Webdesign ist Informationsdesign

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1 Webdesign ist Informationsdesign Benutzerorientierte Webgestaltung auf der Grundlage psychologischer Erkenntnisse Prof. Dr. Roland Mangold Informations- und Kommunikationspsychologie Studiengang Informationsdesign Hochschule der Medien, Stuttgart

2 Ablauf 18:30 Vortragsteil 1 19:15 Pause 19:30 Vortragsteil 2 20:00 Besichtigung Usability-Labor / Diskussion 20:00 Diskussion / Besichtigung Usability-Labor

3 Studiengang Informationsdesign "Information design is defined as the art and science of preparing information so that it can be used by human beings with efficiency and effectiveness. Its primary objectives are To develop documents that are comprehensible, rapidly and accurately retrievable, and easy to translate into effective action. To design interactions with equipment tat are easy, natural, and as pleasant as possible. This involves solving many problems in the design of the human-computer interface. To enable people to find their way in three-dimensional space with comfort and ease - especially urban space, but also, given recent developments, virtual space. The values that distinguish information design from other kinds of design are efficiency and effectiveness at accomplishing the communicative purpose. [ ] What we need is not more information but the ability to present the right information to the right people at the right time, in the most effective and efficient form." Robert E. Horn

4 Professuren im Studiengang Informationsaufbereitung und -präsentation Usabilit und Evaluation Werkzeuge für Multimedia und das Internet Informations- und Kommunikationspsychologie Kommunikationsdesign Informationswissenschaft und -architektur

5

6 Quelle: ARD-Online-Studie 2002 Gründe für Offliner TV, Radio und Zeitung reichen als Informationsquelle Ich brauche das Internet weder beruflich noch privat weder Zeit noch Lust, mich mit Internet zu besch. Anbieter und Tarife verwirrend u. unübersichtlich Anschaffungskosten für einen PC sind zu hoch soziale Kontakte durch Internetnutzung vernachlässigt Kosten der internetnutzung sind mir zu hoch Internetnutzung kann frustrierend sein Ich traue mir die Benutzung des Internets nicht zu Ich lehne das Internet grundsätzlich ab habe niemanden, der Einstieg ins Internet erleichtert

7 Schlussfolgerungen und Konsequenzen 1. Barriere: wenig nützliche Inhalte und Dienste 2. Barriere: Mängel bei Bedienbarkeit Nutzer werden noch immer vernachlässigt! nutzerorientierte Webangebote was bedeutet Nutzerorientierung? Webangebot, bei dem die Bedürfnisse der Nutzer berücksichtigt sind welche Bedürfnisse?

8 Orientierung/ Information geringer Aufwand Sozialkontakt Emotionen Grundbedürfnisse Bedürfnis nach Orientierung/Information zielorientierte Interaktion Neugier und Exploration Bedürfnis nach Aufwandsminimierung soziale Bedürfnisse Gruppenzugehörigkeit Beziehung Kommunikation emotionale Bedürfnisse angenehme Erlebnisse Freude Gratifikationen befriedigen Bedürfnisse

9 Orientierung/ Information geringer Aufwand Sozialkontakt Emotionen Web-Gratifikationen - Beispiele Orientierung/Information gesuchte Information nützliche Funktionen Aufwandsminimierung Inhalt erspart Weg Information rasch gefunden soziale Gratifikationen Community Web-Kommunikation emotionale Gratifikation gefälliges Layout Unterhaltung

10 Arten von Gratifikationen kurzfristige Belohnung rational - informierend emotional - unterhaltend langfristiger Nutzen

11 Nutzen- und Gratifikationsmodell Bedürfnisse/ Erwartungen erwartete Gratifikationen +/- Webangebot erhaltene Gratifikationen +/- Konsequenzen für das Handeln Aufwand

12 Webangebot als Antwort Analyse der Anforderungen Ziele Gratifikationserwartungen Nutzungsvorraussetzungen Persönlichkeit Nutzungskontexte... Webangebot

13 Anforderungsanalyse Ziele Bedürfnisse/Gratifikationserwartungen habituell situationsspezifisch Informationsverarbeitungsstile Erwartungen, Erfahrungen Verhaltensweisen technische Ausstattung Nutzungskontexte Szenarien sorgfältige Anforderungsanalyse Vorbedingung für nutzerorientierte Konzeption

14 nutzerorientierte Konzeption Anforderungsanalyse Funktionsanalyse Zielgruppenanalyse Bedürfnisanalyse sonstige Voraussetzungen Konzeption Inhaltsauswahl Strukturierung Layout Navigation

15 Zielgruppen- und Bedürfnisanalyse Abgrenzung der Zielgruppe Beispiel Junggesellen Anteil an Nutzern Besuchswahrscheinlichkeiten erfassen Bedürfnisse und Gratifikationserwartungen der Nutzer zu abstrakte Zielgruppenbestimmung konkret werden Persona(s) entwickeln Personas für Bedienungsoberflächen von Software Webangebote E-Learning-Angebote

16 Personas Name: Alter: Familienstand: Beruf: Ausbildung: Hobbies: Vorlieben: Welche Fragen trägt Persona an das Webangebot heran? Welche Ziele verfolgt sie mit dem Webangebot? Welche Voraussetzungen im kognitiven, sozial-kommunikativen und emotionalen Bereich bringt sie mit? Welche technischen Voraussetzungen liegen vor? Welche Verhaltensweisen zeigt Persona? In welchen Kontexten nutzt Persona das Webangebot? (= Szenarien)

17 nutzerorientierte Konzeption Anforderungsanalyse Funktionsanalyse Zielgruppenanalyse Bedürfnisanalyse sonstige Voraussetzungen Konzeption Inhaltsauswahl Strukturierung Layout Navigation

18 Eine oder mehrere Personas? Konsequenzen von Personas

19 Rollkoffer und andere Gratifikationen

20 nutzerorientierte Konzeption Anforderungsanalyse Funktionsanalyse Zielgruppenanalyse Bedürfnisanalyse sonstige Voraussetzungen Konzeption Inhaltsauswahl Strukturierung Layout Navigation

21 Strukturierung - Informationsarchitektur

22 Vertrauen ist gut - Kontrolle besser... kontinuierliche Überprüfung und Verbesserung Evaluation als systematisches und objektives Prüfverfahren Evaluationsverfahren Logfile-Analyse expertenorientierte Evaluation nutzerorientierte Evaluation - Fokusgruppe - User-Testing - Usability Labor - Bildschirminhalt - Verhaltensbeobachtung, Lautes Denken - Blickregistrierung

23 Usability-Labor - Fokusgruppe

24 Usability-Labor - Verhaltensbeobachtung

25 Usability-Labor - Blickregistrierung

26 Usability-Labor - Blickregistrierung

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