Risk Management für Unternehmen

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1 Risk Management für Unternehmen Überlassen Sie nichts dem Zufall RM-

2 Risk Management für Unternehmen methodisch vorgehen Dem Risk Management (RM) liegt ein dauernder, sich stets verändernder Prozess im und Handeln zugrunde. Die unternehmerische bewältigung setzt deshalb die Einführung und Umsetzung einer Methodik voraus, die dem Prozesscharakter des Risk Management entspricht. Die von Zurich entwickelte Methodik macht auf fünf Schritte aufmerksam, die es für ein Risk Management in der Unternehmung zu beachten und umzusetzen gilt. RM- Wie fördern Sie das in Ihrer Unternehmung? Im unternehmerischen Alltag werden Risiken häufig nicht umfassend wahrgenommen. Dies führt oft zu schlechten Erfahrungen und später Einsicht. Das muss nicht sein: Risiken können systematisch bewältigt werden, wenn sie als solche gesamthaft wahrgenommen werden und die beeinflussbaren Bereiche erkannt sind. Unternehmungen müssen daher versuchen, sich das aktiv aufzubauen. Zu diesem Zweck gilt es: eigene Erfahrungen aus Störungen oder Beinahe-Unfällen zusammenzutragen und Informationen aus Praxis, Wissenschaft und Forschung (z.b. Fachartikel oder Vorträge) auszuwerten. Das ist der Ausgangspunkt für eine zielgerichtete Bewältigung in der Unternehmung.

3 Wie ermitteln Sie die konkret möglichen Ursachen und Auswirkungen von Gefahren in Ihrer Unternehmung? Die Zielsetzung der liegt darin, aufgrund des s die in der Unternehmung vorkommenden Gefahren sowie deren Ursachen und Auswirkungen systematisch zu ermitteln. Das konsequente Auseinanderhalten von Ursachen und Auswirkungen vereinfacht die und erleichtert die zielgerichtete. Insbesondere bei technischen Risiken kann auch der methodische Ansatz der Zurich Hazard Analysis (ZHA) angewendet werden. Ereignisse Mögliche Ursachen Mögliche Auswirkungen Brand Produkthaftpflicht Absatzschwierigkeiten Fehlinvestitionen Defekte Elektrokabel Schweissarbeiten Raucherwaren Rohstoffe entsprechen unbemerkt nicht den Bestellvereinbarungen Irreführende Gebrauchsanweisungen Verhinderter oder beschränkter Marktzutritt (Heimmarkt/Export) Kooperation mit ungeeigneten Vertriebspartnern Falsche oder unzureichende Informationsgrundlagen für Investitionsrechnung Sinkende Nachfrage im Zielmarkt Zerstörung der Produktionsstätte Verletzungen von Mitarbeitern Betriebsunterbrechung Rückruf des Produktes vom Markt Verletzung von Benutzern Geringere Umsätze Marktanteilsverlust Keine oder ungenügende Deckungsbeiträge Fehlallokation von Mitteln Überbewertung von Anlagen oder Immobilien Verlängerte Pay-back-Dauer Diese Vorgehensweise kann, wie oben exemplarisch dargestellt, angewendet werden auf: Strategische Risiken Marktrisiken Finanzrisiken Reine (operationelle) Risiken

4 Wie bewerten und beurteilen Sie die Risiken in Ihrer Unternehmung? Ziel und Inhalt der ist die Bewertung und die Beurteilung der erkannten Ursachen und Auswirkungen in der Unternehmung. Für die Bewertung wird die der erkannten Ursachen mit Begriffen bestimmt («oft», «häufig», «gelegentlich» usw.). Die der festgestellten Auswirkungen wird bewertet und ebenfalls mit Begriffen ausgedrückt («katastrophal», «kritisch», «klein» usw.). Diese Begriffe erlauben es, auch Beeinträchtigungen von Menschenleben und Natur einzubeziehen, die nicht finanziell bewertet werden können. Mit einem Diagramm wird die Bewertung von Ursachen und Auswirkungen sichtbar gemacht. Dies erleichtert auch die Beurteilung. Die Risiken müssen mit den Anforderungen und Vorgaben der Unternehmung bezüglich Sicherheit verglichen werden. Dieser Vergleich zeigt, bei welchen Risiken Handlungsbedarf besteht. Beispiel eines Diagramms: Produktehaftpflicht Fehlinvestitionen Absatzschwierigkeiten Brand

5 Wie handhaben Sie die Risiken in Ihrer Unternehmung? Die hat die Zielsetzung, mit geeigneten Massnahmen die Risiken der Unternehmung «in den Griff zu kriegen». Aufgrund des systematischen Vorgehens kann die konsequent ursachen- und auswirkungsbezogen erfolgen: Ursachenbezogene Mit diesen Massnahmen lassen sich Risiken vermeiden oder vermindern, indem die eines Ereignisses reduziert wird (Schadenverhütung). Beispiel: Mit einer Investitionsrechnung, die als fundierte Grundlage in der Entscheidungsvorbereitung erstellt wird, kann die Wahrscheinlichkeit von Fehlinvestitionen reduziert werden. Auswirkungsbezogene Auswirkungsbezogene Massnahmen werden wirksam, wenn bereits etwas passiert ist. Dabei muss unterschieden werden zwischen: Massnahmen, welche direkt Einfluss auf die Auswirkungen haben. Die der Auswirkungen wird reduziert. Das wird dadurch vermindert (Schadenherabsetzung). Beispiel: Mit einer zweckmässigen Rückruf- Organisation kann die Höhe der Rückrufkosten und das Ausmass des Imageverlustes reduziert werden. Die der Auswirkungen wird reduziert. Die Risiken werden dadurch vermindert. Die der Ursachen wird reduziert. Die Risiken werden dadurch vermieden oder vermindert.

6 Massnahmen, welche finanzielle Lösungen für das Tragen von Risiken darstellen. Die Risiken an sich werden nicht verändert. Darunter fallen: Massnahmen, um Risiken zu überwälzen. Die Risiken bleiben an sich bestehen. Sie können aufgrund der Ursachen eintreten und die entsprechenden Auswirkungen haben. Die finanziellen Folgen aber werden auf einen Vertragspartner oder eine Versicherung übertragen oder über eine Finanzierung gelöst. Beispiel: Finanzielle Folgen von Bränden werden durch eine Versicherungslösung abgedeckt. Die Risiken bleiben an sich bestehen. Die möglichen finanziellen Folgen werden gegen Entgelt auf eine Versicherung überwälzt. Eintretende Risiken werden von einer Versicherung übernommen. Massnahmen, um Risiken selbst zu tragen. Die Risiken bleiben auch hier bestehen. Es werden aber innerhalb der Unternehmung Lösungen gefunden, die Risiken finanziell selbst zu tragen. Beispiel: Um Absatzschwierigkeiten zu überbrücken, werden in der Unternehmung finanzielle Reserven gebildet. Die Risiken bleiben an sich bestehen. Die Unternehmung bildet finanzielle Reserven. Eintretende Risiken werden von der Unternehmung selbst bezahlt. Neben den traditionellen Instrumenten wie Versicherungslösungen oder Reserven gibt es alternative finanzierungslösungen (Captives, Rent-a-Captive, Finite Risk), die sowohl Elemente des Überwälzens als auch des Selbertragens von Risiken enthalten.

7 RM- Wie ist Risk Management in Ihrer Unternehmung verankert? RM-Controlling verfolgt die Zielsetzung, dass die RM-Schritte periodisch wiederholt und in der Unternehmung nachhaltig verankert werden. Im Zentrum der stehen methodische und inhaltliche risikorelevante Informationen aus dem Risk-Management-Prozess: Erfahrungen oder neue Erkenntnisse zur, zur sowie zur eröffnen neue Möglichkeiten, Risiken zu bewältigen. Zudem ergeben sich aus Schadenfällen und beinahe eingetretenen Ereignissen wertvolle betriebseigene Erfahrungen. Alle diese Informationen müssen zentral zusammenlaufen, ausgewertet und an die betroffenen Stellen in der Unternehmung rückgekoppelt werden. Risk Management ist dynamisch und muss täglich im Denken und Handeln der Unternehmungsführung und der Mitarbeiter zum Ausdruck kommen. RM- Risk Überlassen Sie nichts dem Zufall methodisch vorgehen. Diese Risk-Management-Methodik ist 199 von Zurich entwickelt worden.

8 121098A0 (/07) Die hier zu Verfügung gestellten Informationen und Dokumentationen dürfen nur mit Quellenhinweis und unverändert zu Informationszwecken von Dritten übernommen werden Zurich «Zürich» Versicherungs-Gesellschaft Thurgauerstrasse 80, 800 Zürich Telefon

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