O ZBEKISTON RESPUBLIKASI OLIY VA O RTA MAXSUS TA LIM VAZIRLIGI TOSHKENT MOLIYA INSTITUTI

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1 O ZBEKISTON RESPUBLIKASI OLIY VA O RTA MAXSUS TA LIM VAZIRLIGI TOSHKENT MOLIYA INSTITUTI «DEUTSCH IM BERUF» TOSHKENT

2 T.P. Cherepanova, N.T. Murodova Deutsch im Beruf, T.: Toshkent Moliya instituti, 2007, 106 b. Dieses Lehrbuch ist für die Studenten der ökonomischen Fakultäten geplant, die Ökonomischen, Fenanzen und das Bankwesen als Fach studieren. Chefredaktor: Kandidat der pädagogischen wissenchaften, dozent Abidova D.A. O quv qo llanma Toshkent Moliya instituti qoshidagi Oliy o quv yurtlararo ilmiy uslubiy Kengash majlisida muhokama qilingan va nashrga tavsiya etilgan. «15» iyul 2006 yil 7 son majlis bayoni. Taqrizchilar: pedagogika fanlari nomzodi, dotsent D. A. Abidova filologiya fanlari nomzodi, dotsent K. B. Shodmonov Toshkent Moliya instituti 2007

3 SO Z BOSHI Ushbu o quv qo llanma iqtisodiy fakultet talabalariga mo ljallangan. O quv materiali, uning berilishi, mazmuni, kommunikativ va kasb yo nalishi «iqtisodiyot», «moliyа», «sug urta», «soliqqa tortish» va «bank ishi» bakalavriаt va magistratura mutaxassisliklarda o qiyotgan talabalarga tavsiyа qilishi mumkin. Nemis jurnallardan, gazetalardan va Internetdagi mutaxassislikka yo nal-tirilgan tekstlar ushbu o quv qo llanmaga kiritilgan. O quv qo llanma maqsadi uning kommunikativ yo nalishini aniqlaydi, qaysiki nemis tilida so zlashuviga, o qilgan tekstni tushunishiga, o zining nuqtayi nazarini aytishga va himoyаlashga so zlashuvni va diskussiyаni olib borishga o rgatadi. O quv qo llanma tematikasi namunali dastur asosida 2 semestrga mo l-jallangan. U 8 bobdan iborat. Har bir bob qismlarga bo lingan bo lib, mashqlardan tashkil topgan. Har bir qismdagi mashqlar materialni mantiqiy va strukturaviy mazmunini aniqlaydi, ularning xilma-xilligi har xil kommunikativ masalalarni oshirishiga imkoniyаt yаratadi. Bo limlardan biri oldin o rganilgan va o tilgan leksik-grammatik materi-allarning aktivizatsiyаlash va amaliyotda qo llanilishidagi grammatik mashqlardan iborat. Mashqlar hech qanday qiyinchiliklarni ifodalamaydi, chunki ular nemis tilidan asoslarni biladigan va shundan kelib chiqib grammatikadan bilimlarga ega bo lgan talabalarga yo naltirilgan. Ushbu o quv qo llanma yаngi xildagi qo llanmani yаratishga urinish bo lib, kasb yunalishni hisobga olib o z ichiga rolli o yinlarni, diskussiyа va prezentatsiyаli interaktiv usullarni oladi. O quv qo llanma mualliflari taqrizchilarga - pedagogika fanlar nomzodi, dotsent D. A. Abidova va filologiyа fanlar nomzodi, dotsent K. B. Shodmonovga - ularning qimmatli tavsiyа va mulohazalari uchun o z minnatdorchiligini bildiradilar

4 WIRTSCHAFT TEXT 1 1. LESEN SIE DEN TEXT UND VERSUCHEN SIE IHN ZU ÜBERSETZEN: DIE INDUSTRIE Das Rückgrad der deutschen Wirtschaft ist die Industrie. Im vereinten Deutschland beschäftigen die rund Industriebetriebe an die 7,5 Millionen Menschen so wie kein anderer Wirtschaftszweig. Nur etwa 2,5 Prozent der Industriebetriebe sind Grossunternehmen mit mehr als Beschäftigten; etwa zwei Drittel sind dagegen Betriebe mit weniger als 100 Mitarbeiter. Die Grossunternehmen spielen trotzdem eine bedeutende Rolle. Fast vierzig Prozent (3,5 Millionen) aller Industriebeschäftigten arbeiten in Grossbetrieben. Allein der Siemens- Konzern beschäftigt Menschen. Weltbekannt und oft auch mit Filialen sind Firmen wie Autohersteller Volkswagenwerk, BMW und Daimler-Chrysler, die Chemie-konzerne Hoechst, Bayer und BASF, die Ruhrkohle AG, der Elektrokonzern Siemens, die Energiekonzerne. Fast alle Konzerne sind Aktiengesellschaften. Deutschland ist ein hochentwickeltes Industrieland mit einer intensiven Landwirtschaft. Die wissenschaftlich-technische Entwicklung bestimmt auch die Entwicklung der deutschen Industrie. Dabei spielt die Frage des Umweltschutzes eine wichtige Rolle. Das neue Prinzip heißt Ökonomie und Ökologie. Eine besondere Bedeutung hat die Entwicklung der Elektro- und elektronischen Industrie, der Fahrzeug-, Flugzeug-, Computer- und Energieproduktion, des Maschinenbaus, der Metallurgie und der Chemie. Der Maschinenbau nimmt in der Industrieproduktion der ganzen Bundesrepublik eine wichtige Stelle ein. Ein besonders produktiver Zweig des Maschinenbaus ist die Elektroindustrie. Ähnlich wie die Elektroindustrie spielt auch die Feinmechanik/Optik eine bedeutende Rolle. Die Eisen- und Stahlindustrie konzentriert sich in wenigen Gebieten. Auch für die Verteilung der chemischen Industrie ist die Konzentration in einigen großen Ballungsgebieten charakteristisch. Die meisten Kraftwerke der BRD sind Wärmekraftwerke. Sie verbrauchen als Brennstoff Stein- und Braunkohle. In den letzten Jahrzehnten sind viele Atomkraftwerke entstanden. Aber es gibt viel Streit über die Atomkraft

5 Die wichtigen Industriegebiete Deutschlands sind: das Rhein-Ruhrgebiet (in Nordrhein-Westfalen), das Rhein-Main-Gebiet bei Frankfurt, das Saarland, Hamburg, Bremen, Hannover, Stuttgart, München, Leipzig, Berlin, Erlangen, Nürnberg, Halle, Zwickau. DAS HANDWERK Im Vergleich zur Industrie ist das Handwerk in der Bundesrepublik Deutschland der kleinere, allerdings weit ältere und traditionsreichere Wirtschaftsbereich. Im Mittelalter stand das deutsche Hand in höher Blüte. Aber auch heute hat das Handwerk als ein Wirtschaftsfaktor eine grosse Bedeutung. Die Handwer-kerbetriebe bilden das Bindeglied zwischen Industrie und Verbraucher, denn Industrieerzeugnisse müssen gewartet und repariert werden, so z.b. Kraftfahrzeuge und Maschinen. Aber Handwerker produzieren auch selbst. Bäcker, Konditoren und Schlachter sorgen für ein vielfältiges Angebot an Lebensmitteln. Häuser werden in Deutschland immer noch überwiegend von Mauern, Zimmerleuten, Installateuren und Malern errichtet und gebaut. In vielen Dienstleistungsbetrieben arbeiten Friseure, Schornsteinfeger, Gebäudereiniger. Aus zwei Gründen hat das Handwerk für die deutsche Wirtschaft eine besondere Bedeutung. Erstens bietet es Raum für eine grosse Zahl von Arbeitsplätzen. Zweitens zählen die Handwer-ksbetriebe zu den wichtigsten Ausbildungsstätten. Dort erlernen rund 40 Prozent aller Lehrlinge in der BRD einen Beruf. Im vereinten Deutschland gab es 1993 rund Handwerksbetriebe mit durchschnittlich acht Personen je Betrieb. Der bedeutendste Handwerkszweig ist das Handwerk der Mauer, Beton-, Stahlbeton- und Strassenbauer. DER AUSSENHANDEL Die Aussenbeziehungen spielen im Wirtschaftsleben Deutschlands eine Schlüs-selrolle. Die Aussenhandelspolitik der Bundesrepublik ist liberal, ihre Prinzipien sind Abbau von Zöllen und anderen Handelsbeschränkungen. Die konsequente Öffnung zur Welt hat dazu geführt, dass Deutschland mit den Vereinigten Staaten und Japan eine Spitzenstellung im Welthandel einnimmt. Der Gesamtwert der Ein- und Ausfuhr der alten Bundesrepublik stieg von 19,7 Milliarden DM im Jahr auf über 1308 Milliarden DM im Jahr Die Ausfuhr übersteigt die - 5 -

6 Einfuhr. Fast jeder dritte Erwerbstätige arbeitet heute in der Bundesrepublik für den Export. An der Spitze der Ausfuhrgüter stehen Kraftfahrzeuge, Maschinen, chemische und elektronische Erzeugnisse. 2. Merkt euch die wichtigsten Industriezweige der BRD! Branchen Die Automobil-Industrie der Maschinenbau die chemische Industrie die Elektroindustrie die Ernährungsindustrie die Stahlindustrie die Textilindustrie die EBM-Industrie Metallwaren die Büromaschinenindustrie die Kunststoffindustrie Erzeugnisse Straßenfahrzeuge Maschinenbauerzeugnisse Chemieerzeugnisse Elektrotechnische Erzeugnisse Ernährungsgüter Eisen und Stahl Textilien Eisen-, Blech- und Büromaschinen Kunststofferzeugnisse II. ÜBUNGEN ZUM GESPROCHENEN DEUTSCH: Übung 1. Erzählen Sie mit Hilfe folgender Fragen den Inhalt des Textes: 1. Was bildet das Rückgrad der deutschen Wirtschaft? 2. Wieviel Millionen Menschen sind am vereinten Deutschland beschäftigt? 3. Wieviel Prozent aller Industriebeschäftigten arbeiten in Grossbetrieben? 4. Welche Konzerne in Deutschland sind Aktiengesellschaften? 5. Welche Rolle spielen Handwerkerbetriebe für die Wirtschaft des Landes? 6. Wieviel Handwerksbetriebe gibt es heute in der BRD? 7. Wie ist die Aussenhandelspolitik der BRD? 8. Was steht an der Spitze der Ausfuhrgüter des Landes? Übung 2. Berichten Sie. 1. Wissen Sie, welche Erzeugnisse die Automobilindustrie in der BRD produ-ziert? 2. Kennen Sie den Unterschied zwischen der Leicht- und Schwerindustrie? - 6 -

7 3. Was verstehen Sie unter dem Begriff Branchen? 4. Was für eine Rolle spielt die Entwicklung der Elektroindustrie? 5. Welche Bedeutung für das Land hat der Maschinenbau? Übung 3. Was meinen Sie? 1. Bestimmt das schnelle Tempo der Entwicklung verschiedener Industriez-weige die Erfolge der Wirtschaft? 2. Konzentrieren sich viele Industriezweige in grossen Ballungsgebieten? 3. Was versteht man unter dem Ballungsgebiet? 4. Welche Industriegebiete sind die wichtigsten? 5. Was ist für die Verteilung der Eisen- und Stahlindustrie in der BRD charak-teristisch? Übung 4. Ergänzen Sie die fehlenden Wörter und sagen Sie die Sätze in ihrer Muttersprache. 1. Die wissenschaftlich-technische.. bestimmt auch die Entwicklung der deutschen Industrie. 2.. spielt die Frage des Umweltschutzes eine wichtige Rolle. 3. Das neue. heißt Ökonomie und Ökologie. 4. Ein besonders produktiven des Maschinenbaus ist die Elektroindustrie. 5. Ähnlich wie die spielt auch. eine bedeutende Rolle. 6. Auch für die Verteilung der chemischen Industrie ist die in einigen grossen. charakteristisch. 7. Die meisten Kraftwerke der BRD sind 8. spielen im Wirtschaftsleben eine Schlüsselrolle. Übung 5. Was ist hier falsch? Antworten Sie mit: 1. Das stimmt nicht. 2. Das ist nicht ganz so. 3. Da irrst du dich aber. 1. Die Grossunternehmen spielen keine bedeutende Rolle für Industrie Deutschlands. 2. Deutschland ist ein Agrarland und hier gibt es keine grossen Indus-triekonzerne. 3. Die Handwerker produzieren hier nichts. 4. Die Eisen- und Stahlindustrie konzentriert sich in allen Gebieten des Landes. 5. Als Brennstoff gebrauchen die Kraftwerke der BRD das Erdöl

8 6. Mit Japan und den USA hat die BRD keine Handelsbeziehungen. Übung 6. Machen Sie ein Rollenspiel aufgrund des Textes Wirtschaft. Eine Person fragt, eine andere Person informiert. Beispiel: Frage: Wieviel Tausend Industriebetriebe hat die BRD? Antwort: Zirka Industriebetriebe. Frage: Wieviel Prozent aller Industriebeschäftigten arbeiten in Grossbetrieben? Antwort: Fast 40 Prozent (3,5 Millionen) Menschen arbeiten hier. Frage: Was übersteigt die Ausfuhr in der BRD? Antwort: Frage: Antwort: - 8 -

9 DAS GESPRÄCH Lesen Sie in verteilten Rollen und übersetzen Sie in ihre Muttersprache

10 Alte Wirtschaft oder New Economy? Ein Gespräch mit IBM-Chef Erwin Staudt Sofort Verantwortung und Risiko tragen oder lieber langsam, aber stetig die Kariere aufbauen? IBM-Chef Erwin meint: Hauptsache, die Aufgabe stimmt Stern spezial: Herr Staudt, wo sehen Sie die Unterschiede zwischen Old und New Economy? Erwin Staudt: Ich sehe diesen massiven Unterschied nicht. Sie erleben heute New Economy auch in alten Unternehmen. Wenn wir beispielsweise einen Internetauftritt planen, bauen wir eine kleine New Economy bei uns auf: eine Abteilung, die Portale strickt, die sich in die Situation der Kunden versetzt und versucht, die Kompetenz aufzubauen, die die kleinen Unternehmen haben. Und in unsere Kantine sehen Sie Leute mit Brillis im Ohr, Krawattenträger in die Minderheit - obwohl wir zur Old Economy zählen. Sind es diese Äußerlichkeiten, die die neue von der alten Wirtschaft unterscheidet? Nein, es ist die Geisthaltung, die dahintersteht. Unsere Jugend, die in diese neuen Internet-orientierten Betätigungsfelder einsteigt, hat andere Vorstellungen. Sie braucht keine Hierarchien, um sich geführt zu fühlen. Sie braucht keine Regelwerke, wie wir sie gewohnt waren: Zeit-, Arbeitsabfolgen, Berichtsprozesse und solche Dinge, sondern sie fühlt sich in erster Linie ihrer Aufgabe verpflichtet. Wo kann ich meine Kariere besser planen? In der Old Economy, weil da die Entwicklungspfade definiert sind und Sie besser absehen können, was mit Ihnen in den nächsten Jahren passiert. Aber in der New Economy kann ich schneller vorankommen. Ja, in der New Economy können Sie auch mit 30 Vorständen sein. Das ist in der Old Economy schwieriger. Und wo kann ich besser verdienen? Unterschiedlich. Wir sehen immer nur die, die ganz groß rauskommen und mit 25 schon im Lamborghini ins Geschäft fahren. Wir sehen aber

11 nicht die Masse, die Fahrrad fährt. Ich würde am Anfang gar nicht so sehr drauf achten, wo ich mehr verdienen kann. Am Anfang ist die Aufgabe wichtig. Ich würde sogar eine übernehmen, die schlechter bezahlt ist. Wenn die Aufgabe stimmt, und ich entwickle mich optimal, dann werde ich den Lohn für diese Anstrengungen zwei Jahre später kriegen. Interview: Catrin Boldebuck III. ÜBUNGEN ZUM GESCHRIEBENEN DEUTSCH. Übung 1. Übersetzen Sie in ihre Muttersprache. Die internationale Arbeitsteilung ist die Hauptquelle der Wohlstandsmehrung in der Weltwirtschaft. Die Globalisierung hat diesen Prozess beschleunigt. Wenn wir unseren Wohlstand erhalten wollen, müssen wir dies als Tatsache akzeptieren und uns dem internationalen Wettbewerb stellen. Deutschland hat seinen Wohlstand der Exportstärke seiner Wirtschaft und damit der Offenheit der Weltwirtschaft zu verdanken. Schon immer hat es innerhalb eines Landes im Zuge der Vertiefung der internationalen Arbeitsteilung Gewinner und Verlierer gegeben. Gewinner sind zum einen der Konsumenten, zum anderen die Arbeitnehmer aus Branchen über internationale Wettbewerbsvorteile verfügen. Verlierer waren schon immer die Arbeitnehmer aus Branchen, in denen die komparativen Vorteile in anderen Ländern lagen. Dies ist solange unproblematisch, wie es gelingt, für diesen Personenkreis Arbeitsplätze in den expandierenden Branchen zu schaffen. Genau diese Fähigkeit aber ist in Deutschland - auch wegen vieler Struktur konservierender Subventionen verloren gegangen. Die Wirtschaftspolitik muss akzeptieren, dass die Abwanderung von Arbeitsplätzen in andere Länder zu den Gesetzmäßigkeiten des internationalen Wettbewerbs gehört. Sie sollte ihre Kraft nicht zu sehr auf die Verteidigung der Vergangenheit, spricht die Rettung von nicht mehr konkurrenzfähigen Arbeitsplätzen, konzentrieren, sondern die Bedingungen für die Schaffung produktiver neuer Arbeitsplätze verbessern. Der Wohlstand in Deutschland ist nur im Leistuntgswettbewerb auf den Weltmärkten zu sichern und nicht durch eine veraltete Verteidigung überkommener Strukturen. Übung 2. Ergänzen und bilden Sie Sätze. 1. Der industriell Komplex 2. Dieses schön Land

12 3. Dieser produktiv Industriezweig 4. Ein hochentwickelt Industrieland 5. Die elektronisch Industrie Übung 3. Schreiben Sie aus dem Gespräch alle Sätze mit den Modalverben aus. Übung 4. Suchen Sie passende Adjektive zu folgenden Wörtern. 1. Deutschland wichtig 2. der Handwerkzweig bedeutendste 3. der Wirtschaftsbereich vereint 4. die Ökonomie traditionsreich 5. die Arbeitsteilung konkurrenzfähig 6. die Arbeitsplätze international 7. die Bedeutung alt Übung 5. Bereiten Sie die Presentation zum Thema Wirtschaft vor. TEXT 2 I. LESEN SIE DEN TEXT UND VERSUCHEN SIE IHN ZU ÜBERSETZEN. DER ARBEITSMARKT Die Bundesrepublik Deutschland gehört zu den international führenden Industrieländern. Mit ihrer wirtschaftlichen Gesamtleistung steht sie in der Welt an dritter Stelle; im Welthandel nimmt sie sogar den zweiten Platz ein. Seit 1975 gehört die Bundesrepublik der Gruppe der sieben grossen westlichen Industrieländer (den sogenannten G-7*) an erreichte das Bruttosozialprodukt der Welt aller erzeugten Güter und Dienstleistungen - in den alten Bundesländern die Rekordmarke von Milliarden DM. Den Wiederaufstieg aus den Trümmern des Zweiten Weltkrieges in den Kreis der führenden Industrienationen verdankt Deutschland weder Bodenschätzen noch Kapitalreserven, sondern vor allem der Tatkraft seiner Menschen. Nach dem Zweiten Weltkrieg war oft vom Deutschen Wirtschaftswunder die Rede. Ludwig Erhard, der erste Wirtschaftsminister der Bundesrepublik Deutschlands sagte, es sei kein Wunder, sondern die Konsequenz der ehrlichen Anstrengungen eines ganzen Volkes, menschliche Energie gewesen. In den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg bestimmte Massenarbeitslosigkeit das Bild. Von Mitte der fünfziger bis Anfang der siebziger Jahre herrschte praktisch Vollbeschäftigung. In den siebziger Jahren wurde die Arbeitslosigkeit zu einem wachsenden Problem. Erst in den achtziger Jahren kam es wieder zu einem Beschäftigungsboom

13 Nach der Wiedervereinigung 1990 sank die Zahl der Arbeitslosen in den alten Bundesländern dank einer guten Konjunktur. Aber in den neuen Bundesländern stieg sie zunächst an. Das war vor allem eine Folge des Überganges von der sozialistischen Planwirtschaft in die soziale Marktwirtschaft. In den neuen Bundesländern gab es 1992 rund 6,7 Millionen Beschäftigte. 28.Juli 2005 Jahreszeitlich bedingt ist die Zahl der in Deutschland offiziell als arbeitslos gemeldeten Personen von Juni auf Juli um gestiegen. Mit knapp 4,8 Millionen waren im Juli zudem gut Arbeitslose mehr registriert als im Vorjahreszeitraum. Der größte Teil dieses Anstiegs (rund Personen) ist allerdings auf eine Änderung der staatlichen Abgrenzungsmethode im Zuge der Umstellung der Arbeitsmarktstatistik im Januar dieses Jahres zurückzuführen. In saisonbereinigter Betrachtung ist die Arbeitslosigkeit von Juni auf Juli hingegen um Personen zurückgegangen. Dies war immerhin der vierte Rückgang der saisonbereinigten Zahlen in Folge. Die neuerliche Abnahme der saisonbereinigten Arbeitslosigkeit ist eine gute Nachricht. Sie stützt die Hoffnung, dass der Anstieg der Arbeitslosigkeit in Deutschland in diesem Jahr tatsächlich gestoppt werden kann. Einschränkend muss man allerdings darauf hinweisen, dass die Umstellung der Arbeitsmarktstatistik sowie Änderungen bei der aktiven Arbeitsmarktpolitik eine sachgerechte Interpretation der Arbeitsmarktdaten nach wie vor sehr schwierig machen. So ist die niedrigere saisonbereinigte Arbeitslosigkeit vor allem auf eine Ausweitung der Ein-Euro-Jobs zurückzuführen. Diese zeitlich befristeten Arbeitsgelegenheiten sind im Prinzip aber nur ein Instrument, um die Arbeitsbereitschaft von als arbeitslos gemeldeten Personen zu testen. II. Übungen zum gesprochenen Deutsch: Übung 1. Erzählen Sie mit Hilfe folgender Fragen den Inhalt des Textes

14 1. Welches Land gehört zu den international führenden Industrieländern? 2. Was bedeutet die Abkürzung G-7? 3. Warum sprach man nach dem Zweiten Weltkrieg vom Deutschen Wirtschaftswunder? 4. Was herrschte im ganzen Deutschland nach dem 2.Weltkrieg? 5. In welchem Jahr kam es wieder zu einem Beschäftigungsboom? 6. Wieviel Mio. Beschäftigten gab es in Deutschland 1992? Übung 2. Berichten Sie. 1. Was wissen Sie über die Wirtschaft der BRD? 2. Haben Sie aus diesem Text neue Information über die BRD bekommen? 3. Was verstehen Sie unter dem Begriff das Bruttosozialprodukt? 4. Wie gelang es der BRD nach dem 2.Weltkrieg ihre Wirtschaft auf solches Niveau zu erheben? 5. Welche Rolle spielte Wiedervereinigung der beiden Staaten für die Wirtschaft? Übung 3. Was meinen Sie? 1. Ist Arbeitslosigkeit eine negative Erscheinung? 2. Was kann als Ursache der Arbeitslosigkeit sein? 3. War der Übergangsprozess in den neuen Bundesländern von der sozialistischen Planwirtschaft zu der sozialen Planwirtschaft glatt gewesen? 4. Reichte nur die menschliche Energie für den Wiederaufbau des Landes nach dem 2.Weltkrieg? 5. Was versteht man unter dem Begriff Deutscher Wirtschafts

15 wunder? Übung 4. Ergänzen Sie die fehlenden Wörter und sagen Sie die Sätze in ihrer Muttersprache. 1. Mit ihrer Gesamtleistung steht sie in der Welt an dritter Stelle. 2. Im Welthandel sie sogar den zweiten Platz ein erreichte das Bruttosozialprodukt aller erzeugten von 2775 Milliarden DM. 4. In den ersten Jahren nach dem 2.Weltkrieg bestimmte das Bild sank die Zahl in den alten Bundesländern. 6. In den neuen gab es 1992 rund 6,7 Millionen 7. Ludwig Erhard, der Bundesrepublik Deutschland, hielt wenig von diesem Bild. Übung 5. Was ist hier falsch? Antworten Sie mit? 1. Das stimmt nicht. 2. Das ist nicht ganz so. 3. Da irrst du dich aber. 1. BRD gehört zu den führenden Agrarländern. 2. Den Wiederaufstieg in den Kreis der führenden Industrienationen verdankt Deutschland den Bodenschätzen und Kapitalreserven. 3. Nach dem zweiten Weltkrieg gab es in Deutschland keine Arbeitslosigkeit. 4. Seit 1990 gehört die BRD der Gruppe der Sieben großen westlichen Industrieländern. 5. Im Welthandel nimmt sie sogar den ersten Platz ein. Übung 6. Machen Sie ein Rollenspiel aufgrund des Textes Arbeitsmarkt in Deutschland: Hoffnung und Bodenbildung. Eine Person fragt, eine andere Person informiert. Beispiel: Frage: Um wieviel Tausend ist die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland 2005 gestiegen. Antwort: Von Juni auf Juli dieses Jahres ist die Zahl der Arbeitslosen um gestiegen

16 Frage: Antwort: Frage: Antwort: Frage: Antwort: Frage Antwort: Gibt es positive Prognose auf die Abnahme der Arbeitslosigkeit?. Über welche zeitlich befristeten Arbeitsgelegenheiten ist hier die Rede? Worauf hoffen die Menschen der BRD? In welchen Bundesländern der BRD (in alten, oder in neuen) ist die Zahl der Arbeitslosen mehr? TEXT 3 I. LESEN SIE DEN TEXT UND VERSUCHEN IHN ZU VERSTEHEN UND ZU ÜBERSETZEN. Wie wichtig die Arbeit für die Menschen ist Die Daten des vom Statistischen Bundesamt herausgegebenen Datenreport 1999 weisen darauf hin, dass sich viele Menschen nach wie vor über den Beruf definieren: In Westdeutschland war 1998 die Hälfte der Bürger der Meinung, Arbeit sei für das Wohlbefinden sehr wichtig (1980: 31 Prozent); der hohe Prozentsatz bei der jüngsten Befragung resultiert dabei sicher aus der anhaltend hohen Arbeitslosigkeit wer einen Job hat, ist froh. Nicht zuletzt deshalb lag in den neuen Bundesländern der entsprechende Anteil bei 70 Prozent. Dass die Bundesbürger in einer Freizeitgesellschaft leben, ist angesichts von 6 Wochen Urlaub, Reisefieber und Fitness-Welle wohl unbestreitbar. Die wenigsten möchten dafür jedoch ihren Beruf opfern: Die Freizeit ist wichtiger als der Beruf, sagten 1998 nur 32 Prozent der Westdeutschen. Kein Wunder: Die Mehrheit der Deutschen ist mit ihrer Arbeit zufrieden. Das bedeutet: Unter den Bedingungen des technischen Fortschritts sowie der vielfältig diskutieren betrieblichen Reorganisationsmaßnahmen hat die Arbeitszufriedenheit nicht gelitten, wenn gleich nicht alles paletti ist. Am unzufriedensten sind die Beschäftigten mit den Aufstiegs- und

17 Weiterbildungsmöglichkeiten, dem Arbeitsdruck und den Belastungen. Am zufriedensten sind sie mit dem Inhalt und der Art der Arbeit, dem Betriebsklima und auch den räumlichen Verhältnissen sowie den Möglichkeiten, ihre Fähigkeiten zu nutzen. II. Übungen zum gesprochenen Deutsch. Übung 1. Erzählen Sie mit Hilfe folgender Fragen den Inhalt des Textes. 1. Wer meint, dass die Arbeit für das menschliche Wohlbefinden wichtig sei? 2. Wie fühlen sich die Menschen, die einen Job haben? 3. Was ist unbestreitbar für die Bundesbürger? 4. Wieviel Prozent der Bevölkerung Westdeutschlands sind der Meinung, dass die Freizeit wichtiger als der Beruf sei? 5. Wer ist am unzufriedensten? 6. Wer ist am zufriedensten? Übung 2. Berichten Sie. 1) Was wissen Sie über die Arbeitsbedingungen und Freizeitverbringen in Westdeutschland? 2) Was versteht man unter dem Begriff Die Freizeit ist wichtiger als der Beruf? 3) Wann können die Menschen mit der Arbeit unzufrieden sein? 4) Wie fühlen sich Menschen, wenn die Arbeit ihnen keine Freunde bringt? 5) Was versteht man unter dem Begriff das Betriebsklima? Übung 3. Was meinen Sie? 1. Erhöht sich der Wohlbestand der Menschen vom Jahr zu Jahr und warum? 2. Wie ist das Lebensniveau der arbeitenden und der arbeitslosen Menschen? 3. Wovon hängt das Arbeitsklima im beliebigen Betrieb ab? 4. Können gute Arbeitsbedingungen auf die Produktivität wirken? 5. Ist Ihrer Meinung nach dem Motto Wer eine Arbeit hat, ist froh? Übung 4. Ergänzen Sie die fehlenden Wörter und sagen die Sätze in ihrer Muttersprache. 1. Die Daten des vom statistischen. herausgegeben. 2. Nicht zuletzt lag in den neuen 3. Datenreport 1999 weisen darauf hin, viele Menschen nach wie

18 vor über den Beruf 4. Die möchten dafür jedoch ihren Beruf 5. Die Mehrheit ist mit ihrer Arbeit 6. Am sind die Beschäftigten mit Übung 5. Was ist hier falsch? Antworten Sie mit: 1. Das stimmt nicht. 2. Das ist nicht ganz so. 3. Da irrst du dich aber 1. Datenreport 1999 gibt keine statistische Information über die Arbeit und Arbeitslosen. 2. Niemand definiert sich über den Beruf. 3. Die Freizeit ist wichtiger als der Beruf meint 70 Prozent der Respondenten. 4. Das Betriebsklima spielt keine wichtige Rolle für die Arbeitszufriedenheit. III. Übungen zum gesprochenen Deutsch. Übung 1. Übersetzen Sie in ihre Muttersprache folgende Thesen der sozialen Marktwirtschaft. 1. These: Die Marktwirtschaft ist gewiss nicht fehlerfrei. Aber kein anderes Organisationsprinzip ist in gleichem Maße zur Schaffung von Wohlstand für breite Bevölkerungskreise sowie zur Selbstregulierung in der Lage wie die Marktwirtschaft. Es ist kein wirtschaftliches Organisationssystem bekannt, in dem der individuelle Wohlstand höher und Einkommen sowie Vermögen gleichmäßiger verteilt sind als in der Marktwirtschaft. Deshalb ist es nur kontraproduktiv, bei gesellschaftlich unerwünschten Ergebnissen, das marktwirtschaftliche System an sich in Frage zu stellen und staatliche Eingriffe zu fordern. Notwendig ist ganz im Gegenteil ein stärkeres Vertrauen auf die marktwirtschaftliche Selbstregulierung. Dies beinhaltet vor allem, diese durch geeignete Rahmensetzung zu stärken. 2. These: In einer wettbewerblichen Marktwirtschaft sind auch hohe Gewinne nicht unmoralisch, sondern aufgrund ihres gesellschaftlichen Nutzens sogar sehr erwünscht. In der Sozialen Marktwirtschaft ist der Staat der Hüter des Wettbewerbs". Nimmt er diese Aufgabe wahr und bevorzugt nicht einzelne

19 Marktteilnehmer oder -gruppen, so sind erzielte Gewinne Ergebnis eines fairen Leistungswettbewerbs. Je höher die Gewinne sind, umso höher ist dann auch der durch unternehmerische Leistung erwirtschaftete Beitrag für die Gesellschaft insgesamt. Gewinne sind nicht unmoralisch. Sie zeigen vielmehr, dass der Unternehmer ein Produkt oder eine Dienstleistung geschaffen hat, für die es bei den Nachfragern eine hohe Wertschätzung gibt. Gewinne, die nicht durch Leistungswettbewerb zustande gekommen sind, sind ein Zeichen für zu wenig, nicht für zu viel Marktwirtschaft. 3. These: Der freie Zugang zu Kapital auf den Finanzmärkten ist eine wichtige Grundvoraussetzung für Innovationen, Wachstum und Beschäftigung in einer funktionierenden Volkswirtschaft. Frei zugängliche Kapitalmärkte verbessern die Möglichkeiten für Unternehmen, die erforderlichen finanziellen Mittel für Investitionen zu erhalten und vergrößern die Produktauswahl der Anleger. Im Endergebnis tragen sie damit entscheidend zu einer höheren Produktion und zu mehr Einkommen und Konsum, also einem höheren Wirtschaftswachstum, bei. Auf den Finanzmärkten kann eine Unterscheidung in gutes" und schlechtes" Kapital nicht getroffen werden. Freie Kapitalmärkte sind ein wesentlicher Bestandteil im Prozess der schöpferischen Zerstörung im Sinne Schumpeters. Sie sind die eigentlich treibende Kraft für die Dynamik einer Volkswirtschaft. Übung 2. Schreiben Sie aus dem Text 1 und 2 zusammengesetzte Wörter und bestimmen ihr Geschlecht. Zum Beispiel: Industrieland das Industrieland (Neutrum) Übung 3. Ergänzen Sie fehlende Präpositionen: 1. Die BRD gehört den international führenden Ländern. 2. ihrer wirtschaftlichen Gesamtleistung steht sie in der Welt an dritter Stelle gehört die BRD der Gruppe der sieben großen Industrieländern. 4. den alten Bundesländern. 5. Mitte der fünfziger Anfang der siebziger Jahre. 6. der Wiedervereinigung 1990 sank die Zahl der Arbeitslosen. 7. knapp 4,8 Millionen waren im Juli Arbeitslose registriert

20 8. Arbeit sei das Wohlbefinden sehr wichtig. 9. Die Mehrheit der Deutschen ist ihrer Arbeit zufrieden. 10. Das bedeutet: den Bedingungen des technischen Fortschritts hat die Arbeitszufriedenheit nicht gelitten. Übung 4. Übertragen Sie die Sätze ins Präteritum. 1. Die neuerliche Abnahme der Arbeitslosigkeit ist eine gute Nachricht. 2. Sie stützt die Hoffnung auf das bessere Leben. 3. Diese zeitlich befristeten Arbeitsgelegenheiten sind im Prinzip, aber nur ein Instrument um die Arbeitsbereitschaft zu testen. 4. Der hohe Prozentsatz bei der jüngsten Befragung resultiert wer ein Job hat, ist froh. 5. Mit ihrer wirtschaftlichen Gesamtleistung steht die BRD in der Welt an dritter Stelle. 6. Am unzufriedensten sind die Beschäftigten mit den Aufstiegsmöglichkeiten. Übung 5. Stark oder schwach? 1. stehen stand gestanden 2. kommen kam gekommen 3. sinken sank gesunken 4. geben gab gegeben 5. liegen lag gelegen 6. steigen stieg gestiegen 7. gehören gehörte gehört 8. verdanken verdankte verdankt 9. herrschen herrschte geherrscht 10. bestimmen bestimmte bestimmt TEXT 4 I. LESEN SIE DEN TEXT UND VERSUCHEN SIE IHN ZU ÜBERSETZEN Gastarbeiter Als etwa ab 1960 die Arbeitskräfte knapp wurden, kamen nach und nach Hunderttausende von ausländischen Arbeitern in die Bundesrepublik. Heute ist jeder zehnte Arbeitnehmer Ausländer. Die meisten sind als Hilfsarbeiter in Baufirmen oder an den Fließbändern der großen Industriebetriebe beschäftigt. Nur wenige werden Facharbeiter. Die wenigsten steigen auf zum Vorarbeiter. Kaum einer macht sich

21 selbständig. Man glaubte anfangs, dass die Gastarbeiter immer nur eine kurze Zeit lang gut verdienen und dann wieder in ihre Heimat zurückkehren wollten. Deshalb wurden ihre sozialen Probleme kaum beachtet. Aber es kam anders. Den Gastarbeitern geht es wirtschaftlich wesentlich besser als im Heimatland, wo oft auch noch Arbeitslosigkeit herrscht. Aus diesem Grund stellen sie sich immer mehr auf einen längeren Aufenthalt in der Bundesrepublik ein. Zwar bekommen sie oft die schwersten und schmutzigsten Arbeiten, leben zum Teil in überfüllten primitiven und teuren Wohnungen oder in Wohnheimen. Aber immer mehr lassen ihre Angehörigen nachkommen, verbessern ihre Sprachkenntnisse und finden damit auch angenehmere Arbeitsplätze. Sie servieren im Restaurant, verkaufen in Kaufhäusern, kommen als Handwerker ins Haus; sie füllen den Benzintank, fahren Taxi, tragen die Post aus oder arbeiten bei den Verkehrsbetrieben und in vielen anderen Berufen. Die deutsche Wirtschaft braucht diese Arbeitskräfte. Für viele Industriebetriebe sind sie lebenswichtig. Sie sind voll eingegliedert in die deutsche Wirtschaft, nicht aber in die Gesellschaft. Dies zeigt sich am deutlichsten bei der Kindererziehung. Viele Gastarbeiterfamilien haben Kinder im schulpflichtigen Alter, die jedoch nur sehr wenig oder gar kein Deutsch sprechen. Soll man versuchen, sie trotzdem in deutsche Schulklassen einzugliedern? Oder soll man sie wie in ihrem Heimatland und von ihren eigenen Lehrern unterrichten lassen? Oder beides tun und sie sowohl auf das Leben in Deutschland als auch auf eine Rückkehr in ihr eigenes Land vorbereiten. Jeder dieser Vorschläge hat Vor- und Nachteile, jeder ist an verschiedenen Orten ausprobiert worden, und so gibt es neben jungen Ausländern, die in Deutschland Schule erfolgreich beenden, auch Kinder und Jugendliche, die nur selten oder gar nicht zur Schule gehen. Von Bedeutung ist auch die Schulpolitik der verschiedenen ausländischen Regierungsstellen in der Bundesrepublik. Einige unterstützen die deutschen Bemühungen um Integration der Gastarbeiterkinder, andere bestehen auf deren Isolierung in nationalen oder konfessionellen Schulen. Dies macht die Verständigung schwieriger. Manche Deutsche haben Vorurteile gegenüber ihren ausländischen Kollegen oder Nachbarn und akzeptieren sie nicht als Mitbürger. Viele Ausländer fühlen sich deshalb selbst nach mehreren Jahren in ihrem Gastland noch nicht heimisch

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