Dataport Geschäftsbericht Gemeinsam gestalten, nachhaltig agieren

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1 Dataport Geschäftsbericht 2012 Gemeinsam gestalten, nachhaltig agieren

2 2 Impressum Herausgeber: Dataport Anstalt des öffentlichen Rechts Altenholzer Straße 10-14, Altenholz Telefon: (0431) Internet: Redaktion: Britta Heinrich (verantwortlich), Kirsten Wohlfahrt, Thomas Schulze, Stefan Törmer Layout: Christina Walter Reproduktion: Freie und Hansestadt Hamburg, Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung Auflage: 3 800, Juli 2013

3 Dataport Geschäftsbericht Inhalt Seite Brief des Vorstands 4 01 Visionen, Strategien, Handlungsfelder 8 02 Mitarbeit und Gesellschaft Markt, Kunden, Lösungen Technik, Innovation, Anforderungen Gremien und wirtschaftliche Lage 50

4 4 Brief des Vorstands Liebe Leserin, lieber Leser, seit Dezember 2012 ist unser Vorstandsteam wieder vollständig. Mit Claudia Güsken haben wir eine in Personal- und Finanzfragen erfahrene Kollegin gewonnen. Sie kommt von der Lufthansa CityLine. Jetzt ist sie bei Dataport und schärft unseren Blick für Prozesse und die personalstrategischen und wirtschaftlichen Herausforderungen, denen sich unser Unternehmen stellen muss. Als kleinen Willkommensgruß konnten wir Claudia Güsken zum Einstand eine neue Entgeltordnung (EGO) vorlegen, auf die wir uns im Dezember in Verhandlungen mit den Gewerkschaften geeinigt haben. Dataport ist der erste IT-Dienstleister der öffentlichen Verwaltung, der sein Tarifsystem mit einer IT-kompatiblen Entgeltordnung an die Anforderungen der Branche anpasst. Dataport ist ein leistungsstarkes, gesundes Unternehmen. Dementsprechend stark und attraktiv wollen wir uns auch auf als Arbeitgeber aufstellen. Ein wichtiges Ereignis im vergangenen Jahr stellte die Erweiterung der Träger von Dataport dar. Zum ist der IT-Verbund Schleswig-Holstein AöR (ITVSH) sechster Träger geworden. Im ITVSH haben sich Kommunen zusammengeschlossen, die an der IT-Partnerschaft und den Synergieeffekten im Dataport-Verbund teilhaben möchten. Dataport ist der erste öffentliche IT-Dienstleister, der von Ländern und Kommunen getragen wird. Wir bieten damit nicht nur für die Stadtstaaten Hamburg und Bremen, sondern auch für das Flächenland Schleswig-Holstein eine ausbaufähige Plattform für die Zusammenarbeit von Land und Kommunen im E-Government. Mit dem kommunalen Träger haben wir einen wichtigen Meilenstein erreicht. Die eigentliche Herausforderung steht uns noch bevor, nämlich diese Zusammenarbeit mit Leben zu füllen hat Dataport im Auftrag seiner Träger entscheidende Weichen gestellt, um Breite und Tiefe der Kooperation weiter zu entwickeln. Kooperation

5 Dataport Geschäftsbericht 2012 Brief des Vorstands 5 erzeugt Synergieeffekte durch Umsetzung gemeinsamer IT-Lösungen. Gleiche Infrastrukturen und Dienstleistungen müssen nicht von mehreren Ländern redundant vorgehalten werden. Das Vorantreiben der Endgeräte-Standardisierung in den Verwaltungen von Bremen und Hamburg und den Steuerverwaltungen der Träger zeigt, dass es auch anders geht. Die Einführung eines gemeinsam betriebenen Personalmanagementsystems für Hamburg und Schleswig-Holstein markiert einen weiteren wichtigen Schritt bei der Umsetzung länderübergreifender IT-Lösungen. Dataport prägt die Kooperation der Trägerländer auf Augenhöhe. Das Modell Dataport umfasst Flächenstaaten, Stadtstaaten und Kommunen, eine im öffentlichen Sektor einzigartige Konstellation. Unsere Träger gestalten Dataport als Eigentümer, ein klarer Vorteil gegenüber Outsourcing. So können die Träger ihre IT-Zusammenarbeit unter Wahrung ihrer föderalen Eigenständigkeiten über ihren IT-Dienstleister steuern und koordinieren. Eine Bestätigung für dieses Kooperationsmodell ist das manifeste Interesse des Landes Sachsen-Anhalt, dem Kreis der Träger beizutreten. Die hierfür erforderlichen rechtlichen Grundlagen sind geschaffen. In den nächsten Wochen und Monaten wird in den Trägerländern das Ratifizierungsverfahren des Dataport- Staatsvertrages eingeleitet und abgeschlossen werden. Bei unseren Kunden bedanken wir uns für das Vertrauen und die konstruktive Zusammenarbeit. Bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bedanken wir uns für ihren Einsatz und ihr Engagement für Unternehmen und Kunden. Der Einsatz aller für und bei Dataport macht den Erfolg unserer IT-Kooperation aus. Dr. Johann Bizer Claudia Güsken Andreas Reichel

6 6 Vorstand Dr. Johann Bizer geboren 1960 in Bonn, Studium der Rechtswissenschaften in Göttingen, Bonn und Frankfurt am Main mit anschließender Promotion, Rechtsreferendariat, wissenschaftlicher Assistent am Institut für öffentliches Recht der Universität Frankfurt am Main, stellvertretender Landesbeauftragter für den Datenschutz beim Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz (ULD) in Schleswig-Holstein. Dr. Johann Bizer ist seit November 2011 Vorstandsvorsitzender und verantwortlich für den Unternehmensbereich Lösungen. claudia güsken geboren 1971 in Dinslaken, geprüfte Bilanzbuchhalterin (National/International), seit 2002 in verschiedenen führenden Funktionen bei der Lufthansa CityLine GmbH in Köln tätig, zuletzt als Personalleiterin, zuvor Führungsfunktionen in den Unternehmensbereichen Rechnungswesen und Finanzbuchhaltung. Claudia Güsken ist seit dem 1. Dezember 2012 Vorstand für den Unternehmensbereich Ressourcen. Andreas Reichel geboren 1957 in Görlitz, Studium der Betriebswirtschaftslehre in Frankfurt am Main, Projektleiter bei IBM-Business Partner Syspart und bei IBM Deutschland Niederlassung Hamburg, Leiter der Hamburger Niederlassung und Mitglied der erweiterten Geschäftsführung von IBM Deutschland, VicePresident Sales and Markets und Mitglied der Geschäftsleitung Atos Origin Deutschland und Zentraleuropa. Andreas Reichel ist seit dem 1. Juli 2009 Vorstand für den Unternehmensbereich Technik.

7 Dataport Geschäftsbericht 2012 Vorstand 7 Matthias Kammer Dr. Johann Bizer Andreas Reichel Dr. Johann Bizer, Claudia Güsken, Andreas Reichel

8 8 01 Visionen, Strategien, Handlungsfelder Gemeinsam die Informationstechnik von morgen gestalten. Heute. Die Partner im Dataport-Verbund treiben Entwicklung und Betrieb gemeinschaftlicher IT-Lösungen weiter voran. Das schafft Synergien. Technischer Fortschritt ermöglicht es zudem, IT-Kooperation in der Tiefe auszubauen.

9 Dataport Geschäftsbericht

10 10 01 Visionen, Strategien, Handlungsfelder Dataport ist IT-Kooperation. Im Auftrag der Trägerländer entwickelt Dataport Lösungen für IT-Anwendungen und gemeinschaftlichen Betrieb von IT-Infrastrukturen. Das erzeugt Synerigen und wirtschaftliche Vorteile. Neue Technologien wie Cloud Computing können die Tiefe von Kooperation ausbauen. Von Cloud Computing spricht man, wenn Anwendungsprogramme, Rechenleistung oder Speicherplatz über ein Netzwerk bezogen werden: über das Internet ( Public Cloud ) oder über ein geschlossenes Netzwerk ( Private Cloud ). Für Verwaltung kommt aufgrund der der Sensibilität der Daten, mit denen sie arbeitet, nur die sichere Private Cloud in Frage. Private Nutzer sind längst in der Cloud: Wer zum Beispiel eine Mail-Adresse bei GMX oder Google hat, Speicherdienste wie Dropbox nutzt, verwendet Cloud-Dienste. Die Trägerländer von Dataport leben seit 2004, seit Gründung von Dataport, die Zusammenarbeit in der Informationstechnik (IT). In der IT kooperieren kann man in Fläche und Tiefe. In der Fläche ist IT-Kooperation möglich durch das Entwickeln, Einführen und Betreiben gemeinsamer Lösungen. Ein Beispiel dafür ist das gemeinsam betriebene neue Personalmanagementsystem für Hamburg und Schleswig-Holstein, das Dataport derzeit in beiden Ländern sowie in Kommunen von Schleswig-Holstein einführt (Projekt KoPers, Kooperation Personaldienste ). In der Tiefe können IT-Partner Kooperation umsetzen durch den Betrieb gemeinsamer IT-Infrastrukturen. Ein Beispiel ist das Data Center Steuern (DCS), das gemeinsame Steuerrechenzentrum der Trägerländer von Dataport. Dass mehrere Bundesländer ein gemeinsames Rechenzentrum für ihre Finanzverwaltungen gemeinsam betreiben, ist derzeit einmalig in den öffentlichen Verwaltungen der Bundesrepublik legten Träger des Dataport-Verbundes einen weiteren Baustein für den Ausbau der IT-Kooperation im Infrastrukturbereich mit dem Vorhaben Cloud Mail. Gemeint ist damit der Einsatz von Cloud-Technologie in der Mail-Infrastruktur. Die Beweggründe, hier möglicherweise auf gemeinsame Infrastrukturen zu setzen: Jedes Bundesland hält für seine Mail-Kommunikation redundant eine eigene IT-Infrastruktur bereit. Meist basiert sie auf dem de facto-standard Microsoft Exchange. Eine mögliche Maßnahme, die Redundanzen im Mail-Betrieb durch fortgeschrittene Informationstechnologie abzulösen, ist die Einführung von Cloud Computing. So wäre es für mehrere IT-Partner möglich, durch Cloud- Technologie die für die Mail-Kommunikation notwendige-infrastruktur gemeinsam zu betreiben. Gemeinsam betriebene Infrastruktur ist für IT-Partner kostengünstiger als das Vorhalten redundanter Infrastrukturen. Die Überlegungen, Cloud-Technologie für die -Kommunikation einzusetzen und dadurch IT-Kosten der öffentlichen Verwaltung zu senken, hat 2012 auch den IT-Planungsrat von Bund und Ländern bewegt, das zentrale Steue-

11 Dataport Geschäftsbericht Visionen, Strategien, Handlungsfelder 11 rungsgremium für IT in den Verwaltungen von Bund und Ländern beauftragte er die Freie und Hansestadt Hamburg (FHH) mit einer Machbarkeitsstudie, die nachweisen sollte, ob ein Cloud- -Dienst technisch umsetzbar ist. Dataport hat diese Untersuchung für die FHH erstellt. Erstmals wurden damit die Möglichkeiten einer Cloud-Lösung auf Bund-Länder-Ebene ausgelotet. Das Ergebnis: Die Cloud Mail für die Verwaltung ist möglich. Sie bietet Kostenvorteile aufgrund von Skaleneffekten bei allen wesentlichen Faktoren wie Server, Storage, Lizenzen und Personal. Die Stückkosten, also die Kosten pro Postfach pro Monat, können mit einer Cloud-Lösung um mehr als 50 Prozent gesenkt werden, sofern genügend Teilnehmer kooperieren. Denn beim Cloud Computing herrscht, wie im Einkauf, das Prinzip: Masse senkt Kosten. Synergieeffekte durch die Cloud Cloud Computing ist Neuland für die Verwaltung. Es mangelt noch an Cloud-fähigenAnwendungen; für die Cloud eignen sich nur standardisierte Verfahren. Zudem gelten für Daten der Verwaltung in der Cloud besonders hohe Anforderungen an die Sicherheit der Daten. Mit dem Fortschritt möglicher Cloud-basierter Lösungen für den öffentlichen Sektor erweitert sich jedoch im Dataport-Verbund die Möglichkeiten, gemeinsame IT-Lösungen umzusetzen, auch basierend auf Cloud Computing-Technologie. So können die Träger von Dataport ihre IT-Kooperation in der Tiefe ausbauen und weitere Kosten sparen. Dataport unterstützt sie dabei. Weitere Vorteile ergeben sich, wenn Prozesse und Organisationstruktur an die neuen Bedingungen, seien es IT-Lösungen im Allgemeinen oder Cloud- Lösungen im Speziellen, angepasst werden. Durch die Cloud-Aktivitäten auf Bund-Länder-Ebene angeregt, haben Dataport-Träger 2012 ebenfalls ein gemeinsames Cloud-Projekt angestoßen. Die Träger Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein beauftragten Dataport, eine Vorstudie zu erstellen, welche die Umsetzbarkeit des Cloud-Mail-Konzeptes in den einzelnen Landesverwaltungen analysiert wird die länderspezifische Umsetzung für die Dataport-Träger untersucht werden, verbunden mit den Kostenvorteilen für jeden Träger gegenüber solitär betriebenen Infrastrukturen. Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern, für die Dataport im Bereich der Steuer-Informationstechnik IT-Leistungen erbringt, haben zudem Interesse, eine Cloud-Mail-Lösung für die Steuerverwaltung einzusetzen. Eine Cloud-Mail wäre ein weiterer Schritt zu mehr Tiefe in der Kooperation im Bereich der Infrastrukturen. Kooperation in der IT ist zwar zunächst nichts Neues in der Verwaltung. Seitdem die elektronische Datenverarbeitung vor vier Dekaden Einzug in der Verwaltung gehalten hat, kooperieren Bundesländer zum Beispiel bei der Entwicklung von Software im Steuer- oder Justizbereich. Ein gemeinsamer länderübergreifender IT-Betrieb hat indes keine Tradition. Sollte es zu einer Umsetzung der Bund-Länder-Cloud-Mail über den IT-Planungsrat kommen, könnte bundesweit das

12 12 BASIS-PC auch für Bremen Zwei Länder, eine IT-Lösung: Dataport führt in der Freien und Hansestadt Hamburg und im Land Schleswig-Holstein ein gemeinsames IT-System für Personalmanagement ein. In Schleswig-Holstein wird es auch in den Kommunalverwaltungen implementiert. Das neue Verfahren wird künftig für Angestellte, Beamte und Pensionäre in der Hamburger Personalverwaltung sowie für Mitarbeiter und Pensionäre in den Personalverwaltungen Schleswig-Holsteins eingesetzt (Land und Kommunen). Der Verfahrensverbund ist offen für weitere Partner; die Freie Hansestadt Bremen hat bereits Interesse geäußert, dritter Partner zu werden. Grundlage ist das IT-Projekt Kooperation Personaldienste (KoPers). Im Januar 2009 hatten Hamburg und Schleswig-Holstein in einem Verwaltungsabkommen vereinbart, für die IT-Unterstützung des Personalmanagements ein IT-Verfahren gemeinsam zu beschaffen und zu betreiben. erfolgen, was die Träger von Dataport schon seit 2004, also seit Unternehmensgründung, praktizieren: Synergien für alle Trägerländer durch gemeinsamen IT-Betrieb nach dem Prinzip Einer für alle herzustellen. Zum Beispiel mit dem Data Center Steuern (DCS) in Rostock: Das Data Center Steuern ist das gemeinsame Steuerrechenzentrum der Finanzverwaltungen der Länder Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen. Hier werden die Steuerdaten der 14 Mio. Einwohner aller fünf Trägerländer von Dataport berechnet. Der partnerschaftliche Betrieb der Rechenzentrumsinfrastruktur lohnt sich: Die Trägerländer sparen jährlich 20 Prozent der Kosten, die bei einem solitären Betrieb anfallen würden. Stets hohen Stellenwert haben bei Dataport Datenschutz und Datensicherheit. Das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz (ULD) in Kiel ist in das Vorhaben Dataport-Cloud Mail eingebunden. Das ULD ist die für Dataport zuständige Aufsichtsbehörde für Datenschutz. So wie für die Sicherheit der Daten und Verfahren gesorgt werden muss, gilt auch für die Mail- Kommunikation: Sie muss sicher sein. Auch das spricht für eine Cloud-Lösung mit Dataport, denn das Rechenzentrum von Dataport arbeitet nach dem IT-Grundschutz des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Standardisierung in der Steuer-IT Die Cloud-Mail ist noch nicht umgesetzt die Steuer-Cloud aber schon. Wer wie die Träger-

13 Dataport Geschäftsbericht Visionen, Strategien, Handlungsfelder 13 länder von Dataport einen gemeinsamen IT-Dienstleister hat, kann seine Informationstechnik länderübergreifend organisieren und standardisieren. Mit Vorteilen für alle an dieser Kooperation beteiligten Partner. Die Vision hierbei: für gleiche Aufgaben vom Arbeitsplatz bis zum Rechenzentrumsbetrieb eine standardisierte Infrastruktur einzusetzen. Standardisierung der Infrastrukturen ermöglicht es, Rechner einheitlich auszustatten, Verfahren, die bislang dezentral installiert waren, in das Rechenzentrum von Dataport zu verlagern und die Optimierung der Geschäftsprozesse technisch und organisatorisch voranzutreiben. Standardisierte IT-Lösungen sind die Grundlage für eine wirkungsvolle Optimierung der Geschäftsprozesse. Im Steuerbereich ist die Vision, vom Endgerät bis zum Rechenzentrumsbetrieb die IT-Infrastruktur eines Fachgebiets durchgängig zu standardisieren, bereits jetzt mit dem Projekt Norddeutscher Steuer-Client Wirklichkeit geworden hat Dataport den Betrieb von rund Endgeräten in den Finanzämtern in Schleswig- Holstein, Hamburg, Bremen, Mecklenburg- Vorpommern und Niedersachsen auf eine neue technische Basis gestellt. Die Fachverfahren wurden dazu von den Rechnern in den Finanzämtern in das Data Center Steuern, dem Steuerrechenzentrum in Rostock, verlegt. Die Motive zur Zusammenarbeit im Bereich der Steuer-IT liegen auf der Hand. Strategisch verfolgen die Länder mit der Etablierung des Data Center Steuern den konsequenten Ausbau der Kooperation, um Synergieeffekte für alle Partner herzustellen. Das Prinzip Ein Rechenzentrum für eine Fachlichkeit nach dem Modell des Steuerrechenzentrums ist auch für andere Ressorts denkbar. Voraussetzung dafür ist vor allem der politische Wille zur Zusammenarbeit. Erfolgsmodell Kooperation Eine Bestätigung für den Grundsatz der Dataport-Partnerschaft Gemeinsam können wir es besser ist, dass sich 2012 in einem weiteren Bundesland die Bereitschaft formiert hat, dem Verbund beizutreten: Die Landesregierung von Sachsen-Anhalt hat den Beitritt beschlossen und zur Abstimmung an das Parlament überwiesen. Ein Beitritt zum Dataport-Verbund wird per Staatsvertrag beschlossen, die Parlamente aller Trägerländer sind beteiligt. Das Verfahren war bis Juni 2013 noch nicht abgeschlossen. Vom Beitritt eines weiteren Trägers profitieren alle Part km Rohrtrassen km Kabel in Hamburg Arbeitsplätze in Mecklenburg-Vorpommern Stand: 06 / 2013 Dataport: IT-Infrastruktur und IT-Betrieb für mehrere Bundesländer km Leitungen Arbeitsplätze in Bremen Kabelschächte Postfächer in Schleswig-Holstein Arbeitsplätze in Schleswig-Holstein Postfächer in Hamburg

14 14 ner, weil weitere Skalen- und Synergieeffekte möglich werden. Dass sich IT-Kooperation wirtschaftlich lohnt, belegt auch ein Vergleich mit IT-Unternehmen der Privatwirtschaft: Wer sich an Dataport beteiligt, profitiert von guten Preisen: Dataport ist in Kosten, Produktivität und Qualität konkurrenzfähig. Das belegte 2012 erneut ein Benchmark des IT-Analysten Gartner. Dataport misst sich regelmäßig mit anderen, auch mit Unternehmen der Privatwirtschaft. Das IT-Benchmark ergab, dass die durchschnittlichen Kosten für den Desktop-Betrieb bei Dataport unter den durchschnittlichen Kosten der Vergleichsgruppe liegen. Neustart des Printzentrums Lüneburg Nichts geht mehr ohne IT: Die Arbeit der öffentlichen Verwaltung ist tief von Informationstechnik und elektronischen Prozessen durchdrungen. Doch Papier wird auch noch ausgedruckt an die Bürgerinnen und Bürger verschickt: Steuerbescheide, Genehmigungen oder Bescheide bei Ordnungswidrigkeiten zum Beispiel. Auch bei der für den Druck von Bescheiden notwendigen IT-Infrastruktur hat Dataport 2012 einen weiteren Schritt zu mehr Kooperation innerhalb des Dataport-Verbundes getätigt. Das Printzentrum Lüneburg dient seit 2012 als Backup für die gesamte Druckkapazität des Steuerverbundes der fünf Trägerländer. Das Printzentrum druckt und kuvertiert jährlich rund 60 Millionen Seiten für die niedersächsische Steuerverwaltung. Durch die von Dataport geschaffene Backup-Lösung kann es nun im Notfall für den Steuerdruck der Länder Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern einspringen. Der Steuerdruck dieser Bundesländer erfolgt im Druck- und Kuvertierzentrum Altenholz, das jährlich rund 130 Millionen Seiten produziert, davon 65 Millionen Seiten für die Steuerverwaltung. Synergien als strategisches Ziel Gemeinsam eingeführte und betriebene, standarsdisierte IT-Verfahren, Cloud Computing im Dataport-Verbund, fortschreitende Standardisierung in der Steuer-IT der fünf Trägerländer: Der Ausbau der Tiefe der IT-Kooperation im Dataport-Verbund stellt ein auf das Erzeugen von Synergien zielgerichtetes Handeln von Dataport dar, welches sich auch aus den strategischen Zielen des Unternehmens ableitet. Denn Synergien für die Trägerländer herzustellen durch Standardisierung und Reorganisation der IT ist Kernaufgabe und Ziel von Dataport. Festgehalten sind die strategischen Handlungsfelder in dem 2012 in Kraft getretenen Zielbild Es umfasst die Bereiche Kunden, Finanzen, Personal und Prozesse. Ziel im Handlungfeld Kunden ist zum Beispiel, dass Dataport seine Träger bei der Fortentwicklung ihrer IT-Strategien unterstützt und es ihnen ermöglicht, durch IT-Kooperation Synergien zu erzeugen. Im Handlungfeld Finanzbereich verpflichtet sich Dataport, Leistungen zu marküblichen Preisen zu erbringen, sich Benchmarks zu stellen und einen Beitrag zur Haushaltskonsolidierung zu leisten. Im Handlungsfeld Personalbereich lautet das Ziel, dass Dataport zum Nutzen der Träger Technik- und Verwaltungskompetenz vereint. Im Handlungfeld Prozesse verpflichtet sich Dataport, agil auf Kundenanforderungen zu reagieren, ökologisch nachhaltigzu wirtschaften und ein hohes Niveau an Datenschutz und Datensicherheit zu bieten.

15 Dataport Geschäftsbericht Visionen, Strategien, Handlungsfelder 15 Standardprogramme statt Insellösungen Welchen Stand welche Perspektiven hat der norddeutsche IT-Verbund? Hans-Henning Lühr, Staatsrat der Bremer Senatorin für Finanzen und Vorsitzender des Verwaltungsrates von Dataport, gibt Auskunft. Die norddeutsche Globalisierung schreitet voran. Der Dataport- Verbund wird mit dem geplanten Beitritt von Sachsen-Anhalt größer. Der IT-Betrieb der Länder wächst immer mehr zusammen und schafft neue Synergieeffekte: Die Steuerfachverfahren sind im Data Center Steuern konsolidiert, Hamburg und Bremen bedienen sich der gemeinsamen BASIS-Infrastruktur bei der Arbeitsplatzbetreuung, Bremen kooperiert nun auch mit Schleswig-Holstein bei der Nutzung und Entwicklung des Ein gemeinsames Personalabrechnungs- und -verwaltungssystem entsteht in der Form von KoPers. Immer dort, wo neue Beschaffungen getätigt werden, können die Dataport-Träger sich zusammenschließen und durch gemeinsame Projekte Kosten sparen. Und nicht nur das. Insellösungen werden durch Standardprogramme ersetzt. Die Prozesse in den Ländern werden aneinander angeglichen. So steigt die die Qualität, und Sicherheit der IT wird gesteigert. Die Norddeutsche Globalisierung 2.0 geht in die Produktion! Konkret erwarten sich die Trägerländer solchen Nutzen bei den prioritären Maßnahmen. Zu ihnen gehört die Zusammenführung bzw. enge Abstimmung der Verzeichnisdienste, der Active Directories. Eine Arbeitsgruppe ist bereits eingesetzt, bespricht die dafür notwendigen Standards und plant die zeitliche Umsetzung dieses Vorhabens. Dataport wird dabei besonders datenschutzfreundliche Lösungen umsetzen und entsprechende Vorschläge für gemeinsame Betriebsformen bei gleichzeitiger Wahrung der Datenschutzprinzipien, insb. die Zweckbindung, gewährleisten. Ein zweites Projekt ist das gemeinsame IT-Sicherheitsmanagement, das durch ein CERT (Computer Emergency Response Team) ergänzt wird, das bei Sicherheitsvorfällen und Krisen zielgruppengerecht die IT der Trägerländer (Hamburg, Schleswig-Holstein, Bremen) mit aktueller und konkreter Hilfestellung versorgt. Aufgabenumfang und Ressourcenbedarf werden 2013 gemeinsam festgelegt.

16 16 Statistikdaten sind sicher aufgehoben Das Verfahren Landesinformationssystem (LIS) läuft sicher auf den Servern von Dataport, nach dem IT-Grundschutz des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz in Kiel und der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit bestätigten dies dem Statistikamt Nord, das mit LIS bei Speicherung und Auswertung von Daten arbeitet. Ausgezeichnet: Dataport bietet faire Traineeships Dataport bietet faire Traineeships an und ist 2012 mit dem Trainee-Siegel ausgezeichnet worden. Die Auszeichnung erhalten Unternehmen, welche die Charta karrierefördernder und fairer Trainee-Programme umsetzen. Unter anderem müssen Vergütung und Dauer in sinnvollem Verhältnis zu Lerninhalten stehen. Die Trainees sollen von Anfang an verantwortungsvolle Aufgaben übernehmen. Die Vergabe des Siegels wurde von der Absolventa GmbH, dem Institut für Personalwirtschaft der Ludwig-Maximilian-Universität München, der Süddeutschen Zeitung und Unternehmen der Privatwirtschaft initiiert. Erfolgreiche Kooperation auf Augenhöhe Dataport ist ein Beispiel für gelungene Fusion im öffentlichen Sektor, von dem andere Organisationen lernen können. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Potsdamer Institute for egovernment (IfG.CC), das die Entstehung von Dataport untersucht hat. Diese Faktoren waren für den Fusionserfolg entscheidend: Gleichberechtigung; Freiwilligkeit; bereits vor der Fusion Kooperation der Partner; ein Wir-Gefühl. Die Untersuchung beschreibt am Beispiel Dataport die Faktoren, die über den Erfolg von Fusionen im Public Sector entscheiden.

17 Dataport Geschäftsbericht Visionen, Strategien, Handlungsfelder 17 Premiere für ein IT-kompatibles Tarifsystem Dataport hat 2012 eine neue Entgeltordnung auf den Weg gebracht. Sie ist auf die Bedürfnisse eines IT-Unternehmens abgestimmt und ersetzt die überholten Tätigkeitsmerkmale des Bundesangestelltentarifvertrages (BAT). Sie sorgt für eine einheitliche, nachvollziehbare Eingruppierung der IT-Berufe, aufgabengerechte Bezahlung und ermöglicht künftig Fachkarrieren. Dataport ist der erste IT-Dienstleister der Verwaltung, der sein Tarifsystem an die Anforderungen der Informationstechnik anpasst. Keine Zukunft für Papier und Drucker Die Abteilung IT-Beschaffung verzichtet seit 2012 auf Papier. Gut für Umwelt und Etat, weil Papier und Toner gespart werden konnte Dataport dadurch Papierbriefe und deren Porto einsparen. Die Einführung eines Dokumentenmanagementsystems schuf die Basis, Daten revisionssicher zu speichern. Die Kommunikation erfolgt per oder über B2B-Schnittstellen, die Datensätze zwischen Dataport und Lieferanten übertragen. Namibias Schüler rechnen mit Dataport 2012 hat Dataport 122 Rechner und 43 Bildschirme gespendet, die nun in Schulen in Namibia im Einsatz sind. Damit unterstützt Dataport das Charity Network. Die Organisation sammelt bei Unternehmen ausgemusterte, noch funktionstüchtige Rechner ein und organisiert Transport, Aufbau der Rechner und Schulungen. Schwerpunkt der Auslieferung waren Schulen in den ländlichen Gebieten der Volksgruppe der San. Durch diese Aktion will eine namibische Bildungsinitiative Schülern in weniger entwickelten Regionen Zugang zu modernen Lernmethoden verschaffen.

18 18 02 Mitarbeit und Gesellschaft Nicht nur Technik verändert Gesellschaft und Arbeitswelt. Auch der demografische Wandel. In Zukunft stehen Unternehmen weniger Menschen im erwerbsfähigen Alter zu Verfügung. Diese Zukunft beginnt jetzt. Für Arbeitgeber heißt das: attraktiv zu sein, innovativ, karrierefördernd, fair. Und interessant für die Generation Y.

19 Dataport Geschäftsbericht

20 20 02 Mitarbeit und Gesellschaft Es braucht keine Spezialkenntnisse, um aus den Bevölkerungsstatistiken herauszulesen, dass es bald weniger Menschen im arbeitsfähigen Alter geben wird. Unternehmen ringen auf dem Markt der Talente um Fachkräfte. Dataport stellt sich darauf ein, zum Beispiel mit einem neuen Tarifsystem. An diesen Fakten kommt kein Unternehmen und keine Behörde vorbei: Wir werden weniger. Wir werden älter. Weil es immer weniger Menschen im arbeitsfähigen Alter geben wird, müssen Unternehmen deshalb in Zukunft immer mehr um Fachkräfte konkurrieren. Die Zukunft beginnt jetzt. Wer auf dem Spezialistenmarkt der IT-Fachkräfte bestehen will, muss als Unternehmen jetzt handeln. Besonders für die Verwaltung gilt: Der Kampf um die Köpfe wird hart werden, denn IT-Dienstleister der Verwaltung werben mit der Privatwirtschaft um Entwickler, IT-Berater, Netz- Spezialisten, Hard- und Software-Experten. Das Rennen macht, wer attraktiv als Arbeitgeber ist, attraktiv in Aufgaben und Arbeitsatmosphäre, attraktiv aber auch in ausgeglichenen Rahmenbedingungen für Arbeit und Privatleben. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wollen im Beruf gefordert und gefördert werden, aber auch Zeit für ihren Lebenspartner, ihre Kinder oder ihre Hobbies haben. Die Erwartung, Zeit für Kinderbetreuung zu haben, bedeutet für einen Arbeitgeber, flexible Arbeitszeiten zu ermöglichen. Ebenso zählt die Bezahlung hat Dataport einen wichtigen Baustein gelegt, um auf dem Arbeitsmarkt noch attraktiver zu werden und Karriere nicht nur als Führungskraft, sondern auch als Fachspezialist zu ermöglichen was im bisherigen Tarifrecht nicht möglich gewesen war. Dataport hat im Dezember 2012 nach vierjährigen Verhandlungen eine neue Entgeltordnung verabschiedet. Eine Premiere im öffentlichen Sektor: Dataport ist der erste IT-Dienstleister der öffentlichen Verwaltung, der sein Tarifsystem auf die Bedürfnisse des IT-Sektors abstimmt und Fachkarrieren ermöglicht. Bislang galt für IT-Unternehmen der Verwaltung das veraltete Eingruppierungsrecht des Bundesangestelltentarifvertrages (BAT). Es stammt zum Teil noch aus den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts. Um sich im Personalbereich innovativ aufzustellen und das Karrierespektrum zu erweitern, hat sich Dataport dazu entschieden, eine eigene Entgeltordnung zu erarbeiten. Das berufliche Spektrum wird nun in vierzehn Berufsbildern ( Referenzaufgaben ) abgebildet, zum Beispiel Administrator, Entwickler oder IT-Berater. Ein Katalog beschreibt, welche Anforderungen innerhalb einer Entgeltgruppe erfüllt werden müssen. Das neue Tarifsystem ermöglicht eine einheitliche und nachvollziehbare Eingruppierung der IT-Berufe und eine aufgabengerechte Bezahlung. Dataport fördert so die Entwicklung einer Fachkarriere. Eine interessante Option für Bewerber oder Spezialisten im Unternehmen, die einen Karrieresprung machen wollen, ohne dafür die bislang übliche Personalverantwortung zu übernehmen. Künftig gilt beides: Karriere mit Personalverantwortung und als Fachkraft. Die Entgeltordnung ergänzt den Haustarifvertrag, über den Dataport schon seit 2008 verfügt, und trat am in Kraft. Dataport setzt auf Ausbildung und Nachwuchsförderung, präsentiert sich auf Jobmessen, geht Partnerschaften mit Schulen ein, um junge Leute für die Verwaltungs-IT zu begeistern. Erfolgreich: Das Unternehmen ist durch Neu-

21 Dataport Geschäftsbericht Mitarbeit und Gesellschaft 21 einstellungen immer jünger geworden betrug das Durchschnittsalter 44,6 Jahre haben 32 Auszubildende bei Dataport den Einstieg ins Arbeitsleben begonnen. In zehn Ausbildungsgängen bildet Dataport aus, vom Fachinformatiker für Systemintegration über den Ingenieur für Elektrotechnik bis zu dualen Studiengängen wie Public Administration oder Wirtschaftsinformatik. Im Schnitt bewegen sich jedes Jahr über 100 junge Menschen bei Dataport, die hier eine Ausbildung oder einen dualen Studiengang absolvieren. Vielleicht der Beginn einer längeren Bindung. Wer bei Dataport gut ausgebildet worden und bereit für lebenslanges Lernen ist, soll in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen werden. Auch hiermit setzt Dataport Zeichen: Es bietet jungen Leuten eine Perspektive und bildet zugleich für den eigenen Bedarf qualifiziertes Personal aus. Dataport liegt bei der Telearbeit im Trend und unterstützt seit Unternehmensgründung die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, flexibel zu arbeiten. Laut dem Verband BITKOM arbeitete Anfang 2013 ein Drittel der Berufstätigen regelmäßig von zu Hause, 13 Prozent gelegentlich.. In Balance: Arbeit und Privates Work Life Balance schlägt Bundesliga. Zumindest bei Google. Gibt man an einem Tag im April 2013 in der Suchmaschine den Begriff Work Life Balance ein, wirft sie 444 Millionen Suchergebnisse aus. Bundesliga erzielt 116 Millionen Treffer, Angela Merkel 60 Millionen. Google eignet sich zwar nur begrenzt als Indikator für Top-Themen, da die Ergebnisse nicht neutral sind. Sie zeigen aber, wie oft ein Begriff verlinkt wird oder in Dokumenten auftritt. Davon leitet der Algorithmus ab, wie populär er ist. Auch für Dataport ist das Thema Work Life Balance relevant. Unternehmen im IT-Sektor sind rasanten Entwicklungen unterworfen, fordern viel Einsatz von den Beschäftigten. Dataport legt Wert darauf, dass anspruchsvolle Arbeit kompatibel ist mit einem Leben nach dem Feierabend. Bausteine dafür sind Flexibilität, Teilzeit- und Telearbeit. Standards bei Dataport. Work Life Balance ist für eine der Zielgruppen von Dataport entscheidend, die so genannte Generation Y, die mittlerweile Forschungsobjekt der Soziologen ge-

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