Vom Lehrrettungsassistenten zum Praxisanleiter für Notfallsanitäter (verkürzter Lehrgang 100 Std oder 80 Std)

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1 Bezirksverband Frankfurt am Main Zentrale AusbildungsStätte staatlich anerkannte Bildungsstätte Vom Lehrrettungsassistenten zum Praxisanleiter für Notfallsanitäter (verkürzter Lehrgang 100 Std oder 80 Std) Mit dem In Kraft treten des neuen Notfallsanitätergesetz wurde auch die pädagogische Qualifizierung an der Ausbildung beteiligter Personen neu strukturiert und allen Berufen im Gesundheitswesen angepasst. Alle Berufe im Gesundheitswesen benötigen Personen, die in der praktischen Ausbildung anleiten, beraten und unterstützen und notwendige Strukturvorgaben im Betrieb durchführen können. Die Praxisanleiter stehen zusammen mit der Schule und Krankenhaus in der Verantwortung das Ausbildungsziel zum Notfallsanitäter zu erreichen. Um dieses Ausbildungsziel erreichen zu können, bedarf es sowohl Kenntnisse theoretischen Wissens zum Lernen und hier insbesondere zum Lernen im Betrieb und mit Patient, sowie die Vermittlung praktischer Fähigkeiten zur eigenen Weiterentwicklung der Kompetenz und die Anleitung im beruflichen Identitätsprozess und die Vermittlung der notwendigen Handlungskompetenzen beim Auszubildenden. Die Praxisanleiter sind also im Besonderen gefordert einen nachhaltigen Beitrag zur Entwicklung der Qualität im Rettungsdienst zu geben. Mit der zukünftig neuen Weiterbildung z um Praxisanleiter soll die Kooperation zur Schule gestärkt und professionalisiert werden. Dies betrifft sowohl die Praxisanleiter in den Krankenhäusern, wie auch die Lehrrettungswachen. Die Praxisanleiter haben sicherzustellen, dass das Ausbildungsziel erreicht werden kann und die Inhalte der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Notfallsanitäter für die praktische Tätigkeit zugrunde liegt. Neu ist auch, dass die Praxisanleiter die praktische Prüfung abnehmen. Voraussetzungen zur Teilnahme an einem Lehrgang mit 100 Stunden 1. Bescheinigung über die Ausbildung zum LehrrettungsassistentenIn 2. Nachweis einer bisherigen lehrenden Tätigkeit, mindestens die letzten zwei Jahre a. Die Bescheinigung kann sowohl über den Arbeitgeber Rettungsdienst erfolgen (Aktive Tätigkeit eines Lehrrettungsassistenten für Auszubildenden Rettungsassistent oder Rettungssanitäter) b. wie auch über eine staatlich anerkannte Rettungsdienstschule die die Tätigkeit als Unterrichtskraft in der Berufsausbildung zum Rettungsassistent bescheinigt 1

2 Voraussetzungen zur Teilnahme an einem Lehrgang mit 80 Stunden 1. Bescheinigung über die Ausbildung zum LehrrettungsassistentenIn 2. Nachweis einer bisherigen lehrenden Tätigkeit, mindestens die letzten zwei Jahre. a. Die Bescheinigung kann sowohl über den Arbeitgeber Rettungsdienst erfolgen (Aktive Tätigkeit eines Lehrrettungsassistenten für Auszubildenden Rettungsassistent oder Rettungssanitäter) b. wie auch über eine staatlich anerkannte Rettungsdienstschule die die Tätigkeit als Unterrichtskraft in der Berufsausbildung zum Rettungsassistent bescheinigt 3. Nachweis über eine mindestens 16stündige pädagogische Fortbildung in den letzten beiden Jahren. Die Anerkennung dieser Fortbildungsbescheinigung erfolgt durch das Regierungspräsidium Darmstadt. Hinweis: Die Dokumente die im Rahmen der Nachweisverpflichtung für die Lehrrettungswachen als geeignet eingestuft wurden, gelten auch hier als geeignet. Gliederung der Ausbildung zum Praxisanleiter Notfallsanitäter Weiterbildung Praxisanleitung Notfallsanitäter 100 Stunden : 1 Grundmodul Grundmodul 1 Kommunikation; Anleitung und Beratung 40 Stunden Minuten Dauer 1 Fachmodul Fachmodul 1 Praxisanleitung Berufspraktische Anteile Abschlussprüfung Praxisanleiter: Grundmodulprüfung: Praktische Prüfung in Form einer Praxissituation mit einem anschießendem Reflexionsgespräch von mindestens Stunden Fachmodulprüfung: Schriftliche Hausarbeit von mindestens 10 Seiten Entfallen mit Nachweise s.u. Voraussetzungen (2a,b) Zur Zulassung zur Abschlussprüfung muss jedes Modul mit mindestens ausreichendem Erfolg bestanden und die berufspraktischen Anteile nachgewiesen sein. Die Abschlussprüfung besteht aus einer mündlichen Prüfung (30 Minuten). Der Prüfling erhält 60 Minuten vor Prüfungsbeginn die Prüfungsaufgabe zur Vorbereitung. Die zu benutzenden Hilfsmittel legt die Zentrale Ausbildungsstätte fest. 2

3 Ablauf und Inhalte Grundmodul (40 Unterrichtsstunden) Das Grundmodul wird im Tageskurs angeboten. Unterricht täglich von Montag bis Freitag Uhr. Die Modulprüfung hat einen gesonderten Termin. Termin Grundmodul : ; Modulprüfung Das Grundmodul kann, mit nachgewiesenen Voraussetzungen nach Absatz 3 um 10 Unterrichtsstunden verkürzt werden. Das zu entfallende Thema wird mit der Anmeldung individuell mit Rücksprache Lehrgangsleitung und Lernstandortbestimmung festgelegt. Grundmodul: Kommunikation; Anleitung und Beratung Inhalt: Beziehungen gestalten, Kommunikation und Konfliktbewältigung: Kommunikationsmodelle und -Formen Sensibilisierung für Kommunikationseinschränkungen Gestalten von Beziehungen Gestalten von Gesprächen in unterschiedlichen Situationen Rollen und Rollenkonflikte Konfliktmanagement Burn out beim Anleitenden Information, Anleitung, Schulung und Beratung: Konzepte, Methoden Motivation und Erwartung Lernen in verschiedenen Lebensaltern und- Situationen Präsentations- und Moderationstechniken Beratung unterschiedlicher Zielgruppen Kompetenz: Der Teilnehmer kann auf professioneller Basis Beziehungen gestalten, kommunizieren, kooperieren sowie Konflikte bewältigen. Er ist in der Lage Auszubildende, Mitarbeiter, sowie andere an der Ausbildung Beteiligte professionell zu informieren, anzuleiten und zu schulen. Er ist befähigt Anleitungen und Beratungen professionell anzubahnen und in den praktischen Bereichen durchzuführen. 3

4 Ablauf und Inhalte Fachmodul (40 Unterrichtsstunden) Unterricht täglich von Montag bis Freitag Uhr. Die Modulprüfung hat einen gesonderten Termin. Für das 60 Stundenmodul Termine extra. Termin Fachmodul: Modulprüfung: Anfertigen einer Hausarbeit Fachmodul: Praxisanleitung: Inhalt: Pädagogische Grundlagen: Pädagogik und Didaktik Entwicklung der Rolle als Praxisanleiter im beruflichen Alltag Mit den berufspolitischen Entwicklungen auseinandersetzen und sich positionieren Kompetenzbildung Schlüsselqualifikationen Theorie / Praxistransfer, sowie Lernortkooperationen gestalten Beurteilen und Benoten Kriterien zur Beurteilung und Benotung in unterschiedlichen Praxisphasen Selbst- und Fremdreflexion als Kompetenz und Methode Praktische Prüfung Beurteilung erstellen Mitwirken bei dem Bewerbungsverfahren Rechtliche Rahmenbedingungen / Berufspolitik Berufsgesetze Arbeitsrecht Haftungsrecht Freiraum für aktuelle berufliche Fragestellungen und Entwicklungen QM in der Anleitung Kompetenz: Der Teilnehmer entwickelt ein beruflich-pädagogisches Selbstverständnis als Praxisanleiter und bewältigt Anforderungen fach- und situationsgerecht. Er ist befähigt, Auszubildende qualifiziert einzuschätzen, zu beurteilen und zu benoten, sowie ihr Handeln zu reflektieren. Er ist in der Lage, rechtliche Rahmenbestimmungen und berufliche Entwicklungen zu reflektieren und diese bei seinem Handeln zu berücksichtigen und sein Handeln daran auszurichten. Er ist befähigt Praxiseinsätze fach- und situationsgerecht zu gestalten und konzeptionell bei der Sicherstellung des Theorie- / Praxistransfers mitzuwirken. Er ist in der Lage eine Anleitung zu planen, zu dokumentieren und durchzuführen. 4

5 Abschlussprüfung Praxisanleiter 1. Grundmodulprüfung mit Erfolg abgelegt 2. Fachmodulprüfung mit Erfolg abgelegt 3. Berufspraktischer Anteil erfüllt 4. Schriftliche Anmeldung zur Abschlussprüfung Praxisanleiter Termin Abschlussprüfung Kosten 750,00, einschließlich aller Prüfungen und Getränke / Snacks Hinweis: In dem Jahr der Absolvierung der Weiterbildung zum Praxisanleiter nach dem NotSanG entfällt die Verpflichtung zur 16 stündigen pädagogisch didaktischen Fortbildung für LRA. 5

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