JAMES- Studie. So nutzen Jugendliche digitale Medien

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1 JAMES- Studie 2012 So nutzen Jugendliche digitale Medien

2 Private Daten: Jugendliche werden vorsichtiger Der Drang, sich in einschlägigen sozialen Netzwerken zu präsentieren, ist bei Jugendlichen ungebrochen. Immer noch geben 4 von 5 an, dass sie bei mindestens einem sozialen Netzwerk ein Konto haben. Das wichtigste Netzwerk war und ist Facebook; 75% der Nutzer sozialer Netzwerke sind dort registriert. Dass Daten auf Facebook ohne Gegenmassnahmen uneingeschränkt und von jedermann eingesehen werden können dieser Gefahr sind sich immer mehr bewusst. Waren es 2010 noch 57% der jugendlichen Social-Network-Nutzer, die die Sichtbarkeit ihrer Daten eingeschränkt hatten, sind es zwei Jahre später 84%.

3 Online Offline Der überall verfügbare Zugang zum WWW verleitet dazu, diesen auch jederzeit zu nutzen. Daneben existiert aber immer auch eine reale Welt, in der sich Jugendliche bewegen. Die Antworten auf die Frage nach den Lieblingsbeschäftigungen in ihrer Freizeit ergeben diese Rangliste: 1 Handy nutzen 2 Internet nutzen 3 MP3 hören 4 Fernsehen und 4 Freunde treffen (gleichauf) 6 Sport treiben (ohne Schulsport) 7 Ausruhen / nichts tun 8 Radio hören 9 Gratiszeitung lesen 10 Musik-CDs hören Sich mit Freunden zu treffen (die erste nicht mediale Freizeitbeschäftigung) rutscht in der Rangliste der Lieblingsbeschäftigungen auf Rang 4 ab (2010: Rang 3). 1 Medium ist nicht genug Jugendliche nutzen Medien oft zeitgleich. Musik hören, surfen, chatten alles zur selben Zeit. Knapp die Hälfte der Befragten geben an, dass sie regelmässig im Internet surfen, während sie fernsehen, 59% sagen sogar von sich, dass sie während des Fernsehkonsums telefonieren und SMS schreiben. 95% der Jugendlichen haben zu Hause Internetzugang. 75% besitzen einen eigenen Computer.

4 Wozu nutzen unsere Kinder das Internet? Neue Medien dienen jungen Menschen in erster Linie zur Unterhaltung. TV-Dienste, soziale Netzwerke und Suchmaschinen sind die beliebtesten Kategorien. Dann folgen Dienste zur Kommunikation: Chats, Internettelefonie, Info-Portale, mit wachsendem Alter auch . Wie sage ich s? Das Internet hat sich mit verschiedenen Spielarten als Kommunikationsplattform etabliert. Das gängigste soziale Netzwerk Facebook bietet den Nutzern verschiedene Formen der Interaktion an. Chatten: Der Anteil der Jugendlichen, die via Facebook mit anderen Usern chatten, ist auf 86% geklettert (2010: 80%). Profile anderer: Das Stöbern in anderen Profilen war und ist beliebt. Jedoch sinkt der Wert leicht auf 79 %. Nachrichten versenden: Rund drei viertel aller Jugendlichen bedienen sich dieser Funktion. Der Wert blieb über beide Erhebungen hin stabil (2010: 71%, 2012: 73%). Facebook Games sind out. War es 2010 noch einer von vier Jugendlichen (26%), der sagte, er würde auf Facebook Spiele spielen, ist es heute noch jeder sechste (15%).

5 Fast alle Jugendlichen in der Schweiz haben ein Handy Das wichtigste digitale Medium für Jugendliche ist das Handy. 95% der befragten Jugendlichen besitzen ein eigenes Handy. Was sich 2010 bereits gezeigt hat, konnte sich 2012 bestätigen: Das Handy ist bei Jugendlichen das wichtigste Medium. Eindrücklich ist auch, dass der Anteil von sogenannten Smartphones (Handys, die meist über ein grosses Display verfügen und insbesondere einen Internet-Browser bieten oder mittels sogenannter Apps erweitert werden können) gegenüber herkömmlichen Feature-Phones (meist einfachere Geräte, die in erster Linie lediglich für Telefonie und SMS geeignet sind) weiter gestiegen ist. Heute haben 79% der jugendlichen Handy-Besitzer ein Smartphone. Entsprechend ist der Anteil derer, die mittels Handy ins Internet gehen, von 16 auf 66% gestiegen. 6% der Jugendlichen sagen, dass sie schon einmal erotische oder aufreizende Bilder/Videos von sich selbst übers Internet verschickt haben.

6 JAMES 2012 Grundlage Um geeignete Massnahmen zur Verbesserung der Medienkompetenz bei Kindern und Jugendlichen ergreifen zu können, ist es unabdingbar, zu verstehen, wie die Medien genutzt werden. Die JAMES-Studie bietet die notwendige verlässliche Basis als Grundlage für den politischen und wissenschaftlichen Diskurs. Swisscom setzt sich mit vielen Massnahmen für den Schutz der Jugendlichen ein: Sie offeriert Hilfsmittel wie Filter und Kinderschutzsoftware, bietet Medienkompetenz-Kurse für Schüler, Eltern und Lehrer an und gibt den kostenlosen Ratgeber enter heraus. Erfahren Sie mehr: JAMES Jugend, Aktivitäten, Medien Erhebung Schweiz 2012 wurde die Studie im Auftrag von Swisscom nach 2010 bereits zum zweiten Mal von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften durchgeführt. Mittels schriftlicher Fragebögen wurden Schülerinnen und Schüler im Alter von 12 bis 19 Jahren in 64 Schulklassen der ganzen Schweiz befragt.

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