Sprachverständnis, Folie 1. Sprachverständnis

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1 Sprachverständnis, Folie 1 Sprachverständnis Indem wir Wörter und Sätze äussern, teilen wir etwas von unserer Welt mit. Indem wir Wörter und Sätze verstehen, nehmen wir ein Stück Aussenwelt zu uns. Susanne Mathieu

2 Sprachverständnis, Folie 2 Sprachverständnis Sprache ungenügend, nicht sicher oder verzögert zu verstehen, bedeutet, nicht verstehen, was in der Aussenwelt passiert und was die Aussenwelt von mir will.

3 Sprachverständnis, Folie 3 Sprachverständnis Fehlendes Sprachverständnis verunmöglicht dem Kind eine grosse Menge an Erfahrungen und damit auch an Fortschritten. Susanne Mathieu

4 Sprachverständnis, Folie 4 Sprachverständnis Was kann ich als Lehrer tun, um das Sprachverständnis im Alltag zu stützen? Sprache so weit als möglich mit Gegenständen, Handlungen und Situationen in Beziehung bringen. Sprache kongruent zur Situation gebrauchen. Sprache mit Mimik, Gestik und Satzmelodie unterstützen. Längere Aufträge in kürzere Teilaufträge aufteilen. Verständnis durch Fragestellungen sichern (Nacherzählen ist eine komplexere Leistung als die Beantwortung gezielter Fragen).

5 Lautbildung, Folie 1 Organische und umfeldbedingte Ursachen einer Artikulationsstörung Hör- und Wahrnehmungsstörungen feinmotorische Ungeschicklichkeit Kiefer- und Zahnfehlstellungen erbliche Vorbelastungen frühkindliche Hirnschädigungen seelisch bedingte Entwicklungsstörungen Sprachentwicklungsverzögerung Erwerb einer Zweitsprache, die andere Laute hat als die Muttersprache

6 Lautbildung, Folie 2 Phonetik beschäftigt sich mit dem Sprachakt: der Erzeugung, Wahrnehmung und Aufnahme von Sprache. Die artikulatorische Phonetik untersucht und beschreibt Vorgänge bei der Bildung von Lauten durch die Sprechwerkzeuge. Die akustische Phonetik untersucht die physikalischen Vorgänge bei der Lautübertragung. Die auditive Phonetik untersucht die Lautrezeption im Hörorgan.

7 Lautbildung, Folie 3 Phonologie befasst sich mit dem System der Laute, wobei die einzelnen Laute als Elemente eines Zeichensystems und als Träger von Bedeutungsunterschieden betrachtet werden.

8 Lautbildung, Folie 4 Phonologische Bewusstheit zeigt sich bereits im Kindergartenalter durch die Fähigkeit des Kindes Anlaute zu finden zu reimen und zu klatschen. Die phonologische Bewusstheit eines Kindes im Vorschulalter gilt als Indikator für den Erfolg beim Lesen und Schreiben lernen.

9 Lesen und Schreiben, Folie 5 Schreibablauf akustische Aufnahme Unterscheidung Geräusch Musik - Sprache inhaltliches Verstehen Zerlegung des Wortes in Laute Zuordnung der entsprechenden Buchstaben Abruf der motorischen Abläufe Ausführung der Schreibabläufe

10 Lesen und Schreiben, Folie 4 Leseablauf optische Unterscheidung Buchstabe Piktogramm Bild Lautzuordnung Verschleifen der Laute zum Wort Vertonung und Wiedererkennung des Wortes Vergleich mit bekanntem, gespeichertem Muster inhaltliches Verstehen

11 Lesen und Schreiben, Folie 2 Voraussetzungen für das Lesen und Schreiben gesprochene Sprache ist Voraussetzung Fähigkeit, die Anzahl, Position und Art der Laute eines Wortes bestimmen zu können räumliches Vorstellungsvermögen und motorische Umsetzung für die Niederschrift kognitive Reife, realisieren, dass Schrift das bleibende Abbild von Sprache ist

12 Grammatik, Folie 2 Störungen des Grammatikerwerbs Satzbau und Wortbildung werden nicht richtig erlernt und angewandt. Symptome eines Dysgrammatismus: fehlerhafte Verwendung oder Auslassen von Wörtern fehlerhafte Wortreihenfolge innerhalb des Satzes kleiner Wortschatz Sprachverständnis ist unsicher Auffälligkeiten in einem oder mehreren Wahrnehmungsbereichen: z.b. in der auditiven Wahrnehmungsorganisation, in Gedächtnisleistungen und Speicherfähigkeit, in Handlungskompetenz, in Zeit- und Rhythmusverarbeitung Dysgrammatismus tritt selten isoliert auf.

13 Lesen und Schreiben, Folie 3 Erwerb von Lesen & Schreiben Lesen und Schreiben müssen im Gegensatz zum Spracherwerb, erlernt werden. Buchstabenformen können nicht vom Laut abgeleitet, sondern müssen erlernt werden. Jedem Laut muss der entsprechende Buchstabe zugeordnet werden. Ein Laut entspricht nicht immer einem Buchstaben, z.b. [ ] wird als /sch/ umgesetzt. Zusammenfügung der Laute zu einem Wort und Zerlegung eines Wortes in Laute. Symbole müssen erinnert und wiedererkannt werden.

14 Inhalt muss zugeordnet werden können. Grammatik, Folie 1 Hauptfunktionen der Grammatik Ordnungssystem, das die Verbindungen von Wörtern und Sätzen regelt. Diese Regeln sichern das Verständnis. Loslösung von der unmittelbaren Umgebung. Beispiele wichtiger Regelfunktionen: - Kennzeichnung von Handlungsträgern: z.b. Peter haut Stefan. Peter wird von Stefan gehauen. - Übereinstimmung von Subjekt und Verb: z.b. Stefan und Anna winken. Sie gehen nach Hause. - Abfolgen: z.b. Bevor ich zu dir nach Hause komme, gehe ich einkaufen.

15 Lesen und Schreiben, Folie 1 Gekritzel

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