Gutachten zur ambulanten Notfallversorgung in Krankenhäusern

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1 MCK GmbH Karl-Ferdinand-Braun-Str Bremen Gutachten zur ambulanten Notfallversorgung in Krankenhäusern Projektbeschreibung und Anforderungen für die Teilnahme 1. Zielsetzung Im Koalitionsvertrag der Regierungsparteien vom wird festgestellt, dass sich die ambulante Notfallversorgung außerhalb der allgemeinen Praxissprechzeiten auf die Krankenhäuser konzentriert und dies eine Anpassung der gesetzlichen Rahmenbedingungen und der entsprechenden Vergütung erforderlich mache. Vor diesem Hintergrund hat die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft Interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin (DGINA) die Management Consult Kestermann GmbH (MCK) beauftragt, ein Gutachten zur Finanzierung und Versorgungsstruktur der ambulanten Notfallversorgung durch Krankenhäuser zu erstellen. Neben der Untersuchung der Kosten- und Erlössituation soll das Gutachten die Versorgungssituation der ambulanten Notfallversorgung in den Krankenhäusern aufzeigen. Hierzu sollen das Patienten- und Leistungsspektrum der Notaufnahmen beschrieben und die Notwendigkeit der ambulanten Notfallbehandlung durch Krankenhäuser dargestellt werden. 2. Projektbeteiligte Die DGINA ist die Interessenvertretung der in Notaufnahmen tätigen Ärzte, Pflegekräfte und Rettungsdienstmitarbeiter in Deutschland. Mitglieder der Gesellschaft bringen ihre Kompetenz und medizinische Fachlichkeit bezogen auf die klinische Notfallmedizin im Rahmen der Kooperation in das Gutachten ein. Die MCK-GmbH gilt mit 14 Jahren Erfahrung aus über 500 erfolgreichen InEK-Kalkulationen im Bereich Kostenkalkulation als Marktführer in Deutschland. Sie setzt die Kostenkalkulation sowohl inhaltlich als auch technisch um. Für dieses Projekt wird die MCK ihr Kalkulationssystem den Krankenhäusern als Cloud-Dienst zur Verfügung stellen und die Krankenhäuser MCK GmbH Karl-Ferdinand-Braun-Str Bremen Fon: + 49 (0) Fax: + 49 (0) Amtsgericht Bremen HRB St.-Nr /1087 Geschäftsführung: Ingo Blunck, Ulrich Kestermann, Meike Thun Oldenburgische Landesbank BLZ Konto

2 fachlich bei der Durchführung der Kostenträgerrechnung unterstützen. Die DGINA hat im Jahr 2013 in Zusammenarbeit mit MCK eine Pilotstudie zur Finanzierung der Notfallversorgung erfolgreich durchgeführt, so dass beide Projektpartner auch zu dieser speziellen Thematik über eine ausgewiesene Expertise verfügen. 3. Zeitrahmen Es ist das gemeinsame Ziel der Kooperationspartner, möglichst viele Krankenhäuser für die Mitarbeit bei der Erhebung der Daten zu gewinnen. Im Juli 2014 können sich die Krankenhäuser zur Teilnahme an dem Projekt anmelden. In den Monaten August und September 2014 findet die Kalkulation und Datenerhebung in den Krankenhäusern statt. Nach Analyse und Auswertung der Daten soll das Gutachten Ende des Jahres 2014 vorliegen, damit die Ergebnisse im Interesse der Krankenhäuser in den politischen Prozess eingebracht werden können. 4. Umsetzung der Kalkulation Die Kalkulation erfolgt analog zur Methodik des InEK zur jährlichen DRG-Kalkulationserhebung. Speziell für dieses Projekt wird von MCK bis Ende Juli 2014 ein vereinfachter Kalkulationsleitfaden in Anlehnung an die InEK-Kalkulationsmethodik bereitgestellt. Mit dieser vereinfachten Methodik soll es auch Krankenhäusern, die nicht an der InEK- Kalkulation teilnehmen, ermöglicht werden, die erforderlichen Daten zu bearbeiten und eine Kostenträgerrechnung für die Notaufnahme durchzuführen. Um die teilnehmenden Krankenhäuser während der Kalkulationsphase bestmöglich zu betreuen, wird von MCK für die gesamte Erhebungsphase im August und September eine Telefonhotline eingerichtet. Technisch wird die Kalkulation mit der eigenen hochspezialisierten Software der MCK erfolgen, die u. a. im Rahmen der jährlichen InEK-Kalkulation eingesetzt wird. Dadurch wird gewährleistet, dass die Plausibilisierung der Kosten- und Leistungsdaten ebenso wie die Umsetzung der Kalkulationsmethodik einheitlich erfolgt. Für diesen Zweck wird die Software den Kalkulationskrankenhäusern als Cloud-Dienst im Rahmen dieses Projektes kostenlos zur Verfügung gestellt. Der Zugriff wird online erfolgen, so dass eine Installation in den Krankenhäusern nicht erforderlich ist. Den hohen Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit wird dabei Rechnung getragen. Die Umsetzung in hauseigenen KTR-Systemen 2

3 der Krankenhäuser ist aus Gründen der Nachvollziehbarkeit der Berechnungen nicht vorgesehen. Neben dem Datenschutz wird selbstverständlich auch die Vertraulichkeit sämtlicher Daten und Informationen gewährleistet. Sämtliche Auswertungen und Ergebnisdarstellungen werden ausschließlich in anonymisierter Form erfolgen, so dass ein Rückschluss auf einzelne Krankenhäuser ausgeschlossen wird. Die Teilnehmer erhalten von MCK mit den Projektunterlagen eine schriftliche Erklärung zum Datenschutz und zur Vertraulichkeit. 5. Anforderungen an die Datenlage der Krankenhäuser Die Kalkulation fokussiert ausschließlich auf die Notaufnahmen und die mit ihr in direkter Leistungsbeziehung stehenden diagnostischen und therapeutischen Bereiche. Die wesentliche Voraussetzung für eine Teilnahme an der Kalkulation ist die Verfügbarkeit von fallbezogenen Daten, bei denen der Fallbezug über eine einheitliche Fallnummer in der Notaufnahme und den peripheren Bereichen gewährleistet ist bzw. aus den verschiedenen IT-Systemen herstellbar sein muss. Grundlage für die Kalkulation sind die Daten des Gesamtjahres Für eine Teilnahme an der Kostenkalkulation sind die nachfolgend aufgeführten Leistungsdaten erforderlich: Fallbezogene Leistungserfassung aller stationären und ambulanten Fälle in der Notaufnahme. Fallbezogene Leistungserfassung in den in direkter Leistungsbeziehung mit der Notaufnahme stehenden Bereichen (z. B. Labor, Radiologie, Endoskopie etc.; auch bei externer Leistungserbringung). Die Leistungsdaten sollen Aufschluss über den unterschiedlichen Ressourcenverzehr geben. Als Leistungskataloge sind GOÄ, EBM, vergleichbare Hauskataloge oder auch Leistungszeiten zulässig. Wichtig ist, dass je Leistungsstelle der Katalog bzw. Leistungsschlüssel einheitlich für alle Leistungen angewendet wird. Für die Betrachtung der Kosten- und Erlössituation sind eine KHBV-konforme Kostenrechnung ebenso wie die folgenden Kosten- und Abrechnungsdaten erforderlich: 3

4 Vollständige Kostenstellenauswertung mit den Kontensalden der Kontenklassen 6 und 7 je Kostenstelle. Abgerechnete fallbezogene Entgelte der ambulanten Notfälle nach EBM, GOÄ etc. Um eine Bewertung der Vergütung nach Patientengruppen differenziert vornehmen zu können, müssen (ausschließlich) die für ambulante Notfälle abgerechneten Entgelte fallbezogen vorliegen. Eine Bewertung der Vergütung von stationären Fällen ist nicht Gegenstand des Gutachtens, eine Bereitstellung der Erlöse für stationäre Fälle ist daher nicht erforderlich. Für eine ökonomische Bewertung differenziert nach Patientengruppen sind, soweit vorhanden, zusätzlich demographische und medizinische Merkmale auf Fallebene erforderlich: Alter, Geschlecht Aufnahme- und Entlassungsdatum Zuweisungsart/Transportmittel Diagnosen nach ICD klinische Fachabteilungszuordnung Eine Teilnahme an der Kostenkalkulation ist jedoch auch möglich, falls diese ergänzenden Fallinformationen nicht vollständig verfügbar sind. Neben den fallbezogenen Daten sind zur Untersuchung der Patienten- und Leistungsstrukturen und der Versorgungssituation weitere Informationen erforderlich, die über einen einmalig auszufüllenden Fragebogen erhoben werden. Dieser Fragebogen beinhaltet u.a. Fragen zu: Umfeldstrukturen der vertragsärztlichen Notfallversorgung Fachabteilungsstruktur des Krankenhauses Personalressourcen in der klinischen Notfallversorgung Leistungsspektrum der Notaufnahme Durchschnittliche Zuweisungs-/Transportmittel- und Aufnahmequoten Die formulierten Anforderungen an die Datenlage können nicht alle Konstellationen in den Krankenhäusern vorhersehen, sondern geben lediglich den erforderlichen Rahmen vor. 4

5 Sofern Krankenhäuser die Datenanforderungen nicht vollumfänglich erfüllen können oder Unsicherheit über die Umsetzung der Kalkulation besteht, wird um Kontaktaufnahme mit dem Gutachter (MCK) gebeten um zu klären, ob eine Teilnahme möglich ist. Als Ansprechpartner von MCK steht Ihnen Herr Christoph Haas zur Verfügung, dessen Kontaktdaten Sie bitte Punkt 7 entnehmen können. 6. Benchmark für die Teilnehmer Den teilnehmenden Krankenhäusern werden die hauseigenen Kalkulationsergebnisse im Vergleich mit den anonymisierten Ergebnissen der Grundgesamtheit in aggregierter Form zur Verfügung gestellt. Vorgesehen ist, die Kalkulationsdaten in Form einer Auswertungs-/ bzw. Benchmarkdatenbank im QlikView -Format in anonymisierter Form zur Durchführung eines Benchmarkings über die zentralen Kennziffern an alle Teilnehmer zurückzuspielen. Die Auswertungsmöglichkeiten erlauben differenzierte Analysen nach allen verfügbaren Parametern. Sofern ein Teilnehmer nicht über eine (kostenpflichtige) Lizenz für QlikView verfügt, werden die Auswertungen alternativ im EXCEL-Format zur Verfügung gestellt. 7. Ansprechpartner Bei tiefergehendem Interesse an der Zielsetzung und den Inhalten des Projektes stehen bei der DKG und den Landeskrankenhausgesellschaften Ansprechpartner zur Verfügung. Bei Fragen an die DKG wenden Sie sich bitte an Herrn Urban Roths, Tel. 030/ , Bei Fragen zu den Anforderungen für eine Teilnahme an der Kalkulation oder zur Umsetzung der Kostenträgerrechnung wenden Sie sich bitte an Herrn Christoph Haas (MCK), Tel. 0421/ , 5

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