Besondere Abklärungen gemäss Art. 28 Reglement zur Prävention und Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung (GwR VSV)

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1 Besondere Abklärungen gemäss Art. 28 Reglement zur Prävention und Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung (GwR VSV) 1. Allgemeine Abklärungspflicht Der Finanzintermediär (FI) muss für jede Geschäftsbeziehung stets Informationen über deren Art und Zweck einholen. Der Umfang der einzuholenden Informationen richtet sich nach dem Risiko, das die Geschäftsbeziehung darstellt. Bei einer Geschäftsbeziehung ohne erhöhtes Risiko gemäss Art. 30 GwR VSV müssen Art und Zweck der Beziehung aus dem schriftlichen Vermögensverwaltungsvertrag mit der Vertragspartei ersichtlich sein. 2. Besondere Abklärungspflicht Der FI muss die wirtschaftlichen Hintergründe und den Zweck einer Transaktion oder einer Geschäftsbeziehung in folgenden Fällen abklären: a) bei einer Geschäftsbeziehung mit erhöhtem Risiko gemäss Art. 30 GwR VSV; b) bei einer Transaktion mit erhöhtem Risiko gemäss Art. 31 GwR VSV; c) wenn die Geschäftsbeziehung oder die Transaktion ungewöhnlich erscheinen, es sei denn, ihre Rechtmässigkeit sei erkennbar, Art. 6 lit. a GwG; d) bei Vorliegen von Verdachtsmomenten gemäss Art. 6 lit. b GwG: wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass Vermögenswerte aus einem Verbrechen herrühren; oder die Vermögenswerte der Verfügungsmacht einer kriminellen Organisation unterliegen (Art. 260ter Ziff. 1 StGB); oder die Vermögenswerte der Terrorismusfinanzierung dienen (Art. 260quinquies Abs. 1 StGB). 3. Betroffene Kundenbeziehung: Bankbeziehung/en: Name/n, Vorname/n / Firma: Adresse / Wohnsitz / Sitz / Staat: Name/n, Vorname/n, Wohnsitz / Sitz von abweichend wirtschaftlich Berechtigten: PD-CONSULTING

2 4. Grund für die Abklärungspflicht (Art. 29 GwR VSV): 4.1 Geschäftsbeziehung mit erhöhtem Risiko (GmeR) gemäss Risikoklassierung durch den FI; 4.2 Transaktion mit erhöhtem Risiko (TmeR); Qualifizierte Transaktionen (Abklärungen zwingend), Art. 31 Abs. 4 GwR VSV Bei denen auf ein Mal oder gestaffelt Bargeld, Inhaberpapiere oder Edelmetalle im Wert von CHF 100' oder mehr physisch eingebracht oder zurückgezogen werden; Geld- und Wertübertragungen, wenn eine oder mehrere Transaktionen, die miteinander verbunden erscheinen, den Betrag von CHF 5' erreichen oder übersteigen; Transaktionen, die der FI aufgrund eigener Transaktionskriterien als Transaktionen mit erhöhtem Risiko eingestuft hat (Bsp. siehe Art. 31 Abs. 2 GwR VSV): Ungewöhnliche Höhe der Zu- und Abflüsse von Vermögenswerten; Erhebliche Abweichungen gegenüber den in der Geschäftsbeziehung üblichen Transaktionen, -volumina und -frequenzen; Erhebliche Abweichungen gegenüber den in vergleichbaren Geschäftsbeziehungen üblichen Transaktionsarten, -volumina und-frequenzen. 4.3 wenn die Geschäftsbeziehung oder die Transaktion allgemein als ungewöhnlich erscheinen. 4.4 Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass Vermögenswerte aus einem Verbrechen herrühren, der Verfügungsmacht einer kriminellen Organisation unterliegen oder der Terrorismusfinanzierung dienen. 5. Erkennung der Rechtmässigkeit Die Rechtmässigkeit der Geschäftsbeziehung bzw. der Transaktion/en ist/sind erkennbar, dokumentieren (Beweismittel): Die Rechtmässigkeit ist nicht erkennbar, besondere Abklärungen werden durchgeführt. PD-CONSULTING

3 6. Durchführung der Abklärung (Art. 33, 34 GwR VSV): Bei Anwendungsfällen von Ziffer 4 und 5 hievor beginnt der FI unverzüglich mit den besonderen Abklärungen. Abzuklären ist je nach Umständen namentlich: a) die Herkunft der eingebrachten Vermögenswerte: b) der Verwendungszweck der abgezogenen Vermögenswerte: c) die Hintergründe der Zahlungseingänge: d) der Ursprung des Vermögens der Vertragspartei und der wirtschaftlich berechtigten Person: e) die berufliche oder geschäftliche Tätigkeit der Vertragspartei und der wirtschaftlich berechtigten Person: f) die finanzielle Situation der Vertragspartei und der wirtschaftlich berechtigten Person: g) bei juristischen Personen: wer diese beherrscht: h) bei Geld- und Wertübertragungen: Name, Vorname und Adresse der begünstigten Person: PD-CONSULTING

4 7. Vorgehen, Umfang und Art der Abklärungen Die Abklärungen umfassen je nach den Umständen namentlich: das Einholen schriftlicher oder mündlicher Auskünfte bei der Vertragspartei oder der wirtschaftlich berechtigten Person; Besuche am Ort der Geschäftstätigkeit der Vertragspartei und der wirtschaftlich berechtigten Person; die Konsultation allgemein zugänglicher öffentlicher Quellen und Datenbanken; Erkundigung bei Dritten. 8. Abklärungsergebnisse Der Kundenbetreuer überprüft die Ergebnisse der Abklärungen auf ihre Plausibilität und dokumentiert sie. Aussteller (Kundenbetreuer) Kundenbetreuer (Vorname und Name) Datum Unterschrift PD-CONSULTING

5 9. Überprüfung der Abklärungsergebnisse durch die Compliance/die Geschäftsleitung Der Finanzintermediär überprüft die Ergebnisse der Abklärungen auf ihre Plausibilität und dokumentiert sie. Die Abklärungen dürfen abgeschlossen werden, sobald der FI zuverlässig beurteilen kann, ob die Voraussetzungen für eine Meldung nach Art. 9 Abs. 1 GwG vorliegen. 10. Weiterführung der Geschäftsbeziehung Weiterführung der Geschäftsbeziehung wie bisher Weiterführung der Geschäftsbeziehung mit Änderung der Risikoklassierung: Höherstufung Rückstufung Ablehnung der (neu anzubahnenden) Geschäftsbeziehung Beendigung/Abbruch der Geschäftsbeziehung Meldung der Geschäftsbeziehung der Meldestelle gemäss Art. 9 GwG. Aussteller/Kontrolle Compliance Mitarbeiter (Vorname und Name) Datum Unterschrift PD-CONSULTING

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