Governance Compliance Security RFID und Datenschutz

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1 Governance Compliance Security RFID und Datenschutz

2 Stefanie Wolf Wlf Abgeschlossenes Studium der Rechtswissenschaften, Universität itätpotsdam Ausbildung zum geprüften Datenschutzbeauftragten nach dem Ulmer Modell, Udis Ulm ITIL Foundation Certificate Externe Datenschutzbeauftragte in verschiedenen Organisationen sowie Datenschutzberatung und prüfung Verbände und Organisationen: Berufsverband der Datenschützer (BVD) Arbeitskreis Externe Datenschutzbeauftragte des BVD Arbeitskreis bi io Ost (BVD) ISACA Berufsverband der EDV Revisoren und IT Sicherheitsmanager 2

3 PERSICON Anbieter von spezialisierten ilii Beratungs und Prüfungsleistungen in den auf Informationssysteme fokussierten Bereichen: Governance, Compliance, Security Schnittmenge zwischen Wirtschaftsprüfung, Rechts und Organisationsberatung sowie IT Management Hauptsitz in Berlin, Niederlassungen in Düsseldorf, Frankfurt am Main, München sowie Potsdam 3

4 Leistungsschwerpunkte Governance Design, Dokumentation und Prüfung interner Kontrollsysteme (IKS) Prüfung ausgelagerter Geschäftsprozesse nach SAS 70/IDW PS 951 Co und Outsourcing der internen Revision Forensische Untersuchungen/Betrugsprävention t ti Ordnungsmäßigkeitstestierung von rechnungslegungsrelevanter Software Risiko und Business Impact Analyse (BIA) Risikomanagement (Beratung und Prüfung) Implementierung und Schulung von IT Governance Reifegradbestimmung der IT Managementprozesse CobiT Workshops und Schulungen Compliance Gesetzeskonformität unter anderem gemäß den Anforderungen aus KonTraG, GDPdU, GOBS, Sarbanes Oxley Act (SOX), GxP/FDA Compliance nach Basel II, Solvency II, KWG und MaRisk Schulung, Beratung und Prüfung zur Einhaltung der Datenschutzbestimmungen Stellung des Datenschutzbeauftragten Erstellung von Richtlinien, Verfahrensverzeichnissen, IT Regelwerken, Betriebs und Sicherheitskonzepten Compliance Audits, z.b. für das Outsourcing bei Kreditinstituten Gestaltung ordnungsgemäßer IT Change und Configuration Management Prozesse 4

5 Leistungsschwerpunkte Security IT Sicherheitsberatung, Auditierung und Zertifizierung nach IT Grundschutz (BSI) oder ISO Zertifizierung von Rechenzentren SAP Sicherheitsaudits und Testierungen Implementierung von Informationssicherheits i h it managementsystemen (ISMS) Stellung des IT Sicherheitsbeauftragten Durchführung von IT Strukturanalysen und Erstellung vom IT Dokumentationen Kontinuitäts und Notfallmanagement Anwenderschulungen BSI GSTool Ausbildung von IT Sicherheitsbeauftragten und Risikomanagern CISA und CISM Ausbildungskurse Referenzen (Auszug) Deutsche Post EON E.ON, RWE ThyssenKrupp Bertelsmann/Arvato Staatskanzlei des Landes Sachsen Anhalt Ministerium für Jugend, Bildung und Sport des Landes Brandenburg Bundesdruckerei Berliner Verkehrsbetriebe (BVG)/BT Berlin Transport Rundfunk Berlin Brandenburg (IVZ/RBB) Neubrandenburger Stadtwerke/neu itec Kommunale Wasserwerke Leipzig Berliner Wasserbetriebe b Stadtwerke Münster/items Sparkasse KölnBonn, Nassauische Sparkasse 5

6 Allgemeine Bedeutung desdatenschutzes (1) Der Datenschutz will den gläsernen Menschen verhindern. Jeder Mensch soll grundsätzlich selbst entscheiden, wem wann welche seiner persönlichen Daten zugänglich sein sollen. Recht auf informationelle Selbstbestimmung 6

7 Allgemeine Bedeutung desdatenschutzes (2) Der Umgang mit personenbezogenen Daten: Datenschutzrichtlinie für elektronische Kommunikation der Europäischen Union mit Mindestvorgaben im Datenschutz (1995) DasBundesdatenschutzgesetz (BDSG) istdienationaleumsetzung der europäischen Datenschutzrichtlinie. Spezielle Datenschutzgesetze 7

8 Allgemeine Bedeutung desdatenschutzes (3) Personenbezogene Daten, 3 Abs. 1 BDSG: Daten, die in irgendeiner Form Auskunft über persönliche oder sachliche Verhältnisse einer natürlichen Person geben. Informationmussauf muss auf eine Person zurückzuführen sein (Bestimmbarkeit). Beispiele: Name, Telefonnummer, lf Sozialversicherungsnummer, Passnummer, Fingerabdruck Kfz Nummer, Kontostände Fest vergebene Internet Protocol Adressen (IP Adressen) 8

9 Datenschutzrechtliche Risiken bei RFID Technologien Verstecktes Anbringen bi von RFID Chips auf Waren führt dazu, dass der Käufer keine ki Schutzmaßnahmen ergreifen kann. RFID Tags ermöglichen eine weltweite eindeutige Kennzeichnung von einzelnen Gegenständen. Erworbene Produkte könnten somit weltweit eindeutig einzelnen Personen zugeordnet werden. Gefahr problematischer Profilbildung durch die Zusammenführung der Informationen aus RFID Tags mit personenbezogenen Daten (z.b. Kundenkarten) Mit der Einführung der RFID Technologie sind Datenschutz und Datensicherheit zu beachten. 9

10 Rechtliche Grundlagen bei Einsatz von RFID Anwendungen (1) Drei denkbare Szenarien: 1. Auf dem Transponder wird lediglich der Elektronische Produktcode (EPC) gespeichert. 2. Aufdem Transponder wird der EPC gespeichert; imrahmen des Geschäftsvorgangs findet eine Verknüpfung mit personenbezogenen Daten statt. 3. AufdemTransponder sindpersonenbezogene Daten wie z.b. Kunden oder Patientendaten gespeichert. 10

11 Rechtliche Grundlagen bei Einsatz von RFID Anwendungen (2) Variante 1: Auf dem Transponder wird idldilihd lediglich der Elektronische lk Produktcode d (EPC) gespeichert. z. B. im Bereich Logistik oder Produktionssteuerung MangelsIdentifizierungwerden keine personenbezogenen Datenerhoben. erhoben. Das BDSG ist nicht anwendbar. 11

12 Rechtliche Grundlagen bei Einsatz von RFID Anwendungen (3) Variante 2: Auf dem Transponder wird idder EPC gespeichert; ih im Rahmen des Geschäftsvorgangs findet eine Verknüpfung mit personenbezogenen Daten statt. z.b. Bezahlung mit einer Kundenkarte Das BDSG ist anwendbar. 12

13 Rechtliche Grundlagen bei Einsatz von RFID Anwendungen (4) Variante 3: Auf dem Transponder sind personenbezogene Daten wie z.b. Kunden oder Patientendaten gespeichert. Z. B. Reisepass mit biometrischen Daten Das BDSG ist anwendbar. Es gelten ggf. spezifische Regeln für mobile Speichermedien ( 6c BDSG) Unterrichtungspflichten h (z. B. Zweck des Einsatzes, Funktionsweise des Mediums 6c Abs. 1 BDSG) Wahrnehmung des Auskunftsrechts, 6c Abs. 2 BDSG Transparenz der Kommunikationsvorgänge, 6c Abs. 3 BDSG 13

14 Rechtliche Grundlagen bei Einsatz von RFID Anwendungen (5) Verbot mit Erlaubnisvorbehalt, El b ltd. h. personenbezogene Daten Dt dürfen nur erhoben, verarbeitet oder genutzt werden, wenn das Bundesdatenschutzgesetz oder eine andere Rechtsvorschrift dies erlaubt oder anordnet oder der Betroffene vorab in eingewilligt hat. Umfangreiche ec eauskunfts u und Löschungsansprüche sp des Betroffenen e e Grundsatz der Zweckbindung Prinzip der Erforderlichkeit Grundsatz der Datensparsamkeit Daten auf RFID Tags dürfen nur so lange gespeichert werden, wie es zur Erreichung des Zwecks erforderlich ist. 14

15 Rechtliche Grundlagen bei Einsatz von RFID Anwendungen (6) Der Betroffene kann sein Recht auf informationelle i Selbstbestimmung b nur wahrnehmen, wenn er die Einsatzmöglichkeiten und die Funktionsweise von RFID kennt. Transparenz beispielsweise durch EPCglobal Richtlinien: Freiwillige Selbstverpflichtung zum Einsatz von RFID der Mitglieder der internationalen Standardisierungsorganisation EPCglobal Die mit Transpondern versehenen Produkte und Verpackungen sind mit einem EPCglobal Logo g zu kennzeichnen. Information über Funktionsweise und Anwendungsbereiche der Technologie an die Verbraucher Möglichkeit der Verbraucher, die Transponder auf erworbenen Produkten zu entfernen, auszuschalten oder unbrauchbar zu machen 15

16 Rechtliche Grundlagen bei Einsatz von RFID Anwendungen (7) Fazit: Sämtliche Varianten der Transponder Technologie werden durch das geltende Datenschutzrecht erfasst. Innerhalb des Bundesdatenschutzgesetzes gibt es keine Gesetzeslücken. Ein RFID Gesetz ist nicht erforderlich. 16

17 Datensicherheit bei dem Einsatz von RFID Technologien (1) Datenschutz Schutz personenbezogener Daten einer natürlichen Person vor missbräuchlicher Verwendung. Datensicherheit Schutz von Daten jeder Art, Hard und Software vor Verlust, Zerstörung oder Missbrauch durch Unbefugte. 17

18 Datensicherheit bei dem Einsatz von RFID Technologien (2) Bedrohungsszenarien: Auslesen von Transpondern Abhören von Datenübertragung zwischen Transponder und Lesegerät Schutz der Daten vor fremden Auslesen durch Passwörter oder Chiffrierung Wirksame Authentisierung der beteiligten Peripheriegeräte Die Verwendung von Transpondern mit aufwendiger Codierung bietet mehr Sicherheit als EPC Transponder der zweiten Generation. Schutz sensibler Daten durch weitere Sicherheitsvorkehrungen h h (z. B. ist der Schlüssel im Reisepass in der maschinenlesbaren Zone (MRZ) des Ausweises gespeichert. Dieser Bereich ist nur optisch auslesbar. ) Daten, die im System hinterlegt sind, können auf herkömmliche Weise gesichert werden. 18

19 Datensicherheit bei dem Einsatz von RFID Technologien (3) Das unbefugte bf Auslesen von Transpondern und das Abhören von Datenübertragung ist durch folgende Gesetze untersagt: Bundesdatenschutzgesetz Telekommunikationsgesetz Strafgesetzbuch 19

20 Welche Fragen haben Sie? 20

21 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit Stefanie Wolf 21

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