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2 Selten schön. Selten chancenreich. Ein physisches Investment in Technologiemetalle und Seltene Erden. Technologiemetalle und Seltene Erden werden für nahezu jedes Hightech-Produkt benötigt und kommen vorwiegend aus China. Das Land der Mitte verknappt das Angebot und andere Anbieter brauchen noch Jahre für eine rentable Produktion. Experten gehen daher von deutlichen Preissteigerungen aus. Mit TRADIUM können Investoren davon profitieren. Als einer der größten und renommiertesten europäischen Händler bietet TRADIUM Ihnen die Möglichkeit, physisch in diese viel versprechende Anlageklasse einzusteigen. Zu attraktiven Konditionen und mit einem selten guten Sicherheitskonzept: Die Lagerung Ihrer wertvollen Rohstoffe erfolgt im Hochsicherheitszolllager unseres Partners METLOCK GmbH. So gute Infos gibt es selten: , tradium.com 2

3 Editorial Frank Pöpsel, Chefredakteur Bleibende Werte Seit zehn Jahren zahlen die Deutschen mit dem Euro und trotzdem trauern immer noch viele der D-Mark nach. Die gilt, erst recht in der Rückschau, als Inbegriff von Stabilität und Wohlstand; und dass die Gemeinschaftswährung seit ihrer Einführung rund 25 Prozent an Wert verloren hat, verstärkt das Misstrauen nur. Im Gefühl der Verbraucher hat der Euro ohnehin mehr als ein Viertel an Kaufkraft verloren: An der Tankstelle oder im Supermarkt bestätigt er seinen Ruf als Teuro immer wieder neu. Die offizielle Inflationsrate von mehr als zwei Prozent erscheint da vielen geschönt. Und tatsächlich lassen neuere Methoden zur Berechnung der Geldentwertung Spielraum für Interpretationen (s. Roundtable S. 12). Hierzulande werden da schnell alte Ängste vor einem Totalverlust der Ersparnisse wach. Die europäische Dauerkrise mit ihren Staatsschuldenbergen kann da keinen beruhigen. Stabiler als die Versicherungen der Euro-Retter ist da allemal Bewährtes: Gold und Silber (s. S. 4) sind immer noch klassische sichere Häfen, Immobilien (s. S. 16) offerieren Lösungen für Anleger und Selbstnutzer, Private-Equity-Fonds (s. S. 25) bieten Investitionen in Zukunft und Flugzeug-Beteiligungen (s. S. 28) die Chance auf beständige Erträge. Und eines haben alle Sachwerte gemeinsam: Sie trotzen Krisen schon seit mehr als zehn Jahren. Impressum Der große Sachwerte-Planer ist ein Gemeinschafts-Spezial von FOCUS-MONEY und führenden Sachwerte-Anbietern. Er enthält eine bevorzugte Behandlung der Kooperationspartner und deren Produkte. Redaktion: Michael Groos, Uli Kühn, André Weikard, Thomas Wolf Verlag: Die Verlagsbeilage erscheint in der FOCUS Magazin Verlag GmbH. Verantwortlich für den redaktionellen Inhalt: Frank Pöpsel Nachdruck ist nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlags gestattet. Druck: Vogel Druck und Medienservice GmbH & Co. KG, Leibnizstraße 5, Höchberg Stand: 2/2012 INHALT 4 Gold Auch wegen seiner überschaubaren Stückelung ist das gelbe Metall rund um den Globus als sicherer Hafen begehrt. Neue Kursrekorde winken. Kehrseite der Medaille: Das gilt auch als böses Omen für eine weitere Zuspitzung der Finanzkrisen Roundtable FOCUS-MONEY lud zwölf Substanzwertexperten an einen Tisch und diskutierte mit ihnen über die Vor- und Nachteile von Gold, Immobilien und unternehmerischen Beteiligungsmodellen 16 Immobilien Für jeden Geldbeutel steht reichlich Auswahl zur Verfügung vom selbst genutzten Eigenheim über vermietete Eigentumswohnungen bis zu klein gestückelten Fondslösungen 25 Private Equity Fonds mit nicht börsennotierten Unternehmen beteiligen sich an geldwerten Ideen, ungewöhnlichen Forschungen und gestandenen Substanzwerten 28 Flugzeuge Wenn die Qualität der Partner stimmt, verheißen Airbus & Co. einen stetigen und gut kalkulierbaren Einnahmenstrom Fotos: Can Stock Photo (2), istockphoto (2), Vectorstock, Dreamstime, S. Ugurlu/FOCUS-MONEY Composing: FOCUS-MONEY 3

4 Gold SICHERE INVESTITION Tresor: Sachwerte wie Gold versprechen Schutz vor Finanz- und Währungskrisen 4

5 Gold interessiert mich nicht, erklärte jahrelang Folker Hellmeyer. Doch dann änderte der Chef-Anlagestratege der Bremer Landesbank radikal seine Meinung. Das westliche Finanzsystem hat Krebs, diagnostizierte Hellmeyer schon Seitdem rät er zu Gold-Investments. Begründung: Anleger brauchen Investments außerhalb des Finanzsystems. Hellmeyer steht mit seiner Diagnose nicht allein. Immer mehr Anleger setzen bei ihren Investitionen heute weniger auf Finanzpapiere wie Aktien und Anleihen und suchen stattdessen die Sicherheit von Gold, Immobilien und anderen Sachwerten. Besonders eindrücklich zeigt das die Preisentwicklung beim Gold. Seit 2001 klettert der Preis des Edelmetalls nahezu ungebremst nach oben. Mit rund 1700 Dollar pro Feinunze (31,1 Gramm) ist Gold heute siebenmal teurer als vor zehn Jahren. Selbst schmerzhafte Korrekturen, etwa der Preiseinbruch im vergangenen Herbst, verunsichern die Goldfans nicht. Das Umfeld für Gold bleibt positiv, erklärt Ronald-Peter Stöferle, Goldexperte der österreichischen Erste Bank. Schließlich biete das Edelmetall als einzige Anlageklasse ausreichend Schutz gegen einen deutlichen Vermögensverlust. Ähnlich sehen es die Analysten der renommierten BCA Research aus Kanada. Dank der expansiven Geldpolitik der amerikanischen und europäischen Zentralbanken wird der Goldpreis neue Höhen erklimmen, schreiben die Berater in ihrem jüngsten Ausblick. Ihren Lesern, überwiegend institutionelle Investoren, empfehlen sie: Auch wenn der Goldpreisanstieg schon relativ weit fortgeschritten ist, macht es weiter Sinn, Gold zu besitzen als Schutz in einer unsicheren Welt. Was den Profis recht ist, kann Privatanlegern nur billig sein. Jeder, dem seine finanzielle Zukunft am Herzen liegt, sollte Gold kaufen, ermutigt Stöferle Investoren. Schließlich sei Gold das einzige staatenunabhängige Zahlungsmittel, das bisher noch jede Krise und jeden Staatsbankrott überlebt habe. Bis vor wenigen Jahren konnten sich viele Anleger solche Horrorszenarien allenfalls in den Schwellenländern vorstellen. Doch inzwischen steigt auch hierzulande die Gefahr, denn trotz aller Bemühungen steigt die Verschuldung der westlichen Industriestaaten immer weiter. Schon jetzt ist die Summe gigantisch: Fast 15 Billionen Dollar schulden die USA ihren Gläubigern. In der Euro-Zone sieht es nicht viel besser aus: Griechenland ist de facto pleite. Irland und Portugal stehen möglicherweise kurz davor. Selbst große Euro-Länder wie Italien und Frankreich stehen gefährlich nahe am Schuldensumpf. Viele Notenbanken fluten daher die Finanzmärkte mit neuem Geld, damit nicht das gesamte Wirtschafts- und Finanzsystem kollabiert. Der Bankrott einer großen Volkswirtschaft würde auch Banken und Börse in den Abgrund ziehen. Schreckgespenst Inflation. Angesichts der expansiven Geldpolitik werden denn auch die Inflationssorgen größer. Dem Kaufkraftverlust des Geldes folgt häufig ein Vertrauensverlust. Laut einer Umfrage der Steinbeis-Universität in Berlin haben mittlerweile schon 70 Prozent der Deutschen Angst vor einer stark ansteigenden Inflation. Mehr als die Hälfte der von der Steinbeis-Universität Befragten befürchten zudem eine Währungsreform. Dabei spielt es keine Rolle, ob es künftig einen neuen Euro oder wieder die alte Deutsche Mark gibt die Mehrheit bangt schlichtweg um ihr Erspartes. Es verwundert daher nicht, dass der Schutz vor Inflation und die Geldmenge und BIP in den USA +90 Entwicklung seit , in konstanten Preisen Beängstigende Entwicklung Vor allem in den Vereinigten Staaten wächst die Geldmenge seit der Finanzkrise 2008 viel stärker als die Wirtschaftsleistung des Landes. Immer mehr Anleger fürchten sich deshalb vor Inflation, Geldentwertung und einem Währungskollaps. reales BIP der USA US-Geldmenge M1 in Mrd. US-Dollar Quelle: Thomson Reuters Datastream % Zinsniveau und Rendite mit Goldinvestments Günstiges Umfeld Gold bringt vor allem dann hohe Erträge, wenn die realen Zinsen negativ sind so wie derzeit. Unter realen Zinsen verstehen Experten die Zinsen nach Abzug der Inflationsrate. An dieser Situation wird sich in den nächsten Jahren wenig ändern, schätzen Volkswirte. reales Zinsniveau weltweit Rendite mit Goldinvestments Quelle: Citigroup Global Markets %

6 Suche nach einer wertstabilen Geldanlage immer wieder als die wichtigsten Gründe genannt werden, um in Gold zu investieren. Gold wird von Anlegern immer weniger als bloßer Rohstoff betrachtet, sondern zunehmend als zuverlässiges Zahlungsmittel geschätzt, weiß Erste-Bank-Mann Stöferle. Nach seiner Überzeugung ist Gold vor allem deshalb so begehrt, weil die Menge des Edelmetalls relativ konstant ist. Im Durchschnitt wächst der Goldbestand nur um etwa 1,5 Prozent pro Jahr und damit deutlich langsamer als die weltweite Geldmenge. Das schafft Sicherheit und Vertrauen in die künftige Kaufkraft des Edelmetalls, erläutert Stöferle. Inflation führt jedoch nicht nur dazu, dass das Vertrauen in Papiergeld schwindet. Zusammen mit niedrigen (nominalen) Zinsen vernichtet die Inflation ganz real Vermögen. Liegt nämlich die Inflationsrate höher als die Zinsen, machen Anleger unterm Strich Verlust. Nach Abzug der Inflationsrate wird das Ersparte immer weniger wert. Jeder, der heute in Deutschland Geld auf dem Sparbuch liegen hat oder Bundesanleihen besitzt, erlebt diese Geldvernichtung am eigenen Leib. Der Besitz wertstabilen Goldes ist in solch einer Situation dagegen attraktiv. Ohnehin lässt sich mit Gold im Depot die Rendite erhöhen. Auch wenn der Blick auf die jüngste Kursentwick- lung anderes vermuten lässt: Der Goldpreis schwankt weniger stark als viele andere Anlageklassen. Außerdem zeigt das Edelmetall langfristig kaum einen Gleichlauf mit Aktien, Währungen oder Anleihen es entwickelt sich also relativ losgelöst vom Auf und Ab am Kapitalmarkt. Eigenschaften, die Anleger nutzen sollten: So ergab eine Studie des World Gold Council, dass ein Depot mit einem Goldanteil zwischen 3,3 und 7,5 Prozent langfristig mehr Rendite abwirft als ein Depot ohne Gold gerade in schlechten Börsenzeiten. Allerdings: Kurseinbrüche sind in einem Bullenmarkt nichts Ungewöhnliches. So dürfte es auch künftig immer wieder Gewinnmitnahmen durch Spekulanten geben. Ebenfalls normal ist, dass Investoren kurzfristig in alternative Anlageklassen umschichten oder schlichtweg Geld brauchen und deshalb Gold verkaufen. Immer wieder Chancen. Langfristig orientierte Anleger nutzen solche Kursrückgänge und stocken ihren Goldbestand sukzessive auf, denn ein Trend ist ganz deutlich: Die Nachfrage nach dem Edelmetall steigt kontinuierlich. Vor allem das Interesse aus Asien steigt. Gut 60 Prozent der weltweiten Goldnachfrage stammen aus China und Indien. Dort hat das Edelmetall vor allem als Barren, Münzen und Schmuck eine lange Tradition und genießt einen viel höheren Stellenwert als hierzulande. Edelmetalle. Münzen. Barren. der schein trügt. gold nicht. schützen sie ihr vermögen. investieren sie intelligent in edelmetalle. pro aurum münchen telefon: +49 (89) Web: pro aurum Berlin telefon: +49 (30) Web: 6 pro aurum dresden telefon: +49 (351) Web: pro aurum Bad homburg telefon: +49 (6172) Web: pro aurum düsseldorf telefon: +49 (211) Web:

7 Allein im dritten Quartal 2011 kletterte in China die private Nachfrage nach Gold um 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ein Trend, der dank steigender Einkommen und zunehmender Inflationssorgen in der Region anhalten dürfte. Sogar die Notenbanken stärken inzwischen wieder die Nachfrageseite. Lange Zeit trennten sich die Währungshüter in vielen westlichen Industrieländern regelmäßig von einem Teil ihrer Goldreserven. Dieses Verhalten hielt den Goldpreis niedrig. Seit 2011 nehmen allerdings die Verkäufe rapide ab. Gleichzeitig zeigen die Notenbanken der Schwellenländer verstärktes Interesse am Edelmetall. Vor allem Länder wie Russland, China und Indien wollen so das Risiko ihrer Devisenreserven meist die Papierwährung US-Dollar streuen. Eine viel versprechende Entwicklung: Immerhin sind die Goldreserven einiger Schwellenländer bislang kaum der Rede wert. Für anhaltend hohe Nachfrage dürften auch die zahlreichen politischen Risiken rund um den Globus sor- Das Umfeld für Goldinvestments bleibt weiterhin günstig. Wem seine finanzielle Zukunft am Herzen liegt, der sollte Gold kaufen Ronald Stöferle, Goldexperte der Erste Bank, Österreich Ad-TRD-Rohstoffmesse_A4_DE-2012_Druck_Layout :41 Seite 1 gen. Immer wenn es in der Welt drunter und drüber geht, ist Gold gefragt. Im Moment haben solche Gefahren zwar keinen dominanten Einfluss auf den Goldpreis, aber das kann sich schnell ändern. Die zunehmende Nachfrage trifft jedoch auf ein kaum wachsendes Angebot. Derzeit liegt die sogenannte Stock-to-flow-Ratio bei 65. Das heißt: Es würde 65 Jahre dauern, bis mit der aktuellen Jahresproduktion so viel Gold produziert wäre, wie es derzeit gibt. Das Verhältnis dürfte sich sogar noch erhöhen. Denn trotz steigendem Goldpreis sinkt die Anzahl neuer Goldfunde. Zugleich wird es immer kostspieliger und mühsamer, das Edelmetall aus der Erde zu holen. Außerdem kommt es in einigen Gold produzierenden Ländern auf Grund einer schlechten Infrastruktur immer wieder zu längeren Produktionsausfällen. Und nicht zu vergessen: Ein Großteil der weltweiten Goldproduktion befindet sich in Regionen, die politisch alles andere als stabil sind. 7

8 Dennoch besitzen Privatanleger erst wenig Gold. Zwar beklagen sich Goldhändler nicht über zu wenig Kundschaft, bislang liegt der Goldanteil am gesamten Vermögen allerdings bei nicht einmal drei Prozent. Noch weniger Gold im Portfolio haben so manche Großinvestoren, allen voran Versicherungen und Pensionsfonds. Zum Vergleich: In den 1970er-Jahren war es gang und gäbe, ein Fünftel des Vermögens in Gold zu investieren. Für viele Experten ist allein die geringe Menge an Gold in den Depots vieler Anleger ein Indiz dafür, dass es trotz der bereits gesehenen Preissteigerungen noch keine Blase am Goldmarkt gibt. Verläuft die Goldpreis- Entwicklung wie in der letzten großen Hausse Ende der 70er-Jahre, werden Goldinvestments sogar noch wesentlich spannender (siehe Grafik unten). Sicherheit mit Goldbarren und -münzen Doch wie investieren Anleger am besten in Gold? Mehrere Zugangswege existieren: Wer den Super-GAU an den Finanzmärkten erwartet, dürfte sich mit Goldmünzen oder -barren im Tresor am wohlsten fühlen. Wer vor allem kurz- bis mittelfristig am Goldboom verdienen möchte, greift zu physisch gesicherten Gold-ETCs. Das sind börsengehandelte Zertifikate, bei denen der jeweilige Emittent die entsprechende Menge an Goldbarren als Sicherheit hinterlegt. Mit Goldaktien beziehungsweise entsprechenden Fonds partizipieren Investoren indirekt am Goldpreis. Dafür könnte aber der Gewinn umso größer ausfallen, denn Minenaktien sind derzeit unterbewertet und besitzen entsprechendes Aufholpotenzial. Für alle Investoren, die im Gold in erster Linie Sicherheit und erst an zweiter Stelle Rendite suchen, bleiben Goldmünzen oder kleine Barren das Mittel der Wahl. Auch wenn Horrorszenarien wie Währungsreform oder Hyperinflation Deutschland (und der Welt) hoffentlich erspart bleiben, taugen Münzen zur Absicherung für einen Teil des Vermögens. Zudem sichern sie in wirklichen Krisenzeiten eine gewisse Liquidität. Sinnvoll sind jedoch nur Barren und Münzen in gängigen Größen (s. Tabelle S. 11). Diese beginnen bei einem Gramm und enden bei Goldbarren mit 12,4 Kilogramm. In der Regel dürften Anleger jedoch kaum Barren und Münzen von über einem Kilo kaufen. Luft nach oben Goldpreisentwicklung seit 1968 und seit 2002 Nimmt man die Entwicklung des Goldpreises Preis vom bis während der letzten Gold-Hausse als Maßstab, dann erscheint selbst der starke Preisanstieg in den vergangenen zehn Jahren gering. Preis vom bis Anzahl der Jahre % Quelle: ETF Securities Research 8

9 Anzuraten sind zudem verschiedene Stückelungen. Dabei gilt jedoch zu beachten, dass beim Kauf von Münzen und Barren ein Aufgeld auf den Goldpreis anfällt. Immerhin wollen die Prägeanstalt und der Händler auch bezahlt sein. In der Regel liegt das Aufgeld bei Stückelungen über einer Unze in vergleichsweise engen Spannen. Vorausgesetzt, es handelt sich um gängige Goldmünzen und Barren. Bei kleineren Stückelungen steigt das Aufgeld schnell an. Anleger sollten sich daher genau überlegen, ob sie vielen kleine Münzen bzw. Barren den Vorzug vor wenigen größeren Losgrößen geben. Ein großer Vorteil von gängigen Münzen und Barren ist die Befreiung von der Abgeltungsteuer, wenn die Haltedauer ein Jahr übersteigt. Nachteil des physischen Goldes ist dagegen die Aufbewahrung. Die Möglichkeiten reichen vom eigenen Safe mit Absicherung (bis zu einem gewissen Maß) durch die Hausratversicherung bis zum Bankschließfach mit eingeschränkter Verfügungsgewalt und höheren Kosten sowie Mischformen davon. Weitere Bestände an physischem Gold, die über das normale Maß einer ersten Absicherung hinausgehen, halten viele Anleger eher in Form von besicherten ETCs. Bei dieser speziellen Art von Zertifikaten entfällt das Lagerungsproblem, das mit Münzen und Barren einhergeht. Bei einigen ETCs wie etwa Xetra-Gold (ISIN: DE000A0S9GB0) ist sogar eine Auslieferung des Goldes an den Anleger möglich. Diese ist jedoch mit Kosten verbunden. Deshalb dürfte es meist sinnvoller sein, den Bedarf an physischem Gold direkt bei Banken, Sparkassen oder Goldhändlern zu kaufen. Großer Hebel bei Goldfonds Die steuerliche Behandlung von physisch hinterlegten Goldzertifikaten ist noch nicht endgültig geklärt. Voraussetzungen für eine Steuerfreiheit nach einem Jahr sind, dass das Gold ausgeliefert werden kann und der ETC zu 100 Prozent mit Gold hinterlegt ist. Jedoch erkennt dies noch nicht jedes Finanzamt an. Daher sollten Anleger bei Nichtanerkennung Einspruch einlegen. Neben ETCs, Münzen und Barren bieten Finanzinstitute auch Goldkonten an. Bei einem kompletten Zusammenbruch des Finanzsystems inklusive Bankenpleiten böten sol- Goldpreis und Goldfonds Entwicklung seit , auf Euro-Basis Goldpreis BGF World Gold Craton Precious Metals Quelle: Thomson Reuters Datastream % Günstige Zeit Im vergangenen Jahr blieb die Wertentwicklung von Goldminenaktien und -fonds meist hinter dem Zuwachs beim Goldpreis zurück. Jetzt haben diese Wertpapiere großen Nachholbedarf. Es gibt kaum ein Hightech-Produkt, das ohne Technologiemetalle und Seltene Erden auskommt. China verknappt das Angebot und andere Anbieter brauchen noch Jahre für eine rentable Produktion. Experten sehen daher in einem physischen Investment große Chancen. Wir geben Ihnen doppelte Sicherheit: Erstens arbeitet die METLOCK GmbH mit TRADIUM zusammen, einem der größten Händler für Technologiemetalle Europas. Zweitens verwahrt METLOCK Ihre Investments hinter meterdicken Wänden und modernsten Tresortüren. So viele Vorteile hätten andere Investments auch gerne. Investieren Sie auf Nummer Sicher: , metlock.com 9

10 Wenn Sie in Gold, Silber oder Platin investieren, dann brauchen Sie einen Partner, dem Sie vertrauen können. Unser guter Draht zum Markt sichert Ihnen jederzeit beste Konditionen bei Münzen und Barren wurden wir von einem unabhängigen Webportal zum Preis-Sieger in der Kategorie Platinbarren gekürt. Nutzen Sie unsere dreißigjährige Erfahrung im Handel mit Edelmetallen! Auf uns können Sie sich verlassen. Mit Sicherheit. Ihre persönliche Goldmine: Flexibilität durch Sortimentsvielfalt Jederzeit verfügbar Kein Mengenlimit Attraktive Sparpakete (teilweise portofrei) Sicherer Versand Diskrete Selbstabholung nach Absprache möglich Unser exclusives Angebot für Sie unter: Bestellung & Beratung Hotline: 0180 / * Mo.-Fr.: Uhr *(14 Cent/Min. a.d. Festnetz; max. 42 Cent/Min. a.d. Mobilfunk) Seit über 30 Jahren Ihr zuverlässiger Partner Trusted GOLD D e a l e r Ein Unternehmen der Göde-Gruppe che Konten jedoch vermutlich nicht die von Anlegern gewünschte Sicherheit. Wir investieren in Goldaktien, weil Goldminengesellschaften von dem hohen Goldpreis am meisten profitieren, sagt Joe Foster. Damit bringt der Fondsmanager des LO Funds World Gold Expertise auf den Punkt, warum Goldminenaktien bzw. -fonds für manchen Anleger eine Alternative zu direkten Goldkäufen darstellen. Als 2003 der Goldpreis zu steigen begann, zog er die Aktien der Produzenten mit nach oben. Bis Ende 2007 konnten sich sowohl der Goldpreis als auch die Notierungen der großen Minengesellschaften nahezu verdreifachen. Doch mit der Finanzkrise kam der Bruch. Minenaktien blieben deutlich hinter der Goldentwicklung zurück. Zu Unrecht, denn heute sind die fundamentalen Rahmenbedingungen für die Goldproduzenten so gut wie selten. Schließlich stiegen Umsätze und Gewinnspannen in den letzten Jahren viel stärker als die Aktienkurse der Minen. Inzwischen besteht deshalb für Minenaktien Nachholbedarf. Ein weiterer Anstieg des Goldpreises sollte die Notierungen nach oben schieben. Selbst wenn der Goldpreis eine längere Verschnaufpause einlegen oder sogar etwas zurückfallen würde, dürften sich Goldaktien behaupten. Denn derzeit liegen die Bewertungen der inneren Werte der Minen auf einem Niveau, als ob der Goldpreis bei 1200 US-Dollar je Unze stehen würde. Bei einem Preis von 1700 US-Dollar je Unze sind die Produzenten im Durchschnitt um die Hälfte unterbewertet. Großes Potenzial. Als Depotergänzung eignet sich eine Mischung aus großen Goldproduzenten und kleineren, potenziellen Übernahmekandidaten. Auf diesen Mix vertraut auch Foster bei seinem LO Funds World Gold Expertise. Andere Fondsmanager bauen vor allem auf potenzielle Übernahmekandidaten. So enthält der Craton Precious Metals Fund vornehmlich kleinere und mittlere Produzenten. Fondsmanager Markus Bachmann prüft bei der Auswahl der Gesellschaften unter anderen ihre Goldreserven und ihre Chancen, durch Exploration die Reserven zu erhöhen. Auch die Profitabiliät der Minen spielt eine Rolle. Im Portfolio finden sich Aktien wie Rio Novo Gold, Kenmare Resources, Extorre Gold Mines, Rainy River Resources und Avion Gold. Noch weiter ins Risiko geht Walter Wehrli beim Nestor Gold Fonds. Etwa 20 bis 30 Prozent des Portfolios sind in nicht produzierende Gesellschaften investiert, sagt Wehrli. Vor allem Wachstumstitel sollen die Entwicklung des Fondspreises vorantreiben. Anleger, die stattdessen lieber auf die großen Werte des Sektors setzen, sind mit dem Earth Gold Fund UI und BGF World Gold Funds am besten bedient. Beim BGF-Fonds, dem größten Fonds dieses Sektors, zählen Newcrest Mining, Goldcorp und Kinross Gold zu den größten Positionen. Mit Fresnillo und Peæoles zählen zudem zwei auf Silber spezialisierte Konzerne zu den Top-Werten. Doch gleichgültig, ob sich Anleger für einen dieser Fonds entscheiden, in einen ETC investieren oder doch lieber Goldmünzen kaufen Chancen bietet jeder dieser drei Wege.

11 Barren und Münzen Wenn in den Medien vom Goldpreis gesprochen wird, ist meist der Preis pro Feinunze (31,1 g) an der Goldbörse in London oder New York gemeint. Privatanleger, die Goldbarren oder -münzen kaufen, zahlen jedoch abweichende Preise, weil Bank oder Goldhändler mitverdienen. Dabei gilt: je kleiner die Stückelung, desto mehr Aufgeld gegenüber dem Börsenpreis müssen Anleger in Kauf nehmen. Am günstigsten kommen Goldfans mit größeren Goldbarren weg. Diese sind in der Regel nur rund zwei Prozent teurer. In Zeiten stark schwankender Goldpreise können sich die Spannen ausweiten. Zu erwerben sind Münzen und Barren bei Sparkassen, Banken sowie bei seriösen Händlern wie Pro Aurum (www.proaurum.de), Bayerisches Münzkontor (www.muenzkontor.de) oder Emporium (www.emporium-merkator.de). Art Gewicht Händler- Händler- Börsenpreis Spanne Kauf/ Aufgeld geg. ankaufspreis verkaufspreis in Euro Verkauf (in %) Börse (in %) Goldbarren 1 kg 41449, , ,63 2,0 0,7 Goldbarren 500 Gramm 20725, , ,31 2,1 0,8 Goldbarren 250 Gramm 10363, , ,16 2,4 1,1 Goldbarren 100 Gramm 4145, , ,06 2,9 1,6 Goldbarren 50 Gramm 2073, , ,03 3,9 2,6 Goldbarren Unze (31,1 g) 1292, , ,60 5,0 3,9 Krügerrand Münze Unze (31,1 g) 1292, , ,60 5,8 4,7 Nugget Münze 1/2 Unze (15,55 g) 649,50 713,50 652,80 9,9 9,3 100 Euro Münze Würzburg 1/2 Unze (15,55 g) 620,50 687,00 652,80 10,7 5,2 American Eagle Münze 1/4 Unze (7,78 g) 326,50 367,00 326,61 12,4 12,4 Philharmoniker Münze 1/10 Unze (3,11 g) 131,50 150,50 130,56 14,4 15,3 China Panda Münze 1/20 Unze (1,55 g) 66,00 91,50 65,07 38,6 40,6 Stand: Quellen: Pro Aurum, Bloomberg SILBER-WERTE.DE ANLAGEHANDEL DER EMPORIUM GRUPPE Werte die nie vergehen investieren Sie jetzt in Silber und Gold! Die Emporium Gruppe ist eines der führenden Münzhandelshäuser weltweit. Seit nunmehr 40 Jahren sind wir kompetente und hilfreiche Partner für Münzhändler, Banken und Investoren. Wir beraten Sie gerne zu Ihrer Anlagestrategie und Diversifikation Ihres Anlageportfolios. Wir sind für Sie da Im Börsen- und Commerz-Saal der Handelskammer zu Hamburg (auf der Rückseite des Rathauses) Adolphsplatz 1, Hamburg Investieren Sie in wahre Werte! 4. Münz- und Edelmetall-Messe Am 17. und 18. März 2012 Öffnungszeiten 9:00 Uhr 17:00 Uhr 7:30 Uhr Händlereinlass Erleben Sie die facettenreiche Welt historischer und aktueller Münzen mit An- und Verkaufsmöglichkeiten und nutzen Sie die Chance einer fachkundigen Beratung zur Sicherung Ihres Vermögens mit Edelmetallen. Uwe Fraust Leiter Edelmetall-Handel Ulrich Reckhard Anlageberater Lara Fee Schulz Service Tel.-Nr.: (Mo. - Fr. 8:00-17:00 Uhr) Lieferung oder Selbstabholung möglich. Philipp Arndt Anlageberater Referenten: Hanseatic Money Fair 2011 im Börsensaal der Handelskammer Hamburg Dirk Müller - Mister Dax Prof. Hans Bocker - Finanz- und Wirtschaftsjournalist Thorsten Schulte - Der Silberjunge Volker Hellmeyer - Chefanalyst Bremer Landesbank Organisation: Hanseatic Money Fair, Störtebeker-Haus, Süderstraße 288, Hamburg Tel.: 040 /

12 Roundtable WEIT WEG VON EINER BLASE Rekordhoch, Kurseinbruch, neuer Höhenflug trotz mancher Preisschwankung gilt das Gold immer noch als das klassische Investment für Sicherheits- bewusste. Beim FOCUS-MONEY-Roundtable diskutieren drei Brancheninsider über Barren, Münzen und Anlagechancen gegen Vorkasse Gesprächsrunde: Unter der Leitung von FOCUS- MONEY-Chefredakteur Frank Pöpsel (Rücken zur Kamera) diskutierten (v. l. n. r.) Andreas Kupisch (Leiter Edelmetalle beim Bayerischen Münzkontor), Thomas Wolf (FOCUS- MONEY), Uwe Bergold (Geschäftsführer der GR Asset Management und Partner von Pro Aurum), Lars Bresan (Exchange AG) 12

13 Experten: Uwe Bergold (l.), Lars Bresan (o. l.) und Andreas Kupisch (rechtes Bild, l.) sehen Edelmetalle immer noch als attraktives Investment für langfristig orientierte Anleger FOCUS-MONEY: Der Goldpreis hat offenbar viel mit Angst zu tun. Lange trieb ihn die Angst vor Geldentwertung, zuletzt ging die Angst um, er sei zu hoch und man könne mit Gold Geld verlieren. Herr Bergold, Sie verfolgen die Enwicklung schon seit mehr als zehn Jahren: Wie schätzen Sie die Situation ein? Uwe Bergold: Zunächst muss ich sagen, dass nicht die Angst der Kleinanleger den Goldpreis macht, sondern strategisch operierende Investoren. Zum grundlegenden Szenario: Über die letzten 130 Jahre wechseln globale Expansionen und Kontraktionen in langfristigen Zyklen. Und die jetzige Krise hat nicht erst 2008 begonnen, sondern 2000 mit der Bubble am Aktienmarkt. Dann kam die Immobilien-Bubble, als Fed-Chef Alan Greenspan die Märkte mit Liquidität flutete. Zurzeit erleben wir in der dritten Stufe das Platzen der Renten-Bubble. Die vierte Phase wird dann eine Gold-Bubble sein. MONEY: Und der Grund für die jüngsten Preisanstiege beim Gold? Bergold: Der Grund für den steigenden Goldpreis ist ganz klar die negative Realverzinsung. Seit 2000 schaffen es weder Aktien noch Immobilien oder festverzinsliche Wertpapiere, real das Kapital zu erhalten trotz Dividenden, Mieten und Zinskupons. Deswegen gelten die letzten zehn Jahre am Kapitalmarkt ja auch als verlorenes Jahrzehnt. Im selben Zeitraum hatte man mit Gold, Silber, Edelmetallen aber auch Rohstoffaktien generell eben kein verlorenes Jahrzehnt. MONEY: Aber kann das denn immer so weitergehen? Bergold: Das ist die entscheidende Frage. Natürlich ist das keine never ending story. Es kommt also darauf an, den Punkt zu erkennen, an dem man aussteigen muss. Das wird aus meiner Sicht eindeutig noch in diesem Jahrzehnt sein. Es wird wie es in der Geschichte immer war nicht nur beim Gold, sondern im gesamten Rohstoffmarkt zu Blasenbildungen kommen. Momentan sehe ich aber überhaupt noch keine Blase. MONEY: Was macht Sie da so sicher? Bergold: Ein historischer Vergleich. Beim letzten großen Gold-Crash 1980 brach der Preis für eine Unze vom Höchststand bei 850 Dollar innerhalb kurzer Zeit um rund 70 Prozent ein. Heute heißt es, die 850 Dollar von damals entsprächen inflationär abdiskontiert etwa 2400 Dollar. Dem liegt allerdings ein Rechenfehler zu Grunde, denn die Methode zur Inflationsberechung wurde seither mehrmals geändert. Um heute mit damals verglei- 13

14 chen zu können, muss man aber die damalige Berechnungsmethode zu Grunde legen. Und danach würden die 850 Dollar 7000 Dollar entsprechen. Wenn die Unze Gold jetzt also 7000 Dollar kosten würde, dann wären wir mitten in einer Blase. Derzeit sind wir aber noch weit davon entfernt. MONEY: Sie sprachen von einer Gold-Bubble. Was macht Sie denn so sicher, dass es überhaupt dazu kommt? Bergold: Man kann drei Phasen unterscheiden bis etwa 2005 galt man fast schon als Spinner, wenn man zum Goldkauf riet. Danach wurde das Thema Gold für institutionelle Anleger interessant. Als 2008 die Finanzkrise für jedermann deutlich wurde, kamen wir in die dritte Phase, die gekennzeichnet ist von extremen Bewegungen. Und noch nie in der Geschichte endete eine Hausse ohne Bubble. Die Börse schwankt immer zwischen Angst und Gier, das kann man zurückverfolgen bis zur ersten Rohstoff-Blase, der Tulpen-Mania in Holland. Ebensowenig wie es jemals einen Aufschwung ohne Übertreibung gab, gab es einen Abschwung ohne Übertreibung und dabei spielt es keine Rolle, ob es um Aktien, Gold oder andere Rohstoffe geht. MONEY: Kommen wir doch mal zum Kunden. Welche Ängste haben Anleger eigentlich, wenn sie sich zum Kauf von Gold entschließen? Andreas Kupisch: Wir beim Bayerischen Münzkontor sind sehr stark auf dem Markt von Münzen und Medaillen präsent. Und da sehen wir eigentlich immer wieder eine dominierende Sorge: dass sich das hart ersparte Vermögen in Nichts auflöst. Viele Kunden befürchten, dass die Inflation ihr Vermögen im Alter wertlos macht. Interessant ist auch, dass viele Kunden am liebsten anonym kaufen würden. Das hat nichts mit Schwarzgeld zu tun, sondern mit der Angst, dass der Staat ihnen irgendwann ihr Edelmetall wieder abnehmen könnte wie es ja in den USA schon mal der Fall war. Und wir beobachten: Noch stärker als Gold ist momentan Silber gefragt. MONEY: Warum das denn? Kupisch: Silber gilt ja als Gold des kleinen Mannes, der Einstiegspreis ist eben günstiger als beim Gold. Die Beliebtheit von Silber hat aber auch mit einem Zahlungsmittel-Effekt zu tun. Wenn man einen Goldbarren erwirbt, kann man davon nichts abschneiden. Silbermünzen geben dem Besitzer dagegen das Gefühl, damit einkaufen zu können, wenn es zum GAU kommt und Bargeld wertlos wird. Dazu kommt, dass Silbermünzen einfach attraktiv aussehen. Außerdem werden sie beim Kauf nur mit sieben Prozent besteuert, Barren mit 19 Prozent. MONEY: Beobachten Sie bei Exchange Ähnliches? Lars Bresan: Exchange betätigt sich ja besonders als Ankäufer von Gold und Silber. Zu uns kommen beispielsweise Kunden mit geerbtem Schmuck, den sie verkaufen wollen, um sich Liquidität zu besorgen. Viele kaufen dann aber auch Schmuck nach oder nehmen Barren und Münzen mit. Auch bei uns ist das Silbergeschäft in den letzten zwei Jahren gestiegen, vor allem auf Grund der hervorragenden Performance bis Mai vergangenen Jahres. Aber beim Tafelgeschäft, also beim Handel am Schalter, dominiert ganz klar Gold. Im Online-Handel sind dagegen vor allem Silbermünzen stark gefragt. MONEY: Wie sieht das konkret aus? Bresan: Besonders beliebt sind derzeit zum Beispiel die Investment-Pakete. Da bestellt der Kunde 500 Philharmoniker oder Maple Leaf in der Kiste. Das gibt s sogar schon in vakuumverpackten Röhrchen, damit die Münzen nicht anlaufen. MONEY: Und was lässt die Kunden zu Silber greifen? Bresan: Da gibt es ausgesprochene Silberfans. Für die spielt sicher eine Rolle, dass sie die Story beim Gold für ausgereizt halten und beim Silber ein größeres Entwicklungspotenzial sehen. Silber gilt auch als Industriemetall, das verbraucht wird, sodass der Bedarf wächst. MONEY: Wie sieht es eigentlich mit dem Preisrisiko auf der Händlerseite aus? Bergold: Pro Aurum geht keine Kurs- und Preisrisiken ein, als eines der wenigen Häuser hat man alle Bestände zu 100 Prozent abgesichert. Dafür sorgen schon die beiden Geschäftsführer, die den Handel aus jahrzehntelanger Erfahrung kennen. Es gab in den letzten zehn Jahren eine extreme Expansion auf dem Markt, und bei einem größeren Einbruch wird es unter den Goldhändlern eine riesige Bereinigungsreaktion geben. Der Grund ist einfach: Mit wachsender Nachfrage kaufen viele Händler immer mehr ein. Bei einem Preiseinbruch von 20 oder 30 Prozent sitzen dann viele Wohnzimmerhändler auf enormen Beständen und wenn sie sich nicht abgesichert haben und nicht über Liquidität verfügen, wird das schnell existenzbedrohend. Bresan: Gerade im Silberbereich sind auch schon viele Online-Shops wieder vom Markt verschwunden, weil sie die jüngsten Kurseinbrüche nicht überstanden haben. MONEY: Wie kann der Verbraucher eigentlich erkennen, ob es sich um einen seriösen Online-Shop handelt? Bresan: Meist weiß man im Online-Handel schon nach wenigen Clicks über das Impressum, wer hinter dem Shop steht. Letztlich ist das Geschäft aber reine Vertrauenssache, denn es geht über Vorkasse. MONEY: Der Kunde muss also Geld überweisen, ohne zu wissen, ob er tatsächlich Gold bekommt? Bresan: Richtig, der Edelmetallhandel ist im Online- Bereich reines Vorkassegeschäft. Es gab zwar Versuche mit anderen Zahlungssystemen, aber auch dabei kam es zu Unregelmäßigkeiten. Kupisch: Der Edelmetallhandel ist natürlich generell eine Vertrauenssache. Kunden setzen auf solche Anbieter, die sich auf dem Markt etabliert und dabei Vertrauen aufgebaut haben. Bei Pro Aurum oder dem Bayerischen Münzkontor, das seit Jahrzehnten im Münzhandel tätig ist, wird niemand befürchten, dass sie sich das Geld überweisen lassen und sich dann auf die Cayman- Inseln absetzen. MONEY: Wie sieht es eigentlich im Tafelgeschäft aus? Gelten da auch die Grenzen des Geldwäschegesetzes? Kupisch: Auch im Gold- und Silberhandel darf maxi- 14

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