Risikobewusstsein als Ausgangspunkt für ein zielgerichtetes Risiko-Management

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1 Risikobewusstsein als Ausgangspunkt für ein zielgerichtetes Risiko-Management Jan van Rijs, Fausto Steidle, Alexander Loistl Risk Management Services Bern, 17. Juni 2003 Zurich Continental Europe Corporate

2 Risikodefinition Risiko ist eine objektive Wahrscheinlichkeit (risk), alles andere ist Unsicherheit (uncertainty), F. Knight, 1921 Risiko ist Chance und Gefahr Risiko als Varianz des Ertrags (Rendite), Portfoliotheorie Value at Risk (VaR): Eine Kennzahl für quantifizierbare Risiken (finanzielle Risiken wie Zinsen, Währungen, Rohstoffe) Risiko ist die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Schadenausmasses Risiko ist, was als Risiko wahrgenommen wird...

3 Wer bestimmt das Risiko? Nichtreg.- organisationen Öffentlichkeit Anwälte Medien Konkurrenten Verbraucher Lieferanten Unternehmen Abnehmer Mitarbeiter Wissenschaft und Forschung Parteien und Politiker Behörden

4 Risiken Geschäftsrisiken Strategische Risiken: Produkte & Dienstleistungen Image & Marken Märkte & Geschäftsfelder Mergers & Acquisitions Management-Fähigkeiten... Finanzrisiken: Liquidität & Finanzierung Debitoren & Kreditoren Investitionen Finanzanlagen... Produkterisiken Brand & Explosion Umweltschäden Marktrisiken: Konkurrenten Marktzutritte Kunden & Lieferanten Zins & Währung... Qualität Betriebsunterbrechung Informationsverarbeitung Unfall & Krankheit... Politische & Rechtliche Risiken Gesetze & Verordnungen Haftungsrisiken Vertragssicherheit Krieg & Terrorismus Gesellschaftl. Tendenzen... Operationelle Risiken

5 Nutzen von Risk-Management-Aktivitäten Schutz von Vermögenswerten Ertragssicherung geringere direkte und indirekte Aufwendungen durch «unerwünschte Ereignisse» Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung Beitrag zur Corporate Governance besseres Image im Umgang mit Risiken

6 Nutzen von Risk-Management-Aktivitäten Kundenbeziehungen Schaffung von Vertrauen und Glaubwürdigkeit Kapitalbeschaffung Vertrauen bei Banken / in der Öffentlichkeit Versicherungsdeckungen - risikogerechte Prämien - Überschussbeteiligungen - Spezialdeckungen Alternative Risikofinanzierung (ARF) - Captives - Finite Risk - Multi-Year / Multi-Line Erfüllung gesetzlicher Anforderungen - KontraG - Produktesicherheit - Arbeitssicherheit - Datenschutz - Organhaftung

7 Risk-Managmenent-Prozess Risk Management ist das systematische Denken und Handeln zur Bewältigung von Risiken, das ausdrücklich in die Unternehmensführung miteinbezogen wird.

8 Risikosensibilisierung Informationen von Aussen Betriebseigene Erfahrungen

9 Gefahrenermittlung auf der Ebene Unternehmen Risiken aus externen Beziehungen Unternehmen Marktleistungen Führungsprozess Produkteentwicklung Design Beschaffung Prozessvoraussetzungen: Mitarbeiter (Know-how-träger, Spezialisten) Maschinen, Einrichtungen Geld Gebäude, Grundstücke, Lager Patente / Lizenzen Fertigung, Montage Lagerung, Transport Supportprozesse Vertrieb Marketing Modelle, Muster, Formen Rohmaterialien, Halbfabrikate Energie Fahrzeuge, Transportmittel EDV Produktbeobachtung Risiken aus: Produkt & DL, Kernprozesse, Prozessvoraussetzungen

10 Externe Beziehungsanalyse Öffentlichkeit Lieferanten Konkurrenz Umwelt Geldgeber Hersteller AG Behörden Sonstige Dritte Endverbraucher Abnehmer (Baumärkte) Gewerkschaften

11 Interne Analyse Marktleistungen Führungsprozesse Produktentwicklung, Design Fertigung, Montage Lagerung, Transport Vertrieb, Marketing Beschaffung Produktbeobachtung Supportprozesse Prozessvoraussetzungen: Mitarbeiter (Know-how-träger, Spezialisten) Maschinen, Einrichtungen Geld Gebäude, Grundstücke, Lager Patente, Lizenzen Modelle, Muster, Formen Rohmaterialien, Halbfabrikate Energie Fahrzeuge, Transportmittel EDV

12 Gefahrenermittlung

13 Gefahrenermittlung Ursache Direkte Auswirkung Ursache Direkte Auswirkung Ursache Direkte Auswirkung Indirekte Auswirkung

14 Risikoermittlung: Praxisbeispiel Szenariobildung Ursachen Ereignis Auswirkungen Defektes Elektrokabel oder Rauchen oder Schweissen Brand im Bereich der Produktion Zerstörung der Produktionshalle Betriebsunterbrechung Marktanteil sinkt Imageschaden

15 Bestehende Sicherheitsvorkehrungen

16 Risikoanalyse Eintrittswahrscheinlichkeit oft gelegentlich selten Fehlinvestition Produkthaftplicht Absatzschwierigkeiten bewerten beurteilen Brand gering problematisch kritisch Tragweite der Auswirkungen

17 Risikoprofil A 4 B C Wahrscheinlichkeit D E F IV III II I 1 2 Tragweite

18 Risikoprofil mit Toleranzlinie A 4 B C Wahrscheinlichkeit D E F IV III II I 1 2 Tragweite

19 Risikobewältigung Qualitative Risikoverbesserung Traditionelle Versicherungen Technische Massnahmen Organisatorische Massnahmen Personelle / Führungsbezogene Massnahmen Kommunikative Massnahmen Haftpflichtversicherung Sachversicherung Personenversicherung Spezialversicherung Alternative Risikofinanzierung Captive Finite Risk

20 Risikocontrolling: Verankerung im Unternehmen und kontinuierliche Verbesserung Informationen aus Schadenfällen und beinahe eingetretenen Ereignissen Überwachen von Kennzahlen und Messgrössen periodisch durchgeführten Risk-Management-Prozesse internen und externen Audits

21 Umfassende Risikobewältigung Loss Control- Dienstleistungen Fachinformationen Seminare / Workshops Fachinformationen Checklisten Versicherungslösungen Alternative Risikofinanzierung Risikoverbesserungsmassnahmen Moderation bzw. Durchführung von Risikoanalysen

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