BÖRSE EXPRESS ISOVOLTAIC. EDITORIAL Alles hat zwei Seiten. Nach einer über dreijährigen Dürreperiode

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1 BÖRSE EXPRESS Die Mittags-News für Finanzprofis - Sonderausgabe - Nr.2250a/ ISOVOLTAIC Mit dem Weltmarktführer aus der Steiermark erhält die Wiener Börse erstmals Zugang aus der Solarbranche. Alternative Energien sind nicht zuletzt wegen der Atomkatastrophe in Japan im Aufwind. Isovoltaic stellt sogenannte Rückseitenfolien für Solarmodule her und ist in diesem Segment Markt- und Technologieführer. Die Solarbranche verspricht hohes Wachstum, unterliegt aber natürlich auch einer Zyklizität, nicht zuletzt weil die Nachfrage von staatlichen Förderungen und Regulierungen abhängig ist. -> mehr auf den folgenden Seiten Inhalt Seite 2 Die Wachstumsstory Seite 3 Cash ist kein Problem Seite 4 Feedback vom Markt Seite 5 Blick auf die Branche Seite 6 Blick auf die Peergroup EDITORIAL Alles hat zwei Seiten Nach einer über dreijährigen Dürreperiode tut sich endlich wieder etwas am IPO-Markt in Wien. Während es in Deutschland von Solaraktien nur so wimmelt, ist diese Branche hierzulande noch nicht vertreten. Als weltweiter Markt- und Technologieführer anzutreten, ist da jedenfalls ein Pluspunkt, ebenso wie das erwartete hohe Wachstum. Der Börsegang von Isovoltaic sorgte bereits im Vorfeld für Schlagzeilen, da ging es allerdings um Dividenden an Alteigentümer und die Frage, warum das Unternehmen kein frisches Kapital benötigt, weil im Rahmen des IPO nur Altaktien angeboten werden. Doch da alles seine zwei Seiten hat: So erreicht der Streubesitz bereits jetzt eine Grösse, die eine gewisse Liquidität in der Aktie sicherstellen sollte. Andersrum hätte ja auch das für Kritik sorgen können...

2 BÖRSE EXPRESS Seite 2 SOLAR- UND WACHSTUMSSTORY Mit Isovoltaic setzt der Anleger auf die wachsende Bedeutung der erneuerbaren Energien, die nicht zuletzt nach der jüngsten Atomkatastrophe in Japan wieder in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerückt sind. Der Solarenergie wird dabei das grösste Zukunftspotenzial eingeräumt. Isovoltaic ist weltweiter Marktführer für die Entwicklung und Herstellung von Rückseitenfolien für Solarmodule. Jedes Modul benötigt dabei eine Rückseitenabdeckung. Grundsätzlicher Treiber für das Unternehmen ist folglich das Wachstum im Markt für Solarmodule. Laut einer Studie der Bank Sarasin gab es im Jahr 2010 weltweit eine Zuwachsrate von 87% bzw. von rund 14 Gigawatt an insgesamt installierter Solarstromleistung. Für den Zeitraum 2009 bis 2013 soll das Wachstum - gemessen in Gigawatt - bei durchschnittlich 39% pro Jahr (CAGR) zu liegen kommen. Für das Marktsegment der Rückseitenfolie prognostizieren die Experten von Frost & Sullivan ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 35% in Mio. Euro. Sprich, der weltweite Markt könnte von rund 380 Mio. Euro 2009 auf 1,25 Mrd. Euro im Jahr 2013 anschwellen. Der Endmarkt unterliegt zweifelsohne stark der jeweiligen politischen Stimmungslage, die sich u.a. in der Höhe der Subventionen ausdrückt. Isovoltaic-CEO Thomas Rossegger ist allerdings überzeugt: Es wird weiterhin ein starkes Wachstum geben. KLAR VOR MITBEWERBERN Isovoltaic hat im Bereich der Backsheets einen Marktanteil von 35% (die nächsten Mitbewerber kommen auf 18% bzw. 15%) und beliefert sechs Was ist eine Rückseitenfolie und was muss sie können? Um das Sonnenlicht über einen langen Zeitraum in Energie umwandeln zu können, müssen Solarzellen wirksam vor Umwelteinflüssen geschützt werden. Hier kommt die Rückseitenfolie (im englischen: Backsheet) ins Spiel: Diese besteht aus mehreren Lagen Politik als Einflussfaktor für alternative Energie, aber Wachstum sollte stark bleiben der zehn grössten Modulhersteller weltweit. Auf die Top-5-Kunden entfallen 65% des Umsatzes, der 2010 bereits zu 68% aus Asien stammte. Die aktuelle Produktionskapazität liegt derzeit bei 61 Millionen Quadratmeter, mittelfristig ist eine Ausweitung auf 70 bis 80 Millionen Quadratmeter Jahreskapazität geplant. Derzeit hat das Unternehmen drei Standorte: Neben dem Headquarter im steirischen Lebring und einem Produktionsstandort in Eisenstadt wurde im Dezember 2010 im chinesischen Changzhou eine Vertriebstochter gegründet. Wenn es der Markt erfordere, könnten auch Produktionsstandorte in Asien in Betracht gezogen werden. Alle wissensbasierten Fertigungsschritte, die den Grossteil der Produktion ausmachen, will das Unternehmen aber in Österreich belassen. und schützt dauerhaft vor Witterung sowie vor mechanischen und chemischen Einflüssen und stellt gleichzeitig eine elektrische Isolierung nach aussen dar. Diese Backsheets machen zwar nur 4% bis 7% der gesamten Kosten eines Solarmoduls aus, spielen aber für die Leistungsfähigkeit eine grosse Rolle. Sprich, fällt die Folie aus oder hat Mängel, muss das gesamte Modul ersetzt werden. Die Modulanbieter, die für ihre Produkte eine Lebensdauer von 20 bis 25 Jahren garantieren, legen daher auf Qualität grossen Wert. Laut CEO Thomas E. Rossegger sind die Folien daher auch nicht so preissensitiv wie andere Segmente der Solarindustrie.

3 BÖRSE EXPRESS Seite 3 CASH IST KEIN PROBLEM IPO-Pressekonferenz: Franz Hochstrasser (Erste Group), Thomas Rossegger (CEO Isovoltaic), Manfred Schlögl (CTO), Christoph von Lutz (Head of Finance, IR) Isovoltaic ist auf den ersten Blick insofern ein etwas ungewöhnliches IPO, als es im Zuge des Börsegangs nicht zu einer Kapitalerhöhung kommt. Es werden ausschliesslich Altaktien angeboten. Eine Kapitalerhöhung war keine Option, erklärte Isovoltaic-CEO Thomas Rossegger bei der Pressekonferenz. Das Unternehmen brauche sie nicht und sei nahezu schuldenfrei. Die per Jahresende 2010 verzinsten Verbindlichkeiten belaufen sich auf 14 Mio. Euro und sollen heuer zurückgezahlt werden. WAS BRINGT DAS IPO? Mit einer Cash Conversion (sagt aus, welcher Anteil des Gewinns in Cashflow umgewandelt werden kann) von zuletzt 81% seien nicht nur die nötigen F&E-Investitionen sowie Dividenden möglich, das Unternehmen sieht sich auch für externes Wachstum gerüstet. Der Börsegang bringe somit zwar kein Geld in die Unternehmenskasse, aber dennoch viel: Die Kapitalmarktfähigkeit stellt für uns ein Asset und Gütesiegel dar. Auch ist die tägliche Bewertung am Markt für uns im Management eine Herausforderung, befindet der CEO. Isovoltaic steigerte 2010 den Umsatz um 67% auf 201 Mio. Euro, die EBIT-Marge betrug 28,5%. Der Jahresüberschuss verbesserte sich von 21,4 Mio. auf 42,5 Mio. Euro, was einem Gewinn je Aktie von 1,06 Euro entspricht. Berücksichtigt man das China-Geschäft (das 2010 wegen Auslagerung an eine konzernfremde Gesellschaft nicht konsolidiert wurde) erhöht sich der Gewinn je Aktie auf 1,25 Euro, erklärt Christoph von Lutz, Head of Finance und für die IR von Isovoltaic zuständig. Für das Geschäftsjahr 2010 wurde eine Dividende von 51 Mio. Euro ausgeschüttet. Der Grossteil davon, 39 Mio. Euro, floss kurz darauf in Form einer Kapitalerhöhung wieder zurück. Die Netto-Dividende beläuft sich auf 12 Mio. Euro und liegt damit im Rahmen jener 20% bis 30% des Gewinns, die das Unternehmen auch künftig ausschütten will. Die Isovoltaic entstand im Vorjahr durch Auslagerung des Geschäftsfelds Photovoltaik aus der Isovolta Gruppe. Isovolta zählt zur Constantia Industries Gruppe, die wiederum Stanislaus Turnauer gehört. Die beiden Turnauer-Gesellschaften CIAG- Beteiligungen GmbH und TIBAG Beteiligungen GmbH sind derzeit auch 100%-Eigentümer der Isovoltaic und wollen durch den Verkauf von Aktien bis zu 378 Mio. Euro einnehmen (inklusive Mehrzuteilungsoption). Mit dem Erlös soll die Finanzkraft anderer Bereiche der Constantia Industries gestärkt bzw. die Diversifikation vorangetrieben werden, heisst es dazu. Die beiden Turnauer-Gesellschaften wollen die industrielle Führerschaft am Unternehmen, definiert mit 55% am Grundkapital, behalten. Der Aufsichtsrat setzt sich derzeit aus drei Personen zusammen, in der ersten Hauptversammlung nach dem IPO soll ein viertes, unabhängiges Mitglied gewählt werden. CIAG und TIBAG haben je eine Namensaktie, mit der das Recht zur Ernennung je eines Aufsichtsrats verbunden ist. Weiter zweistelliges Umsatzwachstum Das Management selbst darf in der aktuellen Phase nichts über genaue Budgetplanungen sagen. Aus Analysen geht allerdings hervor, dass für die nächsten Jahre mit einem anhaltend zweistelligen Umsatzwachstum gerechnet wird. Die Analysten der Erste Group etwa gehen in ihrem Research von einer Umsatzverdopplung zwischen 2010 (201 Mio. Euro) und 2013 (397 Mio. Euro) aus. Die EBIT-Marge könnte dabei auf leicht über 30% steigen. Trotz der Dividendenzahlung von 12 Mio. Euro für 2010 dürfte es Isovoltaic zudem bereits im laufenden Jahr gelingen, eine positive Netto-Cash-Position aufzubauen.

4 BÖRSE EXPRESS Seite 4 FEEDBACK VOM MARKT Von Lebring aus den Weltmarkt aufgerollt Franz Hochstrasser, Vorstand der Erste Group, sieht die Sache entspannt: Die wichtigsten Faktoren für einen erfolgreichen Börsengang sind Weltmarktführerschaft, hohe Profitabilität und hohes Wachstum. Alle diese Punkte erfüllt Isovoltaic, sagte er bei der IPO-Pressekonferenz. Die Erste begleitet mit Goldman Sachs, Credit Suisse und Morgan Stanley den Börsegang. Doch was sagen heimische Institutionelle und Marktbeobachter? Der BE hat sich umgehört. Für Alois Wögerbauer, Fondsmanager des 3Banken Österreich Fonds ist die Isovoltaic eine Wachstumsstory par excellence und eine schöne Bereicherung für den Kurszettel in Wien. Wolfgang Matejka von Matejka & Parnter bezeichnet Isovoltaic als Warrant der Solarindustrie. Als Einzellieferant habe die Firma zwar eine deutliche Zyklizität zu erwarten. Der Hebel sei allerdings gross. Geschützt ist das Investment durch die oligopolistische Stellung, die hohe Produktqualität und die verbesserte Kostenstruktur durch steigende Eigenproduktion. Die Kundenbasis sei Stärken, Schwächen, Chancen, Risken - Das sagen die Analysten erfreulicherweise bereits jetzt sehr stark mit chinesischen Abnehmern durchsetzt, weshalb man nicht mit einer starken Margenerosion rechnen müsse. Was bleibt, ist die Zyklizität in Solar generell. Das IPO sollte angesichts dieses generellen Spannungsfelds in einer Preisrange passieren, die sich in einem KGV (2011e) von wiederfindet, so Matejka. Die Dividende für 2010 könne mit Zähneknirschen verkraftet werden. Aufgrund dieser Vorgehensweise der auch danach bestehenden Grossaktionäre muss man damit rechnen, dass der Kapitalmarkt in Zukunft von der Company erst als Partner erkannt werden muss." Vermögensberater Markus Fröhlich von der pi5 consulting gmbh war nicht von Beginn an von einer dringenden Investmentnotwendigkeit in Isovoltaic-Aktien überzeugt, sieht aber mittlerweile ein attraktives Chancen-Risiken-Profil. Er rechnet mit einer deutlichen Überzeichnung und einem Zeichnungspreis, der zwischen 20 und 21 Euro zu liegen kommt. Jeder Preis darunter wäre eine sehr erfreuliche und willkommene Überraschung. Als Stärken von Isovoltaic gelten die Marktführerschaft und die starke Position in den asiatischen Wachstumsmärkten. Auf die fünf grössten Kunden entfällt mehr als die Hälfte des im Jahr 2010 generierten Umsatzes. Die technologische Führerschaft und die Innovationskraft sorgen zudem für vergleichsweise hohe Marktbarrieren. Ein neuer Backsheet-Lieferant benötigt etwa bis zu einem Jahr an Testphasen und Zertifizierungen. Das macht es für neue Player schwer, aber selbstverständlich nicht unmöglich, so Analysten. Isovoltaic ist es zudem gelungen, einen Weg aus der Zwangsjacke des Marktes zu finden, sprich die Abhängigkeit vom einzigen Hersteller des Schlüsselrohstoffs für Backsheets zu verringern. Isovoltaic hat rückwärtsintegriert und stellt bei der neuen Produktlinie die Folien, die dann zu Backsheets weiterverarbeitet werden, selbst her. Diese Rückseitenfolien sind für den Kunden nicht nur billiger, sondern bringen für Isovoltaic auch höhere Margen. Und damit ein Blick auf Schwächen und mögliche Gefahren: Druck auf die Verkaufspreise (aus Konkurrenzgründen) oder auf die Margen (aufgrund der Rohstoffkosten) kann natürlich nicht ausgeschlossen werden, auch wenn Isovoltaic sich hier gut abgesichert fühlt. Auch schläft die Konkurrenz natürlich nicht und kann ebenfalls neue wettbewerbsfähige Produktlinien auf den Markt bringen. Und nicht zuletzt hängt die Nachfrage nach den Produkten grossteils von staatlichen Förderungen für Solarenergie und dem regulatorischen Umfeld ab.

5 BÖRSE EXPRESS Seite 5 EIN BLICK AUF DIE BRANCHE Seit es in Japans AKW Fukushima krachte, stehen Papiere der Solar- und Windbranche bei Anlegern ganz oben auf der Beliebtheitsskala. Die dahinter stehende Überlegung: Der Ausbau alternativer Energien dürfte nun deutlich schneller erfolgen, da es sich kaum ein Politiker erlauben kann, derzeit nicht auf erneuerbare Energien zu setzen. Die Zeit, in der Aktien mit dem Öko-Schmäh mehr verloren als gewannen, scheint damit erst einmal vorbei. Nicht nur spekulativere Einzeltitel rücken in den Fokus der Anleger, auch bei Investmentfonds wird zugegriffen. Wobei die Portfoliomanager aber kaum auf deutsche Solaraktien setzen, die etwa den TecDAX bevölkern, mit denen sich zuletzt jedoch so mancher die Die Sonne als Grundlage des Lebens - und der künftigen Energiegewinnung Finger verbrannt hat. Je grösser die Anleger sind, desto eher wird zu den Wettbewerbern aus Asien gegriffen. Jener Wettbewerb, der europäischen Anbietern in den vergangenen Jahren das Gruseln lehrte. Deutschlands Branche etwa wurde durch den Margendruck von ausserhalb (Chinas Hersteller produzieren deutlich günstiger und technologisch immer ausgereifter) und innen (Senkung der Einspeistarife aufgrund überbordender Förderungen bei gleichzeitig leeren Staatskassen - Deutschland zahlte zuletzt bereits sechs Milliarden Euro an Einspeis-Zuschüssen) beinahe zerrieben. Bei Solaranlagen ist das mittlerweile wie mit Halbleitern: Die werden in grossen Stückzahlen und mit hoher Qualität sehr viel günstiger in Asien hergestellt, als in Europa der den USA. Plötzlich, nach Japans Fukushima, erscheint den Investoren ein Investment in Photovoltaik- Werte besonders attraktiv. Aber selbst wenn die ganze Welt AKW-frei würde - durchsetzen können sich nur die Anbieter mit der besten Technologie und dem besten Preis-Leistungsverhältnis. Klar ist nur folgendes: Konventionelle Energien sind endlich - heisst, alternative Energiequellen werden mehr und mehr an Bedeutung gewinnen und schneller wachsen als die RWEs und E.ONs dieser Welt. Dafür wiederum gebühren an der Börse höhere Multiples. Die meisten Branchenstudien gehen im Schnitt davon aus, dass der Photovoltaik-Markt auf Basis der installierten Leistung in den kommenden Jahren im Schnitt um etwa ein Drittel steigt - die Umsätze etwas weniger, da der Preisdruck anhalten wird. Klar ist auch, dass es nach Japan zu Verzögerungen und höheren Sicherheitsstandards beim Bau neuer bzw. dem Betrieb alter AKWs kommen wird. Das macht diese Art der Energiegewinnung teurer und schmälert die Wettbewerbsfähigkeit. Umgekehrt erhöht sich die Attraktivität anderer Energieerzeugungsarten. MUSS FÜR ABNEHMER Chinas Hersteller werden den Markt langfristig beherrschen. Davor muss Isovoltaic keine Angst haben, da die Österreicher dank ihrer Technologieführerschaft so etwas wie ein Muss für die Abnehmer sind. Auch lässt sich damit der in der Branche herrschende Margendruck etwas abfedern. Gänzlich entgehen wird man diesem aber nicht, da die Branche mit zunehmender Sättigung der Märkte mehr und mehr konsolidieren wird, was die Einkaufsmacht der Kunden erhöht. Dass Isovoltaic bisher auf die richtigen Kunden setzte, zeigt ein Blick auf die Struktur: Der Weltmarktführer bei Rückseitenfolien für Photovoltaik-Module hat unter seinen wichtigen Kunden zahlreiche asiatische, insbesondere chinesische Unternehmen, mit denen im Jahr 2010 rund 70 Prozent des Gesamtumsatzes abgewickelt wurden. Darum auch hat das Unternehmen 2010 eine Verkaufsniederlassung in Changzhou gegründet. Ab 2012 soll es in China auch eine Endfertigung geben. Ein bisserl erinnert die Story der Isovoltaic an jene von AT&S. Auch dort lagerten westliche Hersteller ihre Produktionskapazitäten mehr und mehr an Fremdfertiger aus, nachdem das Handy vom Luxus- zum Allgemeingut geworden war. Flextronics ist mittlerweile auch in der Solarbranche eine Grösse, die Zulieferer mussten nachziehen. Solange Isovoltaic zu den Technologieführern gehört, wird das steirische Unternehmen operativ überzeugen.

6 Das Angebot auf einen Blick BÖRSE EXPRESS Seite 6 EIN BLICK AUF DIE PEERGROUP Wie eine Schlange windet sich die Photovoltaik- Peergroup von Isovoltaic um ihre Regressionsgerade. Die aktuelle Formel: Man multipliziere die Umsatzrendite mit 0,123 und erhält das faire Verhältnis aus Unternehmenswert und Umsatz. Conergy Roth & Rau Centrotherm Phönix Solar Aleo Solar Meyer Burger Taiflex Yingli Green Angebot: bis zu 15,65 Mio. alte Aktien Greenshoe: bis zu 2,345 Mio. Aktien Preisspanne: 16 bis 21 Euro Preisfestsetzung: erfolgt am 14. April 2011 Symbol: ISO ISIN: AT0000ISO886 Angebotsfrist: 4. April bis voraussichtlich 14. April 2011 Notiz: 15. April 2011 im Prime Market der Wiener Börse Dividendenberechtigung: ab 1. Jänner 2011 Joint Lead Managers & Bookrunners: Goldman Sachs, Credit Suisse, Morgan Stanley und Erste Group Aus dem Unternehmenswert lässt sich leicht die faire Marktkapitalisierung errechnen (minus Schulden, plus Cash), das dividieren wir durch die Anzahl der Aktien und erhalten als fairen Zielkurs 20 Euro je Anteil. STR Kommende Termine Intersolar München PVSEC Hamburg PV Taiwan SPI North America Dallas Der Vorstand SMA Solar First Solar Thomas Rossegger trat im Juli 2010 in die Isovoltaic ein und ist Vorsitzender des Vorstandes Manfred Schlögl verfügt über 25 Jahre Erfahrung in der Isovoltaic und ist seit 2010 Vorstand IMPRESSUM Story behind...isovoltaic Medieneigentümer/Herausgeber: Styria Börse Express GmbH Berggasse 7/7, A-1090 Wien Tel.: Vollständiges Impressum unter Isovoltaic bei 20

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