Diversifikation in der dritten Dimension

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1 4 APELLA AG Diversifikation in der dritten Dimension Unter dem Namen Top Select PLUS legten die Investmentexperten der Apella AG eine eigene Vermögensverwaltung auf. Sie kombiniert die Stile und Stärken renommierter Asset- Manager als Unterpfand für turbulente Börsenzeiten. Der Sommer 2011 wird vielen Kapitalanlegern krise immerhin noch rund acht Jahre, so folgte in fester Erinnerung bleiben. Allerdings trägt auf die kräftige Erholung nach den Kursverlusten 2008 bereits nach etwa drei Jahren die daran nicht das miese Wetter Schuld, das den Juli und August zu verfrühten Herbstmonaten nächste heftige Talfahrt. machte, sondern die Talfahrt an den Börsen. Viele Marktteilnehmer waren von der Vehemenz überrascht, mit der die Aktien in nur Anfang August kam es an den Aktienbörsen zu einem regelrechten Ausverkauf. Die Indizes wenigen Tagen an Wert verloren. Die Kurve im markierten Tagesverluste von mehr als fünf DAX-Chart zum Beispiel führte nahezu senkrecht nach unten. Dabei hatte sich an den fun- Prozent. Den Statistikern fielen nur wenige vergleichbare schnelle Abstürze in der jüngeren Börsengeschichte ein. nichts oder zumindest nicht viel geändert. Die damentalen Daten im Grunde genommen gar Verschuldung der Euro-Länder und der USA >> Die Einschläge werden dichter << war ebenso bekannt wie die Gefahr, dass die Die vorhergehende Baisse nach der Lehman- Rating-Agenturen den Vereinigten Staaten Pleite war den meisten Investoren noch allgegenwärtig. Viele beschlich daher ein un- sich die zerstrittenen Parteien im Konflikt um mit dem Entzug der AAA-Note drohten, falls heimliches Gefühl: Die Einschläge kommen die Verschuldungsgrenze nicht zu ernsthaften in dichteren Abständen. Lagen zwischen dem Schritten bei der Haushaltskonsolidierung Platzen der Internetblase im Jahr 2000 und durchringen. Viele der negativen Faktoren dem Ausbruch der Immobilien- und Banken- hätten eigentlich schon in den Kursen einge- Frequenz und Amplitude der Kurse nehmen zu preist sein müssen. Dennoch kam es zu den heftigen Kursabstürzen an vielen Börsen in der Welt. Aber dafür gibt es eine Erklärung. Ein großer Teil der institutionellen Marktteilnehmer arbeitet mit computergestützten Handelssystemen. Als die Talfahrt an den Aktienbörsen begann, wurden reihenweise die vorgegebenen Stopp-Loss-Limite gerissen. So kam es zu den ersten massiven Verkaufswellen. Diese Handelssysteme wirken als selbstverstärkende Systeme. Die erste von ihnen ausgelöste Verkaufswelle führt zu weiter sinkenden Kursnotierungen. Damit werden die nächsten Stopp-Loss-Limite von Anlegern mit einem etwas größerem Risikobudget gerissen. Darauf folgt zwangsläufig eine weitere Verkaufswelle. >> Notverkäufe der Hedge-Fonds << Eine Abwärtsspirale setzt sich in Gang, die erst dann wieder zum Halten kommt, wenn die Kurse so tief gesunken sind, dass sich trotz der unsicheren Börsenlage wieder ausreichend Investoren finden, die das Kursniveau für einen erneuten Einstieg attraktiv genug halten. Hinzu kommt der Einfluss der großen Hedge- Fonds. Etliche von ihnen hatten auf eine positive Entwicklung der Weltwirtschaft spekuliert

2 APELLA AG 5 relative Sicherheit besteht nicht mehr. Statt dessen lauert stets die latente Gefahr, dass bereits erzielte Gewinne in kurzer Frist wieder zunichte gemacht werden, fügt Harmssen hinzu. Es komme heute mehr denn je darauf an, durch ein aktives Wertpapiermanagement zwischenzeitliche Verluste zu begrenzen, um bereits erzielte Gewinne zu schützen. und darauf viel Geld, häufig geliehenes, gesetzt. Geht ihre Spekulation nicht auf, dann müssen sie zur Deckung der aufgenommenen Kredite zusätzliche Sicherheiten hinterlegen oder die Mittel zurückzahlen. Dafür ist viel Geld erforderlich, weshalb die Hedge- Fonds dann zu Notverkäufen von Aktien gezwungen sind. So verstärken sie die Talfahrt ebenfalls in einem beträchtlichen Maß. Genau dieser Mechanismus konnte in der Baisse ab 2008 wieder beobachtet werden. >> Drastische Zunahme der Volatilität << Mit diesen Erscheinungen werden die Anleger auch künftig leben müssen. Sie sind zugleich eine Folge der fortschreitenden Globalisierung der Weltwirtschaft. Durch die moderne Informationstechnologie stehen Informationen über Veränderungen an den Märkten und maßgebliche Indikatoren, Kurse und Finanznachrichten ohne nennenswerte Zeitverzögerung einer Vielzahl von Marktteilnehmern zur Verfügung. Sie verhalten sich dann ähnlich wie ein großer Fischschwarm. Dieses Verhalten wird durch die beschriebenen computergestützten automatischen Handelssysteme weiter verstärkt. Das Ergebnis ist eine drastische Zunahme >> Asymmetrie bei Gewinn und Verlust << Die aktive Verlustbegrenzung ergibt sich aber nicht allein aus der größeren Volatilität, die seit einigen Jahren an den Wertpapiermärkten herrscht, sondern auch aus der asymmetrischen Verteilung von Gewinn und Verlust. Auf dieses Phänomen haben konservative Asset Manager und Vermögensverwalter immer schon aufmerksam gemacht. So müssen nach einem Verlust in Höhe von 20 Prozent der Volatilitäten an den Finanz- und Kapitalmärkten. Diese Mechanismen wirken namit der ursprüngliche Wert wieder erreicht die Kurse wieder um 25 Prozent steigen, datürlich nicht nur im Abschwung. Steigen die wird. Nach einem Verlust von 40 Prozent bedarf es sogar einer Kurssteigerung von 66,7 Kurse, dann generieren die Handelssysteme, denen häufig Trendfolgekonzepte zu Grunde Prozent, damit ein Anleger ungeschoren liegen, vermehrt Kaufsignale. Das alte Börsensprichwort Die Hausse nährt die Hausse 50 Prozent ein, muss sich die Kapitalanlage davonkommt. Brechen die Notierungen um erhält unter diesen Bedingungen zusätzliche anschließend sogar verdoppeln, um den vorangegangenen Verlust auszugleichen. Bestätigung. Die Volatilitäten an den Märkten nahmen Umgekehrt genügen aber schon geringere daher in den zurückliegenden Jahrzehnten Werteinbußen, um einen vorübergehenden erkennbar zu. Wenn man sich das Auf und Gewinn zunichte zu machen. Sind Aktien Durch die globale Informationsgesellschaft verhalten sich Anleger wie ein großer Fischschwarm. Ab an den Börsen vereinfacht als Sinuskurve zum Beispiel um 50 Prozent gestiegen, genügt ein Einbruch von 33,3 Prozent und die vorstellt, dann fallen Frequenz und Amplitude heute deutlich größer aus, als es in der Gewinne haben sich wieder in Luft aufgelöst. Vergangenheit der Fall war, erläutert Ulrich Anleger, denen diese Zusammenhänge klar Harmssen, Direktor Investmentfonds bei der sind, werden als Ziel einer Kapitalanlage zunächst den Vermögenserhalt definieren. Apella AG. Diese Veränderungen haben Konsequenzen für die Kapitalanlage. Diese Überlegungen standen Pate bei der In der Vergangenheit konnten Anleger mit Entwicklung der neuen Apella-Vermögensverwaltung Top Select PLUS, berichtet Ulrich einer einfachen Buy-and-hold-Strategie mittel- bis langfristig Gewinne erzielen. Diese Harmssen. Dabei handelt es sich um eine

3 6 APELLA AG einzeldepotbasierte Vermögensverwaltung, mit der ein asymmetrisches Wertentwicklungsprofil angestrebt wird. Top Select PLUS diversifiziert das Kapital der Anleger auf die erfolgreichsten Vermögensverwalter der vergangenen Jahre, die bewiesen haben, dass sie einerseits wirkungsvoll Verluste begrenzen und andererseits die Chancen an den Finanzund Kapitalmärkten nutzen können. Aktives Risikomanagement sichert Gewinne >> Zusätzliche Diversifikationsstufe << Es genügt heute nicht mehr, nur auf einen Vermögensverwalter zu setzen. Beispiele in der jüngeren Vergangenheit haben gezeigt, dass auch sehr erfahrene Vermögensverwalter die Situation falsch einschätzen können und vorübergehend lediglich eine Underperformance erreichen oder sogar Verluste hinnehmen müssen. Mit der neuen Apella- Vermögensverwaltung wird daher eine zusätzliche Diversifikationsstufe eingefügt, indem in einem Portfolio Fonds verschiedener Vermögensverwalter kombiniert werden. Die verschiedenen Strategien, die die einzelnen Vermögensverwalter verfolgen, besitzen in den verschiedenen Marktphasen Stärken und Schwächen. Nutzt man mehrere solcher Strategien, verringert sich die Gefahr von Wertverlusten. >> Nutzung kurzfristiger Chancen << Daher wird das Anlegerkapital bei Top Select PLUS zu mindestens 80 Prozent in breit streuende und flexibel aufgestellte vermögensverwaltende Investmentfonds investiert, wobei jeder einzelne Fonds maximal zehn Prozent des angelegten Kapitals ausmachen darf. Diese strategische Asset Allokation, die langfristig angelegt ist, wird durch eine zusätzliche taktische Asset Allokation ergänzt. An den Kapitalmärkten ergeben sich immer wieder kurzfristige Chancen, die wir in der Vermögensverwaltung ebenfalls ausnutzen wollen. So können zum Beispiel einzelne Re- M & W Privat: Geldretter in der Krise Verwalter: Martin Mack, Herwig Weise Wenn es an den Börsen ordentlich kracht, scheinen sich die beiden Vermögensverwalter aus Hamburg offenkundig am wohlsten zu fühlen. Dann erwiesen sie sich schon mehrfach als Geldretter. Als 2008 der MSCI-Welt unaufhörlich in die Tiefe glitt, nahm der Anteilswert des M & W Privat genau die entgegengesetzte Richtung. Anfang 2009, der MSCI-Index sackte am Ende der Krise noch einmal wie ein Stein nach unten, schoss der weltweit anlegende Superfonds steil in die Höhe wiederholte sich dann das gleiche Spiel, zwar nicht ganz so ausgeprägt, aber erneut widerstanden Mack und Weise mit Erfolg dem allgemeinen Abwärtsdrang. Die Anlegergelder waren ähnlich wie in der vorangegangenen Baisse investiert: Wetten auf fallende Kurse, Gold und sichere Staatsanleihen. Die Kursanstiege 2009 und 2010 machte der Fonds dann allerdings nicht in gleicher Weise mit, aber das werden die Anleger nachsehen, weil es ihnen erspart geblieben war, vorangegangene Verluste erst einmal aufzuholen. Mit dem M & W Privat wenden die Vermögensverwalter Mack und Weise seit 2006 ihre Anlagestrategie, für die es einen Track Record seit 1994 gibt, auch im Mantel eines Publikumsfonds an. In den vergangenen 17 Jahren erreichten sie mit dieser Strategie eine durchschnittliche jährliche Rendite von 7,5 Prozent. Der MSCI-Aktien-Welt kam im gleichen Zeitraum auf 4,4 Prozent p.a. Mack und Weise setzen nicht nur auf die Renditechancen von Aktien, sondern darüber hinaus auf Edelmetalle und Rohstoffe. Ende Juli 2011 machten Edelmetalle am Portfolio des M & W Privat rund ein Drittel aus, Aktien nur etwa zehn Prozent. > Martin Mack, Herwig Weise Mit dem weltweit an den Kapitalmärkten agierenden Fonds streben die Asset Manager langfristig Renditen oberhalb klassischer Aktienmarkterträge an, warnen allerdings zugleich vor höheren Schwankungen des Fondsportfolios. Verglichen mit den weltweiten Aktienmärkten fielen diese Schwankungen aber bislang recht moderat aus. Investitionen in Edelmetalle werden entweder direkt vorgenommen und im Tresor der Depotbank in Luxemburg in Form von Barren gelagert oder indirekt über ETFs, die mit dem jeweiligen Edelmetall hinterlegt sind.

4 APELLA AG 7 gionen oder Branchen vorübergehend überdurchschnittliches Wertsteigerungspotenzial aus, wenn er um zehn Prozent unter seinen lösen automatisch den Verkauf des Fonds besitzen, erläutert Harmssen. bisherigen Höchststand gefallen ist. Da es sich um dynamische Limits handelt, wird die >> Konsequentes Risikomanagement << Untergrenze für den Fondswert mit der Wertentwicklung jeweils nachgezogen. So bleibt Dieses Potenzial wird durch Themen- und Branchenfonds sowie Länder- und Regionenfonds erschlossen. Sie dürfen zusammen einzelne Position immer gleich, beschreibt das maximale Verlustrisiko, bezogen auf die allerdings maximal 20 Prozent des Kapitals Ulrich Harmssen das Risikomanagement der ausmachen, weil sie zugleich mit größeren Vermögensverwaltung. Durch dynamische Limits bleibt das maximale Verlustrisiko, bezogen auf die einzelne Position, immer gleich. Aktuelle Allokation der Vermögensverwaltung Top Select PLUS Leonardo Eurose antea-fonds M&W Privat Pionier Substanzwerte M&G Optimal Income SLI Global Absolute Return Strategies Multiple Opportunities LGT Strategies 3 Years CHF BGF Global Allocation CHF LuxTopic - Cosmopolitan GoldPort Stabilitätsfonds CHF Invesco Balanced-Risk Allocation Fund UBS Emerging Economies Fund - Global Short Term Euro Nordea 1 - Norwegian Bond Fund Schwankungsrisiken behaftet sind. Für jeden einzelnen dieser Fonds gibt es außerdem eine Obergrenze von fünf Prozent des gesamten Anlagevolumens. Um Risiken einzugrenzen, werden alle Fondspositionen beim Kauf sofort mit dynamischen Stopp-Loss-Limits ausgestattet. Diese Limits Die ausgewählten vermögensverwaltenden Fonds, die aktuelle Allokation zeigt die Fondsliste auf dieser Seite, werden zunächst gleich gewichtet. Anschließend findet ein ständiges Rebalancing statt. Es richtet sich allerdings nicht, so wie bei anderen Fonds oder Vermögensverwaltungen häufig üblich, nach einem statischen zeitlichen Rhythmus, sondern greift immer sofort, wenn ein Zielfonds seine ursprüngliche Gewichtung um zehn Prozent verändert hat. Beispiel: Für einen Fonds, der anfänglich mit acht Prozent Anteil in die Allokation eingegangen ist, erfolgt das Rebalancing, wenn er 7,2 oder 8,8 Prozent des Anlagevolumens ausmacht. FvS Multiple Opportunities: Ohne Blessur durch die Baisse Verwalter: Bert Flossbach Sein Gespür für heraufziehende Gefahren funktioniert ausgezeichnet. Im Mai 2008 sah Bert Flossbach die Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers kommen und verkaufte sämtliche Bankwerte. Im Rückblick klingt es fast schon simpel. Ein Blick in die Bilanz der Bank habe ihm genügt. Es sei nicht zu übersehen gewesen, dass in der Bank etwas faul war: stark gehebeltes Geschäft, unverständliche Bilanzpositionen, enorm viele Fußnoten. Wegen seiner Vorsicht kam er 2008 deutlich besser durch die Baisse als sein Vergleichsindex MSCI World. Auch in diesem Jahr roch er beizeiten den Braten und nahm schon früh Absicherungsgeschäfte vor. Ende August betrug ihr Anteil immerhin 22 Prozent. So kommt der FvS Multiple Opportunities von Jahresbeginn bis Anfang September auf ein Plus von sechs Prozent, während der MSCI- Index im gleichen Zeitraum knapp zwölf Prozent verlor. Auch auf längere Sicht hat der Fonds die Nase vorn. Während er im Drei-Jahres-Zeitraum einen Wertzuwachs von knapp 45 Prozent erzielte, konnte der MSCI World mit -0,71 Prozent noch nicht wieder die erlittenen Verluste ausbügeln. Bert Flossbach setzt mit seinem Portfolio in erster Linie auf Sachwerte. Ende August betrug der Brutto-Aktienanteil immerhin 54 Prozent. Dazu kamen 20 Prozent Gold und Silber. Reine Rentenanlagen suchte man zu diesem Zeitpunkt in seinem Portfolio vergebens. Allenfalls einen Anteil von fünf Prozent Wandelanleihen hielt er im FvS Multiple Opportunities. In Krisen sieht Flossbach große Chancen, vor allem wenn man zunächst die Verluste deutlich begrenzen kann. Daher hat er auch die Aktienquote in diesem Sommer > Bert Flossbach wieder etwas hochgefahren. Er kauft vor allem Qualitätsaktien von großen und etablierten Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von mehr als eine Milliarde Euro. Dabei meidet er Banken, Versicherer, Versorger und zyklische Werte und bevorzugt konjunkturresistente Unternehmen. Die größte Position im Portfolio war Ende August das Telekom-Unternehmen Freenet. Im Vergleich zu langlaufenden Staatsanleihen hält Bert Flossbach Aktien derzeit aufgrund ihrer Dividendenrendite für die attraktiveren Anlagen.

5 8 APELLA AG Da mindestens 80 Prozent des Kapitals in vermögensverwaltenden Mischfonds angelegt und bei der Vermögensverwaltung nur mit einem äußerst geringen Turnover gerechnet wird, fällt bei Top Select PLUS vergleichsweise wenig Abgeltungssteuer während der Anlagedauer an. Die Mischfonds verändern ihre Allokation innerhalb des jeweiligen Fondsmantels, wodurch keine Besteuerung ausgelöst wird. Für mindestens 80 Prozent der Kundendepots ergibt sich also ein Steuerstundungseffekt, fügt Ulrich Harmssen hinzu. >> Quartalsweise Überprüfung << Alles Fonds, die bei Top Select PLUS zum Einsatz kommen, überprüfen die Investmentexperten von Apella quartalsweise. Genügen sie nicht mehr den hohen qualitativen Ansprüchen der Vermögensverwaltung, werden sie durch andere ersetzt. Angestrebt wird mit der Vermögensverwaltung eine Rendite von 4,5 Prozentpunkten über dem 3-Monats-Euribor in rollierenden Drei-Jahres-Perioden. Top Select PLUS richtet sich an risikobewusste Anleger, die mindestens einen mittelfristigen Anlagehorizont besitzen, benennt Harmssen die Zielgruppe für das neue Anlageprodukt, für das Einmalanlagen ab einer empfohlenen Mindestanlagesumme in Höhe von Euro möglich sind. Nachzeichnungen können ab Euro vorgenommen werden. Backtests haben gezeigt, dass die Apella-Vermögensverwaltung sowohl gegenüber dem Vergleichsindex als auch gegenüber renommierten Einzelfonds mit vermögensverwaltender Strategie in der Lage ist, eine Mehrrendite zu erwirtschaften. Top Select PLUS ist ab sofort über die Augsburger Aktienbank abwickelbar. Alle für die Zeichnung notwendigen Unterlagen sind im Maklerservicecenter im Bereich (Ergänzung hier noch einfügen) zu finden. Invesco Balanced-Risk Allocation Fund: Vorbereitet auf alle Szenarien Verwalter: Invesco Global Asset Allocation Team unter Leitung von Scott Wolle In Zeiten der Unsicherheit sollte man auf alle möglichen Entwicklungen vorbereitet sein. So lautet das Credo des Teams unter Leitung von Scott Wolle, das den Invesco Balanced-Risk Allocation Fund verwaltet. Daher steht der Risikoausgleich in unterschiedlichen Marktsituationen, ganz gleich ob es sich um ein nicht-inflationäres, ein rezessives oder inflationäres Umfeld handelt, im Vordergrund der Anlagestrategie. Anders als bei traditionellen Balanced- Portfolios, in denen häufig das Aktienrisiko überwiegt, zielt der Fonds auf die Begrenzung des Wertverlustrisikos, indem einzelne Asset-Klassen so gewichtet werden, dass ihr Beitrag im Zeitverlauf ähnlich hoch ist. Das Invesco-Team stellt die typische Vorgehensweise bei Balanced-Portfolios also auf den Kopf. Üblicherweise ist die Portfoliogewichtung der Treiber für die Risiko-Allokation. Beim Invesco Balanced- Risk Allocation Fund läuft es genau anders herum. Erst wird der Risikobeitrag der einzelnen Assetklassen definiert, daraus ergibt sich dann die Portfoliogewichtung. Für den angestrebten Risikoausgleich werden die drei Asset-Klassen Aktien, Staatsanleihen und Rohstoffe in der strategischen Asset Allokation kombiniert, wobei immer ein Drittel des gesamten Portfoliorisikos auf jede der drei Asset-Klassen entfällt. Mit Hilfe eines taktischen Asset-Allokations- Modells wird die potenzielle Rendite des Fonds gesteigert. Das Aktien- und Rentenexposure nimmt das Fondsmanagement über Terminkontrakte vor, in die verschiedenen Rohstoffe investiert es mittels Derivate. > Scott Wolle Diese Strategie geht auf, wie ein Vergleich mit anderen häufig verkauften Mischfonds, wie zum Beispiel dem C-Quadrat ARTS Total Return Global AMI oder dem Carmignac Patrimoine A zeigt. Gerade in den turbulenten Monaten dieses Jahres schlug sich der Invesco Balanced-Risk Allocation Fund erkennbar besser. Zwar ist der Fonds erst ab 2009 am Markt, aber er hat vor allem in Phasen erhöhter Volatilität an den Finanzund Kapitalmärkten eine erstaunliche Stabilität unter Beweis gestellt.

6 APELLA AG 9 Auswahl in drei Stufen Apella-Investmentdirektor Ulrich Harmssen beschreibt den Selektionsprozess für im zweiten Schritt nach dem Sharpe Ratio sorter den Top 20 zu finden sind, werden dann die Vermögensverwaltung. Sein Anspruch: tiert. Die so ermittelten Top 5 pro Peer Group Wir wollen die noch unbekannten Perlen untersuchen wir dann im dritten Schritt nach im Fondsuniversum entdecken. folgende Kriterien: Existiert eine transparente Anlagephilosophie und ein schlüssiges Anlagekonzept? Welche Ergebnisse liefert eine > 80 Prozent des Portfolios der Apella-Vermögensverwaltung besteht aus breit streuenden Kosten-Nutzen-Analyse unter Einschluss der und flexibel aufgestellten vermögensverwaltenden Fonds. Wie groß ist das Universum, das für lität zum Fondsmanagement? Am Ende des Total Expence Ratio? Wie ist die Kontaktqua- die Auswahl zur Verfügung steht? Prozesses bleiben zwei Fonds je Peer Group Ulrich Harmssen: Acht Asset-Klassen werden übrig, die in das Portfolio gelangen. bei der Auswahl für das Kerninvestment der Vermögensverwaltung berücksichtigt. Mischfonds Europa mit den Strategien ausgewogen, mit er in die Auswahl einbezogen wird? > Wie lange muss ein Fonds am Markt sein, da- dynamisch, flexibel und konservativ sowie Ulrich Harmssen: Mindestens drei Jahre. Mischfonds global in der gleichen Aufteilung. Unter Berücksichtigung aller Tranchen und > Gibt es Mindestanforderungen an die Größe Währungsklassen ergibt sich so immerhin gegenwärtig eine Zahl von Fonds. im Zusammenhang mit der Abgeltungssteuer der Fonds? Viele Vermögensverwalter haben Dachfonds aufgelegt, denen durchaus ein gutes > Nach welchen Kriterien wählen Sie die Fonds Konzept zu Grunde liegt, die aber oft keine nennenswerte Größe erreichen. für die Vermögensverwaltung aus? Ulrich Harmssen: Es gibt einen dreistufigen Ulrich Harmssen: Es existiert keine grundsätzliche K.o.-Größe. Entscheidend ist die un- Auswahlprozess. Im ersten Schritt wird das Universum der in Frage kommenden Fonds ter Umständen zu hohe Kostenbelastung bei zunächst nach ihrer Performance in der jeweiligen Peer Group für die Zeiträume ein lerdings gibt es auch Fonds mit unverschämt kleinen Fonds, die zum Ausschluss führt. Al- Jahr, drei Jahre und fünf Jahre gescreent. Die hohen Gebühren, die dennoch eine unverschämt gute Leistung nach Kosten Fonds, die in den untersuchten Perioden un- abliefern. Es gilt das Motto: Nicht alles, was billig ist, ist automatisch gut, und nicht alles, was teuer ist, ist damit automatisch schlecht, sondern gegebenenfalls seinen Preis wert. > Welche Rolle spielt der Manager des Fonds für die Auswahl? Wäre ein Managerwechsel ein Anlass, den Fonds auszutauschen? Ulrich Harmssen: Grundsätzlich sind mir Fonds, die in einem Team-Ansatz mit einem Hauptverantwortlichen verwaltet werden, lieber als jene, die von einem Alleinherrscher verantwortet werden. Im zuerst genannten Fall dürfte ein Fondsmanagerwechsel keine gravierenden Veränderungen bedeuten, gleichwohl würden wir den Fonds unter Beobachtung stellen und versuchen, zum neuen Fondsmanager Kontakt herzustellen, um mögliche Unterschiede zu eruieren. Im zweiten Fall würden wir den Fonds verkaufen und dem Manager, sofern er einen neuen, ähnlichen Fonds übernimmt, unter Umständen folgen. > Mit welchem Umschlag wird in der Vermögensverwaltung gerechnet? Ulrich Harmssen: Eine sorgfältige Auswahl der Zielfonds vorausgesetzt, sollte es wenig Gründe dafür geben, in der strategischen Allokation ständig Veränderungen vornehmen zu müssen. Sofern wir taktische Investments implementieren, falls sich Chancen dazu bieten, wird es in diesem Teil der Vermögensverwaltung zu einer höheren Umschlaghäufigkeit kommen. 80 bis 100 Prozent des Anlagevermögens bilden die strategische Allokation, die aus vermögensverwaltenden Zielfonds besteht. Für die taktische Allokation bleiben somit null bis 20 Prozent, wofür Branchenund Länderfonds gewählt werden. Ich rechne mit 30 bis 50 Prozent Umschlag maximal. > Welcher Fonds war die größte Entdeckung? Ulrich Harmssen: Für mich eine wirkliche Entdeckung war der Invesco Balanced Risk Allocation Fund, ein Fonds, den ich bislang in meiner Arbeit übersehen habe, der aber ein ausgezeichnetes Risk/Return-Profil besitzt.

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