlageform zu bieten. BHKW Im Moorhock Im Rahmen der Modernisierung einer großen Heizungsanlage in Münster- Kinderhaus, Im Moorhock 55-69, haben wir zur Unterstützung der Heizungsanlage ein Blockheizkraftwerk mit einer thermischen Leistung von 80kW und einer elektrischen Leistung von 50kW installiert. Der erzeugte Strom wird nach entsprechenden Vorgaben vergütet. Das Abfallprodukt»Wärme«wird in das Versorgungsnetz der Häuser eingespeist te Wohnung mit Solaranlage Im September 2008 erfolgte die Wasserversorgung und Beheizung der 1.000ten Wohnung von Wohn+Stadtbau mit Unterstützung von Solaranlagen. Wohn+Stadtbau wird auch in Zukunft verstärkt innovative Pilotprojekte umsetzen und regenerative Energien im Bestand und Neubau nutzen. Der Umwelt zuliebe, aber auch um für die Mieter die Nebenkosten zu reduzieren und diese unabhängig von Energiepreissteigerungen zu machen. Aus dem Unternehmen 7

8 Das Unternehmen im Spiegel von Zahlen Im Jahr 2007 haben wir für die Instandhaltung des eigenen und angepachteten Wohnungsbestandes rund T aufgewendet, für Modernisierungen T. Wir haben 592 Bäder modernisiert und für 300 WE die Warmwasserversorgung mit Solarunterstützung errichtet. Dennoch blieb die durchschnittliche monatliche Kaltmiete aller unserer Wohnungen auf einem niedrigen Niveau von nur 4,52 /qm. Wie in den Jahren zuvor haben wir unsere Aufträge weitgehend an einheimische Handwerksbetriebe vergeben. Dies ist in Zeiten einer immer noch hohen Arbeitslosigkeit unser Beitrag zur Unterstützung der einheimischen Wirtschaft. Sollten Sie sich für weitere Daten unseres Unternehmens interessieren, lassen wir Ihnen gerne unseren Geschäftsbericht zukommen (Frau Rott-Windhaus, Tel / ). Sie finden ihn auch als Download auf Bilanzsumme T Stammkapital T Rücklagen T Wohnungsbestand eigene Wohnungen WE verwaltete Mietwohnungen WE verwaltete Wohnungen nach WEG WE Insgesamt WE Garagen Bauleistungen Neubau T davon Eigentumsmaßnahmen T Modernisierung T Instandhaltung T davon für angepachtete/angemietete WE T Aus dem Unternehmen

9 Modernisierungsprogramm 2009 Offensive für Heizkosten und Klimaschutz Energetische Modernisierung 2008 an der Timmerscheidtstraße Auch im kommenden Jahr werden wir wieder umfangreiche Maßnahmen zur Modernisierung und Instandhaltung des eigenen Wohnungsbestandes durchführen. Schwerpunkte sind dabei energetische Modernisierungen. Diese beinhalten u.a. die Sanierung der Wärmedämmverbundsysteme, die Optimierung der Wärmedämmung der obersten Geschoss- und Kellerdecken, Verbesserungen der Warmwasserversorgung oft mit Solarunterstützung, sowie neue Heizungsanlagen. Auch Bad- und Balkonsanierungen gehören nach wie vor zum Modernisierungsprogramm. Das ist unser Beitrag zum Klimaschutz und unsere Antwort auf die immer weiter steigenden Energiekosten. Welche Maßnahmen in 2009 vorgesehen sind können Sie dem folgenden Überblick entnehmen. Selbstverständlich werden alle Mieter der Häuser, in denen Maßnahmen anstehen, vorher umfassend informiert. Dachsleite 40-44, Marienburgstr. 1-3, 2-12 Umbau der Automatiklüfter vom Dach in die oberen Wohnungen Dachsleite 95-97, Schneidemühlerstr Balkonsanierung Dachsleite 53 Energetische Modernisierung: Warmwasserversorgung mit Solarunterstützung + Dämmung der obersten Geschossdecken und der Kellerdecke + Sanierung Wärmedämmverbundsystem, Badmodernisierung, teilweise Balkonsanierung Hensenstr , Twenteweg 1-32 Badmodernisierung und Modernisierung der Gäste-WCs, neue Heizkörper, neue Heizungsstränge Hölderlinweg 2-4 Badmodernisierung, Warmwasser mit Sonnenkollektoren Hohenzollernring 3-7 Energetische Modernisierung: neues Wärmedämmverbundsystem + Dämmung der obersten Geschossdecken und der Kellerdecken, neue Balkone und Balkonsanierungen, Außenanlagen Josef-Beckmann-Str. 1-23, Langebusch Spielplatzerneuerung vor Haus 11-13, Umgestaltung der Hauseingänge der Häuser 1-5 und 9-17, Sanierung der Vordächer Kanonierstr. 9 Energetische Modernisierung: neues Wärmedämmverbundsystem, Balkonsanierung, Dacharbeiten Ostenbree 1-15 Balkonsanierung und Überarbeitung der Treppenanlagen im Erdgeschoss Travelmannstr , Energetische Modernisierung: Warmwasserversorgung mit Solarunterstützung und Dämmung der obersten Geschossdecken und der Kellerdecke, neue Heizungsanlage, Badmodernisierung Scheibenstr Energetische Modernisierung: Warmwasserversorgung mit Solarunterstützung + Dämmung der obersten Geschossdecken und der Kellerdecke, neues Wärmedämmverbundsystems, teilweise Verblendung der Giebel Scheibenstr Energetische Modernisierung: Warmwasserversorgung mit Solarunterstützung + Dämmung der obersten Geschossdecken und der Kellerdecke + teilweise Sanierung des Wärmedämmverbundsystems und neue Heizungsanlage, Balkonsanierungen, Küchenumbau oder mindestens Vorrüstung Steinfurter Str a Energetische Modernisierung: neues Wärmdämmverbundsystem + neue Zentralheizung mit Solarunterstützung für die Warmwasserversorgung, neue Fenster, neue Schaufenster- und Haustüranlagen, Balkonsanierungen Aus dem Unternehmen 9

10 Große W+S Mieterbefragung Ihre Meinung ist gefragt! Sechs Jahre ist es her, da wollten wir im Rahmen unserer damaligen Mieterinnen- und Mieterbefragung allerhand von Ihnen wissen, getreu dem Motto»Es gibt nichts, was man nicht noch besser machen könnte«. Viele wertvolle Erkenntnisse über unsere Arbeit und Tätigkeitsschwerpunkte konnten wir mit Ihren Antworten sammeln. Nun ist es unseres Erachtens an der Zeit, diese Ergebnisse zu aktualisieren und zu schauen, ob Sie auch weiterhin mit der Wohn+Stadtbau zufrieden sind, ob wir die damaligen Kritikpunkte in Ihrem Sinne aufgearbeitet haben und wo Sie heute der Schuh drückt. Gemeinsam mit dem Institut»InWis Forschung und Beratung«haben wir einen Fragebogen ausgearbeitet haben. Anfang Oktober wird er an zufällig und anonym ausgewählte Mieterinnen und Mieter verschickt werden. Wir möchten Sie natürlich bitten, den Fragebogen zu beantworten. Denn nur so können wir unsere Arbeit nach Ihren Bedürfnissen ausrichten, Mängel beseitigen und ihr Wohnumfeld in Ihrem Interesse gestalten. Was erwartet Sie nun an Fragen? Ein großer Fragekomplex beschäftigt sich beispielsweise mit ihrem Wohnumfeld: Wie zufrieden sind Sie mit Größe, Zuschnitt und Ausstattung Ihrer Wohnung? Wie kommen Sie mit den anderen Mietparteien klar? Wie ist es um die Müllentsorgung und Sauberkeit bestellt? Worüber gibt es in Ihrer Hausgemeinschaft Streit? Modernisierungsmaßnahmen sind ein weiterer wichtiger Aspekt des Fragenkataloges. Fenster, Bad, Heizung - an welcher Modernisierungsmaßnahme haben Sie Interesse? Wären Sie bereit, dafür auch mehr Miete zu zahlen? Wenn ja, wie viel? Selbstverständlich steht auch Ihre Einschätzung von unserem Service und unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Mittelpunkt unseres Interesses. Sind Sie mit Ihrem Hausmeister zufrieden? Was könnte besser laufen? Wie beurteilen Sie die Kompetenz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter? Werden Reparaturen und Mieteranfragen zügig bearbeitet? Haben unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter genügend Zeit für Sie? Sie sehen, wir haben viele Fragen. Eine einheitliche optische Gestaltung soll die Bearbeitung des Fragebogens erleichtern. Die meisten Fragen können Sie durch das Ankreuzen vorgegebener Antwortkategorien beantworten. Eine konzentrierte Bearbeitung des Fragebogens kostet Sie lediglich eine halbe Stunde. Die Teilnahme an dieser Aktion ist freiwillig, alle Angaben werden streng vertraulich behandelt. Die Fragebögen werden ohne Nennung Ihres Namens ausgewertet und anschließend vernichtet. Rückschlüsse auf Ihre Person oder einzelne Antworten sind nicht möglich, da von»inwis«nur zusammengefasste Daten weitergeleitet werden, die so etwas nicht zulassen. Als Belohnung für Ihr Engagement winken allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern zehn attraktive Preise: 1. Preis: 1 Wochenende für 2 Personen in Hamburg mit Besuch des Musicals»Tarzan«mit Musik von Phil Collins 2. Preis: 1 Ballonfahrt für 2 Personen 3. Preis: 1 Familienjahreskarte für den Allwetterzoo Münster 4. Preis: 1 Gutschein für ein Abendessen im Wert von 100 Euro Preis: Einkaufsgutscheine im Wert von je 30 Euro 10 Aus dem Unternehmen

11 Hier sehen Sie zwei Beispielseiten aus dem Auswertungsbericht 2002: Die Statistiken zeigen uns zum Beispiel, welche Modernisierungsmaßnahmen von Ihnen am dringendsten gewünscht werden, wie sicher Sie sich in Ihrem Wohnumfeld fühlen und wie Sie mit unserem Service zufrieden sind. Ihre Meinung ist wichtig: Sollten Sie also zu den ausgewählten Haushalten gehören, die angeschrieben werden, würde uns Ihre Rückmeldung freuen! Aus dem Unternehmen 11

12 Vergabe von Euro an Fördergeldern in fünf Jahren Erfolgsstory Jugendstiftung Wohn+Stadtbau geht weiter KAI e.v.: Nachhilfe für ausländische Schülerinnen und Schüler SeHT e.v.: Babysitter- und Kinderpflegekurse Seit fünf Jahren setzt sich die Jugendstiftung Wohn+Stadtbau für die benachteiligten Kinder und Jugendliche erfolgreich in Münster ein.»die Jugendstiftung Wohn+Stadtbau hat in ihrer Wirkungszeit bereits vieles erreicht. Über Euro sind in 36 Projekte verschiedenster Institutionen an bedürftige Kinder und Jugendliche geflossen. Darauf sind wir stolz. Aber unsere Hilfe muss weiter gehen«, so Klemens Nottenkemper, Geschäftsführer der Wohn+Stadtbau und Vorstandsvorsitzender der Jugendstiftung Im Jahr 2008 wurden neun Projekte unterstützt. Aber auch im nächsten Jahr werden Vorstand und Kuratorium wieder sinnvolle Projekte und Maßnahmen auswählen. Bis zum 31. Januar 2009 werden noch Anträge auf Förderung angenommen. Danach werden die Projekte bewertet. Im ersten Quartal 2009 fällt die Entscheidung des Vorstandes. Der Grundgedanke der Jugendstiftung Wohn+ Stadtbau ist es, Kindern und Jugendlichen in Notlagen zu helfen, aber auch durch Präventivmaßnahmen schon frühzeitig in die Hilfe einzusteigen. Ein weiteres Ziel ist es, Organisationen zu unterstützen, die sich um misshandelte Kinder und Jugendliche kümmern oder dem Miteinander von ausländischen und deutschen Kindern den Weg ebnen. Entwicklung der Fördergelder 2004: Euro 2005: Euro 2006: Euro 2007: Euro 2008: Euro Die Anträge können eingereicht werden bei: Jugendstiftung Wohn+Stadtbau Katja Stockey-Buhl Steinfurter Straße Münster Weitere Informationen zur Jugendstiftung erhalten Sie im Internet unter 12 Projekte

13 Dieter Langer, Hauswart an der Langestraße»Wichtig ist, mit den Menschen zu reden Ist das nicht herrlich hier?«dieter Langer schaut sich äußerst zufrieden um und betrachtet die Grünflächen rund um die Häuser an der Langestraße in Hiltrup. Die Rasenfläche präsentiert sich sauber und gepflegt, viele Bäume und Sträucher sorgen für ein sattes Grün, außer Vogelgezwitscher ist nicht viel zu hören. Und das schöne Sonnenlicht tut ein Übriges. Keine Frage: Hier an der Langestraße und dem Caldeloer Weg lässt es sich gut wohnen. Das dem so ist, dazu trägt Dieter Langer schon seit nunmehr zehn Jahren seinen Teil bei. Denn er ist einer der Hauswarte bei der Wohn+Stadtbau. Hauswarte sind Mieter und Mieterinnen, die für uns vor Ort nach dem Rechten sehen, die sich um den Zustand der Außenanlagen und des Treppenhauses kümmern, die teilweise auch Kleinigkeiten in Ordnung bringen und die nicht zuletzt bei Bedarf Kontakt zwischen Mietern und der Wohn+Stadtbau herstellen. Wichtig ist uns, dass alle Hauswarte in der Gegend arbeiten, in der sie auch wohnen. Dieter Langer wohnt schon seit 30 Jahren an der Langestraße und möchte hier auch gar nicht mehr weg. 84 Wohnungen gehören zu seinem Arbeitsbereich. Die Plätze rund um die Mülltonnen und die Tonnen sauber und in Ordnung halten, fegen, Laub harken, herumfliegenden Müll aufsammeln, sogar das Unkraut zwischen den Bürgersteigplatten herauskratzen Dieter Langer hat viel zu tun als Hauswart.»Fünf Stunden in der Woche kommen da locker zusammen«, ist sich Langer sicher. Aber die Arbeit, die bei vielen nur Unverständnis hervorruft, macht Langer Spaß.»Klar, einige fragen mich, warum ich mir das antue«, so Langer und zählt seine Gründe auf:»ich bin gerne draußen, ich kann nicht nur in der Wohnung herumsitzen. Außerdem finde ich es toll, wenn mein privates Wohnumfeld vernünftig aussieht. Und ich lerne viele Leute und vor allen Dingen meine Nachbarn kennen und komme so mit ihnen ins Gespräch.Gespräch«ist genau das richtige Stichwort.»Also, den Hausmeister Krause kann ich bei meiner Arbeit auf keinen Fall raushängen lassen«, schmunzelt Dieter Langer. Schließlich sei er letztendlich nur ein Mieter wie seine Nachbarn auch. Wichtig sei, dass er mit jedem Menschen vernünftig rede und niemandem Vorwürfe mache ob Groß oder Klein, Jung oder Alt, Ausländer oder Deutscher.»Wenn ich das mache und die Leute mit einbeziehe, dann klappt das auch.«einige Dinge sind so im Laufe der Jahre durch Langers Initiative entstanden. Beispielsweise wurden Sammelplätze für die Mülltonnen eingerichtet oder die Wege rund um die Häuser gepflastert. Und wenn dann Nachbarn sagen»mensch, das sieht aber gut aus bei euch«oder, wie kürzlich geschehen, eine Frau bei Langer klingelt und ihm mit einer Tafel Merci -Schokolade Dankeschön für sein Engagement sagt, dann sind das die Momente, die Langer seine Arbeit als Hauswart noch mehr versüßen. Einer von uns 13

14 Feierstunde der 40jährigen Mietjubilare im Mühlenhof im Oktober 2007 Mietjubiläen Auch dieses Jahr haben wieder zahlreiche Mieter ihre Mietjubiläen mit uns gefeiert. Schöne Stunden haben wir mit Ihnen im Zoo, Mühlenhof oder im Kleinen Kiepenkerl verbracht. Wir freuen uns über die Treue, die Sie uns gehalten haben und bedanken uns ganz herzlich bei Ihnen. Sollten wir einmal ein Mietjubiläum übersehen haben, melden Sie sich bitte bei Frau Simon, Tel. 0251/ Wir werden Sie dann einladen, um Ihr Jubiläum nachträglich zu feiern. Ihre Wohn+Stadtbau Hier die Termine für die Saison 2008/2009: W+S Mieteraktion: Kostenlose Eintrittskarten für unsere Mieterinnen und Mieter Wohn+Stadtbau ist für ein weiteres Jahre Sponsor der 1. Damen Volleyballmannschaft des USC Münster. Für jedes Heimspiel in der Sporthalle Berg Fidel haben wir Freikarten, die wir gerne an unsere MieterInnen weitergeben. Interessierte können sich im Sekretariat der Geschäftsführung bei Frau Simon (Tel. 0251/ ) melden und Eintrittskarten erhalten, solange der Vorrat reicht. Mo Uhr USC Münster : Bayer 04 Leverkusen So Uhr USC Münster : NA Hamburg So Uhr USC Münster : TSV Sonthofen So Uhr USC Münster : Alemannia Aachen So Uhr USC Münster : Schweriner SC So Uhr USC Münster : Rote Raben Vilsbiburg So Uhr USC Münster : VfB Suhl So Uhr USC Münster : 1. VC Wiesbaden So Uhr USC Münster : Köpenicker SC So Uhr USC Münster : Fighting Kangaroos Chemnitz So Uhr USC Münster : Allianz Volley Stuttgart So Uhr USC Münster : TZ VCO Berlin So Uhr USC Münster : Dresdner SC 14 Mieterinformationen

15 Die Schriftstellerkarriere des Siegfried Walden»Ich bin ein großer blonder Junge «Mit diesen Worten begann die Schriftstellerkarriere von Siegfried Walden vor nunmehr 63 Jahren. Es waren die Anfangszeilen des ersten Briefes an seine spätere Frau Elisabeth, der ihm half, das Herz seiner Angebeteten zu gewinnen. Aus der ersten Begegnung erwuchs eine 50 Jahre währende Ehe, ehe Elisabeth vor einigen Jahren verstarb. Dem erfolgreichen Erstlingswerk folgten mittlerweile 1077 weitere Gedichte, Verse und Kurzgeschichten. Jede Woche verfasste Walden damals ein Liebesgedicht an seine Frau. Seine Dichtkunst blieb Waldens Polizeikollegen Walden besuchte damals die Polizeischule in Münster nicht verborgen. So kam es nicht selten vor, dass er Gedichte vortragen oder sogar Zeilen für seine nicht so talentierten Kollegen verfassen sollte inspirierte ihn sein schlafender Sohn zu dem Gedicht»Mein kleiner Junge«, das er an eine Zeitung schickte und das auch dort abgedruckt wurde wie so viele andere in den folgenden Jahren auch. Mittlerweile ist Walden in unzähligen Zeitungen, Zeitschriften, Anthologien und sogar in mehreren Literaturlexika vertreten. Seit kurzem taucht der Name des nun 80-jährigen pensionierten Kriminalhauptkommissars sogar in der Frankfurter Bibliothek des zeitgenössischen Gedichts auf neben so illustren Klassikern wie Goethe, Storm und Droste-Hülshoff.»Eine große Ehre für mich«, meint Walden stolz. Worüber er schreibt?»über alles quer durch den Garten des Lebens«, Nachbar Ich weiß nicht wer du bist, nur dein Gesicht vertraut mir ist. erklärt Walden schmunzelnd. Die Welt steckt für ihn, der stets mit offenen Augen und Ohren durch sie geht, voller Geschichten. Es sind die kleinen Beobachtungen, die er beim Einkaufen oder Spazierengehen macht oder Wörtern und Sätze, Wir grüßen vag uns immerhin nur»guten Tag«, mehr ist nicht drin. Und deshalb sind wir so gehemmt, uns wohlgesinnt und doch so fremd? Erzählen wir uns doch fortan Von dir und mir, nur wer fängt an? die ihm aus Unterhaltungen und Gesprächen haften bleiben. Daraus formt er seine Gedichte und Geschichten, die die Menschen zum Lachen und zum Weinen bringen sollen. Dann sitzt Walden auf seinem Sofa im Wohnzimmer, einen Aktenordner als Schreibtisch auf den Knien, sortiert seine Gedanken und Ideen, schreibt Manuskripte und Rohentwürfe, entwickelt Texte weiter, korrigiert und sinniert. Und so entstand auch das abgedruckte Gedicht»Nachbar«genährt aus dem Alltag, aus vielen freundlichen Begegnungen im Treppenhaus der Culmer Straße 7 in Coerde. Einer von uns 15

16 Kein Erziehungsinstrument: Das Taschengeld Kinder und Jugendliche müssen den Umgang mit Geld erst lernen im Zeitalter von bargeldlosem Zahlungsverkehr eine schwierige Sache. Geldautomaten wie der von der Postbank können heute eine ganze Menge: Geld auszahlen, Kontostand anzeigen oder Überweisungen annehmen für Jugendliche in der Regel kostenfrei. Sein eigenes Geld zu bekommen, ist natürlich eine tolle Sache. Doch da beginnt schon die Diskussion, die Eltern seit Jahrzehnten führen: Ab wann sollten Kinder überhaupt Taschengeld bekommen? Und in welcher Höhe? Experten schlagen vor, erst Taschengeld zu zahlen, wenn die Kinder ein Zahlenverständnis entwickeln also, wenn sie in die Schule kommen. Die meisten Taschengeld-Richtlinien empfehlen für Kinder ab sechs Jahren etwa 1,50 Euro pro Woche, für Kinder ab acht Jahren etwa 2,50 Euro pro Woche. Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren sollten ihr Taschengeld monatlich ausbezahlt bekommen. Kinder ab zehn sollten 12,50 bis 15 Euro, Kinder ab 12 Jahren 17,50 bis 20 Euro, Jugendliche ab 14 sollten 22,50 bis 25,50 Euro, ab 16 Jahren 30,50 bis 41 Euro und Jugendliche ab 18 sollten rund 61 Euro bekommen. Für Eltern gilt: Jedes Kind sollte sein Taschengeld immer zu einem festen Termin erhalten. Wer sein Taschengeld wöchentlich bekommt, kann zum Beispiel vereinbaren, dass es jeden Freitag nach der Schule ausgezahlt wird. Wer mit seinen Eltern eine monatliche Auszahlung vereinbart hat, kann jeweils zum Ersten eines jeden Monats die Auszahlung erwarten. Tja, und dann ist da noch die Sache mit Taschengeld als»erziehungsinstrument«: Wer schlechte Noten nach Hause bringt oder sich mit den Eltern streitet, solltet nicht mit Taschengeldentzug bestraft werden. Pädagogen sagen ganz klar: Taschengeld ist kein Erziehungsinstrument! Kostenfreies Jugendkonto Wann der richtige Zeitpunkt für das erste eigene Konto ist, müssen die Eltern selbst entscheiden. Manche Kreditinstitute setzen kein Mindestalter fest, um die Kunden von morgen möglichst früh an sich zu binden. Sinnvoll wird dies jedoch erst, nachdem das Kind ein Grundverständnis für Zahlen entwickelt hat. Das kann beispielsweise die Einschulung sein. Vom 7. bis zum 18. Lebensjahr sind sie beschränkt geschäftsfähig: Soll ein Konto eröffnet werden, benötigt die Bank in jedem Fall die Ausweise beider Eltern. Das gilt auch, wenn die Eltern getrennt leben. Am einfachsten ist es, wenn Vater und Mutter gemeinsam mit ihrem Kind die Formalitäten für die Kontoeröffnung erledigen. Die Eltern können veranlassen, dass ihr Kind nur einen bestimmten Höchstbetrag vom Konto abheben darf. Kinder und Jugendliche können das in der Regel kostenfreie Jugendkonto fast genauso nutzen wie Erwachsene das Girokonto, denn zum Jugendkonto gehört auch eine Kundenkarte mit Geheimzahl. Mit der Karte können Kinder und Jugendliche am Automaten Geld abheben und überweisen allerdings nur dann, wenn ein Guthaben vorhanden ist! Erst wer volljährig ist, darf das Konto überziehen. Taschengeld bar oder überweisen? Jugendliche, die ein eigenes Konto haben, können sich ihr Taschengeld auch überweisen lassen. Eltern sollten dann einen Dauerauftrag einrichten, damit der Betrag immer zu einem festen Datum auf dem Konto ist. Wer beispielsweise sein Taschengeld monatlich erhält, ist mit einer Überweisung gut bedient: Das Geld liegt sicher auf der Bank und nicht lose in irgendwelchen Jeanshosen oder Taschen und kann nach Bedarf abgehoben werden. Und wer vielleicht mal etwas Geld sparen will, sollte sich ohnehin ein Konto einrichten: Denn für diese Form der Geldanlage gibt es immerhin schöne Sache, Zinsen gibt es Ein Sparschwein ist zwar eine Zinsen, die von Kreditinstitut zu Kredit- auf dem Konto liegt! aber nur für das Geld, was institut unterschiedlich hoch ausfallen Eltern sollten das für ihre Kinder prüfen. Liegt das Geld in der Spardose, erwirtschaftet es auf jeden Fall nichts! Außerdem lässt sich die Kontonummer prima an Oma und Opa weitergeben, die das Taschengeld vielleicht ja aufstocken! Sind die Kinder noch jünger und das wöchentliche Taschengeld liegt noch im Cent-Bereich, lohnt sich das Überweisen nicht. Außerdem entwickeln die Kinder mit dem Hartgeld in der Hand leichter ein Gefühl fürs Monetäre:»Eine Kugel Eis kostet 60 Cent? So viel Taschengeld hab ich gar nicht mehr!«16 Freizeit

17 »Coffee-to-go«der neue»lifestyle«das Leben im (Vorbei)Gehen... Sie können sich noch an die Zeiten erinnern, als die erste Restaurantkette mit Brathähnchen»zum Mitnehmen«eine neue Esskultur in Deutschland schuf? Dann gehören Sie sicher nicht zu der Generation, die mit Handy und Pappbecher in der Hand durchs Leben läuft Die Zeiten, als noch am Tisch sitzend gegessen und getrunken wurde und der Verzehr auf der Straße nicht gerade als Krönung der guten Sitten galt, sind endgültig vorbei. Heute gibt es nicht nur annähernd alles Ess- und Trinkbare»zum Mitnehmen«sondern seit Beginn des 21. Jahrhunderts auch»to-go«deutsch also sinngemäß»fürs Gehen«. Der Trend hat sich insbesondere beim»coffeeto-go«durchgesetzt. Vorreiter dieser neuen Kultur sind moderne Coffee Shops importiert aus den USA. Auf dem Weg zur Arbeit, gehetzt zum nächsten Termin, sieht man immer mehr Menschen, die mal eben so im Vorbeigehen ihren Koffeinpegel auf Niveau halten. Milchkaffeegetränke jeglicher Art werden in den»kaffeeläden«in Pappbechern serviert und mit einem Deckel zum Nippen versehen, der verhindern soll, dass das»business Outfit«bekleckert wird man ist ja schließlich in Eile, da kann schon mal etwas daneben gehen...! Wer nun glaubt, in den»kaffee-fürs-gehen- Läden«gäbe es ganz einfach einen»normalen«kaffee, der irrt und sieht sich vielmehr vor einer echten Aufgabe. Der normale Filterkaffee ist ein Getränk von früher und taugt höchstens für zu Hause. Sie müssen sich entscheiden: zum Beispiel zwischen Cappuccino in den Größen tall, grande, large, mit Vanille, Caramel, Hazelnut (man könnte auch Haselnuss sagen), Amaretto, mit Schaum und ohne Schaum, einer Latte macchiato mit oder ohne Sirup und so weiter und so fort. Was für die einen eine enorme Vielfalt darstellt, ist für Kritiker vielmehr ein weiterer Ausdruck von Orientierungslosigkeit, die mit der allgemeinen Reizüberflutung einhergeht. Also: Wie wäre es mal wieder mit einer gemütlichen Tasse frisch aufgebrühten Kaffees auch wenn es altmodisch ist und nicht mit einem süß-klebrigen»kaffee zum Weglaufen«? Direktimport aus Amerika Als erste Kette eröffnete»starbucks«geschäfte Anfang der 70er- Jahre in den USA. In Seattle, der»hauptstadt«der Coffee-to-go- Kultur. Seit 2002 ist»starbucks«auch in Deutschland vertreten (weltweit Läden). Die Hamburgerin Vanessa Kullmann gründete bereits 1998 ihre Kette»Balzac«und eröffnete ihren ersten von mittlerweile 30 Coffee Shops. Weitere Franchise-Ketten entstanden, Fast-Food-Ketten hatten ohnehin alles»außer Haus«, Bäckereien, Kioske und Imbisse zogen nach. Kaffee die Nr. 1 in Deutschland Der durchschnittliche Kaffee-Pro- Kopf-Verbrauch lag im vergangenen Jahr bei 146 Litern. Damit verdrängt er sogar Mineral- und Heilwasser (130,4 Liter) und Bier (116 Liter) auf die Ränge zwei und drei. Die Coffee Shops im Lande gelten hierbei als Trendgeber:»Die modernen Coffee Shops offerieren eine Vielfalt von Zubereitungsmöglichkeiten, die der Konsument nun auch Zuhause wünscht,«so Holger Preibisch, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Kaffeeverbandes. Die Kehrseite: Müll und Energie Bei einem durchschnittlichen Büro-Tageskonsum von sechs Tassen Milchkaffees müssten in einer Woche ca. 30 Pappbecher eingesetzt und entsorgt werden. Das wären im Jahr, wenn man den Urlaub abzieht, ca Becher, für deren Herstellung eine nicht unerhebliche Menge Wasser und Energie eingesetzt wird! Da die Zubereitung des Kaffees oft in Vollautomaten erfolgt, die lange aufheizen und viel Elektronik beinhalten, ist auch hier die Energiebilanz eher negativ! Freizeit 17

18 Buchtipps für Kids Die Kinder-Uni: Warum Schabbat schon am Freitag beginnt Welche Sprache spricht man in Israel? Und warum schweigen Erwachsene manchmal so betreten, wenn es um die Geschichte der Juden geht? Die Kinder-Uni nimmt die Zuhörer mit auf eine abenteuerliche Zeitreise in die Welt des Judentums. Eli Bar-Chen, Heike Specht, Hörbuch, Audionauten, ab 9 Jahre, 15 Euro»Warum feiern wir Geburtstag?«Die Kinder-Uni erläutert den Ursprung dieser Feier, erzählt von Sitten und Gebräuchen rund um das Fest und erklärt, warum Menschen solche Rituale brauchen. Fantasievoll illustriert und ein tolles Geschenk zum Geburtstag. Katja Herzke, DVA, 9,95 Euro Zum ersten Mal in der Welt der Wissenschaft: Gespanntes Warten auf die Vorlesung Kleine Studenten große Fragen Die erste Vorlesungsreihe für Miniakademiker wurde 2002 in Tübingen gehalten und war ein gigantischer Erfolg. Mittlerweile gibt es über 70 Kinderunis in Deutschland auch in Münster. Celine ist 12 und studiert seit einer Woche. Selbstbewusst hat sie ihren Eltern erklärt, sie gehe nun zur Uni. Im Schlepptau: Freundin Monika. Die ist 11 und trägt eine Zahnspange. Der Hörsaal der Uni Münster platzt aus allen Nähten. Mehrere hundert Jungen und Mädchen drängeln zu ihren Sitzen, Celine und Moni lässt das völlig kalt. Routiniert wie zwei Langzeitstudentinnen suchen sie sich ihren Weg in die erste Reihe, sie sind schon im zweiten Jahr dabei. Für das Wintersemester sind sechs Vorlesungen geplant. Mal geht es um die Körpersprche, mal um die Reise in das Innere des Körpers, mal steht der Meeresgrund im Mittelpunkt. Über 70 Kinderunis bieten mittlerweile Vorlesungen für die Jüngsten an: In der Regel startet eine Vorlesungsreihe zum Wintersemester und eine zum Sommersemester. Was ein bisschen an eine Kampagne gegen den Pisa-Notstand erinnert, entsprang der Laune zweier Journalisten: Ulrich Janßen und Ulla Steuernagel vom»schwäbischen Tagblatt«in Tübingen, wollten einfach nur die Kinder begeistern das ist ihnen auf Anhieb gelungen und hat viele Nachahmer gefunden. Mehr Infos über die Kinder-Uni Münster erfahrt ihr unter Foto: Jann Wilken, Hamburg Wusstet Ihr Das Klopfen In der Uni klopfen die Studenten am Ende einer Vorlesung. Ursprünglich war das Klopfen eine gemeine Form der Kritik, mit der man die Redebeiträge unterbrach. Mittlerweile wird am Ende jeder Vorlesung geklopft. Wie laut und lange, sagt etwas über Langeweile oder Begeisterung der Zuhörer. KIKI IST SCHLAU! Wollt Ihr auch mal Neues lernen und entdecken? Dann schaut mal hier rein: zzzebra/index.asp 18 Spiel & Spaß

19 Rätseln Sie mit! Ergänzen Sie den Lösungsspruch unten auf der Seite! Falls Ihnen die Antwort nicht spontan einfällt macht nichts! Lösen Sie das Kreuzworträtsel und Sie stoßen auf den gesuchten Begriff. Diesmal gibt es zu gewinnen: 3 x Spiel des Jahres 2008:»Keltis«(Strategiespiel) Schreiben Sie den Lösungsspruch einfach auf eine Postkarte und schicken diese an: Wohn+Stadtbau Wohnungsunternehmen der Stadt Münster GmbH Steinfurter Str Münster Von der Teilnahme am Preisrätsel ausgeschlossen sind die Beschäftigten der Wohn+Stadtbau sowie deren Angehörige. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Einsendeschluss ist der 15. Oktober 2008 (Datum des Poststempels). Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Viel Glück wünscht»hallo Nachbar«! Den GewinnerInnen des letzten Rätsels Andreas Möllenhoff, He.Jo. Schultheis und Siegfried Wanschura unseren herzlichen Glückwunsch! ital., lateinisch: Meer hebr.: Sohn Rhein- Zufluss in Vorarlberg engl.- amerik. Frauenname Wohlgeruch (franz.) dt. Romanautorin 1967 getreue Wiedergabe Name engl. Flüsse Abk.: Rechtsanwälte gewalzter Flussstahl 2 Gebäude zuckern Das Lösungswort lautet: roter Farbstoff männl. Kurzname Donau- Zufluss in Österreich 3 Fluss durch London ugs.: Düsenflugzeug (Mz.) österr.: Zwischenmahlzeit 1 Fluss durch Newcastle ältere Form von wessen Fluss zum Niger Dreifingerfaultier EDV-Anwender (engl.) Zeichen für Selen unbek. Flugobjekte (Abk.) franz.: Straße Donau- Zufluss in Österreich Geräteabdeckung verworren, schwer verständlich 4 Dramengestalt b. chem. Shakespeare Element, unermesslich Metall Schlaginstrument (Musik) s Wohn+Stadtbau Sudoku Füllen Sie das Rastergitter so aus, dass jede Reihe (waagerecht), jede Spalte (senkrecht) und jedes 3x3-Feld die Zahlen 1 bis 9 beinhalten. Dabei darf jede Zahl darf nur einmal in Reihe, Spalte oder Feld vorkommen. Viel Spaß wünscht»hallo Nachbar«! Spiel & Spaß 19

20 WN 11. Juni 2008 WN 24. Juli 2008 WN 24. Juli 2008 MZ 5. Juli 2008 Pressespiegel

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