Geschäftsbericht 2008

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1 Geschäftsbericht 2008

2 Kennzahlen der HYPO Investmentbank AG-Gruppe In TEUR Ergebnis - IFRS-Konzern Zinsüberschuss Risikovorsorgen Provisionsergebnis Handelsergebnis Verwaltungsaufwand Sonstiges betriebliches Ergebnis Ergebnis Finanzinvestitionen Ergebnis aus Entkonsolidierung Periodenüberschuss vor Steuern Steuern vom Einkommen Periodenüberschuss nach Steuern Anteile anderer Gesellschafter am Ergebnis Konzernüberschuss nach Minderheiten Bilanz - IFRS-Konzern Bilanzsumme Forderungen an Kunden Finanzielle Vermögenswerte Verbindlichkeiten gegenüber Kunden Verbriefte Verbindlichkeiten Eigenmittel BWG-Konzern Kernkapital (Tier I) Ergänzende EM (Tier II, Tier III) Anrechenbare Eigenmittel gemäß 23 BWG Bemessungsgrundlage gemäß 22 (2) BWG Eigenmittelüberschuss Kernkapitalquote in % 12,44% 10,41% Eigenmittelquote in % 18,56% 15,52% Ressourcen Ø-Anzahl Mitarbeiter Ultimo-Anzahl Mitarbeiter Anzahl Filialen HYPO Investmentbank 2008

3 Inhalt Vorwort des Vorstandes Strategie Konzernlagebericht Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Wirtschaft 2008 international und in Österreich Die Kapitalmärkte Marktentwicklung HYPO Investmentbank AG Public Finance & Corporates - Austria Real Estate Finance Group Treasury & ALM Auslandsengagement Public Loan Management NÖ. HYPO-Bauplan NÖ. Real-Consult NÖ. HYPO-Leasing Beteiligungen Niederösterreichische Landesbank Hypothekenbank AG Erfolgsentwicklung im Konzern Human Resources Management Risikobericht Kreditrisiko Zinsrisiko Marktrisiko Liquiditätsrisiko Operationelles Risiko Sonstige Risiken Konzernausblick Konzernabschluss zum nach IFRS Inhaltsverzeichnis der Notes zum Konzernabschluss GuV, Bilanz, Eigenkapital, Konzerngeldflussrechnung Erläuterungen (Notes) zum Konzernabschluss Erklärung der gesetzlichen Vertreter Bericht des Abschlussprüfers Bericht des Aufsichtsrates HYPO Investmentbank

4 4 HYPO Investmentbank 2008

5 Vorwort des Vorstandes Vorwort des Vorstandes Strategie HYPO Investmentbank

6 6 HYPO Investmentbank 2008

7 Vorwort des Vorstandes Mit Sicherheit und Exzellenz auch in schwierigen Zeiten ein stabiler Partner! Das Jahr 2008 war ein turbulentes aber auch ein sehr spannendes Jahr. Nicht nur was die wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen weltweit betrifft, sondern auch für die HYPO Investmentbank Gruppe. Die weltweite Finanzkrise hatte weitreichende Auswirkungen auf die internationale Bankenlandschaft. Durch unsere starke Konzentration auf die Bereiche der öffentlichen Finanzierungen, Leitbetriebe und KMU war und ist die HYPO Investmentbank Gruppe glücklicherweise nicht unmittelbar von der Krise betroffen. Natürlich spüren wir die realwirtschaftlichen und psychologischen Folgen auf den Markt. Wir sind aber stolz, sagen zu können, dass wir unseren Konzern gemäß unserem Unternehmensmotto mit Sicherheit und Exzellenz 2008 zu einem positiven Ergebnis führen konnten. Die Krise wurde von uns auch als Chance wahrgenommen, um gestärkt daraus hervorzugehen und den Ausbau unserer strategischen Geschäftsfelder voranzutreiben. In dieser wirtschaftlich schwierigen Zeit hat sich einmal mehr gezeigt, dass wir über exzellente Mitarbeiter verfügen, die auch unter Druck wichtige Entscheidungen treffen können war also vor allem ein Jahr in dem wir uns in einem schwierigen Umfeld erfolgreich bewährt haben. Eine wesentliche Stütze war und ist dabei sicherlich unser starker Eigentümer - das Land Niederösterreich, der unsere Sicherheit und Kontinuität unterstützt und unterstreicht. Mit der erreichten Zusage für eine Kapitalerhöhung des Landes Niederösterreich von 50 Millionen Euro, können wir unsere hohen Kapitalquoten und die Kreditvergabe an Klein- und Mittelbetriebe, die für die Konjunkturbelebung unseres Landes einen wichtigen Impuls darstellt, auch für die Zukunft absichern. Insgesamt können wir ruhigen Gewissens behaupten, für das kommende Jahr gut aufgestellt zu sein, primär für unsere Inlands- aber auch für unsere Auslandsaktivitäten. Wir werden 2009 unseren Optimierungsprozess weiter vorantreiben, uns mit ganzer Kraft für einen Erfolg der HYPO Investmentbank Gruppe auf allen Linien einsetzen und diesen auch in einem weiterhin schwierigen Umfeld umsetzen. Wir bedanken uns bei unseren Kunden für ihre Treue und ihr Vertrauen und bei unseren Mitarbeitern für die hervorragenden Leistungen. Dr. Peter Harold Vorsitzender des Vorstands Vorsitzender des Vorstands Dr. Peter Harold HYPO Investmentbank

8 Klare Ziele in Richtung Optimierung und Expansion Die HYPO Investmentbank hat sich im Jahr 2008 ambitionierte Ziele gesteckt, die auch in den kommenden Jahren weiter verfolgt werden. Die Weichen für diese Ziele wurden bereits 2007 durch die Spaltung der Bank in die HYPO Investmentbank AG und die NÖ HYPO-Bank gestellt und 2008 durch die Neupositionierung und Neustrukturierung verstärkt. Der Ausbau der Bereiche Public Finance & Corporates sowie Real Estate in Österreich, den CEE-Ländern und Westeuropa steht an oberster Stelle der qualitativen Ziele der HYPO Investmentbank AG. Hier gilt es aktuelle Chancen aus den Folgen der Finanzmarktkrise zu nützen, Flagge zu zeigen und gut vorbereitete, selektive Expansionsschritte zu setzen. Die umfangreichen Erfahrungen und spezifisches Know how für ganzheitliche, maßgeschneiderte und nachhaltige Lösungspakete im Segment Public Finance sind nicht nur in Österreich überzeugende Argumente, sondern können auch in ausgesuchten Märkten West-, Mittelund Osteuropas genützt werden. Im Real Estate-Bereich tritt die HYPO Investmentbank weiterhin als kompetenter und zuverlässiger Finanzierungs-Partner im In- und Ausland auf. Gerade in einem schwierigen Immobilienmarkt sind Vertrauen und Finanzstärke besonders gefragt und attraktiv. Kernzielgruppe sind vor allem Büro-, Einkaufsund Logistikimmobilien sowie City-Hotels in großen Ballungszentren. Große Vielfalt, flexible Gestaltung und an den individuellen Kundenbedürfnissen orientierte Produkte zeichnen das Treasury der HYPO Investmentbank aus. Zudem wird durch effizientes Treasury die Liquidität des Konzerns sichergestellt und zur Risikodiversifikation das Nostroportfolio gestioniert. Die Position der Retail-Tochter NÖ HYPO Bank wurde 2008 als Finanzdienstleister für Privatkunden, Kleinund Mittelbetriebe sowie für Wohnbauunternehmen forciert. Die Optimierung der Beratung insbesondere auch für KMU -, die Finanzierung des Wohnbaus und der Ausbau Privat Banking sind die anvisierten Ziele als Landesbank sowohl für Niederösterreich als auch den Wiener Raum. Diese klar definierten Ziele und die Neupositionierung der HYPO Investmentbank-Gruppe sollen Topleistungen garantieren, den hohen Sicherheitsfaktor betonen und auch in Zukunft den Kunden deutlich in den Mittelpunkt stellen. Vorsitzender des Vorstandes Dr. Peter Harold und Vorstand Mag. Richard Juill 8 HYPO Investmentbank 2008

9 Strategie»Nachhaltige Lösungspakete im Segment Public Finance können auch in ausgesuchten Märkten West-, Mittel- und Osteuropas genützt werden.«hypo Investmentbank

10 10 HYPO Investmentbank 2008

11 Konzernlagebericht Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Marktentwicklung Erfolgsentwicklung im Konzern Human Resources Management Risikobericht Konzernausblick 2009 HYPO Investmentbank

12 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Wirtschaft 2008 international und in Österreich Kursentwicklung EUR/USD 1,7000 1,6000 In den letzten Monaten hat sich die Konjunkturlage deutlich verschlechtert. Die Finanzkrise hat auf die Realwirtschaft übergegriffen und zu einem weltweiten Konjunktureinbruch beigetragen. Nachdem die Wirtschaft im Euroraum im 2. und 3. Quartal schon leicht um jeweils 0,2 % geschrumpft war, hat sich das BIP-Wachstum im 4. Quartal mit -1,6 % noch deutlicher abgeschwächt. Die von der Immobilienkrise in den USA ausgehenden Finanzmarktturbulenzen belasten die Weltwirtschaft weiterhin, die Börsenkurse sind stark gefallen. Positiv wirkt der Wegfall des Inflationsdrucks, womit die Kaufkraft der Haushalte gestärkt wird. Auch die fiskalpolitischen Maßnahmen sollten zusammen mit der lockeren Geldpolitik der EZB eine Stabilisierung im Jahresverlauf ermöglichen. Durch die Abwertung des Euro wird die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft erhöht. 1,5000 1,4000 1,3000 1, Die österreichische Wirtschaft ist im dritten Quartal noch um 0,1 % gegenüber dem Vorquartal gewachsen. Im Jahresverlauf hat sich das Wachstumstempo aber beträchtlich abgekühlt. Im Jahrsdurchschnitt beträgt das Wachstum 1,8 %. Für 2009 prognostiziert das IHS ein Minus von 2,2 %, wobei Steuerreform und Konjunkturpaket einen noch stärkeren Abschwung verhindern sollen. EUR/USD Kursentwicklung EUR/CHF Die Kapitalmärkte 1,7000 1,6750 1,6500 1,6250 1,6000 1,5750 1,5500 1,5250 1,5000 1,4750 1,4500 1,4250 1,4000 EUR/CHF Schon zu Beginn des Jahres 2008 war der Konjunkturausblick alles andere als positiv. Immerhin hatte die US-Wirtschaft mit dem 4. Quartal 2007 gerade ihr erstes negatives Quartalswachstum seit der letzten Rezession 2001 hinter sich und die meisten Konjunkturindikatoren präsentierten sich schwach. Im ersten Halbjahr 2008 zeigte sich kurz ein wenig Hoffnung, als die US-Regierung rasch ein beträchtliches Konjunkturpaket umsetzte, das für eine deutliche Wachstumsbelebung im 2. Quartal sorgte (+3 % annualisiertes BIP-Wachstum). Dies war aber nur ein kurzes Strohfeuer und mit dem Auslaufen der Staatsunterstützung (im Wesentlichen Steuerrückzahlungen für US-Haushalte) rutschte die US-Wirtschaft im 3. Quartal wieder ins Minus zurück. Verstärkt wurde die ursprünglich vom schrumpfenden Immobilienmarkt herrührende Konjunktur- 12 HYPO Investmentbank 2008

13 Konzernlagebericht schwäche vor allem durch die Kreditkrise, die Refinanzierung aller Art über den Markt teilweise unmöglich machte. Mit der Pleite der US-Investmentbank Lehman Mitte September eskalierte dann die Lage auf den Märkten und die (Re-) Finanzierung zwischen den Banken bzw. über den Kapitalmarkt kam praktisch völlig zum Erliegen. Auch in Europa war bereits der Beginn des Jahres von Konjunktursorgen begleitet. Doch die Wirtschaft präsentierte sich zunächst robuster als erwartet und so dachten viele Notenbanker an eine Abkopplung von der US-Wirtschaftsentwicklung. Eine erste negative Wachstumsrate im 2. Quartal wurde noch als vorübergehender Dämpfer abgetan und der Leitzins zur Jahresmitte angehoben wie sich leider bald herausstellte Mitten in der Rezession! Der Abschwung in Westeuropa gründet in einer Vielzahl von Schocks: Der US- Konjunkturabschwung, eine starke Aufwertung des Euros, explodierende Rohstoffpreise sowie nach oben schießende Inflationsraten setzten Unternehmen und Konsumenten 2008 zunehmend zu. Doch sind nicht nur externe Ursachen zu nennen: In Großbritannien, Irland, Spanien sowie nordischen Ländern waren Immobilienmarktbooms zu beobachten, welche die US-Ausmaße zum Teil noch übertrafen. Die nunmehr schweren Rezessionen auf den Immobilienmärkten belasten die Wirtschaft dieser Länder bzw. des gesamten Euroraums. Im Verlauf des Jahres wurde zudem die Kreditkrise immer mehr zum Problem für die gesamte Zinsentwicklung in der Eurozone Wirtschaft. Der Rentenmarkt 5,0 Am EUR-Staatsanleihenmarkt lagen zu Beginn des Jahres die Renditen von deutschen Benchmarkanleihen mit einer Laufzeit von zwei bis zehn Jahren bei rund 4 %. 4,5 4,0 Zinssenkungshoffnungen, die Finanzmarktkrise bzw. Angst vor einem Konjunktureinbruch führten zunächst zu markanten Renditerückgängen. Die Rendite der zehnjährigen 3,5 3,0 Anleihe fiel bis März auf ca. 3,7 % zurück, die Markt- verzinsung der Zweijährigen reduzierte sich sogar auf 2,5 unter 3 %. In den folgenden Monaten zeigten sich die Wirtschaftsindikatoren jedoch besser, gleichzeitig stieg die 3-Monats-Euribor Swapsatz 10 Jahre Inflationsrate auf knapp 4 % p. a. an. Spekulationen auf Zinsentwicklung in der Eurozone Zinssenkungen wurden ausgepreist und im Juli hob die EZB sogar den Leitzins auf 4,25 % an. Dies führte zu starken Renditeanstiegen. Ende Juni erreichten Zehnjährige knapp die Marke von 4,7 %, Zweijährige mussten einen Renditeanstieg auf bis zu 4,8 % hinnehmen. Anfang Herbst verschärften sich dann die Spannungen auf den Finanzmärkten. Zudem zeichnet sich seither ein deutlicher Konjunktureinbruch ab und die Inflationsraten fallen steil nach untern. Die EZB senkte daher Mitte Oktober sowie Anfang November den Leitzins um je 50 Basispunkte (BP), sowie nochmals um 75 BP Anfang Dezember auf 2,5 %. Anleihenkurse konnten in diesem Umfeld stark zulegen. Die Renditen fielen auf ihre Allzeittiefs zurück Zehnjährige auf knapp 3,0 %, Zweijährige auf rund 2,0 %. Noch weitaus dramatischer waren diese Spread-Ausweitungen natürlich am Markt für Unternehmensanleihen: mit dem Bailout von Bear Stearns im März erreichte die Finanzkrise den ersten Höhepunkt. Im 2. Quartal konnten sich die Credit-Märkte erholen, die Spreads von Unternehmensanleihen engten sich ein. 5,5 HYPO Investmentbank

14 Dow Jones Industrial Index Indexpunkte Mit der Quasi-Verstaatlichung von Fannie Mae & Freddie Mac flammte aber die Kreditmarktkrise stärker denn zuvor auf. Die Insolvenz von Lehman Brothers sorgte bis dato für den größten Schock. Das Vertrauen zwischen Finanzinstituten ging schlagartig verloren. Ausgelöst durch die Lehman-Pleite herrscht große Verunsicherung an den Credit-Märkten. Die Renditeaufschläge explodieren regelrecht, sowohl bei Financial- als auch Non-Financial-Titel. Inzwischen beherrschen die Rezession und deren Auswirkungen auf die Realwirtschaft das Marktgeschehen. Dow Jones Industrial Index Dow Jones Euro Stoxx 50 Indexpunkte DJ Euro Stoxx 50 Index Der Aktienmarkt Bis zum Jahresende 2007 konnten sich die europäischen Aktienmärkte noch auf beachtlichen Niveaus halten. Erst zu Beginn des Jahres 2008 führten gestiegene Befürchtungen hinsichtlich der globalen Auswirkungen der von den USA ausgehenden Krise zu Kursstürzen, die auch den europäischen Indizes ein neuerliches Minus von zeitweise mehr als 15 % bescherten. In Folge dessen konnten sich die europäischen Aktienmärkte jedoch wieder ein wenig von den gesehenen Tiefständen entfernen. Mitte März 2008 wurden die Jahrestiefstände dann neuerlich angetestet, als schlechte Nachrichten aus dem US-Finanzsektor abermals für Unruhe auf den Kapitalmärkten sorgten. Eine gewisse Beruhigung hinsichtlich der Entwicklung der US-Konjunktur befestigte ab Ende März 2008 allerdings die globalen Aktienmärkte. Der immens gestiegene Ölpreis hat bei den Anlegern dann im weiteren Jahresverlauf wieder Ängste vor weiteren Gewinnrevisionen hervorgerufen. Zudem sorgten die hohen Inflationsraten dafür, dass speziell bei der US-Notenbank die Bereitschaft zu weiteren Zinssenkungen sank und daher per Ende Mai sogar wieder die Befürchtung von EZB-Zinserhöhungen auf den Märkten lastete. Die Situation verschärfte sich dann noch einmal bis Mitte Juli, da v. a. die Sorge um Liquiditätsprobleme und weitere Abschreibungen primär bei US-Finanzinstituten wieder stark an Bedeutung zunahm. Im Sommer dominierten wieder schlechte Nachrichten aus dem Finanzsektor und erneut aufkeimende Konjunkturängste, welche den Märkten bis Ende August eine äußerst volatile Zeit bescherten. Die Sorge vor einer systemischen Krise im Finanzsektor sorgte im September für eine massive Verschlechterung der Stimmung. Die Anleger zogen sich auf breiter Front von den Aktienmärkten zurück und sorgten dafür, dass die Indizes Mehrjahrestiefststände markierten. Im Oktober spitzte sich die Lage noch einmal zu. Im Zuge schlechter wirtschaftlicher Nachrichten wurde an den Aktienmärkten eine massive Rezession eingepreist und dementsprechend fielen die europäischen Indizes durch die Bank auf neue Mehrjahrestiefststände. Nichtsdestotrotz erreichten diese in einem äußerst volatilen Umfeld bis Dezember wieder deutlich höhere Niveaus HYPO Investmentbank 2008

15 Konzernlagebericht Marktentwicklung HYPO Investmentbank AG Public Finance & Corporates - Austria Die Abteilung Public Finance & Corporates - Austria sieht sich als Partner für Gemeinden, Städte, Länder, Regierungen und Körperschaften öffentlichen Rechts in sämtlichen Finanzfragen. Der Schwerpunkt 2008 lag einerseits in der schrittweisen Ausweitung des Geschäftes über die Landesgrenzen Niederösterreichs hinaus und andererseits im Aufbau des Corporate Geschäftes. Das Leistungsspektrum und der Tätigkeitsbereich umfasst neben der optimalen Lösung für die öffentliche Hand auch die Unternehmensfinanzierung, vorwiegend im Infrastrukturbereich. Natürlich war auch dieser Bereich der HYPO Investmentbank im Jahr 2008 durch die Finanz- und Kapitalmarktkrise geprägt, wobei die Krise als Chance genutzt werden konnte. Auf der einen Seite konnten bestehende Kundenbeziehungen durch intensiven Kontakt gefestigt werden, auf der anderen Seite speziell durch die gute Liquiditätssituation der HYPO Investmentbank auch in der Krise neue Kunden, speziell im Finanzierungsbereich, gewonnen werden. Oberstes Ziel von Public Finance & Corporates ist es, den Kunden ganzheitliche, nachhaltige Lösungen anzubieten. Selbstverständnis der Abteilung war es dabei immer, in Kenntnis der speziellen Kundenbedürfnisse, eine optimale risikobewusste Beratung und Betreuung zu bieten. Dies wurde gerade im allgemein schwierigen Jahr 2008 von allen Kunden sehr geschätzt. Von hochspekulativen Produkten wurde stets abgeraten bzw. wurden derartige Produkte nicht angeboten. Natürlich gibt es neben vielen anderen Kunden auch Gemeinden, welche bei der HYPO Investmentbank AG seit vielen Jahren Gelder in verschiedenen Produkten (Festgelder; Anleihefonds; gemischte Fonds) veranlagen. Grundsätzlich kann festgehalten werden, dass in diesem äußerst schwierigen Marktumfeld die Produkte der HYPO Investmentbank besser liegen als viele andere. Der positive Konkurrenzvergleich mit den Mitbewerberprodukten unterstreicht die konservative Anlagestrategie des Fondsmanagements des Hauses. In sämtlichen NÖ HYPO-Produkten wurde bereits frühzeitig das Risiko gezielt minimiert. Gemeinsam mit den Konzerngesellschaften (NÖ HYPO-Bauplanungs- und Bauträgergesellschaft m.b.h., NÖ. HYPO Leasinggesellschaft m.b.h., NÖ Real-Consult AG, usw.) und externen strategischen Partnern konnten 2008 auch wieder sehr interessante Immobilienprojekte - speziell im Gesundheitsbereich realisiert werden. Wie in den vergangenen Jahren lag auch im Jahr 2008 ein wichtiger Schwerpunkt in der umfassenden Beraterfunktion für das Land Niederösterreich. Auch bei der Strukturierung von großvolumigen Finanzierungen konnte trotz Liquiditätskrise die Kompetenz und Platzierungskraft von Public Finance & Corporates als Lead Arrangeur unter Beweis gestellt werden. Im Bildungsbereich wurden die Aktivitäten weiter intensiviert. So wurde gemeinsam mit der Kommunalakademie NÖ ein spezieller Finanzmanagementlehrgang entwickelt. Mit der Donau-Universität Krems konnte eine Kooperation für einen Führungskräftelehrgang für Gemeinden abgeschlossen werden. Im Berichtsjahr 2008 konnte das gesamte Ausleihungsvolumen im strategischen Geschäftsfeld Public Finance & Corporates - Austria um 3,9 % auf EUR 3.528,0 Mio. (2007: EUR 3.394,8 Mio) gesteigert werden.»oberstes Ziel ist es, den Kunden ganzheitliche, nachhaltige Lösungen anzubieten.«hypo Investmentbank

16 »Der Bereich Real Estate Finance konnte das Finanzierungsvolumen verdreifachen.«real Estate Finance Das Geschäftsjahr 2008 war gekennzeichnet durch ein besonders schwieriges makroökonomisches Marktumfeld sowie das Auftreten erster Dominoeffekte aus der US-amerikanischen Immobilienkrise bei kommerziellen Immobilienprojekten und Immobilieninvestoren in Kontinentaleuropa. Knappe und teure Liquidität brachte bereits fix vereinbarte Investmentprojekte bekannter Marktteilnehmer zum Scheitern. Der Bereich Real Estate Finance konnte sich jedoch behaupten und das Finanzierungsvolumen verdreifachen. In einem schwierigen Immobilienmarkt wurde vor allem auf risikoaverse Kreditvergaben und besondere Sorgfalt bei der Auswahl zu finanzierender Projekte geachtet. Insbesondere erfolgte dabei die Konzentration auf die Finanzierung von großvolumigen Immobilien mit höheren Margen und niedrigem Beleihungsauslauf. Auch 2008 wurde intensiv an der Weiterentwicklung des Strategiekonzeptes des Bereiches Real Estate Finance gearbeitet. Der Mitarbeiterstab wurde um weitere Experten erweitert. Somit akquiriert und analysiert derzeit ein Team von 12 Mitarbeitern die Immobilienprojekte in unseren Kernmärkten Österreich, Deutschland, Bulgarien, Ungarn, Polen, Tschechien, Slowakei und Rumänien. Den Marktturbulenzen wurde insofern Rechnung getragen, als die Gründung neuer Repräsentanzen aufgeschoben wurde und die Marktbearbeitung auch im Ausland direkt aus Österreich erfolgt. Für 2009 und die folgenden Jahre ist eine weitere Marktdurchdringung in unseren Kernmärkten vorgesehen. Die Konzentration erfolgt dabei auf große Ballungszentren in den Asset-Klassen Büro-, Einkaufsund Logistikimmobilien sowie City-Hotels. Um dieser fokussierten Strategie gerecht zu werden, wird das Immobilienteam auch weiterhin durch Immobilienfinanzierungsexperten erweitert werden. Die HYPO Investmentbank AG wird sich auch in Zukunft durch einen risikominimierenden Finanzierungszugang als zuverlässiger Finanzierungspartner für Real Estate Finance präsentieren. 16 HYPO Investmentbank 2008

17 Konzernlagebericht Group Treasury & ALM Das Jahr 2008 stand für das Treasury der HYPO Investmentbank AG vor allem im Zeichen der Reorganisation und einer Neuausrichtung. In diesem Rahmen wurden die Bereiche Money Market-FX-Fixed Income, Sales, Funding und Asset Liability Management neu etabliert. Neben der Hauptaufgabe des Bereiches Money Market-FX-Fixed Income, nämlich der Sicherung der kurzfristigen Liquidität und Fremdwährungsgestionierung, wurden Maßnahmen für die Neuinstallation eines Front Office Systems für Money Market-FX-Fixed Income und Derivate gesetzt. Für das Wertpapiergeschäft wurde bereits im 2. Quartal 2008 mit dem Einsatz von Bloomberg/POMS eine professionelle State-of-the-Art Kontrahierungsmöglichkeit geschaffen. Für die Gruppe Funding stand die Sicherung der langfristigen Finanzierung des HYPO Konzerns im Vordergrund. Trotz des schwierigen Marktumfeldes konnte nicht zuletzt durch Akquisition neuer institutioneller Kunden ein Volumen von nahezu EUR 500 Mio. platziert werden. Um langfristige internationale Fundingpotentiale weiter auszuschöpfen, wurde die Auflage eines Debt Issuance Programmes gestartet, dessen Finalisierung im 1. Halbjahr 2009 erfolgen wird. Weiters hat das Treasury der HYPO Investmentbank AG das Rating des öffentlichen Deckungsstockes eingeleitet und mittlerweile abgeschlossen. Der Deckungsstock hat nun ein Aaa-Rating durch Moody s und wird dadurch das Platzierungspotential öffentlicher Pfandbriefe nochmals deutlich erhöhen. In der Gruppe Sales wurden durch den Einsatz des neuen Produkts integrierte Finanzsteuerung neue Kundenschichten angesprochen und gewonnen. Insbesondere im Zinsderivategeschäft wurden mehrere erfolgreiche Transaktionen abgeschlossen. Die neu geschaffene Gruppe Asset Liability Management fokussierte sich wie schon Ende 2007 auf den weiteren Abbau von Credit-Risk. Um den Wertminderungen aus dem Credit-Bereich entgegenzuwirken, wurden sehr erfolgreich Zinsstrategien umgesetzt, welche im Rahmen des aktiven Managements der Fristentransformation einen wesentlichen Ertragsbestandteil für die HYPO Investmentbank darstellten.»der Deckungsstock hat ein Aaa-Rating durch Moodys.«HYPO Investmentbank

18 Auslands-Engagement Die HYPO Investmentbank AG hat im Jahr 2008 gut vorbereitete, selektive Schritte gesetzt, um den neuen strategischen Fokus der weiteren Expansion im Auslandsgeschäft zu etablieren. Dies erfolgte einerseits durch eine Intensivierung der Cross Border Aktivitäten aus St. Pölten/Wien und andererseits durch ein verstärktes Engagement im Rahmen von Niederlassungen vor Ort: 1. Public Finance & Corporates International Im Zuge der Neuausrichtung der HYPO Investmentbank AG wurde der Bereich Public Finance & Corporates International (PFI) als strategisches Geschäftsfeld definiert. Es wird auf folgende Zielkunden fokussiert: Public Finance (Ausländische öffentliche Kunden bzw. öffentlichkeitsnahe Kunden in ausgewählten Ländern, Gemeinden und Städten) Klassische Infrastruktur - Transport, wie z.b. Eisenbahnen, öffentlicher Transport, Flughäfen, Straßen, Autobahnen - Abfallentsorgung, Abwasseranlagen, Wasseraufbereitung - Energie, wie z.b. Energieerzeuger und Energiedistributeure Soziale Infrastruktur (Gesundheitsmanagement wie z.b. Spitäler und Pflegeheime, öffentliche Gebäude, Ausbildung wie z.b. Schulen, Universitäten und Studentenwohnheime sowie öffentlicher Wohnbau) Ausgewählte strategische (systemrelevante) Kommerzkunden Bei der Produktpalette wird auf maßgeschneiderte, individuelle Lösungspakete, die von Mittel- bis Langfristkrediten, über Anleiheprodukte und dem Ankauf von Forderungen oder Wechseln bis zu Sale & Lease Back-Konstruktionen, PPP-Modellen und strukturierten Projektfinanzierungen reichen können, gesetzt. Dabei wird auf das eigene Know-how sowie auf das gut gepflegte Netzwerk zu nationalen und internationalen Förderinstitutionen und Entwicklungsbanken (z.b. OeKB, EIB, EBRD oder Weltbankengruppe inklusive MIGA) zurückgegriffen. Die Zielgebiete umfassen neben den Ländern mit eigenen HYPO Investmentbank-Repräsentanzen (Tschechien, Ungarn) bzw. Ländern in denen Beteiligungen aufgebaut werden (Bulgarien und Mazedonien), in einer ersten Ausbauphase Deutschland und den CEE/SEE-Raum (Rumänien, Slowenien, Polen und Kroatien). Auf selektiver Basis (z.b. Russland und die Ukraine) werden auch Projekte in anderen Ländern strukturiert. 2. Real Estate Finance Im Jahr 2008 hat sich die HYPO Investmentbank AG auch bei Immobilien-Finanzierungen im Ausland etabliert. Die Konzentration erfolgte dabei auf die Märkte Deutschland, Ungarn und Slowakei. Konkret sind an dieser Stelle die Refinanzierung eines Logistikportfolios, eines Portfolios von Fachmarktzentren sowie die Finanzierung eines gemischt genutzten Objektes in der Fußgängerzone einer deutschen Großstadt zu nennen. Im Jahr 2009 wird diese Auslandsstrategie um die Länder Polen, Bulgarien und Rumänien erweitert. Zum Zeitpunkt der Drucklegung dieses Berichtes sind gerade mehrere Finanzierungsprojekte in diesen Ländern in der Deal-Pipeline. Selektiv werden auch vereinzelt Projekte in Städten wie Amsterdam, Paris oder London geprüft. Insbesondere wird in den ausländischen Zielmärkten die weitere gesamtwirtschaftliche Entwicklung sowie die Entwicklung auf den lokalen Immobilienmärkten genau beobachtet. Zielkunden im Auslandsgeschäft sind international tätige Immobilienveranlagungsgesellschaften, 18 HYPO Investmentbank 2008

19 Konzernlagebericht Immobilienentwicklungsgesellschaften und Asset Management Gesellschaften, Immobilienfonds sowie vermögende Privatpersonen und Stiftungen. 3. Auslandsrepräsentanzen der HYPO Investmentbank 2008 betrieb die HYPO Investmentbank drei eigene Repräsentanzen im Ausland: In Prag, Bratislava und Budapest. Diese agierten insbesondere als verlängerter Arm der Abteilungen Public Finance International und Real Estate Finance in wichtigen Zielmärkten. Tschechien In Tschechien wurde im Jahr 2008 auf zwei Bereiche Public Finance und Real Estate - fokussiert. Im Bereich Public Finance konzentrierte man sich vor allem auf den Ausbau der Geschäfte mit der öffentlichen Hand. Ebenso wurden die Kontakte zu Baufirmen, Developmentfirmen, zu Beratungs- und EU-Förderungsagenturen erweitert und vertieft. Für 2009 ist die systematische Bearbeitung und Abwicklung der einzelnen Projekte in Public Finance und Real Estate geplant. Ungarn Vom boomenden Gemeinde-Anleihen-Emissionsmarkt Ungarns konnte die HYPO Investmentbank auch 2008 vermehrt profitieren. Neben den Lead Management Tätigkeiten wurden mit renommierten Kooperationspartnern auch erfolgreich Beratungsdienstleistungen in Form von strategischen Entwicklungsplänen für die durch Förderungen gekennzeichnete EU-Budgetperiode bis 2013 und finanzielle Maßnahmepläne für das operative Tagesgeschäft der Gemeinden angeboten. Durch die Zusammenarbeit mit einheimischen Banken konnten auch komplementäre Synergien genutzt und Top-Segment Kunden vermehrt angesprochen werden. So hat die HYPO Investmentbank 2008 bereits emittierte Gemeinde-Anleihen von Finanzinstituten erworben. Slowakei Aufgrund der Entscheidung der HYPO Investmentbank AG, sich auf einem neuen strategischen Feld Kommerzimmobilien - zu engagieren und aufgrund des starken Baubooms in der Slowakei wurde überwiegend dieses Segment bearbeitet. Hier konnten sehr gute Ergebnisse im Hinblick auf die Volumina und die Qualität der realisierten Geschäfte erzielt werden. Die HYPO Investmentbank-Kunden gehören nicht nur zum Top-Segment in der Slowakei, sondern auch in der Region Mitteleuropa.»Weiterer Ausbau der Marktposition in CZ, SK, HU.«Auf dem Gebiet Public Finance wurden die Kundenbeziehungen weiter in Richtung individueller Beratung ausgebaut. In Zusammenarbeit mit langjährigen Kunden und Partnern der Bank werden komplexe Lösungen aus Österreich angeboten. Gemeinsam mit neuen Kollegen der Abteilung Public Finance International wird eine neue Strategie der Ansprache der Gemeinden und Städte sowie der Gebietskörperschaften vorbereitet. Für 2009 ist geplant, die kommunalen Betriebe und Handelsgesellschaften im Eigentum der Öffentlichen Hand sowie auch Gesellschaften, welche die Entwicklung der Infrastruktur sichern (Verpflichtung der slowakischen Regierung bei EU-Beitritt), anzusprechen. Angesichts der weltweiten Finanzkrise, der problematischen Situation in der EU und dem Potenzial der Slowakei werden die Chancen im Segment der Finanzierung der Infrastrukturprojekte auch in Zukunft durchaus positiv gesehen. Schließung Bratislava: Aufgrund der stark verbesserten Verkehrsanbindungen zwischen Wien und Bratislava in den letzten Monaten, werden die Auslandsaktivitäten der HYPO Investmentbank AG in der Slowakei mit Beginn 2009 ausschließlich von Wien aus durchgeführt, da die Zielprojekte primär im Raum Bratislava liegen. HYPO Investmentbank

20 »Ausweitung der Geschäftsaktivitäten auf neue Märkte in SEE.«4. Bulgarien und Mazedonien Joint Venture mit Alfa Finance Holding Die HYPO Investmentbank AG hat ihre Auslandsaktivitäten noch weiter intensiviert und im September 2008 ein Abkommen mit der bulgarischen Alfa Finance Holding für eine langfristige enge Zusammenarbeit im Finanzdienstleistungsbereich unterzeichnet. Das Ziel der Partnerschaft ist, hochqualitativen Service in Bulgarien, Mazedonien und anderen südosteuropäischen Ländern anzubieten. Geplant ist die Gründung eines für Bulgarien und Mazedonien neuen Bankentyps mit Fokus auf Public Finance, Infrastruktur und Immobilienfinanzierungen, Corporate Banking sowie M&A Beratung. Die besonderen Synergien in dieser Partnerschaft liegen in der Kombination aus innovativen und erfahrenen lokalen Experten auf Seiten der Alfa Finance Holding und einer stabilen finanzstarken Bank mit viel Know-how am Public Finance Sektor auf Seiten der HYPO Investmentbank AG. Die Alfa Finance Holding ist eine führende bulgarische Industrie- und Finanzgruppe, mit drei Hauptgeschäftszweigen: industrielle Mineralien (Kaolin), finanzielle Dienstleistungen (Financia Gruppe) und Immobilien (Real Estate - Alfa Developments). Die Gruppe ist in Bulgarien und Südost Europa aktiv. Die beiden Banken werden unter den Namen Danubius Bank Bulgaria bzw Mazedonia firmieren. In Bulgarien laufen die Vorbereitungen für die neue Bank auf Hochtouren. Im Rahmen einer unmittelbar nach dem Signing aufgesetzten grenzüberschreitenden Projektstruktur wird an der Erlangung der Banklizenz, der Implementierung der Produkte, Prozesse, des Kernbankensystems, am Personal-Recruiting und an der Organisationsstruktur gearbeitet. Die Bank soll gleichzeitig mit dem Closing des Joint Venture Agreements mit ihrer Geschäftstätigkeit beginnen. In Mazedonien wird an der Integration der derzeit zu fast 100% im Eigentum der Alfa Finance Holding stehenden Capital Bank JSC Skopje gearbeitet. In einer ebenfalls grenzüberschreitenden Projektstruktur wird in einem ersten Schritt sichergestellt, dass zum Zeitpunkt des Closings und damit auch der Etablierung der Zielbeteiligungsstruktur alle aufsichtsrechtlich erforderlichen lokalen und österreichischen Meldevorschriften als auch Meldeverpflichtungen erfüllt werden. In der Folge läuft ein Change Projekt, das in der derzeit hauptsächlich im Privat- und Geschäftskundenbereich aktiven - Bank auch die Etablierung der geplanten Geschäftsfelder sicherstellt und eine Integration der mazedonischen Bank und ihrer Mitarbeiter in die neue Struktur gewährleistet. Neben den beiden Banken wird die HYPO Investmentbank AG auch Minderheitsaktionär an den Tochtergesellschaften der Financia Group AD, die ebenfalls im (Nichtbanken-)Finanzsektor tätig sind. Über diese zusätzlichen Finanzbeteiligungen wird es möglich sein, in Bulgarien und Mazedonien ein breites Portfolio an Bank- und Finanzdienstleistungen anzubieten. Die Etablierung der beiden Banken in Bulgarien und Mazedonien erfolgt, bedingt durch die weltweite Finanzkrise, in einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld. Die Joint Venture Partner sind überzeugt, gerade durch diesen antizyklischen und gut vorbereiteten Einstieg die Möglichkeit zu haben, schon bald rentable Projekte finanzieren zu können. 20 HYPO Investmentbank 2008

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