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2 Management with Ethics Video Celebrating its 10th Anniversary, the Master s programme in Strategy and International Management (SIM) has been ranked #1 globally in 2011, 2012 and 2013 by the Financial Times. Managing Director Prof. Dr. Omid Aschari speaks about business, ethics and the heart of SIM. Interview: Gordon Langlois. Camera: Thomas Karrer. Video: University of St.Gallen (HSG)

3 Lange Nacht der Karriere Lange Nacht der Karriere Lange Nacht der Karriere

4 Fussball als Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln Die Weltmeisterschaft und ihre Erklärungskraft für nationale Befindlichkeiten. Von Ulrich Schmid Zeichnung: Corinne Bromundt Die WM ist vorbei. Wieder einmal hat sich Gary Linekers berühmte Definition des Fussballs bewahrheitet: 22 Männer jagen einem Ball nach; und am Ende gewinnen immer die Deutschen. Über die sportliche Bilanz hinaus kommt der WM Erklärungskraft für die nationale Befindlichkeit der Teilnehmer zu. Brasilien ist durch die höchste an einem WM-Halbfinale je erreichte Tordifferenz gedemütigt worden. Einzelne Kommentatoren sagten bereits voraus, Präsidentin Dilma Rousseff müsse wegen der Kanterniederlage um ihre Wiederwahl zittern. Schon an der Eröffnung der WM war Rousseff ausgebuht worden, als die Kameras auf die Präsidentenloge schwenkten. Die Schmach trifft die Seleção besonders hart, weil das ganze Land während der WM im Ausnahmezustand war. Viele Brasilianer hatten vorausgearbeitet, um alle Spiele live miterleben zu können. Das grosse Spektakel mutierte dann aber für Brasilien zum Spiegel der Misere im eigenen Land. Im Nachhinein gewinnt auch die Sitzordnung am Finale symbolische Bedeutung: Rechts von Dilma Rousseff sass der sonnenbrillenbewehrte Präsident Putin, links von ihr Kanzlerin Merkel. Mit dem Sanktionskrieg zwischen dem Westen und Russland im Ukrainekonflikt ist Brasilien ein wichtiger russischer Handelspartner geworden vor allem mehr Fleisch soll während des russischen Lebensmittelembargos aus Brasilien importiert werden. Auch die Gründung einer BRICS-Bank, die mehr geopolitischen Interessen als wirtschaftlicher Notwendigkeit geschuldet ist, unterstreicht das neue Rapprochement zwischen Russland und Brasilien. Für Argentinien kam die Niederlage im Finale fast zeitgleich mit der Ankündigung des Staatsbankrotts. In beiden Fällen will man aber nicht so recht Verantwortung für die Krise übernehmen: Im Fussball wie in der Politik verlassen sich die Argentinier auf glamouröse Stars und schieben die Schuld am eigenen Versagen auf Dritte: In der 57. Minute des Finales traf Manuel Neuer den gegnerischen Stürmer Gonzalo Higuain mit dem Knie die argentinische Presse sprach im Nachhinein von Betrug und schalt den Schiedsrichter Nicola Rizzoli für den nicht gegebenen Elfmeter. Auf einer ähnlichen Argumentationslinie liegen die Kommentare zur Zahlungsunfähigkeit, die nicht auf eigene Fehler, sondern auf die US-amerikanische Justiz zurückgeführt wird. Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner stilisierte sich in dieser prekären Situation als Kämpferin gegen den «Geierkapitalismus». In Deutschland deutete man den WM-Sieg sofort als konsequente sportliche Umsetzung der eigenen politischen Führungsrolle. CSU-Chef Horst Seehofer hoffte, dass nun «auch eine neue Phase der Zuversicht, der Freude,

5 des Stolzes auch aufs eigene Land» folgen werde. Die Kehrseite der Medaille ist eine gewisse Überheblichkeit, die aber von den nationalen Medien einhellig kritisiert wurde. Bei der Siegesfeier in Berlin humpelten die Nationalspieler gebückt über die Bühne und sangen: «So gehen die Gauchos, die Gauchos gehen so». Dann richteten sie sich auf: «So gehen die Deutschen, die Deutschen, die gehen so.» Den Vogel schoss aber der ehemalige Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel ab, der sich auf seiner Facebook-Seite mit einem wenig originellen Wortspiel über Lionel Messi lustig machte: «Ist das nicht so einer, der Müll sammelt?» Ulrich Schmid ist Professor für Kultur und Gesellschaft Russlands sowie Vorstand der School of Humanities and Social Sciences (SHSS-HSG) an der Universität St.Gallen.

6 Gewinnen Sie HSG-Shop-Gutscheine! Sie kennen die Artikel in der aktuellen Ausgabe des «HSG Focus»? Dann haben Sie die Voraussetzungen einen von fünf HSG-Shop-Gutscheinen im Wert von je 100 Franken zu gewinnen. Teilnahmeschluss ist der 12. Oktober Bild: Stephanie Brändli Wettbewerbsfrage: Zu welchem Fest haben sich die St.Gallerinnen und St.Galler gemäss Monika Kritzmöller wieder so richtig sorgsam «herausgeputzt»? Antwort und Ihre Adresse per an oder auf Teilnahmebedingungen: Teilnahmeberechtigt sind alle Personen über 18 Jahren. Vom Wettbewerb ausgeschlossen sind Mitarbeitende der Universität St.Gallen sowie deren Agentur. Jeder Teilnehmer darf nur einmal am Wettbewerb teilnehmen. Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinnerin oder der Gewinner wird per benachrichtigt.

7 10 Jahre Kinder-Uni Diesen Herbst feiert die Universität St.Gallen 10 Jahre Kinder-Uni. Grund genug, um die vergangenen Jahre in einer Bildergalerie Revue passieren zu lassen. Bild: Ennio Leanza Vor einem Jahrzehnt hat an der Universität St.Gallen die erste Kinder-Uni der Schweiz stattgefunden. Damals wurde an drei Nachmittagen die Frage «Woher kommt das Geld?» beantwortet. Seit 2010 findet die Kinder-Uni an vier Nachmittagen statt. An jedem Nachmittag gibt es eine Vorlesung zu einem anderen Thema. Dank jährlich wachsender Besucherzahlen verzeichnete die Kinder-Uni 2013 ein Rekordjahr mit über zweitausend Schülerinnen und Schülern. Der Geburtstag wird dieses Jahr gebührend gefeiert! Die jungen Unibesucher können sich nicht nur auf eine spannende Vorlesungsreihe freuen, sondern auch auf einen Wettbewerb mit tollen Preisen und auf eine süsse Überraschung. Die vier Vorlesungen machen die Schülerinnen und Schüler auf unterhaltsame Weise mit wirtschaftlichen und juristischen Themen, den Kernfächern an der Universität St.Gallen, vertraut. Die Kinder können unter anderem erfahren, was Daniel Düsentrieb mit dem ipod gemeinsam hat, wer bei einem Skiunfall die körperlichen und wer die finanziellen Schmerzen hat, wie man eine Firma ins Leben ruft, sie am Leben hält, und was der Computer so alles mit unseren Gehirnzellen anstellt. (SB)

8 Gerhard Richters «St.Gallen» Video Der Künstler Gerhard Richter über sein Gemälde «St.Gallen», seine Schwierigkeiten mit dem Kunstbetrieb und einigen seiner eigenen Bilder. Ein Videointerview anlässlich seiner Ausstellung «Bilder / Serien», die 2014 in der Fondation Beyeler zu sehen war. Interview: Markus Zinsmaier. Kamera: Thomas Karrer. Video: Universität St.Gallen (HSG)

9 Innovation und Tradition Im Herbstsemester 2014 lädt die HSG zu einem breitgefächerten Angebot von 38 öffentlichen Vorlesungen. Die Broschüre des Öffentlichen Programms bietet einen Überblick über das Themenangebot: von Forschung und Bildung in der Schweiz über Schweizer Literatur bis hin zu Strafrecht. Bild: Universität St.Gallen (HSG) Ein Schwerpunkt des Öffentlichen Programms der Universität St.Gallen ist das Thema Forschung und Bildung an Schweizer Hochschulen. Mit Dieter Imboden, der bis 2013 das Nationalfonds-Präsidium innehatte, hält ein Kenner und einflussreicher Gestalter der Schweizer Wissenschaftspolitik eine Vorlesung. Er verbindet in seiner Vorlesung das Thema Wissenschaftspolitik mit der eigenen Familiengeschichte und schlägt dabei einen Bogen von Zürich über Basel bis nach St.Gallen. Neues schaffen und schützen Imbodens Familiengeschichte war ausschlaggebend für die Gestaltung des Programmhefts. Seine Grossmutter, Frida Imboden-Kaiser, Kinderärztin und 1909 Gründerin des St.Galler Säuglingsheimes, ist wie andere wissenschaftliche und intellektuelle Persönlichkeiten der Region mit einem eigenen Strassennamen bedacht worden. Das Programmheft mit den fotografierten Strassenschildern erinnert an diese St.Galler Persönlichkeiten, die sich um Wissenschaft und Gelehrsamkeit verdient gemacht haben. «Innovation» ist das Zauberwort, wenn heute über die Bedeutung der Wissenschaft für die Wirtschaft gesprochen wird. Die Wissenschaft liefert die Erkenntnisse für Erfindungen und Erneuerungen, Unternehmen machen Gewinne und die Wirtschaft wächst. Ob diese Aufgabenteilung tatsächlich so klar ist und wie der rechtliche Schutz für Erneuerer und Erfinder aussieht, beantwortet die Reihe «Wirtschaft und Recht einfach erklärt» aus wirtschaftlicher, rechtlicher, wissenschaftlicher und ethischer Perspektive. Altes nutzen und überdenken Schweizer Gelehrte und Literaten haben traditionell dazu geneigt, an ihrer Geistesarbeit das Gegenständliche und Handwerkliche hervorzuheben, während sie den deutschen Autoren die Rolle der Akrobaten in abstrakten Gefilden überliessen. Die Poetik-Vorlesung von Charles Lewinsky fügt sich in diese helvetische Tradition ein. Lewinsky Romanautor, Regisseur und Dramaturg liest über «Schreiben als Handwerk».

10 Im vergangenen Semester ist die Vorlesung über den Umgang mit gefährlichen Straftätern beim Publikum auf grosses Interesse gestossen. Dieses Semester führt Strafrechtler und Soziologe Martin Killias das Thema Gewalt unter dem Titel «Die Krise des Strafrechts» weiter. Für ihn zeigt sich die Krise sowohl in der Durchsetzung von Gerechtigkeit als auch in der Gewährleistung von Sicherheit. (SB) Programmbestellungen: +41 0(71) , Die Broschüre als Livepaper

11 Zwei Studierende fürs Cover Die neue Ausgabe der Broschüre «HSG im Portrait Zahlen und Fakten» ist erschienen. Erstmals wurden die Studierenden auf dem Titelbild über die Social-Media-Kanäle der HSG gesucht. Bild: Hannes Thalmann Im März 2014 hat die Universität St.Gallen über ihre Social-Media-Kanäle eine Frau und einen Mann für das Titelbild gesucht. Einzige Bedingung war, die Personen mussten HSG-Angehörige sein. Ausgewählt wurden die HSG-Studierenden Klara Zimmermann und Wilson Sequeira. Einmal aufs Titelbild Der Zufall wollte, dass von 7666 HSG-Studierenden, zwei Bachelor-Studierende ausgewählt wurden. Zudem studieren beide BWL im vierten Semester. Trotzdem haben sie sich erst beim Fotoshooting anfangs April das erste Mal getroffen. Kein Wunder bei über 1500 Studierenden in diesem Bachelor-Major (auf alle Semester verteilt). Auf die Frage, wieso sie dem Aufruf in den sozialen Medien gefolgt sind, antwortet Klara Zimmermann: «Als Studentin identifiziere ich mich mit der Universität. Und in den bald zwei Jahren an der HSG ist sie für mich ein Stück Heimat geworden.» Auch Wilson Sequeira bestätigt dies, so könne er der HSG auch einmal etwas zurückgeben. Mit einem Schmunzeln fügt er an: «Zudem wollte ich schon immer mal auf ein Titelbild.» Aus Sicht der Studierenden Wenn man die Zahlen der Universität St.Gallen aus Sicht von Klara Zimmermann und Wilson Sequeira betrachtet, sieht es wie folgt aus: Neben Klara Zimmermann studieren weitere 2486 Frauen an der HSG. Somit machen die Frauen ein Drittel der HSG-Studierenden aus. Klara Zimmermann ist eine von 33 Glarnerinnen und Glarnern, Wilson Sequeira einer von 329 Bernerinnen und Bernern. Die grösste Gruppe der Schweiz (Wohnort bei Erwerb Studienberechtigungsausweis) bilden jedoch die Zürcherinnen und Zürcher mit 1032 Studierenden.

12 Wilson Sequeira wurde vor kurzem in den Vorstand von «P.I.E.C.E.S» gewählt, einer studentischen Initiative, die sich auf die Bildung von Kindern in Entwicklungsländern fokussiert. Zudem ist er aktives Mitglied beim Trading Club. Auch Klara Zimmermann ist in einem studentischen Verein aktiv. Sie schreibt als Ressortleiterin und Online-Chefredaktorin für das Studierendenmagazin «prisma». Somit gehören beide zu der Hälfte der Studierenden, die sich in einem der rund 100 studentischen Vereine und Initiativen engagieren. Neben dem Studium arbeiten Klara Zimmermann wie auch Wilson Sequeira. Dies tun rund 80 Prozent der Bachelor- und Master-Studierenden während ihrer Studienzeit. Klara Zimmermann wird im Herbst dieses Jahres für ein Austauschsemester an der HSG-Partneruniversität Aalto University in Helsinki studieren. Mittlerweile verbringen 47 Prozent der Bachelor- und 34 Prozent der Master-Studierenden mindestens ein Semester im Austausch. Nach erfolgreichem Bestehen des Bachelor-Studiums werden Klara Zimmermann und Wilson Sequeira Mitglieder bei HSG Alumni, dem Ehemaligen-Verein zählte HSG Alumni aktive Mitglieder. Die Broschüre «Die HSG im Portrait Zahlen und Fakten» zeigt neben den Studierendenzahlen auch Zahlen zur Forschung, zur Internationalität und Regionalität sowie Finanzzahlen. Zudem bebildert die Broschüre die 116- jährige Geschichte der Universität. Stephanie Brändli «HSG im Portrait Zahlen und Fakten» (PDF)

13 Rektorat für gewählt Nach der Wahl durch Senat und Universitätsrat hat die Regierung des Kantons St.Gallen die künftige Leitung der HSG genehmigt. Rektor Prof. Dr. Thomas Bieger und Prorektorin Prof. Dr. Ulrike Landfester wurden in ihrem bisherigen Amt bestätigt. Als künftige Prorektoren wurden Prof. Dr. Lukas Gschwend und Prof. Dr. Kuno Schedler gewählt. Thomas Bieger (o. links), Ulrike Landfester, Kuno Schedler (u. links) und Lukas Gschwend. Bilder: HSG Das derzeitige Rektorat der Universität St.Gallen wirkt seit Rektor Prof. Dr. Thomas Bieger und Prorektorin Prof. Dr. Ulrike Landfester wurden für eine weitere ordentliche Amtsdauer von zwei Jahren wiedergewählt. Per 31. Januar 2015 werden die heutigen Prorektoren Prof. Dr. Vito Roberto und Prof. Dr. Torsten Tomczak zurücktreten. Der Rektor und die Prorektoren der Universität St.Gallen werden gemäss Universitätsstatut aus der Mitte der ordentlichen und ausserordentlichen Professoren gewählt. Die Wahl erfolgt auf Antrag des Senats durch den Universitätsrat und muss von der Regierung genehmigt werden. Alle zwei Jahre werden Wieder- bzw. Erneuerungswahlen vorgenommen. Das neue Rektorat der Universität St.Gallen nimmt seine Tätigkeit am 1. Februar 2015 auf. Die Amtsperiode ist bis zum 31. Januar 2017 festgelegt. (MH)

14 Auszeichnungen, Ehrungen, Preise In dieser Rubrik finden sich News zu Angehörigen der HSG und aus ihrem Umfeld, die besondere Erwähnung verdienen. Raffael Ammann Raffael Ammann (HSG-Bibliothek) hat am diesjährigen Bibliothekartag in Bremen für seine Check-In-App «StudyKing» den Preis «Zukunftsgestalter in Bibliotheken» gewonnen. Michael Boppel, Dr. Sven Kunisch Michael Boppel (Bild), Sven Kunisch (beide IfB- HSG) und Julian Birkinshaw (London Business School) wurden am diesjährigen Jahrestreffen der Academy of Management für ihre Forschung zu Konzernprogrammen mit dem Sumantra Ghoshal Research and Practice Award ausgezeichnet. Der prämierte Forschungsartikel mit dem Titel «Corporate Programs: Analysis of a Major Structural Choice in Strategy Implementation» wurde aus mehr als 300 Konferenzbeiträgen ausgewählt.

15 Prof. Dr. Monika Bütler Monika Bütler (SEW-HSG) wurde per 1. Juli 2014 zur Präsidentin der Schweizerischen Gesellschaft für Volkswirtschaft und Statistik gewählt. Zudem wurde sie in den Forschungsbeirat des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) in Essen berufen. Im Weiteren präsidierte Monika Bütler zusammen mit Prof. Kerstin Schneider den wissenschaftlichen Ausschuss des 70. Jahreskongresses des International Institute of Public Finance (IIPF), der im August 2014 in Lugano unter dem Thema «Redesigning the Welfare State for Aging Societies» stattgefunden hat. Prof. Dr. Martin Eling, Dr. Christian Biener, Jan Wirfs Die Geneva Association und die International Insurance Society (IIS) haben Martin Eling (Bild), Christian Biener und Jan Hendrik Wirfs (alle I.VW- HSG) für ihre Arbeit «Insurability of Cyber Risk: An Emperical Analysis» mit dem «Shin Research Excellence Award» ausgezeichnet. Prof. Dr. Oliver Gassmann, PD Dr. Marcus Matthias Keupp Der Artikel «The Past and the Future of International Entrepreneurship: A Review and Suggestions for Developing the Field» von Oliver Gassmann (Bild) und Marcus Matthias Keupp (beide ITEM-HSG) ist einer der drei am häufigsten zitierten Artikel im Journal of Management in den vergangenen fünf Jahren. Dafür werden die Autoren mit einem «Scholarly Impact Award 2014» ausgezeichnet. Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Peter Häberle Peter Häberle, Ehrensenator der Universität St.Gallen, ist mit dem internationalen H.- Fix-Zamudio-Preis der Universidad Nacional Autónoma de México (UNAM) für herausragende rechtswissenschaftliche Leistungen sowie mit der Universitätsmedaille der Universität Lissabon ausgezeichnet worden.

16 Prof. Dr. Erik Hofmann Erik Hofmann (LOG-HSG) hat vom International Journal of Physical Distribution and Logistics Management (IJPDLM) in Kopenhagen den Outstanding Reviewer Award 2013 verliehen bekommen. Zudem wurde das Lehrbuch «Supply Chain Management», das er zusammen mit Prof. Dr. Michael Essig (Universität der Bundeswehr, München) und Wolfgang Stölzle (LOG-HSG) verfasst hat, in Leipzig mit dem VHB-Lehrbuch-Preis 2014 ausgezeichnet. Prof. Dr. Wolfgang Stölzle Wolfgang Stölzle (LOG-HSG) ist seit 1. Juli 2014 ehrenamtlich geschäftsführender Herausgeber von «Die Unternehmung Swiss Journal of Business Research and Practice». Das hat der Herausgeberrat im Juni an seiner Sitzung in Baden-Baden entschieden. Zudem wurde das Lehrbuch «Supply Chain Management», das er zusammen mit Prof. Dr. Michael Essig (Universität der Bundeswehr, München) und Erik Hofmann (LOG-HSG) verfasst hat, in Leipzig mit dem VHB- Lehrbuch-Preis 2014 ausgezeichnet. Prof. Dr. Antoinette Weibel Der Artikel «CEO Pay from a Social Norm Perspective: The Infringement and Reestablishment of Fairness Norms» von Prof. Dr. Antoinette Weibel (Bild), Direktorin am Institut für Führung und Personalmanagement an der Universität St.Gallen, und Prof. Dr. Katja Rost, Professorin für Soziologie an der Universität Zürich, wurde in der jüngsten Ausgabe von «Corporate Governance an International Review» als Best Paper des Jahres 2013 gekürt.

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18 Die Gemeinwohlfrage im Management Antrittsvorlesung Public Value steht im Zentrum der Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Timo Meynhardt. Welchen Wert haben Unternehmen für die Gesellschaft? Wie die Forschung zeigt, kann man heute diesen als «Public Value» systematisch bestimmen. Wie Public Value definiert, analysiert und verstanden werden kann, ist Gegenstand der Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Timo Meynhardt. Insbesondere anhand des 2014 erstmals veröffentlichten GemeinwohlAtlas wird aufgezeigt, wie der Gemeinwohlgedanke für unterschiedliche Unternehmensfunktionen (z.b. Strategie, Personal, Marketing) neue Perspektiven eröffnet. Das Neue besteht darin, den gesellschaftlichen Nutzen der Unternehmen als Teil ihrer Wertschöpfung zu verstehen. Dieser kann nur im Dialog ermittelt werden, denn: Public Value is what the Public values. Timo Meynhardt, geb. 1972, studierte Psychologie in Jena, Oxford und Peking. Nach dem Abschluss als Diplom- Psychologe arbeitete er von als Practice Expert bei McKinsey & Company, Inc. in Berlin. Im Jahre 2003 wurde er an der Universität St.Gallen zum Dr. oec. promoviert. Seit 2007 leitet er als Managing Director das Center for Leadership and Values in Society (CLVS-HSG) habilitierte er sich an der HSG und erhielt die Venia Legendi für Betriebswirtschaftslehre unter besonderer Berücksichtigung des Personal- und Organisationsmanagements. Zudem ist er seit 2013 Ordinarius an der Leuphana Universität Lüneburg und dort Inhaber des Lehrstuhls für Management. Timo Meynhardt ist verheiratet und hat zwei Töchter. Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Timo Meynhardt: «Public Value Die Gemeinwohlfrage im Management», Dienstag, 7. Oktober 2014, Uhr, Raum

19 Das Beweismass der Glaubhaftmachung Antrittsvorlesung PD Dr. Mark Schweizer beschäftigt sich in seiner Antrittsvorlesung damit, wie Tatsachen «glaubhaft gemacht» werden müssen. Zahlreiche Tatsachen müssen in gerichtlichen Verfahren «glaubhaft gemacht» werden das Bestehen eines Hauptanspruchs bei vorsorglichen Massnahmen, das Bestehen von Ausstandsgründen bei einem Ausstandsgesuch, das nur leichte Verschulden bei der Wiederherstellung oder das schutzwürdige Interesse bei der vorsorglichen Beweisabnahme, um nur einige zu nennen. Der Vortrag versucht zu zeigen, wie dem schillernden Begriff der «Glaubhaftmachung» aus einer entscheidungstheoretisch geprägten Sichtweise Kontur verliehen werden kann. Fokus bildet dabei das Zivilprozessrecht, wobei die Erkenntnisse auch auf die Glaubhaftmachung in anderen Rechtsgebieten übertragbar sind. Lebenslauf von Mark Schweizer: Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Zürich (lic. iur., 1998) und der University of Michigan Law School (LL.M., 2002). Gerichtspraktikum am Bezirksgericht Horgen, zugelassen als Anwalt seit Anwalt bei Meyerlustenberger, Zürich Promotion zum Dr. iur. durch die rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Zürich Delegierter des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes in Afghanistan und Uganda Anwalt bei Meyerlustenberger, Zürich. Seit 2008 Ersatzrichter am Bezirksgericht Horgen Senior Research Fellow am Max Planck Institut für Gemeinschaftsgüter, Bonn. Seit 2011 nebenamtlicher Richter am Bundespatentgericht, St.Gallen. Seit 2013 Anwalt bei Meyerlustenberger Lachenal, Zürich. Lehrbeauftragter für Immaterialgüterrecht an der ETH Zürich. Privatdozent für Rechtssoziologie, Rechtstheorie und Zivilprozessrecht an der Universität St.Gallen (2014). Antrittsvorlesung von PD Dr. Mark Schweizer: «Das Beweismass der Glaubhaftmachung», Dienstag, 21. Oktober 2014, Uhr, Raum

20 Bilanzen lesen, literarisch Antrittsvorlesung In der Antrittsvorlesung von PD Dr. Daniel Cuonz geht es um Buchführung und Lebensführung bei Gustav Freytag, Gottfried Keller und Thomas Mann. Die Buchführung gilt als eine kulturelle Errungenschaft mit besonders tiefgreifenden gesellschaftlichen Auswirkungen. Der ökonomische Rationalismus, für dessen Durchsetzung sie steht, scheint massgeblich an der Entstehung von Denkweisen beteiligt zu sein, die uns heute als Eigenschaften des modernen Menschen selbstverständlich erscheinen: Realitätssinn, Abstraktionsvermögen, Selbstkontrolle. Doch wie steht es mit den mentalitätsgeschichtlichen Nebenwirkungen dieses allgemeinen Bilanz-Denkens? Von ihnen ist die Rede, wenn die Buchführung in literarischen Texten thematisch wird. Um eine Reihe von Romanen, in denen dies der Fall ist, wird es in dieser Vorlesung gehen und um die Frage, wie aus erzählten Bilanzen herauszulesen ist, was unter dem Strich zählt, auch oder gerade weil es sich nicht rechnet. Daniel Cuonz, geboren 1975, Studium der deutschen, englischen und französischen Literatur- und Sprachwissenschaften in Lausanne und Berlin, Promotion 2005, Habilitation Lehrtätigkeit im Bereich Neuere deutsche Literatur an den Universitäten Lausanne und Zürich SNF-Visiting Fellow an der Yale University. Seit 2010 wissenschaftlicher Assistent und Lehrbeauftragter an der School of Humanities and Social Sciences der Universität St.Gallen. Buchpublikation: Reinschrift. Poetik der Jungfräulichkeit in der Goethezeit (München, Fink 2006), Aufsätze u.a. zu Kleist, Gotthelf, Nietzsche, Brecht, Dürrenmatt. Antrittsvorlesung von PD Dr. Daniel Cuonz: «Bilanzen lesen, literarisch Buchführung und Lebensführung bei Gustav Freytag, Gottfried Keller und Thomas Mann», Dienstag, 14. Oktober 2014, Uhr, Raum

21 Politische Ökonomie aus dem Weltall Antrittsvorlesung Prof. Dr. Roland Hodler thematisiert in seiner Antrittsvorlesung die Bevorzugung von Bevölkerungsgruppen und Regionen durch die Politik. Führende Politiker bevorzugen oftmals bestimmte Bevölkerungsgruppen oder Regionen bei der Allokation öffentlicher Güter und Transferzahlungen. Viele Studien haben eine solche Bevorzugung in einzelnen Ländern dokumentiert. Die Vorlesung stellt einen neuen Ansatz vor, welcher es erlaubt, solche Bevorzugung in einer Vielzahl von unterschiedlichen Ländern gemeinsam zu untersuchen. Dieser Ansatz verbindet Satellitendaten zur nächtlichen Lichtintensität mit Daten über die Staatsoberhäupter aller Länder. Er erlaubt es das Ausmass und die langfristigen Auswirkungen solcher Bevorzugung zu schätzen sowie der Frage nachzugehen, wie die Bevorzugung einzelner Gruppen und Regionen eingeschränkt werden kann. Roland Hodler ist seit dem Frühjahrssemester 2014 Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität St.Gallen und Direktor des Schweizerischen Instituts für Aussenwirtschaft und Angewandte Wirtschaftsforschung (SIAW). Er ist zudem Mitglied des CESifo-Forschungsnetzwerks und des Oxford Centre for the Analysis of Resource Rich Economies. Nach seiner Promotion an der Universität Bern im Jahre 2004 war er zunächst Gastforscher an der Harvard University. Danach lehrte und forschte er an der University of Melbourne, dem Studienzentrum Gerzensee und der Universität Luzern. Seine Forschungsinteressen liegen in der Entwicklungsökonomie, der politischen Ökonomie und der Finanzwissenschaft. Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Roland Hodler: «Politische Ökonomie aus dem Weltall», Dienstag, 11. November 2014, Uhr, Raum

22 Accessing democracy Does making the voting process more accessible help the democratic process? The findings of a recent study by HSG economist Roland Hodler may surprise you. Photo: Fotolia / Christian Schwier Since the 1980 s, voter participation in many western nations has been steadily in decline. It is well documented that citizens coming from lower socioeconomic backgrounds and with lower levels of education are less likely to participate in elections which therefore means they are underrepresented in government. This has many legislators, elected officials and democratic reform activists asking how we can increase overall participation and how we can level the playing field for all socioeconomic groups in elections. Root causes Some look at the inconvenience of voting registering to vote, physically going to the polls, standing in lines, etc., coupled with the increasing pace of our daily lives as at least part of the cause. It goes without saying then that by making it easier to vote, we could attract more people, from all walks of life to participate in the process. But making this process more convenient for voters might not have the consequences we would expect. The study The Effects of Voting Costs on the Democratic Process and Public Finances authored by Roland Hodler, Simon Luechinger and Alois Stutzer came to some surprising if not shocking conclusions. By making it easier and more convenient to cast a vote, the researchers agree that it would increase overall participation and change the trend that shows that rich and well-educated citizens are more likely to participate. One would presuppose that by involving a larger and broader group of citizens that election outcomes would put into power governments that would institute policies that better represent the problems and challenges of a greater number of people in the society. Good intentions But by doing so, this could have unintended effects. The study found that a more accessible system would increase participation from those who have below-average knowledge of politics and would increase the bias and influence from interest groups and lobbyists.

23 Looking at empirical data taken from the 26 Swiss cantons, researchers were able to see a consistent trend. As cantons introduced the ability to cast a vote and send it in via mail, these regions saw an immediate increase in participation, especially those from lower socioeconomic stratum. This increase in participation also saw an increase from those with a lower understanding of the political issues that they were deciding on. The surprise came when looking at government policies solely after these elections. Researchers observed that after these elections of increased participation, governments lowered overall welfare expenditures (the amount of money they gave to welfare recipients) and lowered the overall business taxation rates (policies that effect citizens with a higher income base). Conclusion Hodler, Luechinger and Stutzer argue that higher voter participation in democratic elections is not an end in and of itself. Voter knowledge on the political questions of the day is crucial. Lowering the inconvenience of the voting process might have drastic side effects as lobbyists and well-organized and well-funded special interest groups try and affect the less well-informed in the voting population through targeted campaigns which indirectly increases their power in the democratic system. The researchers conclude that if the overall focus or intent is to simplify the voting process as a way to increase voter turn-out, a focus needs to also be put on motivating and educating voters to acquire more political knowledge. Increasing participation solely could have unintended negative consequence. Gordon Langlois

24 Von Business bis Marx In dieser Rubrik werden neue Bücher kurz vorgestellt, die für ein breites Publikum interessant sein können. Business Studies Enterprises are influenced by their surroundings in many ways and must constantly adjust and adapt to economic, technological and social changes. Within the enterprise, often quite different people work together in various functions, often with the help of machines, to produce a product (e.g., chocolate ) or offer a service (e.g., insurance). This results in numerous goal conflicts and interactions. The St.Gallen Management Model helps in better managing such complex challenges in organisations. The model has been continuously developed at the intersection of teaching, training, research and business practice. Based on the model, this textbook will prepare students at the upper secondary and tertiary levels for demanding professional and social tasks and functions. The textbook is also a guidance and decision aid for managers. It is designed for both classroom instruction and independent study. Order book European Retail Research 2013 The aim of European Retail Research is to publish interesting manuscripts of high quality and innovativeness with a focus on retail researchers, retail lecturers, retail students and retail executives. As it has always been, retail executives are part of the target group and the knowledge transfer between retail research and retail management remains a part of the publication s concept. European Retail Research welcomes manuscripts on original theoretical or conceptual contributions as well as empirical research based either on large-scale empirical data or on the case-study method. Following the state of the art in retail research, articles on any major issues that concern the general field of retailing and distribution are welcome. Order book

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