Tut sein Wind dem Säugling weh?

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1 Tut sein Wind dem Säugling weh? Regulationsstörungen beim Kleinsten 27. Juni 2014, KMH Peter Hunkeler

2 Schreien ist nicht gleich schreien Physiologisches Schreien Körperliche Bedürfnisse Soziale Bedürfnisse Geburtsschrei Pathologisches Schreien Schmerz Genetische Ursache Exzessives (unspezifisches) Schreien

3 Verhaltensbiologische Erklärung Angeborenes Signal um nach der Geburt die Versorgung sicherzustellen die Befindlichkeit zu äussern die Mutter-Kind-Beziehung zu sichern Vorsprachliche Kommunikation

4 Differentialdiagnosen: - organische Ursachen (<5%) Kuhmilchproteinallergie /- intoleranz Gastroösophagealer Reflux (-Krankheit) Passagehindernis, Obstipation, Analfissuren, Invagination, Leistenhernie Infektion (AOM, HWI, MDI, Meningitis usw.) Hodentorsion, Hydrocele Subduralhämatom Kheir AE, Ital J Pediatr Jul 23;38:34

5 Definition nach Wessel (1954) Dreier -Regel länger als 3 Stunden pro Tag mehr als 3 Tage pro Woche länger als 3 Wochen

6 Exzessives Schreien: Verlauf Stunden pro Tag SD Mittelwert - 2 SD Anzahl Kinder (n=280) Alter in Wochen Tageszeit Hunziker und Barr et al., Pediatrics 1986 Brazelton, Pediatrics 1962

7 Erscheinungsbild Kind Erscheinungsbild Eltern Exzessives Schreien Opisthotonus und taktile Abwehr Motorische Unruhe / Quengeln Drang für die Vertikale Bedürfnis, herumgetragen zu werden Schlafdefizit, paradoxer Reizhunger Erschöpfung Depressivität, Versagensgefühle Hemmung intuitiver elterlicher Kompetenzen Vernachlässigung eigener Bedürfnisse Angespannte Paarbeziehung

8 Unmittelbare Folgen Verunsicherung der Eltern Verzögertes Einstellen eines geregelten Tag-Nacht-Rhythmus Abstillen Kindsmisshandlung

9 Einflussfaktoren sozioökonomischer Status Erfahrung der Mutter Reifung der Schlaf-Wach- Regulation Kultur Geschlecht des Säuglings Kuhmilchproteintoleranz Stillen Vermehrtes Herumtragen des Säuglings Gastroösophagealer Reflux (-Krankheit)

10 Exzessives Schreien: - Schlaf-Wach-Regulation

11 2-Prozess-Modell - Zirkadianer Prozess Zirkadianer Prozess Anpassen verschiedenster Körperfunktionen an einen 24h Rhythmus (Stoffwechsel, Hormone, Temperatur, Schlaf-Wach- Rhythmus) Abhängig von Zeitgebern Von aussen beeinflussbar

12 Zirkadianer Prozess - Zeitgeber Licht Soziale Zeitgeber Alltagsgeräusche Mahlzeiten Spiel Spaziergänge

13 Schlafhomöostase 2-Prozess-Modell - Schlafhomöostase Je länger wir wach sind, desto grösser werden Schlafschuld und Schlafbereitschaft, das heisst, um so tiefer und länger werden wir schlafen. Je höher die Schlaflatenz, desto höher der Schlafdruck und umgekehrt. Von aussen nicht wesentlich beeinflussbar

14 Schreien im Kontext der Schlaf-Wach-Regulation Jenni. Monatsschr Kinderheilkunde 2009; 157:

15 Exzessives Schreien -Interaktion Intrinsische Faktoren (Säugling): Störung in der Schlaf-Wach-Regulation (Verhaltensregulation), tiefe Reizschwelle oder schwieriges Temperament Extrinsische Faktoren (Eltern): Mütterliche Ängstlichkeit und unangemessenes Verhalten

16 Exzessives Schreien - Interaktion (Eltern) Zu spät oder unangemessenes Reagieren auf die kindlichen Signale zu spät : wirksamste Reaktionszeit innerhalb von 90 Sekunden (!Kung beginnen in 90 % der Fälle innerhalb von 10 Sekunden mit Beruhigungsmassnahmen). unangemessen : Aufnehmen bei Kontaktlautierung im Halbschlaf.

17 Exzessives Schreien -Interaktion Exzessives Schreien als Produkt von ungenügender Kompetenz in der Verhaltensregulation des Säuglings und mangelnder elterlicher Kompetenz mit dieser besonderen Situation umzugehen.

18 Erklärungsmodell Kind Eltern dysfunktionales Kommunikationsmuster Probleme in der Verhaltensregulation Überlastungssyndrom

19 Beratungsstrategien 3-Säulen-Therapie Ernst nehmen Wissen Ressourcenanalyse und (Entwicklungsberatung) Intervention

20 Beratungsstrategien - 1. Ernst nehmen Zuhören cave red flags Ausschluss organischer Ursachen chronische Überforderung oder drohende Misshandlung ansprechen

21 Beratungsstrategien - 2. Wissen (Entwicklungsberatung) Reifungsprozess (Entwicklung Schlaf- Wach-Rhythmus) Verlauf und Variabilität des Schreiens Geregelter Schlaf-Wach-Rhythmus

22 Beratungsstrategien - 3. Ressourcenanalyse Stärken der eigenen Kompetenzen Wie kann ich mein Kind lesen? Was beruhigt mein Kind? Umgang mit dem Kind in den Wachphasen Gibt es Freunde und Verwandte, die einbezogen werden könnten (Abendstunden)? Regelmässige Kontrolltermine ambulant oder telefonisch

23 Beratungsstrategien - 3. Intervention Schlaf-Schreiprotokoll Entlastungshospitalisation, Baby- Lesestunde????????

24 Fazit Tut sein Wind dem Säugling weh? 3-Monats-Kolliken Reifung der Schlaf-Wach-Regulation Dysfunktionales Kommunikationsmuster

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